Mit neuen Kleidern, rasanten Autofahrten und einem Rundflug lernt Kringelein die aufregenden Seiten Berlins kennen. Generaldirektor Preising triumphiert derweil mit einer faustdicken Lüge über seine Verhandlungspartner.
Gleich zwei Hörspiele in voller Länge aus der Reihe Krimi am Freitag präsentiert Bastian Pastewka in dieser Doppelfolge. Im ersten taucht eine Moorleiche auf. Der Ermordete liegt schon seit 25 Jahren dort, noch ist die Tat nicht verjährt. Im zweiten Stück brennt es nachts in der Werft einer Fischereigenossenschaft. Der Verdacht einer Brandstiftung liegt nahe…
Bastian Pastewka präsentiert:
Tod im Moor
Von Gerhard Jäckel
und
Eisgänger
Von Achim Scholz
Mit Klaus-Joachim Nietz, Gerd Ehlers, Jürgen Frohriep u.a.
Regie: Wolfgang Brunecker und Achim Scholz
MDR (Rundfunk der DDR) 1979
Programmierte Spielwelten überlagern zunehmend unsere realen Lebenswelten. Sie verändern dabei fantasievoll, aber nachhaltig unsere Auffassung von real und virtuell, von Identität und Handlungsfreiheit. „NAVO“ thematisiert dieses spannende Übergangsstadium als Hör-Spiel und experimentell-paradoxe Navigation eines Videogames, durchflochten mit einem OVAL-Soundtrack. Eine geführte, sich komplex verzweigende, selbstbezügliche Erzählung durch ein Labyrinth voller Irrwege, Aussetzer und Kollisionen, die die Eindringlichkeit der virtuellen Spielwelten spürbar macht.
Hörspiel von Markus Popp
Mit: Vlatka Alec und Marc Hosemann
Komposition und Realisation: Markus Popp
SWR/Dlf Kultur 2020
Die deutsche Journalistin Rosa-Li Sauer fährt nach Kolumbien, um vor Ort über illegale Adoptionen zu recherchieren. Doch dann wird der Mitarbeiter einer deutschen Hilfsorganisation mitsamt seiner zweijährigen Tochter entführt. Rosa-Li begibt sich auf Spurensuche, recherchiert unter Kolumbiens Killern, Guerilleros und Paramilitärs und stößt auf eine grausame Intrige.
Von Christine Grän und Eva Karnofsky
Mit Sascha Maria Icks, Susanne Pätzold, Daniel Berger, Peter Davor u.a
Bearbeitung und Regie: Jörg Schlüter
WDR 2011
Den Hörmonolog „Der Hund des alten Mannes” von Oliver Kluck inszeniert Leonhard Koppelmann aus verschiedenen Haltungen eines Ichs heraus, das assoziativ unterschiedliche Themen und Zeiten miteinander verbindet: Ausbeutung; Ausreden (miese); Automobilindustrie; Autorsein; Brecht, Bertolt; Kulturprekariat; Ökonomisierung (total); Phrasen (lahme); Porsche, Ferdinand; Scheinheiligkeit (überall); Theater (als letzter totalitärer Ort in einer demokratischen Gesellschaft); Zwangsarbeit.
„Ich schreibe keine Stücke, sondern Texte. Diese haben den Charakter eines Versuchs.” (Oliver Kluck)
Hörspiel von Oliver Kluck
Nach seinem gleichnamigen Theaterstück
Mit: Andreas Grothgar
Musik: zeitblom
Regie: Leonhard Koppelmann
SWR 2016
Eine junge Frau braucht nach der Geburt ihres Kindes Erholung - meint ihr Ehemann und verfrachtet sie in ein Schlafzimmer, um ihr jede Aufregung zu ersparen. Sie tut das, was am nächsten liegt und starrt die Tapete an: In den Ornamenten und Pilzgewächsen erkennt sie Augen, baumelnde Köpfe - und Gitterstäbe. Als Ausweg aus diesem Gefängnis bleibt ihr nur der Wahnsinn. Feministischer Schlüsseltext.
Von Charlotte Perkins Gilman
Mit Lisi Mangold, Lambert Hamel, Enzi Fuchs, Irene Clarin, Rosy Homann, Bertram Zacharias und Karin Zacharias
Aus dem Englischen von Karl H. Schulz
Bearbeitung und Regie: Petra Kiener
BR/SFB/SWF 1981
Die Autopsie des Toten Alexander Hilbig weist Spuren des kolumbianischen Pfeilgiftfrosches und jede Menge Pestizide nach. Laut Alex' Exfreundin und Umweltaktivistin Marlene planen die örtlichen Stadtwerke, große Plantagen in Kolumbien zu erwerben und groß ins Bio-Ethanol-Geschäft einzusteigen, ohne Rücksicht auf die einheimische Bevölkerung. Verfügte Alex, der Frau und Kind in Kolumbien hatte, über Kenntnisse, die nicht an die Öffentlichkeit sollten?
Von Christian Hussel
Mit Marc Hosemann, Dietmar Mues, Esther Zimmering, Hans Holzbecher u.a.
Regie: Martin Zylka
WDR 2010
Sie waren zusammen auf der Atomfachschule und leben nun wieder in ihrem öden russischen Heimatstädtchen: Pjotr hat einen unsinnigen Job als Scharfschütze beim Atomkraftwerk, das den ganzen Ort verstrahlt. Hotdog und Pepsi sind Parkplatzwärter und machen Knete, indem sie den parkenden Autos das Benzin absaugen. Ihre Freundin Natascha hat immerhin eine Heiratsagentur, aber im Grunde ist alles frustrierend. Einziger Lichtblick: Fußball. Doch beim Endspiel der EM verhindert ein parteiischer Schiedsrichter - ihrer Meinung nach - Russlands Sieg. Das können die vier nicht auf sich sitzen lassen.
Von Oleg Presnjakow und Wladimir Presnjakow
Übersetzung: Olga Radetzkaja
Mit Christian Ehrich, Lars Rudolph, Winnie Böwe, Mira Partecke u.v.a.
Komposition: Lutz Glandien
Bearbeitung: Andrea Czesienski, Gabriele Bigott
Regie: Gabriele Bigott
Produktion: rbb 2008
Weitere Infos zum Hörspiel: ARD Hörspieldatenbank: Tötet den Schiedsrichter
Beim Abendessen in einem Nobelrestaurant wird Restaurantkritiker Lou Weinert mit einem Nervengift getötet. Zuletzt hatte er sich überall Feinde gemacht – mit einer Ausnahme. Ein kulinarischer Krimi von Robert Brack.
Ein voyeuristischer Aufsatz seines Schülers schlägt den Lehrer Germán in seinen Bann. Fasziniert vom talentierten Claudio ermuntert er ihn weiterzuschreiben. Mit jedem neuen Aufsatz dringt Claudio tiefer in die Privatsphäre und die Familiengeheimnisse seines Freundes ein. Germán gerät zunehmend in den Sog von Claudios Geschichte. Bis sich die Machtverhältnisse plötzlich umkehren und Imagination und Wirklichkeit in diesem Psychospiel kaum mehr zu unterscheiden sind.
Von Juan Mayorga
Übersetzung: Stefanie Gerhold
Mit Jens Bluemlein, Andreas Grothgar, Judith Engel, Luca Kämmer u.v.a.
Bearbeitung und Regie: Jörg Schlüter
WDR 2016
Sommer in einem kleinen englischen Küstenort: 1933 macht eine junge Ethel dort allein Urlaub. 1983 findet ein Schriftsteller einige Postkarten, die Ethel aus Silary verschickt hat. Besessen von der Idee, dass sie der Flut zum Opfer fiel, reist er ins selbe Hotel und versucht akribisch, jeden ihrer Schritte nachzuvollziehen. Während sich die beiden Zeitebenen und die Vorgänge übereinander schieben, wird das Geschehen damals wie heute zunehmend zu einem spannenden Unterfangen.
Von Stephen Dunstone
Mit Christina Schönfeld, Hanns-Jörg Krumpholz, Evelyne Hall, Peter Fricke und Uwe Koschel
Regie: Heidemarie Rohweder
hr 1988