Jetzt läuft auf Ö1:

Matinee

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten


05.03 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.00 Uhr

 

 

Ö1 Frühjournal


06.10 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


06.56 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Die oft in Österreich arbeitende deutsche Regisseurin Jacqueline Kornmüller hat die Notschlafstelle VinziRast in Wien besucht und dort Habseligkeiten gefunden, die Menschen liegengelassen haben. Sie hat die Gegenstände in 30 Koffer, Taschen und Rucksäcke aufgeteilt, 30 Autorinnen und Autoren gegeben und sie gebeten, darüber zu schreiben. Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Eine grau-blaue Reisetasche. Darin ein Löffel, eine graue Jacke, eine Zeitung, ein paar Schuheinlagen, eine dicke Wollmütze, ein Messer und ein kleines islamisches Gebetbuch. Eine Geschichte von Robert Schindel. Gestaltung: Monika Kalcsics, Christina Lenhart


07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


07.52 Uhr

 

 

Leporello


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.20 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Nicole Brunner. Überredungskünste von Anfang bis Ende Einem "Warum?" von Schumann wird mit Fantasie begegnet, einer Aufforderung von Haydn sanft gefolgt und Wind bläst aus allen Richtungen.


08.55 Uhr

 

 

Vom Leben der Natur

Die ganze Umwelt in der feinen Nase. Die Biologin und Hundetrainerin Gabriele Sauseng spricht über die Ausbildung und Arbeit von Spürhunden. Teil 3: Trainingsplan in kleinen Schritten Gestaltung: Lothar Bodingbauer Hunde haben eine gute Nase. Die Nasenlöcher weisen nach vorne und bilden somit die erste Kontaktmöglichkeit des Hundes mit der Umwelt. In der Spürhundeausbildung wird bereits in den ersten Lebenstagen mit den Gerüchen trainiert. Es findet eine frühe Geruchsprägung statt. Immer soll Positives mit dem Geruch verbunden werden. Wird ein Geruch erkannt, gibt es eine Belohnung. Das Verhalten des Hundes muss vom Menschen gelernt werden, der Hund muss verstehen lernen, was der Mensch von ihm will. Über mehrere Trainingsschritte findet eine Synchronisierung statt und der gemeinsame Weg betrifft nicht nur die Schnüffelarbeit, sondern das ganze Leben. Der Zielgeruch ist jener Geruch, der erlernt werden soll: Trüffel, weitere Pilze, Käfer, Drogen, Lebensmittel, Fledermäuse, Wildkatzen - alles was riecht, kann gezielt trainiert und gesucht werden.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Radiokolleg - Freiheitsträume und Realpolitik:

Prag und Bratislava 1918-2018 (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch 2018 begehen Österreichs Nachbarn Tschechien und die Slowakei mehrere wichtige Jahrestage. Vor 50 Jahren weckte der Prager Frühling - also das Liberalisierungsprogramm der tschechoslowakischen KP unter Alexander Dubcek sowie der Reformdruck von Seiten der Zivilgesellschaft - Hoffnungen auf einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Doch nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts am 21. August 1968 wurde der Frühling gewaltsam beendet. Die Tschechoslowakei war erst 50 Jahre zuvor gegründet worden. Sie entstand als Staat im Zuge des Zerfalls der Habsburger Monarchie am Ende des Ersten Weltkriegs. Häufig ist von der magischen Acht die Rede, da viele Ereignisse in Jahre fielen, die mit einer Acht enden: 1918, 1938, 1948, 1968. Infolge von Nationalsozialismus und Kommunismus machte die Tschechoslowakei turbulente Jahre durch. Als Protektorat Böhmen und Mähren wurde sie dem nationalsozialistischen Deutschland einverleibt. Ein Großteil der jüdischen Bevölkerung, die das Leben vor allem auch in Prag entscheidend mitgeprägt hatte, wurde im Holocaust vernichtet. Das schwierige Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen konnte erst nach der Wende schrittweise aufgearbeitet werden. Mit dem Fall der Mauer begann aber auch der Kitt zwischen Tschechen und Slowaken zu bröckeln. Uralte Spannungen traten verstärkt zutage, das Gefühl der Slowaken, als kleinere Nation stets einen geringeren Stellenwert im gemeinsamen Staat gehabt zu haben, führte zu Forderungen nach Unabhängigkeit. Mit 31. Dezember 1992 wurde die Tschechoslowakei aufgelöst. Mit 1. Jänner 1993 - also vor 25 Jahren - entstanden die beiden neuen Staaten Tschechien und Slowakei.


09.30 Uhr

 

 

Radiokolleg - Positionen in der Kunst

Nam June Paik, Florian Hecker, Marina Abramovic, Ashley Hans Scheierl (3). Gestaltung: Thomas Mießgang und Christine Scheucher Die Radiokolleg-Langzeitserie "Positionen in der Kunst" will Kristallisationspunkte in der Entwicklung der Kunst der vergangenen 50 Jahre aufzeigen: Momente, in denen sich eine neue Dringlichkeit, mediale Sensibilität oder auch politische Durchschlagskraft auf eine Weise manifestierte, die man bis dato so noch nicht gekannt hatte. Eine Kunst, die traditionelle Genres transzendiert und im intermedialen Diskurs neue ästhetische Sprachen zwischen Sinn und Sinnlosigkeit, zwischen Traum und Trauma zur Debatte stellt. Von Andy Warhol bis Florian Hecker, von Valie Export bis Anne Imhof. Motto: Was zählt, das liegt dazwischen. Die Edition April 2018 umfasst ein breites Spektrum zwischen etablierten Positionen und kontemporären Ansätzen: Marina Abramovic - Hohepriesterin der Performancekunst Sie verharrte 75 Tage schweigend auf einem Stuhl im New Yorker Museum of Modern Art, kämmte sich die Haare bis die Kopfhaut blutete, warf sich mit voller Wucht immer und immer wieder gegen einen Tiefgaragenpfeiler. Die Kunstwelt verdankt Marina Abramovic Performances so spektakulär wie schwer verdaulich. In den 1970er Jahren, als die internationale Body-Art den Körper als Material der Kunst entdeckte, schockierte die gebürtige Serbin mit radikalen Selbstentblößungen und Selbstgeißelungen. In ihrem damaligen Lebensgefährten Ulay fand Abramovic einen kongenialen Partner. Zwölf Jahre lang waren die beiden das Traumpaar der internationalen Performancekunst: Sie schlugen einander, verharrten 16 Stunden Rücken an Rücken, zeigten in einer dreimonatigen Marathonperformance, dass man sich täglich acht Stunden bewegungslos anstarren kann. Doch erst nach der Trennung von Ulay 1988 wird Marina Abramovic endgültig ein Superstar der Performancekunst. Auf internationalen Kunst-Rankings belegt die heute 71-jährige seit Jahren Spitzenplätze, 1997 wurde sie bei der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.


09.45 Uhr

 

 

Radiokolleg - Turandot

Verwandlungen einer orientalischen Prinzessin (3). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber Heiratsunwillig, kalt, hartherzig und stolz: So tritt die chinesische Prinzessin Turandot in der Operngeschichte auf. Doch woher kommt die Figur der Turandot eigentlich und wie sah deren Wandlung über Jahrhunderte hinweg aus? Aus China stammt sie nämlich nicht- und auch als hartherzig wird sie in den epischen Ursprüngen nicht beschrieben. Ihren ersten Auftritt hat Turandot bei dem persischen Dichter Nizami Ende des 12. Jahrhunderts und findet, über die Wandlung zur chinesischen Prinzessin 300 Jahre später, ihre Bewunderer im Frankreich des späten 17. Jahrhunderts. Dort beginnt nun die Popularität dieser Figur rasant an Fahrt aufzunehmen und findet bald ihren Weg auf die Theaterbühne der Commedia dell'Arte. Der Venezianer Carlo Gozzi feiert mit seiner Theaterfassung über Turandot einen so großen Erfolg, dass sein Werk niemand geringeren als Goethe, Schiller, Schlegel oder E.T.A. Hoffmann inspiriert. Gerade eine Rückübersetzung ins Italienische von Schillers Bearbeitung der Turandot fällt schließlich auch Puccini in die Hände und dieser widmete der Prinzessin sein letztes Werk. Doch die Reise von der persischen Dichtung über die italienische Commedia dell'Arte auf die Opernbühne hinterließ bei Turandot Spuren. Einzig der Rätselhaftigkeit, aber auch der Rätselfreudigkeit Turandots hat dies keinen Abbruch getan. Personelle Eigenheiten und Adaptierung der Handlung erfuhren jedoch einen steten Wandel, was sich auch in der unterschiedlichen musikalischen Darstellung niederschlägt. Die Charaktere in Puccinis Oper, allen voran die beiden Frauenfiguren Turandot und Liù, werden musikalisch ausdifferenziert, ebenso finden exotisierende und chinesisch anmutende Klänge Eingang in das Werk. Dass aber gerade diese Wandlungen, allen voran der charakterliche Wechsel der Prinzessin, ihre Tücken haben, musste auch Puccini erfahren: er haderte mit der Vertonung dieser schwierigen Stelle schließlich so lange, dass er darüber starb. Die Überlegungen zum Schluss dieser Turandot halten jedoch bis ins 21. Jahrhundert an, wie Luciano Berio unter Beweis stellt.


09.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Anklang

mit Johannes Leopold Mayer. "Pro me deti - für meine Kinder". Antonin Dvorak: Sonatine für Violine und Klavier op. 100 (Thomas Albertus Irnberger, Pavel Kaspar). Der böhmische Meister war ein äußerst liebevoller Vater - und auch ein leidgeprüfter. Es hat demnach viel zu bedeuten, wenn er die Zahl 100 einem Werk für Sohn und Tochter zuordnet.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.05 Uhr

 

 

Radiogeschichten

"Der Tag, an dem Mr. Prescott starb" von Sylvia Plath. Aus dem Englischen von Julia Bachstein und Sabine Techel. Es liest Irina Wanka. Gestaltung: Gudrun Hamböck Ein Mann stirbt und das Leben geht weiter - schon während der Trauerfeier. Die scheinheiligen Rituale der Erwachsenen, betrachtet durch die Augen eines mitleidlosen Teenagers. Sylvia Plaths Mutter-Tochter-Geschichte um eine nachbarliche Verpflichtung, weist etwas auf, das man dieser Autorin im Allgemeinen selten nachsagt: hintergründigen Humor. Sylvia Plath, geboren 1932 in Massachusetts, schrieb die in dem Band "Die Bibel der Träume" versammelten zwölf Erzählungen zwischen 1958 und 1963, also in den letzten Jahren vor ihrem Selbstmord, die sie mit ihrem Mann Ted Hughes und ihren beiden Kindern in England verbachte. Sie hinterließ ein umfangreiches lyrisches Werk, Erzählungen, den Roman "Die Glasglocke" und Briefe an die Familie.


11.25 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11.30 Uhr

 

 

Des Cis

mit Hans Georg Nicklaus.


11.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13.00 Uhr

 

 

Punkt eins


13.55 Uhr

 

 

Wissen aktuell


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Das Ö1 Konzert

RTÉ National Symphony Orchestra, Dirigent: Håkan Hardenberger; Roland Pöntinen, Klavier. Aaron Copland: Fanfare for the Common Man * Samuel Barber: Adagio für Streicher * Igor Strawinsky: a) Capriccio; b) Bläsersinfonien (Fassung 1947) * Lars-Erik Larsson: Adagio für Streicher * Leos Janácek: Sinfonietta (aufgenommen am 6. Oktober 2017 in der National Concert Hall, Dublin). Präsentation: Peter Kislinger


15.30 Uhr

 

 

Moment

mit "Koffergeschichten" Ich bin die Tante Lilli. Wie sich eine 84-jährige eine Lebensaufgabe in einen Café erarbeitete Sie ist 84 Jahre alt und eine noble Dame. Nach dem Tod ihres Mannes wollte Ingrid Mandl nicht untätig bleiben. Als unter ihrer Wohnung im 6. Bezirk in Wien das Restaurant "Otto Bauer" eröffnet wurde, beschloss sie vom ersten Tag an, Ihre Mitarbeit anzubieten. Seitdem ist sie die Seele des Lokals. Perfekt gestylt empfängt sie Gäste, kontrolliert, ob alles geputzt ist, und weist Kellnerin und Kellner darauf hin, wenn an den Tischen etwas fehlt, immer alles im Blick. Ein Porträt einer Dame, die zeigt, wie man auch im Alter aktiv sein kann. Gestaltung: Alois Schörghuber Wort der Woche: Shenja Mannstein Koffergeschichten: Erika Pluhar liest Erika Pluhar


15.55 Uhr

 

 

Rudi! Der rasende Radiohund

Essen bis zum Umfallen, Fernsehen ohne Ende und nie zu Fuß gehen. Marie erzählt dem Radiohund von den Urlauben bei ihren Großeltern in Wisconsin, USA. Für Rudi klingt es nach dem echten, einzig wahren Schlaraffenland, dem Land der unbegrenzten Bequemlichkeiten, der Fress-Freiheit und Faulheit - kurzum: fast zu traumhaft, um wahr zu sein. Aber Marie ist weder eine Schwindlerin noch eine Aufschneiderin - und sie findet es dort gar nicht märchenhaft. Wie kann das sein? Rudi: "Nicht so toll? Für mich klingt das wie die Geschichte vom Schlaraffenland...." Marie: "Nein, das ist es nicht. Irgendwann wirst du einfach faul. Meine Großeltern schauen viel fern, den ganzen Tag. Sie sind nicht so aktiv. Und dann wirst du auch so, du bist satt und dann bleibst du daheim, weil drinnen ist es angenehm und du liegst vor dem Fernseher und schaust fern. Das ist blöd, weil das wird fad. Du schaust Baseball im Fernsehen an, das ist ganz cool, Baseball ist cool - aber mit der Zeit wird das einfach fad." Gestaltung: Barbara Zeithammer


16.00 Uhr

 

 

Nachrichten


16.05 Uhr

 

 

Praxis - Religion und Gesellschaft


16.40 Uhr

 

 

Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16.55 Uhr

 

 

Digital.Leben


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.09 Uhr

 

 

Kulturjournal


17.30 Uhr

 

 

Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Verführer mit sechs Saiten. Mario Bergers Soloalbum "Sentimento" Als Studio- und Live-Gitarrist ist er in der heimischen Szene als Sideman derart gefragt und erfolgreich, er könnte sich eigentlich zurücklehnen. Aber das ist nicht Mario Bergers Stil. Der erfolgreiche Gitarrist, Komponist und Arrangeur hat im vergangenen Dezember sein zutiefst persönliches, berührendes Soloalbum "Sentimento" veröffentlicht. Erstmals möchte er alleine auf die Bühne stehen und - wie er sagt - das Konzert in seiner reinsten Form erleben: Nur er, die Musik und das Publikum mit dem er "sämtliche Gefühlswelten" teilen möchte. Und das gelingt ihm auch mit dieser CD. Seine Musik spiegelt den berühmten "Flow", indem dieses Album entstanden ist. Mit viel Zeit und ohne beengenden Druck. Außerdem dürfen wir ausnahmsweise schon einen ersten exklusiven Eindruck vom neuen Album des Diknu Schneeberger Trios geben, das erst im Juni erscheinen wird.


17.55 Uhr

 

 

Betrifft: Geschichte

Der Papierkrieg zwischen Washington und Wien 1917/18. Mit Kurt Bednar, Historiker und Publizist. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Als im Juli 1914 in Europa der Erste Weltkrieg ausbricht, verhalten sich die USA zunächst neutral. Zwar unterstützte man die Entente-Mächte mit Waffenlieferungen und Wirtschaftshilfen, darüber hinaus wollte man sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen. Am 6. April 1917 änderte sich das: An diesem Tag traten die USA unter der Präsidentschaft von Woodrow Wilson in den Ersten Weltkrieg ein - mit einer Kriegserklärung an das Deutsche Reich. Die USA entsandten bis zum Kriegsende 1918 etwa zwei Millionen Soldaten nach Europa. Ihr Einsatz wird als ein entscheidender Faktor für den Sieg der Alliierten gesehen. Mit dem "Vierzehn Punkte-Plan" formulierte Präsident Wilson im Januar 1918 seine Kriegsziele und Vorstellungen für eine friedliche Nachkriegsordnung, über die ein Völkerbund wachen sollte. Wenig aufgearbeitet sind jedoch bis heute die Hintergründe und Folgen der Kriegserklärung der USA an Österreich-Ungarn, die erst am 7. Dezember 1917 erfolgte. Die Auseinandersetzungen mit Österreich-Ungarn fanden weder auf Schlachtfeldern noch mittels Angriffen in der Luft oder auf hoher See statt, sondern hauptsächlich auf Papier. Zwischen den amerikanischen Soldaten und jenen der Donaumonarchie gab es kaum Kämpfe - der Krieg fand eher zwischen Diplomaten statt. Doch die Folgen waren weitreichend.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.25 Uhr

 

 

Journal-Panorama

Diskussion zu einem aktuellen Thema


18.55 Uhr

 

 

Religion aktuell


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Dimensionen

Das GPS im Gehirn Oder: Wie funktioniert die menschliche Orientierung? Von Anna Masoner Dank GPS kommen wir heute in einer unbekannten Stadt ohne Probleme von A nach B. Doch was das Smartphone oder das Navi kann, schaffen Menschen und Tiere schon lange. Das Gehirn von Säugetieren verfügt über ein äußerst ausgefeiltes Orientierungssystem. Ähnlich wie das GPS in Handys und Navigationsgeräten bestimmt es, wo wir uns befinden und wohin wir uns bewegen. Zuständig sind dafür hochspezialisierte Zellen im Gehirn. Und die kennt man noch nicht so lange. Für die Entdeckung und Erforschung dieser sogenannten Orts- und Gitterzellen erhielten 2014 drei Neurowissenschafter den Nobelpreis für Medizin. Von den aufwändigen Positionsberechnungen in unserem Gehirn bekommen wir normalerweise nichts mit. Erst wenn wir uns verlaufen oder unser Orientierungssinn durch Krankheiten beeinträchtigt ist, merken wir, wie wichtig das neuronale Hirn-Navi für unseren Alltag ist.


19.30 Uhr

 

 

Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Colin Mason. Heinrich Schütz besucht Venedig. Der 24-jährige Heinrich Schütz kam 1609 mit dem ausdrücklichen Ziel nach Venedig, um Komposition bei Giovanni Gabrieli zu studieren. Unter Gabrielis Aufsicht setzte er sich zunächst mit dem Studium der klassischen Polyphonie auseinander, aber auch mit den Werken der kühneren, moderneren Madrigalisten wie Cipriano de Rore und Luca Marenzio. Im August 1628 war Schütz zu einem zweiten Besuch nach Venedig aufgebrochen; in der Zwischenzeit war Claudio Monteverdi Maestro di Cappella am Markusdom geworden, Schütz selber hatte in Dresden die Leitung der größten musikalischen Einrichtung im protestantischen Deutschland inne. Im November 1628 schrieb Schütz aus Italien nach Dresden, dass "die Jenige Music welche zu Fürstlichen Tafflen, Comedien, Balleten undt derogleichen representationen dinlichen ist, sich itzo merklichen verbessert hat".


21.00 Uhr

 

 

Salzburger Nachtstudio

Es ist ein Schnitter, der heißt Tod ... Der Dreißigjährige Krieg und die Räume der Gewalt. Gestaltung: Martin Haidinger Noch heute gilt der Begriff "Dreißigjähriger Krieg" als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin. Es war der längste und blutigste bewaffnete Religionskonflikt der Geschichte. Dabei war, als am 23. Mai 1618 protestantische Aristokraten die Statthalter des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. aus den Fenstern der Prager Burg stürzten, kaum abzusehen, was folgen sollte: ein Flächenbrand, der erste im vollen Sinne "europäische Krieg". Ein Drittel der Bevölkerung Mitteleuropas, des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, raffte er dahin, und es dauerte nach dem Ende 1648 noch ein gutes halbes Jahrhundert, bis die sichtbaren Wunden in Stadt und Land vernarbt waren. Aus dem kollektiven Gedächtnis ist der Dreißigjährige Krieg zwar entschwunden, aber die "Räume der Gewalt" der folgenden Kriege lassen die Menschheit weiterhin schaudern vor dem Phänomen des Mordens und Brennens. Warum tun Menschen einander überhaupt Gewalt an? In seiner eindringlichen und vieldiskutierten Studie "Räume der Gewalt" zeigt der Berliner Historiker Jörg Baberowski, warum ein Ende der Gewalt so schwer zu erreichen ist. Eigentlich sehnt jede Erklärung, die sie fassbar machen will, zugleich ihr Ende herbei. Das Leben soll schöner werden, und die Gewalt aus ihm verschwinden. Doch war und ist sie dennoch eine für jedermann zugängliche und deshalb attraktive Handlungsoption, und kein "Betriebsunfall" oder "Extremfall". Wer wirklich wissen will, was geschieht, wenn Menschen einander Gewalt antun, muss eine Antwort auf die Frage finden, warum Individuen Schwellen überschreiten und andere verletzen oder töten. Im Gespräch mit Martin Haidinger legt Jörg Baberowski dar, warum die Abwesenheit von Gewalt sowohl Sehnsucht als auch Utopie bleiben muss.



21.55 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Ein roter, alter Lederkoffer. Darin ein oranger Müllsack, Rasierzeug, ein blauer Arbeitsanzug, ein gestreiftes, gebügeltes Hemd und ein Wecker. Eine Geschichte von Radek Knapp.


22.00 Uhr

 

 

Ö1 Nachtjournal


22.08 Uhr

 

 

Radiokolleg

Freiheitsträume und Realpolitik: Prag und Bratislava 1918-2018 (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Positionen in der Kunst. Nam Jun Paik, Florian Hecker, Marina Abramovic, Ashley Hans Scheierl (3). Gestaltung: Thomas Mießgang und Christine Scheucher Turandot. Verwandlungen einer orientalischen Prinzessin (3). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber


23.00 Uhr

 

 

Nachrichten


23.03 Uhr

 

 

Zeit-Ton

Zeit-Ton Magazin. Gestaltung: Reinhard Kager Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten