Ö1

Radiokolleg - Adrenalin

adrenalinWenn Alarmbereitschaft zum Dauerzustand wird (2). Gestaltung: Johannes Gelich Es ist eines der wichtigsten Hormone, die das Überleben des Menschen im Stresszustand garantieren: Adrenalin. Durch seine Freisetzung wird die sogenannte Kampf-oder-Flucht-Reaktion ausgelöst, die den Körper in allerhöchste Alarmbereitschaft versetzt: es kommt zu einem Anstieg der Sauerstoffaufnahme, der Herzfrequenz, des Blutdrucks sowie des Blutzuckerspiegels. Der Körper leitet energiereiches Blut ins Gehirn und in die Muskeln, weniger wichtige Organe wie der Darm oder die Nieren werden lahm gelegt. Die erhöhte Kampfbereitschaft des Körpers geht mit dem Gefühl einher, geradezu übermenschliche Kräfte zu besitzen. So verwundert es nicht, dass viele Menschen den sogenannten Adrenalin-Kick aktiv suchen, der mit der Ausschüttung von Endorphinen einhergeht, die in einen lustvollen Rauschzustand versetzen. Extremsportarten wie Bungee-Jumping, Klippen- oder Fallschirmspringen sind in den letzten Jahrzehnten deswegen immer mehr in Mode gekommen. Doch was verbirgt sich hinter der rastlosen Jagd nach dem ultimativen Adrenalin-Kick in einer Zeit, in der die unmittelbare Bedrohung durch wilde Tiere oder Kampfhandlungen größtenteils überwunden ist? Auch wenn die akute Gefahr im Laufe der Evolution verschwand, lebt der Tiger in Form eines unberechenbaren Chefs, der Angst um den Verlust des Arbeitsplatzes oder eines existenzbedrohenden Ohnmachtsgefühles weiter. Die Folge ist ein anhaltender, niederschwelliger Dauerstress, dem der Körper mit der permanenten Ausschüttung von zu viel Adrenalin begegnet. War diese Totalmobilisierung des Körpers ursprünglich nur für kurze Dauer gedacht, droht in Zeiten der permanenten Stressbelastung eine sogenannte Adrenalin-Dominanz. Die körperlichen Folgeerscheinungen können dramatisch sein: Darmerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Burn-Out und Erschöpfungszustände sind nur einige der Symptome für eine Gesellschaft im andauernden Kampfmodus. Doch auch in politischer Hinsicht befindet sich die Gesellschaft in erhöhter Alarmbereitschaft auf Basis eines permanenten Bedrohungsszenarios: Ob Klimakatastrophen, Terrorismus oder Finanzkrisen. Von medialem Dauerbeschuss aufgehetzt fühlt sich der Mensch zunehmend in die Enge getrieben, reagiert mit Dauerempörung und mutiert zum kampfbereiten Wutbürger. Mehr Gelassenheit und Selbstbesinnung könnte bei all diesem Adrenalin-Überschuss nicht schaden.
Dienstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

Bachtyar AliSchreiben in Kurdistan und der Türkei Bachtyar Ali Bestsellerautor aus Kurdistan Die Türkin Elif Shafak Zwischen den Kulturen Das Kalenderblatt 15.1.1990 Rochus Dedler geboren Von Carola Zinner Bachtyar Ali - Bestsellerautor aus Kurdistan Autor und Regie: Frank Halbach "Bildgewaltig", "fantastisch", "Erzählmagier" - die Fachpresse feiert in Deutschland einen Schriftsteller, der in seiner Heimat längst Kultstatus besitzt: Bachtyar Ali. Geboren im irakischen Kurdistan, gerät er in den 1980er Jahren im Zuge von Studentenprotesten mit dem Regime Saddam Husseins aneinander. Ali bricht sein Studium der Geologie ab und widmet sich fortan der Literatur. Seit Mitte der 1990er Jahre lebt er im Exil in Deutschland. Sein Durchbruch: die deutsche Übersetzung seines Romans "Der letzte Granatapfel". Das Buch gilt als der erste kurdisch-irakische Roman der modernen Literaturgeschichte. Er steht in seiner Heimat, aber auch in Deutschland nicht zuletzt für die Hoffnung all jener Menschen, die sich für das Fortbestehen ihrer Sprache einsetzen - seien es Kurden oder andere Volksgruppen. Ali ruft dazu auf, niemals den Glauben an die Menschlichkeit zu verlieren und versteht seine Bücher als Beitrag zur Versöhnung. In seinen Erzählungen stehen die Geschichten von Menschen und ihre leidvollen Schicksale im Vordergrund. Ali bezieht sich einerseits auf die alte orientalische Erzähltradition, andererseits zeichnet er das Schicksal der irakischen Kurden - bewegend, bunt, poetisch. 2017 erhielt er für "überragende schöpferische Leistungen" den Nelly-Sachs-Preis. Die Türkin Elif Shafak - Zwischen den Kulturen Autorin und Regie: Dorit Kreissl "Ich habe eine internationale Seele, bin eine Weltbürgerin und reisende Geschichtenerzählerin". So beschreibt sich Elif Shafak selbst. Die preisgekrönte Schriftstellerin hat zwei Muttersprachen, sie schreibt in Türkisch und Englisch - und das äußerst erfolgreich. Ihre Romane wurden in 48 Sprachen übersetzt, viele sind Bestseller. Shafaks Geschichten handeln von Identität, Ehre, Glauben, den kulturellen Unterschieden zwischen Ost und West, von starken und schwachen Frauen und ihrer Stellung in der türkischen Gesellschaft. In ihrem Roman "Der Bastard von Istanbul" setzte sich Shafak mit dem in der Türkei tabuisierten Völkermord an den Armeniern auseinander. Das brachte ihr 2006 eine Anklage wegen "Beleidigung des Türkentums" ein. Sie erhielt Morddrohungen. Nach anderthalb Jahren stellte die türkische Justiz das Verfahren ein. Shafak ist Gründungsmitglied des paneuropäischen Thinktanks "European Council on Foreign Relations". Sie schreibt für renommierte internationale Zeitungen und setzt sich in ihren Essays kritisch mit der türkischen Realität auseinander. Moderation: Christian Schuler Redaktion: Andrea Bräu
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Eine Ikone des Aufbegehrens

rosa luxemburgRosa Luxemburg und der Kampf um eine gerechte Gesellschaft (1). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Am 15. Jänner 1919 wurde Rosa Luxemburg, unorthodoxe Marxistin und Mitbegründerin des "Spartakusbunds" sowie der KPD, zusammen mit ihrem Mitkämpfer Karl Liebknecht in der Wohnung eines Berliner Freundes von Angehörigen einer rechtsextremen "Bürgerwehr" verhaftet. Noch am selben Tag, kurz nach der Niederschlagung des Spartakusaufstands, brachte man die prominenten Gefangenen in das "Eden-Hotel" am Kurfürstendamm, wo sie von Angehörigen eines konterrevolutionären Freikorps verhört wurden. Dann beschloss der Freikorps-Kommandant Waldemar Pabst zusammen mit seinen Offizieren, die beiden KPD-Führer zu ermorden. Beim Verlassen des Hotels wurde Rosa Luxemburg mit Gewehrkolbenhieben bewusstlos geschlagen, man warf ihren Körper in einen bereitgestellten Wagen, wo ein Freikorps-Angehöriger sie mit einem aufgesetzten Schläfenschuss ermordete. Den Leichnam der charismatischen Revolutionärin versenkten die Mörder in den Fluten des Berliner Landwehrkanals. So endete das Leben einer der faszinierendsten Frauen in der Geschichte der europäischen Arbeiterbewegung. "Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden", hatte Rosa Luxemburg postuliert, die sich in ihren theoretischen Schriften und ihrem Handeln zeitlebens als radikale Humanistin verstand. Bis heute wird die polnisch-deutsche Revolutionärin, geboren 1871 in der Stadt Zamosc in der Nähe der polnisch-ukrainischen Grenze, von Linken und Progressiven in aller Welt als Ikone des Aufbegehrens, als "Mutter Courage der Revolution" verehrt. "Sieh, dass Du Mensch bleibst", hat die "rote Rosa" 1916 aus dem Gefängnis an die Berliner SPD-Abgeordnete Mathilde Wurm geschrieben: "Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter sein, ja, heiter trotz alledem und alledem, denn das Heulen ist Geschäft der Schwäche". Für die Philosophin Hannah Arendt war Rosa Luxemburg in ihrer empathischen Haltung der Welt gegenüber vorbildlich: "Für Rosa Luxemburg war die Welt von großer Wichtigkeit", konstatierte Arendt, "und sie interessierte sich überhaupt nicht für sich selbst... Sie konnte sich mit der Ungerechtigkeit in der Welt nicht abfinden". Inwieweit kann die antiautoritäre Sozialistin Rosa Luxemburg, die den Leninschen Totalitarismus scharf kritisiert hat, in einer zunehmend autoritärer werdenden Welt Vorbild und Inspirationsquelle sein? Dieser Frage geht dieses "Radiokolleg" nach.
Dienstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das Leben - Kein Irrtum

friedrich nietzscheFriedrich Nietzsche und die Musik (2). Gestaltung: Eva Teimel Der Tod Gottes, der Wille zur Macht, die ewige Wiederkehr des Gleichen - um diese Themen kreisen die zentralen Gedanken Friedrich Nietzsches. In der Philosophie des deutschen Denkers spielt jedoch ein weiteres Element eine tragende Rolle, nämlich die Musik. "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum" - Diesen Satz formuliert Nietzsche in seiner "Götzendämmerung". Es ist eine Aussage, die in der Tat stellvertretend für die Relevanz und den Wert steht, den die Musik im eigenen Leben und Denken des Philosophen einnimmt. Allen voran ist es die Musik Richard Wagners, die besonders den jungen Nietzsche nicht nur begeisterte, sondern in der er das Ideal seines eigenen Denkens wiedererkannte: die Vereinigung des Apollinischen und des Dionysischen, die Einheit von Traum und Rausch. Wagner wurde für Nietzsche nicht nur zur Leitfigur seiner Ideale, sondern auch zum väterlichen Freund. Ein Freund, mit dem er in späteren Jahren brechen sollte, um sich - weg von der Schwere und der christlichen Erlösungsmetaphysik des Wagnerschen Dramas - hin zur Leichtigkeit der französischen Musik etwa eines Georges Bizets zu wenden. Die Musik als Nährboden des Seins entfaltet sich bei Nietzsche jedoch nicht ausschließlich im Theoretischen. Der Denker war selbst auch Musiker, und er hinterließ eine gar nicht so kleine Anzahl an Liedern und Klavierkompositionen. Selbst an einem Weihnachtsoratorium versuchte sich der Philosoph, der später Gott für tot erklären sollte, in jungen Jahren. Mit seinen Kompositionen ist Nietzsche vielleicht nicht in die Geschichte eingegangen. Seine Musikalität und seine Liebe zu Klängen, Rhythmen und musikalischen Formen manifestieren sich jedoch in seinem Denken, und letztlich vor allem in seiner Sprache.
Dienstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

kreativitätKreativität Mit eigenen Händen Vom Glück, etwas zu schaffen Der Mensch ist ein Tänzer Vom Glück der Bewegung Das Kalenderblatt 15.1.1990 Rochus Dedler geboren Von Carola Zinner Mit eigenen Händen - Vom Glück, etwas zu schaffen Autorin: Julie Metzdorf / Regie: Was macht Menschen glücklich? Diese Frage ist für Forscher nur schwer zu beantworten, denn jeder Mensch hat eigene Vorstellungen davon, was Glück überhaupt ist und was es speziell für ihn selbst bedeutet. Fest steht: Seit einiger Zeit wenden sich immer mehr Menschen zumindest in ihrer Freizeit handwerklichen Tätigkeiten zu. Während die zunehmende Digitalisierung des Alltags den Einsatz unserer Hände auf das Tippen mit den Fingerkuppen beschränkt, bleibt die Freizeit handfest: Die Baumarktbranche boomt, Strickzeitschriften sind wieder in, das Internet sprudelt nur so vor Bastelanleitungen und der Töpferkurs der Volkshochschule ist auch schon ausgebucht. Es wird getöpfert, gebastelt und geschreinert, was das Zeug hält. Und auch bei den derzeit so beliebten Hobbys Kochen, Imkern und Gärtnern geht es letztlich darum, etwas mit den eigenen Händen zu kreieren. Was ist der besondere Reiz an der Arbeit mit den eigenen Händen? Der Mensch ist ein Tänzer - Vom Glück der Bewegung Autorin: Birgit Magiera / Regie: Nirgendwo auf der Welt haben Ethnologen bisher eine menschliche Kultur entdeckt, in der nicht getanzt wurde. Tanzen ist etwas universell Menschliches. Menschen haben wohl schon getanzt, noch bevor sie miteinander gesprochen haben. Tanzend erzählen sich Menschen Geschichten, stärken ihren Zusammenhalt, werben um Partner. Die Mänade huldigt im rasenden Tanz ihrem Gott Dionysos, Ludwig der XIV. demonstriert tanzend seine Macht und Salomes Tanz kostet der Legende nach Johannes den Täufer das Leben. Apropos Bibel: in den frühen christlichen Gemeinden wurde im Gottesdienst wohl durchaus getanzt, bis gestrenge Kirchenväter das gefährliche Potential des Tanzes erkannten: Tanz mach frei. Er kann gesellschaftliche Verhältnisse nicht nur stabilisieren, sondern sie auch über den Haufen werfen. Tanz schafft Identität und Verbindung: Hula auf Hawaii und ein Schuhplattler in Garmisch-Partenkirchen, - alle Touristen suchen nach dem Echten, Ursprünglichen. Und was fasziniert so sehr an der Exotik von Salsa, Bauchtanz und Tango Argentino? Warum tanzen Menschen? Oder muss man genauer fragen, warum tanzen viele Frauen gern und warum lassen Männer oft lieber tanzen? Moderation: Redaktion: Iska Schreglmann
Dienstag 15:05 Uhr

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Ö1

Tonspuren

Venus Lohenstein"Itzt liebt die gantze Welt!" Alexander Nitzberg über Daniel Casper von Lohenstein und sein barockes Großgedicht "Venus". Feature von Claudia Gschweitl. Daniel Casper von Lohenstein (1635-1683) war einer der bedeutendsten Dichter des schlesischen Barocks. Heute ist der erstaunlich produktive Autor jedoch nahezu vergessen. Dabei wird er noch im 18. Jahrhundert mit Johann Sebastian Bach verglichen bzw. umgekehrt: "Er ist in der Musik dasjenige, was ehmals der Herr von Lohenstein in der Poesie war", schrieb ein Zeitgenosse über den Komponisten. Extreme Emotionalität und extreme Sinnlichkeit zeichnen die Barocklyrik aus. Das Kunstverständnis der damaligen Zeit gilt jedoch bereits seit der Aufklärung als unnatürlich, unverständlich und schwülstig. Auch heute ist die Barockdichtung nicht gerade das, was man als populär bezeichnen würde. Der Autor, Übersetzer und Rezitator Alexander Nitzberg hat Lohenstein wiederentdeckt und es sich zur Aufgabe gemacht, seine Werke dem Publikum schmackhaft zu machen. Er hält die Barockzeit für eine der interessantesten, weil experimentierfreudigsten Epochen der deutschsprachigen Literatur - eine Literatur der Extreme. Und Lohenstein sei unter allen Lyrikern der radikalste, meint Nitzberg. Das 1695 postum erschienene Gedicht "Venus" bildet mit seinen beinahe 2.000 Versen einen Gipfel der Barocklyrik. Es handelt sich dabei um eine verschlungene und alles verschlingende Hymne auf die Göttin der Schönheit und auf die Liebe als zentrale kosmische Macht: "Ein Fest der Sinne aus kaum greifbarer Mythologie, verzuckerter Erotik, monströser Emblematik und wunderlichen Klangballungen", schreibt Nitzberg.
Dienstag 16:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

kamel daoudKamel Daoudi Leben unter Verdacht Von Lea Fauth Regie: Claudia Kattanek Produktion: Dlf 2019 Kamel Daoudi steht seit fast elf Jahren in Frankreich unter Hausarrest. Der 43-Jährige gilt als islamistischer Gefährder, die französische Staatsbürgerschaft wurde ihm entzogen. Er darf aber nach EU-Recht nicht in sein Geburtsland Algerien abgeschoben werden. Daoudi ist zur Untätigkeit verdammt. Niemand weiß, wie gefährlich er wirklich ist. Kamel Daoudi soll im Jahr 2001 an der Planung eines vereitelten Terroranschlags in Paris beteiligt gewesen sein. Dafür musste er eine mehrjährige Gefängnisstrafe absitzen. Seit seiner Freilassung darf er nicht arbeiten, die Gemeinde nicht verlassen, hat nächtliche Ausgangssperren und muss dreimal täglich zur Polizei. Inzwischen lebt er getrennt von seiner Familie in einem einsamen Hotel neben der Autobahn in Westfrankreich. Kamel Daoudi - Leben unter Verdacht
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Ökologischer LandbauIdealismus und Wirtschaftlichkeit Probleme und Chancen der Bio-Branche Von Elmar Krämer Bio boomt! Bis 2030 will auch die Bundesregierung laut ihrer Zukunftsstrategie ,Ökologischer Landbau" die ökologisch genutzten Anbauflächen auf rund 20 Prozent ausweiten. Eine hehres Ziel, denn derzeit sind wir bei gerade einmal acht Prozent. Immerhin: Was einst die Nische für als Weltverbesserer belächelte Idealisten war, ist heute Trend und in einigen Fällen Konzept für wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen. Doch wer Erfolg mit Bio haben will, der braucht Ideale, Ideen und Durchhaltewillen - immer noch. Die Reaktivierung von Streuobstwiesen und die Produktion trendiger Saftschorlen ist eine dieser Ideen, umgesetzt von vier jungen Männern aus Berlin. Doch die Anbauflächen sind begrenzt - und somit auch der Umsatz. Ist das nur eine Hürde oder auch eine Chance? Bioprodukte haben längst auch in den Discounterregalen Einzug erhalten, was zum Problem für die kleinen Anbieter werden kann. Und auch regional und saisonal ist oft Fehlanzeige. Da kommen die Äpfel aus Spanien und die Karotten aus Italien. Rund zehn Milliarden Euro werden im Jahr mit Biolebensmitteln erwirtschaftet - doppelt so viel wie vor zehn Jahren. Bio lohnt sich, doch führt nicht gerade das das Konzept oft ad absurdum?
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Feature

rentnerOver the Top Rentner in Höchstform Von Stella Luncke und Josef Maria Schäfers DLF 2018 Sie rackern sich körperlich so richtig ab. Bei weitem mehr, als es die meisten nur halb so alten Menschen tun. 111 km wandern, 8 km schwimmen, mit dem Fahrrad von Münster nach St. Petersburg. "Mit 45 müsste man eigentlich sterben, da ist der Körper aufgebraucht", sagt der 75-jährige Eckhard Friedreich, doch ein Leben ohne Sport kann er sich nicht mehr vorstellen. "Ich mache jetzt einfach alles, bis es nicht mehr geht, und später schaue ich dann zufrieden aus dem Lehnstuhl auf diese Zeit zurück", sagt die 70-jährige Julia Suwelack. Die Reporter versuchen mit ihren Helden mitzuhalten - und keuchen hinterher. Download unter ndr.de/radiokunst und in der NDR Feature Box. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature
Dienstag 20:00 Uhr

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BR-Klassik

Horizonte

bauhaus100 Jahre Bauhaus Unikate Über unerhörte Instrumente und ihre Erbauer Von Horst Konietzny Woher kommen die Töne, die wir dann vielleicht als Musik empfinden? Es gibt Menschen, die sich auf die Suche nach dem noch nicht Gehörten machen und dafür neue Instrumente entwickeln. Unikate. Horst Konietzny stellt in seinem Feature eigenwillige Instrumente und ihre Erbauer vor, die mit neuartigen Gerätschaften neue Höreindrücke vermitteln. Menschen wie Gero König aus Köln, mit seinem Choreografen, oder Ferdinand Foersch, der schon während seines Musikstudiums angefangen hatte Stücke für Waschmaschinenräder zu komponieren und dessen Lebenswerk nun in Gefahr ist, wieder auf den Schrottpatz zurückzukehren.
Dienstag 22:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

AdrenalinAdrenalin. Wenn Alarmbereitschaft zum Dauerzustand wird (2). Gestaltung: Johannes Gelich Eine Ikone des Aufbegehrens. Rosa Luxemburg und der Kampf um eine gerechte Gesellschaft (2). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Das Leben - Kein Irrtum. Friedrich Nietzsche und die Musik (2). Gestaltung: Eva Teimel
Dienstag 22:08 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

down-syndromHandicap Love Das blöde Down-Syndrom - Bilanz und Pläne eines Paares Von Anja Kempe Regie und Ton: die Autorin Produktion: SWR/WDR 2018 Länge: 47"05 Volker und Christiane sind seit 18 Jahren verheiratet. Die Augen werden schlechter und die Haare fallen aus. Aber sie lieben sich. Volker hört nie zu, findet Christiane. Volker findet, Christiane könnte ein bisschen abnehmen. Seit 18 Jahren sind sie verheiratet. Sie haben eine schöne Wohnung, sie haben Arbeit und sie haben sich. Als Christiane vor der Hochzeit eine Blinddarm-Operation hatte, ließ ihre Mutter sie heimlich sterilisieren. Ein Verrat, der für Christiane nur schwer zu verzeihen ist. Menschen mit Trisomie 21 haben eine geringe Lebenserwartung. Volker gehen die Haare aus und Christiane kann kaum noch sehen. Aber Christiane hat eine Idee. Anja Kempe, geboren 1956 in Bremerhaven, Autorin und Regisseurin von Reportagen und Features. Studierte Germanistik und Politik, lebt in Siegburg bei Köln. Zuletzt u.a.: "Sie machen alles falsch! - Die Pädagogisierung der Gesellschaft" (SWR 2016), "Schnelle Eingreiftruppe mit Musik" (WDR/SWR 2015) und "Der Spezialist ist Autist" (WDR/SWR 2014). Das blöde Down-Syndrom - Bilanz und Pläne eines Paares
Mittwoch 00:05 Uhr

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