Jetzt läuft auf Bayern 2:

IQ - Wissenschaft und Forschung

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2670 Hörer

05.03 Uhr

 

 

Heimatspiegel

Volksmusik und Informationen 6.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr

2241 Hörer

07.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

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07.05 Uhr

 

 

Heimatspiegel extra

Ein Vogerl für die Volksmusik 75 Jahre Volksmusikpreis Zwieseler Fink Von Renate Roßberger und Stefan Frühbeis

465 Hörer

08.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

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08.05 Uhr

 

 

Katholische Welt

Musik für Trauerfeiern Space Taxi Musik für Trauerfeiern Von Andreas Pehl Das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab dichtete Schiller über die enge Verbindung von Musik und Tod. Musik ist weit mehr als nur ein akustischer Trauerflor. Durch den Tod eines geliebten Menschen stauen sich heftige Gefühle der Trauer, der Verlassenheit, des Zornes auf. Oft werden sie unterdrückt, doch sobald Musik am Sarg erklingt, brechen sie hervor. In Tränen sichtbar und mi Taschentüchern greifbar, sind Trauernde tatsächlich besser in der Lage, diese Gefühle auch zu bewältigen. Doch welche Musik passt für eine Trauerfeier? Das allgegenwärtige Ave Maria? Oder Händels berühmtes Largo? Oder Time to say Goodbye?Je besser es gelingt, eine Bestattung individuell für einen Verstorbenen zu gestalten, je persönlicher sie gefeiert wird, desto mehr kann sie zur Trauerbewältigung der Angehörigen beitragen.Allerdings beschränkt sich das Repertoire, das täglich in den Aussegnungshallen erklingt, im Wesentlichen auf zehn Musikstücke. Unsicherheit und Unentschlossenheit führen dazu, dass Bestattungen oft unpersönlich wirken. Florian Rauch vom Bestattungsinstitut AETAS in München möchte dazu motivieren, gerade auch bei der Musikauswahl bewusst zu entscheiden. Er meint: Es ist das letzte gemeinsame Fest, dessen Gestaltung man sich nicht aus der Hand nehmen lassen soll. So kann sogar ein Stück wie Space Taxi aus Bully Herbigs Film (T)Raumschiff Surprise einen Platz bei einer Trauerfeier bekommen.

486 Hörer

08.30 Uhr

 

 

Weitwinkel

Deutsch-belgische Nachbarschaft Unterwegs im Grenzland - Die deutsch-belgische Nachbarschaft Von Claudia Decker Wiederholung am Sonntag, 13.05 Uhr

562 Hörer

09.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

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09.05 Uhr

 

 

orange - Das Feiertagsmagazin

674 Hörer

10.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

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10.05 Uhr

 

 

Budapest-Magazin

Die störrische Schönheit an der Donau Wiederholung um 17.05 Uhr

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11.00 Uhr

 

 

radioTexte

Die erste Klostergründung Teresa von Avila gründete 60 reformierte Klöster für den Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen, sie verfasste ihre Autobiographie und einige der bedeutendsten Werke christlicher Mystik Mystische Innerlichkeit, strenge Askese, intensives Gebet, ekstatische und visionäre Erfahrung prägten das Leben von Teresa von Avila, das auch von einem weltoffenen Apostolat, von der Erfahrung der Nächstenliebe, des aktiven und praktischen Tuns gekennzeichnet war. Ihre Spiritualität beeindruckte ihre Zeitgenossen, vor allem Alvaro de Mendoza, den Bischof von Avila, durch dessen Hilfe die Mystikerin von Papst Pius IV. die Erlaubnis erhielt 1562 ein Kloster zu gründen. Im Covento de San José in Avila sollten von den Unbeschuhten Karmelitinnen die Ordensregeln des heiligen Albert von Jerusalem befolgt werden. Es folgten noch weitere sechzehn Gründungen. Gemeinsam mit Johannes vom Kreuz gründete Teresa den männlichen Zweig des Teresianischen Karmels. Die 1515 in Avila geborene Tochter von Alonso Sánchez de Cepeda war bereits in jungen Jahren gegen den Willen ihres Vaters in das Karmelitinnenkloster La Encarnación eingetreten. Sie kümmerte sich um Kranke und Arme und verfasste neben ihren zahlreichen Tätigkeiten ihre Autobiografie. Mehrmals soll Jesus ihr erschienen sein, besonders in den Jahren als Teresa schwer erkrankt war. Er sprach zu ihr, setzte in das hölzerne Kreuz ihres Rosenkranzes fünf Edelsteine, die nur sie allein sehen konnte. Jesus sandte ihr auch einen Engel, der mit einem goldenen Pfeil und feuriger Spitze mitten ins Herz traf. In ihrer Schrift Camino de perfección Der Weg der Vervollkommnung, beschreibt die Mystikerin ihre Gotteserfahrung, und was es bedeutet, Gott zugewandt zu leben, ohne sich von der Welt zurückzuziehen. Sprecherin: Helga Roloff

829 Hörer

11.30 Uhr

 

 

Bayern 2-radioMusik

anspruchsvoll - entspannt - weltoffen Moderation: Dagmar Golle

213 Hörer

12.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

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12.05 Uhr

 

 

Zeit für Bayern

Ruhe sanft im Gemeindewald Urnenbestattungen im Gemeindewald der Gemeinde Trappstadt-Alsleben, im fränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld Von Siggi Seuß Erwin Kruczek und Kurt Mauer stehen unterm grünen Blätterdach des Kapellenberges, eines kleinen Hügels östlich von Alsleben im Landkreis Rhön-Grabfeld. Die beiden älteren Herren sind die Initiatoren eines zumindest in Bayern bisher einmaligen Naturfriedhofprojekts. Gegen anfangs große Widerstände aus benachbarten Kommunen, aus der Kommunalpolitik und aus dem Landratsamt setzten die beiden ein alternatives Bestattungsprojekt durch. Und dieses Projekt wird nicht in Regie der beiden bundesweit agierenden Branchenriesen Ruheforst und FriedWald GmbH geführt, sondern in Eigenregie der Gemeinde. Etwa sieben Hektar groß ist die verfügbare Fläche, die der Gemeinde gehört. Die erste Urne wurde Ende Mai bestattet. Die Reservierungsliste für einen Grabplatz ist inzwischen lang. Siggi Seuß dokumentiert den vielschichtigen und steinigen Weg durch die Instanzen, der sich über eineinhalb Jahre hinzog. Und er stellte fest, wie die Bestattungskultur selbst in den der Tradition verhafteten katholischen Landgemeinden einem Wandel unterzogen ist, der vor einigen Jahren so noch nicht vorstellbar war.

1154 Hörer

13.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2670 Hörer

13.05 Uhr

 

 

Breitengrad

Kolumbien: neue Wege im Kampf gegen Drogen Drogenbekämpfung in Kolumbien Von Florian Meyer-Hawranek Die großen Kartelle sind zerschlagen, die Anbaufläche für Koka geht seit Jahren zurück und auch die Gewalt nimmt ab. Trotzdem steckt Kolumbien seit Jahrzehnten in einem Kampf, den das Land immer noch nicht gewonnen hat. Der Feind sind die Drogen - allen voran Kokain, für das Kolumbien weltweit einer der größten Produzenten ist. Und während die kolumbianische Antidrogenpolizei weiter Kokafelder niederbrennt, Drogenküchen hochnimmt und versteckte Ware entdeckt, bleiben die Produktion, der Schmuggel und die kriminellen Netzwerke bestehen. Gleichzeitig steigt der Binnenkonsum des weißen Pulvers, das früher fast ausschließlich für den Export vorgesehen war. Florian Meyer-Hawranek hat mit ehemaligen Dealern und Kämpfern krimineller Banden gesprochen. Und er besuchte eine Kokaversuchsplantage der Antidrogenpolizei - eine weltweit einmalige Anlage, auf der neue Wege erforscht werden, wie man die Pflanze noch effektiver vernichtet. Über allem steht die Frage: Wo steht das Land im Kampf gegen die Drogen.

1206 Hörer

13.30 Uhr

 

 

Bayern - Land und Leute

Ein ganz gewöhnliches Schicksal Ein ganz gewöhnliches Schicksal Das Leben meines Großvaters Von Ulrich Klenner 1886, im Todesjahr König Ludwigs II., wurde er geboren, als das zwölfte und letzte Kind eines Schmiedemeisters im Württembergischen. Nur drei seiner Geschwister lernte er kennen - die anderen sind schon ganz klein in die Ewigkeit eingegangen. Und auch er selbst musste früh sterben, an den Folgen einer Kriegsverletzung, 1928 war das, als er gerade 42 Jahre alt war. Ich habe meinen Großvater Josef Bretzel also nicht kennen lernen können, schließlich kam ich erst 27 Jahre nach seinem Tod zur Welt. Und dennoch war er für mich immer präsent. Zum einen wurde er lebendig in den Erzählungen meiner Mutter, zum anderen sprach er zu mir durch die Aufzeichnungen, die er auf dem Sterbelager gemacht hat. Großvater kam aus einfachen Verhältnissen und gehörte zeitlebens zu den sogenannten kleinen Leuten. Aber er hatte stets die Courage, sich an den Werten zu orientieren, die er für gut und richtig erkannt hatte, auch wenn er damit die Konventionen verletzte. So heiratete er eine Witwe, die deutlich älter war, drei Kinder mit in die Ehe brachte und - was in den Augen seiner Verwandtschaft unverzeihlich war - einer anderen christlichen Konfession angehörte. Er zog nicht gern in den Ersten Weltkrieg, schloss sich 1918 den Arbeiter- und Soldatenräten an, war später überzeugter Sozialdemokrat und machte kein Hehl aus seiner Überzeugung: Wer Hitler wählt, wählt Krieg! Vor allem aber war er ein humorvoller, warmherziger Mensch - trotz der Leiden und Existenznöte, die seine Verwundung mit sich brachte. (Ulrich Klenner) Die kurze Lebensgeschichte des Josef Bretzel: ein Beitrag zur Sozialgeschichte der kleinen Leute und ein Zeitbild aus der Stadt Memmingen ...

787 Hörer

14.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

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14.05 Uhr

 

 

radioMikro

Das Kind der Seehundfrau Von Sophie Kassies Ab 9 Jahren Funkbearbeitung: Kilian Leypold BR 2014 Ein Inuit lebt als Jäger weit oben im Norden in einer einsamen Meeresbucht. Eines Tages, er ist gerade mit seinem Kajak beim Fischfang, entdeckt er auf einer Klippe eine Gruppe von nackten, tanzenden Frauen. Es sind Seehundfrauen, die manchmal ihr Fell ablegen und sich in Menschen verwandeln. Der Jäger stiehlt eines der Felle und damit kann eine der Frauen sich nicht mehr zurück verwandeln. Sie bleibt bei ihm; aber nur, wenn er verspricht, das Fell nach sieben Jahren wieder zurückzugeben. Die Jahre vergehen und die beiden leben glücklich zusammen. Als die vereinbarte Zeit sich aber dem Ende nähert, will der Inuit sein Glück nicht mehr hergeben das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Eine Produktion des Bayerischen Rundfunks zusammen mit dem Kindertheater Pfütze aus Nürnberg. Dort wird das Stück auch auf der Bühne aufgeführt.

2590 Hörer

15.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4950 Hörer

15.05 Uhr

 

 

radioMitschnitt

BAP BAP Aufnahme des Konzerts vom 22. Juli 2014 beim Tollwood Sommerfestival in München Moderation: Markus Mayer

734 Hörer

16.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2670 Hörer

16.05 Uhr

 

 

Feiertags-Feuilleton

Das Unterhaltungsmagazin aus Franken In alle Ewigkeit Ein Feuilleton über Ewigkeit und Vergänglichkeit, über das, was wir alle nicht erleben werden Für den Ungeduldigen können schon zehn Minuten eine Ewigkeit sein, für den Juristen ist die Ewigkeitsklausel von fundamentaler Bedeutung. Manches wird für die Ewigkeit geschaffen oder gebaut und geht doch bald unter. Manche Hersteller geben eine ewige Garantie auf ihre Produkte, es gibt Songs/Gedichte/Texte die es schon seit Ewigkeiten gibt. Ein Feuilleton über Ewigkeit und Vergänglichkeit, über das, was wir alle nicht erleben werden.

610 Hörer

17.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2670 Hörer

17.05 Uhr

 

 

Budapest-Magazin

Die störrische Schönheit an der Donau Wiederholung von 10.05 Uhr

0 Hörer

18.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2670 Hörer

18.05 Uhr

 

 

Bayern 2 - an Allerheiligen

Sucht, Wahn, Krieg Das kurze Leben des Dichters Georg Trakl Zum 100. Todestag am 3. November Von Bernd Noack

3 Hörer

19.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4950 Hörer

19.05 Uhr

 

 

Zündfunk extra

Popkultur am Feiertag 19.05 The History Of Rock'n'Roll As told in our Zündfunk Radio Show Part 1 Mit Michael Bartle 20.00 Nachrichten, Wetter 20.05 Passionsspiele Legendäre Typen und Lieblingsklassiker der Zündfunk-Redaktion Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf Von Tom Kretschmer Internet: www.bayern2.de/zuendfunk The History Of Rock'n'Roll: As told in our Zündfunk Radio Show Part 1 Der Zündfunk, das Szenemagazin des Bayerischen Rundfunks, wird dieses Jahr 40 Jahre! 40 Jahre, in denen wir uns im Radio mit Popmusik beschäftigt haben. 40 Jahre, in denen wir kleine und größere Bands entdeckt, aufgebaut, oft zum ersten Mal im deutschen Radio gespielt haben. 40 Jahre, in denen wir Gespräche mit Bands und Künstlern wie Johnny Cash, Al Green, Curtis Mayfield, Snoop Dog, Kraftwerk, Can, den White Stripes, Beck, Patti Smith, Bryan Ferry, Guru, Sugarhill Gang, Aphex Twin, Nick Cave, Johnny Cash, PJ Harvey, The Notwist, David Byrne und vielen anderen geführt haben. Der Zündfunk ist ganz tief in das Interview-Archiv gestiegen und hat exklusive Schätze gefunden: Al Green, der einem Zündfunk-Reporter vorsingt, wie er nach und nach seine Gesangsstimme gefunden hat. Johnny Cash, wie er als kleiner Junge auf den Baumwollfeldern helfen musste und seine einzige Rettung die abendliche Country Sendung im Radio war. Lauryn Hill, die unserem Reporter Backstage ein Ständchen singt. David Bowie, der uns erzählt, wie er in der Ziggy Stardust Phase beinahe draufgegangen wäre. Iggy Pop, der uns eröffnet, dass er auf den Photo-Sessions für seine ersten Alben so zugedröhnt war, dass man die Augen nachbearbeiten musste. Anhand dieser Interviews erstellen wir mit einer insgesamt 4 Stunden langen O-Ton Collage die Geschichte des Rock'n'Roll- so wie die Künstler in unserer Radiosendung erzählt haben. Wiederholung vom 20.04.2014 Passionsspiele. Legendäre Typen und Lieblingsklassiker der Zündfunk-Redaktion. Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf Zur Buchmesse in Frankfurt erscheint aus dem Nachlass ein neuer Roman von Wolfgang Herrndorf: Bilder einer großen Liebe. Ein neuer Text des Autors von Tschick, dem ungeahnten Riesenerfolg aus dem Jahr 2010. Diese Geschichte der abenteuerlichen Reise von Maik und Tschick von Berlin Richtung Walachei gilt zurecht als eines der besten Bücher seit vielen Jahren. Höchste Zeit, den Autor und seine Romane und Erzählungen in der ZÜNDFUNK-Reihe der Lieblingsklassiker vorzustellen. Es passiert nicht oft, dass ein Buch solche Kreise zieht wie Wolfgang Herrndorfs Tschick im Herbst 2010. Noch dazu, wo der Autor sich vom Literaturbetrieb ziemlich fernhielt und sein Roman so geschrieben war, dass er Jugendliche wie Erwachsene gleichermaßen ansprach. Eine wichtiger Grund für die große Resonanz war vermutlich, dass Tschick so klar, so menschenfreundlich und vor allem so wenig eitel geschrieben ist. So ähnlich wie Wolfgang Herrndorf das einmal in seinem Blog beschrieb: Immer die gleichen drei Dinge, die mir den Stecker ziehen: Die Freundlichkeit der Welt, die Schönheit der Natur, kleine Kinder. Genauso gibt es aber auch den dunklen, abgründigen Herrndorf. Sand, der Roman nach Tschick ist so gescheit und gleichzeitig düster und hoffnungslos, dass man gar nicht anders kann, als an die Krankheit und das Ende von Wolfgang Herrndorf zu denken. Am 26. August 2013 nimmt sich der Autor in Berlin das Leben. Drei Jahre lebte er bis dahin mit einem unheilbaren Hirntumor, gab seinem Leben durch Arbeit Struktur und schrieb in dieser Zeit große Texte. Wolfgang Herrndorfs Stimme fehlt, obwohl er sich selten in Interviews geäußert hat und in Talkshows sicher nie. Dafür hat er mit seinem Blog Arbeit und Struktur ganz unaufgeregt gezeigt wie Literatur im Internet funktioniert (hat vor ihm nur Rainald Goetz so hinbekommen) und war mit seinen Büchern dem Pop ganz nahe, ohne ihn je zu thematisieren.

1183 Hörer

21.00 Uhr

 

 

Hörspiel

Andrej Tarkowskij: Hoffmanniana Hoffmanniana Nach einem Szenario für einen nicht realisierten Film Von Andrej Tarkowskij Aus dem Russischen von Gertraude Krueger Mit Ulrich Noethen, Dagmar Manzel, Otto Mellies, Arta Preuß, Joachim Siebenschuh, Jule Böwe, Peter Panhans, Annemone Haase, Philine Zebralla, Andreas Leupold und Kai-Uwe Kohlschmidt Komposition: Kai-Uwe Kohlschmidt Bearbeitung und Regie: Kai Grehn RBB/SWR 2004 Den Künstlern der deutschen Romantik fühlte sich Andrej Tarkowskij in besonderem Maße wahlverwandt. Bereits seit Mitte der sechziger Jahre trug er sich mit dem Gedanken, das Leben des Schriftstellers E. T. A. Hoffmann zum Thema eines seiner Filme zu machen. Hoffmanniana enthält das Szenario für diese niemals realisierte Filmnovelle. Darin verknüpft Tarkowskij Episoden aus Hoffmanns Leben mit Zitaten, Motiven und Passagen aus dessen literarischem Werk zu einer szenischen Collage. Ort der Rahmenhandlung ist das Sterbezimmer Hoffmanns. Freunde, Verwandte und Figuren aus Hoffmanns Erzählungen finden sich am Bett des Todkranken ein, entführen ihn in seine Erinnerungen und in die phantastische Gegenwelt seiner Dichtung. Tarkowskij bedient sich dabei Hoffmannscher Stilmittel, die auch sein eigenes filmisches Werk kennzeichnen: Die Erzählperspektiven wechseln ebenso sprunghaft wie die Zeitebenen, Schilderungen biographischer und historischer Wirklichkeit gehen nahtlos in Traumsequenzen über, die Grenzen zwischen Realität und Phantasie scheinen aufgehoben. Andrej Arsenijewitsch Tarkowskij, geb. 1932 in Sawraschje, gest. 1986 in Paris, Filmemacher. Werke u.a. Iwans Kindheit (1962), Stalker (1979), Nostalghia (1983). BR-Hörspiel von Kilian Leypold Schwarzer Hund. Weißes Gras (2011), nach Motiven von Tarkowskijs Film Stalker.

2059 Hörer

22.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

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22.05 Uhr

 

 

Nachtstudio

Psst ... Zur Dialektik des Flüsterns Von Thomas Kernert Flüstern hieß einmal, wir teilen jemanden etwas Vertrauliches mit. Gilt das heute noch? Heißt Flüstern heute nicht, ich will, dass ihr zuhört? Die App Whisper wurde nur dafür geschaffen, damit Menschen ihre sexuellen Geheimnisse ausplaudern. Geheimnisse? Brauchen wir nicht mehr, um zu funktionieren. Wir haben: Open Source, Open Content, Open Access, Open Government, Open Data. Wir Heutigen leben nicht mehr im Totalitarismus sondern in einem Rechtsstaat mit freien Wahlen, freiem Konsum und freier Presse. So frei fühlen wir uns, dass wir uns arglos unseren Behörden, unseren Lieferanten sowie unserer Presse und deren elektronischen Derivaten lauthals anvertrauen. Die Datenmengen, die über jeden freien Bürger in der freien Welt gespeichert werden, wachsen währenddessen heimlich, still und leise, im Flüsterton. Und gelangen bald schon in einen Bereich, in dem selbst anonym erhobene Informationen durch Algorithmen jederzeit personifiziert werden können. Wie anders sah das früher aus! Augustinus zog sich zurück, um mit Gott in seinem Innern zu sprechen. Oder meinte das eigentlich Flüstern? Allerdings ein Flüstern, von dem er uns in seinen Bekenntnissen ausführlich Bericht gab. Und gab es nicht schon in der Antike mit dem öffentlichen onanierenden Diogenes einen Tabubrecher, der von dem ganzen Privatheitsgerede nichts hielt? Thomas Kernert betrachtet die Formen des Flüsterns und kommt zum Ergebnis - psst, aber nein, wir wollen ja nicht alles verraten.

1445 Hörer

23.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4950 Hörer

23.05 Uhr

 

 

Nachtmix

Die Stunde für anspruchsvolle Popmusik Mit Karl Bruckmaier

2759 Hörer

00.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4950 Hörer

00.05 Uhr

 

 

radioJazznacht extra: ARD-Jazznacht

Lange Nacht der Blue Notes vom Jazzfest Berlin 2014 Musik, Gespräche und Hintergründe zum Festival. Unter anderem mit Musik von Elliott Sharp, Potsa Lotsa, Free Nelson Mandoomjazz, Hedvig Mollestad Trio, Alexander von Schlippenbach & Aki Takase Celebrating Eric Dolphy, Ulrich Gumpert Workshop Band. Moderation: Ulf Drechsel und Roland Spiegel 1964 - 1989 - 2014: Drei Jahreszahlen spielen eine wichtige Rolle für die diesjährige Ausgabe des Jazzfests Berlin. 1964 wurde dieses weltberühmte Festival gegründet. Damals hieß es Berliner Jazztage, das Programm stellte der Jazzbuch-Autor Joachim-Ernst Berendt zusammen - und eigentlich war nur eine einmalige Veranstaltung während der Berliner Festwochen geplant, doch Berendt und seine Partner erwirkten eine Fortsetzung, und das Festival wurde zur international renommierten Dauer-Einrichtung im Herbst. 1964 gab es ein sehr wichtiges politisches Ereignis in Berlin: Der große amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King besuchte die Stadt - und steuerte zum Jazzfestival ein Geleitwort bei, in dem er die Rolle des Jazz für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung hervorhob. In der Mitte zwischen 1964 und 2014 liegt 1989: der Fall der Berliner Mauer, der im November dieses Jahres also 25 Jahre her ist. 50 Jahre Jazzfest Berlin: Das ist also nicht nur eine hübsche Zahl, die Kontinuität ausdrückt, sondern ein großer zeitgeschichtlicher Bogen. Und diesen Bogen spannt der aktuelle Programmgestalter des Jazzfests, der Publizist Bert Noglik, mit stilistisch hoch unterschiedlichen Konzerten an vier Tagen - sie versprechen spannende Erkundungen, die die historischen Ereignisse mit aktuellem Jazz verbinden. Die WDR Big Band präsentiert mit dem Sänger Kurt Elling ein speziell für das diesjährige Jazzfest zusammengestelltes Programm mit dem Titel Freedom Songs. Der britische Saxophonist und Rapper Soweto Kinch reflektiert in seiner Musik sozialkritische Themen. Die Wiederentdeckung der vier Kurz-Opern Die Engel von Ulrich Gumpert und Jochen Berg mit der Ulrich Gumpert Workshop Band verknüpft sich inhaltlich mit dem Fall der Mauer. Als Festivalpremiere wird der Gitarrist Elliott Sharp ein für das Jazzfest Berlin entwickeltes Projekt auf die große Bühne bringen, das als Tribute to Martin Luther King Berlin 64 den Berlin-Besuch Martin Luther Kings mit aktuellen Tönen und Gedanken in Beziehung setzt. Zudem gibt es bei diesem Festival viele Musiker des gegenwärtigen internationalen Geschehens zu hören, unter anderem den Pianisten Jason Moran mit zwei unterschiedlichen Bands, das Quartett der jungen deutschen Schlagzeugerin Eva Klesse, das Hedvig Mollestad Trio, Brass Mask und Free Nelson Mandoomjazz. Ein großer alter Saxophonstar und Hit-Schreiber des Jazz ist ebenfalls zu erleben: Benny Golson, geboren 1929, eine große Figur seit den 50er Jahren und Komponist von Klassikern wie Blues march und Whisper not. BR-Klassik überträgt am 1. November von 20.05 bis 24 Uhr die Konzerte im Haus der Berliner Festspiele. Auf Bayern 2 ist gleich anschließend, also am 2. November von 0.05 Uhr bis 4.58 Uhr, eine lange Jazznacht mit einer Zusammenschau der wichtigsten Ereignisse zu hören - moderiert von Ulf Drechsel und Roland Spiegel.

10 Hörer

04.58 Uhr

 

 

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