RBB kulturRadio

FEATURE

UngerechtigkeitARD-Themenwoche ""Gerechtigkeit"" Trauma Ungerechtigkeit Von Jessica Brautzsch Regie: Wolfgang Rindfleisch Produktion: MDR 2018 - Ursendung -
Samstag 09:04 Uhr

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MDR KULTUR

Trauma Ungerechtigkeit

ARD-Themenwoche "Ist das gerecht?" Von Jessica Brautzsch (Ursendung) Was ist schon eine Kränkung? Nichts Weltbewegendes. Und doch kann sie die eigene Welt auf den Kopf stellen und bis in die Grundfesten erschüttern. Susanne L. lernte Facharbeiterin für Polstertechnik. Doch nach der Wende verlor sie ihre Stelle beim Automobilwerk Eisenach. Seitdem hangelte sie sich von einer Beschäftigung in die nächste und landete doch immer wieder auf dem Arbeitsamt. Vergeblich bat sie um finanzielle Unterstützung für eine Ausbildung zur Podologin. Statt Zuwendung erfuhr sie Zurechtweisungen. Susanne L. versucht nun auf politischer Ebene Recht zu bekommen. Ralf G., er hat den Glauben an Politik und Justiz längst verloren. Sein Traum von einer glücklichen Familie hat sich nicht erfüllt. Völlig überraschend für ihn, wirft ihm seine Frau häusliche Gewalt vor, beantragt die Scheidung und das Sorgerecht für seine beiden Kinder. Ralf G. ist entsetzt über das Verhalten von Jugendamt und Justiz. Seit fünf Jahren streitet er vehement um sein Recht und kündigt nun einen Rachefeldzug gegen die Justiz an. Ein Verhalten, das schon fast an die Verbitterungsstörung erinnert, wie sie der Psychiater Michael Linden von der Charité Berlin beschreibt. Als erster seines Fachs hat er dieses Krankheitsbild beschrieben. In seinen Arbeiten zeigt er, wann das erlebte Unrecht zum Wahn wird. An Fallbeispielen beweist er: Das schlimmste erlebte Unrecht ist jenes, das unsere individuellen Grundwerte angreift. Jessica Brautzsch (Jahrgang 1987) absolvierte ein Studium der Germanistik in Leipzig, das sie mit dem Master abschloss. Seit 2013 arbeitet sie beim Mitteldeutschen Rundfunk für MDR SPUTNIK und für MDR Aktuell. 2016 realisiert sie für SPUTNIK zwei Features: "Mit Sicherheit Angst" über das Unsicherheitsgefühl in Sachsen-Anhalt und "Glaubenssache", ein trimediales Projekt über ihren individuellen Weg zum christlichen Glauben. "Glaubenssache" wurde 2017 mit dem 3. Platz des Nachwuchsjournalistenpreises der IHK Sachsen-Anhalt und dem "Goldenen Kompass", dem Preis des christlichen Medienverbunds KEP, ausgezeichnet. 2017 realisiert sie für MDR Aktuell die Tagesreihe "Wie Luther den 31. Oktober 1517 erlebt hat". Regie: Wolfgang Rindfleisch Produktion: MDR 2018
Samstag 09:05 Uhr

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Ö1

Hörbilder

Purdue PharmaPainkillers. Die Opiatkrise in den USA. Feature von Lorenz Rollhäuser (NDR/DLF 2018) Sobald die Krankenkasse die teuren Schmerzmittel nicht mehr bezahlt, steigen viele Süchtige um: auf Heroin. Die schlimmste Drogenkrise in den USA ist Folge einer hemmungslosen Verschreibungspraxis. Vom Geschäft mit den Opiaten profitiert besonders eine Firma mit deutschen Wurzeln. Nan Goldin, die berühmte New Yorker Fotografin, war opiatsüchtig. Nun geht sie gegen die Familie Sackler vor. In den sozialen Medien und mit Aktionen in Museen. Denn die Sacklers gehören nicht nur zu den größten Spendern im Bereich von Kunst und Wissenschaft. Sie sind auch Eigentümer von Purdue Pharma, dem Hersteller von Oxycontin, einem Schmerzmittel auf Opiatbasis. 15 Milliarden hat die diskrete Familie seit 1996 damit verdient. Als Folge davon erleben die USA derzeit die dramatischste Drogenkrise ihrer Geschichte. Mehr als hundert Menschen sterben täglich an Überdosen, denn viele Schmerzmittelabhängige steigen auf Heroin und anderes um. Nan Goldin fordert nun von den Sacklers, ihr schmutziges Geld nicht in Museen, sondern in Reha-Einrichtungen zu stecken. Ein Feature über Pharmabusiness und Politik und das Drogenelend in der US-amerikanischen Provinz, das die edlen Kunsttempel in den Städten finanziert.
Samstag 09:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

LettlandDie Nation aus dem Liederschrank Wie die Letten ihre Republik besingen Von Jutta Jacobi Aufnahme des WDR 2018 Wiederholung: So 15.04 Uhr Alle fünf Jahre versammeln sich in Riga Zehntausende von Menschen unter freiem Himmel zum größten Sängerfest der Welt. In diesem Jahr fiel es mit dem 100. Geburtstag der lettischen Republik zusammen, gegründet am 18. November 1918 - als letzter der drei baltischen Staaten. Die Letten verstehen sich als "singendes Volk". Ihr größter Schatz ist ein Schrank mit zweihundertachtundsechzigtausendachthundertfünfzehn Liedtexten. Ihr Nationalheld ist kein Feldherr und kein Politiker, sondern ein Liedersammler. Mit ihren Liedern haben sie erst die Deutschen aus dem Land gesungen, dann die Sowjets. Singen ist Bürgerpflicht in Lettland. Aber nicht alle Bewohner des Landes singen dieselben Lieder. Nach 44 Jahren sowjetischer Besatzung ist eine große russische Minderheit im Land geblieben. Die bewahrt ihre eigenen Traditionen, ihre eigene Sprache, ihre eigene Version der Geschichte. Aber es gibt Grenzgänger. Zum Sängerfest hat Jutta Jacobi eine junge Eurorussin begleitet. Sie singt mit den Letten und pflegt ihre russische Seele.
Samstag 12:04 Uhr

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Bayern 2

Zeit für Bayern

Akustische Reisen durch Bayerns Regionen Die neue Stadtflucht Oder: Arbeiten im Paradies? Von Horst Konietzny Der Hoppe: oder Hin und zurück Eine Geschichte von Ein- und Ausheimischen Von Andreas Pehl Wiederholung um 21.05 Uhr Die neue Stadtflucht Oder: Arbeiten im Paradies? Von Horst Konietzny In der Stadt zu leben, wird eigentlich immer unattraktiver: Feinstaub, Lärm und vor allem die horrenden Lebenskosten, die bei der gegenwärtigen Preisentwicklung in den angesagten Metropolen Bayerns gerade so ein Überleben ermöglichen. Kein Wunder also, dass die gut ausgebildeten jungen, urbanen, flexiblen Arbeitskräfte der Zukunft bei der Frage, "wie wollen wir eigentlich leben?"zu träumen beginnen. Und dieser Traum lässt sich auf ein Stichwort bringen:Smart Country, mit Hilfe der Digitalisierung aufgepeppte, glühende Landschaften, in denen es sich urban arbeiten und naturnah leben lässt. In zunehmender Dichte werden daher entsprechende Entwicklungsprogramme aufgelegt, die mit neuer Technik und Vernetzung der Verödung der Landstriche entgegenwirken sollen und neue Konzepte für ein frischeres Arbeits-Leben im Freien entwerfen. Co -Working und Co-Living am Kuhstall gewissermaßen. Für sein Feature macht sich Horst Konietzny auf die Suche nach ländlichen Hot-Spots. Der Hoppe: oder Hin und zurück Eine Geschichte von Ein- und Ausheimischen Von Andreas Pehl Sanfte Hügel, saftig grüne Wiesen und gemütliche, Pfeife rauchende Ureinwohner - fast so schön wie im Tolkien"schen Auenland ist es in Waakirchen. Doch Markus Hoppe wollte ein Abenteuer erleben. Er hat seine Heimat verlassen für türkisblaues Meer, weiße Strände und ein gutes Bier unter Palmen. Hoppe wurde Braumeister auf Mauritius. Aber der Oberbayer hat es nicht allzu lang im indischen Ozean ausgehalten. Zurück in Bayern baut er in seinem Heimatort gerade eine eigene Brauereiwirtschaft auf. Gemeinde und Landratsamt unterstützen ihn, denn er ist einer der sogenannten "Ausheimischen", die mit kreativen Ideen und neuen Erfahrungen das Leben auf dem Land bereichern und attraktiv halten sollen. Davon ist jedenfalls Christof Isoop überzeugt. Der Kärntner ist bei seinen Untersuchungen darauf gestoßen, dass durch den Wegzug vor allem junger Menschen dem ländlichen Raum wertvolles Potenzial verlorengeht. Auswärts erworbene Kompetenzen, Erfahrungen und Netzwerke können jedoch für ihre Herkunftsregionen von großem Wert sein. Und so untersucht Isoops Verein Zukunftsorte e.V. gemeinsam mit dem Landkreis Miesbach, wie die Kompetenzen solcher Ausheimischer für den Landkreis eingesetzt werden können. Brauer Markus Hoppe jedenfalls macht Waakirchen um einen attraktiven Treffpunkt reicher - auch wenn er nicht alle Ideen umsetzen kann und wegen des Reinheitsgebots bei seinen Bieren "Wuida Hund", "Wuide Henna" oder "Vogelwuid" weder Guave noch Wassermelone mitbraut.
Samstag 12:05 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

jens söringDas Versprechen Der Fall Jens Söring Von Karin Steinberger und Marcus Vetter NDR/SWR 2018 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Seit 32 Jahren sitzt Jens Söring in einem US-Knast. 1990 wurde er in den USA zu zweimal lebenslänglich verurteilt, weil er 1985 die Eltern seiner Freundin Elizabeth Haysom brutal ermordet haben soll. Was ist damals wirklich passiert? Die Telefone hatten noch Wählscheiben, und Deutschland war ein geteiltes Land, als er ein freier Mensch war. Erst gesteht er die Tat, er sagt, um seine große Liebe vor dem elektrischen Stuhl zu retten. Seitdem beteuert er seine Unschuld. DNA-Experten konnten keine Spur von Jens Söring am Tatort nachweisen, immer mehr Menschen glauben, dass es Söring nicht war. Dennoch ist er in Haft.
Samstag 13:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

Was für ein Theater! 200 Jahre Nationaltheater, 100 Jahre Bayerische Staatsoper: Ein Doppeljubiläum in München Von Alexandra Maria Dielitz Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr
Samstag 14:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Reihe 18 Plus! Bella Palanka Eine serbisch-deutsche Heimaterzählung Von Johanna Bentz Regie: die Autorin Mit: Lisa Hrdina, Alexander Ebeert, Nico Holonics, Ralf Bei der Kellen, Klaus-Michael Klingsporn und Julius Stucke Ton: Martin Eichberg Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018 Länge: ca. 54" (Ursendung) Den größten Teil seines Lebens hat Emrah in Deutschland verbracht. Jetzt lebt er in einem serbischen Provinzdorf - abgeschoben als krimineller Ausländer. Wie kam es soweit? Nach einer Haftstrafe von mehr als drei Jahren schiebt Deutschland ,kriminelle Ausländer" in ihre Herkunftsländer ab. Doch was, wenn dort kein Zuhause mehr zu finden ist? Emrah Gradina, 28, muss sich ein neues Leben in Serbien aufbauen. 22 Jahre seines Lebens hat er in Deutschland verbracht, spricht nur gebrochen serbisch und ist nun völlig auf sich allein gestellt. Das Feature macht Emrah zum Erzähler seines Lebens. Es zeigt Versuche eines Neuanfangs, spart aber auch seine schwierige Vergangenheit in Deutschland nicht aus. Das Feature ist Teil der Sendereihe "18 Plus!". Entstanden ist es in Kooperation mit der doku.klasse des Duisburger Festivals "doxs! - dokumentarfilme für kinder und jugendliche", ZDF/3sat, der Grimme-Akademie und der FSF Berlin. 3sat zeigt den Dokumentarfilm "Bella Palanka" als TV-Premiere im Rahmen der Reihe "Ab 18!", die mittels außergewöhnlicher filmischer Handschriften Geschichten vom Erwachsenwerden erzählt. Ein Betrag zur ARD Themenwoche "Gerechtigkeit" Johanna Bentz, geboren 1982, studierte Regie für Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 2012 arbeitet sie als Autorin und Regisseurin für Film und Radio: "Faking War - wie die Nato mit zivilen Komparsen den Krieg trainiert" ( Dlf 2015), "Crisis what crisis" (Essayfilm über Griechenland, 2015), "Die Verführungskünstler" (Dokumentarfilm 2012), "Arme Bauern und globales Business" (ARD-Radiofeature mit Veronica Frenzel, 2017). "Bella Palanka" entsteht parallel auch als Dokumentarfilm für den Fernsehsender 3sat. Bella Palanka
Samstag 18:05 Uhr

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BR-Heimat

Zeit für Bayern

StadtfluchtAkustische Reisen durch Bayerns Regionen Die neue Stadtflucht Oder: Arbeiten im Paradies? Von Horst Konietzny Der Hoppe: oder Hin und zurück Eine Geschichte von Ein- und Ausheimischen Von Andreas Pehl Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Die neue Stadtflucht Oder: Arbeiten im Paradies? Von Horst Konietzny In der Stadt zu leben, wird eigentlich immer unattraktiver: Feinstaub, Lärm und vor allem die horrenden Lebenskosten, die bei der gegenwärtigen Preisentwicklung in den angesagten Metropolen Bayerns gerade so ein Überleben ermöglichen. Kein Wunder also, dass die gut ausgebildeten jungen, urbanen, flexiblen Arbeitskräfte der Zukunft bei der Frage, "wie wollen wir eigentlich leben?" zu träumen beginnen. Und dieser Traum lässt sich auf ein Stichwort bringen: Smart Country, mit Hilfe der Digitalisierung aufgepeppte, glühende Landschaften, in denen es sich urban arbeiten und naturnah leben lässt. In zunehmender Dichte werden daher entsprechende Entwicklungsprogramme aufgelegt, die mit neuer Technik und Vernetzung der Verödung der Landstriche entgegenwirken sollen und neue Konzepte für ein frischeres Arbeits-Leben im Freien entwerfen. Co -Working und Co-Living am Kuhstall gewissermaßen. Für sein Feature macht sich Horst Konietzny auf die Suche nach ländlichen Hot-Spots. Der Hoppe: oder Hin und zurück Eine Geschichte von Ein- und Ausheimischen Von Andreas Pehl Sanfte Hügel, saftig grüne Wiesen und gemütliche, Pfeife rauchende Ureinwohner - fast so schön wie im Tolkien"schen Auenland ist es in Waakirchen. Doch Markus Hoppe wollte ein Abenteuer erleben. Er hat seine Heimat verlassen für türkisblaues Meer, weiße Strände und ein gutes Bier unter Palmen. Hoppe wurde Braumeister auf Mauritius. Aber der Oberbayer hat es nicht allzu lang im indischen Ozean ausgehalten. Zurück in Bayern baut er in seinem Heimatort gerade eine eigene Brauereiwirtschaft auf. Gemeinde und Landratsamt unterstützen ihn, denn er ist einer der sogenannten "Ausheimischen", die mit kreativen Ideen und neuen Erfahrungen das Leben auf dem Land bereichern und attraktiv halten sollen. Davon ist jedenfalls Christof Isoop überzeugt. Der Kärntner ist bei seinen Untersuchungen darauf gestoßen, dass durch den Wegzug vor allem junger Menschen dem ländlichen Raum wertvolles Potenzial verlorengeht. Auswärts erworbene Kompetenzen, Erfahrungen und Netzwerke können jedoch für ihre Herkunftsregionen von großem Wert sein. Und so untersucht Isoops Verein Zukunftsorte e.V. gemeinsam mit dem Landkreis Miesbach, wie die Kompetenzen solcher Ausheimischer für den Landkreis eingesetzt werden können. Brauer Markus Hoppe jedenfalls macht Waakirchen um einen attraktiven Treffpunkt reicher - auch wenn er nicht alle Ideen umsetzen kann und wegen des Reinheitsgebots bei seinen Bieren "Wuida Hund", "Wuide Henna" oder "Vogelwuid" weder Guave noch Wassermelone mitbraut.
Samstag 21:05 Uhr

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Bayern 2

Zeit für Bayern

Akustische Reisen durch Bayerns Regionen Die neue Stadtflucht Oder: Arbeiten im Paradies? Von Horst Konietzny Der Hoppe: oder Hin und zurück Eine Geschichte von Ein- und Ausheimischen Von Andreas Pehl Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Die neue Stadtflucht Oder: Arbeiten im Paradies? Von Horst Konietzny In der Stadt zu leben, wird eigentlich immer unattraktiver: Feinstaub, Lärm und vor allem die horrenden Lebenskosten, die bei der gegenwärtigen Preisentwicklung in den angesagten Metropolen Bayerns gerade so ein Überleben ermöglichen. Kein Wunder also, dass die gut ausgebildeten jungen, urbanen, flexiblen Arbeitskräfte der Zukunft bei der Frage, "wie wollen wir eigentlich leben?" zu träumen beginnen. Und dieser Traum lässt sich auf ein Stichwort bringen: Smart Country, mit Hilfe der Digitalisierung aufgepeppte, glühende Landschaften, in denen es sich urban arbeiten und naturnah leben lässt. In zunehmender Dichte werden daher entsprechende Entwicklungsprogramme aufgelegt, die mit neuer Technik und Vernetzung der Verödung der Landstriche entgegenwirken sollen und neue Konzepte für ein frischeres Arbeits-Leben im Freien entwerfen. Co -Working und Co-Living am Kuhstall gewissermaßen. Für sein Feature macht sich Horst Konietzny auf die Suche nach ländlichen Hot-Spots. Der Hoppe: oder Hin und zurück Eine Geschichte von Ein- und Ausheimischen Von Andreas Pehl Sanfte Hügel, saftig grüne Wiesen und gemütliche, Pfeife rauchende Ureinwohner - fast so schön wie im Tolkien"schen Auenland ist es in Waakirchen. Doch Markus Hoppe wollte ein Abenteuer erleben. Er hat seine Heimat verlassen für türkisblaues Meer, weiße Strände und ein gutes Bier unter Palmen. Hoppe wurde Braumeister auf Mauritius. Aber der Oberbayer hat es nicht allzu lang im indischen Ozean ausgehalten. Zurück in Bayern baut er in seinem Heimatort gerade eine eigene Brauereiwirtschaft auf. Gemeinde und Landratsamt unterstützen ihn, denn er ist einer der sogenannten "Ausheimischen", die mit kreativen Ideen und neuen Erfahrungen das Leben auf dem Land bereichern und attraktiv halten sollen. Davon ist jedenfalls Christof Isoop überzeugt. Der Kärntner ist bei seinen Untersuchungen darauf gestoßen, dass durch den Wegzug vor allem junger Menschen dem ländlichen Raum wertvolles Potenzial verlorengeht. Auswärts erworbene Kompetenzen, Erfahrungen und Netzwerke können jedoch für ihre Herkunftsregionen von großem Wert sein. Und so untersucht Isoops Verein Zukunftsorte e.V. gemeinsam mit dem Landkreis Miesbach, wie die Kompetenzen solcher Ausheimischer für den Landkreis eingesetzt werden können. Brauer Markus Hoppe jedenfalls macht Waakirchen um einen attraktiven Treffpunkt reicher - auch wenn er nicht alle Ideen umsetzen kann und wegen des Reinheitsgebots bei seinen Bieren "Wuida Hund", "Wuide Henna" oder "Vogelwuid" weder Guave noch Wassermelone mitbraut.
Samstag 21:05 Uhr

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