Tagestipps im Radio  (10.07.2026)

Tagestipps

Freitag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Gesprächszeit: Kevin Kühnert

Kevin Kühnert war einer der einflussreichsten Juso-Chefs aller Zeiten und Hoffnungsträger der SPD. Im Herbst 2024 dann die politische Vollbremsung: Der damals 35-Jährige legte alle politischen Ämter nieder und zog sich aus gesundheitlichen Gründen monatelang zurück. Inzwischen hat er den Kampf gegen die Berliner Finanzlobby aufgenommen. Beim Verein "Finanzwende" leitet er die Abteilung Steuern, Verteilung und Lobbyismus.

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel - Krimi

Volksfest (2/2) Von Rainer Nikowitz Wiederholung: WDR 5 Sa. 17.04 Uhr Anti-Held Suchanek ermittelt: Mordserie in Niederösterreich Regie: Petra Feldhoff Produktion: WDR 2016

Freitag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Passage

Sklave der Taliban 13 Eni Yousufs langer Weg in die Freiheit Eni Yousuf verbrachte als Kind und Teenager sieben Jahre in Zwangsarbeitslagern der Taliban und erlebte Gewalt, Ohnmacht und Verzweiflung. Dann gelang ihm die Flucht über Iran, Türkei und Balkanroute nach Europa. In der Schweiz kämpfte er sich mit harter Arbeit zurück ins Leben, lernte Deutsch und absolvierte eine Ausbildung in der Gastronomie. Seit 2024 betreibt er mit seiner Partnerin das Restaurant Zamarod in Wabern. In seinem Buch schildert er seine traumatische Vergangenheit, aber auch seinen unbeirrbaren Willen, neu anzufangen 13 und zeigt, wie weit ein Mensch trotz widrigster Umstände kommen kann. Buchhinweis: Eni Yousuf: Nach oben und von dort über die Dächer. Meine Flucht. Cosmos, 2025.

Freitag 20:03 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Salon

Hörspiel & Podcast Podcast "11KM Stories" Schattendeals (2/5): Verhandlungsmasse In Moskau wird ein weiterer Deutsch-Russe festgenommen und zu russischem Straflager verurteilt. Dieter Woronin soll seine Strafe im selben Straflager absitzen, wie der russische Oppositionelle Alexej Nawalny. Knapp drei Wochen später macht die Verhaftung von US-Journalist Evan Gershkovich im russischen Jekaterinburg weltweit Schlagzeilen. Einer, der Gershkovich freibekommen will, ist Roger Carstens, Sondergesandter für Geiselangelegenheiten. Die USA ahnen: Russland könnte im Gegenzug jemand bestimmtes haben wollen, der in Deutschland im Gefängnis sitzt. Den "Tiergartenmörder". Das Thema erreicht schon bald die deutsche Bundesregierung. Im Kanzleramt gibt es Gespräche, wer wäre dafür, wer wäre dagegen? Und was hätte Deutschland von einem Deal? In dieser Folge haben wir aus Alexej Nawalnys Autobiographie "Patriot" zitiert. Das Buch ist im Fischer Verlag erschienen. Von Franka Hennes, BR 2026 Teil 3 am 17. Juli 2026 Hörspiel Stahnke - Bad Eidelmünde (9/15) In Abwesenheit von Stahnke nimmt sich Kommissar Mannteufel Stilling vor, den Paartherapeuten von Stahnke und seiner Freundin Sandra. Bald darauf muss Mannteufel erkennen, dass nicht nur Chefin Schmidt-Ehry von krummen Geschäften lebt. Stahnkes Kollege Linus Egelmann versucht dagegen nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" aus dieser Erkenntnis Kapital zu schlagen. Von Frank Witzel Mit Wiebke Puls, Martin Feifel, Nicole Heesters, Axel Milberg, Fabian Hinrichs, Jutta Speidel und anderen Komposition: Frank Witzel Regie: Leonhard Koppelmann BR 2018 Teil 10 am 17. Juli 2026

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

«De Tod isch grüen» von Ernst Kappeler «De Tod isch grüen» entstand im März 1968. Die Vorlage von Ernst Kappeler wurde im Rahmen eines Wettbewerbes für Mundarthörspiele ausgezeichnet, und dies zu Recht, gehört das Stück doch zu den wichtigsten fiktionalen Zeitdokumenten im SRF-Radioarchiv. Und: Es ist aktuell wie eh und je. Der Selbstmordversuch einer Schülerin hat Folgen für den Lehrer, für die Schule, für das ganze Dorf. Nichts ist mehr, wie es war. Die gesellschaftlichen Mechanismen, die sich in Gang setzen, sind nur allzu bekannt. Ein Schuldiger muss her, und der ist schnell gefunden: Der Lehrer mit seinen nicht immer konformen Methoden. Wie ein Verbrecher muss er sich vor der Schulpflege rechtfertigen. Doch dieser Lehrer hat sich längst in seine eigene Welt zurückgezogen. Seine Wahrheit ist nicht die der anderen. Und sie steht nicht im Stundenplan. Mit: Fred Tanner (Lehrer, Erzähler), René Scheibli (Bruno), Valerie Steinmann (Magdalena, Mädchenstimme), Paul Bühlmann (Präsident), Alfred Schlageter (Pfarrer), Eva Wächter (Schulpflegerin, Frauenstimme), Inigo Gallo (Schulpfleger), Ruedi Walter (Doktor), Christian Huber (Aktuar), Margrit Rainer (Krankenschwester), Anneliese Betschart (Frauenstimme), Elisabeth Schnell (Frauenstimme), Vincenzo Biagi (Männerstimme) u.v.a. Tontechnik: Irmgard Bichler und Willy Helbig 13 Regie: Robert Bichler Produktion: SRF 1968 Dauer: 44 19

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Feature

Rechtsruck in der Klasse - und jetzt?! Episode 1 und 2 Von Elise Tapsoba und Julia Keller Regie: Julia Keller Deutschlandfunk 2026 (Wdh. am 14.07.2026, 22.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur) Elise kämpft gegen Rassismus, als Lehrerin und als Mutter. Aber was, wenn der Hass längst im Klassenraum sitzt? Episode 1: Rassismus, Lehrkräfte und Selbstschutz Elise steht vor ihrer Klasse, unterrichtet, hört zu, erklärt, schlichtet. Bis plötzlich Sätze fallen, die eindeutig rassistisch sind: "alle Ausländer sind kriminell." Im Klassenchat postet ein Junge Bilder seiner Glatze - keine offene Beleidigung, und doch weiß jede*r, was gemeint ist. Als Schwarze Lehrerin verletzen Elise rassistische Aussagen besonders. Elise sucht das Gespräch mit der Schulleitung und wird daraufhin aus der Klasse genommen. Episode 2: Dresscodes, Sensibilierung und rechte Symbole Elise wird im Anti-Diskriminierungs-Kreis aktiv, sensibilisiert Kolleg:innen, die Rassismus und die dazugehörigen Symbole oft nicht mal erkennen. Ihr Sohn erlebt heute den gleiche rassistische Diskriminierung, wie sie vor dreißig Jahren. Elises begibt sich auf Spurensuche: Warum radikalisieren sich junge Menschen? Welche Rolle spielen Zugehörigkeit, Kränkung, soziale Lage, familiäre Erfahrungen, Männlichkeitsbilder und soziale Medien? Und warum tritt diese Entwicklung besonders bei männlich gelesenen Jugendlichen zu Tage? Elise ist Lehrerin in einer mittelgroßen westdeutschen Stadt. Rassismus, Lehrkräfte und Selbstschutz weitere Beiträge

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

Leif de Leeuw Band (NL) Aufnahme vom 25.7.2025 beim Burg Herzberg Festival Am Mikrofon: Tim Schauen Zweistimmige Gitarrenlinien, sogenannte Double leads erzeugen einen ganz bestimmten Effekt, und sie bedeuten eine Reminiszenz an eine besondere, stilbildende Band. Und damit ist nicht Iron Maiden gemeint: Die Leif de Leeuw Band aus den Niederlanden hat anfangs Songs der legendären Südstaaten-Ikonen The Allman Brothers Band gecovert (und tut dies immer wieder gerne). Doch die Formation um Leadgitarrist Leif de Leeuw und Sänger und Gitarrist Sem Jansen spielt auch eigene Songs zwischen Blues und Rock und auch Soul. Zwischen den vorab festgelegten Strukturen ist viel Platz für de Leeuws Improvisationen, aber auch aber seine Kollegen an den beiden (!) Schlagzeugen, an Bass oder Hammond-Orgel bekommen ihren Raum. Und doch bleibt zwischen den vielen Noten genügend Luft: für das (auch bei diesem Musikstil) so wichtige Gefühl.

Freitag 22:03 Uhr SWR Kultur

Vor Ort

Salzburger Stier 2026 - Der Eröffnungsabend(2/2) Mit: Florian Scheuba, Thomas Maurer und Robert Palfrader als Trio "Wir Staatskünstler" (Aufzeichnung vom 22. Mai 2026 im Kursaal Meran, Südtirol) Zum Auftakt des "Salzburger Stier 2026", dem bedeutendsten internationalen Radio-Kabarettpreis für den deutschsprachigen Raum, gibt es traditionell einen Eröffnungsabend, dieses Mal mit dem Trio "Wir Staatskünstler". Florian Scheuba, Thomas Maurer und Robert Palfrader - die sich mit Fug und Recht als die Supergroup des österreichischen Kabaretts bezeichnen - haben sich bereits 2010 zusammengetan, um gemeinsam mit einer originären Mischung aus harter Satire, aktueller investigativer Recherche, lustvollem Schauspiel und Freude am höheren Blödsinn auf die Bühne zu gehen.

Freitag 23:03 Uhr BR-Klassik

BR Klassik - Jazztime

BR-Clubkonzert im Bergson Kunstkraftwerk Elina Duni & Rob Luft: "Reaching for the Moon" Aufnahme vom 3. Juni 2026 Moderation und Auswahl: Beate Sampson Playlist: Reaching For The Moon (Irving Berlin) Më Ka Zanë Meraku (trad. aus Albanien) The Leili Lullaby (Mahsa Vahdat) Lonely woman (Ornette Coleman, Margo Guryan) Zambaku i Prizrenit (trad. aus dem Kosovo) A time to remember (Rob Luft, Elina Duni) Ani more nuse (trad. aus dem Kosovo)

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Aus Heimat und Sprache vertrieben Die Lange Nacht des Schreibens im Exil Von Sieglinde Geisel Regie: Beate Ziegs Mehr als 120 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht - ein trauriger Rekord. Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller unter ihnen kämpfen mit den gleichen existenziellen und bürokratischen Schwierigkeiten wie alle anderen. Zugleich befinden sie sich in einer besonderen Lage. Der Verlust der Sprache bedeutet für sie auch den Verlust ihres bisherigen Publikums. Und wer in seinem Land ein Literaturstar war, ist im Exilland oft völlig unbekannt. Hier ist er oder sie ein Außenseiter - doch gerade der Blick von außen kann für das Schreiben eine Ressource sein. Die Autorinnen und Autoren, die in dieser Langen Nacht ihre Geschichte erzählen, kommen aus Belarus, Russland, Iran, Syrien, Eritrea, der Türkei und dem Sudan. Sie leben in Deutschland. Während des Nationalsozialismus hat Deutschland eine halbe Million Menschen ins Exil gezwungen, heute ist es zu einem Zufluchtsort geworden für vertriebene Schriftsteller:innen aus aller Welt.

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