„Das ist nicht gerecht!“ - „Da fühle ich mich einfach ungerecht behandelt!“ - „So eine Ungerechtigkeit!“ Ob wir ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl haben, das merken wir vielleicht zuallererst, wenn etwas nicht stimmt an der Art und Weise, wie Menschen im Unterschied zu anderen Menschen dastehen oder behandelt werden. Wenn wir meinen, dass die einen bevorzugt und die anderen benachteiligt werden. Wenn Vermögen oder Chancen ungleich verteilt sind. Und wenn die Entscheidung, wer vor Gericht Recht bekommt und wer nicht, wer bestraft und wer freigesprochen wird, uns nicht gerecht erscheint. Aber was ist eigentlich Gerechtigkeit? Nach welchen Kriterien, nach welchen Maßstäben kann man Menschen mit all ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden gerecht werden? Für die einen ist eine Gesellschaft dann gerecht, wenn alle die gleichen Chancen haben. Für andere, wenn Leistung sich auszahlt. Und wieder andere sagen: Gerecht ist, wenn jeder Mensch bekommt, was er braucht oder was ihm zusteht....
Im März ist Jürgen Habermas gestorben. Mehr als 70 Jahre Theorie und politisches Engagement. Er war ein Schüler Adornos, hat seit den fünfziger Jahren die Debatten in der Republik mitgeprägt und war weltweit einer der führenden Philosophen.
(Wdh. vom 18.06.2024)
Christoph Engemann, im ostwestfälisch-hessischen Grenzgebiet aufgewachsen, ist promovierter Medienwissenschaftler und heute an der Uni in Bochum tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medientheorie und Mediengeschichte der Digitalität, sowie Künstliche Intelligenz.
Ein Besuch von guten Freunden wird für Autorin Rebecca Dechant zur wertvollen Erinnerung: Steht sie anfangs noch unter Perfektionsdruck, erkennt sie schnell, wie wertvoll einfaches Zusammensein, Lachen und Leichtigkeit sind. Denn wie so oft sind es die kleinen, echten Momente des Lebens, die uns Freude schenken.
Der heutige Weiße Sonntag ist für Pfarrer Patrick Prähler aus Fritzlar ein Tag des Neubeginns, der Hoffnung und des Glaubens. Kinder feiern ihre Erstkommunion und erleben, wie Glaube Kraft schenkt und Gemeinschaft trägt.
Sie nennen sich selbst "Latin Balkan Animals", die Gruppe "Faela" um den argentinischen Sänger und Songschreiber Hugo Coronel, gegründet 2007 im schwedischen Malmö und seitdem multilingual und ergebnisoffen unterwegs in Sachen Weltmusik.
Die algerische Sängerin Souad Massi macht sich Gedanken über das Gute und das Böse, das man in unserem bewegt-kriegerischen Zeiten vielleicht nicht immer oder manchmal etwas schwerer auseinanderhalten kann. Vincent Delerm ist der Meinung, dass wir uns in Sachen "Liebe" doch alle sehr ähnlich sind, das Haz’Art Trio zeigt, dass eine Oud auch im jazzigen Kontext wunderbar funktioniert, und energiegeladene, okzitanische Klänge nur mit Gesang und Percussion gibt’s aus dem französischen Zentralmassiv mit "San Salvador".
Das und vieles mehr in der heutigen Hörbar…
Autor Rüdiger Kohl betrachtet Banksys „Flower Thrower“. Das Bild regt an, die Welt mit neuen Augen zu sehen: offen, nachdenklich und überraschend friedlich
Der Ravensburger Sänger, Gitarrist und Songschreiber Michael Moravek legt mit "Georg" sein erstes deutschsprachiges Album vor zu einem sehr deutschen Thema.
Georg Elser war jener Mann, der 1939 ein Attentat auf Adolf Hitler und die gesamte nationalsozialistische Führungsriege plante. Wie wir wissen, schlug es fehl, Elser wurde verhaftet und später im Konzentrationslager Dachau ermordet. Michael Moravek thematisiert Elsers Motive und Gedanken vor und nach der Tat, imaginiert Gespräche mit seiner Geliebten, wundert sich, wie gewöhnliche Menschen zu Mördern werden können und fragt schließlich auch, was hätte sein können, wenn das Attentat gelungen wäre. Feinste Singer/Songwriter-Kunst zu einem Mann, an den zu erinnern sich immer wieder lohnt.
Außerdem glaubt Márcio Faraco fest an die brasilianische Überlebenskunst, in Burkina Faso treffen sich Algerien und Frankreich, der "World Choir for Peace" beschwört - nötiger denn je - ein Wunder, und die sibirische Band "Shono" hat die ...
ab 1:44 Min. - David Szalay: Was nicht gesagt werden kann |
Gelesen von Julian Mehne |
9 Std. 16 Min. |
Hörbuch Hamburg ||
ab 11:20 Min. - Tadeusz Borowski/Kai Grehn: Imiona Nurtu - Die Namen der Strömung |
Mit Alexander Fehling, Rafael Stachowiak u.v.a. |
1 Std. 23 Min. |
Zweitausendeins, Major Label / SWR2, DLF ||
ab 20:20 Min. - Ulrike Draesner: zu lieben |
Gelesen von Nina Kunzendorf |
9 Std. 50 Min. |
Der Hörverlag ||
ab 25:42 Min. - Eva Kranenburg: Freunde |
Gelesen von Fabian Busch |
10 Std. 35 Min. |
Ab 14 Jahren |
Argon
Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland ist stolz: Karin Prien, die neue Bundesbildungs- und Familienministerin, ist jüdischer Herkunft - und sie bekennt sich dazu. So offen war sie nicht immer. Lange folgte sie der Mahnung ihrer Mutter, ihr Jüdischsein in der Öffentlichkeit lieber zu verschweigen. Seit sie zum Bundeskabinett gehört, erhält sie mehr Hassnachrichten. Trotzdem bleibt sie klar in ihren Positionen. Die Ministerin will den Kampf gegen Antisemitismus verstärken. Und sie wirbt für eine differenziertere Israel-Debatte. Wie reagiert die jüdische Community darauf? Was sagen Weggefährten und Kritiker?