Am 7. Oktober 2023 überfielen Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen Israel. Sie töteten rund 1200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 250 Geiseln. Die israelische Regierung reagierte mit dem Gaza-Krieg, mit Zerstörung und Vertreibung der Menschen im Gaza-Streifen, Zehntausende starben. Offiziell herrscht seit einem Jahr eine Waffenruhe. Am 27. Oktober steht in Israel eine Parlamentswahl an. Wie prägen heute die Ereignisse vom 7. Oktober und der folgende Gaza-Krieg die israelische Gesellschaft? Wie sieht das Leben im Gaza-Streifen aus? Gibt es Hoffnung auf Frieden?
Darüber spricht Moderatorin Karen Fuhrmann mit Bettina Meier aus dem ARD-Studio in Tel Aviv, mit Musiker und Autor Ofer Waldman, mit dem Nahostreferenten Riad Othman sowie mit der Antisemitismusforscherin Lisa Jacobs.
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Drei Jahre nach dem 7. Oktober - wie tief sitzt das Trauma der Überlebenden?
Am 7. Oktober ist es drei Jahre h...
Am 6. Oktober 1683 gründeten eingewanderte Deutsche die Stadt Germantown im US-Bundesstaat Pennsylvania. Auf dieses Ereignis geht der „German-American-Day“ zurück, ein alljährlicher Feiertag in den USA - und gerade in diesen Zeiten ein denkwürdiger Tag. Denn viele Deutsche, die damals in das sprichwörtliche “Land der unbegrenzten Möglichkeiten” kamen, suchten dort u. a. nach Demokratie. Würden sie heute finden, was sie damals suchten? Aktuell sehen viele Menschen in den USA und in Deutschland die demokratischen Werte und Institutionen ihrer jeweiligen Nation bedroht - von politischen Kräften, die ihrerseits für sich in Anspruch nehmen, Deutschland und die USA „wieder groß“ machen zu wollen. Die MAGA-Bewegung in den USA hat mit Präsident Donald Trump an der Spitze längst das Sagen im Weißen Haus und - mindestens bis zu den bevorstehenden Kongresswahlen - auch im Kapitol. Die AfD in Deutschland ist auf dem Sprung in die erste Regierung eines deutschen Bundeslandes. Und die stärkste...
Es ist ein stilles Gefühl, das doch ohrenbetäubend laut sein kann: Einsamkeit. Obwohl wir in einer hypervernetzten Welt leben, fühlen sich immer mehr Menschen isoliert. Wir
blicken hinter die Fassade eines Tabus. Was passiert im menschlichen Gehirn, wenn soziale Kontakte fehlen? Warum wirkt sich Einsamkeit messbar auf die physische Gesundheit aus, und welche gesellschaftlichen Entwicklungen verstärken die Isolation? Warum sehen wir Einsamkeit immer noch als persönliches Versagen statt als biologisches Warnsignal und gesellschaftliche Herausforderung?
Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Elke Schilling, Gründerin und 1. Vorsitzende von Silbernetz e. V., mit Nadine Wolf, Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm, mit Tobias Dienlin, Professor für Medienpsychologie an der Universität Zürich und der hr-Reporterin Sabrina Fillisch.
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In Deutschland leiden Millionen Menschen unter Eins...
Am 1. Oktober 1946 fallen in Nürnberg die Urteile gegen die führenden Vertreter des Nazi-Regimes. Zum ersten Mal müssen sich Einzelpersonen vor einem internationalen Gericht für Angriffskrieg, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Recht statt Rache soll die Antwort auf das millionenfache Unrecht sein. Doch ein Urteil verändert noch keine Gesellschaft. Antisemitismus, Rassismus und autoritäres Denken haben die NS-Zeit überlebt. Und heute? Da verfolgen internationale Gerichte Kriegsverbrechen und Völkermord, erlassen Haftbefehle auch gegen politische und militärische Führungen und stoßen dabei immer wieder an die Grenzen ihrer Macht. Gleichzeitig verblasst das Wissen darüber, was in Nürnberg begann. Und gestritten wird auch darüber, was eine Erinnerungskultur in Deutschland heute leisten muss und wo sie versagt. 80 Jahre nach Nürnberg fragt deshalb „Der Tag“, was vom Versprechen von Nürnberg geblieben ist. Kann Recht Gerechtigkeit schaffen und gilt ...
Lebensmittel sind teuer geworden. Das Gute daran: Wegen der hohen Preise schmeißen wir weniger weg. Und trotzdem ist der Müllberg immer noch riesig. Elf Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet Deutschland jährlich. Den Großteil davon schmeißen private Haushalte weg. Rund 75 kg - meist Obst und Gemüse - kauft jeder zu viel ein. Der Aktionstag "Zu gut für die Tonne!" vom Bundeslandwirtschaftsministerium will darauf aufmerksam machen. Wir sollen unseren Wocheneinkauf besser planen und Reste verwerten. Die UN-Nachhaltigkeitsziele, die EU-Vorgaben haben das Ziel: 30 Prozent weniger Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2030. Aber schaffen wir das wirklich freiwillig? Die Industrie wirkt dagegen: Große Packungen, riesige Einkaufswagen und Sonderangebote verführen dazu, zu viel einzukaufen.
Wie wir weniger Lebensmittel wegschmeißen - darüber spricht Moderatorin Isabel Reifenrath mit dem Ökotrophologen Guido Ritter, dem Konsumentenpsychologen Georg Felser, Katrin Meyer von Foodshari...
Alle Menschen haben Geheimnisse. Im Durchschnitt dreizehn, heißt es aus der Forschung. Manche sind winzig, manche verändern ein ganzes Leben. Viele Menschen verschweigen, was ihnen peinlich ist, schützen damit andere - oder sich selbst. Geheimnisse können Nähe schaffen und Vertrauen bedeuten. Sie können aber auch einsam machen. Und während wir im Privaten selbst entscheiden wollen, wer etwas über uns erfährt, leben Geheimdienste davon, anderen ihre Geheimnisse zu entreißen und Journalistinnen wiederum recherchieren sie. Künstler machen aus ihrer Anonymität ein Markenzeichen und im Netz erzählen Menschen geheime Dinge, die sie ihrer eigenen Familie verschweigen. Warum brauchen Menschen Geheimnisse? Wem gehören sie? Wer darf sie lüften? Und wie kann das Verschweigen sogar zum Verschwinden eines Menschen führen?
Darüber spricht Moderatorin Hadija Haruna-Oelker mit dem Religionsphilosophen Knut Martin Stünkel, dem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter Leo Martin, dem Banksy-Experten U...
Ob Erdbestattung und Urnengrab, Wald-, See- oder Luftbestattung - der Umgang mit dem Lebensende und der Bestattung von Verstorbenen hat sich in den letzten Jahren stark verändert. In der Kulturgeschichte der Menschheit gilt die Bestattung der Toten als einer der fundamentalsten Meilensteine. Sie ist kein rein praktischer Akt, sondern das älteste Zeugnis für abstraktes Denken, Mitgefühl und die Frage nach dem, was nach dem Tod kommt. Schon die Neandertaler nahmen vor über 70.000 Jahren Bestattungen vor. Sie gaben ihren Toten Blütenpollen oder Werkzeuge bei, um sie für ein unbekanntes Jenseits zu wappnen. Wie aber hat die Moderne den Umgang mit dem Tod verändert? Was können wir selbst bestimmen und wo muss man Gesetze befolgen? Und schließlich: ist der Tod ein abschließender Endpunkt oder Teil des Lebens, das ja immer weitergeht?
Darüber spricht Moderatorin Isabel Reifenrath mit Dirk Pörschmann, Direktor des Kasseler Museums für Sepulkralkultur, mit Alexander Helbach von der Ver...
Musik ist weit mehr als eine Aneinanderreihung von Tönen - sie ist die universelle Sprache der Menschheit, ein emotionaler Kompass und ein tief verwurzeltes Kulturgut. Ob pulsierende Beats im Club, die epische Wucht eines Sinfonieorchesters oder das leise Summen eines Wiegenlieds: Musik besitzt die einzigartige Fähigkeit, uns zu Tränen zu rühren, Gänsehaut auszulösen oder aber uns regelrecht abzustoßen. Sie kann Menschen über alle Grenzen von Sprache, Alter, Herkunft und Geschlecht hinweg miteinander verbinden und ist gleichzeitig Teil der lokalen gesellschaftlichen Identität. Doch woher rührt diese unbändige Faszination, die uns seit Jahrtausenden begleitet? Wie entsteht unser Musikgeschmack? Und wie wird Musik zu einem Instrument gesellschaftlicher und politischer Macht?
Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit dem Starfagottisten Theo Plath, dem Neurowissenschaftler Lutz Jäncke, Autor des Buchs: „Synapsen und Symphonien: Musik neuropsychologisch betrachtet“, ...
Gerade erst sind spezielle gesundheitliche Risiken und Bedürfnisse des weiblichen Körpers in den Fokus gerückt. Es gibt mehr Forschung dazu, wie Medikamente bei Frauen wirken; die Wechseljahre und was die hormonellen Veränderungen mit sich bringen, werden umfassend thematisiert und Ärzte sind vermehrt sensibilisiert dafür, dass zum Beispiel ein Herzinfarkt bei Frauen ganz andere Symptome hervorruft als bei Männern. Das GKV- Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz könnte die medizinische Versorgung von Frauen allerdings zurückwerfen. Wird der Gender Health Gap wieder größer statt kleiner?
Darüber spricht Moderatorin Doris Renck mit der Gynäkologin Yasmina Selmi, mit Anneliese Schwenkhagen vom Vorstand der deutschen Menopause Gesellschaft e. V., mit dem Gesundheitsökonomen Jan-Marc Hodek und mit der Fachreferentin für Gendermedizin Hildegard Seidl von der München Klinik.
Podcast-Tipp: Bayern 2 - Ein Zimmer für uns allein
Gender Health Gap: Über Benachteiligung in der Medizin
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Die Alzheimer-Demenz bleibt eine der größten gesundheitlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Allein in Deutschland leben derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung, der Großteil davon leidet an Alzheimer. Doch das Verständnis der Krankheit hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt - weg von der reinen Verwaltung des Verfalls, hin zu präziser Früherkennung und deutlich unterstützenden Therapien. Trotz des medizinischen Fortschritts aber bleibt der Versorgungsalltag eine Mammutaufgabe. Es fehlt an Infrastruktur und Betreuungsangeboten, die Hauptlast der Pflege liegt nach wie vor bei den Angehörigen. Wie geht man mit der Demenz um? Wo findet man medizinische und pflegerische Hilfe und betrifft es tatsächlich nur alte Menschen?
Darüber spricht Moderator Ulrich Sonnenschein mit Bettina Tietjen, Fernsehmoderatorin und Autorin des Buches: „Unter Tränen gelacht. Mein Vater, die Demenz und ich“, mit Emrah Düzel, Professor für Kogn...