Jetzt läuft auf Ö1:

Guten Morgen Österreich

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06.00 Uhr

 

 

Nachrichten


06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


06.55 Uhr

 

 

Zwischenruf

von Pfarrerin Sieglinde Pfänder (Oberwart, B)


07.00 Uhr

 

 

Nachrichten


07.05 Uhr

 

 

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Lebensweisen - Glaubenswelten. Ein Panorama am Sonntagmorgen mit Reportagen und Berichten aus der Welt der Religion und Religionen.


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute


08.15 Uhr

 

 

Du holde Kunst

"Ich bin meiner Erinnerung ein schlechtes Publikum". Petra Morzé liest Gedichte der polnischen Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska. Ins Deutsche übertragen von Renate Schmidgall und Karl Dedecius. Gestaltung: Edith Vukan und Michael Blees Präzise und ironisch reflektiert Szymborska alles, womit man ständig Umgang hat - von den kleinen Gegenständen des Alltags bis zur eigenen Identität. "Ihr Denken ist sehr kompliziert, ihre Sprache sehr einfach", sagte ihr langjähriger Übersetzer Karl Dedecius über die öffentlichkeitsscheue Dichterin, die ihr Leben in zwei Abschnitte teilte, in "vor der Nobel-Tragödie und nach der Nobel-Tragödie" (Nobelpreis für Literatur 1996). Wislawa Szymborska starb 2012 in Krakau. Zu den Gedichten ist Musik von Maria Szymanowska, Henryk Wieniawski, Josef Suk, Moritz Moszkowski und Antonin Dvorak zu hören.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Gedanken

Die Sprache ist das Rückgrat des Menschen - der Verleger Lojze Wieser. Gestaltung: Ursula Burkert. "Die Sprache wurde immer wieder als Machtinstrument missbraucht. Die Sprache ist aber auch das Rückgrat des Menschen. Durch sie erfährt der Mensch Kräftigung, sie ermöglicht ihm einen stolzen Gang". Für den 1954 im kärntnerischen Tschachoritsch / Cahorce geborene Lojze Wieser sind alle Sprachen gleichberechtigt, egal von wie vielen Menschen sie gesprochen werden. Er selbst wuchs mit Slowenisch auf und lernte Deutsch erst in der Volksschule. Die Muttersprache sprechen zu können, ist ein Menschenrecht, meint der Verleger und Gründer des Wieser Verlages, der seit 30 Jahren bekannt dafür ist, sich speziell der Literatur aus Ost- und Mitteleuropa anzunehmen. Bislang im deutschen Sprachraum unbekannte Bücher wurden ins Deutsche übersetzt und so Orte und Regionen wieder ins Bewusstsein gerückt, die längst vergessen waren. Mit der Reihe "Europa erlesen" leistet Lojze Wieser Pionierarbeit. "Übersetzungen aus angelsächsische und romanischen Ländern machen 97 oder 98 Prozent aus. Die Übersetzungen aus allen anderen Bereichen sind zwei oder drei Prozent. Und da ist schon die große russische slawische Sprache inkludiert. Können Sie sich vorstellen, was das zum Beispiel für die makedonische, bulgarische oder slowenische Literatur bedeutet". "Europa erlesen" stellt die unterschiedlichsten europäischen Regionen vor und macht deutlich dass eines der wichtigsten Güter dieses Kontinents die Vielfalt der Kulturen ist, welche durch Gedichte ebenso wie durch Romane und Erzählungen zum Ausdruck kommt. Lojze Wieser ist davon überzeugt, dass sich durch die Vielfalt der Sprachen und Kulturen nachhaltige Wirkung erzielen lässt, nämlich dass sich mit der Zeit das Trennende auflösen und gegenseitiges Verständnis wachsen wird. Für diese Unternehmung braucht man einen langen Atem, denn anfangs brachte sein Engagement für die "fremden" Kulturen dem Verleger Morddrohungen und Briefbomben ein, später hatte er mit wirtschaftlichen Sorgen zu kämpfen. "Ich kann mich erinnern, dass ich mehrere Besuche in Brüssel genutzt habe, um mit Lobbyisten zu sprechen, wie man Lobbyismus für die Kultur betreiben könnte. In allen Gesprächen stellte sich heraus: es zahle sich nicht aus etwas für die Kultur zu machen, denn da seien keine Gewinne zu machen". Mit dieser betrüblichen Erfahrung wollte sich der Verleger nicht zufrieden geben. Er schlug immer wieder seinen eigenen, unangepassten Weg ein. In den letzten 30 Jahren wurden rund 1.400 Bücher von etwa 3.000 Autorinnen und Autoren im Wieser Verlag veröffentlicht. Diese Texte, die slowenische, kroatische, serbische, bulgarische rumänische, albanische Kultur nach Österreich importieren, wirken nach. Zuletzt brachte der Wieser Verlag ein wahres Jahrhundertwerk heraus: neun Jahre dauerte die Übersetzungsarbeit von Gero Fischer und Silvija Hinzmann an dem 3.000 Seiten Roman "Die Fahnen" des kroatischen Autors Miroslav Krle?a. Fünf Bände liegen nun vor und entwerfen ein Panorama von der geistesgeschichtlichen und politischen Situation Europas zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Lojze Wieser höchstpersönlich begibt sich seit ein paar Jahren auf die Suche nach dem Geschmack Europas, schreibt und präsentiert für den orf und 3 sat kulinarische und poetische Entdeckungsreisen zum Beispiel durch den slowenischen Karst, durch Istrien oder durch die toskanische Maremma. "Der Geschmack Europas" ist im Vorjahr als Bildband samt Rezepten erschienen und wurde kürzlich mit dem Gourmand International Award in der Kategorie Television-Continental Europe ausgezeichnet. Der 2. Teil dieses jetzt unter den besten Kochbüchern Europas rangierenden Buches ist Ende Juni erschienen.


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Ambiente - von der Kunst des Reisens

Sommerserie: "Europäische Landschaften" Teil 7. Schmalspur, Treidelboot und Pier. Eine Ö1 Reise mit der Festiniog Railway und durch den Kanal von Pontcysyllte. Von Winfried Schneider Redaktion: Ursula Burkert. Wales ist neben England, Schottland und Nordirland eines der vier Länder, die gemeinsam das Vereinigte Königreich bilden. Die Fläche von Wales ist nur wenig größer als die von Niederösterreich, und doch kann man zwischen der Insel Anglesey im Norden und Cardiff im Süden eine erstaunliche kulturelle und landschaftliche Vielfalt genießen. An den Küsten finden sich traumhafte Strände ebenso wie wilde Klippen, und im Nationalpark rund um Mount Snowdon laden lohnende Wanderungen zum Besteigen aussichtsreicher Berge ein. Sehr bequem kann man das Land mit seinem ausgeprägten eigenen Charakter mit einer der zahlreichen Eisenbahnen bereisen - ohne sich im Auto mit dem Fahren auf der falschen Seite plagen zu müssen. Die elf Linien der Great Little Trains of Wales sind schon selbst ein lohnendes Reiseziel. So ist zum Beispiel die Festiniog Railway nicht weniger als 150 Jahre alt. Damit ist sie die älteste unabhängige Eisenbahngesellschaft der Welt. 1.200 Kilometer lang ist die Küstenlinie von Wales. An der Nordküste liegt nur wenige Kilometer von Conwy das viktorianische Seebad Llandudno. Entstanden ist es als Planstadt. Die äußerst wohlhabende Familie der Mostyns hat Llandudno ab 1849 systematisch bauen lassen. Seit 1877 lockt auch der längste Pier von Wales abertausende Besucher/innen an den schier endlosen Strand. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts wurden sie an manchen Tagen von bis zu 100 Eisenbahnzügen ins walisische Seebad transportiert. Wales mag ein kleines Land sein. Seine Attraktivität als Reiseziel ist trotzdem groß. Berühmt ist vor allem seine landschaftliche Schönheit. Abseits der grünen Hügel und der stillen Täler warten sehenswerte kulturelle Highlights aller Art. Unter anderem sind drei herausragende walisische Stätten auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste zu finden. Eine davon ist der Pontcysyllte-Aquädukt. Seine Errichtung ist mit der Geschichte der Verkehrsinfrastruktur im Zuge der frühen Industriellen Revolution verbunden. Der Aquädukt und der Kanal von Pontcysyllte sind herausragende Monumente des Kanal-Zeitalters im Vereinigten Königreich. Diese Periode dauerte von 1760 bis zum Auftauchen der Eisenbahn ab 1830. Nach 1790 erreichte sie während der sogenannten Kanal-Manie ihren Höhepunkt. Damals baute man in nur 20 Jahren 1.900 Kilometer neuer Wasserwege.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.03 Uhr

 

 

Salzburger Festspiele 2018 - Matinee live

Mozarteum Orchester Salzburg, Dirigent: Ivor Bolton; Francesco Piemontesi, Klavier. Wolfgang Amadeus Mozart: a) Serenade für Bläseroktett c-Moll KV 388, "Nacht Musique"; b) Konzert für Klavier und Orchester C-Dur KV 503; c) Symphonie Es-Dur KV 543 (Übertragung aus der Stiftung Mozarteum Salzburg). Präsentation: Philipp Weismann


11.50 Uhr

 

 

(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Ge

spräch


12.10 Uhr

 

 

Salzburger Festspiele 2018 - Matinee live

Mozarteum Orchester Salzburg, Dirigent: Ivor Bolton (Übertragung aus der Stiftung Mozarteum Salzburg). Präsentation: Philipp Weismann


13.10 Uhr

 

 

Ö1 Sonntagsjournal


13.20 Uhr

 

 

Tolle Titel - starke Stücke

Präsentation: Gerhard Hafner. Über Jahre prägte der "Wurlitzer" das nachmittägliche Fernsehprogramm des ORF. Diesen Sommer macht der Wurli in Österreich 1 Station und bietet im Rahmen von "Tolle Titel - starke Stücke" Ihnen wertes Ö1 Publikum die Möglichkeit, Ihr persönliches Musikprogramm zusammenzustellen. Geben Sie uns Ihren Wunschtitel bekannt und wir gestalten aus den Einsendungen eine vielschichtige, musikalische Collage. Gibt es ein Musikstück, das Sie gerne wieder einmal hören möchten oder von dem Sie meinen, dass es anderen gefällt? Dann schreiben Sie ein E-Mail an tolletitel@orf.at oder senden eine Postkarte mit dem Vermerk "Tolle Titel" ins ORF Funkhaus, Argentinierstrasse 30a, 1040 Wien und nennen uns Ihr musikalisches Gustostückerl. Sie haben auch die Möglichkeit Ihre Wünsche telefonisch zu deponieren, unter der Telefonnummer 0800 / 400 555 kostenlos aus ganz Österreich.


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Menschenbilder

Der Gitarrist Peter Ratzenbeck Er kann mit seiner Akustik-Gitarre mühelos ein Orchester ersetzen. Seine Konzerte in Österreich, Deutschland, in der Schweiz, Irland und England bieten Hörgenuss auf höchster Ebene. 19 eigene Alben und rund 25 Studioproduktionen mit namhaften Musikerinnen und Musikern weisen ihn als einen der besten Gitarristen Österreichs aus. Peter Ratzenbeck, der Autodidakt, der bis heute keine Noten lesen kann, hat als 17-Jähriger die Schule abgebrochen und zog als Straßenmusiker durch Schottland und Deutschland. Heute sind seine Konzerte ausverkauft, der Musiker wird von Kritikern als "Meister der feinen Motorik", als "Liebhaber der ruhigen Resonanzen", als "sanfter Riese unter den Gitarristen" gefeiert. "Ich bin eigentlich immer auf der Suche nach der perfekten Melodie", sagt Peter Ratzenbeck, der - wie kein anderer - die schwierige Technik des "Fingerpicking" beherrscht ... Seit vielen Jahren lebt der gebürtige Steirer mit seiner Familie im Waldviertel. Seine Sammlung besonderer Gitarren ist legendär. Rund 15 Mal im Jahr - so auch diesen August - gibt Peter Ratzenbeck in mehrtägigen Gitarren-Workshops sein musikalisches Wissen weiter. Gestaltung: Heinz Janisch


14.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


15.00 Uhr

 

 

Nachrichten


15.05 Uhr

 

 

Apropos Oper

Zu Gast im Gran Teatre del Liceu in Barcelona: Ausschnitte aus Charles Gounods Oper "Roméo et Juliette", mit Aida Garifullina (Juliette), Saimir Pirgu (Roméo), Nicola Ulivieri (Pater Lorenzo), Tara Erraught (Stéphano) u.a. sowie Chor und Symphonieorchester des Gran Teatre del Liceu, unter der musikalischen Leitung von Josep Pons (aufgenommen am 22. Februar 2018). Gestaltung: Michael Blees


16.00 Uhr

 

 

Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk

von Jaroslav Hasek. Es liest Wolfram Berger.


16.55 Uhr

 

 

Ö1 heute


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.10 Uhr

 

 

Spielräume Spezial

Die Musik und ihre Blüten: Der US-Singer-Songwriter Townes van Zandt. Gestaltung: Astrid Schwarz Seine Lieder wie "If I Needed You", "Pancho And Lefty" und "No Places To Fall" gehören zu den Standards der texanischen Folk- und Countrymusik. Trotz vieler veröffentlichter Alben während seines kurzen Lebens gelang Townes van Zandt nie der kommerzielle Durchbruch. Zeit seines Lebens kämpfte er mit Depression und Suchterkrankungen und starb 1997 im Alter von nur 52 Jahren. Vor allem die Coverversionen seiner Songs von Musiker/innen wie Bob Dylan, Norah Jones oder den Tindersticks machten ihn zu einer Kultfigur. Eine Reise durch sein Werk und die Blüten, die es treibt.


17.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.15 Uhr

 

 

Moment am Sonntag

Wenn alle fahren wollen und jeder stehen muss Der Verkehrsstau Staus sind das Gegenteil dessen, was eigentlich auf Straßen passieren soll: stark stockender Verkehr, bis schließlich alles und jeder zum Stillstand kommt. Sie entstehen durch hohes Verkehrsaufkommen, Baustellen, Unfälle. Oder aus dem sogenannten Nichts, weil schaulustige Autolenker ihre Fahrt verlangsamen oder zu nahe hintereinanderfahren und abrupt bremsen. Die Folgen von Staus sind volkswirtschaftliche Schäden in Millionenhöhe und für die Menschen in den stehenden Fahrzeugen jedenfalls Zeitverlust. Warum und wie Verkehrsstaus entstehen, was man währenddessen machen kann und wie sie sich wieder auflösen. Gestaltung: Lukas Tremetsberger


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Musik und Satire. Eine mit roten Fäden zu acht Folgen gebündelte "Contra"-Serie. Folge 7: In guter Gesellschaft - Lieder aus dem Soziotop, u.a. von Dota, Christof Spörk, Manuel Rubey und Thomas Stipsits. Gestaltung: Peter Blau "Contra" steht im Juli und August ganz im Zeichen des vertonten Humors und der verdichteten Satire. Fernab einer historischen Aufarbeitung des Genres und zwangsläufig ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit werden gesellschaftskritische und politsatirische, poetische und pointierte, zu Hirn und zu Herzen gehende und besonders gehaltvoll gewitzte Lieder und Chansons zu hören sein, die auf den Konzert-, Kabarett- und Kleinkunstbühnen im deutschsprachigen Raum gesungen und gespielt werden. Peter Blau verknüpft die ausgewählten Titel der KabarettistInnen und LiedermacherInnen mit zum Teil unerwarteten roten Fäden zu acht abwechslungsreichen Kapiteln. In der heutigen siebten Folge geht es um gesellschaftliche Konventionen und Umgangsformen - und um die Zukunft unserer menschlichen Gesellschaft. Konkret besungen werden u.a. Gastgeber und Gutmenschen, schlechte Laune und schwangere Heimwerkerinnen, Alkohol und Baikonur. Auf der von bunter Bandbreite geprägten, langen Liste der in dieser "Contra"-Sommerserie vertretenen Künstlerinnen und Künstler finden sich Josef Hader, Pigor Eichhorn, Dota, Rainald Grebe, Georg Ringsgwandl, Lukas Resetarits, Christof Spörk, Alfred Dorfer, Sebastian Krämer, Tilman Birr, das Trio Lepschi, Georg Breinschmid, Andreas Rebers, Christoph Lollo, Ernst Molden, Funny van Dannen, Heli Deinboek, Martin Spengler, Uta Köbernick, Leo Lukas, die Strottern, Thomas Stipsits, Radeschnig u.v.a.


19.30 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


19.33 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

mit Klaus Wienerroither. Zwölf Saiten, vier Hände: Das Gitarrenduo Mayer-Lee Der gebürtige Serbe Miroslav Mirosavljev alias Micky Lee und der Oberösterreicher Peter Mayer sind das Gitarren-Duo Mayer-Lee. In ihren Kompositionen bewegen sie sich zwischen Jazz, Weltmusik, Flamenco und Fusion. Die Musik der beiden Saitenkünstler zeichnet sich durch hohe Virtuosität, kompositorischen Tiefgang und improvisatorischen Ideenreichtum aus. Mickys leidenschaftliches Spiel, kombiniert mit Peters Sinn für den akustischen Gitarrenklang sowie beider Humor und Spielfreude bieten auf dem neuen Album "In The Wheel" ein Fest für Gitarrenfans. Heute in der Radiosession!


20.15 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

"Erfahrung und was daraus folgt. Der amerikanische Dichter Kenneth Rexroth". Feature von Martina Groß. Prod. DLR Kultur 2010 Er gilt als der "Vater der Beatgeneration", auch wenn er diese Einordnung nicht mochte. Alle kamen sie zu den legendären Freitags-Soireen in den 50er-Jahren. Als Anarchist und Bohemien schlug er eine Brücke zur Arbeiterbewegung und zum frühen Jazz Chicagos. Als Buddhist und Übersetzer japanischer und chinesischer Dichtung brachte er die asiatische Ideenwelt den Amerikanern näher. Spirituelle Erfahrung und Religion waren für ihn nichts, an das man glaubt, sondern etwas Praktiziertes. Auch wenn Kenneth Rexroth heute ein fast vergessener Dichter ist: Er stand am Anfang der vielen Formen asiatischer Spiritualität, die die Autorin noch heute auf ihrer Reise entlang der Westküste der USA gefunden hat.



21.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

mit Andreas Felber. Die faszinierenden Soundwelten des Bob Graettinger Der 1957 im Alter von nur 33 Jahren verstorbene Bob Graettinger zählt zu den weniger bekannten Arrangeuren und Komponisten, die für das Orchester von Stan Kenton arbeiteten, zweifellos aber war er der visionärste: Komplexe kontrapunktische Stimmengeflechte und eine bis zu energetischen Clustern verdichtete, atonale Harmonik zeichneten seine Kompositionen aus, von denen "Thermopylae" und die dreisätzige Suite "City of Glass" die kühnsten sind. Aufgenommen in den Jahren 1947 bis 1953 vom Kenton-Orchester, wurde die Qualität und Originalität der stark von zeitgenössischer europäischer Musik beeinflussten Werke des Kaliforniers lange Zeit verkannt. Erst in den 1980er-Jahren und nicht zuletzt mit der Neuausgabe der Aufnahmen im Jahr 1995 setzte die späte Anerkennung Graettingers als Vorläufer des "Third Stream" ein.


21.40 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Vatermord". Von Daniel Zipfel. Es liest: Michael Dangl. Redaktion: Edith-Ulla Gasser Nicht nur der bekannte "Ödipus" aus der griechischen Mythologie hat seinen eigenen Vater ermordet - in seinem Fall unwissentlich. Und nicht nur hasserfüllte oder verzweifelte erwachsene Söhne tun es ganz real - wie man der medialen Berichterstattung hin und wieder entnehmen kann. Auch ein mentaler oder beruflicher"Ziehvater" kann Ziel der Tötungsgelüste sein, und der Mord muss nicht mit Pistole oder Messer geschehen. Oft genügt eine gezielte Indiskretion, oder das passende Wort im richtigen Moment. Der "Mörder" muss nur wissen wo und wie er ansetzt, und das wissen gerade Söhne oft sehr genau. Von missglücktem Generationswechsel spricht hier die Psychologie, und von einer Notwendigkeit. Zumindest auf symbolischer Ebene. Daniel Zipfels Geschichte spielt im Zeitungsmilieu und handelt von einem in die Jahre gekommenen journalistischen Übervater, dem Alkoholkrankheit und Selbstgefälligkeit zum Verhängnis werden. Der 1983 in Freiburg geborene Autor Daniel Zipfel lebt in Wien und ist als Jurist in der Asylrechtsberatung tätig. Sein 2015 erschienener Roman "Eine Handvoll Rosinen" erhielt eine Auszeichnung der Kunstsektion des Bundeskanzleramts als "besonders gelungenes Debüt". Der heute vorgestellte Text "Vatermord" stammt aus Daniel Zipfels noch unveröffentlichtem neuen Roman.


22.00 Uhr

 

 

Nachrichten


22.05 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


22.08 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Japanischer Phönix aus verbrannter Erde. Musik zu Hiroshima und Nagasaki. Gestaltung: Irene Suchy Der Monat August ist seit 1945 in der Menschheitsgeschichte geprägt von zwei Atombomben-Abwürfen. Wie kann man nach Auschwitz Gedichte schreiben, wie kann man nach Hiroshima die Atombombe besingen? Während die klassischen Komponierenden von Penderecki bis Nancy van de Vate, von Gabriel Iranyi bis Helmut Zapf Klagen komponierten und die Sicht der Opfer in Japan einnahmen, gingen Pop-Gruppen in den USA und Großbritannien gegensätzliche Wege. Der Name Hiroshima auf einer Komposition bürgte für Qualität: Es reichte für das One-Hit-Wonder der Band Wishful Thinking bis zum schließlich als Hochstapler enttarnten japanischen Komponisten Mamoru Samuragochi.


22.55 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In


23.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Gewinner des Deutschen Hörspielpreises der ARD: "Broken German" von Noam Brusilovsky. Hörspiel nach dem Roman von Tomer Gardi. Mit Dor Aloni, Aviva Joel, Meik van Severen, Noam Brusilovsky, Hannah Müller, Horst Hildebrand, Tomer Gardi, Jaime Krsto Ferkic, Britta Geister, Florian Hein, Daniel Mühe, Johanna Oetzmann, Sofia Flesch Baldin. Regie: Noam Brusilovsky (SWR 2017) "Broken German muss man hören!" - so urteilt die Jury. Begründung der Jury: "Wir diskutieren die 'Willkommenskultur' - 'Broken German' antwortet uns mit: 'Volkerverständigung'. Noam Brusilovskys Bearbeitung verstärkt die Romanvorlage Tomer Gardis nicht nur, sondern macht aus ihr ein eigenständiges, so nur im Akustischen mögliches Kunstwerk. Gardi und Brusilovsky formulieren eine Sprache, die eine zwingende Herausforderung für die Gesellschaft wie für das Radiopublikum ist: Mit anderen Worten: 'Broken German' muss man hören". Ein Spiel mit Identitäten, Chronologie, Perspektiven. Mal erzählt Radili, mal Abschalom, mal dessen Mutter. Die Protagonisten sind sowohl aus dem Studio als auch vom Band zu hören, immer wieder wird das Erzählen gebrochen und über das Erzählen selbst erzählt. Ein Autor wird über das Verfassen seines Romans und dessen Vermarktung interviewt und wir folgen der Diskussion um "Broken German" beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Fiktion und Realität verschwimmen und lassen sich nicht mehr trennen. Ein israelischer Mann erzählt in gebrochenem Deutsch. Er erzählt, babylonisch-lebendig, von Radili Anuan, der sich in Berlin, nach Anpöbelungen durch Skins, ein Messer gekauft, es dann aber vergraben hat. Als Erwachsener in die Stadt zurückgekehrt, landet er in einer linken WG, die einen Dokumentarfilm aus der Suche nach dem vergrabenen Messer machen will. Er erzählt von einer Reise nach Berlin mit seiner Mutter. Statt ihrer eigenen nehmen sie zwei fremde Koffer vom Flughafen mit, die sich als Koffer eines Arabers und einer aus Eritrea geflüchteten Frau herausstellen. Die Verwirrung der Identitäten geht weiter: Der Mann trägt fortan die Kleider der Frau (die er später treffen wird), seine Mutter die des Mannes. Er bespricht mit seiner Mutter Erinnerungen an ein von den Deutschen besetztes Dorf in Rumänien, hält eine Rede zur Neueröffnung des Kafka-Instituts (vormals Goethe-Institut) und wird vom aufgeschreckten Bildungsbürgertum in die Flucht geschlagen. Er erklärt, warum die Darstellung des Mose auf einem Übersetzungsfehler beruht, lässt sich zu Recherchezwecken als "Arbeitsmigrant in der Prosa eine fremde Sprache" nachts im Jüdischen Museum einschließen und entdeckt dort in der Besenkammer eine Leiche. "Also keine Angst. Ich nehme keiner Deutsche Literat seine Arbeit weg. Und deshalb musste ich das Jüdische Museum Besenkammer Tür aufmachen. Für die schwarze Arbeit. Ins deutsche Sprache. Und weil so sind wir Schriftsteller. Wir machen geschlossene Besenkammer Türe auf". Mit Dor Aloni, Aviva Joel, Meik van Severen, Noam Brusilovsky, Hannah Müller, Horst Hildebrand, Tomer Gardi, Jaime Krsto Ferkic, Britta Geister, Florian Hein, Daniel Mühe, Johanna Oetzmann, Sofia Flesch Baldin


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Raphael Sas Musikauswahl: Friederike Raderer dazw. 3:00 Uhr Nachrichten