Bayern 2

Breitengrad

RumänienKahlschlag in Rumäniens Wäldern Rumänien ist eines der ärmsten EU-Länder, doch über eine Ressource verfügt das Land reichlich: Holz. Über weiter Flächen erstreckt sich in Rumänien einer der letzten "Urwälder" Europas. Der Rohstoff Holz erlebt weltweit einen Boom, vom Hausbau in Japan bis zum Verbrennen von (Öko-) Pellets in den Heizungen und Kaminöfen scheinbar umweltbewusster Deutscher. Doch Umweltaktivisten warnen immer lauter: den rumänischen Wäldern droht der Kahlschlag. So kennt jeder in Rumänien den Namen Schweighofer: eine österreichische Holzindustrie-Firma mit Sitz in Wien, die in drei riesigen rumänischen Sägewerken Baumstämme aus der Ukraine, anderen osteuropäischen Ländern und eben aus Rumänien selbst verarbeitet. "Schweighofer ist Teil eines korrupten Systems und verarbeitet seit Jahren illegal geschlagenes Holz" sagen NGOs. "Alles nicht wahr, wir halten uns an alle Gesetze und Umweltauflagen", sagt Schweighofer. Wer hat Recht? Eine Recherche in Rumäniens Wäldern.
Samstag 18:05 Uhr

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Ö1

Tao - aus den Religionen der Welt

Umbanda"Umbanda" - Brasiliens heilende Geister. Gestaltung: Alexandra Mantler Ein karger Raum im ersten Stock eines Wohnhauses in Rio de Janeiro. Kräuter sind über die Tische verteilt, über der Tür eine Marienstatue aus Gips. Der mystisch-spirituelle Umbanda-Ritus zählt zu den dynamischsten und einflussreichsten Religionen Südamerikas. Umbanda grenzt sich sowohl vom Spiritismus als auch vom Candomblé ab und integriert in ihr ursprünglich von afrikanischen Sklaven stammendes Glaubenssystem katholische, indigene, kabbalistische, hinduistische oder buddhistische Werte. Bei speziellen Heilungs-Ritualen begeben sich geschulte Personen als "Medien" in Trance, um die Geister von ihren Körpern Besitz ergreifen zu lassen und die heilenden Kräfte durch Handauflegung an Hilfesuchende weiterzugeben. Die Geister werden bei gesundheitlichen Problemen ebenso um Hilfe gebeten wie bei Liebeskummer oder Arbeitslosigkeit. Vielen der erstarkenden evangelikalen Freikirchen in Brasilien sind diese traditionellen bzw. synkretistischen Religionen wie Candomblé oder eben Umbanda ein Dorn im Auge, werden als "Teufelszeug" verunglimpft und so kommt es immer wieder auch zu gewaltsamen Übergriffen gegen die Anhänger dieser Kulte.
Samstag 19:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Hörspiel

«Vaters Dorf» von Marie-Claire Marquis Die Tochter erzählt, was sie von ihrem Vater weiss; sie bringt ihn zum Weitererzählen von seinen einsamen Kindertagen im abgelegenen Jura-Hof. Ein bruchstückhaftes Familienporträt dreier Generationen weitet sich (ähnlich wie im Zwillingshörspiel «Mutters Dorf») zum Porträt einer Landschaft. Tochter: Meines Vaters Dorf besteht aus einem einzigen Haus. Dieses Haus hat dicke Mauern aus Stein. Im Sommer bleibt der Flur dunkel und kühl. Wenn Grossvater da ist, stellt man ihm einen Stuhl an den Rand des Schattens, so, dass er hinaus sehen kann, ohne geblendet zu werden. Haben sich seine Augen erst an die Helligkeit gewöhnt, wird sein Blick weit und schweift über die Hügel. Vater: Je älter ich werde, desto mehr verlerne ich das Vergessen. - Je älter ich werde, desto näher rückt alles. Mit: Naomi Krauss (Tochter), Franz Matter (Vater), Sibylle Courvoisier (Grossmutter), Sophie Quetes (Sohn), Hanspeter Müller-Drossaart (Grossvater) Musik: Peter Zwetkoff, Klarinette: Michael Riessler - Tontechnik: Jack Jakob, Hanspeter Mäglin, Ferenc Balgo - Regie: Stephan Heilmann - Produktion: SRF 1997 - Dauer: 44" Marie-Claire Marquis, 1949 in Zug geboren, schreibt Prosa, Lyrik, Hörspiele. Sie ist Mitglied beim Verein «Autorinnen und Autoren der Schweiz» (AdS) und veröffentlichte bisher in Zeitschriften, Anthologien und im Rundfunk. Sie ist auch als Übersetzerin für Rundfunkanstalten tätig. 1987 erhielt sie den Luzerner Literaturpreis. Marquis lebt im deutschen Grenzort Lörrach nahe bei Basel.
Samstag 20:00 Uhr

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Bayern 2

radioSpitzen

andreas rebersDer satirische Monatsrückblick von Andreas Rebers Andreas Rebers hat viele Talente: Er ist ein vielfach preisgekrönter Kabarettist, ein autobiographischer Roman-Autor, ein passionierter Akkordeonspieler, ein bitterböser Komponist von Arbeiterliedern und ein satirischer Bühnen-Prediger. Vor allem aber ist er eines: schräg! Dem traditionell eher links denkenden Kabarettpublikum macht es Andreas Rebers nicht immer leicht: weil er die aberwitzigsten Gedankenverbindungen schlägt und Tabubrüche eher sucht als scheut. Und weil er tiefer und querer denkt als so mancher seiner Zeitgenossen. Wenn der gebürtige Niedersachse und Wahlmünchner beginnt, die aberwitzigsten Gedankenverbindungen zu schlagen, kann einem schwindelig werden. Andreas Rebers nämlich hat seine eigenen Vorstellungen von Logik und seinen eigenen Kopf, wenn es um weit verbreitete Ansichten oder gar um Ideologien geht. Unvorbereitete Zuschauer verlassen Rebers Auftritte deshalb bisweilen im Zustand der lebensanschaulichen Verwirrung. Rebers" Fans hingegen schätzen seine provozierenden Attacken gegen das Gutmenschentum, seine skurrilen Arbeiter-Lieder und seine Predigten als Reverend der Glaubensgemeinschaft "Schlesische Bitocken". Außerdem in dieser Sendung: Werner Schneyder zum 80. Geburtstag "Darüber lacht Deutschland 2017" - Eine satirische Jahresvorschau
Samstag 20:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Jazztime

Jay Jay JohnsonDer komplette Meister Erinnerungen an den Modern-Jazz-Posaunisten Jay Jay Johnson Von Odilo Clausnitzer David Baker hielt Jay Jay Johnson für "den vielleicht wichtigsten Posaunisten aller Zeiten". Tatsächlich kommt das Verdienst, das bisher als behäbig wahrgenommene Zug-Instrument dem virtuosen modern Jazz erschlossen zu haben, fast ausschließlich Jay Jay Johnson zu. Mit makelloser Technik, vollem Ton, rhythmischer Präzision und einem sehr ausgeprägten improvisatorischen Gestaltungssinn wurde der 1924 geborene Amerikaner zum zentralen Vorbild für Generationen nachfolgender Instrumentalkollegen. Jay Jay Johnson begann seine Karriere bei Benny Carter und Count Basie, bevor er sich in New York an der Seite von Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Miles Davis einen Namen machte. Berühmt wurde die Combo "Jay and Kai", die er in den 1950er-Jahren zusammen mit dem Posaunisten Kai Winding leitete. Als Bandleader machte er eine Reihe bedeutender Einspielungen, bis er seine Tätigkeit auf das Komponieren von Soundtracks für Film und Fernsehen verlagerte. 2001 nahm er sich nach schwerer Krebs-Erkrankung das Leben. Die Sendung präsentiert einige Höhepunkte seines Schaffens.
Samstag 22:03 Uhr

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WDR3

WDR 3 Open Sounds

Marc RiekMit Angela Bischoffstrate Luft. Bewegung Windige Hörstücke von Lasse Marc Riek und Thomas Meadowcroft bis 24:00 Uhr Der Sound und die Zerstörungskraft des Windes beschäftigen die Klangkünstler inWDR 3 Open Sounds . Lasse-Marc Riek lässt in seinem neuen Hörstück für das Studio Akustische Kunst natürliche und menschengemachte Objekte vom "äolischen Geist" berichten. Er untersucht die akustische Vielfalt von Wind-Phänomenen in schwingenden Konstrukten wie Telefonleitungen, Zäunen, Drähten, Windharfen und in natürlicher Flora und Fauna wie Gräsern, Baumkronen und Felsspalten. Thomas Meadowcroft inszeniert in einer Koproduktion von ABC Sidney und Deutschlandradio Berlin eine musikalische Reflexion über den Verlust von "Zuhause" nach einem tropischen Wirbelsturm. Ein Zyklon verwüstet materielle Gegenstände: Das Sofa, das Dach, das ganze Haus. Er kann auch die symbolische Ordnung zerstören: Zugehörigkeit, Recht und Gesetz. Meadowcrofts Hörstück "Moving Homes" möchte diesen Schmerz lindern, erstens indem es alternative Konzepte von "Zuhause" anbietet und zweitens indem es in "Zeiten der Krise" den Radiohörer begleitet und beruhigt.
Samstag 22:04 Uhr

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NDR 4 Info

Jazz Konzert

joshua redmanJazzfest Berlin 2016: Joshua Redman Brad Mehldau Mit Claudia Schober Der Saxofonist Joshua Redman (*1969) und der Pianist Brad Mehldau (*1970) gehören zu den wichtigsten und einflussreichsten Musikern ihrer Generation. Als der amerikanische Jazz in den frühen 90er-Jahren vor allem von den sogenannten "Young Lions" um Wynton Marsalis geprägt war, trugen auch Joshau Redman und Brad Mehldau ihren Teil dazu bei, dass der Jazz wieder zu neuen Ufern aufbrach und den überaus wichtigen Generationenwechsel einleitete. Ihr gemeinsamer Duo-Auftritt zählte zu den Höhepunkten beim Jazzfest Berlin 2016. Ein intensiver und lyrischen Dialog zweier Seelenverwandter! Erstsendung am Sonnabend, Wiederholung am Dienstag auf NDR Blue
Samstag 22:05 Uhr

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NDR 4 Info

Nachtclub Classics

Loudon WainwrightLoudon Wainwright - Ein amerikanisches Familienleben in Songs Loudon Wainwright III. Mit Harald Mönkedieck Er ist einer der brillantesten Autobiografen der US-Songwriter-Szene und das seit mehr als 40 Jahren: Loudon Wainwright III hat Ende der 60er-Jahre bis heute über persönliche Befindlichkeiten geschrieben, manchmal auch über die (politische) Welt außerhalb des privaten Universums. Mehr als zwei Dutzend Alben hat Wainwright gemacht, hunderte von Songs erzählen seine Geschichte und die seiner Familie. Dass der am 5. September 1946 geborene Singer-Songwriter aus New York dabei Peinlichkeiten meist umschiffen konnte, liegt nicht zuletzt an seinem brillanten Witz. Und die Ehrlichkeit seiner mal humorigen, mal melancholischen Songs über die kleinen und großen Dinge des Lebens als (Ehe-)Mann, Vater und Sohn. Loudon Wainwright ist ein kompromissloser Künstler, der oft in selbsttherapeutischer Mission unterwegs war. Sich als Folk-Musiker dem Pop-Mainstream nie angebiedert hat und auch in seinen späten Jahren bemerkenswerte Alben vorgelegt hat. Auch nach seinem 70. Geburtstag ist der Vater der singenden Songwriter-Kinder Rufus, Martha und Lucy Wainwright aktiv wie eh und je. Er schuf ein neues Großprojekt: Die Ein-Mann-Theaterperformance "Surviving Twin". Eine intensive Annäherung an das Werk des eigenen Vaters, einem 1988 verstorbenen renommierten US-Journalisten und Kolumnisten. In einem exklusiven Interview gibt Loudon Wainwright in der Sendung Auskunft über Vergangenes und Gegenwärtiges - und liefert dabei neue Einblicke in seine Gefühlswelt. Erstsendung Sonnabend, Wiederholung am Mittwoch auf NDR Blue Nachtclub Classics
Samstag 23:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Lange Nacht

Fredy HirschDer stille Held von Auschwitz Eine Lange Nacht über Fredy Hirsch Von Jürgen Nendza und Eduard Hoffmann Regie: Stefan Hilsbecher Keine Straße und kein Sportplatz tragen heute seinen Namen. Kaum noch etwas erinnert an Fredy Hirsch. Dabei wurde der charismatische Erzieher und durchtrainierte Athlet für viele tschechische Kinder und Jugendliche zum Idol. Sowohl in Theresienstadt als auch in der Hölle von Auschwitz gelang es dem klugen und unerschrockenen Humanisten, Haltung und Anstand zu bewahren und sich für Gerechtigkeit und Menschenwürde einzusetzen. In Auschwitz versuchte er, den jüngsten Häftlingen in einem von ihm der SS abgerungenen und eingerichteten Kinderblock den grausamen KZ-Alltag ein wenig zu erleichtern. In diesem Schutzraum konnten sie betreut spielen, singen und lernen. Sketche und Theaterstücke kamen zur Aufführung. Über fast preußisch strenge Sport- und Ordnungsmaßnahmen gelang es dem auf Sauberkeit und Hygiene bedachten Pädagogen, die seelischen und physischen Widerstandskräfte der Kinder zu stärken. 1916 in Aachen geboren und aufgewachsen, war Fredy Hirsch bald zum glühenden Zionisten geworden und hatte Führungspositionen in Jugendorganisationen wie dem Jüdischen Pfadfinderbund Deutschlands und dem Makkabi Hazair übernommen. Als homosexueller Jude war er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten doppelt bedroht. Er floh 1935 nach Prag und arbeitete in Böhmen und Mähren in jüdischen Einrichtungen, vor allem der Kinder- und Jugendfürsorge. 1941 wurde Fredy Hirsch nach Theresienstadt, 1943 weiter nach Auschwitz deportiert. Dort vergasten ihn die Nazis im März 1944.
Sonntag 00:05 Uhr

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