RBB kulturRadio

FEATURE

Digital Bohème Mein Weg zur Künstlerin Von Annika Krump Regie: Felicitas Ott Produktion: SWR 2016
Samstag 09:04 Uhr

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Ö1

Hörbilder

Wenigstens eine Chance. Geschichte einer Kindesabnahme. Feature von Christine Pramhas. Anita B. ist keine, die es in ihrem Leben immer leicht gehabt hat. Und nicht immer hat sie den "richtigen Weg gefunden", wie es ihre Anwältin formuliert. Sie wurde als lernbehindert stigmatisiert, war drogensüchtig, infizierte sich mit HIV. Dennoch gelingt es der heute 43-Jährigen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie besiegt ihre Suchterkrankung, findet Arbeit, verliebt sich in einen Kollegen. Als sie wider Erwarten schwanger wird, freuen sich die beiden auf das Kind und wollen es gemeinsam großziehen. Im Dezember 2016 bringt Anita B. einen gesunden Buben zur Welt. Das Jugendamt greift sofort ein und beantragt die Obsorge bei Gericht. Aber die zukünftigen Eltern geben nicht auf, allen Widerständen und Vorurteilen zum Trotz suchen sie sich Unterstützung und kämpfen vor Gericht um die Obsorge. Ein entlarvendes Fallbeispiel, an dem tiefgreifende Mängel in der Entscheidung von Pflegschaftsurteilen sichtbar werden, gerade im Umgang mit Menschen, die in manchem nicht der Norm entsprechen. Redaktion: Elisabeth Stratka Technik: Elmar Peinelt
Samstag 09:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

estlandDas sowjetische Trauma Estland auf der Suche nach sich selbst Von Elke Pressler Aufnahme des WDR 2014 Wiederholung: So 15.04 Uhr Vor 100 Jahren - im Februar 1918 - erlangten die Esten ihre erste Unabhängigkeit von Russland. Auf die zweite mussten sie dann bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion warten. Die Geschichte hat das Land geprägt; die Suche nach der estnischen Identität hält an. Was ist estnisch? Soll der russischen Minderheit ein Sprachzeugnis oder gar ein Bekenntnis zur Mehrheitskultur abverlangt werden? Und wie definiert die sich überhaupt - in einem Land, das wie kaum ein anderes auf Internet und digitale Vernetzung setzt? Mit ihrem Roman "Fegefeuer" hat die estnisch-finnische Autorin Sofi Oksanen vor einigen Jahren eine Debatte ausgelöst, die noch nicht beendet scheint. Wie weit haben die Esten die Jahrzehnte sowjetischer Okkupation und erzwungenen Schweigens aufgearbeitet, und welche Lehren sind zu ziehen?
Samstag 12:04 Uhr

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Bayern 2

Zeit für Bayern

Akustische Reisen durch Bayerns Regionen Mit Brief und Siegel Ohne TÜV geht (fast) nichts Von Birgit Grundner Das heimische Ski-Erbe Über Skilifte im Fichtelgebirge und im Frankenwald Von Carlo Schindhelm Wiederholung um 21.05 Uhr Mit Brief und Siegel Ohne TÜV geht (fast) nichts Von Birgit Grundner Alles begann mit einer Explosion. Der hochgegangene Dampfkessel in einer badischen Brauerei anno 1865 war sozusagen der Urknall für den Technischen Überwachungsverein. Um weitere solche Unglücke zu vermeiden, gründeten Mannheimer Unternehmer damals die "Gesellschaft zur Überwachung und Versicherung von Dampfkesseln". Für den DÜV, den Dampfkesselüberwachungsverein, war zunächst ein einziger Prüfer zuständig. Heute ist der TÜV eine breitgefächerte Industrie mit zig-tausenden Mitarbeitern. Die größten Holdings in Deutschland sind der TÜV Süd, der TÜV Nord und der TÜV Rheinland. Geprüft wird alles, was irgendwie mit technischer Sicherheit zu tun hat: Von der Achterbahn bis zur Skibindung. Die allseits bekannte TÜV-Plakette am Auto macht nur noch einen Teil des Geschäfts aus. In Garching bei München arbeiten 300 Mitarbeiter in einem TÜV-Testlabor, die Alltagsgegenstände auf ihre Belastbarkeit und Tauglichkeit prüfen. Das sogenannte GS Siegel, geprüfte Sicherheit, ist inzwischen genauso bekannt wie das TÜV-Papperl. Birgit Grundner zeichnet in ihrem Feature die Geschichte des Prüfwesens in Bayern nach. Das heimische Ski-Erbe Über Skilifte im Fichtelgebirge und im Frankenwald Von Carlo Schindhelm Eigentlich habe ich mich damit ganz gut eingerichtet. Hin und wieder fahre ich zum Tourenskifahren in die Berge - unabhängig von Skiliften. Über Schneekanonen und Skiliftpreise muss ich mir keine Gedanken machen. Höchstes darüber ob es angemessen ist, für ein Bergwochenende quer durch Bayern in die Alpen zu fahren. Mit meinen zwei kleinen Kindern aber stellt sich plötzlich die Frage. Vererbe ich meine Skibegeisterung: Will ich meinen Kindern jede Saison für mehrere hundert Euro neue Skier und Schuhe kaufen, dazu noch Stöcke und einen Helm. Will ich tatsächlich für eine vierköpfige Familie über hundert Euro für einen Tagesskipass ausgeben? Hinzu kommen schneearme Winter und eine Tourismusindustrie, die es schafft weiße Bahnen in die Berge zu legen, während rechts und links davon Bäume und Wiesen grün und braun sind. Auch die Skilifte im Mittelgebirge haben mit dem Klimawandel zu kämpfen. Am Ochsenkopf im Fichtelgebirge haben die Liftbetreiber in Kunstschnee investiert - planen hochmoderne Gondeln mit einer höheren Kapazität. Denn die Nachfrage ist da. In Ludwigsstadt im Frankenwald gibt es einen Skiliftbetreiber, der sich Schneekanonen gar nicht leisten könnte und immer wieder daran denkt aufzugeben. Dann macht er aber doch weiter, so wie die Generation davor schon. Und ich? Ich mache auch weiter und gehe mit meinen Kindern Skifahren im Fichtelgebirge und im Frankenwald und bin überrascht, wie schnell sie es lernen.
Samstag 12:05 Uhr

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Bayern 2

das ARD radiofeature

korruptionGeschenke aus Baku Ein Feature über Korruption im Europarat Von Martin Durm SWR 2018 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Alles ist käuflich. Nach dieser Devise versucht Aserbaidschan seit Jahren, den Straßburger Europarat zu korrumpieren. Abgeordnete werden mit Geld, Reisen und kostspieligen Geschenken geködert, um später als "Wahlbeobachter" in Aserbaidschan das diktatorische Alijew-Regime zu legitimieren. Baku erwartet als Gegenleistung für seine Gefälligkeiten geschönte Berichte und positive Bilanzen. Die wurde in den vergangenen Jahren auch prompt aus Straßburg geliefert: Egal ob Parlamentswahl, Präsidentschaftswahl oder Verfassungsreferendum: Jedes Mal hat der Europarat dem Regime demokratische Persilscheine ausgestellt. Dabei versteht sich der vor bald 70 Jahren in Straßburg gegründete Europarat als "Wahrer der europäischen Menschenrechtskonvention". Doch wenn die "Kaviar-Diplomatie" Aserbaidschans nicht gestoppt wird, verspielt er seine Existenzberechtigung und seine Glaubwürdigkeit.
Samstag 13:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

giacomo pucciniLeben mit Puccini Das Festival in Torre del Lago Von Dorette Deutsch Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr Die meisten Opern Giacomo Puccinis sind im toskanischen Torre del Lago entstanden, wo sich der Maestro, im nahen Lucca geboren, 1899 eine Villa erbauen ließ. Zwischen der Arbeit an "Madame Butterfly" und "La Fanciulla del West" ging der Komponist hier mit seinen Freunden auf Entenjagd. Für Puccini war "Tordellago", wie er es nannte, Mittelpunkt seines Lebens und Seelenlandschaft, in die er immer wieder zurückkehrte, bis ihn der Bau einer Fabrik nach Viareggio vertrieb. Puccini hatte sich nichts sehnlicher gewünscht, als einmal am See die Klänge seiner Opern zu hören. 1930, sechs Jahre nach dem Tod des Maestro, fanden in Torre del Lago die ersten Puccini-Festspiele statt. Heute ist der beschauliche Ort zwischen Seepromenaden und Sandstränden südlicher Ortsteil der Hafenstadt Viareggio und erwacht erst zum Leben, wenn sich Fans aus der ganzen Welt auf die Spuren des Maestro begeben. Drei Stiftungen verwalten das künstlerische Erbe Puccinis, der nach seinen internationalen Erfolgen der erste Pop-Star der Klassik war. Opernfans und Künstler, darunter Opernstar Andrea Bocelli und der Tenor Amadi Lagha, der Direktor des Puccini-Festivals, sowie der Leiter der Puccini-Stiftung in Lucca berichten von Puccinis Erbe und vom Leben in der Nordtoskana.
Samstag 14:05 Uhr

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SR2 Kulturradio

FeatureZeit: das ARD radiofeature

Geschenke aus Baku Ein Feature über Korruption im Europarat Von Martin Durm Werte, Wahlen, Menschenrechte? Für die politische Elite Aserbaidschans ist alles käuflich. Im Straßburger Europarat werden Abgeordnete mit Geld und Geschenken geködert, um dem Alijew-Regime als "Wahlbeobachter" demokratische Persilscheine zu verschaffen.
Samstag 17:04 Uhr

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Bremen Zwei

ARDradiofeature

korruptionGeschenke aus Baku Ein Feature über Korruption im Europarat von Martin Durm Alles ist käuflich. Nach dieser Devise versucht Aserbaidschan seit Jahren, den Straßburger Europarat zu korrumpieren. Abgeordnete werden mit Geld, Reisen und kostspieligen Geschenken geködert, um später als "Wahlbeobachter" in Aserbaidschan das diktatorische Alijew-Regime zu legitimieren. Baku erwartet als Gegenleistung für seine Gefälligkeiten geschönte Berichte und positive Bilanzen. Die wurde in den vergangenen Jahren auch prompt aus Straßburg geliefert: Egal ob Parlamentswahl, Präsidentschaftswahl oder Verfassungsreferendum: Jedes Mal hat der Europarat dem Regime demokratische Persilscheine ausgestellt. Dabei versteht sich der vor bald 70 Jahren in Straßburg gegründete Europarat als "Wahrer der europäischen Menschenrechtskonvention". Doch wenn die "Kaviar-Diplomatie" Aserbaidschans nicht gestoppt wird, verspielt er seine Existenzberechtigung und seine Glaubwürdigkeit. Redaktion: Wolfgang Wessels Produktion SWR 2018
Samstag 18:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Sieben Trappen Ein deutsches Panorama Von Mareike Maage Regie: die Autorin Ton: Julius Middendorff und Venke Decker Produktion: Deutschlandfunk Kultur/RBB 2018 Länge: 52"06 (Ursendung) Aus dem Kindheitsort der Autorin ist ein deutsches Panoptikum geworden. Als ich ,Sieben Trappen" vor 20 Jahren verließ, pflanzten Menschen Totholzhecken für eine bessere Welt, zu Hoffesten kam Staatsbesuch und Frauen sprachen mit Tieren über deren Kinderwünsche. Heute sind meine Eltern Rentner. Auf dem Hof leben ein Pole, ein Bundeswehrsoldat und eine kurdische Familie aus dem Irak. Mein Vater hat eine neue Gesprächspartnerin, die auf dem Hof ihr Pferd stehen hat und sehr kurze Hosen trägt. Ein Sammelsurium der Gesellschaft. Trotzdem versuchen alle Parteien miteinander auszukommen. Mareike Maage, geboren 1979 in Hannover, studierte Kunst und Experimentelles Radio in Weimar und Tokio. Anschließend tätig als Künstlerin, Kuratorin und Autorin. Seit 2013 Feature-Redakteurin beim RBB. Diverse Hörspiele und Feature u.a. "Idee und Realisation" (WDR 2008), "Möglichkeiten" (DRS 2010), "Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners" (WDR 2011), "Gute Tante Arbeitsamt" (NDR 2013). Zuletzt entstand das Hörspiel "K für Kunst" (RBB 2016). Sieben Trappen
Samstag 18:05 Uhr

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Bayern 2

Zeit für Bayern

Technischen ÜberwachungsvereinAkustische Reisen durch Bayerns Regionen Mit Brief und Siegel Ohne TÜV geht (fast) nichts Von Birgit Grundner Das heimische Ski-Erbe Über Skilifte im Fichtelgebirge und im Frankenwald Von Carlo Schindhelm Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Mit Brief und Siegel Ohne TÜV geht (fast) nichts Von Birgit Grundner Alles begann mit einer Explosion. Der hochgegangene Dampfkessel in einer badischen Brauerei anno 1865 war sozusagen der Urknall für den Technischen Überwachungsverein. Um weitere solche Unglücke zu vermeiden, gründeten Mannheimer Unternehmer damals die "Gesellschaft zur Überwachung und Versicherung von Dampfkesseln". Für den DÜV, den Dampfkesselüberwachungsverein, war zunächst ein einziger Prüfer zuständig. Heute ist der TÜV eine breitgefächerte Industrie mit zig-tausenden Mitarbeitern. Die größten Holdings in Deutschland sind der TÜV Süd, der TÜV Nord und der TÜV Rheinland. Geprüft wird alles, was irgendwie mit technischer Sicherheit zu tun hat: Von der Achterbahn bis zur Skibindung. Die allseits bekannte TÜV-Plakette am Auto macht nur noch einen Teil des Geschäfts aus. In Garching bei München arbeiten 300 Mitarbeiter in einem TÜV-Testlabor, die Alltagsgegenstände auf ihre Belastbarkeit und Tauglichkeit prüfen. Das sogenannte GS Siegel, geprüfte Sicherheit, ist inzwischen genauso bekannt wie das TÜV-Papperl. Birgit Grundner zeichnet in ihrem Feature die Geschichte des Prüfwesens in Bayern nach. Das heimische Ski-Erbe Über Skilifte im Fichtelgebirge und im Frankenwald Von Carlo Schindhelm Eigentlich habe ich mich damit ganz gut eingerichtet. Hin und wieder fahre ich zum Tourenskifahren in die Berge - unabhängig von Skiliften. Über Schneekanonen und Skiliftpreise muss ich mir keine Gedanken machen. Höchstes darüber ob es angemessen ist, für ein Bergwochenende quer durch Bayern in die Alpen zu fahren. Mit meinen zwei kleinen Kindern aber stellt sich plötzlich die Frage. Vererbe ich meine Skibegeisterung: Will ich meinen Kindern jede Saison für mehrere hundert Euro neue Skier und Schuhe kaufen, dazu noch Stöcke und einen Helm. Will ich tatsächlich für eine vierköpfige Familie über hundert Euro für einen Tagesskipass ausgeben? Hinzu kommen schneearme Winter und eine Tourismusindustrie, die es schafft weiße Bahnen in die Berge zu legen, während rechts und links davon Bäume und Wiesen grün und braun sind. Auch die Skilifte im Mittelgebirge haben mit dem Klimawandel zu kämpfen. Am Ochsenkopf im Fichtelgebirge haben die Liftbetreiber in Kunstschnee investiert - planen hochmoderne Gondeln mit einer höheren Kapazität. Denn die Nachfrage ist da. In Ludwigsstadt im Frankenwald gibt es einen Skiliftbetreiber, der sich Schneekanonen gar nicht leisten könnte und immer wieder daran denkt aufzugeben. Dann macht er aber doch weiter, so wie die Generation davor schon. Und ich? Ich mache auch weiter und gehe mit meinen Kindern Skifahren im Fichtelgebirge und im Frankenwald und bin überrascht, wie schnell sie es lernen.
Samstag 21:05 Uhr

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BR-Heimat

Zeit für Bayern

technischen ÜberwachungsvereinAkustische Reisen durch Bayerns Regionen Mit Brief und Siegel Ohne TÜV geht (fast) nichts Von Birgit Grundner Das heimische Ski-Erbe Über Skilifte im Fichtelgebirge und im Frankenwald Von Carlo Schindhelm Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2 Mit Brief und Siegel Ohne TÜV geht (fast) nichts Von Birgit Grundner Alles begann mit einer Explosion. Der hochgegangene Dampfkessel in einer badischen Brauerei anno 1865 war sozusagen der Urknall für den Technischen Überwachungsverein. Um weitere solche Unglücke zu vermeiden, gründeten Mannheimer Unternehmer damals die "Gesellschaft zur Überwachung und Versicherung von Dampfkesseln". Für den DÜV, den Dampfkesselüberwachungsverein, war zunächst ein einziger Prüfer zuständig. Heute ist der TÜV eine breitgefächerte Industrie mit zig-tausenden Mitarbeitern. Die größten Holdings in Deutschland sind der TÜV Süd, der TÜV Nord und der TÜV Rheinland. Geprüft wird alles, was irgendwie mit technischer Sicherheit zu tun hat: Von der Achterbahn bis zur Skibindung. Die allseits bekannte TÜV-Plakette am Auto macht nur noch einen Teil des Geschäfts aus. In Garching bei München arbeiten 300 Mitarbeiter in einem TÜV-Testlabor, die Alltagsgegenstände auf ihre Belastbarkeit und Tauglichkeit prüfen. Das sogenannte GS Siegel, geprüfte Sicherheit, ist inzwischen genauso bekannt wie das TÜV-Papperl. Birgit Grundner zeichnet in ihrem Feature die Geschichte des Prüfwesens in Bayern nach. Das heimische Ski-Erbe Über Skilifte im Fichtelgebirge und im Frankenwald Von Carlo Schindhelm Eigentlich habe ich mich damit ganz gut eingerichtet. Hin und wieder fahre ich zum Tourenskifahren in die Berge - unabhängig von Skiliften. Über Schneekanonen und Skiliftpreise muss ich mir keine Gedanken machen. Höchstes darüber ob es angemessen ist, für ein Bergwochenende quer durch Bayern in die Alpen zu fahren. Mit meinen zwei kleinen Kindern aber stellt sich plötzlich die Frage. Vererbe ich meine Skibegeisterung: Will ich meinen Kindern jede Saison für mehrere hundert Euro neue Skier und Schuhe kaufen, dazu noch Stöcke und einen Helm. Will ich tatsächlich für eine vierköpfige Familie über hundert Euro für einen Tagesskipass ausgeben? Hinzu kommen schneearme Winter und eine Tourismusindustrie, die es schafft weiße Bahnen in die Berge zu legen, während rechts und links davon Bäume und Wiesen grün und braun sind. Auch die Skilifte im Mittelgebirge haben mit dem Klimawandel zu kämpfen. Am Ochsenkopf im Fichtelgebirge haben die Liftbetreiber in Kunstschnee investiert - planen hochmoderne Gondeln mit einer höheren Kapazität. Denn die Nachfrage ist da. In Ludwigsstadt im Frankenwald gibt es einen Skiliftbetreiber, der sich Schneekanonen gar nicht leisten könnte und immer wieder daran denkt aufzugeben. Dann macht er aber doch weiter, so wie die Generation davor schon. Und ich? Ich mache auch weiter und gehe mit meinen Kindern Skifahren im Fichtelgebirge und im Frankenwald und bin überrascht, wie schnell sie es lernen.
Samstag 21:05 Uhr

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