Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

InaktivitätInaktivitätsforschung Sitzen Sie gerade auf einem Stuhl, am Schreibtisch, während sie diesen Text lesen? Das könnte tödlich sein. Denn Menschen, die täglich mehr als sechs Stunden am Stück sitzen, haben ein um rund 40 Prozent höheres Risiko, innerhalb der nächsten 15 Jahre zu sterben als Menschen, die nur drei Stunden hintereinander am Tag sitzen. Erst seit dem Jahr 2010 wird der Begriff "Inaktivitätsforschung" in der medizinischen Wissenschaft verwendet - die Forschung dazu steht noch ganz am Anfang. Doch je mehr die Mediziner, Sportwissenschaftler und Hirnforscher darüber herausfinden, desto dringlicher erscheint das Problem. Denn dauerhafte Inaktivität hat Auswirkungen auf unseren gesamten Körper: Der Fett- und Cholesterinstoffwechsel verändert sich beim langen Nichtstun. Die Folge: Herzkreislaufprobleme und Herzinfarkte. Auch Diabetes Typ 2 kann durch Inaktivität hervorgerufen werden. Dabei werden die ruhenden Muskelzellen unempfindlicher für Insulin. Doch nicht nur der Stoffwechsel verändert sich massiv durch Stillsitzen. Forscher vermuten auch Genveränderungen, die dadurch ausgelöst werden könnten. Vielleicht auch Veränderungen im Gehirn. Schon länger ist bekannt, dass Bewegung und Sport bei der Behandlung von psychischen Krankheiten helfen können. Sportwissenschaftler und Hirnforscher interessiert es darum, wie sich körperliche Inaktivität auf unsere Psyche auswirkt. Redktion: Petra Herrmann
Dienstag 18:05 Uhr

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Ö1

Journal-Panorama

Autonomen Region KurdistanDer Irak ist das Land, in dem sich die Kurden politisch am weitesten etablieren konnten. Dennoch ist die Situation in der Region angespannt. - Gestaltung: Cornelia Krebs Erst vor kurzem kündigte die Regierung in Erbil der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak ein Referendum an: Am 25. September soll die Bevölkerung über die Errichtung eines eigenen Staates abstimmen. Die Hauptstadt Erbil wurde auch vom Krieg weitgehend verschont. Das Wirtschafts- und Handelszentrum Kurdistans hat trotzdem schon bessere Zeiten gesehen. Zwar konnte der Vormarsch des IS gestoppt werden, doch zahlreiche Investoren zogen sich auf Grund der Wirtschaftskrise aus Erbil zurück, dafür nahm die Stadt hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien und dem Umland auf. Die Mehrheitsbevölkerung radikalisiert sich immer mehr, während Minderheiten wie Jesiden und Christen um ihr gesellschaftliches Überleben kämpfen.
Dienstag 18:25 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

AlgorithmenSchicksalsmaschinen Algorithmen erobern das US-Justizsystem Von Tom Schimmeck Regie: Matthias Kapohl Produktion: Dlf/WDR 2017 Algorithmen entscheiden heute oft über Aktieninvestitionen, Bewerbungen und die Kreditwürdigkeit eines Kunden. In den USA lässt nun auch die Justiz zunehmend Software über Schicksale entscheiden. Computerprogramme erstellen Profile und geben so Prognosen über Straftäter und deren Wiederholungsgefahr ab. Die kommerziellen Anbieter solcher Produkte versprechen der Kundschaft eine billigere, effizientere und gerechtere Verbrechensbekämpfung. Das Justizsystem der USA verschlingt etwa 74 Milliarden Dollar jedes Jahr. Das Land sperrt heute mehr Menschen ein als jede andere Nation. Doch Kritiker bezweifeln die Objektivität dieses Profiling von Beschuldigten und Häftlingen. Im Frühjahr 2016 überprüfte etwa die unabhängige US-Rechercheorganisation ProPublica in Florida Tausende von Prognosen eines Programms namens COMPAS über die Rückfallgefahr von Inhaftierten. Auffällig oft sagte die Software schwarzen Beschuldigten fälschlich eine kriminelle Karriere voraus. Während selbst schwere Straftäter weißer Hautfarbe oft eine gute Prognose bekamen. Was ist von Profiling-Programmen zu halten? Schicksalsmaschinen
Dienstag 19:15 Uhr

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SWR2

SWR2 Tandem

astrid litfaßNächtliche Passagen mit Kühen und Hühnchen Hörspiel von Astrid Litfaß Regie: Judith Lorentz (Produktion: SWR 2017) Schneeweiße Hühnchen und stille große Kühe drängen sich sanft ins Schlafzimmer eines Ehepaars und stellen sich um das Bett herum auf. Im Morgengrauen verschwinden sie wieder, nur um sich in der nächsten Nacht erneut dort aufzustellen."Ich schaue hinaus auf die Straße und ich sehe eine lange, endlos scheinende Reihe hintereinander stehender Kühe. Bis hin zur Kreuzung stehn sie, warten, eine hinter der andern. Warten. Geduldig still alle, da unten auf dem Bürgersteig. Alle diese Kühe. Und alle wollen sie zu uns." Ein Ehepaar gerät durch die friedlichen, bewusstseinslosen Eroberer in ein nicht endenwollendes animalisch stilles Nachtdesaster.
Dienstag 19:20 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Bosco VerticaleVon Moos-Mauern und Wiesen-Wänden Wie Pflanzen Dächer und Fassaden erobern Von Ernst-Ludwig von Aster Die grüne Wand steht auf dem Bürgersteig. Drei Meter hoch. Und vier Meter breit. Moosbewachsen soll sie helfen, die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen. Die Reinigungskraft von 275 Bäumen verspricht die junge Firma, die den ,city tree" auf den Markt gebracht hat. Ob Berlin, Paris, Stuttgart oder Oslo - überall, wo die Luftqualität zu wünschen übrig lässt, entdecken Stadtplaner die reinigende Kraft der Grünpflanzen. Ob Hortensien, die sich an Mauern emporranken oder Sedumgewächse, die riesige Dächer bedecken - Grün am Bauwerk hat Konjunktur. Auch in der Luxusvariante, wie am ,Bosco Verticale" in Mailand, wo sich Tausende Bäume, Sträucher, Büsche und Pflanzen an zwei Hochhäusern in die Höhe strecken. Das Grün für saubere und kühlere Luft hat seinen Preis. Dennoch - auch der Deutsche Städtetag macht sich für Dächer- und Fassadenbegrünung stark. "Hitzetage und Tropennächte belasten vor allem Alte, chronisch Kranke und Kinder", heißt es: "Das zwingt die Städte schon jetzt zum Handeln - trotz knapper Kassen." Immer mehr Kommunen entwickeln dann auch Gründach-Strategien, um das Stadtklima zu verbessern. Millionen Quadratmeter Dachfläche werden in Deutschland pro Jahr begrünt. Zu einem guten Teil handelt es sich um Ausgleichsflächen im Rahmen von Baumaßnahmen.
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Kulturforum

panamaPanama - Kanal als Schicksal? Feature von Michael Marek und Sven Weniger Ohne ihn gäbe es Panama nicht. 1903 forcierten die USA seine Abspaltung von Kolumbien, um den geplanten Wasserweg zu kontrollieren. Heute ist Panama bekannt für Drogen und Finanzgeschäfte, auch weil hier Geldwäsche weiterhin an der Tagesordnung ist. Eine neue Mittelschicht ist entstanden; doch es gibt neue Konflikte: Nicht nur der Ausbau des Wasserweges ist ökologisch umstritten; auch die Weiterführung der Panamericana, der "Traumstraße" von Alaska nach Feuerland, die im Dschungel Panamas eine lang gewollte Lücke hat.
Dienstag 20:00 Uhr

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Bayern 2

Nachtstudio

Jonathan LethemIch bin ein Kopist Wer schreibt, schreibt ab. Quasi unter diesem Motto haben mittelalterliche Klosterschreiber die Antike überliefert. Alle Kultur fußt auf Überlieferung, auf Zitat, Variation, Aneignung. Umberto Eco schloss daraus - etwas resignativ -, dass nichts Neues mehr geschrieben werden und man nur noch die altbekannten Motive neu arrangieren könne. Der US-amerikanische Schriftsteller Jonathan Lethem weist einen Weg aus dem Dilemma: "Heutzutage gibt es wirklich nichts mehr, was uns nicht irgendwie bekannt vorkommt -, und deshalb sollte es nicht verwundern, dass die anspruchsvollste Kunst der Gegenwart damit beschäftigt ist, das Bekannte wieder fremd zu machen." Ohne Abschreiben gibt es keine klugen, keine originären Gedanken. Martin Zeyn hat in seinem Leben viel abgeschrieben und das fast immer mit Gänsefüßchen gezeichnet. Aber sein Essay ist selbst da, wo diese Satzzeichen fehlen, eine Frucht von Lektüre, von Musikhören, von zeitgenössischer Philosophie. Ein Essay, der - Danke, Jonathan Lethem! - das Denken über die Kopie wieder fremd machen will. Martin Zeyn plädiert für einen entspannten Umgang mit der Kopie, die im 3. Jahrtausend nicht mehr als Gegenteil des Originals fungieren kann.
Dienstag 20:03 Uhr

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SRF 2 Kultur

Jazz Collection

j.j. caleJ.J. Cale Songs aus dem tiefen Süden der USA Der Sänger, Gitarrist und Songwriter John Welden, genannt J.J. Cale hat einen Klang kreiert, der zuweilen «Tulsa-Sound» genannt wird, denn Cale stammt aus Tulsa, Oklahoma. Dort im tiefen Süden haben die Leute eine eigene Sprache, und so lakonisch klingt auch J.J. Cales Musik. Songs wie «After Midnight» und «Cocaine» haben in Cover-Versionen von Eric Clapton die Charts in aller Welt gestürmt, die wenigsten Fans, die mitsingen, wissen, dass sie vom eigenwilligen Songwriter J.J. Cale stammen. Cales Songs haben einen ganz eigenen Sound, in Sprache, Melodie und Instrumentation. Und ihr Charakter bleibt immer erhalten, auch in den Händen von anderen Rockmusikern. Es sind nicht wenige, die J.J. Cale verehren: Eric Clapton, Mark Knopfler, Neil Young. Und NZZ- Feuilletonist Manfred Papst gehört auch zu ihnen.
Dienstag 21:00 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

paper kitesDas tägliche Radiokonzert - Heute mit The Paper Kites Das ist eine australische Indie-Rock-Folk-Band aus Melbourne. Schon in der High School waren die Bandmitglieder enge Freunde, seit 2010 machen sie Musik. Mit "States" und "Twelvefour" haben sie bisher schon zwei Alben veröffentlicht. Auch bei Deutschlands größtem Clubfestival war die Band schon zu Gast: Wir haben für Sie das Konzert von The Paper Kites beim Reeperbahn Festival 2016.
Dienstag 21:05 Uhr

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WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn

Chris TallPrix Pantheon 2017 (1/2) Finale Der deutsche Kabarett-Nachwuchspreis Mit Piet Klocke, Wolfgang Trepper, Chris Tall, Michael Mittermeier, Michael Krebs und die Pommesgabeln des Teufels sowie den Finalisten des Prix Pantheon 2017 Moderation: Tobias Mann Aufnahme aus dem Pantheon-Theater, Bonn
Dienstag 22:05 Uhr

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Nordwest Radio

Nordwestradio in concert

David LindleyDavid Lindley &Wally Ingram (USA) Konzertmitschnitt vom 20. Mai 1998 von der Breminale "Twango Bango" - das war das augenzwinkernde Leitmotiv der mehrjährigen Zusammenarbeit von Gitarrist und Sänger David Lindley und Percussionist Wally Ingram. Die beiden Kalifornier hatten Mitte der neunziger Jahre hatten zusammengefunden, nachdem Lindley bereits im Duo mit Percussionist Hani Naser aufgetreten war. Lindley genoß schon damals einen exzellenten Ruf als vielseitiger Saitenmeister, spezialisiert auf Slide-Techniken. In den späten sechziger Jahren war er Mitglied der weltmusikalisch inspirierten Psychedelic-Formation Kaleidoscope gewesen. Später machte er sich einen Namen als Begleiter von Songwritern wie Jackson Browne und Warren Zevon. Mit Kollegen wie Ry Cooder und Henry Kaiser begab er sich später auf die Spuren verschiedenster Musiktraditionen. Wally Ingram kam aus dem Umfeld der schrägen Songwriter-Rock-Formation Timbuk 3. Nach einer überstandenen Krebserkrankung gehört Ingram heute unter anderem zur Band von Stefan Stoppok. In unserer Region spielten Lindley und Ingram erstmals anlässlich der Breminale, des Kulturfestivals auf den Weserwiesen. Der von Radio Bremen organisierte Auftritt im großen Zelt wurde zu einem gefeierten Highlight der Breminale-Tage.
Dienstag 22:05 Uhr

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Eins Live

1LIVE Soundstories

Tupac ShakurHörspiele und Features. Wirklichkeiten neu montiert The Golden Age Als HipHop seine Unschuld verlor Von Heiko Behr Regie: Matthias Kapohl bis 24:00 Uhr Am 9. März 1997 wurde Notorious B.I.G. von Unbekannten erschossen. Nur ein halbes Jahr nach der Ermordung von Tupac Shakur. Es war ein gewaltsamer Endpunkt. Das Ende einer Zeit, die bis heute als "The Golden Age", das "Goldene Zeitalter" des HipHop gilt.
Dienstag 23:00 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 MusikGlobal

Gerhard KubikAfrikanisches Tagebuch Ein musikalisches Roadmovie Von Wolfgang Hamm Musikalisch gesehen gehört Afrika zu den faszinierendsten Kontinenten dieser Erde. Unvorstellbar, sich den ungeheuren Kosmos afrikanischer Musik völlig erschließen zu können. Aber Annäherungen sind möglich. Wolfgang Hamm stellt in Form eines assoziativen musikalischen Tagebuches persönliche Erfahrungen vor: Von seinen Aufnahmereisen in Guinea, Gambia und Senegal, Zimbabwe, Namibia und Südafrika. Er geht auch der Frage nach, wie sein Verständnis afrikanischer Musik durch Forscher wie Gerhard Kubik bereichert wurde, die in den 60er- und 70er-Jahren eine "Epochenwende" in der Wahrnehmung afrikanischer Musikkulturen eingeleitet haben. Was aber wäre Afrika ohne das Erlebnis "magischer Momente" wie den Beat hirsestampfender Frauen in einem Dorf der Sahelzone ohne Motoren und Elektrizität, das Kaleidoskop zyklisch fließender Mbira-Klänge in Zimbabwe, die leisen Obertonmelodien eines Mundbogenspielers im Okavango-Delta.
Dienstag 23:03 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

freizeit 81Ein Fest gegen die BRD Die Münchener Revolte "Freizeit 81" und ihre Folgen Von Lorenz Schröter Regie: der Autor Mit: Susanne Schroeder, Frank Pätzold Ton: Susanne Harasim Produktion: BR 2013 Länge: 52"38 Selbstgebastelte Zeitschriften, Punkbands, ein Banküberfall und ein Song der Spider Murphy Gang: "Freizeit 81" sorgte in München für lokales Aufsehen. Anfang der 1980er-Jahre liegt in vielen Metropolen Revolte in der Luft - London, Zürich, Berlin. In München gründet sich die ,Freizeit 81", eine linksradikale Aktionsgruppe, die anarchistische Fanzines schreibt, Parolen an Hauswände sprüht und unter anderem mit einem Brandanschlag auf eine Bank Schlagzeilen macht. Nach ein paar Monaten wird die Gruppe von einem Mitglied verraten. Die 14- bis 17-Jährigen werden nach einem halben Jahr Untersuchungshaft entlassen, die Älteren zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Lorenz Schröter, 1960 in München geboren, war Mitautor der "Freizeit-81-Fanzines" und in der Münchner Punk-Bewegung aktiv. Er schrieb Opern und dreizehn Bücher, radelte um die Welt, veranstaltete eine Literaturreihe, lief Triathlon, ritt mit einem Esel durch Deutschland. Heute lebt der Autor in Berlin, er verfasste rund 50 Features und Hörspiele, u.a. Wurfsendungen für Deutschlandradio Kultur. Ein Fest gegen die BRD
Mittwoch 00:05 Uhr

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