Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Kurzstrecke 87 Feature, Hörspiel, Klangkunst Zusammengestellt von Barbara Gerland, Ingo Kottkamp und Marcus Gammel Produktion: Autoren / DeutschlandfunkKultur 2019 Länge: 54"30 (Ursendung) Neue Autorenproduktionen, diesmal unter anderem mit einem O-Ton-Feature. Im Rausch passieren verrückte Geschichten - man lernt sich selbst und andere neu kennen. Hipp Hipp Oh Nee Von Frank Schültge und Matthias Duderstadt FORTUNA. Sport Kunst Politik Von Otmar Wagner Rauschgeschichten Von Philipp Luca Seiffert Außerdem: Neues aus der Wurfsendung mit Julia Tieke Neue Autorenproduktionen, diesmal unter anderem mit einem O-Ton-Feature. Im Rausch passieren verrückte Geschichten - man lernt sich selbst und andere neu kennen. Kurzstrecke 87
Montag 00:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Die Geisteswelt der Rechten

HeideggerGeschichte, Philosophie und Aktivismus einer Bewegung (1). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Sie machen gegen Muslime und Zuwanderer mobil und berufen sich auf Konzepte wie den sogenannten Ethnopluralismus, sie stören Vorlesungen und stürmen Theateraufführungen und die Büros von Menschenrechtsorganisationen: die Aktivisten und - seltener - Aktivistinnen der neuen radikalen Rechten, die völkisches Denken in den westlichen Demokratien wieder salonfähig machen wollen. Ideologisch ist das Weltbild der Neuen Rechten aus faschistischen und nationalbolschewistischen Vorstellungen der 1920er- und 30er-Jahre zusammengezimmert, angereichert durch Anleihen bei Elementen linker Pop- und Protestkultur. Auf Theoretiker wie Carl Schmitt und Arthur Moeller van den Bruck berufen sich die Apologeten der Neuen Rechten ebenso wie auf Heidegger, Jünger und Nietzsche - und auf den italienischen Kommunisten Antonio Gramsci, dessen Konzept der "kulturellen Hegemonie" sie aufgreifen und für ihre Zwecke ummünzen: Es ginge darum, postuliert der "Rechte Gramscismus", nach und nach die Diskurshoheit in gesellschaftlichen Debatten - etwa über Migration - zu erreichen und mit der Zeit immer breitere Bevölkerungsschichten für rechtsradikale Slogans und Parolen zu begeistern. Das intellektuelle Zentrum des "Neofaschismus 2.0" ist Frankreich: Von dort aus versuchen Philosophen wie Alain de Benoist, Renaud Camus und Gauillaume Faye ein "68 von Rechts" zu inspirieren - nicht ohne Erfolg: Völkisches, autoritäres und antiliberales Denken findet heute auch in Parteien wie der italienischen "Lega", der deutschen AFD und dem französischen "Rassemblement National" breite Resonanz.
Montag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioWissen

Lucrezia BorgiaLucrezia Borgia Die berüchtigte Papsttochter Elisabeth von Rochlitz Die vergessene Heldin der Reformation Das Kalenderblatt 24.6.1839 Emanuel Herrmann geboren, Postkartenerfinder Von Prisca Straub Lucrezia Borgia - Die berüchtigte Papsttochter Autorin: Gabriele Knetsch / Regie: Sabine Kienhöfer Die Gerüchte reißen nicht ab um diese schöne Frau. Die Geschichten um Lucrezia Borgia bedienen einfach alle Klischees, die eine gute Sex-and-Crime-Story haben muss. Tochter eines mächtigen Papstes, der vor Giftmorden nicht zurückschreckt. Bereits als 11Jährige Beauty-Fee doppelt verlobt - mit zwei verschiedenen Männern. Später mit drei weiteren verheiratet, von denen einer umgebracht wird und einer gerade noch rechtzeitig fliehen kann. Und dann - das jubeln ihr zumindest gehässige zeitgenössische Quellen unter - auch noch Geliebte des eigenen Vaters und zugleich des Bruders Cesare, eines draufgängerischen und gefürchteten Militärstrategen. Aber wer war die berüchtigte Papst-Tochter wirklich? Sie hat Zeitgenossen beeindruckt als Frau, die zeitweise die Geschäfte im Vatikan für ihren Vater übernahm. Aber auch als Fürstin von Ferrara überzeugte Lucrezia Borgia, die immer wieder im Zentrum der italienischen Geschichte stand. Sie unterhielt einen Kreis von renommierten Künstlern, stiftete Klöster und regierte klug in einer Zeit kriegerischer Auseinandersetzungen. Gabriele Knetsch versucht in ihrer Radio-Wissen-Sendung "Lucrezia Borgia" dieser faszinierenden Renaissance-Frau näher zu kommen. Literatur-Tipp: Friederike Hausmann, Lucrezia Borgia,Glanz und Gewalt, eine Biographie. München 2019 Elisabeth von Rochlitz - Die vergessene Heldin der Reformation Autorin: Leo Hoffmann / Regie: Axel Wostry Elisabeth Landgräfin zu Hessen (1502 -1557) ist erst 13 Jahre alt, als sie mit dem Erbprinz Herzog Johann von Sachsen vermählt wird. Am Dresdner Hof, den der strenggläubige Herzog Georg von Sachsen mit harter Hand regiert, erwartet man eine anpassungsfähige, gläubige, fruchtbare Schwiegertochter. Doch man bekommt das Gegenteil: eine offenherzige, energische Frau, die sich zunehmend in die Politik einmischt und aus ihrer erwachenden Vorliebe für das Gedankengut Martin Luthers keinen Hehl macht. Als man Elisabeth das "Muul" verbietet, greift sie zur Feder und beeinflusst Religions- wie Reichspolitik schreibenderweise - eine emsige Netzwerkerin des 16. Jahrhunderts, der die protestantische Religion ein Herzens- und Gewissensanliegen ist. Dank Elisabeth wird Württemberg lutherisch. Ihren Beinamen "von Rochlitz" erhält sie, als sie mit 34 Jahren ihr Wittum in Rochlitz bezieht und dort, mitten im altgläubigen albertinischen Sachsen, die Reformation einführt - gedeckt vom Schmalkaldischen Bund. Für die Hauptleute des Bundes verrät Elisabeth im Schmalkaldischen Krieg ihren Landesherren, verliert daraufhin Besitz und Einfluss und wird von Kanzlisten wie Historikern unter den Tisch gekehrt. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 09:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Zoonosen

TollwutWenn Tiere krank machen (1). Gestaltung: Madeleine Amberger Tollwut, Pest, Salmonellen, Ebola, Rinderwahn. Allen diesen Infektionkrankheiten ist eines gemeinsam: Sie werden zwischen Tier und Mensch übertragen. Der Übertragungsmodus kann direkt erfolgen, wenn ein Mensch beispielsweise von einem tollwütigen Hund gebissen wird oder mit einer tuberkuloseinfizierten Kuh in Berühung kommt. Das Risiko einer Salmonellen-Infektion besteht dann, wenn man mit den Bakterien verseuchte Nahrung zu sich nimmt. Das Westnil-Fieber wiederum sowie auch die Zika-Virus-Erkankung werden durch Stechmücken übertragen. Der Wirt sind Vögel bzw. Affen. Die Beobachtung, dass die Gesundheit von Tieren mit jener der Menschen eng verbunden ist, machten Mediziner schon im 19.Jahrhundert. Rudolf Virchow, der Begründer der modernen Pathologie, fand mit Experimenten heraus, dass Fadenwürmer von Hausschweinen - Trichinella spiralis - auch den Menschen infizieren können. Der deutsche Pathologe und Anthropologe prägte für diese und ähnliche Infektionen den Begriff der Zoonosen. Er entwickelte das Konzept von "einer Medizin", die die Gesundheit von Mensch und Tier als zusammengehörig betrachtet. Es sollte mehr als 150 Jahre dauern, bis diese Überlegungen als "One World-One Health" ein breites Echo fanden. 2004 formulierten Mediziner und Wissenschafter aus aller Welt auf einer, von der Wildlife Conservation Society (WCS) veranstalteten Konferenz in New York die so genannten "Manhattan Principles". Diese sehen auch Monitoring-Programme vor, um künftige Zoonosen zu identifizieren, ehe sie sich allzu sehr ausbreiten. In frischer Erinnerung war damals noch der Ausbruch von SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome). Die ersten Fälle der schweren Atemwegsinfektion wurden 2002 diagnostiziert; wenige Monate später gab es die ersten Erkrankungen in Kanada. Menschen dürften sich durch Schleichkatzen in den so genannten "wet market", wo Haus-, Nutz- und Wildtiere auf engstem Raum angeboten werden, angesteckt haben. Es bedurfte genetischer Tests, um Jahre später Fledermäuse als den wahrscheinlichen Wirt des für SARS verantwortlichen Coronavirus zu identifizieren. 2012 sprang ein ähnlichs Virus auf den Menschen über. Im Fall von MERS (Middle East Respiratory Syndrome) sind Dromedare der Zwischenwirt, der den Menschen ansteckt. Experten rechnen auch künftig mit neuen zoonotischen Erkrankungen. Denn zunehmend mehr Menschen drängen in die Lebensräume von Tieren vor. Je mehr Berührungsflächen, desto höher die Gefahr der Ansteckung. Fast zwei Drittel aller neu isolierten Krankheitserreger stammen von Tieren.
Montag 09:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg - Bad King of Pop?

Leaving NeverlandÜber den Umgang mit den Schattenseiten von Michael Jackson (1). Gestaltung: Julia Reuter Im Jänner 2019 wurde in den USA die zweiteilige HBO-Dokumentation "Leaving Neverland" ausgestrahlt (bei uns war sie im April zu sehen), in der zwei mutmaßliche Missbrauchsopfer schwere Vorwürfe gegen den einstigen "King of Pop" Michael Jackson erheben. Die Dokumentation ist vor allem für Fans des 2009 verstorbenen Sängers und Musikers erschütternd und nicht alle wollen deren Inhalt glauben, seien doch bereits einige Unstimmigkeiten nachgewiesen und auch vom Regisseur eingestanden worden. Obwohl der Verdacht der Pädophilie bereits in den 1990er Jahren für Schlagzeilen sorgte, führte der Wirbel nach der Ausstrahlung von "Leaving Neverland" u.a. zum Boykott von Jacksons Musik in einigen US-amerikanischen und kanadischen Radiosendern, während in München ein Streit um das dort aufgestellte Denkmal des Künstlers tobt. Michael Jackson hat mit seiner Musik ohne Zweifel Maßstäbe gesetzt, man denke nur etwa an den Erfolg seines Albums "Thriller" und seinen großen Einfluss auf nachfolgende Künstlergenerationen. Am 25. Juni jährt sich sein Todestag zum zehnten Mal und es stellt sich daher die Frage, wie mit dieser Situation - gerade in Zeiten von #metoo - umgegangen werden soll. Kann/Soll man das Werk von der Person des Künstlers trennen? Sind derart radikale Maßnahmen wie der Boykott seiner Musik gerechtfertigt, wenn es keinen eindeutigen Beweis seiner Schuld gibt? Julia Reuter bringt in ihrer Radiokolleg-Reihe eine - zum Teil auch sehr persönliche - Auseinandersetzung mit der Musik und den Schattenseiten von Michael Jackson, und spricht sowohl mit Fans als auch mit Experten aus der Musikindustrie.
Montag 09:45 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

WDR5

Neugier genügt

Mit Thomas Koch Feature: Turbo-Evolution: Tiere und Menschen im Großstadt-Dschungel; Redezeit mit Renate Blum-Maurice (Kinderschutzbund NRW) zur vollen Stunde WDR aktuell Wiederholung: Di 04.03 Uhr
Montag 10:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

mietskaserneDie Mietskaserne Wenigstens ein Dach überm Kopf Das Dorf Die Geschichte des Landlebens in Deutschland Das Kalenderblatt 24.6.1839 Emanuel Herrmann geboren, Postkartenerfinder Von Prisca Straub Die Mietskaserne - Wenigstens ein Dach überm Kopf Autorin: Sylvia Schopf / Regie: Martin Trauner Wohnraum wird knapper in den Städten. So ist es heute, und so war es auch Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals strömten die Menschen massenweise vom Land in die Städte. Die industrielle Revolution lockte mit Arbeit und Brot in die Fabriken. Doch es fehlte an Wohnraum. In den Städten, vor allem in Berlin und Hamburg, entstanden Arbeiterwohnviertel mit so genannten "Miets- oder Wohnkasernen": einförmige monotone Gebäudekomplexe mit mehreren hintereinander gestaffelten, engen Hinterhöfen. Während das Bürgertum in großzügigen Wohnungen und Villen lebte, hauste die Arbeiterfamilie unter katastrophalen Bedingungen. Die Wohnungen waren klein und eng, bestanden oft nur aus einem Raum, und die hygienischen Verhältnisse waren miserabel. Es gab weder fließendes Wasser noch ein eigenes WC und viele Familien waren gezwungen, ein Zimmer oder ein Bett stundenweise zum Schlafen weiterzuvermieten. Gibt es heute noch Vergleichbares? Und was ist aus den Mietskasernen von damals geworden? Das Dorf - Die Geschichte des Landlebens in Deutschland Autor und Regie: Martin Trauner Um zu retten, was nicht zu retten schien, ließen vor nicht all zu langer Zeit die Bürgermeister Blumenkübel und Pflanzgondeln ankarren, restaurierten die bröckligsten Fassaden. Und dann nahm die Gemeinde beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teil. Doch der Fortschritt ließ sich auch durch die grünen Barrikaden nicht aufhalten. Aus den jahrhunderte lang von Landwirtschaft geprägten Weilern sind meist reine Schlaf- oder Touristendörfer geworden: Die Landbewohner fahren zum Arbeiten in die Stadt, die Städter flüchten nach einer harten Arbeitswoche aufs Land. In den letzten Jahrzehnten erfährt das Dorf eine Wandlung wie nie zuvor. Und darum heißt der Wettbewerb heute nicht mehr: "Unser Dorf soll schöner werden", sondern: "Unser Dorf hat Zukunft". Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz
Montag 15:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

alkoholEin Gläschen geht noch? Wie Alkohol die Deutschen süchtig macht Von Christina Rubarth Das Feierabendbier, der Prosecco zum Anstoßen, das Schnäpschen unter Freunden: Alkohol gehört für die meisten Deutschen zum Alltag. Viele trinken täglich mehr, als es Experten empfehlen, also mehr als ein, zwei kleine Gläser Bier oder Wein täglich. Und damit liegen wir weltweit ganz weit oben, auf Rang vier. Nur in der Republik Moldau, Litauen und Tschechien wird mehr gesoffen. Die Folgen sind bitter: Alkohol macht krank, schädigt Nerven und Organe. Fast zwei Millionen Deutsche sind alkoholabhängig, fast drei Millionen Kinder haben alkoholsüchtige Eltern. Wege aus der Sucht gibt es viele - Hilfsangebote für die, die sich ihre Sucht eingestehen, Beratungsstellen für betroffene Angehörige. Ein Feature über Alkohol als deutsche Selbstverständlichkeit, über die Gesellschaftsdroge Alkohol.
Montag 19:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

WDR5

Dok 5 - Das Feature

plus sizeDick im Geschäft Wie Tanja Marfo die Ikone der Plus Size-Szene wurde Von Caro Matzko Bin ich schön? Diese Frage treibt Mädchen schon als Kind um. Warum? Die Autorin Caro Matzko begleitet das Plus Size-Model Tanja Marfo und lernt einiges von ihr: Über Körperwahrnehmung, falsche Selbstoptimierung und - Optimismus! Tanja Marfo ermutigt Frauen in ihrem Blog "Kurvenrausch" sich nicht nur schön zu machen, sondern sich auch schön zu fühlen. Unabhängig von der Konfektionsgröße. Sie startete damit 2013 und berichtet aus ihrem Alltag als dicke Frau. Inzwischen ist daraus ein Geschäftsmodell geworden. Sie betreibt eine Modelagentur und veranstaltet die "Plus Size Fashion Days". Die Feature-Autorin und Fernsehmoderatorin Caro Matzko war in ihrer Jugend magersüchtig, hungerte sich auf 39 Kilogramm herunter und verbrachte ein halbes Jahr in einer Klinik. Zu Marfos Anliegen entwickelt Matzko ein besonderes Verhältnis und sieht Ähnlichkeiten zwischen ihren eigenen Herausforderungen und denen der Plus Size Models. Aufnahme des BR 2018
Montag 20:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Radiokolleg

michael jacksonDie Geisteswelt der Rechten. Geschichte, Philosophie und Aktivismus einer Bewegung (1). Gestaltung: Günter Kaindlstorfer Zoonosen. Wenn Tiere krank machen (1). Gestaltung: Madeleine Amberger Band King of Pop? Über den Umgang mit den Schattenseiten von Michael Jackson (1). Gestaltung: Julia Reuter
Montag 22:08 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren