Ö1

Radiokolleg - Allein in der Menge

EinsamkeitWenn Einsamkeit krank macht (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Großbritannien hat neuerdings eine eigene Ministerin für Einsamkeit. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf neueste Daten: Rund 15 Prozent der Briten geben an, sie fühlten sich häufig einsam. In Australien will die Regierung mit rund 30 Millionen Euro lokale Organisationen unterstützen, die beim Knüpfen zwischenmenschlicher Kontakte helfen. In Deutschland steht im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD, man werde angesichts einer zunehmend individualisierten, mobilen und digitalisierten Gesellschaft "Strategien und Konzepte entwickeln, die der Einsamkeit in allen Altersgruppen vorbeugen und Vereinsamung bekämpfen". Einsamkeit und die sozialen sowie gesundheitlichen Folgen gelten als demographische Zeitbombe. Denn: Immer mehr Menschen leben länger. Je älter der Mensch, desto eher fühlt er sich im Abseits. Einer der Gründe ist, dass Senioren im Laufe des langen Lebens Freunde und Familienmitglieder verloren haben. Das soziale Netz wird also immer schwächer. Ein weiterer Grund: die eingeschränkte Mobilität. In einen Klub oder zu einer Veranstaltung zu gehen, ist nicht mehr möglich. Gerade für Senioren können daher digitale Hilfsmittel wie Skype und soziale Medien eine Bereicherung darstellen. Doch das ist nur eine Seite der technologischen Medaille: Viele jüngere Menschen sind zwar bestens vernetzt, doch beschreiben sich zunehmend als einsam. Soziale Medien befriedigen nur eingeschränkt, was der Mensch als soziales Wesen braucht: Gespräche, Zuwendung, Geborgenheit, Liebe. Eine britische Befragung kam zu dem überraschenden Schluss, dass 18- bis 35-Jährige häufiger an Einsamkeit leiden als die über 55-Jährigen. Dieses Ergebnis, so die Forscher, sei auf alle westlichen Gesellschaften umzulegen, denn: Es gebe immer weniger Platz für gewachsene Gemeinschaften. Menschen ziehen für die Ausbildung weiter von daheim weg als früher; im Berufleben werden die Pendelzeiten immer länger. Die Arbeitszeit dehnt sich dank Technologie in die Freizeit aus. Kurz: Das moderne Leben macht es also schwieriger, bedeutsame Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen. Einsamkeit verursacht nicht nur emotionales Leid, sie kann krank machen. Laut einer US-amerikanischen Studie liegt das Demenz-Risiko bei alten Menschen umso höher je einsamer sie sich fühlen. Finnische und schwedische Wissenschafter analysierten Langzeitdaten von fast einer halben Million Menschen. Demnach leiden sozial Isolierte eher an chronischen Erkrankungen. Eine britische Studie bestätigte ein um 43 Prozent höheres Risiko einen ersten Herzinfarkt zu erleiden. Daraus ergibt sich: Einsamkeit zu bekämpfen würde auch das Gesundheitssystem entlasten. Diesen Schluss lässt ein Pilotprojekt in einer englischen Kleinstadt zu: Seit Ärzte, Gemeinde und private Organisationen versuchen, vereinsamten Menschen mit ihren behördlichen sowie gesundheitlichen Problemen zu unterstützen und ihnen zu sozialen Kontakten zu verhelfen, gingen die Aufnahmen in den Notambulanzen zurück.
Dienstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

Josephine BakerJosephine Baker und Anaïs Nin Josephine Baker Bananenrock und Regenbogenfamilie Anaïs Nin Den Traum leben Das Kalenderblatt 17.7.1841 Erste Freiwillige Feuerwehr in Deutschland Von Anja Mösing Josephine Baker - Bananenrock und Regenbogenfamilie Autorin: Katalin Fischer / Regie: Susi Weichselbaumer Zu schwarz und zu dünn, heißt es in Amerika immer wieder. Doch Josephine Baker gibt nicht auf, sie geht nach Europa - und schon liegt ihr der ganze Kontinent zu Füßen. Paris und Berlin sind verrückt nach ihrem wilden, nackten Tanz, ihrer Komik, ihrem Charme - sie bekommt vierzigtausend Liebesbriefe und zweitausend Heiratsanträge, noch bevor sie 21 ist. Ihr Bananenrock wird legendär. Als die Nazis kommen, muss sie von der Bühne verschwinden, da tritt sie unter Einsatz ihres Lebens dem französischen Widerstand bei. Nach dem Krieg unterstützt sie Martin Luther Kings Feldzug gegen Diskriminierung in den USA - feiert rauschende Comebacks - und verliert ihren gesamten Besitz. Eine Achterbahnfahrt, mit Höhenflügen und Abstürzen. Josephine Baker heiratet fünfmal, adoptiert zwölf Kinder aller Hautfarben und Religionen, weil sie keine eigenen bekommen kann und mit ihrer "Regenbogenfamilie" ein Zeichen setzen will für friedliches Zusammenleben. Sexbombe und Multitalent, Luxusweib und Freiheitskämpferin. Anaïs Nin - Den Traum leben Autorin: Carola Zinner / Regie: Chrsitiane Klenz Ihre Tagebücher scheinen unverblümte und authentische Beschreibungen eines in jeder Hinsicht freizügigen Lebens. Erst viele Jahre nach der Erstveröffentlichung erfuhr die Leserschaft, dass Anaïs Nin die Texte sorgfältig umgearbeitet hatte, bevor sie sie in Druck gab. Auch sonst achtete die Schriftstellerin genau auf das Bild, das die Öffentlichkeit von ihr bekommen sollte. Es war das eines schönen, von Männern wie Frauen begehrten Wesens, das keine Tabus kennt, dabei jedoch ganz seinen eigenen Weg geht und stets für sich selbst aufkommt. Erst nach dem Tod der Autorin 1977 stellte sich peu à peu heraus, dass die Realität anders ausgesehen hatte. Zu spät, um dem selbst gestalteten Porträt noch Abbruch zu tun, das Anaïs Nin unter anderem zu einer Ikone der Frauenbewegung machte. So gilt sie bis heute als Inbegriff einer selbständigen Weiblichkeit, die ebenso von Intelligenz geprägt ist wie von Poesie und Erotik. Moderation: Redaktion: Petra Herrmann
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Silvio Gesell und die Freiwirtschaftslehre

silvio gesellVon Schwundgeld und kleinen Wundern (2). Gestaltung: Juliane Nagiller In den Jahren 1932 / 1933 ereignete sich in der kleinen, Tiroler Gemeinde Wörgl ein regelrechtes Wunder. Während im ganzen Land die Arbeitslosigkeit stieg, ging die Zahl der Arbeitslosen in Wörgl um 25 Prozent zurück. Das Wiener "12-Uhr-Blatt" schrieb: Wörgl hat plötzlich Weltbedeutung erlangt. Hinter diesem Weltruhm stand ein Experiment des damaligen Wörgler Bürgermeisters Michael Unterguggenberger. Er führte eine eigene Währung im Tausch für Arbeitskraft ein, die nur im Umkreis von Wörgl gültig war - das Schwundgeld. Damit es gültig blieb, musste man jeden Monat eine Wertmarke auf den Schein kleben. Wer beispielsweise einen 10-Schilling-Schein über das Monatsende hinaus behalten wollte, musste für zehn Groschen eine Marke kaufen und sie auf den Schein kleben. Über die Idee zum Schwundgeld stolperte Michael Unterguggenberger regelrecht. Als er im Jahr 1916 als Lokomotivführer in der Nähe der Front seinen Dienst tat, fand er im Zug eine Ausgabe der Zeitschrift "Der Physiokrat". Diese monatliche Zeitschrift wurde zwischen 1912 und 1916 von Silvio Gesell und seinem Mitstreiter Georg Blumenthal herausgegeben. Der 1862 geborene Silvio Gesell gilt als Begründer der Freiwirtschaftslehre, die er in seinem Hauptwerk Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld veröffentlichte. Um Stagnationserscheinungen und eine wirtschaftliche Rezession zu vermeiden, sei es die primäre Aufgabe des Staates für einen stabilen Umlauf im Geldwesen zu sorgen, argumentierte Silvio Gesell. Freigeld, also Geld das einem Wertverfall unterworfen ist, steht unter Umlaufzwang. Da es schnell ausgegeben wird, regt es Investitions- und Konsumausgaben an und verhindert Deflation und Arbeitslosigkeit. Der ökonomische Autodidakt Gesell lehnte den Zins ab und beklagte, dass das Geld tauschdynamisch den Waren und der Arbeitskraft überlegen sei. Denn diese lassen sich nicht unbegrenzt bewahren, verderben oder verlieren an Wert. Wird hingegen Geld aufbewahrt gewinnt es durch den Zins sogar an Wert. Würde das Geld jedoch "rosten", dann würden sich Geldbesitzer nicht mehr weigern das Geld zirkulieren zu lassen, so Gesells Idee. Seit der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise werden die Ideen von Silvio Gesell wieder stärker diskutiert. Das Problem, dass Menschen und Banken Geld horten anstatt es zu investieren, erscheint wieder aktuell. Auf regionaler Ebene wird aktuell nach Alternativen zum bestehenden Geldsystem gesucht. So gibt es in Österreich die Regionalwährung Waldviertler und in Bayern den Chiemgauer. Das Schwundgeld-Projekt in Wörgl wurde übrigens nach einem Jahr von der Bundesregierung verboten, da es gegen das Notenbank-Privileg verstieß. Eine Problematik mit der auch aktuelle Kryptowährungen bald konfrontiert werden könnten.
Dienstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Mucho gusto! Sehr angenehm!

Lateinamerikanisch-österreichische Musikszenen (2). Gestaltung: Maria Reininger Das ist zum einen die Vielzahl lateinamerikanischer Tanzlokale, die zu besuchen in Österreich schon lange nicht mehr als Begegnung mit dem Fremden gilt. Salsatanzen in einem der Wiener Innenstadtlokale ist eine Selbstverständlichkeit geworden. Auch Sambaschulen und Candomblékurse befeuern seit vielen Jahren diverse Festln in Österreich. Das lateinamerikanisch-österreichische Zusammenwirken abseits des Breitenvergnügens hat auch Worldmusicstars hervorgebracht: Juan Garcia Herreros zum Beispiel - der E-Bassist aus Bogotà hat sich mit seinen Worldjazzkompositionen schon vor 10 Jahren einen Martin Kollerpreis erspielt, und sein Album Snow Owl wurde international gefeiert. Und Luis Ribeiro, Drummer und Percussionist, ursprünglich aus Sao Paulo. Er hat seine Virtuosität in den vergangenen Jahren in zahlreichen Formationen eingesetzt, und wird immer wieder für die großen Konzerthäuser nachgefragt. Einige seiner Musikerkollegen aus Brasilien sind wieder zurückgekehrt, nachdem sie jahrelang die österreichische Worldmusiczene geprägt haben: der Gitarrist, Sänger und einer der ersten Cajonspieler in Österreich, Alegre Correa gehört dazu. Und die Sängerin und Gitarristin Celia Mara pendelt seit ein paar Jahren zwischen Österreich und ihrem Kulturhaus in Salvador de Bahia in Brasilien. - Eine Lebensform von Kulturschaffenden, die zunimmt. Wiederkommen wird der kolumbianische Dirigent Andrès Orozco Estrada, und zwar als Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Seine Arbeit wirkt der Gefahr allzu deutscher Klassik-Interpretationen entgegen. Abseits des großen Konzertbetriebs feiern auch zahlreiche südamerikanische Immigranten-Communities ihre Musik. Die der Chilenen zum Beispiel, die in den 1970er Jahren vorm Militärputsch geflohen sind. Mit rund 1.000 von 18.000 Menschen lateinamerikanischer Herkunft hier in Österreich, ist das Grüppchen zwar überschaubar, aber im Vergleich kulturell aktiver als andere, mit mehreren Organisationen. Auch eine internationale Gesellschaft für chilenische Musik gehört dazu, die hier die chilenischen Komponisten der vergangenen hundert Jahre bekanntmachen möchte.
Dienstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

mythos medeaMedea und Seneca Mythos Medea Die mörderisch Liebende Seneca Der stilbildende Stoiker Das Kalenderblatt 17.7.1841 Erste Freiwillige Feuerwehr in Deutschland Von Anja Mösing Mythos Medea - Die mörderisch Liebende Autorin: Justina Schreiber / Regie: Die eigenen Kinder zu töten. Die Tat, die man der Medea andichtete, zählt zu den wirkmächtigsten Topoi der Weltliteratur. Euripides, Ovid, Seneca, Franz Grillparzer und Hans Henny Jahnn nahmen sich des Themas an, um nur einige Namen zu nennen. Der mythologische Stoff hat zahlreiche Umformungen erfahren. Aber bereits die Sage von der heilkundigen Zauberin, die aus gekränkter Liebe ihren Ehemann Jason bestrafte, indem sie den gemeinsamen Söhnen das Leben nahm, beruht auf einer späteren Version der ursprünglichen Erzählung. In den ältesten Fassungen erscheint die Königstochter göttlicher Abstammung noch in positivem Licht. Im Laufe der Zeit verdüsterte sich ihre Gestalt, um erst in der Moderne - vor allem durch weibliche Autorinnen wie Christa Wolf und Dagmar Nick - eine Ehrenrettung zu erfahren. Die Produktivkraft des Mythos erklärt sich aus dem reichen Fundus, den die Elemente der verschiedensten Überlieferungen bilden. Mit Hilfe des Medea-Materials lassen sich - vom jeweiligen kulturellem Kontext beeinflusst - moralische und psychologische Fragen durchspielen, die emotionale Grenzsituationen aufwerfen. Immer jedoch geht es um eine starke Frau, die sich über alle Erwartungen hinwegsetzt. Seneca - Der stilbildende Stoiker Autor und Regie: Martin Trauner Unglaublich reich soll er gewesen sein. Und abgrundtief hässlich. Lucius Annaeus Seneca (ca. 1 - 65 n. Chr.) Heute gelten Senecas Werke als Innbegriff der Stoa - einer antiken Philosophieströmung, in deren Mittelpunkt die Gelassenheit und Gemütsruhe stehen. Obwohl man wenig über Senecas Leben weiß, so viel steht fest: Ein wirklich ruhiges Leben hat er wohl nicht führen können: weder in der römischen Beamtenlaufbahn, weder in der achtjährigen Verbannung noch als Erzieher des Kaiser Nero. In diesen Jahren entstand ein erstaunlich umfangreiches Werk: Etliche Tragödien, eine Vielzahl von Briefen, ein Spottgedicht auf Kaiser Claudius, philosophische Schriften. - Von seiner Philosophie können wir auch heute noch lernen: Wie kann man der Kürze eines geschäftigen Arbeitslebens entkommen? - Durch Muße. Um dann den inneren Einklang mit der Natur zu finden. Moderation: Redaktion: Petra Herrmann
Dienstag 15:05 Uhr

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Ö1

Tonspuren

allen ginsbergDas Genie der melancholischen Tränen. Porträt des ameriikanischen Dichters Allen Ginsberg. Feature von Christian Loidl Im Oktober 1955 wurde Allen Ginsberg mit der ersten öffentlichen Lesung seines Gedichtes "Howl" in San Francisco auf einen Schlag zum Wortführer einer ganzen Generation. Einer Jugend, die mit Jazz, Marihuana, sexueller Freizügigkeit und einem Hang zur Mystik das puritanische Amerika erzittern ließ. "Nicht Ressentiments" seien hinter dem Freiheitsbegriff der Beat Generation gestanden, sagt Ginsberg in diesem historischen Tonspuren-Interview aus dem Jahr 1991, "sondern Offenheit, Begeisterung, Humor - eine Ausweitung, nicht eine Verneinung". Mitte der 1940er Jahre war der Mann aus New Jersey auf Jack Kerouac und William S. Burroughs gestoßen, die Keimzelle der Beat Generation. Bereits in den 50er Jahren experimentierte er mit Drogen, ließ Haare und Bart sprießen, nahm Schülerstunden beim tibetischen Lama und verkündete, dass es beim Schreiben immer um persönliche Erfahrungen gehen müsse. Über fast vier Jahrzehnte galt er als der intellektuelle und dichtende Kopf der US-amerikanischen Gegenkultur. Ginsberg war die Seele der Anti-Vietnam Proteste, er engagierte sich gegen Atomwaffen und gegen die Umweltzerstörung und kämpfte gegen die Diskriminierung Homosexueller. 1997 starb der Erfinder des Begriffs "Flower Power", 70jährig, in New York.
Dienstag 16:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

PsycholysePsycholyse: Drogensumpf versus Psychotherapie Von Dorothea Brummerloh Regie: Fabian von Freier Produktion: Dlf 2018 Die Heilung mit bewusstseinsverändernden Substanzen ist eine uralte Behandlungsmethode, die bis heute von Naturvölkern praktiziert wird. Nach der Entdeckung des LSD fanden solche Stoffe auch Einzug in der Psychotherapie. Mit dem Verbot der Halluzinogene gab man die psychedelische Psychotherapie - die Psycholyse - wieder auf. Heute existiert sie im Untergrund und verspricht, mit Hilfe von Ecstasy, LSD und Co., tiefe Schichten des Unterbewussten zu erreichen. Was Ärzte, Psychologe und angelernte Laien da im Verborgenen praktizieren, kann für labile Menschen gefährlich werden. Probleme zu verdrängen ist ein Schutzmechanismus des Gehirns, der durch die Drogen aufgelöst wird und zu Psychosen führen kann. Außerdem können die illegalen Substanzen kaum dosiert werden. In Berlin bezahlten zwei Menschen den Leichtsinn mit ihrem Leben. Obwohl in Amerika Studien zur Wirksamkeit drogengestützter Psychotherapie durchgeführt werden, bleibt die Psycholyse in Deutschland verboten. Zu Recht, meinen nicht nur Psycholyse-Opfer, die die Trockenlegung des Drogensumpfes fordern. Psycholyse
Dienstag 19:15 Uhr

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SR2 Kulturradio

Kontinent - Das europäische Magazin

Senioren-Pflege OsteuropaEine Polin für Oma - Das Für und Wider der Senioren-Pflege aus Osteuropa Feature von Katharina Kaufmann und Jan Pallokat Feature von Katharina Kaufmann und Jan Pallokat
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

weltgesundheitsorganisationWas gesund ist, bestimmt Bill Gates Die Weltgesundheitsorganisation am Bettelstab Von Thomas Kruchem (Wdh. v. 16.05.2017) Vor 70 Jahren wurde die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, gegründet. In den sieben Jahrzehnten ihres Bestehens hat sie Wichtiges geleistet und ganze Krankheiten ausgerottet. Eine Erfolgsgeschichte also? Ja und nein, denn die WHO leidet unter chronischer Unterfinanzierung und ist inzwischen zu 80 Prozent ihres Budgets abhängig von zweckgebundenen Spenden mächtiger Staaten, Stiftungen und Pharmakonzerne. In der Folge ist ihre Fähigkeit, öffentliche Gesundheit weltweit zu sichern, dramatisch gesunken: Auf Druck der Geldgeber konzentriert sich die Organisation auf den technokratischen Kampf gegen Infektionskrankheiten. Wirksame Maßnahmen gegen die Pandemie junkfood- und alkoholbedingter Erkrankungen sowie exzessiv hohe Medikamentenpreise werden abgewürgt; für die Arbeit an sozialen Gesundheitsfaktoren wie Hygiene, Trinkwasser, Umweltgifte, Wohnung und Arbeit gibt es kaum Geld. Seit 2016 sind überdies kommerzielle Akteure auch offiziell in WHO-Gremien vertreten. Das Menschenrecht auf möglichst gleiche Gesundheitschancen für alle wird die WHO erst dann wieder vertreten, wenn die Zivilgesellschaft weltweit aufbegehrt.
Dienstag 19:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

einsamkeitAllein in der Menge. Wenn Einsamkeit krank macht (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Silvio Gesell und die Freiwirtschaftslehre. Von Schwundgeld und kleinen Wundern (2). Gestaltung: Juliane Nagiller Mucho gusto! Sehr angenehm! Lateinamerikanisch-österreichische Musikszenen (2). Gestaltung: Maria Reininger
Dienstag 22:08 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

andra joeckleMenschen an Apparaten Von Alice Elstner, Andra Joeckle, Frauke Schmidt, Wibke Starck Regie: Robert Matejka Mit: den Autorinnen Ton: Stephen Erickson Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008 Länge: 47"27 (Wdh. v. 23.07.2008) Menschen und Apparate bilden einen ganzen Kosmos von Liebe, Hass und Gleichgültigkeit. Vier Autorinnen haben ihn auf unterschiedliche Weise durchmessen. Sympathie, Abneigung, Gleichgültigkeit, Ehrgeiz, Verzweiflung, Angst, Allmachts- und Ohnmachtsgefühle. All das und noch mehr empfinden Menschen, wenn sie mit Apparaten zu tun haben. Vier Autorinnen sind mit ihren Aufnahmegeräten unterwegs in der Welt der Apparatenutzer und fangen Stimmen und Geräusche ein. Sie besuchen eine Patientin, deren Leben von ihrem Dialysegerät abhängt, sind Zahnarztbohrern, Spielekonsolen und mechanischen Kameras auf der Spur. Wibke Starck, in Eckernförde an der Ostsee geboren, arbeitet vorwiegend als Autorin für verschiedene Feature-Redaktionen der ARD. Andra Joeckle, in Freiburg geboren, lebt als Schriftstellerin, Literaturübersetzerin und Autorin von Hörspielen und Features in Berlin, zuletzt "Die Zecke" (DKultur 2017). Alice Elstner, geboren 1978, arbeitet als Regisseurin für den Hörfunk, auch Hörspielbearbeitungen. Sie inszenierte das Hörspiel "Medea" (Bearbeitung Helmut Peschina), das aus den Neuproduktionen des ORF zum "Hörspiel des Jahres 2016" gewählt wurde. Frauke Schmidt, Autorin mehrerer Hörspiele und Absolventin des Masterstudiengangs "Sound Studies". 2008 haben die Autorinnen im Rahmen eines Feature-Workshops "Menschen an Apparaten" produziert. Zehn Jahre und etliche Digitalisierungsschleifen später blicken sie auf das Ergebnis zurück. Menschen an Apparaten
Mittwoch 00:05 Uhr

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