Jetzt läuft auf Ö1:

Koffergeschichten

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06.00 Uhr

 

 

Nachrichten


06.05 Uhr

 

 

Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten


06.55 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Die oft in Österreich arbeitende deutsche Regisseurin Jacqueline Kornmüller hat die Notschlafstelle VinziRast in Wien besucht und dort Habseligkeiten gefunden, die Menschen liegengelassen haben. Sie hat die Gegenstände in 30 Koffer, Taschen und Rucksäcke aufgeteilt, 30 Autorinnen und Autoren gegeben und sie gebeten, darüber zu schreiben. Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Eine kleine, braune Damenhandtasche. Darin eine Comicfigur als Nadelkissen, bespickt mit Nadeln, türkise Handschuhe und eine Schlafbrille. Eine Geschichte von Richard Obermayr.


07.00 Uhr

 

 

Nachrichten


07.05 Uhr

 

 

Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Lebensweisen - Glaubenswelten. Ein Panorama am Sonntagmorgen mit Reportagen und Berichten aus der Welt der Religion und Religionen


08.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um acht


08.10 Uhr

 

 

Ö1 heute


08.15 Uhr

 

 

Du holde Kunst

"Keine Wahrheit wird zu alt". Cornelius Obonya liest Lyrik von Friedrich von Hagedorn. Gestaltung: Edith Vukan und Michael Blees, Bearbeitung: Gudrun Hamböck Als der 1708 in Hamburg geborene Sohn eines dänischen Staatsrats im Alter von 25 Jahren eine Anstellung als Sekretär einer englischen Handelsgesellschaft in Hamburg erhält, haben seine Geldprobleme ein Ende. Hagedorn widmet sich jetzt vorwiegend der Literatur, pflegt Umgang mit Zeitgenossen wie Klopstock oder Lessing, heiratet und frönt reichlich den körperlichen Genüssen. Es entstehen Fabeln, Lieder, Lehrgedichte und Epigramme. Friedrich von Hagedorns Lyrik ist in vielerlei Hinsicht eine entschiedene Abkehr vom Barock. Die dem Leben zugewandte Heiterkeit, die leichtfüßigen, einfach gehaltenen Verse und das an Horaz geschulte unterhaltende Belehren machen ihn zu einem Wegbereiter der deutschen Rokokodichtung.


09.00 Uhr

 

 

Nachrichten


09.05 Uhr

 

 

Gedanken

"Wie man über seinen Körper hinauswachsen kann" - die Tänzerin und Choreografin Doris Uhlich über die Kraft der Bewegung. Gestaltung: Claudia Gschweitl Doris Uhlich entwirft Choreografien für menschliche Körper außerhalb konventioneller Normen. In den Rezensionen ihrer Stücke wird oft hervorgehoben, dass sie selbst eine "korpulente Tänzerin" sei - eine Reduktion, die sie als oberflächlich und auch für das Publikum schnell langweilig empfindet. Die Schönheit eines Körpers und auch die Schönheit des Tanzes liegen für sie in der der absoluten Hingabe und nicht in gängigen Schlankheits-, Fitness- und Jugendidealen. In ihrer aktuellen Performance "Every Body Electric" arbeitet Doris Uhlich mit Menschen mit physischen Behinderungen. Dabei erforscht sie ungeahnte tänzerische Potentiale: Welche Möglichkeiten eröffnen sich, wenn Maschinen - wie Rollstühle, Prothesen, Krücken - als Körpererweiterung begriffen und auch als solche inszeniert werden? Persönliche Rhythmen, Dynamiken und Körpereigenschaften führen zu einzigartigen Tanzstilen. Die 1977 in Oberösterreich geborene Tänzerin wurde vielfacht ausgezeichnet, zuletzt erhielt sie für ihr Stück "Ravemachine" den Nestroy Spezialpreis 2017.


10.00 Uhr

 

 

Nachrichten


10.05 Uhr

 

 

Ambiente - von der Kunst des Reisens

Reisemagazin, u.a. mit: Moderne Kunst und Musik im südlichen Kärnten. 10 Jahre Museum Liaunig und zwei Jahre Sonusiade in Neuhaus/Suha. Von Ursula Burkert; Die Wachau aus der Perspektive - Eine literarisch musikalische Landpartie zur Kartause Aggsbach und Burgruine Aggstein mit Herbert Zotti. Von Matthias Haydn; "Meine neue Heimat: Graz" - ein Stadtspaziergang mit dem Syrer Omar Khir Alanam. Von Claudia Gschweitl Koffergeschichte von Angelika Reitzer Redaktion: Ursula Burkert Moderne Kunst und Musik im südlichen Kärnten Vor 10 Jahren wurde der vom Wiener Architektenteam "querkraft" entworfene Museumsbau, der wie eine eckige Röhre aus dem Hang ragt und ihn durchschneidet, eröffnet und im Jahr 2014 erweitert. Das Innere beherbergt auf über 7.000 m² die Sammlungen des Industriellen und Kunstsammlers Herbert Liaunig, mehr als 3.000 Werke. Die einzigartige Architektur wurde mit dem österreichischen Museumspreis ausgezeichnet und steht bereits seit 2012 unter Denkmalschutz. Sichtbeton, Stahl und Glas beherrschen die Architektur, die optimale Bedingungen für die Präsenation von Kunstwerken schafft. Brigitte Kowanz schuf eine Lichtinstallation und Esther Stocker einen bemerkenswerten Verbindungsgang zwischen der Porträtsammlung und dem Skulpturendepot. Außerdem findet ab 29. April in dem teilweise in den Hang gebauten Veranstaltungsraum unter der Leitung des Komponisten und Gitarristen Janez Gregoric bereits zum zweiten Mal das Musikfestival Sonusiade statt. Das Museum Liaunig öffnet wieder Anfang Mai seine Tore. Eine literarisch musikalische Landpartie in die Wachau Für das Wienerlied-Festival "Wean Hean" hat sich das Wiener Volksliedwerk unter der Leitung von Herbert Zotti heuer unter anderem eine Dependance in der Wachau gefunden. In Hütteldorf beginnt die gemeinsame Anreise in das Wachauerlandl. Stationen sind die renovierte Kartause Aggsbach und die Burgruine Aggstein. Den Besuchern wird dabei nicht nur ein vielfältiges musikalisches Programm geboten, es wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Ein Stadtspaziergang mit dem Syrer Omar Khir Alanam "Heimat ist eine Möglichkeit, die du erhältst", meint Omar Khir Alanam. Seit 2014 lebt der junge Syrer in Graz, er musste vor dem Assad-Regime flüchten. Mit einem berührenden Text bedankt er sich bei den Österreichern dafür, dass er hier in Frieden und Freiheit leben darf. Sein Buch trägt den schlichten Titel "Danke!". Dass er in Österreich so freundlich aufgenommen wurde, ist für ihn keineswegs selbstverständlich. Omar Khir Alanam spricht mittlerweile so gut Deutsch, dass er bei Poetry-Slams auftritt, außerdem hat er eine Ausbildung zum Sozialbetreuer absolviert. Er wohnt mit seiner Freundin, einer Grazerin, in der Innenstadt. Der Spaziergang startet am Schlossberg, wo er oft in der Wiese saß und sich mithilfe von Youtube-Videos selbst Deutsch beigebrachte. Danach führt Omar Khir Alanam in die Sporgasse zu seinem Lieblingseisgeschäft, in dem er das Kürbiskernöleis empfiehlt. Über die Herrengasse geht es in den Augarten und entlang der Mur schließlich zu seinem Lieblingscafé am Südtirolerplatz.


11.00 Uhr

 

 

Nachrichten


11.03 Uhr

 

 

Matinee

Wiener Symphoniker, Dirigent: Jakub Hrusa; Leif Ove Andsnes, Klavier. Felix Mendelssohn Barhtoldy: "Meeresstille und glückliche Fahrt", Konzertouvertüre nach Gedichten von Goethe op. 27 * Benjamin Britten: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 D-Dur op. 13 * Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98 (aufgenommen am 22. März im Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound) Er wolle "nicht ins Leere schreiben", bekannte Benjamin Britten einmal und fügte erklärend hinzu: "Fast jedes Stück, das ich geschrieben habe, entstand für eine bestimmte Gelegenheit und meistens auch für bestimmte Musiker". Auch sein einziges Klavierkonzert schrieb der englische Komponist 1938 für einen Pianisten ? sich selbst. Mit unüberhörbarer Freude an seiner Doppelbegabung als Klaviervirtuose und Komponist schuf Britten ein brillantes, bezwingend unangepasstes Stück Musik. Vorgetragen wird es hier von Leif Ove Andsnes, den die New York Times als einen "Pianisten von meisterhafter Eleganz, Kraft und Einsicht" beschrieb. Eigenschaften, die am Pult auch Jakub Hrusa als einen der meistversprechenden Dirigenten der Gegenwart auszeichnen. (Wiener Symphoniker)


11.50 Uhr

 

 

(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Ge

spräch


12.10 Uhr

 

 

Matinee

Wiener Symphoniker, Dirigent: Jakub Hrusa (aufgenommen am 22. März im Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)


12.56 Uhr

 

 

Ö1 heute


13.00 Uhr

 

 

Ö1 Sonntagsjournal


13.10 Uhr

 

 

gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Doris Glaser raffinierte Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen Klassiker aus der Kabarett-Edition, erlesene Hörbücher, Raritäten aus der Edition "Alte Musik", Aufnahmen des Radiosymphonieorchesters u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen in einer öffentlichen Superchampions-Runde am 24. Juni im Casino Graz um eine Ö1 Kulturreise für zwei Personen nach Israel. Von Tel Aviv aus führt sie zu den heiligen Stätten dreier Weltreligionen in Jerusalem, nach Bethlehem, an den See Genezareth und ans Tote Meer. Wenn Sie selber mitspielen wollen, senden Sie ein mail an gehoert.gewusst@orf.at.


14.00 Uhr

 

 

Nachrichten


14.05 Uhr

 

 

Menschenbilder

"Viel Zeit für die Zeit" - Friedrich Reich Als er aus dem letzten Urlaub zurückkam, musste Friedrich Reich auf seinem Geschäft lesen, dass er keine neuen Reparaturaufträge mehr übernähme. Seine Tochter hatte den Hinweis aufgeklebt, um ihn an sein Vorhaben, das Geschäft zu schließen zu erinnern. 1949 geboren, hat der Uhrmacher, der schon früh wusste, dass er Handwerk einer Schulkarriere vorziehen würde, mehr als 50 Jahre Uhrmacherei hinter sich. Sein Gesellenstück, eine modern anmutende Tischuhr, steht in der Auslage, das Portal des Geschäfts hat er gemeinsam mit einem befreundeten Architekten entworfen. Als er wegen Nachwuchsmangel sein Gewerbe bedroht sah, hat Friedrich Reich Lehrlinge ausgebildet, und eigentlich ist er ja eher Uhren-Restaurateur als -Reparierer. In der Familie hat man seit hunderten Jahren mit Uhren zu tun: 1680 hat man in der Familie in Lienz in Osttirol die Beschäftigung mit Uhren begonnen, die Urgroßmutter ging noch von Hof zu Hof, um Uhren zu reparieren und jetzt steht das Geschäft in der Wiener Schönbrunnerstraße vor einer weiteren Übernahme ... allerdings, dass er ganz aufhören wird, kann sich der Uhrmacher mit Leib und Seele nicht vorstellen... Gestaltung: Petra Herczeg und Rainer Rosenberg


14.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


15.00 Uhr

 

 

Nachrichten


15.05 Uhr

 

 

Apropos Oper

Zu Gast im Tschaikowsky Konzertsaal in Moskau: Ausschnitte aus Charles Gounods Oper "Faust", mit Ildar Abdrazakov (Méphistophélès), Irina Lungu (Marguerite), Sergei Romanovsky (Faust), Vasily Ladyuk (Valentin) u.a. sowie dem Tschaikowsky Symphonie Orchester, unter der musikalischen Leitung von Andrei Lebedev (aufgenommen am 25. Dezember 2016). Gestaltung: Michael Blees


15.55 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Ein braun-beiger Rucksack. Ein großer Schal, eine Muschel, ein Buch mit dem Titel "Der Alte und der neue Glaube" und ein "Don Giovanni"-Lesezeichen mit der Aufschrift "Nieder in Staub und bete". Eine Geschichte von Alfred Dorfer.


16.00 Uhr

 

 

Ö1 Sonderjournal

SCHEMAABWEICHEND (LTW Salzburg)


16.15 Uhr

 

 

Ex libris

Bücher, Menschen, Themen. Moderation: Nicole Dietrich Über das Verschwinden Svenja Leiber: Staub, Roman, Suhrkamp Verlag Matthias Senkel: Dunkle Zahlen, Roman, Matthes Seitz Verlag Saskia Hennig von Lange: Hier beginnt der Wald, Roman, Jung Jung Verlag Adam Haslett: Stellt euch vor, ich bin fort, Roman, Rowohlt Verlag (Übersetzung: Dirk van Gunsteren) Stefan Agopian: Handbuch der Zeiten, Roman, Verbrecher Verlag (Übersetzung: Eva Ruth Wemme) Jugendbuch des Monats


16.55 Uhr

 

 

Ö1 heute


17.00 Uhr

 

 

Ö1 Journal um fünf


17.15 Uhr

 

 

Spielräume Spezial

Burkina Faso in Europa. Gestaltung: Maria Reininger Der Ngonispieler und Sänger Adama Dicko produziert seit wenigen Jahren in Österreich. Adama Dicko versteht sich vor allem als Liedermacher - es ist ihm wichtig, dass sich Musik aus Afrika nicht einfach auf happy percussion beschränkt. Dementsprechend eindringlich sind auch seine Texte. Nichtsdestoweniger interessant ist das Kalebassenensemble Kobalo, das seit einigen Jahren in Österreich auftritt und Faszinierendes aus Kürbissen zaubert, und der - man kann schon sagen alteingesessene - Balafonvirtuose Mamadou Diabaté hat mit Noir et Blanc eine neue Welt zwischen Griot-Erzählungen und Jazz eröffnet. Sie alle kommen aus Burkina Faso, dem "Land der aufrechten Menschen", wie es auf Deutsch heißt. Hörenswert ist aber auch der Kalebassen- und Strings-Sound der Combo Nations aus dem Senegal, die jüngst gezeigt hat, wie gut westafrikanische Kora-Klänge mit norwegischen Streichern harmonieren.


17.55 Uhr

 

 

Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


18.00 Uhr

 

 

Ö1 Abendjournal


18.15 Uhr

 

 

Moment am Sonntag

Der Bedarf nach Pflege steigt, die wiederum immer teurer wird. Eine Bestandsaufnahme eines weitgehend ignorierten Problemfeldes der Gesellschaft Immer mehr Menschen wollen zu Hause gepflegt werden. Das ist oft eine große Belastung für die Angehörigen. Seit 2008 gibt es die 24-Stunden Betreuung nach dem Hausbetreuungsgesetz. Sie ist laut Gesetz keine reguläre Pflege sondern eine Hilfe bei Haushalts- und Lebensführung. Außerdem stellt sich die Frage, wie und für wen die Pflege in Zukunft leistbar sein wird? Eine wesentliche Frage ist auch die Qualitätsüberprüfung, sowohl zu Hause als auch in Heimen. Was leisten Heime im Bereich Pflege? Über den Alltag in einem Heim, ein Blick auf die gegenwärtige Situation und darauf, wie es weiter gehen soll. Gestaltung: Alois Schörghuber


19.00 Uhr

 

 

Nachrichten


19.05 Uhr

 

 

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Jochen Malmsheimer: Dogensuppe Herzogin - Ein Austopf mit Einlage. Gestaltung: Bernhard Fellinger Jochen Malmsheimer, geboren 1961 in Essen, ist ein vielfach preisgekrönter Kabarettist. Einem größeren Publikum wurde er vor allem durch seine regelmäßigen Auftritte bei "Neues aus der Anstalt" (ZDF) bekannt. Sein leidenschaftlicher Vortrag ist unverwechselbar, bei ihm bleibt kein Wort ohne Wirkung. Kabarett ist dieser Tage wichtiger denn je, sagt Malmsheimer und nennt als Grund dafür die allgemeine Generalverblödung und präsenile Allgemeinabstumpfung. Jochen Malmsheimer ist bereit, sich diesem geradezu enzephalen Unsinn in den Weg zu stellen, gegürtet mit dem Schwert der Poesie, gewandet in die lange Unterhose tröstenden Mutterwitzes und weiterhin unter Verzicht auf jegliche Pantomime. Denn wie schon "Erasco" von Rotterdam wusste: Wer oft genug ans Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch.


19.25 Uhr

 

 

Koffergeschichten

Es hat wohl mit Heimat zu tun. Für jeden ist sie etwas, das mit Leben erfüllt ist, mit Vergangenem, Gegenwärtigem und auch mit dem, was noch nicht ist. Und auch wenn nicht alles greifbar ist bezogen auf sie, Heimat gibt einem das Gefühl von Geborgenheit. Man kann ankommen, sich niederlassen und ruhen. Zwar ist das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen in Artikel 25 (1) der UN-Menschenrechtscharta, als auch in Artikel 11 (1) des UN-Sozialpakts verankert, doch in der Realität scheint es ihn nicht zu geben, den Anspruch auf Geborgenheit, aufs Daheimsein. Und die liegengebliebenen Dinge in der Notschlafstelle der VinziRast lassen einen das spüren. Ein alter, brauner Koffer. Darin: ein Deutsch-Tschechisches Wörterbuch, ein Bleistift und ein Radiergummi, ein kleiner Löffel mit Rosenaufdruck und eine gepunktete Unterhose. Eine Geschichte von Christian Futscher.


19.30 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


19.33 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

mit Klaus Wienerroither. Gitarrist Christopher Pawluk und seine hochkarätig besetzte Band. Das heute in der Radiosession zu erlebende Quartett wurde 2016 von Christopher Pawluk gegründet, mit dem Ziel, einen Klangkörper für die Aufführung der Kompositionen des Wiener Gitarristen zu schaffen. Die Mitglieder des jungen, hochkarätig besetzten Ensembles legen dabei größten Wert auf musikalische Interaktion und auf die homogene Verflechtung von komponierten und improvisierten Strukturen. Neben Bandleader Christopher Pawluk treten Philipp Nykrin (Klavier), Andreas Waelti (Kontrabass) und Valentin Duit (Schlagzeug) in Erscheinung.


20.15 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Nicht als Tote geboren - Die Dichterin Hertha Kräftner. Von Andreas Okopenko Zu Lebzeiten Kräftners waren von ihr lediglich einige Gedichte in Zeitungen und Zeitschriften erschienen. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten Lyrikerinnen der österreichischen Nachkriegszeit. "Ein kühler Stern am Himmel der österreichischen Literatur", eine melancholische Dichterin, deren früher Tod bis heute zu Spekulationen Anlass gibt. Als sich Hertha Kräftner 1951, mit 23 Jahren, das Leben nahm, war sie im Grau in Grau der Langeweile schon beinahe erstickt. Entgegen der Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit beschreibt sie die Morbidezza einer Jugend, die trotz hektischer Suche nach "Idealen" an Überdruss und Langeweile verkommt. Der Rück zug in die Liebe, zunächst eine Hoffnung, erweist sich als Verlustgeschäft. Geblieben sind die Gedichte und eine kurze Biographie... "Kräftners einzige Schwäche ist, dass sie tot ist", sagt Andreas Okopenko in diesem Tonspuren-Klassiker aus dem Jahr 1988.



21.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

mit Johann Kneihs. Aufbruch zur Perfektion: Das Debüt-Album "Evanescence" des Maria Schneider Orchestra. Raffinesse, Eleganz und souveränes Gleichgewicht kennzeichnen die Werke der Komponistin, Arrangeurin und Bandleaderin Maria Schneider: Orchestermusik in der Tradition eines Gil Evans, differenziert, durchdacht und innere Ruhe ausstrahlend. Geboren 1960 im ländlichen Minnesota, hat Maria Schneider als Kind Klavier und Klarinette gelernt und ihr Studium nach dem Universitätsabschluss bei Komponist und Arrangeur Bob Brookmeyer fortgesetzt, gleichzeitig und danach unter anderem mit Mel Lewis, Woody Herman und eben Gil Evans gearbeitet. Mit ihrem ersten Album, aufgenommen 1992, sucht und findet die damals 31-jährige Musikerin ihren Stil, etwa in der Balance zwischen expressiven Soli namhafter Instrumentalisten und auskomponiertem Orchesterklang, zwischen Freiheit und Struktur. "Evanescence" wurde von der Kritik begeistert aufgenommen und bleibt auch für Maria Schneider selbst ein wichtiger Bezugspunkt in ihrem Schaffen.


21.40 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Junge Texte". Der Jugendliteraturpreis des Landes Salzburg zeichnet acht Nachwuchsautor/innen aus Salzburg aus. Gestaltung: Karin Buttenhauser Texte von Victoria Falkner, Nicole Hettegger, Leo Luber, Josef Kreisz, Georg Santner, Angelika Steger, Lisa Stockinger und Anna Weinkamer.


22.00 Uhr

 

 

Nachrichten


22.05 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Überblick


22.08 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Donaufestival 2018. Über die Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen. Gestaltung: Susanna Niedermayr Die Herrschaft des endlos Gegenwärtigen wird beim diesjährigen Donaufestival unter die Lupe genommen. Wie können wir uns dieser entziehen? Durch Verweigerung? Durch Be- oder Entschleunigung? Durch Übertreibung? Das Programm des Donaufestivals eröffnet hier eine Vielzahl an neuen Blickwinkeln. Und im Musikprogramm wird die Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen ausgelotet, mit "hochkomprimierten oder zerklüfteten" Soundtracks ebenso, wie mit "vom Retrofuturismus angekränkelter, schwebender Melancholie" und "verdichteter, energetischer Härte". Gemeinsam mit Thomas Edlinger, dem künstlerischen Leiter des Donaufestivals, laden wir zu einer akustischen Vorschau.


22.55 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In


23.00 Uhr

 

 

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

"Haus" der US-amerikanischen Soundkünstlerin Karen Werner und der österreichischen Künstlerin Reni Hofmüller


00.00 Uhr

 

 

Nachrichten


00.05 Uhr

 

 

Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)


01.00 Uhr

 

 

Nachrichten


01.03 Uhr

 

 

Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Pia Chryssochoidis Musikauswahl: Gerald Kolbe dazw. 3:00 Uhr Nachrichten