Jetzt läuft auf Ö1:

Diagonal - Radio für Zeitgenoss/innen

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06.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


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06.56 Uhr

 

 

Gedanken für den Tag

"Befreiender Glaube zwischen Pessach und Ostern". Thomas Hennefeld, Landessuperintendent der evangelisch-reformierten Kirche in Österreich, reflektiert theologisch seine Erlebnisse rund um den befreienden Glauben zwischen Pessach und Ostern. - Gestaltung: Alexandra Mantler In diesem Jahr fällt der Karfreitag für die westliche Christenheit mit dem ersten Sederabend, dem Beginn des Pessachfestes, für Jüdinnen und Juden zusammen. Für Thomas Hennefeld, Landessuperintendent der evangelisch-reformierten Kirche in Österreich, ein bedeutender Grund, um über diese besonderen Festtage im Judentum und Christentum nachzudenken. Noch dazu spielen beide Religionen in seinem Leben und seiner Familie eine wichtige Rolle. In beiden Festen wird an die befreienden Taten Gottes erinnert. In seinen "Gedanken für den Tag" in der christlichen Karwoche erzählt Superintendent Thomas Hennefeld persönliche Erinnerungen und reflektiert theologisch seine Erlebnisse rund um den befreienden Glauben zwischen Pessach und Ostern.


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07.00 Uhr

 

 

Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell


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07.33 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich


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07.55 Uhr

 

 

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08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


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08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute


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08.15 Uhr

 

 

Pasticcio

mit Chris Tina Tengel. Clara Schumann bis Francis Poulenc: Grün - Leben - Hoffnung! - Und: "Erwachen heiterer Gefühle" ... Provokante Frage, aber ich meine sie ernst: Sollten wir derlei nicht auch allmählich als eine Art "Originalklang" nehmen - die Orchester, die Menschen, alle Moleküle fast ein Jahrhundert näher an Beethoven als wir heute?


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08.55 Uhr

 

 

Heimspiel


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09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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09.05 Uhr

 

 

Hörbilder

Gutes Klima in Teufels Küche. Climate Engineering, der andere Blick zum Himmel. Von Werner Cee und Bettina Obrecht. Prod. SWR 2018 Klima-Ingenieure stellen ihre Rettungspläne vor, um eine drohende Katastrophe abzuwenden: Im Solar Radiation Management soll die Erde einen Schutzschirm erhalten, Nano-Partikel-Schichten sollen eingebracht, unzählige Spiegel in der Ionosphäre platziert werden. Befürworter und Gegner eines solchen Climate Engineering befeuern eine bereits hocherhitzte Debatte um das veränderte Weltklima, um "Selbstverbrennung", "Wetterwaffen", "Global Dimming". Geht es dabei um Utopien, Dystopien, nüchterne Wissenschaft, politische Notwendigkeit? Stehen wir vor einem Paradigmenwechsel wie vor zweihundert Jahren, als folgenschwere Vulkanausbrüche gemeinsam mit der zunehmenden Kohleverbrennung den Blick auf den Himmel und seine Erscheinungen grundlegend veränderten? Die Sendung trägt aktuelle Informationen zusammen und befragt Vertreter aus wissenschaftlichen, militärischen und kirchlichen Einrichtungen nach Machbarkeit, Interessenlagen und Deutungen vom Menschen als Klima-Techniker.


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10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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10.05 Uhr

 

 

Ö1 Klassik-Treffpunkt

Live aus dem RadioCafe in Wien. Gäste: Dorothea Seel und Christoph Hammer. Präsentation: Helmut Jasbar. Im "Ö1 Klassik-Treffpunkt" am Karsamstag sind mit Dorothea Seel und Christoph Hammer zwei der profiliertesten Expert/innen in Sachen historischer Aufführungspraxis und musikalischer Wiederentdeckungen zu Gast bei Helmut Jasbar. Dorothea Seel hat sich als Flötenvirtuosin und Spezialistin für Flöten des 19. Jahrhunderts einen Namen gemacht. Nach dem Konzertfach-Studium bei Irena Grafenauer und Michael Kofler schloss sie das Studium für Alte Musik an und startete ihre künstlerische Laufbahn u.a. mit dem Mozarteum Orchester Salzburg. Seit 1996 musiziert die Flötistin mit den bekanntesten Originalklang-Ensembles, wie z.B. The English Concert, The Orchestra of the Age of Enlightenment, Concerto Köln, Concentus Musicus Wien und Musica Antiqua Köln und gründete 2005 das Trio "Petit Trianon" für Flöte, Cello und Hammerklavier auf historischen Instrumenten der Klassik. Seit 2010 ist sie künstlerische Leiterin der Barocksolisten München. Mit diesem von ihr gegründeten Ensemble spielt sie Raritäten und wiederentdeckte Werke ein, wie z.B. sämtliche Vivaldi-Konzerte, die Flötenkonzerte von Johann Zach oder Bachs Konzerte und Suiten. Einige dieser Einspielungen wurden mit Preisen ausgezeichnet. Das Gesamtwerk von Johann Zach und eine CD mit Werken von Johann Nepomuk Hummel sollen noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Bei Konzerten und Einspielungen der Solo-Flötenliteratur musiziert Dorothea Seel regelmäßig gemeinsam mit Christoph Hammer, der sich als Solist, Liedbegleiter und Kammermusiker am Hammerflügel und Cembalo sowie als Dirigent ebenso als Spezialist für historische Aufführungspraxis etabliert hat. Er konzertiert weltweit, vor allem auf historischen Instrumenten, und betreut als Dirigent Aufführungen von Opern Monteverdis, Händels und Jean Philippe Rameaus. Seit 2017 unterrichtet Dorothea Seel erstmals weltweit das Fach Historische Aufführungspraxis der Flöte im 19. Jahrhundert an der Universität Mozarteum Salzburg am Standort Musikpädagogik Innsbruck, wirkt als Dozentin bei Meisterkursen und promovierte an der Kunstuniversität Graz mit der Dissertation "Der Diskurs um den Klang der Flöte im 19. Jahrhundert", für die sie 2018 den Staatspreis "Award of Excellence" erhielt. Auch Christoph Hammer geht Lehrtätigkeiten nach: Seit 2009 ist er Professor für Cembalo und Hammerflügel an der University of Northern Texas und seit August 2017 hat er eine Professur für historische Tasteninstrumente am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Erfahren und hören Sie als Ö1 Publikum viel Neues auf alten Instrumenten, ausgeführt und diskutiert von Dorothea Seel und Christoph Hammer im "Klassik-Treffpunkt" mit Helmut Jasbar.


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11.35 Uhr

 

 

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11.40 Uhr

 

 

help - das Ö1 Konsumentenmagazin


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12.00 Uhr

 

 

Ö1 Mittagsjournal


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12.56 Uhr

 

 

Ö1 heute


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13.00 Uhr

 

 

Le week-end

Mit Elke Tschaikner und Christian Scheib. Zwei Musikerinnen der feinen Zwischentöne: Fairuz trifft Joan Benson Es wird eine Stunde der feinen Töne, der Zwischentöne, der Tonnuancen. Und zwar aus zwei verschiedenen Kulturkreisen. Am Samstag zwischen dem Karfreitag und dem Ostersonntag bitten wir die legendäre Sängerin Fairuz, ihr jahrzehntelang gepflegtes Ritual, am Karfreitag in der Kirche zu singen, mit uns zu teilen. Feinste Stimmnuancen sind da garantiert. Die feinen Tastennuancen steuert eine weitere Grande Dame bei, die auf historische Instrumente spezialisierte Pianistin Joan Benson. Joan Benson trifft heute Fairuz, Grande Dame trifft Grande Dame. Die eine, Jahrgang 1925, lebt inmitten ihrer Clavichorde und Fortepianos in Oregon, USA, und ist selbst in ihrer Welt der Tasteninstrumente heutzutage ein Geheimtipp. Die andere, Jahrgang 1935, lebt in Beirut, Libanon, und ist nichts weniger als die bekannteste Stimme des arabischen Raums. Was die beiden verbindet, ist ein Musizieren in allerfeinsten Schattierungen und zarten Zwischentöne. Die Sängerin Fairuz verkörpert am Karfreitag die trauernde Mutter. Zwei Instrumente geben mit wenigen Tönen Stimmung und Tonraum vor, dann setzt Fairuz ein und schon am Ende der allerersten Vokalphrase verästelt sich ihre trauernde Stimme in ein Mikrogeflecht kleinster Melismen. "Ich bin die trauernde Mutter", heißt es im Text, "lass den Tod des Sohnes zum Leben für andere werden". Es werden Litanei-artig noch weitere Trauernde aufgezählt, bis die Schlusszeile die Essenz des Ereignisses auf den gläubigen Punkt bringt: "All jenen in ihren Gräbern und Gruften bringt er ewiges Leben". Eine Ode feinst nuancierter Trauer voll Hoffnung. Die Clavichordistin Joan Benson antwortet dann mit einem vom Komponisten Johann Jakob Froberger im 17. Jahrhundert errichteten Grabstein, ein vom Wiener Hoforganisten entworfener "Tombeau" für einen Musikerkollegen, dem Lautenisten Monsieur Blancheroche. Heute lebt die 1925 geborene Benson wieder in den USA, aber ab den 60er Jahren führte sie als Solistin und Reisende ein äußerst abwechslungsreiches, aufregendes und Kontinente umspannendes Leben. Aufgewachsen ist sie in New Orleans, hört als Kind Jazz und Auftritte der reisenden Klaviervirtuosen Rachmaninoff und Paderewsky, und studiert bei Percy Grainger. Es folgen Studien in London, Wien und Paris, wo sie auch Stunden bei Olivier Messiaen hat, und dann wandte sie sich, mehr oder weniger zum Entsetzen jener arrivierten Pianisten, bei denen sie gelernt hatte, dem alten Instrumentarium zu, dem Clavichord und dem Fortepiano. Mit zwei Komponisten ging sie in diesen Jahren ein besonders symbiotisches Verhältnis ein, mit Wilhelm Friedemann Bach und Carl Philipp Emanuel Bach. Sie verhalf diesen Komponisten einerseits und die Musik dieser Komponisten verhalf andererseits ihr zu Anerkennung und Wertschätzung. Kaum jemand hatte bis dahin die wie improvisiert wirkenden Fantasien in solchem Tonfall in die Konzertsäle gebracht. Und vielleicht sind sich Joan Benson und Fairuz auch wirklich begegnet, denn Joan Benson war viel unterwegs im nahen und auch im fernen Osten. Unterwegs mit ihrem eigenen Instrumentarium, eingeschifft mit Hammerflügel und Clavichord geht es nach Indonesien ebenso wie nach Syrien, nach Jordanien, in die Türkei und in den Libanon. Es sind keine gedrängten Konzertreisen, sie nimmt sich Zeit für die Welt: Sie besteigt Neuseelands höchste Berge, konzertiert in Hongkong mit traditionellen chinesischen Musikern, besucht die Palastanlage in Kraton um mit javanesischen Musikern im indonesischen Fernsehen aufzutreten, reist nach Japan und wendet sich in Tibet dem Buddhismus zu. Sie lernt alte Tänze von syrischen Bauern, arbeitet mit englischen Archäologen in Petra, tauscht sich mit nomadischen Musikern in Jordanien aus und in den Ruinen von Baalbeck besucht sie ein Konzert der legendären ägyptischen Sängerin Umm Kulthum. In den Ruinen von Baalbeck, beim dortigen internationalen Musikfestival startet im Jahr 1957 auch die Karriere der Fairuz. In vielen arabischen Ländern ist es Tradition, dass Radiostationen ihr Morgenprogramm mit einem von ihr gesungenen Lied beginnen: Fairuz - the first Lady of Lebanese Singing. Die Wärme und schüchterne Eleganz ihres Gesangs scheint sie fast zu einer mystischen Figur werden zu lassen. In den 60er Jahren ging ihre Karriere so richtig los und viele der Songs stammten von den Brüdern Assi und Mansour Rahbani. Aus den frühen 60er Jahren stammen auch die Aufnahmen zur Passion Christi, die uns durch dieses "le week-end" begleiten und im selben Jahrzehnt entstanden auch viele Einspielungen der Tastenkünstlerin Joan Benson, die kürzlich auf Doppel-CD wiederaufgelegt wurden.


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14.00 Uhr

 

 

Ö1 Hörspiel

"Das Gemeindekind" (Teil 1) von Marie von Ebner-Eschenbach. Mit Elisabeth Orth, Valentin Marginter, David Miesmer, Isabella Campestrini, Bibiana Zeller, Martin Schwab, Annemarie Düringer, Wolfram Berger, Brigitte Swoboda, Birgit Minichmayr, Boris Eder, Anne Bennent, Erhard Koren, Linde Prelog, Rudolf Buczolich u.v.a. Komposition: Otto Lechner. Schnitt: Stefan Wirtitsch, Katharina Böhm. Ton: Herta Werner. Bearbeitung und Regie: Götz Fritsch (ORF/MDR 2008) Die Bedingungen könnten schlechter nicht sein. Der Vater wegen Mordes gehenkt, die Mutter zu zehn Jahren Haft ins Zuchthaus gestoßen. Die beiden Kinder, Milada und Pavel, bleiben, mit diesem Makel behaftet, alleine und auf sich gestellt. Doch während die hübsche Milada durch eine glückliche Fügung auf Kosten der Gutsherrin in einer Klosterschule erzogen wird, verwildert der störrische Pavel zusehends. Die Gemeindebewohner des kleinen mährischen Dorfes lassen ihn seine Herkunft spüren. Pavel wird zum Musterbeispiel eines schwer erziehbaren Buben. Nach einer Begegnung mit seiner unschuldig-frommen Schwester beginnt sich Pavel jedoch allmählich aus seinem Dilemma zu befreien. Er beginnt aus eigenem Antrieb zu lernen, bezwingt seinen Menschenhass und wird, trotz aller Steine, die man ihm weiterhin in den Weg zu werfen versucht, ein rechtschaffener Mann. Mit ihrem 1887 erschienenen und bereits damals höchst erfolgreichen Roman "Das Gemeindekind" wendet sich Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) erstaunlich früh und erstaunlich vehement gegen die - nicht nur zu ihrer Zeit - vorherrschende deterministische Vererbungstheorie. Menschen, so lautet ihr Credo, sind nicht allein Sklaven ihrer Herkunft und Opfer der Umstände. Sie können sich, bei entsprechendem Willen, aus ihren Fesseln befreien.


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15.00 Uhr

 

 

Nachrichten


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15.05 Uhr

 

 

Apropos Klassik

mit Nicole Brunner. Antonín Dvorák: Stabat Mater op.58 (Venera Gimadieva, Elisabeth Kulman, Pavol Breslik, René Pape, Chor des Bayerischen Rundfunks, Sächsische Staatskapelle Dresden, Dirigent: Christoph Eschenbach (aufgenommen am 16. April 2019 im Großen Salzburger Festspielhaus im Rahmen der "Osterfestspiele Salzburg 2019") Viele berühmte Vertonungen dieses mittelalterlichen Gedichts sind geschaffen worden, darunter von Pergolesi, Vivaldi, Verdi und Penderecki. Auch Antonín Dvorak vertonte das Bild der schmerzerfüllten Mutter Maria am Kreuz Jesu. Tragische, persönliche Umstände gingen dem Werk voraus. Innerhalb von zwei Jahren hatte das Ehepaar Dvorak seine drei kleinen Kinder verloren. Gestaltung: Gerti Mittermeyer


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16.57 Uhr

 

 

Ö1 heute


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17.00 Uhr

 

 

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17.05 Uhr

 

 

Diagonal - Radio für Zeitgenoss/innen

Diagonal Classics - Zur Person: Ennio Morricone. Aktualisierte Wiederholung aus dem Jahr 1987. Präsentation: Wolfgang Kos Für rund 300 Filme hat er die Musik geschrieben, darunter Hits wie "Für eine Handvoll Dollar" oder "Mission", aber auch für Dutzendware wie "Allein gegen die Mafia". Jeder Kinofan wird an dramatische Filmszenen erinnert, wenn er Morricone hört. Man nannte ihn auch den "Soundtrack-Verdi", der in einer Komponier-Fabrik arbeite, einer Großwerkstätte mit mehreren Assistenten. Ein Werkstattbesuch, Porträts von Fans, avantgardistische Morricone-Bearbeitungen des US-Amerikaners John Zorn und ein Interview mit Sergio Leone, dem alten Schulfreund des Meisters, sind in dieser Sendung zu hören. Seinen letzten Oscar bekam Morricone übrigens im Februar 2016 für die Musik zu Quentin Tarantinos "The Hateful 8". Immer noch können Morricone-Fans unvergessliche Werke des Meisters live erleben. Im Jänner 2019 standen mehr als 100 Musiker/innen, Sängerinnen und Sänger der Milano Festival Opera auf der Bühne. Weitere Konzerte in zahlreichen europäischen Städten sind in den nächsten Monaten geplant.


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19.00 Uhr

 

 

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19.05 Uhr

 

 

Logos - Glauben und Zweifeln

"Was glauben Sie?" - Der Philosoph Volker Gerhardt. - Gestaltung: Johannes Kaup Als er Mitte 20 seine wissenschaftliche Laufbahn als Philosoph begann, trat er aus der Kirche aus und wandte sich von metaphysischen Fragen aller Art ab. Volker Gerhardt war - wie viele seiner akademischen Kollegen - der Ansicht, dass der Glaube nicht mehr nötig ist, wenn man genug Wissen angesammelt hätte. 25 Jahre später und um einige Erfahrungen und Denkwege reicher, hebt der renommierte deutsche Philosoph nun dagegen massiv Einspruch: In seinem Buch "Glauben und Wissen" zeigt Volker Gerhardt, dass der Glaube für das Wissen unverzichtbar ist und sich diese beiden Fähigkeiten wechselseitig ergänzen. Wissen kommt nicht ohne Glauben aus und Glaube nicht ohne Wissen. Im Vorwort seines vielbeachteten Buches "Der Sinn des Sinns. Versuch über das Göttliche" erfährt man, warum Gerhardt wieder in die evangelische Kirche eingetreten ist "mit dem Glück eines Menschen, der etwas Verlorenes wiedergefunden hat". Gerhardt, ein Vertreter der rationalen Existenzphilosophie, zählt zu jenen Philosophen der Gegenwart, die sich neu mit den Fragen der philosophischen Gotteslehre beschäftigen, also der rationalen Theologie. Gott ist für ihn "der Grund allen Sinns, der uns wiederum nur als ein menschlicher Sinn gegenwärtig sein kann". Volker Gerhardt wurde 1944 in Guben/Brandenburg geboren. Von 1992 bis 2012 war er Professor für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er weiter als Seniorprofessor lehrt. Die Bereiche Ethik, Politische Philosophie, Ästhetik, Metaphysik und Theologie wurden zu seinen Forschungsschwerpunkten. Gerhardt hat zahlreiche historische Arbeiten verfasst, die sich vornehmlich mit Platon, Kant, Nietzsche, Hegel, Marx, Jaspers, Voegelin, Arendt und Schmitt beschäftigen. Johannes Kaup hat Volker Gerhardt für ein Gespräch in der LOGOS-Reihe "Was glauben Sie?" an der Humboldt-Universität in Berlin besucht.


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19.30 Uhr

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart: "La Clemenza di Tito"

Mit Matthew Polenzani (Tito), Elza van den Heever (Vitellia), Joyce DiDonato (Sesto), Ying Fang (Servilia), Emily D'Angelo (Annio), Christian Van Horn (Publio) Metropolitan Opera Chorus, Metropolitan Opera Orchestra, Dirigent: Lothar Koenigs (Zeitversetzte Live-Übertragung aus der Metropolitan Opera New York). Präsentation: Gerhard Hafner Im Gegensatz zu "Don Giovanni" (schon 1883 erstmals an der Metropolitan Opera gespielt) oder "Le nozze di Figaro" (Met-Erstaufführung, 1894) ist Wolfgang Amadeus Mozarts Opera seria "La clemenza di Tito" erst sehr spät an Amerikas erste Opernbühne gekommen - im Jahr 1984 in einer Produktion von Jean-Pierre Ponnelle. Bis 2012 ist diese Einstudierung 45 Mal zur Aufführung gelangt, nach siebenjähriger Absenz vom Spielplan kehrt sie nun zurück ins Met-Repertoire - erstmals an dieser Bühne mit der ausdrucksstarken Star-Mezzosopranistin Joyce DiDonato als Sesto, dem gerade im Mozart-Fach, unter anderem als Tamino, Don Ottavio, Ferrando und Idomeneo, immer wieder gefeierten Tenor Matthew Polenzani in der Titelrolle und der vielseitigen, persönlichkeitsstarken Sopranistin Elza van den Heever als Vitellia. In den Jahren nach Mozarts Tod gehörte dieses Werk, das zwar weitgehend nach der "Zauberflöte" entstanden war, aber schon vor der deutschen Oper seine Uraufführung erlebt hatte, zu den viel gespielten Werken des Komponisten, verschwand dann aber immer mehr von den Spielplänen, auf denen es auch in der Gegenwart eher punktuell als kontinuierlich aufzufinden ist. Man hat dies auf verschiedene Art zu erklären versucht, zum einen mit dem Argument, dass Mozart nur die Musiknummern komponiert habe, nicht aber die Rezitative, die von Mozarts Schüler Franz Xaver Süßmayr stammen, somit dem Werk der große Bogen fehle, zum anderen mit dem Faktum, dass die Form der Opera seria zur Entstehungszeit des Werkes längst überkommen war. Der Komponist hatte zwar das starre Schema der Seria aufgelockert, indem er den elf Arien in Seria-untypischer Art die gleiche Anzahl an Ensemble-Nummern gegenüberstellte, doch trotz der geschickten Einrichtung des Textbuches durch Caterino Mazzolà war es doch ein altes Opernbuch von Pietro Metastasio; 1734 war es erstmals von Antonio Caldara in Musik gesetzt worden. Mitte Juli 1791 hatte Mozart der Auftrag erreicht, eine Festoper zur Krönung Kaiser Leopolds II. zum böhmischen König zu schreiben - und als Sujet war ihm das schon zuvor vielfach vertonte Libretto bestimmt worden. Da es sich der notorisch finanzschwache Komponist nicht leisten konnte, den Auftrag abzulehnen, schrieb er das Werk in Rekordzeit (die Überlieferung spricht oft von nur 18 Tagen). Mitte August 1791 reiste er nach Prag, um selbst die Uraufführung zu dirigieren, doch das Publikum, gewillt, den beliebten Komponisten mit Jubel zu überschütten, hielt sich zurück. Nach den drei Da-Ponte-Opern voller Esprit und Sozialkritik hatte man von Mozart etwas anderes erwartet als eine antiquierte Verherrlichung des gütigen, weisen und humanistisch geprägten Herrschers - ungemein wirkungsstarker, raffiniert verfasster Perlen in der Partitur ungeachtet.


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22.10 Uhr

 

 

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22.15 Uhr

 

 

Nachtbilder - Poesie und Musik

"Wos ibableibt". Von Bernhard C. Bünker. Herausgegeben und mit Begleittexten von Manfred Chobot und Axel Karner. Es liest Hannes Flaschberger. Gestaltung: Nikolaus Scholz. Redaktion: Edith-Ulla Gasser Bernhard C. Bünker gilt als einer der bedeutendsten Poeten und Erneuerer der kritischen österreichischen Dialektliteratur. Der Dichter, der den größten Teil seines Lebens in Kärnten verbrachte, und der 2010 im niederösterreichischen Waldviertel verstarb, wäre inzwischen 70 Jahre alt. Viele seiner Themen sind immer noch hochaktuell: die Suche nach einem neuen Heimatbegriff, die Zerstörung der Umwelt, oder die Kritik an Armut, sozialen Missständen, Fremdenfeindlichkeit und menschenverachtender Asylpolitik. Manfred Chobot und Axel Karner haben eine Auswahl an Gedichten von Bernhard C. Bünker aus vergriffenen Publikationen für diesen Band zusammengetragen. Axel Karner, der Dichterkollege aus Kärnten, schreibt in seinem Vorwort, dass "Fremdheit und Vertrautheit, Sprachlosigkeit und Sprachfindung, soziale Wahrnehmung und politische Umsetzung" die Variablen dieser kraftvollen Dialektlyrik sind. Und der zweite Herausgeber Manfred Chobot erklärt im Nachwort, warum sich Bernhard Bünker selbstbewusst "Heimatdichter" nannte: "Für ihn manifestierte sich im Dialekt zugleich Heimat, nämlich ein Heimatbegriff, den es galt, neu zu definieren. Überaus wichtig war ihm die Abgrenzung von der `Mundartdichtung´, bei der er Heucheleien und Anbiederungen spürte. Keine Mundart, sondern Dialekt!"


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23.10 Uhr

 

 

Die Ö1 Jazznacht

Muriel Grossmann im Jazznacht-Studio, Christian Gruber-Ruesz Quartett im April 2018 im Wiener RadioCafe. Gestaltung: Christian Bakonyi Zu Gast im Studio ist die auf Ibiza beheimatete österreichische Saxofonistin Muriel Grossmann. Im Gespräch mit Christian Bakonyi plaudert sie über das Leben und die Musikszene auf der spanischen Balearen-Insel, auf der sich auch Pianist Joachim Kühn niedergelassen hat, und über ihr neues Album "Golden Rule", das von diversen amerikanischen Jazzmagazinen hervorragende Kritiken bekommen hat. Der Konzertmitschnitt stammt vom Quartett von Christian Gruber-Ruesz, der am 12. April 2018 im Wiener RadioCafe die jazzigen Möglichkeiten der Mandoline demonstrierte. Weiters steht Musik des Bassisten Peter Kowald, der am 21. April 75 Jahre alt geworden wäre, auf dem Programm der Jazznacht.


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00.05 Uhr

 

 

Die Ö1 Jazznacht

(Fortsetzung) Muriel Grossmann im Jazznacht-Studio, Christian Gruber-Ruesz Quartett im April 2018 im Wiener RadioCafe. Gestaltung: Christian Bakonyi 01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten Zu Gast im Studio ist die auf Ibiza beheimatete österreichische Saxofonistin Muriel Grossmann. Im Gespräch mit Christian Bakonyi plaudert sie über das Leben und die Musikszene auf der spanischen Balearen-Insel, auf der sich auch Pianist Joachim Kühn niedergelassen hat, und über ihr neues Album "Golden Rule", das von diversen amerikanischen Jazzmagazinen hervorragende Kritiken bekommen hat. Der Konzertmitschnitt stammt vom Quartett von Christian Gruber-Ruesz, der am 12. April 2018 im Wiener RadioCafe die jazzigen Möglichkeiten der Mandoline demonstrierte. Weiters steht Musik des Bassisten Peter Kowald, der am 21. April 75 Jahre alt geworden wäre, auf dem Programm der Jazznacht.


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