Deutschlandradio Kultur

Freispiel

michel decarSchere Faust Papier Von Michel Decar Regie: der Autor Mit: Anne Kulbatzki, Josefine Israel, Juno Meinecke Musik: Lukas Darnstädt Ton: Alexander Brennecke, Eugenie Kleesattel Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016 Länge: 48"10 (Ursendung) Drei Dämonen lassen sich durch die Geschichte der Menschheit treiben. Es gibt ja dieses Zitat von Karl Marx, dass sich Geschichte immer 20 mal ereignet. Einmal als Tragödie, einmal als Farce, einmal als ZDF-Zweiteiler, einmal als BBC-Miniserie, einmal als Telenovela, einmal als Eventmovie, einmal als französischer Historienstreifen, einmal als Dokumentarfilm, einmal als Geschichtsfälschung, einmal als Hörspiel im Deutschlandradio. Was Karl Marx jedoch vergessen hatte hinzuzufügen: Wir selbst spielen die Hauptrollen, ob wir wollen oder nicht, und am Ende schauen wir uns verwundert um und fragen uns, wie das alles passieren konnte. Michel Decar, geboren 1987 in Augsburg, Autor für Theater und Hörspiel. Studierte Germanistik und Geschichte an der LMU München, wo er auch an der Studiobühne seine ersten Stücke selbst inszenierte, anschließend Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Für das Stück "Jonas Jagow" wurde er mit dem Förderpreis für neue Dramatik des Stückemarktes im Rahmen des Berliner Theatertreffens 2012 ausgezeichnet. Seine Stücke wurden in szenischen Lesungen u.a. am Burgtheater, Wien, an der Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin und am Berliner Maxim-Gorki-Theater präsentiert. Hörspiele für Deutschlandradio Kultur: "Jonas Jagow" (2014), "Jenny Jannowitz oder der Engel des Todes" (2015). Schere Faust Papier
Montag 00:05 Uhr

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MDR KULTUR

Der Krieg der Söhne

Barbara KennewegHörspiel Von Barbara Kenneweg Früher spielten Kinder Räuber und Gendarm - inzwischen verbringen ganze Generationen von männlichen Halbwüchsigen ihre Freizeit als Egoshooter vor dem Computer. Leichen pflastern die Wege dieser Welt - einer Welt, auf die die Erwachsenen jeden Zugriff verloren haben. Das Hörspiel erforscht spielend und dokumentierend diese virtuellen Kriegszonen der Kinderzimmer. Barbara Kenneweg wurde 1971 in Düsseldorf geboren. Sie studierte Theater- und Medienwissenschaften an der "University of Ulster" in Nordirland und Theaterregie an der "Theaterakademie Spielstatt Ulm". Anschließend führte ein Arbeitsaufenthalt sie in den Senegal, wo sie mit dortigen Schauspielern Stücke inszenierte und westafrikanischen Tanz lernte. Seit 1996 arbeitet sie als freie Autorin und Regisseurin in Berlin. Sie erhielt mehrere Preise und Stipendien, u.a. ein Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung. Neben Ihrer Theaterarbeit schreibt Barbara Kenneweg Erzählungen und Features für den Rundfunk (u.a. für den RBB, den WDR und Deutschlandfunk). Regie: Barbara Kenneweg Komponist: Lula Romero Produktion: RBB 2015 Sprecher: Anne-Isabelle Zils Thimo Meitner Tony de Maeyer Romanus Fuhrmann Vincent Redetzki Daniela Weber (54 Min.)
Sonntag 18:00 Uhr

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Nordwest Radio

Nordwestradio in concert

Julia HolterJazzfest Berlin (II): Julia Holter &Strings (USA) / Yazz Ahmed"s Family Hafla (GB) Konzertmitschnitte vom 4. und 6. November 2016, Haus der Berliner Festspiele Richard Williams, seit 2015 künstlerischer Leiter des Jazzfest Berlin, macht es sich nicht leicht. Der englische Journalist, der schon Ende der sechziger Jahre erstmals in die Stadt gekommen war, um das europaweit beachtete Jazzereignis zu erleben, weiß um die große Tradition und die zeitgemäß weiterentwickelten Ambitionen. Auch mit seinem zweiten Jazzfest-Programm stellte er klar, dass er sich nicht mit der Zugkraft klingender Namen und überschaubarer Konzepte zufrieden gibt. Im Gegenteil: aus dem Aufgebot an Künstlerinnen und Künstlern (tatsächlich waren die Anteile gleich verteilt) sprach ein Gespür für besondere Ansätze, für ungewöhnliche Ideen und für offene Experimente, in klanglicher wie struktureller Hinsicht. Die stilistische Spanne war ausgesprochen weit gefasst. Die Würdigung von Altmeistern hatte dabei ebenso Platz wie die exklusive Präsentation junger Talente. Besonders überraschte die Platzierung der US-amerikanischen Singer/Songwriterin Julia Holter. Die gebürtige Kalifornierin steht der Indie-Rock/Pop-Szene ungleich näher als einem ? wie auch immer gefassten ? Jazz-Kontext. Allerdings weisen Sound und Arrangements manche Finessen auf, in Berlin exklusiv unterstützt durch eine kleine Streichergruppe. Ihre internationale Premiere gab die junge englische Trompeterin Yazz Ahmed. Sie ist halb arabischer Abstammung, was sich auch in einigen Kompositionen niederschlägt. Der erfrischende Einstand eines verheißungsvollen Septetts.
Sonntag 20:05 Uhr

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Bayern 2

Bayerisches Feuilleton

Friedrich Wilhelm MurnauDie Friedrich Wilhelm Murnau-Connection "Nosferatu", "Faust", "Der letzte Mann", "Sunrise", "Tabu" - Friedrich Wilhelm Murnau ist einer der bedeutendsten Regisseure der Stummfilmzeit, er prägte das Weimarer Kino und arbeitete auch in Hollywood. Geboren wurde er als Friedrich Wilhelm Plumpe 1888 in Bielefeld. Dass er sich 1910 umbenannte, hatte - abgesehen davon, dass es nicht gerade der ideale Name für die angestrebte erste Karriere als Schauspieler auf der Bühne war - mehrere Gründe. Es signalisierte den Bruch mit den Eltern, die sich weder mit seinen künstlerischen Ambitionen noch mit seiner vergleichsweise offenen Homosexualität arrangieren konnten. Es war aber auch eine Hommage an Murnau und die Kunstszene der Moderne, auf die der junge Schauspieler stieß, als er im Sommer 1910 in Oberbayern weilte. Neben den expressionistischen Malern war es auch der legendäre Theatermann Max Reinhardt, der Murnaus Leben und seinen Gestaltungswillen beeinflusste. Und tatsächlich gastierte dieser Max Reinhardt in dieser Zeit ebenfalls in Murnau. Ein Traumspiel beginnt, Bühne und Bild, Schauspiel und Licht treffen sich in der Realität und in der Phantasie. Es entsteht die Vision davon, wie das alles auf neuartige Weise in Bewegung gebracht werden kann. Das Feature würdigt den expressionistischen Filmemacher, den Romantiker und Melancholiker, der die Kamera entfesselte und dem Film zu einer neuen Ausdrucksweise verhalf. Und es geht der Frage nach, welche Spuren die "Murnau-Connection", das Zusammentreffen mit den Expressionisten der Gruppe "Der blaue Reiter" um Wassily Kandinsky und Franz Marc, im Schaffen des Filmkünstlers F.W. Murnau hinterlassen hat.
Sonntag 20:05 Uhr

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NDR 4 Info

Das Hörspiel

winter in maineWinter in Maine Nach dem gleichnamigen Roman von Gerard Donovan Übersetzung aus dem Englischen: Thomas Gunkel Komposition: Bernd Keul Bearbeitung und Regie: Thomas Blockhaus Mit Udo Wachtveitl, Ulrich Voss, Stephan Grossmann, Bettina Engelhardt, Thomas Loibl, Jennifer Frank, Jacob Göss u.a. WDR 2012 Julius lebt zurückgezogen in den einsamen Wäldern Neuenglands. Als ein Unbekannter seinen Hund erschießt, wird der introvertierte Eigenbrötler von bisher unbekannten Gefühlen überwältigt - Einsamkeit, Verzweiflung und Rache. Mit dem Gewehr seines Großvaters zieht Julius durch die winterlichen Wälder und erschießt Jäger, die mutmaßlichen Mörder seines Hundes. Während er immer tiefer in seinen Rachegefühlen versinkt, stößt eine Sprache von archaischer Wucht an die Oberfläche: Es ist die Sprache Shakespeares, die ihm sein belesener Vater beibrachte.
Sonntag 21:05 Uhr

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Bayern 2

Zündfunk Generator

MolværWie der Jazz-Trompeter Nils Petter Molvær Elektronik und Jazz fusioniert NilsPetter Molvær gilt als Pionier des elektronischen Jazz. Der 56-jährige norwegische Trompeter begann in den 1980ern, einen eigenen Sound zu entwickeln. Dabei orientierte er sich am elektrischen Funkrockjazzvon MilesDavis. 1997 veröffentlichte er auf dem Münchner ECM Label sein Debütalbum Khmer: ein MixausJazz, Elektroniksowie House, Drum"n" Bass und TripHop-Beats- fiebrig-hypnotische Improvisationen über einem minimalistischen Sample-Teppich. Es folgten weitere Soloalben, Filmsoundtracks, eine Kollaboration mit Moritz von Oswald, Molvaer blieb nie stehen. Er liebt Gegensätze und Grauzonen. Bisheute bezeichnet der Black Sabbath-Fan die eigenen Soundkreationen alsfreien, dunklen Progressivrock. Sein aktuelles Album, mit dem er im Herbst 2016 auch durch Deutschland getourt ist, heißt Buoyancy, ein Album, dasmit seinen psychedelischen Ambient-Dub-Elementen an Molværsfrühere Zusammenarbeit mit Sly Dunbar und Robbie Shakespeare erinnert, der legendären Reggae-Rhythmussektion von BlackUhuru. Judith Schnaubelt hat Nils Petter Molvær bei seinem Konzert in München getroffen.
Sonntag 22:05 Uhr

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Ö1

matrix - computer neue medien

vernetzte GesellschaftVernetzt - heute und damals Gestaltung: Julia Gindl Mit welchen Möglichkeiten und Gefahren muss sich eine vernetzte Gesellschaft auseinandersetzen? Das ist nicht nur aktuell eine wichtige Frage, sondern wurde auch schon in den 1990er Jahren diskutiert, als die Basis für heutige Technologien entstand. Was können wir aus bereits geführten Diskussionen und Cybermythen lernen? Damit hat sich Clemens Apprich, der an der Leuphana Universität in Lüneburg am Zentrum für Digitale Kulturen lehrt und forscht, beschäftigt. In seinem aktuellen Buch "Vernetzt - Zur Entstehung der Netzwerkgesellschaft" zeichnet er die Geschichte eines alternativen Netzdiskurses nach. Julia Gindl hat mit ihm gesprochen.
Sonntag 22:30 Uhr

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WDR2

WDR 2 In Concert

matt simonsMatt Simons - Matt Simons hatte bei uns die meisten Radioeinsätze mit "Catch & Release" im ersten Halbjahr 2016 und startete auch international richtig durch. Der US-Singer/Songwriter hat mit seinen ausdrucksstarken Texten und seiner Musik mittlerweile Fans auf der ganzen Welt erobert. Matt Simons stammt aus den USA, dort wurde er im Jahr 1987 in Kalifornien geboren. Seine Familie ist sehr musikalisch, seine Großeltern waren beide Opernsänger in Los Angeles. Erst interessierte sich Matt Simons für Jazz und arbeitete eine Zeitlang als Musiklehrer. Später wendete er sich jedoch immer mehr dem Pop zu und nahm bald sein erstes Album "Pieces" auf in Zusammenarbeit mit verschiedenen Songwritern und Produzenten aus den USA und den Niederlanden, wo er im Jahr 2012 besonders erfolgreich war. Die Single "With you" stürmte dort die Charts und überholte sogar Lumineers ",Ho Hey" und Katy Perrys ,Roar"". Die Single wurde dort auch die Titelmelodie einer erfolgreichen TV-Show und Matt Simons trat als Juror beim niederländischen "X-Factor" auf. Als Vorbilder für seine eigene Musik gibt er die "Beatles" an. Seine Musik schreibt Matt Simons selbst und kombiniert sie mit gefühlvollen, oft auch traurigen Texten. Er liebt es, seinen Zuhörern fesselnde und emotionale Geschichten zu erzählen. Mit seiner Single "Catch & release" vom gleichnamigen Album landete er einen Riesenhit und auch für seine Nachfolge-Single "Lose control" hat Matt Simons die Erfolgskomponenten akustischer Sounds mit Tropical-House verbunden. Matt Simons begleitet sich auf der Bühne mit Klavier oder Keyboards, spielt Gitarre, Saxophon oder Klarinette. Mittlerweile gibt er ausverkaufte Konzerte, doch noch vor kurzem musste er vor sehr wenigen Zuschauern auftreten, beispielsweise bei einem Konzert in Köln vor nur drei Zuschauern. Das hat sich geändert. Im Sommer 2016 in Baden-Baden waren es deutlich mehr.
Sonntag 23:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Musikpassagen

spiel mir das lied vom tod"Spiel mir das Lied vom Film" Italienische Filmmusikklassiker und ihre Resonanz Von Cristiana Coletti und Wolfgang Hamm Wer hat sie nicht im Ohr: die Melodien aus "La strada", "La dolce vita" oder "Spiel mir das Lied vom Tod"? Es gibt Filmmusik, die so stark ist, dass sie ein Eigenleben gewinnt. Über den Film hinaus, für den sie ursprünglich realisiert wurde. Ennio Morricones Themen gingen um die Welt. Für die Italo-Western von Sergio Leone schrieb der einstige Avantgardekomponist eine ungewöhnlich einprägsame Musik, die sich auffällig von der traditionell sinfonischen Western-Musik à la Hollywood unterschied. Der Einsatz innovativer Soundelemente wie Maultrommeln, Glocken, Spieluhren, Pfeifen, Schreie, Kojotengeheul, Eulenrufe oder Peitschenknallen ließ aufhorchen. Einige der Musiken Morricones schafften es sogar in die Hitparaden. Was Ennio Morricone für Sergio Leone, das war der etwas ältere Nino Rota für Federico Fellini. Aber neben diesen beiden ganz Großen hat Italien noch andere spannende Filmmusikkomponisten zu bieten: Nicola Piovani z. B., der die Musik zu Roberto Begnini"s "Das Leben ist schön" und zu "Chaos"der Brüder Taviani schuf; oder Fiorenzo Carpi mit dem unvergesslichen Soundtrack für den italienischen Filmliebling "Pinocchio".Zahlreiche Musiker hefteten sich an die Fersen dieser Komponisten, variierten oder interpretierten ihre Filmmusik neu - ob Jazzgrößen wie John Zorn oder Gianluigi Trovesi, linke Blasorchester oder Pop-Arrangeure.
Sonntag 23:03 Uhr

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