hr-Bigband feat. Brandee Younger, cond. by John Beasley, Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt, Mai 2026, Teil 1 | Brandee Younger nur eine Jazz-Harfenistin zu nennen, wird ihr nicht gerecht, denn sie entzieht sich nicht nur musikalischen Genre-Grenzen, sie ist derzeit DIE Jazz-Harfenistin. 2022 wurde sie als erste schwarze Frau für eine Instrumental-Komposition für den Grammy nominiert. Ihr Spiel verbindet Arpeggios mit Grooves und entführt in eine wahrhaft träumerische Klangwelt, ohne auch nur im Geringsten verträumt zu sein. Brandee Younger erweitert das musikalische Feld für ihr Instrument drastisch. (Sendung vom 20.9.)
Vor 115 Jahren geboren, auch für junge Blueser noch immer ein Idol: Robert Johnson | "That’s How I Got to Memphis": souliger Blues von Kara Grainger | "Alte Seele" im Körper eines jungen Bluesers: der 24-jährige Sean McDonald aus Georgia | Blues Harp unter kalifornischer Sonne: Kyle Rowland (Wdh. vom 7.5.) (Sendung vom 19.9.)
Sie flattern und schwirren, zwitschern und gurren. Mit ihren beschwingten Gesängen und virtuosen Flugbewegungen sind Vögel die stimmgewaltigen Meister der Lüfte. Damit haben sie auch die Menschenwelt immer wieder zu musikalischen Höhenflügen inspiriert.
Zu luftigen Akkorden steigt die Lerche empor in den Himmel. Mit rasendem Crescendo stürzt sich ein Adler zum Boden hinab. Wir machen eine musikalische Vogelschau: Von den virtuosen Sängern des brasilianischen Regenwalds bis zum Dodo, dem Vogel, der nicht fliegen kann.
Autor Uwe Groß beschreibt seine Erfahrung in neue Situationen aufzubrechen. Dabei inspirieren ihn zwei historische Ereignisse, die ebenfalls am 16. September stattfanden.
Was passiert, wenn ein Jazzquartett und ein klassisches Streichquartett miteinander musizieren? Dieser Frage geht der Pianist und Komponist Stefan Michalke auf seinem neuen Projekt Michalke & Strings nach.
Die Stücke bewegen sich zwischen kammermusikalischer Klarheit und improvisatorischer Offenheit. Statt die Unterschiede zwischen Jazz und Klassik einzuebnen, werden beide Sprachen bewusst hörbar gehalten: Hier die komponierten Linien der Streicher, dort die Freiräume für Improvisation und dazwischen viele Übergänge.
Michalke, dessen Musik schon immer eher von Feinzeichnung als von der großen Geste lebt, setzt dabei auf transparente Arrangements und einen ruhigen, atmenden Ensemblesound. Neben seinem Jazzquartett mit Trompeter Frederik Köster, Bassist David Andres und Schlagzeuger Stefan Kremer, ist ein klassisch besetztes Streichquartett zu hören. So entstehen Stücke, die weniger auf Virtuosität als auf Klangfarben, Dialog und gemeinsame Entwicklung setzen.
Das und mehr...
Überall schießen sie aus dem Boden. Der Ausbau von Rechenzentren ist keine rein technische Entscheidung mehr, sondern eine politische und gesellschaftliche Frage. Denn es geht weniger darum ob, sondern eher wie wir den digitalen Fortschritt mit lokaler Netzkapazität, den Klimazielen und echter Nachhaltigkeit in Einklang bringen. Ohne leistungsstarke Rechenzentren sind moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing, Streaming und autonomes Fahren nicht realisierbar. Sie sind ein Wirtschaftsfaktor und wichtig für die digitale Infrastruktur. Aber bedeuten viele neue Rechenzentren auch mehr digitale Souveränität? Sicher ist: Sie sind energieintensiv. Ihr Wachstum gefährdet die Klimaziele, zudem benötigt die Kühlung viel Wasser und kann eine enorme Lärmbelästigung für die Nachbarschaft verursachen. Es ist also nicht einfach, richtige Entscheidungen zu fällen.
Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit dem Politologen Karsten McGovern, Geschäftsführer der ...
Er läuft als Praktikant im Alltag seiner Gemeindemitglieder mit, veranstaltet "Tupper Partys" und findet Abba-Lieder im Gottesdienst durchaus angemessen. Der Kasseler Pfarrer Christian Schäfer macht nicht alles, aber doch viele anders.
(Wdh. vom 26.05.2026)
Unser Leben ist immer mehr von Hektik und unser Alltag von Stress geprägt. Autor Uwe Groß beschreibt seine Erfahrung beim Angelusläuten kurz innezuhalten.
How did we get here? Das ist die klassische Frage von Musikern auf Tour. Irgendwann bist Du so viel kreuz und quer durch die Gegend gereist, dass Du morgens in einem Hotelzimmer aufwachst und Dich fragst: Wie zum Teufel sind wir eigentlich hierhergekommen?
Ein durchaus vertrautes Gefühl für Tim Collins, Vibraphonist aus New York und den Münchener Saxophonisten und Klarinettisten Mulo Francel. Die Beiden sind schon viele Jahre unterwegs, kennengelernt haben sie sich auf einer Tournee von Mulo Francels Band Quadro Nuevo. Nun begegnen sie sich erstmals als Duo, auf einem Album, das genau diesen Titel trägt (How did we get here?) und in einer Besetzung, die von der besonderen Klangverwandtschaft zwischen Vibraphon und Saxophon lebt: Hier die schwingenden Klangplatten aus Aluminium, dort das geblasene Messingrohr.
Mit diesem Sound schaffen die Beiden schillernde Klangräume zwischen Jazz, Folk, Latino-Einflüssen, Musette-Walzern und feinen Anklängen an Minimal Music und Neoklassik....
Nicht zuletzt die Wahl in Sachsen-Anhalt hat gezeigt: Fakten spielen nicht immer die entscheidende Rolle bei der Wahlentscheidung. Viele Menschen beziehen ihre Informationen aus Social Media, ohne zu wissen, ob sie geprüft und verlässlich sind. Algorithmen entscheiden, welche Informationen die Nutzer zu sehen bekommen und KI produziert täuschend echte Bilder von Ereignissen, die sich gar nicht zugetragen haben. Mehr denn je ist eine informierte Öffentlichkeit wichtig, um die Entwicklungen in unserer Gesellschaft und in der Welt verstehen und einordnen zu können. Und damit auch entscheidend für das Funktionieren der Demokratie.
Was bedeutet das für Medien? Wie und über was sollten sie berichten? Welche Bedürfnisse haben die Nutzer und wie kann man angesichts der technischen Entwicklungen überhaupt noch zwischen wahr und fake unterscheiden? Zum ersten Mal tun sich ARD, ZDF und viele Zeitungen zusammen, um eine Diskussion über die Bedeutung von unabhängigem Journalismus, demokra...