Ö1

Da capo: Tonspuren

kleine mann."Wenn man arm ist, kompliziert sich alles."Der kleine Mann in der Literatur. Feature von Marie-Claire Messinger und Andrea Hauer Es geht ein Gespenst um, nicht nur in Europa: der kleine Mann. Er protestiert auf der Straße, sitzt in Talkshows; Zeitungen berufen sich auf ihn, er ist die Hauptperson in Politikerreden. Seine Sorgen und Nöte scheint man zu kennen, ebenso sein Häuschen, seine Urlaubswünsche und den Kontostand, sein Allerweltsgesicht und die Ehefrau, Freundin, Schwester oder Cousine. Es existiert auch eine weibliche Ausgabe von ihm. Heinrich Mann und Hans Fallada schreiben über ihn, Werfel, Horvath, Ebner-Eschenbach, Stefan Zweig und Kafka. Er wird als Zwerg im Büro und grauer Beamter geschildert, als Mitläufer und Untertan. Er ist fleißig, sittsam und strebsam, geizig nicht selten; auf alle Fälle platzt er vor Neid. Er schaut auf Kleineres herab und verehrt alles, was größer ist als er selbst. Fürs Große hat er einen besonderen Instinkt. Inzwischen tragen die kleinen Männer Sneakers und Kapuzenshirt, sie wohnen im Grünen am Rand der Stadt, schaffen sich Designermöbel an. Viele von ihnen haben es zu einem Studienabschluss gebracht und, mit allergrößtem Einsatz, womöglich zum Konzernchef. Der Aufstieg lockt, der Abstieg droht. Die Romane, die seit Anfang der 2000er Jahre und verstärkt seit der Finanzkrise erscheinen, zeigen: Der Existenzkampf ist bitterer geworden. Die kleinen Leute rennen im Hamsterrad und stehen vorm Absturz, sie sind "Wutbürger" geworden.
Donnerstag 16:00 Uhr

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Deutschlandradio Kultur

Zeitfragen. Feature

MenstruationHeiliges, gefährliches, verbotenes Blut Menstruation in der wissenschaftlich-gesellschaftlichen Auseinandersetzung Von Susanne Billig und Petra Geist In der Wissenschaft, der Kunst und in Büchern - vor allem junge Frauen machen die Menstruation zum öffentlichen Thema und kämpfen so für eine befreite Weiblichkeit.
Donnerstag 19:30 Uhr

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Nordwest Radio

Feature

erika harzerGeschichten vom Verschwinden von Erika Harzer Fort, unauffindbar, verloren, verschollen, verschwunden. Es gibt viele Synonyme für das Verschwinden. Menschen aus Syrien, Palästina und afrikanischen Ländern sterben auf ihrer Flucht nach Europa beim Versuch, das Mittelmeer zu überqueren. Flüchtlinge aus Mittelamerika erleben das gleiche Schicksal auf ihrem gefährlichen Weg durch Mexiko in die USA. Auch wenn das Verschwinden im Mittelmeer sich vom Verschwinden in Mexiko unterscheidet, gibt es doch eine gemeinsame Ursache: die illegalen Wege, die Menschen einschlagen müssen, um vor Krieg und Gewalt zu fliehen. DLR Kultur 2016
Donnerstag 21:05 Uhr

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