Deutschlandfunk Kultur

Feature

Geschlechter Ein trans-lesbisches Familienglück oder: Das aufgeklärteste Kind der Welt Von Annika Erichsen Regie: die Autorin Mit: Monika Oschek Ton: Alexander Brennecke Produktion: Deutschlandradio Kultur 2017 Länge: 52"38 (Ursendung) Caroline, Julia und ihre Tochter Emilie. Ein Kennenlernen. Julia und Caroline bekommen ein Kind. Bei der Untersuchung fragt die Frauenärztin: "Wie haben Sie es denn gemacht?" "Auf natürlichem Weg." Die Ärztin schaut auf: "Aber ich hätte Sie für eine Frau gehalten." "Bin ich ja auch, aber ich bin eben auch der Erzeuger des Kindes. Ich bin eine Transfrau", sagt Julia. Dass Geschlechtsidentität nicht unbedingt mit biologischen Merkmalen zu tun hat, ist für viele Menschen nicht einfach nachzuvollziehen. Über drei Jahre hinweg hat die Autorin die ungewöhnliche Kleinfamilie begleitet. Annika Erichsen, geboren 1981 in Schwäbisch Hall, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Marseille. Seit 2010 Feature-Autorin und Regisseurin für die ARD, Deutschlandradio und ARTE Radio in Frankreich. Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Drei Schwestern und ein Downsyndrom" (2015), ausgezeichnet mit einem Sonderpreis des Marlies-Hesse-Nachwuchspreises 2016. Ein trans-lesbisches Familienglück oder: Das aufgeklärteste Kind der Welt
Samstag 18:05 Uhr

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Bayern 2

Breitengrad

Kolumbien FARCFriedensprozess in Kolumbien Kolumbiens Weg zum Frieden ist holprig. Die FARC hat ihr Dasein als Guerilla aufgegeben, die Kämpfer haben sich wie vereinbart in 23 "Übergangszonen" versammelt. Dort sollen sie eigentlich in den nächsten Wochen ihre Waffen abgeben und sich dann in die Zivilgesellschaft eingliedern. Doch die Gegenleistungen der Regierung lassen großenteils noch auf sich warten. Der Zeitrahmen für die Entwaffnung wird deshalb kaum zu halten sein. Und die Zukunft? Die FARC-Kämpfer stecken noch immer tief in ihrer revolutionären Gedankenwelt. Sie wollen als politische Partei weiter für ein gerechteres Land kämpfen - dabei sehen die meisten Kolumbianer sie abe r nicht als Kämpfer für die Verdammten dieser Erde, sondern als Mörder, die kaltblütig und brutal mit den Drogenkartellen paktiert haben. Von einer Versöhnung ist Kolumbien also noch weit entfernt. ARD-Korrespondent Ivo Marusczyk hat FARC-Kämpfer in einer der "Übergangszonen" besucht, aber auch mit Regierungsvertretern gesprochen und eine Initiative begleitet, die versucht, einen Dialog zwischen den Rebellen und der bürgerlichen Gesellschaft herzustellen.
Samstag 18:05 Uhr

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HR2

Live Jazz

martin luther"The Martin Luther Suite - A Jazz Reformation" NDR Bigband, cond. & arr. by Lucas M. Schmid, 42. Merseburger Orgeltage 2012, Merseburg, Schlossgartensalon Am Mikrofon: Claus Gnichwitz Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation im Luther-Jahr 2017 zum Auftakt des Deutschen Evangelischen Kirchentags Musik der Reformation, arrangiert von Lucas M. Schmid für ein profiliertes Jazz-Orchester und ergänzt durch eigene Kompositionen im Geiste der Reformationszeit
Samstag 19:04 Uhr

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Ö1

Tao - aus den Religionen der Welt

Euro-Islam"Allah und Abendland": Der Euro-Islam - gescheitertes Konzept oder Zukunftsmodell beleuchtet die unterschiedlichen theologischen und politischen Ansätze und unterzieht sie einem Reality-Check. Die Sendung ist der Anfang einer insgesamt fünfteiligen Reihe, die sich während des Ramadan auf die Spuren des Islam in Europa begibt. - Gestaltung: Kerstin Tretina Gestaltung: Kerstin Tretina Der Islam verändert Europa und Europa verändert den Islam, zumindest schrittweise. Immer mehr islamische europäische Intellektuelle entwickeln neue Konzepte, wie sich Europa und Islam in Einklang bringen lassen - vor allem an den zahlreicher werdenden islamischen Fakultäten und Instituten an den europäischen Universitäten. Doch die Zugänge sind vielfältig und die Meinungen gehen oft weit auseinander. Schon über die Begriffe wird hitzig debattiert: Ob von einem "Euro-Islam", einem "europäischen Islam" oder einem "Islam europäischer Prägung" die Rede sein soll, darüber scheiden sich die Geister. Für viele islamische Vordenkerinnen und Vordenker steht aber fest: Für die Etablierung einer glaubwürdigen, europäischen Form des Islam wird man sich an die Glaubensgrundlagen heranwagen müssen - was intensive Arbeit in der Koranexegese und einen neuen Umgang mit der prophetischen Tradition umfasst. Von österreichischer Seite haben unter anderen der Leiter des Instituts für Islamische Studien der Universität Wien, Ednan Aslan, und der Soziologe und Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide Beiträge zur Debatte geliefert. Khorchide skizziert etwa einen barmherzigen Islam, Aslan fordert eine Rückbesinnung auf die Grundsäulen der islamischen Religion, um sie von innen her zu reformieren. Immer wieder melden sich auch muslimische Feministinnen wie die deutsche Autorin und Juristin Seyran Ates oder die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi zu Wort. Diese Ausgabe von TAO zu Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan nähert sich den derzeit brennenden Fragen an: Was ist das, eine europäisch-muslimische Identität? Wie weit sind die islamischen Intellektuellen in Europa mittlerweile mit ihren Konzepten? Und wie sehr sind diese bereits auf dem Boden der Realität, in den vielfältigen muslimischen Communities angekommen? Die von Kerstin Tretina gestaltete Sendung beleuchtet die unterschiedlichen theologischen und politischen Ansätze und unterzieht sie einem Reality-Check. Sie ist der Anfang einer insgesamt fünfteiligen Reihe, die sich während des Ramadan auf die Spuren des Islam in Europa begibt: 3. Juni 2017: "Allah und Abendland": Architektur, Arithmetik und Aristoteles - Al Andalus und sein Erbe (Maria Harmer) 10. Juni 2017: "Allah und Abendland": Popkultur und Petrodollars - Bosniens Islam im Spannungsfeld (Lise Abid) 17. Juni 2017: "Allah und Abendland": Halbmond und Csárdás - Islam in Ungarn (Judith Fürst) 1. Juli 2017: "Allah und Abendland": Koran und Marseillaise - Islam in Frankreich (Kerstin Tretina)
Samstag 19:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Hörspiel

Christian Blees«Der Kaiser von Dallas - Die Wahrheit über den Mord an John F. Kennedy von Christian Blees Ein groteskes Mockumentary über die wahren Drahtzieher des Präsidentenmordes zeigt auf: Marilyn Monroes Sex-Appeal ist nicht nur verantwortlich für den Tod von JFK, sondern Jahrzehnte nach ihrem eigenen Tod sogar noch für den Fall der Berliner Mauer. Ein Königsdrama um einen ostdeutschen Kaiser. Der Mord an John F. Kennedy vom 22. November 1963 gilt auch heute noch als nicht endgültig aufgeklärt. Zwar wird bereits wenige Stunden nach dem Attentat ein Mann namens Lee Harvey Oswald verhaftet und der Öffentlichkeit als vermeintlich geistig verwirrter Alleintäter präsentiert. Doch im Laufe der Jahre mehren sich die Zweifel. Immer mehr Indizien deuten darauf hin, dass es sich bei Oswald lediglich um einen Sündenbock handelte. Wilde Spekulationen darüber schiessen ins Kraut, wer wirklich hinter dem Attentat steckt: die Mafia, die CIA - oder sogar Kennedys Nachfolger im Amt des Präsidenten, Lyndon B. Johnson? Durch Zufall stösst der Berliner Journalist Christian Blees im Herbst 2002 im ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit der DDR auf ein mysteriöses Tonband mit abgehörten Telefonaten in englischer Sprache. Die Aufnahmen werfen plötzlich ein völlig neues Licht auf den Kennedy-Mord und setzen eine kriminalistische Recherche in Gang, die zu aberwitzigen Ergebnissen führt: Nicht nur dieses Kapitel der Weltgeschichte muss vor dem Hintergrund des Kalten Krieges neu geschrieben werden; auch der Fall der Berliner Mauer 1989 hat konkrete - bisher unbekannte - Urheber. In deren Mitte: ein ostdeutscher Kaiser. Mit: Christian Berkel (Sprecher), Peter Groeger (Kurt Kaiser), Joke Ernsting (Martha Braune), Jewgenija Suchonowa (Alina Adjubei), Karl Drechsler, Richard Keenan, Markus Hoffmann, Friedhelm Ptok, Hans-Peter Hallwachs, Petra Kelling, Viola Sauer, Ari Gosch sowie im O-Ton: John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson, Willy Brandt, Hellmut Karasek, Marilyn Monroe, Hans-Dietrich Genscher Tontechnik: Katrin Witt und Kaspar Wollheim - Regie: Regine Ahrem - Produktion: RBB/WDR 2003 - Dauer: 55" Christian Blees, geboren 1964 in Hachenburg/Westerwald, studierte Publizistik, Politik und Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Seit 1993 arbeitet er hauptberuflich als freier Feature-Autor für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten. «Der Kaiser von Dallas» ist sein erstes Hörspiel.
Samstag 20:00 Uhr

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NDR Info

Das Kriminalhörspiel

ein dickes fellEin dickes Fell (1/3) Einführung in das Töten Nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Steinfest Komposition: Otto Lechner Bearbeitung und Regie: Götz Fritsch Mit Wolfram Berger, Ulrich Reinthaller, Anne Bennent, Dörte Lyssewski u.v.a. ORF/SWR 2015 Der norwegische Botschafter wird in der Wiener Albertina erschossen. Im Auftrag der norwegischen Regierung macht sich der einarmige Privatdetektiv Markus Cheng an die Aufklärung des Falls. Dabei stößt er auf die Machenschaften des Archivars Smolek, der offenbar eine Hausfrau und Mutter als Auftragskillerin engagiert hat. Doch die Sache läuft aus dem Ruder...
Samstag 21:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Jazztime

archie sheppDas Prinzip Freiheit Zum 80. Geburtstag des Saxofonisten Archie Shepp Von Bert Noglik Als einer der Free-Jazz-Rebellen hat er bereits in den 1960er-Jahren Jazzgeschichte mitgeschrieben. Archie Shepp steigerte sein Spiel auf dem Saxofon zu einem zornigen Schrei gegen Unterdrückung und zur brennenden Forderung nach Gleichberechtigung der Afroamerikaner. Der Drang zu unmittelbarer Mitteilung führte ihn zur Radikalisierung des musikalischen Ausdrucks und zum Anschluss an die Jazz-Avantgarde. Als einer der jungen Wilden wurde Archie Shepp von keinem Geringeren als John Coltrane ermutigt und gefördert. Auch wenn sich der Saxofonist in folgenden Jahren wieder stärker auf die Jazztradition bezog, so bedeutete das für ihn keine Kehrtwendung, sondern eine Fundierung im Kontinuum der afroamerikanischen Musik. Archie Shepp, der Wegbereiter und Veteran, zählt längst zu den Klassikern des Jazz und begreift sein Spiel noch immer als einen Ruf nach Freiheit, als Statement gegen den Status quo. John Coltrane: Cousin Mary/CD: Four For Trane Archie Shepp Archie Shepp: Hambone/CD: Fire Music Archie Shepp Archie Shepp: Mama Rose/CD:Soul Song Soul Song Archie Shepp/Abdou El Gourd: Main Street Medina/CD: Kindred Spirit Archie Shepp Quartet/Dar Gwana Archie Shepp: California Blues/CD: Something To Live For Archie Shepp Archie Shepp: Gemini/CD: The Reverse Archie Shepp Archie Archie Shepp/Chuck D The Reserve (alternate version 1)/CD: The Reverse Archie Shepp Archie Shepp/Joachim Kühn: Segue/CD: Wo!man Achie Shepp/Joachim Kühn Archie Shepp: I Know About Life/CD: Black Ballads Archie Shepp
Samstag 22:03 Uhr

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NDR Info

Jazz Konzert

jaques morelenbaumJaques Morelenbaum "Cello Samba Trio" Mit Claudia Schober Das Cello hat im Jazz bislang recht wenige Protagonisten gefunden. Nicht selten waren sie ursprünglich Bassisten - von Oscar Pettiford über Ray Brown und Ron Carter bis Lars Danielsson. Jaques Morelenbaum ist ein durch und durch improvisierender Cellist. Und wie es sich für einen Brasilianer gehört, schöpft er sein Repertoire auch aus den vielfältigen Traditionen seiner Heimat. Das klingt modern und zeitlos zugleich, schließlich gehört er selbst zur Tradition: Er spielte einst im Quartett des Bossa Nova-Schöpfers Antonio Carlos Jobim. Zuletzt dirigierte Morelenbaum die NDR Bigband beim Treffen mit Omar Sosa.
Samstag 22:05 Uhr

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HR2

The Artist"s Corner

Mara GenschelMara Genschel Villa Genschel hr/Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik/Literaturhaus Villa Clementine Wiesbaden/Kooperative New Jazz (Wiesbaden/Kulturamt Wiesbaden 2016/17) - Ursendung - Die Audio-Literatin Mara Genschel schreibt zu ihrem Hörstück Villa Genschel: "Noch im 21. Jahrhundert scheint die Villa, das großbürgerliche Herrenhaus, der bevorzugte Ort für die Literatur und ihre Lesungen zu sein. Als ein stilreines Museum für privilegierte Wohnkultur des späten 19. Jahrhunderts bietet sie selbst dem prekärsten Zweig des Literaturbetriebs, unserer Autorin, Daseinsform und Herrschaftsattitüde auf Zeit." Das Klangobjekt Villa Genschel von Mara Genschel (* 1982) ist die fiktionalisierte Rekonstruktion einer realen literarischen Veranstaltung, die in Sachen Selbstüberschätzung, Überdehnung des Genres sowie einigen gescheiterten Versuchen der Enteignung als beispielhaft für die verstörte Ära des Post-Professionellen gehört werden kann.
Samstag 23:00 Uhr

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