Am 31. Juli ist der Regisseur Robert Wilson im Alter von 83 Jahren gestorben. Berühmt wurde er mit aufsehenerregenden Opern- und Theateraufführungen. Wilson schätzte das Radio, es hatte großen Einfluss auf seine Theaterarbeiten. 2013 entstand dieses Hörspiel für den SWR. Die Montage besteht aus Texten, Geräuschen und Musiken. Lucretius steht neben Goethe, Hölderlin neben Gertrude Stein und Christopher Knowles neben Ludwig Wittgenstein. Motive von Leben, Tod und Vergänglichkeit ziehen sich durch. In Varianten und Repetitionen bestimmen sie das Werk. Hörspiel von Robert Wilson Mit: Lady Gaga, Isabelle Huppert, Isabella Rossellini, Angela Winkler, Christopher Knowles, Anna Graenzer, Jürgen Holtz, Robert Wilson u. a. Musik und Geräuschkomposition: Dom Bouffard, Adam Lenz Co-Regie: Tilman Hecker Konzeption und Regie: Robert Wilson Produktion: SWR/hr/ZKM und HfG Karlsruhe 2014
Eine Nacht mit Erwin lässt Berta zwischen Hoffnung und Selbsttäuschung schweben. Musik, Sehnsucht und heimliche Versprechen geben ihrem Leben kurz einen neuen Glanz. Doch Briefe, Schweigen und Zweifel entlarven die Liebe als brüchig - und Berta bleibt zurück zwischen Erinnerung, Ernüchterung und dem verzweifelten Wunsch nach Bedeutung.
Von Arthur Schnitzler
Mit Käthe Gold, Gert Westphal, Karl Georg Saebisch, Ferdinand Mussi u.v.a.
Regie: Max Ophüls
SWF 1956
Ein spontaner Brief an ihre Jugendliebe reißt Berta Garlan aus ihrem stillen Witwenleben. Hoffnung, Angst und Sehnsucht treiben sie nach Wien, wo ein Wiedersehen alles verändern könnte. Zwischen moralischen Zweifeln und neu erwachtem Begehren steht Berta vor einer Entscheidung, die ihr bisheriges Leben infrage stellt.
Von Arthur Schnitzler
Mit Käthe Gold, Gert Westphal, Karl Georg Saebisch, Ferdinand Mussi u.v.a.
Regie: Max Ophüls
SWF 1956
In seiner Novelle "Frau Berta Garlan" erzählt Arthur Schnitzler von einer Frau, die allmählich erkennt, wie sie von patriarchalischen Normen eingeengt und erstickt wird. Berta arbeitet in der Provinz als Klavierlehrerin. Doch als sie von ihrer Jugendliebe aus Wien hört, verlässt sie den monotonen Ort und macht sich auf den Weg in die Metropole. Eine kurze, schwärmerische Liebe zu dem inzwischen berühmt gewordenen Mann bringt ihr Glück und Hoffnung, schließlich aber auch Angst und Einsamkeit.
Von Arthur Schnitzler
Mit Käthe Gold, Gert Westphal, Karl Georg Saebisch, Ferdinand Mussi u.v.a.
Regie: Max Ophüls
SWF 1956
Max und Jerry sind zwei ungleiche Brüder und kennen einander besser, als ihnen lieb ist. Aber gerade deshalb planen sie gemeinsam ein Verbrechen: Eine Entführung mit Lösegeldforderung. Alles scheint wie geplant zu laufen - wäre da nicht von Anfang an ein unausgesprochener Konkurrenzkampf zwischen den Brüdern.
Von Yves Ravey
Mit Ulrich Noethen, Wolfram Koch, Susanne Wolff, Rüdiger Vogler u.v.a.
Regie: Walter Adler
WDR 2013
Der sympathische Loser und ungeschlagene Tischtennis-König Onno Viets ist als Hartz IV-Empfänger chronisch pleite. Als Detektiv-Anfänger erhält er seinen ersten Auftrag von einem schmierigen Promi aus der Unterhaltungsbranche und gerät in lebensgefährliche Nähe zu einem brutalen Psychopathen der Hamburger Unterwelt, dem "Irren vom Kiez". Trotz geringen Überlebenschancen gelingt es dem friedfertigen Onno, die "Bestie" in Schach zu halten.
Von Frank Schulz
Mit Timo Jacobs, Harry Rowohlt, Annalena Schmidt, Maren Sieber, Carlo von Tiedemann
Bearbeitung: Christiane Ohaus
Komposition: Andreas Bick
Regie: Wolfgang Seesko
NDR 2014
Zum Horrortrip gerät die Abkürzung durch das Naturschutzgebiet, als ein Paar sich im Gebirge verirrt. Esther und Hennes wollten das Wochenende bei Esthers Großmutter verbringen. Doch nun wartet Esther darauf, dass Hennes aus der Nacht zurückkommt.
"Ich hätte es wissen müssen." Professor Creutzer, in der DDR Chef einer psychiatrischen Klinik, rekapituliert seine Kollaboration mit der Stasi. Keine Denunziantendienste, das nicht, aber doch jahrelange forensische Gutachten im sogenannten Untersuchungsgefängnis. Er hat nichts vergessen. Nicht den Wortlaut des allerersten schmuddligen Antrags. Nicht das Zugmittel "offene statt geschlossene Station". Nicht sein Lavieren, als ginge das: Nein sagen und trotzdem gut Freund bleiben.
Creutzer ist Psychologe, nüchterner Beobachter und Analytiker von berufswegen: Nur ist diesmal er selbst das Objekt, und seine seltsame Angst vorm Dissens, die Systeme der Selbstrechtfertigung, der Neid auf die Zivilcourage der anderen – leider keine Selbsttäuschung mehr möglich, kein Lamento. Nur Ironie, eine Mischung aus Belustigung und Scham. "Ich hätte es wissen müssen."
Hörspiel von Winfried Völlger
Mit Jürgen Hentsch, Marylu Poolman, Frank Höhnerbach, Franziska Hering, Andreas Rehschuh u.a.
Regie...
England brütet unter einer Hitzewelle und Berge von unverkäuflichen Regenschirmen bringen die Schirmfabrikanten an den Rand des Abgrunds. Da kommt ihnen ein versponnener Wanderprediger mit seiner Verheißung einer nahenden Sintflut gerade zur rechten Zeit. Die gerissenen Kapitalisten spannen den seltsamen Heiligen vor ihren Werbekarren, und damit nimmt das Verhängnis seinen grotesken Lauf. Was als skurriler Spaß begann, endet als apokalyptische Farce.
Von Jean-Louis Ughetto
Mit Ludwig Thiesen, Anneliese Römer, Joachim Ansorge, Gert Westphal, Franz Josef Saile u.v.a.
Regie: Horst Loebe
hr 1968
Die schöne, wilde Lilo ist zurück und will Rache - 17 Jahre saß sie unschuldig im Gefängnis. Damals hatten sie eine Clique, fünf Freunde in einem norddeutschen Dorf in den 70ern. Willi ist unsterblich Lilo verliebt. Doch die will Freddie heiraten. Am Hochzeitstag wird Willi erschossen neben seinem Wagen aufgefunden, und Lilo muss ins Gefängnis…
Von Frank Schulz
Mit Marion Breckwoldt, Hannes Hellmann, Birte Schnöink, Jan Georg Schütte u.v.a.
Regie: Wolfgang Seesko
NDR 2014
Das vielleicht amüsanteste Beispiel des Neuen Hörspiels: „Die Maschine“, Georges Perecs Hommage an Goethe. Ein Computer bekommt den Befehl, das Gedicht "Wanderers Nachtlied" ("Über allen Gipfeln ist Ruh ...") systematisch zu analysieren und aufzugliedern. Dadurch entsteht ein verblüffendes wie amüsantes Spiel mit der Sprache. Das Hörspiel beschreibt nicht nur die Arbeitsweise einer Maschine, sondern weist auch auf den inneren Mechanismus der Poesie am Beispiel des Goethe-Gedichtes hin.
Diese SR-Produktion von 1968 ist eine `akustische Wundertüte´, aus der in strenger Ordnung das Unsinnige, Absurde, der Nonsens hervorgezaubert wird, und an deren Ende Meister Goethe dann doch die gebührende Ehre zu Teil wird.
Von Georges Perec
Übersetzung aus dem Französischen von Eugen Helmlé
Mit Dagmar Altrichter, Heiner Schmidt, Olaf Quaiser u.a.
Regie: Wolfgang Schenck
SR/WDR 1968