Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Gaukler und Fantast". Christian Rathner, Filmexperte und Filmemacher, macht sich Gedanken zu Federico Fellini, anlässlich dessen 100. Geburtstags. - Gestaltung: Alexandra Mantler Federico Fellini schuf als einer der größten Regisseure der internationalen Filmgeschichte ein unverwechselbares Gesamtwerk. Der am 20. Jänner 1920 in Rimini geborene Regisseur ist gar namengebend für eine Bildsprache, die man eben nur als "fellinesk" bezeichnen kann: groteske Gestalten in zirkusartigen Umwelten, voluminöse Frauen, Traumwelten und skurrile Bilder und Situationen. Fellini begann als Karikaturist, er war Gagschreiber, Begleiter eines Wanderzirkus, Darsteller, Regieassistent und Drehbuchautor, bevor er sich schließlich selbst als Regisseur einen Namen machte mit Filmen wie "La strada", "Die Nächte der Cabiria" oder "Amarcord". Christian Rathner, Filmexperte und Filmemacher macht sich "Gedanken für den Tag" zu Federico Fellini und seiner einprägsamen Bildsprache.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Gerhard Krammer. Auf geschwungenen Straßen und verwinkelten Wegen. Ob der Kapellmeister Francesco Mancini (1672-1737) ein Vorfahre des Komponisten Henry Mancini war, lässt sich nicht wirklich bestimmen. Dazu sind die Wege zu verwinkelt, die Straßen zu geschwungen. Solches reichte John Lennon und Paul McCartney aber, um Inspirationen für einen Song zu finden, der auf dem letzten Studioalbum der Beatles vor 50 Jahren veröffentlicht wurde - mit großer Orchesterbegleitung, sehr zum Missfallen eines der Komponisten. Dafür gefiel sich Maurice Ravel in klanglichen Ausflügen in Richtung Jazz durchaus, und nicht nur im "Blues" seiner Violinsonate. Und ein erfolgreicher Filmmusikkomponist schreibt sich ein kurzes Klavierkonzert in die Finger.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Wildbiologe Walter Arnold über Strategien der Wildtiere, den Winter zu überleben. Teil 4: Schrumpfmagen als Energieeinsparung. Gestaltung: Maria Harmer "Gämsen, Steinböcke oder Rothirsche schrauben ihre Stoffwechselaktivität im Winter um die Hälfte herunter", erklärt Walter Arnold, Leiter des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Denn die strengen Winter sind für die Tiere auf Grund der niedrigen Temperaturen und des geringen Nahrungsangebotes eine Herausforderung. Eine Herausforderung, an die sie sich im Lauf der Evolution aber gut angepasst haben: Vor Beginn des Winters wird ordentlich gefuttert, werden Fettreserven angelegt. Mit dieser gespeicherten Energie muss sorgfältig umgegangen werden, und dafür haben die Tiere ausgeklügelte Methoden entwickelt. "Die Tiere überleben den Winter nur, weil sie ihre Stoffwechselaktivität vor allem durch das Absenken der Körpertemperatur dramatisch reduzieren", sagt Arnold. Mit miniaturisierten Messgeräten untersuchten er und sein Team die Körperfunktionen von Murmeltieren sowie von Tieren, die keinen Winterschlaf halten, wie Rothirschen, Steinböcken oder Gämsen. Er erzählt von eingebauten Wärmetauschern im Blutkreislauf und bei der Atmung, einem System, das Menschen sich in modernen Heizungstechniken zunutze machen. Und er konnte nachweisen, dass Wildtiere viel weniger Nahrung zu sich nehmen und ihre Mägen dadurch schrumpfen, was den Energieaufwand zusätzlich reduziert. Spannend ist auch, dass Wildtiere vor dem Winter gezielt jene Nahrung zu sich nehmen, die ihnen konkret hilft, die Körpertemperatur auf einem Niveau zu belassen, das die Funktion insbesondere des Herzmuskels ermöglicht. "Es sind beeindruckende Anpassungsstrategien", sagt der Wildbiologe Walter Arnold. Er beschreibt ein "Leben auf Sparflamme". Und er warnt vor Störungen durch den Menschen, da jeder zusätzliche Energieaufwand das Leben des Wildtieres gefährden, im schlimmsten Fall sogar frühzeitig beenden kann.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Der demokratische Rechtsstaat

Mehrheit und Minderheiten (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek "Österreich ist eine demokratische Republik. Die Macht geht vom Volke aus". Lautet Artikel 1 des Österreichischen Bundesverfassungsgesetzes. Die Verfassungsgesetze sollen garantieren, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, "ihre Meinung in gegenseitigem Respekt zu äußern und ihre Anliegen zu vertreten", so zu lesen auf der Homepage des Österreichischen Parlaments. Vertreten werden Bürgerinnen und Bürger durch politische Parteien, die entsprechend der gewählten Stimmenstärke im Parlament Gesetze aushandeln und beschließen. Können sich nun parlamentarische Mehrheiten über die Minderheiten hinweg setzten? Parlamentarische Kontrollmechanismen und die Gewaltentrennung sollen das verhindern. Mehrheiten können zwar den Ton angeben, müssen aber konsensuale Lösungen mit den anderen Parteien suchen. Dass Minderheitenrechte gewahrt werden, dafür sorgen die Gesetze. Diese Prozesse verlaufen nicht linear und sind komplex. Das zeigt sich am Beispiel des Frauenwahlrechtes. Vor 100 Jahren verfassungsmäßig verankert, ist die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau heute erst teilweise vollzogen. Noch immer verdienen Frauen durchschnittlich 20% weniger als Männer. Und während Frauen im Bildungssektor und im Sozialen politisch gut verankert sind, ist der Frauenanteil in den Vorständen großer Unternehmen marginal. Im BVG ist auch der Minderheitenschutz klar verankert. Menschen mit Behinderungen müssen die gleichen Chancen erhalten, wie die Mehrheit der Bevölkerung. Wird dieser Rechtsanspruch auch in die Praxis überführt? Und was ist mit der direkten Demokratie? Ist die Abstimmung zu Sachfragen die "Hohe Schule" demokratischer Praxis? Untersuchungen zeigen, dass Lobbyismus und mediale Kampagnen Meinungen schnell manipulieren können. Wer über viel Geld verfügt, kann so die eigenen Interessen durchsetzen. Nicht zuletzt werden demokratische Gesellschaften auch durch die Digitalisierung gefordert. Das Internet als politische Plattform wird nicht nur von Parteien genutzt. Extremistische Gruppierungen radikalisieren und vernetzen sich in der digitalen Welt. Ihr aggressives Auftreten täuscht darüber hinweg, dass es sich um Splittergruppen handelt. Und solange demokratische Gesellschaften nicht regulierend eingreifen, werden diese zu Stimmungsmachern und dominieren den Diskurs.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

A wie Apfel, B wie Bohnen, C wie Chili, D wie Dinkel (4). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Sabrina Adlbrecht, Ilse Huber *D wie Dinkel* Bereits vor etwa 8.000 Jahren soll Dinkel von den Ägyptern angebaut worden sein. Die ältesten Funde von Dinkel stammen aus Westarmenien und den Tälern des Ararat-Gebirges. In der Jungsteinzeit wurde Dinkel vor allem im Alpenraum in Mittel- und Nordeuropa angebaut. Die ersten Anbaugebiete in Deutschland - ab etwa 500 nach Christus - waren Baden-Württemberg und Franken, weswegen der Dinkel auch den Beinamen "Schwabenkorn" erhielt. Ortsbezeichnungen wie "Dinkelsbühl" (mit drei Dinkelähren im Stadtwappen) zeugen noch heute von der damaligen Popularität dieser Getreideart. Zusammen mit den alten Getreidesorten Einkorn und Emmer sowie auch der Gerste gehört Dinkel zu den so genannten "Spelzgetreiden", was sich noch in seinem botanischen Namen "Triticum spelta" widerspiegelt. Bei diesen Getreidearten ist das eigentliche Korn noch von dem schützenden Spelz umgeben, der vor der weiteren Verarbeitung entfernt werden muss. Obwohl Dinkel weniger ertragreich und hinsichtlich Ernte und Verarbeitung arbeitsintensiver als Weizen ist, gilt er als sehr robust und wetterbeständig und lässt sich auch auf kargen, steinigen Böden bis in ca. 1.000 Meter Höhe anbauen. In Oberösterreich hat ein Mühlviertler Bauer durch jahrelange Selektion eine Dinkelsorte entwickelt, die selbst unter rauen Klimabedingungen und schlechten Böden gute Erträge liefert: "Ebners Rotkorn" ist heute die meistverwendete Dinkelsorte in Deutschland und Österreich. Die Benediktinerin Hildegard von Bingen integrierte bereits vor über 900 Jahren Dinkel in ihre gesunde Ernährungslehre: "Es verschafft dem, der es isst ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut. Die Seele des Menschen macht er froh und voll Heiterkeit". Das Getreide, das aufgrund seines hohen Eiweißanteils bei Sportlern äußerst beliebt ist, enthält alle acht essenziellen Aminosäuren. Zudem sind im Dinkel deutlich mehr Spurenelemente als im Weizen zu finden. Weiters kann Dinkel mit deutlich mehr Magnesium und Eisen punkten. Während der Anteil an Magnesium bei 100 Gramm Weizen rund 100 Milligramm beträgt, sind es beim Dinkel rund 130 Milligramm. Aber nicht nur für die Gesundheit, auch für die Psyche hat der Dinkel einiges zu bieten. Neben der Nervennahrung Vitamin B, sind vor allem die wichtigen Vitamine B1, B2, B3 und B6 reichlich vorhanden. Dinkel beinhaltet Tryptophan, eine Aminosäure, die maßgeblich an der Produktion Glückshormons Serotonin beteiligt ist. Gestaltung: Nikolaus Scholz

09.45 Uhr
Radiokolleg - Töne aus der Vergangenheit

Forscher rekonstruieren Instrumente, Melodien und Klangräume (4). Gestaltung: Madeleine Amberger Wer saß vor zehntausenden Jahren in der Geißenklösterle Höhle und spielte Flöte? Diese Frage können Archäologen - noch - nicht beantworten. Doch wer immer damals in den Höhlen des Schwäbischen Alb lebte, machte Musik. Archäologen fanden eine 43.000 Jahre alte Flöte aus Mammutelfenbein. Ein mindestens ebenso spektakulärer Fund aus derselben Region ist "nur" 35.000 Jahre alt: Die Flöte aus dem Knochen eines Gänsegeiers ist 22 Zentimeter lang, hat fünf Luftlöcher und statt eines Mundstückes eine V-förmige Einkerbung. Doch wie klangen die Töne und Melodien, die Menschen damals spielten? Das wird sich wohl nie rekonstruieren lassen. Denn dazu braucht es zumindest Ansätze einer Notation sowie Überlegungen zu Musiktheorie. Diese finden sich erst in der griechischen Antike. Gedanken zu etwa Harmonielehre sind von den griechischen Philosophen Platon und Aristoteles überliefert. Eines der ältesten erhaltenen Musikstücke ist ein rund 2000 Jahre altes Lied. Der Text und die dazugehörigen Noten sind in einem Grabstein eingemeißelt. Solche Fragmente sowie der Nachbau von antiken Instrumenten wie dem Aulos, einer Flöte mit zwei Zylindern, inspirierten Forscher, alte griechische Musik zu rekonstruieren und aufzuführen. Die Analyse von Tempeln legt den Schluss nahe, dass Menschen schon sehr früh die akustischen Eigenschafte von Räumen berücksichtigten bzw. diese zu nutzen wussten. Die Gänge und Schächte in der 3000 Jahre alten peruanischen Tempelanlage von Chavín de Huántar haben eine überraschene akustische Eigenschaft: Sie leiten die Frequenzen von Muschelhörnern hinaus auf den Zeremonienplatz. In Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yukatán reflektiert die Pyramide von Kukulkan ein Echo, das dem Ruf eines, von den Maya verehrten Vogels verblüffend ähnlich klingt. In französischen und US-amerikanischen Höhlen des Südwestens klingt das Echo in jenen Räumen am lautesten nach, wo man die meisten Malereien gefunden hat. Forscher stellen zunehmend die Frage: Stecken hinter all dem Zufälle oder Methode? Denn so viel weiß man: Beim Bau früher christlicher Kirchen wurden akustische Prinzipien mitberücksichtigt.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

mit Mirjam Jessa. Kinder und der liebe Gott. Das Lied der 4. Symphonie Inhaltlich bestimmt das Lied "Das himmlische Leben" eigentlich die gesamte Vierte Mahlers, die von dem zu erzählen versucht oder danach fragt, was uns nach dem Tod erwartet. Zudem erinnert sich Mahler auch an seine Kindheit. "Das Komponieren ist wie ein Spiel mit Bausteinen, wobei aus denselben Steinen immer ein neues Gebäude entsteht. Die Steine aber liegen von der Jugend an, die allein zum Sammeln und Aufnehmen bestimmt ist, alle schon fix und fertig da". Es lohnt daher, den vielen Bezügen zwischen Mahlers Liedern, Volks- und Kinderlied-Zitaten und seinen Symphonien nachzugehen. Nicht zuletzt, weil die Lieder - folgt man dem Mahler-Dirigenten und -Vertrauten Willem Mengelberg - den Kern der Mahlerschen Musik, ihre Materie bilden.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Troll". Von Michal Hvorecky. Aus dem Slowakischen von Mirko Kraetsch. Gestaltung: Friederike Raderer. Ein Heer von hassgetriebenen Trollen beherrscht das Internet, Hetze und Gewalt sind alltäglich geworden, Opportunismus und Betrug regieren das Zusammenleben, Vertrauen und Wahrhaftigkeit sind Fremdworte geworden. Sieht so die Zukunft Osteuropas aus?

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Helene Breisach. Haydns "ungeduldige" Symphonie und französische Gesangskunst. Einige der 104 Symphonien Joseph Haydns tragen so klingende Beinamen wie "La Passione" oder "L'Imperiale" - aber kennen Sie auch die "Ungeduldige" (L'Impatiente)? Wohl kaum, denn der Titel für die Symphonie Nr. 87, die letzte der Pariser Symphonien, ist brandneu. Das französische Originalklang-Ensemble "Le Concert de la Loge" hat ihn, unter Befragung des eigenen Publikums, neu gekürt. Dem Beinamen entsprechend erklingt auch die "ungeduldige" Symphonie in der Einspielung: energisch, feurig, übersprudelnd. Ach ja, und die populären Titel kamen in den seltensten Fällen von Haydn selbst. Das französische Orchester, 2015 gegründet, bezieht sich auf "Le Concert de la Loge Olympique" - gegründet in den 1780er-Jahren, ein Spitzenorchester, das Haydn mit der Komposition seiner "Pariser Symphonien" beauftragte. Auf seinem neuen Album stellt das Ensemble Haydns Symphonie einigen französischen Arien des späten 18. Jahrhunderts gegenüber - von Gluck, Lemoyne, Sacchini u.a., delikat und geschmackvoll dargeboten von der belgischen Sopranistin Sophie Karthäuser. Insgesamt eine feine französische Melange. BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen, den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Von blutigen Nonnen und blaubärtigen Übeltätern: Theaterkomik bei und Neuaufnahmen von Gounod und Offenbach Nicht dass das Stück "Faust" und "Roméo et Juliette" von den Bühnen verdrängen wird: Aber "La nonne sanglante" ("Die blutige Nonne"), zeitlich nur unwesentlich vor "Faust" entstanden, ergänzt das Bild von Charles Gounod schon beträchtlich - mit seiner fünfaktigen Schauerromantik und Gruseleien im Formschema der Grand Opéra. "La nonne sanglante" wurde mit Tenor Michael Spyres jüngst glänzend aufgeführt und mitgeschnitten, gleiches gilt für einen "Faust" in Urfassung, also mit Dialogen, mit dem neuen shooting-star Benjamin Bernheim. (Der Franzose hat soeben auch sein erstes Soloalbum vorgelegt.) "La nonne sanglante" - unfreiwillig komisch? Jacques Offenbach kontert mit seiner satirischen "Blaubart"-Fassung, wozu sich als Neuaufnahme "La Perichole" gesellt, von Marc Minkowski am Dirigentenpult ganz gewiss nicht, wie in der jüngeren Geschichte bisweilen passiert, mit stilistischen Bleigewichten beschwert.

15.30 Uhr
Moment

Wenig Papier, viel Information, noch mehr Ritual Die Visitenkarte und der Umgang damit Früher hat man mit der Visitenkarte Gäste angekündigt. Heute trägt fast jeder ein paar Karten in der Brieftasche oder einem eigenen Etui - wenn nicht privat, zumindest beruflich. Firmen geben vor, wer Visitenkarten bekommt und welche Information über ihre Mitarbeiter enthalten sind. Überreicht wird die Karte in der ganzen Welt unterschiedlich, oft mit beiden Händen - eine kleine Zeremonie. Visitenkarten kann man in Schachteln oder Mappen sammeln, oder gescannt in eigenen Apps. Viele suchen jedoch auch in der digitalen Zeit nach den Informationen auf Papier. Gestaltung: Lukas Tremetsberger Die Dinge des Lebens - der Zauberwürfel "Rubik's Cube" Gestaltung: Laura Angermann

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Menschen, die die Welt verändert haben Es gibt einzelne Zweibeiner, die Welt verändert haben. Männer und Frauen, die Bahnbrechendes wie die Glühbirne oder die Computersprache erfunden haben, die für neue Rechte gekämpft und mit ihren Ideen und ihrem Mut Neues geschaffen haben: von den Kinderrechten bis zum Legobaustein. Rudi trifft die Philosophin Lisz Hirn und lässt sich von ihren persönlichen Superhelden und -heldinnen erzählen.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Warum Impfen wichtig ist. Gestaltung: Ute Maurnböck Wenn man einen Schnupfen oder Husten hat, Fieber oder Halsweh, muss und kann man sich nicht impfen. Geimpft wird dann, wenn eine Krankheit einen sehr schweren Verlauf hat oder man an ihr sterben kann. Lina Zimmermann, Ida Zimmermann, Paul Hörmann und Lukas Hörmann möchten von Maria Paulke-Korinek, der Leiterin der Abteilung für Impfwesen im Sozialministerium, wissen, ob es schon Krankheiten gegeben hat, die durch Impfungen ausgerottet worden sind. Die gibt es tatsächlich: Die Pocken beispielsweise sind eine Infektionskrankheit, die zu den gefährlichsten zählen: dabei kommt es zu sehr hohem Fieber, Schüttelfrost und einer schmerzhaften Rachenentzündung. Die Kranken haben dann Bläschen und Pustel auf der Haut, die sichtbare Narben hinterlassen. Im schlimmsten Fall verlaufen die Pocken tödlich. 1980 hat die Weltgesundheitsorganisation festgestellt, dass es die Pocken, die sehr viele Todesopfer gefordert haben, nicht mehr gibt. Möglich geworden ist das, weil ein Impfstoff entwickelt wurde. Damit konnten sich die Menschen nicht nur selbst schützen, sondern auch verhindern, dass andere angesteckt wurden und es zu Epidemien kommt.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Klingende Beziehungsgeschichten und eine Band als Modell für die offene Gesellschaft Ein Epilog zum zu Ende gegangenen Jazz-Jahr 2019: Die Salzburger Jazz-Prog-Rock-Band "Blank Manuskript" verhandelt in ihrem Konzeptalbum "Krásná Hora" das so facettenreiche Thema menschlicher Beziehungen zwischen Geburt und Tod. Während das mit nicht weniger als drei TasteninstrumentalistInnen aufwartende Nonett "Open Form of Society" des Berliner Schlagzeugers Christian Lillinger Sir Karl Poppers Modell der offenen Gesellschaft als Ausgangspunkt für variantenreiche interaktive Prozesse nimmt - Lillingers bis dato überzeugendste Arbeit!

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Wie Ideen aus dem Judentum die Welt veränderten. Mit Wolfgang Sotill, Theologe und Autor. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Viele Ideen aus dem Judentum haben Eingang in andere Religionen und Weltanschauungen gefunden. Dazu gehört beispielsweise das Verbot von Menschenopfern, wie es erstmals in der Opfergeschichte Abrahams um 1800 vor Christus vorkommt. Griechen, Römer, die alten Perser und die Babylonier opferten Neugeborene ihren Göttern. Das Judentum war das einzige Volk der Antike, das solche Praktiken verbot. Dem liegt die Anschauung zugrunde, dass alles Leben von Gott stammt und somit heilig ist. Kaiser Konstantin übernahm 318 das Tötungsverbot, was ihm viel Empörung eintrug. Ebenso machte es der Prophet Mohammed. Weltweite Relevanz sollte auch das Prinzip der Individualität bekommen, das sich zuerst bei Paulus findet und das "Freie und Sklaven" vor Gott gleichstellt. Auch das Prinzip der Eigenverantwortung der Menschen stammt aus dem jüdischen Glauben, erste Quellen stammen aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Im babylonischen Exil versammelte der Prophet Ezechiel die Menschen zum Priesterlosen Gebetsgottesdienst, in dem nun jeder einzelne Gläubige selbst für seine Beziehung zu Gott verantwortlich war. Diese Idee der Eigenverantwortung kann wiederum als Grundlage für die spätere Abschaffung der Sklaverei und auch der Leibeigenschaft betrachtet werden.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Österreicher in Großbritannien; Gestaltung: Bea Sommersguter Mehr als drei Millionen EU-Bürger leben im Vereinigten Königreich, darunter auch rund 25.000 Österreicherinnen und Österreicher. Die Jahre seit dem Brexit-Referendum 2016 erlebten viele von ihnen als emotionale Achterbahn-Fahrt. Viele fühlten sich in ihrer britischen Wahlheimat plötzlich nicht mehr so willkommen wie vorher. Zum veränderten sozialen Klima gesellte sich die Unsicherheit über den zukünftigen Aufenthaltsstatus und die Arbeitsmöglichkeiten für EU-Ausländer. Wer sich in Großbritannien ein Unternehmen aufgebaut hat und auf Importe aus Österreich angewiesen ist, hatte zusätzlich mit schwankenden Wechselkursen zu kämpfen. Nach jahrelangen Verhandlungen mit der Europäischen Union sind einige der Unsicherheiten ausgeräumt. Was bleibt, ist die Angst vor einem ungeregelten Brexit.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Jerusalem Quartet; Hila Baggio, Sopran. "Jiddisches Kabarett - von Warschau nach Amerika" Erwin Schulhoff: Fünf Stücke für Streichquartett * Leonid Desyatnikov: Fünf jiddische Kabarettlieder aus dem Warschau der 1920er-Jahre für Sopran und Streichquartett * Erich Wolfgang Korngold: Streichquartett Nr. 2 Es-Dur op. 26 (aufgenommen am 6. Dezember 2019 im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses). Präsentation: Irene Suchy

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Europa muss Afrikas Partner werden" - Andreas Obrecht im Gespräch mit Michael Hauser, Agrarökologe Wenn in Afrika Menschen verhungern, besteht in Europa Handlungsbedarf. Davon ist der in Nairobi lebende Agrarökologe Michael Hauser überzeugt, denn Hungersnöte und Nahrungsmittelknappheit lassen sich nur mit Blick auf weltweite Abhängigkeiten erfassen. Der Professor und ehemalige Leiter des Centre for Development Research an der Universität für Bodenkultur in Wien ist für das sozialwissenschaftliche Team am International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics verantwortlich. Hauser fordert eine Partnerschaft zwischen Europa und Afrika, die die Produktionsmethoden afrikanischer Kleinbäuer/innen mit jenen der im Westen vorherrschenden industriellen Landwirtschaft als gleichwertig begreift. Im BBC-Studio in Nairobi erzählt Hauser "Im Gespräch" mit Andreas Obrecht von Ernährungssicherheit und Ernährungssouveränität, stereotypen Afrikabildern und von seinem Leben in Kenia.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Der demokratische Rechtsstaat. Mehrheit und Minderheiten (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das ABC der Speisepflanzen. A wie Apfel, B wie Bohnen, C wie Chili, D wie Dinkel (4). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Sabrina Adlbrecht, Ilse Huber Töne aus der Vergangenheit. Forscher rekonstruieren Instrumente, Melodien und Klangräume (4). Gestaltung: Madeleine Amberger

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Manon-Liu Winter im Zeit-Ton-Porträt. Gestaltung: Andreas Maurer "Sie ist halt unmusikalisch", behauptete ihre erste Klavierlehrerin. Heute zählt Manon-Liu Winter zu den außergewöhnlichsten und profiliertesten Musikschaffenden Österreichs und ist u.a. Universitätsdozentin an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien im Fach Klavier, sowie Improvisation. Charakteristisch für ihr Werk ist die konsequente Erforschung neuer Klangbereiche des Klaviers, die sie nicht auf den Tasten, sondern im Innenleben des Instruments sucht. Die introvertierte Beschäftigung führte zu Manon-Liu Winters ganz persönlicher Klangsprache, die sich aktuell aber ohne Etikett zeigt. Immer nah am Geräusch kommuniziert Winters Musik mit sensiblen Gedanken ebenso wie mit aufbrausenden Klanggewittern. Spannend: Die Extreme gehen dabei Hand in Hand mit einem außerordentlichen Zeitgefühl.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Aimie Rehburg Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 03:00 Uhr Nachrichten