Bayern 2

Bayerisches Feuilleton

friedrich wilhelm murnauDie Friedrich Wilhelm Murnau-Connection "Nosferatu", "Faust", "Der letzte Mann", "Sunrise", "Tabu" - Friedrich Wilhelm Murnau ist einer der bedeutendsten Regisseure der Stummfilmzeit, er prägte das Weimarer Kino und arbeitete auch in Hollywood. Geboren wurde er als Friedrich Wilhelm Plumpe 1888 in Bielefeld. Dass er sich 1910 umbenannte, hatte - abgesehen davon, dass es nicht gerade der ideale Name für die angestrebte erste Karriere als Schauspieler auf der Bühne war - mehrere Gründe. Es signalisierte den Bruch mit den Eltern, die sich weder mit seinen künstlerischen Ambitionen noch mit seiner vergleichsweise offenen Homosexualität arrangieren konnten. Es war aber auch eine Hommage an Murnau und die Kunstszene der Moderne, auf die der junge Schauspieler stieß, als er im Sommer 1910 in Oberbayern weilte. Neben den expressionistischen Malern war es auch der legendäre Theatermann Max Reinhardt, der Murnaus Leben und seinen Gestaltungswillen beeinflusste. Und tatsächlich gastierte dieser Max Reinhardt in dieser Zeit ebenfalls in Murnau. Ein Traumspiel beginnt, Bühne und Bild, Schauspiel und Licht treffen sich in der Realität und in der Phantasie. Es entsteht die Vision davon, wie das alles auf neuartige Weise in Bewegung gebracht werden kann. Das Feature würdigt den expressionistischen Filmemacher, den Romantiker und Melancholiker, der die Kamera entfesselte und dem Film zu einer neuen Ausdrucksweise verhalf. Und es geht der Frage nach, welche Spuren die "Murnau-Connection", das Zusammentreffen mit den Expressionisten der Gruppe "Der blaue Reiter" um Wassily Kandinsky und Franz Marc, im Schaffen des Filmkünstlers F.W. Murnau hinterlassen hat.
Samstag 08:05 Uhr

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BR-Heimat

Bayerisches Feuilleton

friedrich wilhelm murnauDie Friedrich Wilhelm Murnau-Connection Schau-Spiel und Licht-Bild Die Friedrich Wilhelm Murnau-Connection Von Markus Metz und Georg Seeßlen Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2 "Nosferatu", "Faust", "Der letzte Mann", "Sunrise", "Tabu" - Friedrich Wilhelm Murnau ist einer der bedeutendsten Regisseure der Stummfilmzeit, er prägte das Weimarer Kino und arbeitete auch in Hollywood. Geboren wurde er als Friedrich Wilhelm Plumpe 1888 in Bielefeld. Dass er sich 1910 umbenannte, hatte - abgesehen davon, dass es nicht gerade der ideale Name für die angestrebte erste Karriere als Schauspieler auf der Bühne war - mehrere Gründe. Es signalisierte den Bruch mit den Eltern, die sich weder mit seinen künstlerischen Ambitionen noch mit seiner vergleichsweise offenen Homosexualität arrangieren konnten. Es war aber auch eine Hommage an Murnau und die Kunstszene der Moderne, auf die der junge Schauspieler stieß, als er im Sommer 1910 in Oberbayern weilte. Neben den expressionistischen Malern war es auch der legendäre Theatermann Max Reinhardt, der Murnaus Leben und seinen Gestaltungswillen beeinflusste. Und tatsächlich gastierte dieser Max Reinhardt in dieser Zeit ebenfalls in Murnau. Ein Traumspiel beginnt, Bühne und Bild, Schauspiel und Licht treffen sich in der Realität und in der Phantasie. Es entsteht die Vision davon, wie das alles auf neuartige Weise in Bewegung gebracht werden kann. Das Feature würdigt den expressionistischen Filmemacher, den Romantiker und Melancholiker, der die Kamera entfesselte und dem Film zu einer neuen Ausdrucksweise verhalf. Und es geht der Frage nach, welche Spuren die "Murnau-Connection", das Zusammentreffen mit den Expressionisten der Gruppe "Der blaue Reiter" um Wassily Kandinsky und Franz Marc, im Schaffen des Filmkünstlers F.W. Murnau hinterlassen hat.
Samstag 08:05 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

BangladeschBangladesch kleidet sich musikalisch ein Von Johannes Theurer Regie: der Autor Produktion: rbb 2017 - Ursendung -
Samstag 09:04 Uhr

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Ö1

Hörbilder

mafiaDiese Wunde Sizilien. Drei Frauen und ihre Insel: Mafia, Tradition und Revolte. Feature von Heike Brunkhorst und Roman Herzog (DLF/ORF) Sizilien: Himmel und Hölle zugleich. Für viele Bewohner/innen ist das Lebensgefühl durch eine Hassliebe geprägt: Letizia Battaglia (*1935) fotografiert seit Jahrzehnten die Opfer der Mafia. Emma Dante (*1967) macht weltweit gefeiertes, groteskes Theater, im sizilianischen Dialekt. Und Veronica D"Agostino (*1987) spielt sizilianische Rebellinnen. Drei Frauen, drei Generationen, ein Gefühl: eine Ambivalenz zu ihrer Heimat Sizilien. Sie alle wollen versuchen, eine andere Realität der Insel zum Vorschein zu bringen, eine Realität, die die tiefen Wunden Siziliens zeigt und die Schönheit neben der Brutalität entdeckt. Sie sprechen von ihrer Arbeit und ihrem Leben, dem, was Sizilien so anziehend wie abstoßend macht. Und sie entwerfen so ein Porträt einer Insel, die vielleicht ganz anders ist, als das Klischee es behauptet.
Samstag 09:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Kulturfeature

jüdische Museum BerlinDer 3. Akt, oder: Die Inszenierung der Leere Das jüdische Museum Berlin Von Elke Pressler Aufnahme NDR/SFB/ORF/DLR 2001 Wiederholung: 22.01.
Samstag 12:04 Uhr

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Bayern 2

radioFeature

Han Tao,Zerschnittener Traum Das chinesische Kino zwischen Kunst, Kommerz und Zensur Von Caroline von Eichhorn und Hinnerk Feldwisch-Drentrup Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Während die kommerzielle Filmszene in China boomt, liegt das unabhängige Kino in Ruinen. Im Jahr 2016 wurden täglich mehr als 25 neue Multiplex-Säle eingeweiht, zum Jahresende wird China die USA wohl überholt haben. Um vom wachsenden Markt zu profitieren, unterwirft sich Hollywood den chinesischen Spielregeln und zensiert in vorauseilendem Gehorsam Blockbuster, die auch in deutschen Kinos landen. Gleichzeitig geht die Regierung von Präsident Xi Jinping immer stärker gegen Filmemacher vor, die nicht seinen chinesischen Traum der nationalen Wiederbelebung verfolgen, sondern eigene künstlerische Vorstellungen verwirklichen wollen. Und sie verhindert sogar unerwünschte Kritik in Deutschland. Indie-Regisseur Han Tao, Jahrgang 1979, bleibt trotz eines Hausarrestes unerschrocken. Er bringt Geschichten von chinesischen Whistleblowern und Dissidenten auf die Leinwand. Allerdings kann er seine Filme nur in Untergrund-Vorführungen zeigen - oder im Ausland. Seinen nächsten Spielfilm über die russische Minderheit im Norden Chinas hat er in die Zukunft verlegt. Am Grenzfluss ist es kalt und unwirtlich, doch mit dicken Jacken und etwas Brennholz macht sich sein kleines Team an die Dreharbeiten. Innerhalb weniger Wochen will Han Tao seinen Film fertigstellen - und es mit ihm zur Berlinale schaffen. Han Tao will weitermachen, während chinesische Filmfestivals wie das "Bejing Independent Film Festival" von den Behörden untersagt werden. Seine Generation habe die Verantwortung, konstruktiv zu sein und etwas aufzubauen. Wenn man sich immer an die vorgegebenen Grenzen hielte, sei ein Wandel niemals möglich. Caroline von Eichhorn, Jahrgang 1986, liebt nicht nur Filme, sondern auch Kino im Kopf. Seit die Journalistin in China Reportagen rund um die chinesischen Subkulturen recherchiert hat, ist sie ebenso fasziniert wie schockiert über Wirtschaftswachstum und Auswüchse der Diktatur. Sie hat Kunst, Politik und Design studiert und arbeitet multimedial für den BR und andere Medien. Hinnerk Feldwisch-Drentrup, Jahrgang 1979, glaubt an die Kraft des Kinos. Gerne taucht er in ihm unbekannte Welten ein, um darüber zu berichten. Der freie Journalist verbrachte über ein Austauschprogramm drei Monate im Reich der Mitte, seitdem hat es ihn nicht wieder losgelassen. Neben Politik und Kultur faszinieren ihn auch Forschung und Wissenschaft.
Samstag 13:05 Uhr

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HR2

Trialog der Kulturen - Was glaubst du denn?

GotteshäuserDas hr2-Kinderfunkkolleg Religion: Was ist eine Kirche und was passiert da? Von Juliane Spatz www.kinderfunkkolleg-trialog.de Kirchen sind Gotteshäuser der Christen, aber es gibt Unterschiede. In einer katholischen Kirche ist vieles anders als in einer evangelischen. Anna-Lena und Julia sind katholisch. Sie führen durch ihre Kirche und erklären, warum z.B. Katholiken beim Betreten oder Verlassen ihrer Kirche sich mit Weihwasser bekreuzigen oder warum sie zur Beichte gehen. Was passiert in einer Eucharistiefeier, und was bedeuten Tabernakel oder ewiges Licht?
Samstag 14:45 Uhr

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Deutschlandradio Kultur

Feature

ShoaKrieg und Traumata Die Shoa mit der Muttermilch Gisel Cychowicz und ihre Trauma-Praxis in Israel Von Sabine Adler Regie: Beate Ziegs Mit: Brigitte Grothum, Erika Skrotzki, Joachim Bliese, Winnie Böwe, Jan Uplegger, Romanus Fuhrmann und Sabine Adler Ton: Jan Fraune, Hermann Leppich Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016 Länge: ca. 54" (Ursendung) Eine Holocaust-Überlebende therapiert Leidensgenossen in Israel. "Mein Vater redete nie, meine Mutter dagegen unablässig über den Holocaust. Ich wollte nicht, dass sie sieht, wenn es mir nicht gut ging. Sie hätte mir doch nicht helfen können." Gisel Cychowicz aus Jerusalem weiß, wovon diese Patientin spricht. Die 89-Jährige ist selbst Auschwitz-Überlebende und zugleich als Trauma-Therapeutin tätig. Ihre Arbeit wird nicht weniger, denn auch die Generationen der Nachkommen suchen Hilfe. Die Shoa ist keine Krankheit, von der man genesen kann. Dennoch bewegt Gisel die Frage, ob ein gutes Leben nach der Erfahrung der Unmenschlichkeit noch möglich ist. Sabine Adler, geboren 1963 in Zörbig, Autorin und preisgekrönte Journalistin, war von 1999-2004 als Deutschlandfunk-Korrespondentin in Russland, von 2007-2011 Leiterin des Hauptstadtstudios, arbeitet heute als Osteuropakorrespondentin in Polen, Weißrussland und der Ukraine. 2005 erschien ihr Buch über tschetschenische Selbstmordattentäterinnen "Ich sollte als schwarze Witwe sterben", 2007 ihr Roman "Russenkind". Zuletzt: "Anspruch und Wirklichkeit. Der Antifaschismus der DDR" (Deutschlandradio 2016). Die Shoa mit der Muttermilch
Samstag 18:05 Uhr

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