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Nachrichten, Wetter, Verkehr

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05.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

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05.03 Uhr

 

 

BR-Heimatspiegel

Mit Volksmusik gut in den Tag Mit Volksmusik gut in den Tag

931 Hörer

06.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

7778 Hörer

06.05 Uhr

 

 

BR-Heimatspiegel

Moderation: Karin Schubert Mit Karin Schubert Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus Bayern und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt. 7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (nur in BR Heimat)

931 Hörer

06.30 Uhr

 

 

Positionen

Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften 6.30 Evangelisch-methodistische Kirche 6.45 Alt-Katholische Kirche

511 Hörer

07.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

7778 Hörer

07.05 Uhr

 

 

radioMikro

Magazin Wumme und Papa suchen den Frühling Ab 6 Jahren Hörspiel von Ernestine Koch Mit Christine Ostermayer, Herbert Bötticher und Julia Fischer Regie: Werner Simon BR 1977 7.30 Sonntagshuhn - Folge 1059 "Mehl" von Renus Berbig, Ursendung "Oma!", schreit der Frieder: Picknick Von Gudrun Mebs Mit Paul Herwig Die unsinkbaren Drei: Das Wandern ist des... Von Wilhelm Nünnerich Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

4345 Hörer

08.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

7778 Hörer

08.05 Uhr

 

 

Katholische Welt

Digitale Technik und Emotionen Wir leben in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs. Digitale Techniken beeinflussen zunehmend unser Leben. Sie bestimmen, wie wir lernen, wie wir uns informieren, wie wir kommunizieren und arbeiten. Unternehmen produzieren inzwischen on demand, also für den Kunden maßgeschneidert. Es gibt mittlerweile Maschinen, die durch vernetzte Algorithmen Einsatzmöglichkeiten bieten, die weit über das hinausgehen, was wir Menschen mit unserem Gehirn im Stande sind zu leisten. Die Digitalisierung verschafft uns hohe Flexibilität und schnelle, effiziente Kommunikation auch über weite Distanzen. Ein Vorteil, den wir auch im privaten Leben nicht missen wollen. Für die meisten ist der Alltag ohne Smartphone, Tablets, Facebook und Apps nicht mehr vorstellbar. Digitale Technik hat zweifelsohne einen großen Nutzwert, vergleichbar einem Werkzeug. Sie ist freilich wesentlich komplexer, ruft Affekte hervor, beeinflusst Gefühle, Stimmungen und Emotionen. Digitale Technik verändert den Umgang mit Frust, Wut oder ungestillten Bedürfnissen. Wenn diese digitalen Geräte zur Affektregulation eingesetzt werden, wird es wirklich gefährlich, sagt Hirnforscher und Neurobiologe Gerald Hüther. Rita Homfeldt versucht zusammen mit weiteren Experten zu ergründen, wie sich digitale Technik auf unsere sprachlichen und emotionalen Fähigkeiten auswirken. Was bedeutet das für unsere Empathie, für das soziale Zusammenleben und unsere Gesellschaft? Wie wirkt sich der digitale Alltag auf unserem Seelenleben aus, wenn Glücksmomente getrackt, gepostet und geliked werden, wir den wunderbaren Augenblick aber nicht mehr wirklich erleben?

648 Hörer

08.30 Uhr

 

 

Evangelische Perspektiven

Der Mensch als Schöpfer der Welt? In Naturwissenschaft, Philosophie und Theologie wird seit 10 Jahren von einem neuen geologischen Zeitalter gesprochen - dem 'Anthropozän' , in dem der Mensch zum beherrschenden Faktor der Evolution geworden ist. Die Auseinandersetzung ist hochaktuell: Nach den vollmundigen Erklärungen über eine freiwillige Reduktion von Treibhausgasen bei der Pariser Klimakonferenz steigen die globalen Emissionswerte weiter. Wissenschaftler verweisen darauf, dass es höchste Zeit ist zu Lösungen zu kommen, bevor die Dynamik des menschengemachten 'global warming' nicht mehr zu stoppen ist. Angesichts dieser existentiellen Bedrohung hat Papst Franziskus 2015 eine 'Umwelt-Enzyklika' herausgebracht, welche die Haltung der Kirche zur Umwelt radikal auf neue Füße stellt und ein Menschenbild propagiert, dass von Schöpfungsspiritualität und der Verbundenheit zwischen Natur und Mensch geprägt ist. Folgt aus der Einsicht in die menschliche Allmacht im 'Anthropozän' nun eine ethische und religiöse Neuorientierung? Oder entscheidet sich die Spezies Mensch zu einer 'feindlichen Übernahme' der Natur und zur totalen Kontrolle der Biosphäre?

837 Hörer

09.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

12446 Hörer

09.05 Uhr

 

 

radioReisen

Einfach woanders sein

1874 Hörer

10.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

12446 Hörer

10.05 Uhr

 

 

Sonntagsbeilage

Feuilletonistische Seitenblicke Wiederholung um 17.05 Uhr Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

1959 Hörer

11.00 Uhr

 

 

radioTexte - Das offene Buch

Preisträger Mathias Énard in Leipzig Mit enzyklopädischem Wissen und Leidenschaft für die Verbindungen von Orient und Okzident schrieb Mathias Énard seinen Roman "Kompass". In Frankreich erhielt er dafür den Prix Goncourt. Nun ehrt die Leipziger Buchmesse den Franzosen mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Zwischen Opium, Erinnerungen und einer ärztlichen Todes-Diagnose, steht der Gelehrte, Musikwissenschaftler und Orientalist Franz Ritter in seiner Wiener Wohnung am Fenster, schaut in die Nacht und resümiert sein Leben, seine Liebe zum Orient und seine Liebe zu Sarah. Nach Istanbul, Damaskus, Palmyra und Aleppo führten ihre Reisen seinerzeit, bis die Beziehung zerbrach und Sarah immer weiter nach Osten driftete - bis nach Borneo vermutlich, während Franz in seiner Wien Osten und Westen zusammendenkt und die Leser in Bann zieht. Ohne jeden belehrenden Unterton, vielmehr in einer endlosen Kette von Assoziationen und poetischen Bildern, erzählt der Roman "Kompass" von der Faszination der Europäer fürs Morgenland, von Goethe bis Rimbaud und all den anderen. Elegant, mitreißend und sehr aktuell. - Mathias Énard wurde 1972 in Frankreich geboren, spricht Arabisch, Persisch, Deutsch, ist Schriftsteller und Übersetzer und lehrt Arabisch in Barcelona. Mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung eröffnet die Messe am Mittwochabend im Gewandhaus. Der Schauspieler André Jung liest fürs Offene Buch aus dem Roman-Anfang, und Mathias Énard erzählt von seinen Erfahrungen in Syrien und anderswo. Moderation und Redaktion: Cornelia Zetzsche

1118 Hörer

11.30 Uhr

 

 

Bayern 2-Heimatsound

447 Hörer

12.00 Uhr

 

 

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7778 Hörer

12.05 Uhr

 

 

Zeit für Bayern

Hinter dicken Mauern Zwischen Romantik und Touristenandrang Wohnen auf der Burg Burghausen Von Regina Fanderl Wer auf das Gelände der längsten Burg der Welt kommt, hat den Eindruck, durch ein idyllisches Dorf zu spazieren. Zu Recht, denn dort leben tatsächlich rund 150 ganz normale Burghausener Bürger: Friseurin, Angestellter oder Hausfrau. Sie haben das majestätische Bauwerk der Spätgotik ganzjährig und gratis im Blick. Ihre Adressen klingen exklusiv - "Burg" plus Hausnummer. Die Mieten in den ehemaligen Handwerkerhäusern sind moderat, die Wohnungen geräumig. Die Vorgärten sind Vorgärten wie anderswo auch, und der Zusammenhalt, so heißt es, funktioniert gut zwischen all den zahllosen Brücken, Türmen und Toren und in unmittelbarer Nähe von Scharfrichterhaus und herzoglichem Waffenlager. Allerdings hat das Wohnen auf der Burg auch Schattenseiten. Die Anlage oberhalb der Burghauser Altstadt ist ein Touristenmagnet. Und der Ostwind pfeift manchmal ungemütlich durch die Fenster-, Tür- und Mauerritzen. In der Zeit für Bayern schildert Regina Fanderl das Leben und den Alltag der Burghausener Burgbewohner. Eines für Alle? Das "Museum für Franken" auf der Festung Marienberg Von Barbara Markus Bayerns Heimatminister Markus Söder spricht von einem "Starken Signal" für Nordbayern als "Kulturland". Für 100 Millionen Euro wird die Festung Marienberg in Würzburg ertüchtigt, um baulich die Voraussetzungen für ein kulturpolitisches Jahrhundertprojekt schaffen: Das "Mainfränkische Museum" auf der Festung wird zum "Museum für Franken" . Der Pakt zur Verstaatlichung mit der Stadt Würzburg und dem Bezirk Unterfranken ist zum 1.1. 2017 in Kraft getreten. Nun steht Gründungsdirektor Erich Schneider vor der heiklen Herausforderung, das Konzept für ein fränkisches Landesmuseum zu erarbeiten. Doch welches Franken will er abbilden? Historisch sind die Grenzen fließend, weit über drei Regierungsbezirke hinaus. Und wie steht es mit Exponaten aus allen bayerischen Landesteilen? Vorerst kann das "Museum für Franken" nur auf die Bestände des Mainfränkischen Museums zurück greifen - wenn gleich es dabei mit nicht weniger als 80 Werken des berühmten Bildschnitzers Tilman Riemenschneider glänzen kann. Aber wo zum Beispiel bleibt Veit Stoß, der berühmte Nürnberger? Müssen sich andere Museen in Franken nun gegen "Begehrlichkeiten" aus Würzburg wappnen? Und nicht zuletzt geht es ja nicht nur um Exponate, sondern auch eine zeitgemäße Präsentation. Wie modern kann da ein "Museum für Franken" in Festungsgemäuern werden, die auf das 13. Jahrhundert zurückgehen? Fragen die Barbara Markus in ihrem Feature aufgreift und damit eine der spannendsten Phasen der Transformation in ein "Museum für Franken" aufgreift.

1771 Hörer

13.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

7778 Hörer

13.05 Uhr

 

 

Bayern - Land und Leute

Herr Quelle Quelle-Gründer Gustav Schickedanz hatte ein unfehlbares Gespür für die Bedürfnisse seiner Kunden: Er hat sich aus bescheidenen Verhältnissen zu einem der erfolgreichsten Unternehmer im Nachkriegsdeutschland hochgearbeitet. Vom Fürther Hinterhofhandel im Gründungsjahr 1927 verwandelte er seine Firma zum zeitweise größten Versandhaus Europas. Seinen Katalog bekam beinahe jeder Haushalt in der Bundesrepublik. Auf knapp tausend Seiten fanden sich Waren aller Art- von der Bettwäsche über Kinderwagen bis hin zu Skiern. Preiswert und per Lieferung vor die Haustür. Doch trotz seiner unternehmerischen Erfolge blieb Gustav Schickedanz nahbar, bescheiden und fair. Ehemalige Angestellte erinnern sich an einen höflichen Chef, der ohne Allüren mit seinen Mitarbeitern im Aufzug fuhr. Er war ein sozial eingestellter Arbeitgeber: Der mit 17Jahren schwangeren und deshalb von der Schule verwiesenen Renate Schmidt - spätere SPD-Familienministerin - gab er zum Beispiel einen Ausbildungsplatz. Und alte Fürther sprechen voller Respekt über die Wohltaten des Kaufhauskönigs, der die Kultur förderte, Patenschaften für Flüchtlingskinder übernahm und verschiedene Einrichtungen stiftete. Kein Wunder, dass Fürth kurzzeitig im Ausnahmezustand war, als Gustav Schickedanz am 27.März 1977 im Alter von 82 Jahren starb - vor 40 Jahren. Zehntausende Menschen nahmen Abschied von einem großen Mitbürger. Die Trauerfeier dauerte Stunden. Viele prominente Gästen erwiesen dem Toten die letzte Ehre. Gustav Schickedanz musste den Niedergang seines Kaufhauses nach der Jahrtausendwende nicht mehr miterleben. Die erfolgreiche Zeit seines Unternehmens ist vorbei. Aber Schickedanz' Lebenswerk ist auch 40 Jahre nach seinem Tod noch präsent. Er hat deutsche Wirtschaftsgeschichte geschrieben, den Versandhandel wesentlich geprägt und in seiner Heimatstadt Fürth nachhaltige Spuren hinterlassen. Judith Dauwalter erinnert an eine große Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts.

1140 Hörer

13.30 Uhr

 

 

Nahaufnahme

Erwachsenwerden unter der Brücke "Straßenkinder gibt es nicht nur in São Paulo und Manila, sondern auch in München, Nürnberg, Berlin und Bamberg". Worte des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick in seiner Weihnachtspredigt 2016. Straßenkinder in Bayern - es gibt sie wirklich, aber sie sind schwer zu finden, kaum zu sehen. Viele von ihnen sind sogenannte Sofahopper, Jugendliche, die eigentlich ein Zuhause haben, aber trotzdem lieber anderswo schlafen. Auf dem Sofa bei Bekannten, seriösen wie unseriösen. Oder tatsächlich unter der Brücke. Besonders oft sind es 18- bis 21-Jährige, die auf der Straße landen, wenn die Jugendhilfe nicht mehr zwingend zuständig ist.

1297 Hörer

14.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

12446 Hörer

14.05 Uhr

 

 

musikWelt

Musik aus aller Welt Musik aus aller Welt Mit Yasmine Hamdan, Les Amazones d'Afrique, Eléonor und vielen mehr Interviewgast: Die libanesische Sängerin Yasmine Hamdan Moderation: Dagmar Golle Die Libanesin Yasmine Hamdan gilt derzeit als die weibliche Stimme der modernen arabischen Welt. Nach ihrem international gefeierten Album "Ya Nass" von 2013, unzähligen Konzerten, Filmarbeit und Theaterproduktionen liegtjetzt ihr neues Album vor, Titel "El Jamilat". Wieder schafft sie eine beeindruckende Synthese aus unterschiedlichen arabischen Klängen und elektronischen Klangsphären, die ihren zarten arabischen Gesang untermalen. Doch Yasmine Hamdan will auch Botschaften vermitteln: Im Interview beschreibt sie, wie sie mit fiktiven Figuren in ihren Liedern die komplexen Charaktereigenschaften einer Frau zu beschreiben versucht. Musik und Politik gehören für sie als Künstlerin untrennbar zusammen. In einigen ihrer Stücke thematisiert sie die Folgen des sogenannten "Arabischen Frühlings" für die Region Nahost und kritisiert korrupte Zustände im Libanon: "Ich ärgere mich, wenn ich sehe, wie die Menschen von einem mafiösen politischen und wirtschaftlichen System betrogen werden. Aber vor allem das, was gerade in Syrien, im Jemen und der ganzen Region passiert, bricht mir wirklich das Herz." Als Les Amazones d'Afrique - die Amazonen Afrikas - taten sich zehn Sängerinnen aus Mali, Benin und Nigeria zusammen und nahmen ein gemeinsames Album auf mit einer deutlichen Botschaft: Für gegenseitigen Respekt und gegen Gewalt an Frauen. Unter ihnen die weltberühmte Angélique Kidjo, selbst eine große Frauenrechtlerin, Die malische Sängerin und Rapperin Inna Modja, und auch die in Hamburg lebende Nigerianerin Nneka. "République Amazone" heißt dieses Album, das jetzt erschienen ist. Mit einer sehr modernen Produktion, die die traditionellen Gesänge der Frauen in ein elektronisches Soundgewand einkleidet. Schon vor ein paar Jahren machte es sich die belgische Sängerin Eléonor zur Aufgabe, die tote Sprache Latein mit Hilfe der Musik zu neuem Leben zu erwecken. "Vive" heißt ihr neues Album, auf dem sie neben Latein diesmal auch spanisch und portugiesisch singt. Ihre Texte sind Originalstücke aus der Antike, dem Mittelalter und aus dem 21. Jahrhundert, darunter auch ein Lied aus den Carmina Burana. Musikalisch präsentiert Eléonor eine außergewöhnliche Mischung aus Volksmusik, Jazz und Neoklassizismus.

1241 Hörer

15.00 Uhr

 

 

Hörspiel

Franz Kafka: Das Schloss(11/12) Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung Das Schloss, die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des 'Brückenhofes'. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unterfangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger - ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die "hiesige Ordnung der Dinge" treiben, ohne dass "Ordnung" oder "Dinge" je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der 'Roman' bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.

4199 Hörer

16.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

7778 Hörer

16.05 Uhr

 

 

Eins zu Eins. Der Talk

Gast: Martin Walser, Schriftsteller Seit Jahrzehnten ist er einer der meistgelesenen Schriftsteller und einflussreichsten Intellektuellen Deutschlands. In Martin Walsers Romanen ist immer wieder das Scheitern am und im Leben ein zentrales Motiv. Dabei seziert er das Lebensgefühl vor allem deutscher Mittelständler, auch deshalb nennt ihn das Feuilleton "Epiker der Alltagswelt". Zum 90. Geburtstag Martin Walsers am 24. März wiederholt "Eins zu Eins. Der Talk" das Gespräch mit ihm aus dem Jahr 2015. Preisgekrönt und engagiert Martin Walser wird 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Im Alter von zehn Jahren stirbt sein Vater. Der Sohn packt deshalb schon früh in der Gastwirtschaft der Eltern mit an. Seine Karriere als Autor startet Walser 1949 beim Süddeutschen Rundfunk als Reporter und Hörspielautor. Daneben verfasst er Erzählungen und gehört dem Literaten-Zirkel "Gruppe 47" an. Seit 1957 hat Walser nun als freier Schriftsteller in Nußdorf am Bodensee tiefe Wurzeln geschlagen. Mit der Novelle "Ein fliehendes Pferd", die sich bis heute über eine Million Mal verkauft hat, erlebt er seinen Durchbruch. Es folgten viele weitere Erfolge, wie "Seelenarbeit", "Ein liebender Mann" und "Muttersohn". Für seine Romane, Theaterstücke und Essays hat Walser viele Preise erhalten, unter anderem den Georg-Büchner-Preis und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In den Sechzigerjahren setzt sich Walser, wie viele andere linke Intellektuelle, für die Wahl von Willy Brandt zum Bundeskanzler ein. Altern in Würde Im Gespräch mit Martin Wagner in "Eins zu Eins. Der Talk" spricht Walser auch darüber, was Literatur und Religion gemein haben, über das Altern in Würde, über Intellektuelle und Politik und über seine Liebe zum Bodensee.

8554 Hörer

17.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

7778 Hörer

17.05 Uhr

 

 

Sonntagsbeilage

Feuilletonistische Seitenblicke Wiederholung von 10.05 Uhr Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

1959 Hörer

18.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter, Verkehr

7778 Hörer

18.05 Uhr

 

 

Kulturjournal

Kritik. Dialog. Essay

1497 Hörer

19.30 Uhr

 

 

Musik für Bayern

Klassik, Pop und Jazz - Selbst gemacht! Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen Altbayern/Schwaben Das "goldene" Album Die Stadtkapelle Rosenheim wird 50. Franziskus Büscher im Gespräch mit dem heutigen Dirigenten Wolfgang Hauck und dem ehemaligen Taktgeber Stephan Ametsbichler Franken Konzertante Blasmusik In Memoriam - John Philip Sousa Werner Aumüller erinnert an den amerikanischen Dirigenten und Komponisten. Altbayern/Schwaben Am 1. April feiert sie ihr 50 Jähriges Bestehen: die Stadtkapelle Rosenheim. Und mit ihnen viele ehemalige Wegbegleiter und Freunde. 1967 wurde sie als "Jugendblaskapelle an der Staatlichen Realschule für Knaben in Rosenheim" von dem Instrumentallehrer Toni Appel gegründet. 20 Jahre später, 1987, schließlich zur Stadtkapelle erhoben und gleichzeitig eine neue Jugendblaskapelle ins Leben gerufen. Heute drängen sich unter ihrem Dach ein Sinfonisches Blasorchester, eine Jugendkapelle, eine Jugendbigband und "Musikschlümpfe", alles in allem gut 120 aktive Mitglieder. Diese nachhaltigen Vereinsstrukturen sorgen für eine lebendige und qualitativ hochwertige Ausbildung der Nachwuchskräfte, was sich natürlich besonders in den "Spitzenensembles" niederschlägt. Doch wie konnte im städtischen Milieu überhaupt solch ein Blasorchester entstehen? Sind Blasorchester nicht eine genuin "ländliche" Erscheinung? Ist die Stadtkapelle Rosenheim deshalb heute das geworden, was sie ist? Franziskus Büscher im Gespräch mit dem heutigen Dirigenten Wolfgang Hauck und dem ehemaligen Taktgeber Stephan Ametsbichler Franken Ist von John Philip Sousa die Rede, rücken zwei Dinge sofort in den Focus. Zum einen seine beiden berühmten Militärmärsche The Stars and Stripes Forever und The Washington Post, zum anderen das Blasinstrument Sousaphon. Am 6. März 2017 jährt sich John Philip Sousas Todestag zum 85. Mal. Der amerikanische Dirigent und Komponist John Philip Sousa hat sich zeit seines Lebens vorrangig um die Militärmusik verdient gemacht. Neben seinen bekanntesten Märschen The Stars and Stripes Forever und The Washington Post schmücken jedoch noch viele andere Märsche, instrumentale Solowerke, Schauspielmusik und Operetten das umfangreiche Repertoire des 1854 in Washington geborenen Militärmusikers. In jungen Jahren war John Philip Sousa Mitglied der Band des United States Marine Corps, begann schon mit 16 Jahren zu komponieren und verdiente sich sein Brot unter anderem durch Engagements als Dirigent am Brodway. Im Alter von 25 Jahren kehrte Sousa nach Washington zurück und übernahm die Leitung der US-Marines-Band, die sich unter seiner Leitung zur besten Militärkapelle Amerikas entwickelte. Auf Initiative John Philip Sousas baute der Instrumentenbauer J.W. Pepper aus Philadelphia im Jahr 1893 ein Bassinstrument, dass seinen Trichter während eines Konzertes nach oben und bei Marschmusik nach vorne ausrichten kann. Das Sousaphon wurde nach John Philip Sousa benannt und findet noch heute, vor allem in der amerikanischen Marsch- und Militärmusik seinen Platz. Werner Aumüller erinnert an den amerikanischen Dirigenten und Komponisten John Philip Sousa.

884 Hörer

20.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

12446 Hörer

20.05 Uhr

 

 

Bayerisches Feuilleton

Separatio Bavariae Dieses Feuilleton entführt die Hörer in eine nicht allzu ferne Zukunft: Der Brexit ist vollzogen, zur Diskussion steht der Bayxit ... Ganz Deutschland ist in eine wirtschaftliche Rezession und in politische Lähmung verfallen. Ganz Deutschland? Nein! Das Land im äußersten Süden prosperiert unentwegt, seine Fußballmannschaften, seine Autofabriken und sein Immobilienmarkt florieren weiter. Die christliche Einheitspartei sorgt für politische Stabilität. Aber der Unmut in der Bevölkerung wächst. Sollen wir etwa unseren wohlverdienten Reichtum, unser schönes Land, unsere Dividenden mit den Habe- und Taugenichtsen aus Restdeutschland teilen? Die Forderung nach Unabhängigkeit wird immer lauter. Endlich mag sich auch die christliche Einheitspartei einem Referendum nicht mehr entziehen. Auf allen Ebenen wird recherchiert, sondiert, manipuliert: Die Unabhängigkeit Bayerns von Deutschland und von Europa ist das Ziel. Der echte Freistaat, die ersehnte "nationale Identität", die Freiheit für Sprache, Brauchtum und Bier müssen endlich her ... Ein Großvater erzählt seiner staunenden Enkelin rückblickend die Geschichte der bayerischen Separatistenbewegung - aus eigener Erfahrung. Zu Gehör kommt auch der "historische" Mitschnitt einer öffentlichen Veranstaltung der Separatisten. Dabei geht es hoch her, Gegner und Befürworter liefern sich heftige Wortgefechte. Als Stimmen der Vernunft sind ein Staatsrechtler und ein Soziologe zugeschaltet, die aus Expertensicht alle Möglichkeiten für einen Abfall Bayerns, die Separatio Bavariae, abwägen. Markus Metz und Georg Seeßlen machen sich einen Spaß daraus, diese utopischen Eventualitäten allen Ernstes durchzuspielen.

1725 Hörer

21.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

12446 Hörer

21.05 Uhr

 

 

das ARD radiofeature

Ein Haus in Gladbeck Als der Autor das Haus in Gladbeck vor sieben Jahren zum ersten Mal porträtierte, traf er auf ein Dorf in der Vertikalen, mit Spannungen zwischen den Bewohnern, aber auch Freiräumen für ein "Leben und Leben lassen" mit Hartz 4. Nun sind mit neuen Kulturen neue Herausforderungen dazugekommen. Lebens-, Flucht- und Überlebens-Geschichten treffen aufeinander, Hoffnungen, Träume und Konflikte überkreuzen sich. Die Frage nach wechselseitiger Empathie oder auch nur Toleranz stellt sich schärfer denn je. Ein Problem bildet zunächst die Sprache, was ein wenig durch Rumänen gemildert wird, die Italienisch verstehen und Bulgaren, die Türkisch sprechen. Austausch in Übersetzungsketten mit Informationsverlusten. Dahinter die Frage nach Vereinbarkeiten des sozialen Gefüges: Clanstrukturen auf Balkan-Seite, freundliche, aber verunsicherte Syrer und Iraker, um ihre Selbstbehauptung kämpfende Alteingesessene. Als Modell gesehen bildet das Hochhaus Teile der sich wandelnden gesellschaftlichen Verhältnisse in der Bundesrepublik ab. Auf den L-förmigen Laubengängen entsteht oder scheitert ein fragiles Gleichgewicht, auf das nicht nur die Bewohner selbst angewiesen sind.

279 Hörer

22.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

12446 Hörer

22.05 Uhr

 

 

Zündfunk Generator

Ideen aus Pop, Politik und Gesellschaft

1099 Hörer

23.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

12446 Hörer

23.05 Uhr

 

 

Nachtmix

4329 Hörer

00.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

12446 Hörer

00.05 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (I)

präsentiert von BR-Klassik Joseph Haydn: "Die Jahreszeiten", Der Winter (Yeree Suh, Anna Rad-Markowska, Sopran; Andrew Staples, Andreas Fischer, Tenor; Ralf Lukas, Bariton; MDR Rundfunkchor Leipzig; MDR-Sinfonieorchester: Howard Arman); Ludwig van Beethoven: Streichtrio G-Dur, op. 9, Nr. 1 (Dresdner StreichTrio); Arvo Pärt: Credo (Elena Kashdan, Klavier; MDR-Chor; MDR-Sinfonieorchester: Kristjan Järvi); George Gershwin: "Rhapsody in Blue" (Simone Dinnerstein, Klavier; MDR-Sinfonieorchester: Kristjan Järvi); Franz Anton Hoffmeister: Violakonzert D-Dur (Nils Mönkemeyer, Viola; Dresdner Kapellsolisten: Helmut Branny)

203 Hörer

02.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

12446 Hörer

02.03 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (II)

Manuel Ponce: "Balada Mexicana" (Jorge Federico Osorio, Klavier); Leos Janácek: "Glagolitische Messe" (Venceslava Hrubá, Sopran, Rosemarie Lang, Alt; John Mitchinson, Tenor; Theo Adam, Bass; Karl Suske, Violine; Michael Schönheit, Orgel; Chor des Tschechischen Rundfunks; Gewandhausorchester Leipzig: Kurt Masur); Joseph Küffner: Introduktion, Thema und Variationen B-Dur (Eduard Brunner, Klarinette; Keller-Quartett); Georg Alfred Schumann: Symphonie h-Moll - "Preis-Symphonie" (Münchner Rundfunkorchester: Christoph Gedschold); Georg Philipp Telemann: Konzert E-Dur (Emmanuel Pahud, Flöte; Albrecht Mayer, Oboe d'amore; Wolfram Christ, Viola d'amore; Berliner Barock Solisten: Rainer Kussmaul)

3103 Hörer

04.00 Uhr

 

 

Nachrichten, Wetter

12446 Hörer

04.03 Uhr

 

 

Das ARD-Nachtkonzert (III)

Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio d-Moll, op. 49 (Münchner Klaviertrio); Alfred Schnittke: "Die Geschichte eines unbekannten Schauspielers", Musik zum Spielfilm von Alexander Sarchi (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Frank Strobel); Johann Hermann Schein: "Diletti Pastorali", Aurora schön mit ihrem Haar (Carsten Lohff, Cembalo; Cantus Köln, Laute und Leitung: Konrad Junghänel)

1384 Hörer

04.58 Uhr

 

 

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456 Hörer