Jetzt läuft auf Ö1:

Punkt eins

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Advent am Jordan". Der katholische Theologe und Bibelwissenschafter Josef Schultes erzählt über Bibelstätten in Jordanien, die er selbst, als begeisteter Reiseleiter, besucht hat. - Gestaltung: Alexandra Mantler Über Jordanien, das "Land von Wasser und Wüste", spricht der römisch-katholische Theologe und Bibelwissenschafter Josef Schultes in seinen "Gedanken für den Tag". Denn oft schon ist er selbst am und im Jordan gestanden. Auch Jordanien - das Land, das diesem Fluss seinen Namen verdankt - hat der begeisterte Reiseleiter immer wieder besucht. Auf den Spuren der Bibel: meist mit Gruppen aus Österreich und Deutschland. Unterwegs, um "Heiliges Land" zu entdecken. Wie etwa die Taufstelle Jesu auf jordanischer Uferseite. Dieser Platz und die herodianische Festung Machärus erinnern an Johannes den Täufer, diese adventlich-prophetische Gestalt. Ganz in der Nähe liegt der Ort Madaba, berühmt wegen seines Bodenmosaiks von Palästina. Weiter nördlich erstrecken sich Gerasa, das "Pompeji des Nahen Ostens" und Gadara; beide zählen zur Dekapolis, zum Zehn-Städte-Bund aus hellenistisch-römischer Zeit. Und dann, weit im Süden: Petra, einst die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer und heute eine der großartigsten Ruinenstätten der Antike. Ihre monumentalen Grabtempel, deren Fassaden direkt aus dem rötlichen Sandstein gehauen sind: Still verweisen sie auf den letzten Advent ...


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello

Das Irische Tagebuch Abertausende Reisende folgten ihm - nach Dublin, nach Limerick, entlang des Shannon oder nach Achill Island. Vor genau 60 Jahren wurde Heinrich Bölls Irisches Tagebuch veröffentlicht, ein halbdokumentarischer Reisebericht - auf der Suche nach einem Gegenmodell zur deutschen Nachkriegsgesellschaft. Das "Irische Tagebuch" von 1957 hat viele deutschsprachige Touristen auf die grüne Insel gelockt und gehört bis heute zu Bölls meistverkauften Büchern. Es ist ein literarisches Paket aus Sprache, Landschaft und Märchen. Als sich Heinrich Böll, dessen 100. Geburtstag am 21.Dezember gefeiert wird, mit seiner Familie 1954 zum ersten Mal nach Irland aufmachte, war er noch kein Literaturnobelpreisträger, sondern ein wenig bekannter Nachwuchsautor. Böll, der Antimilitarist, war begeistert von der Landschaft, von den Iren und von ihrer Geschichte: "Auf dieser Insel also wohnt das einzige Volk Europas, das nie Eroberungszüge unternahm", heißt es zu Beginn des Tagebuchs. 1958 kaufte die Familie Böll auf Achill Island ein Haus mit Blick auf den Atlantik und verbrachte regelmäßig die Ferien in Irland. Heinrich Böll blieb oft mehrere Monate, um in Ruhe zu schreiben. Gemeinsam mit seiner Frau Annemarie übersetzte er das Buch "Die Boote fahren nicht mehr aus" von Tomas O'Crohan. Der irische Fischer, Bauer und Dichter lebte Anfang des 20. Jahrhundert auf den heute verlassenen Blasket Islands. Die Inselgruppe vor der Westküste ist berühmt für seine unberührte, wilde Natur und und deren reine irische Sprache. Die Erzählungen von den Blaskets gehören zu den Klassikern der irischen Literatur. Jedes Kind in Irland kennt sie als Pflichtlektüre aus der Schule. Die Menschen von den Blasket-Inseln haben ein Vermächtnis hinterlassen. Auch dank der Übersetzungshilfe durch Annemarie und Heinrich Böll leben ihre authentischen Alltagsbeschreibungen weiter und inspirieren Künstler und Reisende bis heute - obwohl Heinrich Böll schon im Vorwort seines Irischen Tagebuchs gewarnt hatte: "Es gibt dieses Irland: wer aber hinfährt und es nicht findet, hat keine Ersatzansprüche an den Autor." Gestaltung: Michael Marek und Anja Steinbuch


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Ein modernes englisches Weihnachtslied und Richard Wagner tragen zur Advent-Idylle bei. Aber auch: Stefan Fleischhacker pfeift auf Mozart und die Philharmonia Schrammeln rufen "Kellner zahl'n!" "Das wichtigste an diesem Weihnachtslied: Man soll Freude haben!" So erinnert uns die Komponistin Cheryl Frances-Hoad an die wahre Weihnachtsbotschaft: "Freuet euch!"


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Die Chemikerin Nicole Halanek beschreibt die Ersteinrichtung eines Süßwasseraquariums. Teil 1: Die Basistechnik Gestaltung: Renate Pliem Ein Süßwasseraquarium ist ein Ökosystem für sich. Die Fische oder Garnelen, die darin untergebracht sind, haben nur diesen einen Lebensraum. Ihn gilt es "wohnlich" einzurichten und zu pflegen. Die Chemikerin Nicole Halanek gibt praktische Tipps, wie die Ersteinrichtung eines Aquariums gelingt. Zur Basistechnik gehören Filter, Beleuchtung und Heizung. Der Bodengrund, Wurzeln und Pflanzen sind unabdingbare Elemente eines Aquariums. Auch die Qualität des Wassers ist essenziell. In der "Einfahrphase" wird das gefüllte Aquarium - noch ohne Tiere - zwei bis drei Wochen eingestellt. Behutsam werden dann die Fische eingesetzt. Wichtig ist, sich schon beim Kauf über die spätere Größe, die Schwimmfreudigkeit und die Biologie der Tiere zu informieren. Auch sollte berücksichtigt werden, ob die Arten Einzelgänger sind, im Schwarm leben oder einen Partner brauchen.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - David gegen Goliath

Wenn Einzelkämpfer ins Rad der Geschichte greifen (1). Gestaltung: Johannes Gelich Wer kennt sie nicht, die alttestamentarische Geschichte vom jungen israelitischen Hirten David, der den schier unbezwingbaren Riesen Goliath im Kampf bezwingt. Der Mythos vom kleinen, schwachen, unbeirrbaren Kämpfer, der einen scheinbar übermächtigen Gegner in die Knie zwingt, hat in vielerlei Gestalt Eingang in die abendländische Kultur gefunden und bis heute in der populären Kultur überlebt: ob Charlie Chaplin, Inspektor Columbo oder Asterix und Obelix - all diese Geschichten leben von den kleinen Außenseitern, die sich mit den Mächtigen dieser Welt anlegen. Auf das Narrativ vom siegreichen David wird von Umweltaktivisten, die vom wackligen Schlauchboot aus gegen Riesentanker ins Feld ziehen, genauso zurückgegriffen wie von Rechtspopulisten wie Trump oder Orban. Doch unabhängig von der politischen und ökonomischen Verwertbarkeit des dramaturgischen David-gegen-Goliath-Schemas, liegt es wohl in der Natur des Menschen, dass sich immer wieder Einzelkämpfer aufschwingen, um gegen einen übermächtigen Gegner und ein dahinterstehendes System aufzubegehren. Ein österreichischer David ist Max Schrems, der sich zum Ziel gesetzt hat, einen der mächtigsten Internetriesen weltweit zu bekämpfen: das datenverschlingende Monster Facebook. Der Jurist und Datenschutzaktivist klagte quasi im Alleingang den multinationalen Konzern Facebook wegen Verletzung des Datenschutzes und der Weitergabe von persönlichen Daten an den US-amerikanischen Geheimdienst NSA. Auch der peruanische Bauer Saúl Lliuya hat den Kampf gegen einen Goliath aufgenommen, in diesem Fall gegen den deutschen Energieriesen RWE. Saúl Lliuya lebt mit seiner Familie unterhalb eines Gletschers, der aufgrund der Klimaerwärmung schmilzt und jederzeit eine lebensbedrohliche Überschwemmung verursachen könnte. Der Bauer fordert von dem größten CO2-Emittenten Europas eine finanzielle Entschädigung für die Mitverantwortung am Klimawandel. Eine Anwältin und ein Verein unterstützen den Bauern bei dem geradezu größenwahnsinnig anmutenden Gefecht gegen den Goliath RWE. Nachdem die Klage in erster Instanz abgewiesen wurde, geht der Kampf nun in die zweite Runde. Auch gegen den deutschen Chemieriesen BASF hat sich eine kleine Gruppe von Aktivisten formiert, um den Chemiekonzern an seine Lieferkettenverantwortung zu erinnern: Während das Platin in den 3-Weg-Katalysatoren unserer neuesten Automodelle für saubere Umwelt sorgt, sterben die schwarzen Minenarbeiter im südafrikanischen Marikana an TBC oder Staublungen, wenn sie nicht in Arbeitskämpfen von der Polizei erschossen werden. Der menschliche Drang, als David in das Rad der Geschichte greifen zu wollen, ist auch in Zeiten der sogenannten Politikverdrossenheit ungebrochen. Dieser Mythos ist nicht unterzukriegen - davon können die Goliaths von heute ein Lied singen.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Dazwischen: Ich

Kinder- und Jugendliteratur als Spiegel der Gesellschaft (1). Gestaltung: Ute Maurnböck Wenn ein Elternteil die Familie Knall auf Fall verlässt, wenn der Körper auf Idealmaße gehungert werden soll, wenn die echte Welt so grausam ist, dass man sich lieber in eine unechte flüchtet, wenn die Familie gezwungen ist, die Heimat zu verlassen. Autor/innen von Kinder- und Jugendbüchern erzählen Geschichten von jungen Menschen und ihren Träumen und Nöten. Ihre Erfahrungen spiegeln die Gegebenheiten unserer Gesellschaft wieder. Patchwork, Computersucht, Umweltzerstörung oder Migration in einer globalisierten Welt sind Themen, mit denen Kinder und Teenager heute konfrontiert sind. Die Verlage reagieren darauf: unter anderem mit einer Flut an pädagogisierenden Büchern, die aufgrund ihrer aktuellen Problematik guten Absatz versprechen. Und doch gibt es Schriftsteller/innen, die sich den Sujets auf hohem Niveau nähern: wortgewaltig, witzig, zart oder ironisch. Die Berliner Kinderbuchautorin und -illustratorin Ute Krause erzählt zu umwerfend komischen Bildern wie aus einer Trennungsfamilie gelungenes Patchwork werden kann, Julya Rabinowichs Protagonistin zeichnet in Tagebuchform den schwierigen Neuanfang nach der Flucht in ein fremdes Land nach; Tamara Bach schildert auf eindringliche Weise einen Spätsommertag im Leben einer Vierzehnjährigen. Das Radiokolleg stellt aktuelle Werke und ihre Verfasser/innen vor.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Wie das Bühnenhandwerk lernen?

Studierende beforschen ihre Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (1). Gestaltung: Hans Groiss 1817 gründete die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien eine Singschule für je zwölf Knaben und zwölf Mädchen. Nach Pariser Vorbild sollte ein Konservatorium unter der Leitung von Antonio Salieri entstehen. Es folgten Instrumentalklassen für Violine und Klavier, sowie Schauspielunterricht. Vorerst im Wiener Musikverein am Karlsplatz angesiedelt, übersiedelte die k.u.k. Akademie für Musik und darstellende Kunst Wien - nach Verstaatlichung - 1913 in die Lothringerstraße. Nach den beiden Weltkriegen, Naziterror, dem Wirtschaftswunder und der Entwicklung der Musikmarke Österreich zog sie als Musikuniversität Ende der 1990er Jahre bis zu Beginn des neuen Jahrtausends in das ehemalige Gebäude der Veterinärmedizin. Neben dem Hauptgebäude gibt es zehn weitere Standorte. An der mdw, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wird gegenwärtig Kunst, Theater und Film in 115 Studienrichtungen unterrichtet. 24 Institute - neben Musik und Schauspiel, auch für Wissenschaft, Forschung und Pädagogik - bieten mehr als 3.000 Studierenden aus mehr als 70 Ländern eine Ausbildungsstätte. Max Reinhardt Seminar oder Filmakademie zählen zu den bekannteren, aber es gibt auch Institute für Musiktherapie, Musiksoziologie, elementare Musikpädagogik oder Popularmusik. Computermusik, Tonmeisterei, Akustik, Komponieren und Dirigieren werden ebenso künstlerisch vermittelt, wie Kulturmanagement oder Gender Studies. Für Lehrende und Studierende stellt sich immer wieder die Frage neu, ob Kunstausbildung auch Berufsausbildung ist. Wie kann Kunst im 21. Jahrhundert vermittelt werden? Welchen Stellenwert haben globale kulturelle Entwicklungen für eine Musikuni in Wien, die heuer 200 Jahre alt wird? Solche Fragen stellen Studierende der mdw zum Beispiel an Rektorin Ulrike Sych, aber auch andere Entscheidungsträger/innen und Involvierte, sowie Alumni. Gemeinsam mit Hans Groiss analysieren sie Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Institution.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. Verordneter Buß- und Lobgesang - Das Maria Theresianische Gesangbuch Maria Theresia war eine fromme Frau und Herrscherin. Und sie wollte sichergehen, dass die ihr vom Lieben Gott anbefohlenen Untertanen im Gottesdienst ordentliche Lieder singen - rechtmäßig in den Inhalten, wertvoll in der Melodie, die sich durchaus ans Volkstümliche anlehnen durfte. Das letztlich entstandene Gesangbuch wirkt bis heute nach.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Eine kleine Frau" von Franz Kafka. Es liest Robert Pienz.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Eva Teimel. Ein günstiger Wind führte die neun Musikerinnen und Musiker des Ensembles Ventus Iucundus zusammen. Auf Initiative des Traversflötisten Reinhard Czasch wurde das Ensemble 2008 gegründet - die Mitglieder verbindet, dass sie allesamt am Institut für Alte Musik der Musik und Kunst Privatuniversität Wien unterrichten. Für Musikerinnen und Musiker unterschiedlicher Interpretationsschwerpunkte innerhalb der Alten Musik liefert die Musik Georg Philipp Telemanns einen geeigneten Treffpunkt - nicht zuletzt deshalb, da Telemann selbst mehrere Instrumente (darunter auch Posaune und Waldhorn) beherrschte, und ihm dies ermöglichte, das größtmögliche Klangpotential eines jeden einzelnen auszuschöpfen. Vor allem Telemanns in Hamburg entstandenen Quartette bieten viele abwechslungsreiche Besetzungsmöglichkeiten - so schwingen sich Traversflöte, Blockflöte, Fagott und Oboe gemeinsam mit Viola da Gamba und Violine in facettenreiche Höhen, die die Interpret/innen des Ensembles Iucundus mit Verve und Elan zum Schwingen bringen. Neben der aktuellen CD widmet sich Des Cis einem Buch, in dem das Weihnachtsfest gleichsam zur Bühne wird - mit all den Rollen und Requisiten, die in einer guten Inszenierung nicht fehlen dürfen. Und natürlich wird wieder ein Türchen des akustischen Adventkalenders geöffnet.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins

Friedenskonzepte im Wandel. Eine Analyse der Preisvergaben von 1901 bis heute. Gäste: MA Susanne Reitmair-Juárez - Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Demokratiezentrum Wien, Dr. Birgitta Bader-Zaar - Institut für Geschichte an der Universität Wien. Moderation: Kristin Gruber. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 Wie hat sich die Vorstellung von Frieden und Friedensarbeit verändert? Seit 1901 wird der Friedensnobelpreis vergeben. Sein Begründer, Alfred Nobel - Erfinder des Dynamits, Sprengstoff- und Waffenproduzent - war der Meinung, Waffen seien zur Abschreckung notwendig und würden so Kriege verhindern. Sein Engagement für den Pazifismus wird nicht zuletzt mit seiner Freundschaft zu Bertha von Suttner in Verbindung gebracht, die 1905 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, wird der Friedensnobelpreis verliehen. Dieser - der wichtigste - internationale Friedenspreis ging heuer an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, kurz ICAN, für "ihre Arbeit, Aufmerksamkeit auf die katastrophalen, humanitären Konsequenzen von Atomwaffen zu lenken und für ihre bahnbrechenden Bemühungen, ein vertragliches Verbot solcher Waffen zu erreichen". In einer umfassenden Studie haben die Politikwissenschaftlerin Susanne Reitmair-Juárez und die Historikerin Birgitta Bader-Zaar die Vergabe des Friedensnobelpreises analysiert. Sie wollten wissen: Wie haben sich die Konzepte von Frieden im Laufe der Vergabe geändert? Was verstand man 1901 unter Frieden, was versteht man heute darunter? Wer wurde mit dem Preis ausgezeichnet und mit welcher Begründung? Was sagen die Preisträger/innen? Wer sind ihrer nach Ansicht die wichtigsten friedensschaffenden Akteur/innen und welche Instrumente und Strategien bewerten sie für die Herstellung von Frieden als besonders effektiv? Kristin Gruber spricht mit Susanne Reitmair-Juárez und Birgitta Bader-Zaar über die zentralen Ergebnisse ihrer Studie, die "Politik" der Preisvergabe und das Analysieren aller Dankesreden, Nobelvorträge und Reden des Komitees von 1901 bis heute. Die Redaktion freut sich auf Ihre Fragen, Statements und Gedanken zum Thema - live während der Sendung unter der Telefonnummer 0800 22 69 79 (wie immer kostenlos aus ganz Österreich) oder per Mail an punkteins(at)orf.at


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Eröffnungskonzert der heurigen Bachwochen Thun vom 13. August 2017. Lydia Teuscher, Sopran; Ensemble Arcangelo, Dirigent: Jonathan Cohen. Präsentation: Jörg Duit Johann Sebastian Bachs Schaffen, sein Wirken und Nachwirken ist in der Musikgeschichte einzigartig. Die Bachwochen Thun sind eine seit 1987 bestehende Einrichtung, die dieser Tatsache Rechnung trägt und jedes Jahr einen Sommermonat lang eine bunte Reihe Konzerte zu Ehren des Eisenacher Komponisten veranstaltet. Das Eröffnungskonzert des heurigen Festivals am 13. August machte das Ensemble Arcangelo unter der Leitung von Jonathan Cohen und öffnete den Horizont dahingehend, dass es nicht nur klein besetzte Werke von Bach, sondern auch von deren Zeitgenossen Händel und Telemann in das Programm nahm. Instrumentale Kostbarkeiten und auch Arien für Sopran, gebracht von der deutschen Sopranistin Lydia Teuscher.


15.30 Uhr

 

 

Moment

Senden, abbrechen, flüchten. 25 Jahre Radiopiraten in Österreich. "Hubschraubereinsatz gegen Salzburger Radiopiraten" titelte die Austria Presseagentur im Juni 1993. Anfang der 1990er Jahre wurden in ganz Österreich sogenannte Piratenradios betrieben. Bis zum Fall des Rundfunkmonopols galt ihre Sendetätigkeit als Verwaltungsdelikt. Die Radiopiraten, meist Technikstudenten mit selbstgebauten Sendeanlagen, wurden von Beamten der Funküberwachung verfolgt. Erst im Jahr 1995 durfte das Grazer "Radio Helsinki" als erstes Freies Radio in Österreich legal senden. Die erste Ausstrahlung des früheren Piratenradios jährt sich heuer zum 25. Mal. Gestaltung: Jonathan Scheucher Randnotizen: Alois Schörghuber


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Warum tust du das? Vom Auslachen und Ausgelacht-Werden. Rudi konnte nicht anders. Es sah einfach zu komisch aus wie sein Freund, der Kater, heute früh über die Stiegen gesegelt ist. 1 A Bauchklatscher im Schulgebäude. Und der Radiohund war nicht der Einzige, der gelacht hat. Der Kater ist schwer gekränkt. Ein bester Freund tut so was nicht, faucht er. Aber - ja, aber? Der Radiohund unterhält sich mit jungen Zweibeinern über ihre Erlebnisse - als Auslacher und Ausgelachte. Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Passagen

Die Literarische Soirée: Literatur ist der Rede wert. Aufgenommen am 15. November 2017 im RadioCafe. Bearbeitung: Robert Weichinger Eine erlesene Runde aus Kritiker/innen diskutiert mitunter sehr leidenschaftlich über literarische Neuerscheinungen. Es geht um Schärfe, Fundiertheit und Prägnanz. Das Ping-Pong der Meinungen der Expert/innen soll dem Publikum Anregung und Aufforderung zum Lesen sein. Denn: Literatur ist der Rede wert! Unter der Leitung von Gudrun Hamböck diskutieren Brigitte Schwens-Harrant ("Die Furche"), Ronald Pohl (Der Standard) und Karin Fleischanderl (Kolik, Literaturtage Steyr) Auf dem Programm stehen diesmal: Leïla Slimani: Dann schlaf auch du (Luchterhand) José Eduardo Agualusa: Eine allgemeine Theorie des Vergessens (C.H. Beck) William Saroyan: Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich - Storys (dtv)


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz. Musikalische Pendants. Die neue Platte von Ibeyi und andere Zwillings-Spiegelbilder Es heißt, sie teilen den göttlichen Geist: die Ibeyi - wie Zwillinge in der westafrikanischen Sprache Yoruba genannt werden. Von dieser Sprache und Kultur wurden die beiden Schwestern Lisa-Kainde und Naomi Diaz geprägt und präsentieren sich auf der Bühne wie auch in ihrer Musik als ungleiches Spiegelbild, das keine Verwechslung zulässt. Während sich ihr Elektro-Soul-Debütalbum vor zwei Jahren mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzte, zeigen die französisch-kubanischen Musikerinnen auf ihrem neuen Album "Ash" politische Haltung. Prominent unterstützt werden sie dabei durch den Saxophonisten Kamasi Washington, den Pianisten Chilly Gonzalez oder die Wortspenden der Musikerin Meshell Ndegeocello. Weniger Pop, eher Singersongwriter-Folk-Jazz packen die Tiroler Andreas und Matthias Pichler in ihre 2014 erschienenen Debüt-CD " The Waltz of our Hundred Kids". Eine ungewöhnliche, persönliche Platte, berührend in ihrer Eigenwilligkeit. Wie auch die sphärische Musik der isländischen Zwillingsschwestern von Pascal Pinon.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Die Tuberkulose. Mit Elisabeth Dietrich-Daum, vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Innsbruck und Autorin des Buchs "Die 'Wiener Krankheit'. Eine Sozialgeschichte der Tuberkulose in Österreich". Gestaltung: Daphne Hruby Schon der Homo erectus, ein sogenannter Frühmensch, hatte vor 500.000 Jahren mit dieser Krankheit zu kämpfen, die über Tröpfcheninfektion übertragen wird. Ein internationales Forscherteam entdeckte im Jahr 2004 an einem aus dieser Zeit stammenden Schädel Spuren einer Hirnhauentzündung, die vermutlich durch Tuberkulose ausgelöst wurde. Diese tückische Infektionskrankheit hat aber viele Gesichter. Vor allem befällt Tuberkulose die Lunge. Hier löst sie im Endstadium den bekannten Bluthusten aus, der auch in zahlreichen künstlerischen Werken Einzug gefunden hat. In Giacomo Puccinis Oper "La Bohème" geht etwa die Protagonistin Mimì elendig daran zugrunde. In der Realität hat die Seuche noch viele Opfer mehr gefordert. Auch der Schriftsteller Franz Kafka starb 1924 an den Folgen einer Tuberkulose. Vor allem in Ballungsgebieten, wo schlechte hygienische Bedingungen vorherrschten, breitete sie sich rasant aus. Hippokrates bezeichnete sie als Schwindsucht, weil Tuberkulose die Menschen völlig ausmergeln lässt. Während des 17. und 18. Jahrhunderts brach in Europa die größte Tuberkulose-Epidemie der Geschichte aus. Die damaligen Gelehrten führten das auf ein Ungleichgewicht der Köpersäfte aber auch auf den angeblichen sittlichen Verfall der Gesellschaft zurück. Im 19. Jahrhundert versuchte man die Patienten und Patientinnen wiederum mittels sogenannter Luftkuren zu heilen. Damals litten aber vor allem arme Menschen an Tuberkulose und für diese war die kostspielige Therapie natürlich unerschwinglich. Allerdings erwies sich die Luftkur ohnehin als wirkungslos. Erst 1943 konnte mit der Entwicklung des Antibiotikums Streptomycin ein wirksames Heilmittel gefunden werden. Trotzdem sterben laut der Weltgesundheitsorganisation bis heute jährlich mehr als eine Million Menschen an Tuberkulose. Auch in Österreich ist diese Krankheit längst nicht ausgerottet. Im Jahr 2016 haben sich hierzulande 644 Menschen damit infiziert.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Unter Chinas mächtigem Staats- und Parteichef Xi Jinping sind die Freiräume für Journalisten noch enger geworden als sie bisher schon waren, unabhängige Medien gibt es nicht mehr. Gestaltung: Josef Dollinger In China hat die Kommunistische Partei in allen Belangen der Gesellschaft das letzte Wort. Das digitale Zeitalter erleichtert die Kontrolle und Überwachung. China baut eine neue - elektronische - Mauer, um das Internet und alle Aktivitäten darin zu kontrollieren.


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Der Mord an Johann Joachim Winckelmann Von Ulrike Schmitzer Am Morgen des 7. Juni 1768 ereignete sich in Triest ein Mordfall, der in die Kunstgeschichte einging. Der deutsche Archäologe Johann Joachim Winckelmann wurde von einem vorbestraften Italiener mit sieben Messerstichen so schwer verletzt, dass er wenig später starb. Ein Raubmord: Winckelmann hatte gerade von Kaiserin Maria Theresia Gold und Silbermedaillen für seine Verdienste um die Wissenschaft erhalten und sie dem Koch gezeigt. Noch heute wird spekuliert, ob die beiden Männer eine Affäre hatten. Der Mörder wurde mitsamt den Münzen gefasst und in einem aufsehenerregenden Prozess verurteilt. - Winckelmann gilt als Begründer des Klassizismus. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf die griechische Kunst, in der er die Schönheit vorbildhaft dargestellt sah. Der Archäologe war mit seinen Schriften so einflussreich, dass sogar Goethe über "Winckelmann und sein Jahrhundert" schrieb. Winckelmann saß aber auch manchen Irrtümern auf: Während er von der weißen Kunst der Antike schwärmte, weiß man heute, dass viele Skulpturen bunt waren. - Eine Rekonstruktion der Ereignisse zum 300. Geburtstag Winckelmanns.


19.30 Uhr

 

 

On stage

On stage mit Andreas Felber. Wolfgang Muthspiel Quintett im März 2017 im Wiener Konzerthaus. Am 3. März 2017 präsentierte sich Wolfgang Muthspiel mit einer Luxusbesetzung im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses: Trompeter Ambrose Akinmusire, Pianist Gwilym Simcock, Kontrabassist Scott Colley und Schlagzeuger Brian Blade standen neben dem österreichischen Meistergitarristen auf der Bühne. Das Quintett intonierte melodisch fließende, harmonisch anspruchsvolle Musik. Neben Muthspiel bescherte insbesondere der aus Kalifornien stammende, 35-jährige Ambrose Akinmusire dem Konzert Gänsehaut-Momente, wenn der begnadete Lyriker seinem Instrument eine erstaunliche Palette von Klangfarben entlockte und zu eindringlicher Aussage verdichtete.


21.00 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Peter Zimmermann Zwei Kerzen, vier Bücher, ein Gespräch Leïla Slimani: Dann schlaf auch du, Roman, Luchterhand Verlag (Übersetzung: Amelie Thoma) Joachim Meyerhoff: Die Zweisamkeit der Einzelgänger, Roman, Kiepenheuer Witsch Verlag Kirstin Breitenfellner: Bevor die Welt unterging, Roman, Picus Verlag Gina Kaus: Der Teufel nebenan, Roman, Milena Verlag 80. Geburtstag von Renate Welsh 15 Jahre Institut für Jugendliteratur Karin Haller im Gespräch mit den Autorinnen Renate Welsh und Sarah Michaela Orlovsky



21.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

David gegen Goliath. Wenn Einzelkämpfer ins Rad der Geschichte greifen (1). Gestaltung: Johannes Gelich Dazwischen: Ich. Kinder- und Jugendliteratur als Spiegel der Gesellschaft (1). Gestaltung: Ute Maurnböck Wie das Bühnenhandwerk lernen? Studierende beforschen ihre Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (1). Gestaltung: Hans Groiss


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Das Ensemble Nikel bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik. Gestaltung: Stefan Höfel (Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound) Das Eröffnungskonzert der 29. Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik in Vorarlberg gestaltete das Ensemble Nikel. Das Quartett hat in der Besetzung Saxophon, Klavier, Perkussion und E-Gitarre unter anderem "Fleisch" von Enno Poppe und "Bright Darkness" von Klaus Lang uraufgeführt. Eine Aufnahme vom 16. November 2017.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Andreas Maurer Musikauswahl: Beate Linke-Fischer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten