Muss Strafe sein? Teil 1: Mauern, Zellen, Gerichtssäle Von Johanna Bentz Regie: die Autorin Mit: Lisa Hrdina, Torsten Föste Musik: Matthias Klein Ton: Hermann Leppich Deutschlandfunk 2026 Länge: ca. 53"36 (Ursendung) Das Bedürfnis nach Strafe ist universell. Aber was bewirkt sie? Im ersten Teil dieses Doppelfeatures besucht die Autorin jugendliche Häftlinge, Richterinnen und Richter und einen verurteilten Mörder, der seit elf Jahren hinter Gittern sitzt. Strafen gehört zum Verhaltensrepertoire des Menschen. Schaden wird vergolten, Unrecht wird zurechtgerückt, Übeltäter werden gebessert - so sind zumindest die Ziele. Aber werden sie auch erreicht? Die Autorin, die als Dokumentarfilmerin häufiger Straftäter porträtiert hat, geht Schritt für Schritt die einzelnen Stationen unseres Strafwesens durch, schaut sich die Praxis an und fragt nach Alternativen. Sie beginnt mit jugendlichen Gefängnisinsassen und fragt sie, welche Strafen sie für gerecht halten. Eine Richterin und ein Richter erzählen von ihrer Arbeit. Und dann begegnen wir einem verurteilten Mörder, der nach Jahren in Haft sein Leben neu beginnen will. Johanna Bentz, geboren 1982, studierte Regie für Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 2012 arbeitet sie als Autorin und Regisseurin für Film und Radio. Sendungen und Filme u.a.: "Crisis what crisis" (Essayfilm über Griechenland, 2015), "Die Verführungskünstler" (Dokumentarfilm 2012), "Corona Talks - Zufallsgespräche aus dem Lockdown" (WDR 2020). Über den Sinn des Strafens Muss Strafe sein? (1/2)
Saiten-Wind Geschmeidige und kraftvolle Kombinationen von Saiten und Blasinstrumenten Mit Musik von Trompeter Paolo Fresu und Gitarrist Ralph Towner, Wolfgang Amadeus Mozart und Gitarristin Laura Lootens Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer Playlist: Paolo Fresu & Ralph Towner: "Sacred Place (Reprise)" (Ralph Towner) Bill Frisell: "The Pioneers" (Bill Frisell) Bläse-Quartett: Allegro, aus Fötenquartett D-Dur, KV 285 (Wolfgang Amadeus Mozart) Bläse-Quartett: Adagio und Rondeau, aus Flötenquartett D-Dur KV 285 (Wolfgang Amadeus Mozart) Nicole Johänntgen: "In Love" (Nicole Johänntgen) Nicole Johänntgen: "A Call for Peace" (Nicole Johänntgen) Laura Lootens: Larghetto affettuoso (Giuseppe Tartini) Laura Lootens: Romanze aus Grand Sonata A-Dur, op. 39 (Nicolo Paganini) Bill Frisell: "Monroe" (Bill Frisell) Paolo Fresu & Ralph Towner: "Zephyr" (Ralph Towner)
Moderation: Ortrun Schütz Cameron Winter Dieser gerade mal 23 Jahre alte New Yorker Singer Songwriter wird aktuell weltweit für seine vielfältige Stimme mit großem Ton Umfang gefeiert, die er je nach Text und Musikstil perfekt anpassen kann. Sein Falsett wird mit dem von Thom Yorke verglichen, von einem "schwebendem Bariton" und "auffälliger Klangtiefe" ist bei den Kritikern die Rede. Auch Nick Cave lobt seine Stimme: Er nennt sie glorreich und emotional und bezieht sich dabei auf Cameron Winters Debutalbum mit dem vom Genre her in die Irre führenden Titel "Heavy Metal". Die Songs davon scheinen keinen Regeln zu folgen - sie fließen eher organisch zu Klavier oder Orchester Klängen. Art Pop ist das, etwas sanfter als die Songs seiner Band "Geese", die eher auf der Grenze zwischen Soul und Rock liegen.
Einsteins Zunge Von Christoph Buggert Liebevolle Erinnerung an den toten Bruder Das Bild gehört zum kollektiven Gedächtnis: Albert Einstein, wie er an seinem 72. Geburtstag den Paparazzi die Zunge rausstreckt. Aber warum ist dieses Bild dem Bruder des Autors Christoph Buggert immer wieder begegnet? Erst nachdem sein Bruder gestorben ist, lernt der Autor überraschende und unbekannte Seiten an ihm kennen. Regie: Katharina Bihler Produktion: SR/MDR 2021
Richard Strauss - "Elektra" Oper in einem Aufzug Libretto von Hugo von Hofmannsthal Klytämnestra: Karita Mattila Elektra: Ingela Brimberg Chrysothemis: Christina Nilsson Aegisth: Benjamin Bruns Orest: Andreas Bauer Kanabas Die Aufseherin: Layla Claire Erste Magd: Marie Henriette Reinhold Zweite Magd: Ida Aldrian Dritte Magd: Marie-Luise Dreßen Vierte Magd: Olivia Boen Fünfte Magd: Chelsea Zurflüh Pfleger des Orest: Fabian Kuhnen Die Vertraute: Alexandra Hebart Die Schleppenträgerin: Chloe Lankshear Ein junger Diener: Liam Bonthrone Ein alter Diener: Andreas Heinemeyer NDR Vokalensemble NDR Elbphilharmonie Orchester Leitung: Alan Gilbert Aufzeichnung vom 13. Februar 2026 aus der Elbphilharmonie in Hamburg 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter
«Herr und Frau S. in Erwartung ihrer Gäste» von Siegfried Lenz Anna und Henry S. haben vereinbart, dass beide zu ihrem achten Hochzeitstag Gäste einladen soll, die der andere noch nicht kennt, Menschen, über die sie nie miteinander gesprochen haben, die im Leben des einen oder anderen jedoch eine entscheidende Bedeutung haben. Vorsorglich geben sie einander das Versprechen, dass sich nach dem bevorstehenden Abend nichts an ihrer Beziehung geändert haben wird. Denn eines steht für sie fest: Jedes neue Wissen verändert einen Menschen und damit auch seine Beziehungen und sein Verhalten zum Mitmenschen und zur Umwelt. Während der Vorbereitungen zum Essen mutmassen sie voreinander darüber, wer die erwarteten Gäste sein könnten und welche Geheimnisse sie in ihre momentane Beziehung mitbringen würden. Noch bevor der erste Gast eintrifft, wird alles anders sein als zuvor 26 Mit: Margaret Carl und Wolfgang Schwarz Tontechnik: Willy Helbig und Yvonne Widmer 13 Regie: Mario Hindermann Produktion: SRF 1975 Dauer: 37 19 Hier gibt"s noch mehr Hörspiele:
"Pax": Talk mit dem Tingvall Trio Eine Sendung von Mauretta Heinzelmann Sie öffnen Türen, die drei Musiker des Tingvall Trios, eine der erfolgreichsten Jazzbands hierzulande, ausgezeichnet u.a. mit drei Jazz Echos. Ihr neuntes Studioalbum "Pax" beginnt mit dem Stück "Open Gate". Statt Mauern zu bauen, möchte das Tingvall Trio menschliche Offenheit schaffen, und dies leben die drei in ihrer Musik vor. Vor 22 Jahren lernten sie sich in Hamburg kennen, der kubanische Bassist Omar Rodriguez Calvo, der deutsche Schlagzeuger Jürgen Spiegel und der schwedische Pianist Martin Tingvall. "Es hat sofort bei uns gefunkt", erzählt Martin Tingvall, der die Stücke für das Trio komponiert, die auf der Bühne mit enormer Feinfühligkeit und Energie umgesetzt werden, z.B. demnächst in Potsdam und Hamburg. Die enorme Spielfreude der Drei erklärt sich auch daraus, dass sie dicke Freunde sind und jeden Moment miteinander genießen. Im Studio sprachen wir über multikulturelles Arbeiten, über Chancen und Risiken digitaler Möglichkeiten und über Frieden - mit Musik aus der Bandgeschichte und vom neuen Album "Pax".
Evangelium Pasolini Von Arnold Stadler und Oliver Sturm Regie: Oliver Sturm Mit Tilo Werner, Udo Schenk Produktion: HR/Deutschlandfunk 2016 Länge: 65"32 1964 überraschte Pier Paolo Pasolini die Kirche wie das Publikum mit seinem Film ,Das 1. Evangelium des Matthäus". Anders als in zahlreichen vergleichbaren Werken, stellt Pasolini Jesus als realistische, menschliche Figur dar und setzt zugleich kompromisslos die biblische Vorlage um, ohne Auslassungen und ohne Hinzufügungen. Angesichts von Pasolinis Homosexualität und seiner kommunistischen Überzeugungen hat dies sowohl in katholischen als auch in linken Kreisen Verwunderung hervorgerufen. Das Hörspiel von Arnold Stadler und Oliver Sturm erzählt das Matthäus-Evangelium aus verschiedenen Perspektiven. Einerseits aus der des Films von Pasolini, andererseits aus der des Schriftstellers Arnold Stadler, der diesen Film betrachtet. Stellt man in Rechnung, dass das Evangelium seinerseits das Leben Christi erzählt, so entsteht im Hörspiel eine zwiebelartige Verschachtelung einer Erzählung in der Erzählung in der Erzählung. Das Stück wurde zum Hörspiel des Jahres 2016 gewählt. Evangelium Pasolini
Marion Gräfin Dönhoff: Ritt durch Masuren Von Marion Gräfin Dönhoff Wiederholung: So. 16.04 Uhr Zwischen Kriegsgeschehen und ländlichem Idyl Im Spätsommer 1941 brach die 32-jährige Marion Gräfin Dönhoff gemeinsam mit ihrer Cousine Sissi Lehndorff zu einem Ritt durch die masurischen Wälder auf. In der einsamen Idylle wollten die beiden das ferne Kriegsgeschehen vergessen. In einem Tagebuch hielt die spätere Herausgeberin der Wochenzeitung "Die Zeit" ihre Eindrücke in der spannungsgeladenen Atmosphäre zwischen Kriegsgeschehen und ländlichem Idyll fest. Sie berichtet darin von Alltagserlebnissen und Begegnungen mit den Menschen der ärmlichen Gegend, reflektiert aber auch ihr eigenes Leben und ihre ungewisse Zukunft. Produktion: NDR 1994
NDR Bigband mit Colin Towns "John Lennon - in my own write" Eine Sendung von Henry Altmann Seine Metier sind mächtige Moves und griffige Grooves, Colin Towns hat die NDR Bigband Mitte 2000er-Jahre durch die Welt von Frank Zappa und Pink Floyd geführt. Kaum ein Programm aber war so persönlich wie seine Interpretation der Musik von John Lennon. Als Teenie hatten die Beatles auf Towns" Plattenteller nichts zu suchen, dort drehte sich der popula¨re Jazz jener Jahre. Jahrzehnte spa¨ter aber wollte sich der britische Komponist mit der NDR Bigband John Lennon und den Beatles stellen. Im Programm "In my own Write" packt Colin Towns mit seinem eigenen Recht abenteuerlich-überzeugend jene Motive neben- und übereinander, die wir alle kennen, so aber noch nie gehört haben. Lennons umtriebiger Geist ist auch viereinhalb Jahrzehnte nach seinem Tod noch sehr lebendig.