Deutschlandradio Kultur

Konzert

Ensemble PHACEUltraschall Berlin - Festival für neue Musik Radialsystem V Aufzeichnung vom 22.01.2017 Pierluigi Billone "Face" für Frauenstimme und elf Musiker (2015) Deutsche Erstaufführung Anna Clare Hauf, Stimme Ensemble PHACE Leitung: Leonhard Garms Mehr als jedes Instrument ist die Stimme Träger individuellen, unverwechselbaren Ausdrucks, und das nicht nur im rein musikalischen Kontext. Seine Stimme zu erheben oder auch jemandem eine Stimme zu geben, bedeutet, sich als autonomes Subjekt zu äußern. Das Festival Ultraschall Berlin, veranstaltet von Deutschlandradio Kultur und kulturradio vom rbb, stellt in diesem Jahr die Stimme in den Mittelpunkt. Durch das Programm zieht sich - in denkbar unterschiedlicher Weise - die Stimme als roter Faden. Sie knüpft als >schön< geführte Stimme an die große Tradition des Liedgesangs an, sie wagt sich weit vor in die experimentelle Stimmbehandlung, die die Übereinkunft des Belcanto zur Disposition stellt. "Der Titel "Face" leitet sich vom altitalienischen Wort für "Licht" bzw. "Stern" und vom englischen Begriff für "Gesicht" ab. Die Stimme ist in diesem Stück eine freie und visionäre Partie, welche stellenweise eine pseudo-alte, griechisch-tragische Stimme verkörpert. Neben gesprochenen und gesungenen Momenten zielt sie auf einen nackten und dramatischen Höhepunkt ab, der aus vokalen Akten besteht: aus körperlich-vokalen Urgesten wie Bauch-Impulsen und Kehlkopf-Zittern. [...] Die traditionelle expressiv-psychologische oder mechanisch-instrumentale Behandlung der Stimme spielt in diesem Stück keine Rolle mehr. Es geht um die Schwingung des Körpers und den Klang der Stimme, nicht um den musikalischen Ausdruck des Textes. Das Wort kommt zuletzt; die alte Hierarchie wird umgekehrt: der Körper baut, verschlingt, trinkt, spuckt, erbricht oder baut das Wort neu." (Pierluigi Billone) Das Wort kommt zuletzt
Mittwoch 20:03 Uhr

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SRF 2 Kultur

Neue Musik im Konzert

Salome KammerARIA. Salome Kammer und ihre Stimme Die Singschauspielerin, Stimmakrobatin, Cellistin, Diseuse und Avantgardesängerin Salome Kammer war im Gründungsjahr des Gare du Nord mit einem Soloprogramm zu Gast im Basler Musikbahnhof 15 Jahre später ist wieder da. In ihrem Solo-Abend «Aria» singt, trällert, spricht, säuselt, mundwerkelt, erzählt, rezitiert, röhrt und liest sie stimmartistische Solowerke der Avantgarde des 20. und 21. Jahrhunderts. Iris ter Schiphorst/Helmut Oehring: «rumgammeln und warten» Luciano Berio: «Sequenza III» Steffen Schleiermacher: «An sich» Paul Scheerbart «Monolog des verrückten Mastodons», «Kikakokú! Ekoraláps!» Christian Morgenstern: «Das grosse Lalula» John Cage: «Aria» György Kurtág: «Einige Sätze aus den Sudelbüchern Georg Christoph Lichtenbergs» Samir Odeh-Tamimi: «Spiegel der Erde» Mauricio Kagel: Aus: «Turm zu Babel» Salome Kammer, Stimme und mehr Konzert vom 08.12.16, Gare du Nord, Basel
Mittwoch 21:00 Uhr

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