- Groteske - Verfassungsschützer A und B observieren im Hotel ein gefährliches männliches Objekt. Sie verstehen nichts und protokollieren alles, um den Fremden zu "verakten". Mit ihren Kopfhörern registrieren die Verfassungsbeamten verdächtige Stille im Nebenzimmer, sie deuten und missdeuten Geräusche: Pinkeln, Geigenspiel und sogar einen Hahnenschrei. "Wir hören das kleinste Geräusch. Und woher kommen Geräusche? Aus dem Gehirn", meint Verfassungsschützer A. "Und was ist ein Gehirn? Ein Wähler. Ein Einwohner. Ein potentieller Verbrecher. Und einer, der sich nicht ans Grundgesetz hält 26". Doch wer für wen gefährlich ist, wird sich erst noch zeigen. Karl-Heinz Bölling führt eine nachrichtendienstliche Operation ad absurdum.
Privatdetektivin Sonja Sturm liebt schnelle Motorräder und kämpft gegen ihre Nikotinsucht. Von ihrem ehemaligen Klassenkameraden, Psychiater Dr. Lutz Lehmann, erhält sie einen Personenschutz-Job. Seine Lieblingspatientin Xenia von Portmannsdorf, fürchtet sich zu Tode, weil ihre Ex-Gatten der Reihe nach auf gewaltsame Weise umkommen. Eigentlich hat Sonja nicht die geringste Lust, für diese "hysterische, stinkreiche Schickimickimaus" die Leibwächterin zu spielen, aber ihr leeres Konto lässt ihr keine Wahl. Und dass ausgerechnet ihr geschiedener Mann, Kriminalinspektor Bruno Makowski, der leitende Ermittler in der rätselhaften Mordserie ist, hebt ihre Laune auch nicht gerade. Die bessert sich erst, als sie Xenias letzten Geschiedenen, den Rock-Barden Jack, kennenlernt.
Von Christiane Adam
Mit Krista Posch, Gerhard Garbers, Rufus Beck, Axel Milberg u.a.
Komposition: Thomas Bogenberger
Regie: Marina Dietz
BR 1995
Frankreich! Land des Weins, des Käses und der Backwaren! Baguette, Brioche, Éclair, aber vor allem das CROISSANT! Gebacken nach einem uralten Rezept aus Zeiten Marie Antoniettes – HALT! STOPP! Wo ist es nur hin?
Am Strand entdeckt Bonny einen schnarchenden Mann, der sich an nichts erinnern kann. Nicht einmal an seinen Namen. Aber mit seinem feurigen Bart und nur einem Bein muss er einfach ein Pirat sein. Und als solcher, so viel ist Bonny klar, braucht er einen Namen, ein Schiff und - ganz wichtig - eine Crew. Ehe der gestrandete Riese sich´s versieht, tauft Bobby ihn ZACK, und die beiden setzen gemeinsam Segel im Kurs auf ein wildschönes Piratenabenteuer.
Auf dem letzten Fest der Saison liest ein Chiromant dem jungen Lord Arthur aus der Hand und sieht eine furchtbare Tat voraus: Er wird einen Mord begehen. Arthur, der kurz vor seiner Vermählung mit Lady Sybil steht, gerät in Panik: er muss den Mord noch vor der Hochzeit durchführen, damit kein Makel auf seine Ehe und auf Sybil fällt.
Von Oscar Wilde
Mit Ralf Schermuly, Gustl Halenke, Gisela Trowe, Barbara Sukowa
Bearbeitung und Übersetzung: Marianne Therstappen
Regie: Raoul Wolfgang Schnell
NDR 1977
England zur Zeit Queen Viktorias: Die Drei-Klassen-Gesellschaft ist sozial undurchlässig und erstickt fast unter Konventionen, der Adel übt sich im glanzvollen Nichtstun, Frauen sind auf die Rolle der Gattin und Mutter beschränkt.
Jane Eyre wächst als mittellose Waise auf, überlebt im düsteren Lowood-Stift religiöse Heuchelei und Typhus, wird dort schließlich sogar Lehrerin, und nimmt dann ihr Schicksal selbst in die Hand. Dabei bleibt sie ihren Prinzipien treu, lebt und liebt mit Leidenschaft und weigert sich, sich gesellschaftlichen Konventionen unterzuordnen. Deshalb gilt sie bis heute als starke, weibliche Identifikationsfigur.
Von Charlotte Brontë
Übersetzung aus dem Englischen von Gottfried Röckelein
Mit Sascha Icks, Christian Redl u.a
Komposition: Ramesh Shotham und Annie Whitehead
Regie: Christiane Ohaus
SR/DLR/NDR/RB 2005
Die Kraft von tausend Skorpionen
Adson und William gelingt es, in den geheimen Bereich der Bibliothek vorzudringen, wo sie auf die Person treffen, die in der Abtei seit Jahrzehnten im Geheimen die Fäden zieht. Für alle bisherigen Morde verantwortlich, ist sie überzeugt davon, selbst nur das Werkzeug eines göttlichen Plans zu sein.
Von Umberto Eco
Übersetzung aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber
Mit Heinz Moog, Christian Schulz, Pinkas Braun, Helmut Stange, Manfred Steffen, Wolfgang Reichmann, Lukas Ammann, Ernst Jacobi, Rolf Boysen, Paul Hoffmann, Stefan Wigger, Peter Lieck, Markus Boysen, Wolfgang Hinze, Wolfgang Büttner, Electra de Salvo, Michael Habeck, Richard Münch, Martin Umbach u.a.
Komposition: Peter Zwetkoff
Regie: Otto Düben
BR/SWF/NDR 1986
Der Sturz des Himmelsgewölbes
Der Leichnam des Bibliotheksgehilfen liegt nackt am Grunde einer Wanne im Badehaus. Die Obduktion ergibt: Tod durch Ertrinken ohne Gewaltanwendung. Vom geheimnisvollen Buch, das er vermutlich aus der Bibliothek entwendet hat, fehlt jede Spur. Seine Leiche weist leicht geschwärzte Fingerkuppen auf.
Der Gesang des Labyrinths
In einem Bottich voller Schweineblut ist die Leiche eines Ordensmitglieds gefunden worden: Sein Körper weist keine Spuren von Gewaltanwendung auf, wahrscheinlich ist er vergiftet worden. Williams Erkundigungen lassen auf eine geheime homosexuelle Beziehung schließen. Es wird immer klarer, dass der Schlüssel zu den Morden in der Bibliothek liegt.
Die Abtei über dem Abgrund
Eine mysteriöse Mordserie erschüttert im Jahr 1327 eine Benediktiner-Abtei im Apennin. Mehrere Mönche fallen ihr zum Opfer. Der englische Franziskanerpater und ehemalige Inquisitor William von Baskerville nimmt mit seinem Gehilfen Adson die Ermittlungen auf. In einer spätmittelalterlichen Welt voll von Glaubensfehden, verbotenen Leidenschaften und kriminellen Energien.
Als Museumswärter Adam Tag für Tag die Bilder der Malerin Artemisia Gentileschi betrachtet, holt ihn seine eigene Vergangenheit ein. Ist er etwa doch nicht der gute Kerl, für den er sich hält? Noch bleibt ihm Zeit, Verantwortung zu übernehmen.