Jetzt läuft auf Bayern 2:

Heimatspiegel

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

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05.03 Uhr

 

 

Heimatspiegel

Volksmusik und Informationen 6.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr Zwischen 06.05 und 06.30 Uhr: Zum Allerseelentag Elisabeth Tyroller

2242 Hörer

06.30 Uhr

 

 

Positionen

Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften 6.30 Neuapostolische Kirche 6.45 Jehovas Zeugen in Deutschland

422 Hörer

07.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2676 Hörer

07.05 Uhr

 

 

radioMikro

Mit Ohrengeschichten und Sonntagshuhn 07.05 Ohrengeschichten König Arthur Von Klaus-Peter Wolf mit Wolf Euba / Gedicht: Fauler Zauber Von Anne Steinwart mit Samuel Weiss 7.30 Sonntagshuhn Wie die Rinde Recht bekam Von und mit Franz Hohler / Spiegel Von Alfred Könner mit Anette Wunsch / Die Sternenstaubsauger: Sternennebel Von Cornelia Neudert mit Paul Herwig, Tommi Piper, Christiane Roßbach und Udo Wachtveitl / Die unsinkbaren Drei: Die Pumpe Von Wilhelm Nünnerich

2594 Hörer

08.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2676 Hörer

08.05 Uhr

 

 

Katholische Welt

Sinngebung für den Tod? Sinngebung für den Tod? Oder wie ist das mit dem Fegefeuer Von Lorenz Wachinger Fegfeuer - gehört es zu den Mythen aus grauer Vorzeit? Oder weiß man, dass die Geburt des Fegfeuers ungefähr im 12. Jahrhundert stattfand, wie der berühmte Historiker Le Goff schrieb? Was sich im Mittelalter und wieder im Barock wie ein Flächenbrand ausbreitete, was in den kirchlichen Allerseelen-Bräuchen zu den Zeiten der Großeltern sehr lebendig war und noch in den Halloween-Feiern nachklingt, ist keine zentrale Lehre der Kirche. Gleichwohl steckt darin eine Menschheitsfrage, die in allen Gesellschaften zu finden ist, auch in den heutigen technischen und Informations-Zivilisationen: Wie gehen wir mit den Toten um? Genauer, wie leben wir mit dem Bewusstsein, dass Verstorbene im Gedächtnis da sind und niemand weiß, wie oder wo sie sind? Gewiss kann man davon nicht reden wie von irgend einem Gegenstand, sondern nur wie vom Leben selber, das heißt: so wie von persönlichen Erinnerungen, von Dichtungen von Musik, von Bildern und Denkmalen, in Metaphern also. Und was sagt die Theologie? Es geht um eine Sinngebung für den Tod, um eine Kultur des Gedenkens. Die mir nahen Toten stellen ihre Fragen: Warum ist das Gespräch mit ihnen abgerissen, was fehlt, was bleibt? Wie kommt ein Leben zur Ruhe, gibt es ein Nachreifen, womit wir unausweichlich in die Sphäre des Jenseitigen geraten? Gott kommt ins Spiel, damit schwere Fragen - um mit Carl Gustav Jung zu sprechen: Bist du auf Unendliches bezogen oder nicht?

486 Hörer

08.30 Uhr

 

 

Evangelische Perspektiven

Die Kirchen und das Tabuthema Sterbehilfe Was man nicht denken darf Die Kirchen und das Tabuthema Sterbehilfe Von Veronika Wawatschek Seine Frau ist todkrank, er will beruflich kürzer treten, ihr beistehen und sie im Zweifel auch beim selbst gewählten Sterben begleiten - aus Liebe zu ihr. Das hat nicht irgendjemand angekündigt, sondern der noch amtierende oberste Vertreter der Protestanten in Deutschland, Nikolaus Schneider. Zwar gilt er als Kritiker aktiver Sterbehilfe. Sein Bekenntnis, die Entscheidung seiner Frau auch gegen seine Überzeugung mitzutragen, hat allerdings die Debatte um die Sterbehilfe neu entfacht - auch in den Kirchen. Schneiders Äußerung rührt an ein christliches Tabu, über das doch viele Menschen an der christlichen Basis nachgrübeln: selbst bestimmtes Sterben. Was Gott geschenkt hat, das Leben, darüber darf der Mensch nicht eigenmächtig verfügen, so begründen die Kirchen ihr Nein zur Sterbehilfe. Außerdem warnen sie vor einem ethischen Dammbruch, einer von Menschen getroffenen und möglicherweise falschen Entscheidung darüber, wann der vermeintlich rechte Zeitpunkt zum Sterben sei. Leiden müsse so gelindert werden, dass niemand mehr den Wunsch hege, sterben zu wollen. Sie fordern deshalb einen Ausbau der Palliativmedizin und kritisieren die Sterbehilfepolitik anderer Länder. Und warum tut sich gerade Deutschland so schwer bei dem Thema? Und was versteht man überhaupt unter Beihilfe, aktiver und passiver Sterbehilfe? Veronika Wawatschek beleuchtet die aktuelle Debatte über die Sterbehilfe und ihre Vorgeschichte.

662 Hörer

09.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4959 Hörer

09.05 Uhr

 

 

radioReisen

Arbeit und Erholung Unterwegs in fremden Ländern und Kulturen Crespi d'Adda. Das Ideal einer italienischen Arbeitersiedlung / Entspannung im Kursaal. Ein Streifzug durch Meran / Vom Eisernen Vorhang zur offenen Grenze. Eine kleine europäische Erfolgsgeschichte im italienisch-slowenischen Collio / Auf schmalen Schienen zum Ätna. Eine Genussreise mit der Ferrovia Circumetnea Moderation: Niels Beintker Wiederholung am Montag, 14.05 Uhr Die Angehörigen der Unternehmerfamilie Crespi gehörten im 19. Jahrhundert zu den wichtigsten Textilfabrikanten in Italien. Bei Capriate San Gervasio - damals an der Grenze zwischen dem Herzogtum Mailand und der Republik Venedig gelegen - ließen sie eine große Werkanlage errichten, eine Fabrik nebst angegliederter Wohnsiedlung. Die ideale Arbeiterstadt Crespi d'Adda steht heute als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO und ist steinernes Sinnbild einer sozialen Utopie: Der Unternehmer sorgte umfassend für seine Arbeiter und versuchte auf diesem Wege, Streiks und Proteste zu vermeiden. Die radioReisen besuchen dieses einmalige Denkmal aus der Epoche der Industrialisierung in der Lombardei. Außerdem ein Besuch im historischen Kursaal von Meran und eine Weinlese im Grenzgebiet zwischen Italien und Slowenien, 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Und eine Fahrt mit der Ferrovia Circumetnea, der Schmalspurbahn, die von Catania ausgehend gemütlich um den majestätischen Ätna tuckelt.

1132 Hörer

10.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4959 Hörer

10.05 Uhr

 

 

Sonntagsbeilage

Feuilletonistische Seitenblicke Wiederholung um 17.05 Uhr

879 Hörer

11.00 Uhr

 

 

radioTexte - Das offene Buch

Herbst 89. Jens Sparschuh und Yoko Tawada Schriftsteller sprachen auf den entscheidenden Demonstrationen im Herbst 89. Autoren und Schriftstellerinnen schreiben 25 Jahre später exklusiv Texte für Bayern 2 und gelangen dabei von Spandau über Prag und den Ozean bis Tokio. Zum Beispiel Jens Sparschuh und Yoko Tawada. 25 Jahre nach dem Mauerfall sei es an der Zeit, auch einmal an die andere Seite zu denken, sagt der höchst vergnügliche Ostberliner Hörspiel-Autor und Erzähler Jens Sparschuh und bringt den Westberliner Journalisten Brose in die Klemme, als sich Ein entfernter Verwandter meldet, noch zu Mauerzeiten. Kay-Uwe schreibt Gedichte und will seine subversiven Texte im Westen unterbringen. - Yoko Tawada erlebte die Mauer zum ersten Mal, als sie in den siebziger Jahren mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Berlin kam. Aber eine Mauer ist für die Japanerin in Berlin weit mehr als Stacheldraht und Soldaten und eine Ländergrenze nicht nur eine zittrige Linie, die ein buntes Tortenstück des Territoriums von einem anderen trennt. Sie schreibt über Die unsichtbare Mauer. Jens Sparschuh und Yoko Tawada. Wie Büchner-Preisträger Alexander Kluge, der tschechische Schriftsteller, Drehbuch- und Comic-Autor Jaroslav Rudišund Antje Ravic Strubel, die in der DDR geboren, in Gesamtdeutschland erwachsen wurde, schrieben diese beiden exklusive Texte fürs Offene Buch. An drei Sonntagen sind Autoren-Lesungen zu hören, Gespräche und Mauer-Geschichten im weitesten Sinn, Mauer als Chiffre, als Symbol, als weltweites Phänomen. Irina Wanka liest den Text von Yoko Tawada. Moderation: Cornelia Zetzsche.

660 Hörer

11.30 Uhr

 

 

Bayern 2-Heimatsound

135 Hörer

12.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2676 Hörer

12.05 Uhr

 

 

Zeit für Bayern

Bayern genießen Bayern genießen: Ma(g)gie

1154 Hörer

13.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2676 Hörer

13.05 Uhr

 

 

Weitwinkel

Deusch-belgische Nachbarschaft Unterwegs im Grenzland - Die deutsch-belgische Nachbarschaft Von Claudia Decker Wiederholung vom Samstag, 8.30 Uhr

562 Hörer

13.30 Uhr

 

 

Bayern - Land und Leute

Das verlassene Dorf Leopoldsreut Man darf nicht einfach aufgeben! Die Botschaft des verlassenen Dorfes Leopoldsreut Von Heidi Wolf Ein Mythos rankt sich um das Dorf Leopoldsreut. 350 Jahre lang existierte es auf dem Höhenrücken des Haidelberges im Unteren Bayerischen Wald, bis 1962 die letzten Bewohner den Ort verlassen mussten. Der Staatsforst ließ die Gebäude abreißen und Fichten anpflanzen. Die Lichtung mit dem weiten Blick in die bayerisch-böhmische Grenzregion, von den ersten Siedlern dem wilden Wald mühsam abgerungen, wuchs wieder zu. Heute erinnern nur noch die Kirche und das Schulhaus an Leopoldsreut, das im 17. Jahrhundert als Mautstation auf dem Goldenen Steig gegründet worden war, dem Salzweg von Bayern nach Böhmen. 150 Menschen lebten in Leopoldsreut. Es gab 20Bauernhäuser und ein Wirtshaus, viele Äcker und Wiesen, allerdings mit kargem Ertrag. Leben in Leopoldsreut war oft lebensgefährlich, der Ort in langen Wintermonaten völlig abgeschnitten von der Welt. Das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg kam nicht bis Leopoldsreut. Vor allem die jungen Leute wanderten ab, suchten in günstiger gelegenen Regionen ihr Glück. Bis zuletzt hatte es in dem Dorf keinen elektrischen Strom gegeben, kein fließendes Wasser. Die Schule war schon vorher zugesperrt worden. Die letzten Bewohner fügten sich dem Schicksal und gingen weg. Ihre Sehnsucht nach Leopoldsreut aber trugen sie weiter in ihrem Herzen. Sie erzählten ihren Kindern und Enkelkindern vom harten Leben in dieser Abgeschiedenheit, aber auch vom Zusammenhalt der Menschen in dem Dorf, das einfach vergessen wurde. Auch heute drohen im Bayerischen Wald wieder Dörfer zu sterben. Schulen werden geschlossen; die schnellen Internetverbindungen - die Goldenen Steige von früher - lassen immer noch auf sich warten. Wieder verlassen Menschen ihre Heimat, weil sie hier keine Zukunft sehen. - Das hat Heidi Wolf als aktuelle Botschaft aus Leopoldsreut mitgenommen: Man darf nicht einfach aufgeben!

787 Hörer

14.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4959 Hörer

14.05 Uhr

 

 

musikWelt

843 Hörer

15.00 Uhr

 

 

Hörspiel

Bulgakow: Meister und Margarita(6/12) Meister und Margarita (6/12) Von Michail Bulgakow Aus dem Russischen von Alexander Nitzberg Erzähler 1 - Michael Rotschopf Korowjew - Wolfram Berger Prof. Kusmin - Felix von Manteuffel Ermittler - Dietmar Bär Ferner: Werner Wölbern, Thomas Thieme, Gottfried Breitfuß, Caroline Ebner, Stephan Zinner, Steffen Scheumann, Stephan Bissmeier, Götz Schulte, Johannes Silberschneider, Jeanette Spassova, Natali Seelig, Jacqueline Macauly, Christiane Roßbach und Margit Bendokat Komposition, Bearbeitung und Regie: Klaus Buhlert BR 2014 Ursendung Wiederholung am Montag, 20.03 Uhr Zur Ursendung im Hörspiel Pool Eine fantastische Abenteuergeschichte, eine Liebesgeschichte, eine philosophische Parabel über Gut und Böse sowie über die Macht und Ohnmacht der Kunst, eine Groteske über die russische Bürokratie - ein russischer Faust. Viele lasen den Roman nach seinem Erscheinen 1966/67 in der Sowjetunion und lernten ihn auswendig. Die verhexte Wohnung Nr. 50 in der Sadowaja 302b, in der Bulgakow selbst von 1921 bis 1924 lebte, wurde zur Pilgerstätte. Diese Wohnung ist auch ein zentraler Handlungsort des Romans, von dem aus der schwarze Magier Woland die Stadt Moskau auf den Kopf stellt. Er lässt Frauen plötzlich in Unterwäsche auf der Straße stehen, zaubert Geld herbei, das sich kurz darauf in Konfetti verwandelt und befördert lästige Personen binnen Sekunden in die Ferne - oder in die Psychiatrie . Auch seine Begleiter, allen voran ein großer, auf den Hinterbeinen gehender und sprechender Kater, stehen ihm, was ihre Scherze angeht, in nichts nach. In dieser phantastischen und grotesken Moskauer Teufelsgeschichte liegen Wahn und Wirklichkeit nah beieinander. Bulgakow zeichnet eine Gesellschaft, die haltlos und ohne Orientierung ist: Die Menschen stehen stundenlang in allgegenwärtigen Warteschlangen, leben in verdreckten Gemeinschaftswohnungen und sprechen eine Sprache des Misstrauens. Sie verlieren Körperteile, lösen sich auf, verschwinden, fallen ins Bodenlose. Tote werden zum Leben erweckt. Der Moskauer Handlungsstrang wird durch einen zweiten Strang unterbrochen, in dem es um die Verurteilung des Jeschua Ha-Nozri durch den römischen Prokurator Pontius Pilatus geht. Pilatus leidet an Migräne, misstraut den Menschen, liebt nur seinen Hund, hasst das schwül-heiße Jerschalajim und denkt daran, sich das Leben zu nehmen. Dass er diesen gutmütigen, aber auch unterhaltsamen jungen Mann zum Tod am Kreuz verurteilen soll, missfällt ihm. Er ist jedoch dazu verpflichtet - und so wird Jeschua auf den Kahlen Berg gebracht - in der russischen Literatur der Ort für Hexensabbat und Teufelstanz. Diese Erzählstränge unterscheiden sich sprachlich sehr deutlich und werden von Romanbeginn an miteinander verschränkt. Nach etwa zweihundert Seiten tritt der Urheber des Romans im Roman auf: der Meister, ein Ende dreißigjähriger, ehemaliger Schriftsteller. Einst hatte er als hochgebildeter Historiker in einem Moskauer Museum gearbeitet, jetzt aber sitzt er in der Irrenanstalt. Die Veröffentlichung einiger Kapitel seines Meisterwerks erregte jedoch so viel öffentliches Ärgernis, dass er in Wahnsinn verfiel. Seine Geliebte, die verheiratete wohlhabende Margarita, hat er seitdem nicht wiedergesehen. Sie vermissen einander - und so lässt sich die an Abenteuern interessierte Margarita auf einen faustischen Vertrag mit einem Assistenten Wolands ein. Der Teufel will in der Sadojawa 302b, Wohnung 50, einen Ball geben und lässt dafür Margarita als Ballkönigin anwerben. Verjüngungscremes und eine Flugsalbe verwandeln Margarita in eine fliegende Hexe, die ihre heikle Aufgabe beim Ball so souverän meistert, dass ihr Woland das Wiedersehen mit ihrem geliebten Meister ermöglicht. Meister und Margarita zeigt das Diabolische im Alltag der Diktatur, wobei sich Bulgakows Kritik weniger gegen den Diktator Stalin richtete als gegen das bürokratische System der Sowjetunion, in dem er als Schriftsteller durch Zensur erniedrigt wurde. Bulgakow beschreibt diesen Kampf des Individuums als einen Hexentanz, der sich ausdrückt durch verfemte Literatur und menschliche Liebe, die den Tod zu überwinden vermag.

2059 Hörer

16.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2676 Hörer

16.05 Uhr

 

 

Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Günter Kunert, Schriftsteller Stefan Parrisius im Gespräch mit Günter Kunert, Schriftsteller Weiter Horizont, ein altes Schulhaus mit einem verwunschenen Garten. Im einstigen Klassenzimmer mit knarzenden Bodendielen sitzt der Schriftsteller Günter Kunert. Eins zu Eins. Der Talk auf Hausbesuch im schleswig-holsteinischen Kaisborstel. Hier schreibt Günter Kunert auch mit 85 Jahren noch unentwegt tagtäglich Prosa, Gedichte und Gedanken.

4416 Hörer

17.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2676 Hörer

17.05 Uhr

 

 

Sonntagsbeilage

Feuilletonistische Seitenblicke Wiederholung von 10.05 Uhr

879 Hörer

18.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

2676 Hörer

18.05 Uhr

 

 

Kulturjournal

Kritik. Dialog. Essay

1008 Hörer

19.30 Uhr

 

 

Musik für Bayern

Konzertante Blasmusik Begegnungen mit einem Idol Die renommierte britische Black Dyke Band bei den 5. Deutschen Brass Band Meisterschaften 2014 in Bad Kissingen Von Franziskus Büscher 1855 erweckte John Foster die Blasmusik von Queens Head, einem kleinen, nordenglischen Dorf zwischen Manchester und Leeds, wieder zu neuem Leben. Der Eigentümer einer Baumwollmühle sollte - inspiriert vom schwarzen Moorwasser - seiner Fabrik und damit auch seinem Ensemble einen bis heute strahlenden Namen geben: Black Dyke. Seitdem haben die Mitglieder dieser Band mit ihrer Virtuosität und ihrem urbritischen Brass Band Sound Fans in ganz Europa begeistert und sind für viele auch zu einem Vorbild und sogar Idol geworden. Ende Mai waren die gut 30 Musikerinnen und Musiker bei den 5. Deutschen Brass Band Meisterschaften in Bad Kissingen mit einem Konzertprogramm zu Gast, das nicht nur die eingefleischten Brass-Band-Spezialisten aufhorchen ließ. Franziskus Büscher hat sich dort sowohl unter die Konzertbesucher als auch unter die Bandmitglieder gemischt und sich auf Spurensuche nach dem Phänomen Black Dyke begeben.

616 Hörer

20.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4959 Hörer

20.05 Uhr

 

 

Bayerisches Feuilleton

Die wahren Boandlkramer Der Tod, das muss ein Bayer sein Die wahren Boandlkramer Von Ulrich Zwack Der Tod ist tot, überschrieb eine Münchner Tageszeitung die Nachricht vom Ableben des Schauspielers Toni Berger, der auf der Bühne des Residenztheaters im Brandner Kaspar unzählige Male den Boandlkramer gespielt hatte. Eines Tages sucht er jeden heim, der Boandlkramer, ganz wie es dem Betreffenden aufgesetzet ist. Und wenn dann kein Kirschgeist im Haus ist, tritt alsbald ein Vertreter jenes Berufsstandes in Aktion, der in Bayern - wie anderswo auch - von einem ganz besonderen Nimbus umgeben ist: der Totengräber. Rauchend, singend und pfeifend pflegte er die Schaufel zu schwingen, schreibt Josef Ruederer in seiner Erzählung Der Totengräber über den unheimlichen Meister Friedl, der in seiner Wohnung ein Skelett mit Zylinder auf dem Schädel beherbergt. Ist der Tod ein Meister aus Bayern? Was sind das nur für Menschen, die anderen eine Grube graben, um sie fachmännisch unter die Erde zu bringen? Abgebrühte Nihilisten, die längst mit allem abgeschlossen haben? Abgeklärte Philosophen der Tat, die über die letzten Dinge Bescheid wissen? Oder mitfühlende Zeitgenossen, die ihren Mitmenschen einen letzten Liebesdienst erweisen wollen? Bis ins 18. Jahrhundert hinein zählte ihr Metier zu den unehrenhaften Berufen. Oft wurde das Amt über Generationen hinweg vererbt. Die Totengräber unserer Tage sind bemüht, ihr eher düsteres Image aufzuhellen. Im unterfränkischen Münnerstadt findet sich ein modernes Ausbildungszentrum für Bestattungsfachkräfte nebst angeschlossenem Lehrfriedhof. Ist der Totengräber der alten Schule bald ausgestorben, wird er vom Funeral Master, Sepulkraltechniker oder Trauermanager abgelöst? Einstweilen sind, vor allem auf dem Land, noch immer die althergebrachten Begräbniszeremonien lebendig. Von Herbert Achternbusch stammt allerdings der denkwürdige Satz: In Bayern möchte' ich nicht einmal begraben sein. Ulrich Zwack hat sich mit Vergangenheit und Gegenwart der wahren Boandlkramer beschäftigt.

1056 Hörer

21.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4959 Hörer

21.05 Uhr

 

 

radioFeature

Maß und Maßlosigkeit Den Hals nicht vollkriegen Maß und Maßlosigkeit Von Thomas Palzer Gier, Unersättlichkeit und Wachstumswahn scheinen die Gegenwart zu dominieren - zusammen mit dem Gegenteil: dem Neid und der Magersucht. Die Finanzmärkte sind entfesselt, Großprojekte laufen aus dem Ruder, Big Data füttert Allmachtsphantasien. Während Wirtschaft, Forschung und Fortschritt ständig dabei sind, Grenzen zu überschreiten und das für gut zu heißen, bedeutet Mäßigung, die eigenen Grenzen anzuerkennen. Immer mehr Menschen werden immer ärmer und stehen einer kleinen Schicht gegenüber, die ihrerseits immer reicher wird. Aber wozu ist Reichtum gut? Und wie viel ist genug? Ist ein Leben, das sich selbst genügt, ein gutes Leben? Wann ist das menschliche Maß wieder im Gleichgewicht. Heute wird alles gemessen: das Glück; das Gewicht des Universums; die Tiefe des Schlafes; die Geschwindigkeit beim Joggen und die Streckenlänge, die man gelaufen ist; die Zeit, die man pro Woche am Computer verbringt; der Puls; der Feinstaubgehalt in der Luft; das Gewicht der Bakterien die unseren Darm besiedeln; usw. Und obwohl alles gemessen wird, haben wir immer öfter den Eindruck, dass das richtige Maß verloren gegangen ist. Aber was ist das richtige Maß? Und was bedeutet es, wenn einst gesagt worden ist, der Mensch sei das Maß aller Dinge? Hat die Maßlosigkeit ihre Wurzel nicht in der menschlichen Natur? In diesem Feature halten wir uns streng an Aristoteles und sammeln wie dieser Meinungen. Und zwar an dem Ort, an dem wir leben, in unserer unmittelbaren Umgebung. Ethos heißt nämlich: Aufenthalt, Ort des Wohnens. Wir befragen Menschen, die mit Maß und Maßlosigkeit täglich konfrontiert sind; einen Mann, der mit Kondomen reich geworden ist und heute viel in Kunst und Bildung investiert - und eine Postbotin, die Post an reiche und arme Haushalte austeilt. Ein Taxifahrer, der den Mauerkircher-Stand bevorzugt, zwei Blumenbinderinnen, eine Service-Kraft u.a. Wann ist nach Meinung all dieser Menschen das Maß voll? Wann ist es genug? Und wann wäre es notwendig, dass wir uns mäßigen?

1068 Hörer

22.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4959 Hörer

22.05 Uhr

 

 

Zündfunk Generator

Zur Erosion der Solidarität Es wird nicht mehr geblinkt Zur Erosion der Solidarität Sendung von Roderich Fabian Internet: www.bayern2.de/zuendfunk Wer mit seinem Auto abbiegt, muss vorher blinken. Aber das geschieht zunehmend weniger, denn das Blinken nutzt einem selbst nichts, sondern ist ein solidarischer Akt für die anderen Verkehrsteilnehmer. Aus dieser Alltagsbeobachtung heraus fragen wir nach dem Stand der Solidarität heute. Der Begriff, der keine ideologische Richtung kennt, wurde zunächst im 19.Jahrhundert von der Arbeiter- und Frauenbewegung entwickelt und erlebte nach der Weltwirtschaftskrise seinen ersten Höhepunkt. Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenkassen sind das Ergebnis des Kampfes um Solidarität in einer Demokratie. Durch die neoliberale Umstrukturierung der Gesellschaft hat es die Solidarität als Tatsache und gesellschaftlicher Wert nun zunehmend schwer, weil an ihre Stelle der Wettbewerb tritt, der eben den Kampf jeder gegen jeden bedeutet. Die junge Soziologin Greta Wagner beschreibt, wie in unserer Gesellschaft - auch in unseren Köpfen - das Gefühl für Solidarität abhandenkommt. Doch Hilfe scheint ausgerechnet vom Oberhaupt der Katholischen Kirche zu kommen, benutzt Papst Franziskus den Begriff doch bei vielen Gelegenheiten und führt ihn als Argument gegen das amerikanische Survival of the Fittest an. Solidaritätist eben etwas anderes als pure Nächstenliebe, meint dazu auch Kirchenexperte Wolfgang Küpper. Dass Solidarität nach wie vor und noch in viel größerem Maße geäußert wird als früher, daran glaubt Internet-Fachmann Benedikt Köhler. Jeder Like, jedes Retweeten auf Twitter kann als solidarische Aktion im Netz gewertet werden. Politisches Engagement stelle sich im Netz eben anders dar als in der analogen Welt. Ist die Solidarität also doch noch nicht am Ende? Muss sie sich nur neuen medialen Zuständen anpassen? All diese Fragen beantwortet der Zündfunk Generator am 2.November.

772 Hörer

23.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4959 Hörer

23.05 Uhr

 

 

Nachtmix

Mehmets Schollplatten Mehmets Schollplatten Mit Achim Bogdahn und Mehmet Scholl

2762 Hörer

00.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4959 Hörer

00.05 Uhr

 

 

Nachtsession

Das Musikerinnen-Profil 2014 Überzeitlich, unterwegs, mehrsprachig Das Musikerinnen-Profil 2014 Mit Klaus Walter Sie heißen (oder nennen sich) Maria Minerva oder Fatima Al Qadiri, Tune-Yards oder (Inga) Copeland, Niobe oder Planningtorock. Sie alle haben in den vergangenen Monaten mehr oder weniger aufregende Alben veröffentlicht. Bei allen Unterschieden verbindet diese Musikerinnen ein gewisses, nennen wir es zeitgemäßes Profil, ein Zugang zur Welt. Sie gehören zu einer Gruppe von überinformierten Musikerinnen, die sich völlig selbstverständlich auf Quellen beziehen, die aus einer Zeit lange vor ihrem eigenen Leben stammen. Diese Musikerinnen nutzen die offenen Archive und die gleichzeitige Verfügbarkeit praktisch allen musikalischen Materials. Und sie sind Nomadinnen. Sie wandern von Russland über Estland nach London, vom Senegal über Kuwait nach New York, von Bolton nach Berlin oder bloß von Frankfurt nach Köln. Mit einer einzigen Sprache kommen sie nicht weit, sie sind polyglott. Und einige sind auch polymorph, was das Geschlecht angeht. Wie wirken sich diese speziellen biografischen Prägungen auf die Musik dieser Frauen aus? Und was hat das mit den Beatles, der S.O.S.Band und den Young Marble Giants zu tun. Antworten in der heutigen Nachtsession.

1651 Hörer

02.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4959 Hörer

02.03 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (II)

Richard Strauss: Hornkonzert Es-Dur, op. 11 (Peter Damm, Horn; Staatskapelle Dresden: Rudolf Kempe); Georg Friedrich Händel: Suite d-Moll, HWV 428 (Ragna Schirmer, Klavier); Joseph Canteloube: Drei Bourrées (Véronique Gens, Sopran; Orchestre National de Lille-Région Nord/Pas-de Calais: Jean-Claude Casadesus); Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichersymphonie Nr. 7 d-Moll (Stuttgarter Kammerorchester: Michael Hofstetter); Franz Schmidt: Konzertante Variationen über ein Thema von Beethoven (Carlo Grante, Klavier; MDR Sinfonieorchester: Fabio Luisi); Antonio Vivaldi: Konzert A-Dur, R 546 (La Folia Barockorchester, Violine und Leitung: Robin Peter Müller)

1967 Hörer

04.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

4959 Hörer

04.03 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (III)

Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichersymphonie Nr. 2 D-Dur (Concerto Köln); César Franck: Les Djinns (Cédric Tiberghien, Klavier; Orchestre Philharmonique Royal de Liège: François-Xavier Roth); Charles Avison: Sonate d-Moll, op. 1, Nr. 1 (London Baroque); Joaquín Rodrigo: Fantasía para un gentilhombre (Miloš Karadaglic, Gitarre; London Philharmonic Orchestra: Yannick Nezet-Seguin)

816 Hörer

04.58 Uhr

 

 

Impressum

393 Hörer