Bayern 2

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MikroalgenLebensraum Meer Mikroalgen Grüne Multitalente Ebbe und Flut Zwischen Sonne und Mond Das Kalenderblatt 22.6.1906 Billy Wilder geboren Von Katalin Fischer Mikroalgen - Grüne Multitalente Autor: Jochen Steiner / Regie: Frank Halbach Algen sind viel mehr als das grüne, glibberige Zeug am Strand: Ohne Algen hätten Menschen nicht genügend Sauerstoff zum Atmen. Außerdem stehen die winzigen Mikroalgen im Meer am Anfang der Nahrungskette, ohne sie gäbe es kein Leben in den Ozeanen. Auch der Mensch nutzt Algen: Bis zu zehn Millionen Tonnen werden Jahr für Jahr geerntet - nicht nur für Sushi: Grüne Mikroalgen werden als Pulver oder Tabletten verkauft - sie liefern zum Beispiel viel Vitamin B12. Forscher untersuchen Algensubstanzen, die hemmend gegen Viren und Bakterien wirken. Und auch die Kosmetikindustrie hat mittlerweile die Algen für sich entdeckt. Wissenschaftler interessieren sich auch für die Öle, die in vielen Algenarten enthalten sind. Ein Ziel: Flugzeuge eines Tages mit Algen-Kerosin fliegen zu lassen. Ebbe und Flut - Zwischen Sonne und Mond Autor: Helmut Stapel / Regie: Sabine Kienhöfer Die Gezeiten der Meere erscheinen uns so selbstverständlich, wie die Luft zum Atmen. Doch das wundersame Wechselspiel von Ebbe und Flut ist ebenso einzigartig, wie die erstaunliche Vielfalt der Dinge, die davon abhängig sind. Viele hoch spezialisierte Tiere und Pflanzen sind auf die Bewegung der Wassermassen angewiesen, die Mond und Sonne mit ihrer Schwerkraft unermüdlich über den Globus ziehen. Riesige Containerfrachter mit Längen bis zu 400 Metern brauchen die Flutwelle, um ihre Zielhäfen in Flüssen zu erreichen. Seit Jahrtausenden leben die Küstenbewohner mit den Gezeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: von 20 Zentimetern auf den Malediven bis zu 16 Metern an der nordamerikanischen Ostküste. Aber der vermeintlich ewige Rhythmus der Wasserhöhen täuscht: Klimawandel und Meeresspiegelanstieg verändern das Gesicht von Küsten und Meeren. Während das empfindliche Wattenmeer unter höheren Fluten zu verschwinden droht und Klippenabbrüche die Küste von Wales neu formen, bereitet sich der Mensch mit höheren Deichen und Küstenschutzbauwerken auf die Fluten der Zukunft vor. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Gerda Kuhn
Freitag 09:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Leben

pressefreiheitGrundgesetz Artikel 5, Satz 1 Rechtspopulismus und Pressefreiheit Von Thilo Schmidt Die Pressefreiheit ist im Grundgesetz verankert. Seit Rechtspopulisten und ihre Anhänger "Lügenpresse" skandieren und Journalisten verbal attackieren, kommt es verstärkt zu tätlichen Angriffen. Arndt Ginzel aus Leipzig erlebt das regelmäßig. Auf Pegida- und Legida-Demonstrationen beobachtete er, wie Reporter durch die Straßen gejagt und angegriffen wurden. Manch einer berichtet nur noch mit Personenschutz von solchen Veranstaltungen. Unser Autor Thilo Schmidt hat auf einer Pegida-Versammlung in Dresden hautnah erfahren, wie die Arbeit von Journalisten behindert wird. (Produktion 2017) Sein Feature erhielt am 3. Mai den 1. Preis des "Wettbewerbs zum Tag der Pressefreiheit 2018".
Freitag 10:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

Bruno WalterFreundschaft übern Gartenzaun Thomas Mann und sein Nachbar Bruno Walter Von Markus Vanhoefer Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Glauben wir Katja Mann, begann alles mit einem Zwist unter Nachbarskindern in München-Bogenhausen. Klaus (Mann) hatte Gretel (Walter), in die er angeblich auch ein wenig verliebt war, auf dem Schulweg an den Haaren gezogen. Der Konflikt der Kleinen hatte etwas Gutes. Zur Streitschlichtung nahmen die beiden betroffenen Elternpaare Kontakt auf. Es ist der Anfang einer der außergewöhnlichsten und faszinierendsten Künstlerfreundschaften des 20. Jahrhunderts. "Der Musik habe ich mich in den letzen Jahren wieder viel mehr genähert. Hauptsächlich wohl durch den Verkehr mit B. Walter, dem guten, feurigen, kindlichen, begeisterten Generalmusikdirektor", wird der musikaffine Literaturnobelpreisträger Thomas Mann 1917 über seinen Nachbarn schreiben. Die lebenslange Freundschaft zwischen dem Autor der "Buddenbrooks" und dem großen, international erfolgreichen Dirigenten Bruno Walter ist überraschend facettenreich. Sie beginnt im Privaten, bei Faschingsfeiern, Familienfesten und Familientragödien, geht über gemeinsames kulturelles Engagement (zum Beispiel für Pfitzners Oper "Palestrina") und kulminiert in der gemeinsamen leidvollen Erfahrung der Emigration, als beide Familien 1933 von den Nazis aus Deutschland vertrieben werden. Die enge Beziehung zwischen Mann und Walter ist deshalb nicht nur die Literatur- und Musikgeschichte. Sie ist deutsche Geschichte und Weltgeschichte. Das macht sie so erzählenswert.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Familie BakuninAnarchie der Liebe Die Familie Bakunin Von Zoran Solomun und Hansi Oostinga Regie: Fabian von Freier Produktion: Dlf 2018 Er ließ in seinem Leben keine Barrikade aus: Michail Bakunin, der russische Aristokrat, der zum Vater der Anarchie und zum Gegenspieler von Karl Marx werden sollte. Er war an allen großen Revolten seiner Zeit beteiligt - und verweigerte sich auch im Privaten der Herrschaft über andere Menschen. In der sibirischen Verbannung lernte er seine Frau Antonia kennen. Er, ein Bär von einem Mann, verliebte sich leidenschaftlich in die 27 Jahre jüngere, zarte, sehr selbstbewusste Antonia. Eine von Beginn an ungewöhnliche Beziehung, aus der eine ebenso ungewöhnliche Familie hervorging. Die beiden hatten offiziell drei Kinder. Deren leiblicher Vater war allerdings Carlo Gambuzzi, ein enger Mitstreiter Bakunins. Bakunin, Antonia und Gambuzzi verband eine tiefe Zuneigung. Während Bakunin zu seinem Lebensende hin politisch immer mehr resignierte, hatte diese für ihre Zeit bahnbrechende und heute noch inspirierende Ménage-à-trois hingegen Bestand - und brachte ebenso eigenwillige Nachfahren hervor. Anarchie der Liebe
Freitag 20:10 Uhr

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