Liebe im Alter? Warum nicht! Anders als in früheren Zeiten stößt der Wunsch nach Zweisamkeit und Nähe an keine bestimmte Altersgrenze mehr. Nicht nur die Lebensentwürfe haben sich gewandelt, vergrößert hat sich auch die Lebensspanne, die Männer und Frauen nach Familie und Beruf noch vor sich haben und gestalten können. Der Wunsch nach einer späten Liebe ist vielfach da, dennoch fällt es im Alter schwerer als in jungen Jahren, jemanden zu finden und sich für eine neue Liebe zu öffnen.
Liegen Zweisamkeit und Nähe lange zurück, scheuen sich manche, es noch einmal zu versuchen. Oder es fehlt der Mut, sich nach Enttäuschungen oder Verletzungen noch einmal auf einen anderen Menschen einzulassen.
Und was werden die eigenen Kinder zu einer neuen Liebesbeziehung sagen? Dennoch bietet die späte Liebe nach Familien- und Berufsleben eine ganz eigene Erfüllung - eine Zeit bedachtsamen Für- und Miteinanderseins in dem Wissen um die Kostbarkeit eines solch späten Glücks zu zweit. In diesem ...
Sandro Veronesi: Schwarzer September | Aus dem Italienischen von Karin Krieger | Zsolnay Verlag 2026 | Preis: 24 Euro
Von der hr2-Partnerbuchhandlung „Büchergilde. Buchhandlung & Galerie“ in Wiesbaden
“Ich glaube nichts, mir fehlt nichts.” Unter diesem provokativen Titel gab es schon in früheren Jahren einzelne Veranstaltungen bei Kirchentagen. In der Zwischenzeit aber haben religionssoziologische Untersuchungen gezeigt, dass so eine religiöse Gleichgültigkeit zu einem Megatrend geworden ist. Die aktuellen Kirchenaustrittszahlen belegen das auf ihre Weise. Die Überzeugung, dass alle Menschen „irgendwie” religiös sind, stimmt offenbar nicht mehr.
Der in den Niederlanden lehrende katholische Pastoraltheologe Jan Loffeld rückt in seinem Buch “Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt” die größer werdende Zahl der Menschen in den Blick, die existentiell völlig unberührt sind von religiösen Fragen. Die christliche Botschaft werde heute nicht mehr “gebraucht”, um ein irdisches Leben in Freude und Fülle zu leben, schreibt Loffeld.
Welche Zukunft das Christentum dann noch haben könnte, erläutert Jan Loffeld im Gespräch mit den hr-Kirchenredakteuren Lothar Bauerochse und Klaus Hofmei...
Der Kasseler Pianist Edgar Knecht hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten eine ganz eigene Nische im Jazz erobert: er hat das deutsche Volkslied ordentlich entstaubt und mit Jazz- und World Music Farben versehen.
Jetzt geht er mit seinem Trio den nächsten logischen Schritt: quer durch Europa! Auch in Frankreich, Italien, Spanien oder Österreich gilt es spannende Volksweisen zu entdecken, die darauf warten, in die Welt des Klaviertriojazz entführt zu werden.
Auf "Colours of Europe" haucht er den eingängigen Volksliedmelodien im Zusammenspiel mit Till Spohr (Bass) und Tobias Schulte (Drums) neues Leben ein - mit genau dem farbenreichen, rhythmisch pointierten Sound, für den Edgar Knechts Spiel steht. Das Ergebnis: ein lebendiger musikalischer Dialog zwischen Tradition und Gegenwart.
Rundherum lädt die Hörbar zu einer (nicht nur) europäischen Entdeckungstour ein: mit Fado-melancholischer Eleganz von Camané, der energiegeladenen Warsaw Village Band und globalen Klangfarben ...
Wer heutzutage psychotherapeutische Hilfe sucht, braucht gute Nerven. Die Praxen sind voll, lange Wartezeiten üblich. Und gute Nerven haben genau die, die Hilfe brauchen, gerade nicht. Sie sind in Not. Jetzt wollen die Krankenkassen die Kosten im Gesundheitssystem senken und dabei auch das Honorar für Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen kürzen. Nicht nur sie wehren sich, auch Patientenverbände warnen. Für gesetzlich Versicherte könnte die Wartezeit noch länger werden und unbehandelte psychische Erkrankungen könnten in der Folge noch teurer werden. Vom Leid der Betroffenen mal abgesehen.
Welche Gründe gibt es für die Kürzung der Honorare? Welche Folgen drohen für Patienten und Patientinnen? Und welche auf lange Sicht auch für das Gesundheitssystem und für die gesamte Gesellschaft?
Über diese Fragen spricht Karen Fuhrmann mit Tanja Müller, Vorsitzende des Anna-Freud-Instituts in Frankfurt, mit dem Psychologieprofessor Wolfgang Lutz, mit dem Therapeuten und Vorstandsvo...
hr-Bigband feat. Trondheim Voices, cond. by John Hollenbeck, cresc... Biennale für aktuelle Musik, Centralstation Darmstadt, Februar 2026 | Die Trondheim Voices sind ein Klangexperiment, geschaffen aus dem Zusammenspiel lebender Resonanzkörper, und gehen über die Grenzen der üblichen menschlichen Lautäußerungen hinaus. Angeschlossen an das Midtnorsk Jazzsenter, sind die Trondheim Voices seit 2001 aktiv und umfassen derzeit zehn Sängerinnen. Bei der cresc… Biennale 2026 traten sie gemeinsam mit der hr-Bigband auf. Zu diesem Anlass schrieb der US-amerikanische Komponist John Hollenbeck ein 30-minütiges Stück für Bigband und Vokalensemble, welches das Publikum zum Schwärmen brachte. (Sendung vom 29.3.)
Jimmie Vaughan zum 75. Geburtstag | Debut auf eigenem Label: One Mississippi - neues Album von Eric Bibb | Große Verbeugung vor dem größten Bluesmann - B.B. King’s Blues Summit 100 (Sendung vom 26.3.)
Woran erkennt man eine zivilisierte Gesellschaft? An der Serviette beim Essen oder dem „Danke“ an der Kasse? Autorin Christine Lungershausen hat eine überraschende Antwort.
Seit über dreißig Jahren schlägt Falk Zenker souverän Brücken zwischen Klassik, Flamenco, Weltmusik, Jazz-Impro und kunstvollem Live-Looping - eine Mischung, die ihn zu den markantesten Nylon-Gitarristen des Landes macht.
Auf seinem neuen Soloalbum "Innenwege" richtet sich der Blick nach innen: Jede Komposition beleuchtet einen seelischen Zustand, mal leicht und weit, mal nachdenklich und konzentriert. In der Hörbar begegnen wir diesen inneren Landschaften u. a. mit Stücken wie "Windgeborgen", "Glück", "Zauberin" oder "Fernweh".
Im weiteren Verlauf der Sendung öffnen sich zusätzliche Horizonte: das elegante Ensemble Saxofourte, das weltoffene Trio Macchiato, der Groove von Bruno’s Boogaloo Orchestra, fernwehwarme Klänge von A Presença das Formigas, temperamentvolle Energie des Haidouti Orkestar und ein traditioneller Schlusspunkt mit Bube Dame König.