Bayern 2

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dopaminTaktgeber der menschlichen Natur Hormone Signalgeber und Botschafter Chronomedizin Therapie im Takt des Körpers Das Kalenderblatt 19.10.1959 Geburt der Diskothek in Aachen Von Susanne Weichselbaumer Hormone - Signalgeber und Botschafter Autorin: Claudia Steiner / Regie: Adrenalin, Dopamin, Thyroxin, Testosteron, Östrogen, Insulin - diese und viele andere Hormone steuern den menschlichen Körper. Das Hormonsystem wird auch als endokrines System bezeichnet. Endokrin bedeutet "nach innen absondern". Hormone werden an unterschiedlichen Stellen im Körper gebildet zum Beispiel in der Hirnanhang-, der Schild-, der Bauchspeicheldrüse oder auch der Nebenniere. Sie haben die Funktion eines Signalgebers oder Botschafters, denn sie übermitteln wichtige Informationen von einem Organ oder Gewebe zum anderen. Transportiert werden Hormone meist über den Blutkreislauf. So koordinieren die Botenstoffe zum Beispiel wichtige Körperfunktionen oder auch das Wachstum und die Entwicklung. Wenn der Körper zu viel oder zu wenig Hormone produziert, führt dies zu Beschwerden und Krankheiten. So ruft ein Mangel an Insulin beispielsweise Diabetes hervor. Chronomedizin - Therapie im Takt des Körpers Autorin: Maike Brzoska / Regie: Martin Trauner Der Blutdruck steigt morgens stark an. Die Blase füllt sich mittags am schnellsten. Und die Haut erneuert sich vor allem nachts. Viele Funktionen unseres Körpers schwanken im 24-Stunden-Takt, im sogenannten zirkadianen Rhythmus. Das zeigt sich auch bei Erkrankungen. So bekommen morgens mehr Menschen Herzinfarkte und Schlaganfälle als abends. Menschen mit Asthma leiden vor allem nachts unter Atemnot. Die Chronobiologie hat in den letzten Jahren viele solcher Erkenntnisse zusammen getragen. Dennoch gehen viele Mediziner weiterhin davon aus, dass ein Medikament immer gleich wirkt und es nicht so wichtig ist, wann es eingenommen wird. Trotz teils erstaunlichen Studien, die zeigen, wie stark unsere innere Uhr eine Therapie beeinflussen kann, zum Beispiel bei Krebs. Die zögerliche Umsetzung der neuen Erkenntnisse rührt auch daher, dass der zirkadiane Rhythmus nicht bei allen Menschen exakt gleich ist. Es gibt verschiedene Chronotypen. Die bekannteste Einteilung ist die in Lerchen und Eulen. Das macht einheitliche Empfehlungen schwieriger. Hinzu kommt, dass Menschen nicht nur im Tagesverlauf anders auf Wirkstoffe reagieren, sondern auch abhängig von Jahreszeit und Lebensphase. Moderation: Redaktion: Gerda Kuhn
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

MußeMuße Oder: Das kunstvolle Nichtstun Von Bettina Mittelstraß Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Durch welche Tür kann die Idee, der Einfall, die Kunst noch kommen, wenn ununterbrochene Geschäftigkeit den Tag prägt? Arbeit in antikem Sinn ist die Abwesenheit von Muße: Lateinisch Neg-Otium. Arbeit schön und gut, aber Muße stand im Zentrum. Schon der griechische Philosoph Aristoteles sah den höheren und erstrebenswerteren Sinn des menschlichen Daseins im Nicht-Tun. Vorsicht - nicht im Garnichtstun! Muße galt vielmehr als Voraussetzung für eine höchste und sinnvolle Lebensform, in der es um alle Künste und um Theorie geht, um Denken, Erkennen und Wissen, um das Bemühen um Vernunft, Friede, Schönheit oder Gerechtigkeit - und das ist niemals gleichbedeutend mit Untätigkeit. Ist Muße in der Moderne wirklich verlorene Zeit? Und wie spielen Muße und Musik ineinander?
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

toots thielemansFriedrichroda - Brüssel - New York Toots Thielemans und der Atem der Melancholie Von Lou Brouwers Regie: Fabian von Freier Produktion: Dlf/MDR 2018 Im Jahre 1939 sieht Jean-Baptist Thielemans, 17, im Kino seiner Geburtsstadt Brüssel einen amerikanischen Film. Larry Adler spielt darin einen Todeskandidaten, der in seiner Zelle auf der Mundharmonika herzzerreißende Lieder anstimmt. Am nächsten Tag kauft sich Thielemans so ein Instrument. Mit 30 geht er in die USA und wird einer der Größten in der Modern-Jazz-Szene. Im Alter macht ihn der belgische König zum Baron. Aber der König der Mundharmonika nennt sich immer nur ,Toot". Friedrich Buschmann aus Friedrichroda, Thüringen, fertigt 1828 ein Instrument, "nur 4 Zoll im Durchmesser, habe aber 21 Töne darauf, piano und crescendo". In seiner Heimat gilt er als der Erfinder der Mundharmonika. Mitte des 19. Jahrhunderts blüht die Mundharmonika-Industrie in Deutschland auf. Auswanderer bringen das Instrument, das jeder in die Tasche stecken kann, wenig kostet und so schön Heimweh klagen kann, nach Amerika. Dort wird es vor allem in der schwarzen Bevölkerung in Gestalt der Blues Harp schnell populär. Ihr Sound war es, der den jungen Thielemans so berührte. Toots Thielemans und der Atem der Melancholie
Freitag 20:10 Uhr

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