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Kalenderblatt
Vor 60 Jahren: Niederländische Kronprinzessin Beatrix heiratet einen Deutschen
Sprechstunde
HIV: Status Quo in Behandlung und Forschung Gast: Prof. Dr. med Christoph Boesecke, Oberarzt Immunologische Ambulanz, Medizinische Klinik und Poliklinik Universitätsklinikum Bonn Am Mikrofon: Lennart Pyritz Hörertel.: 00800 4464 4464 sprechstunde@deutschlandfunk.de Seit AIDS Anfang der achtziger Jahre als eigenständige Krankheit erkannt wurde, hat sich viel verändert. Die Infektion mit HI-Viren ist vom Todesurteil zur behandelbaren Krankheit geworden. Etwa 90.000 Menschen in Deutschland leben mit HIV. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt, können existierende Therapien verhindern, dass die Krankheit ausbricht oder weitergegeben wird. Wirklich heilbar ist HIV aber immer noch nicht. Was sind derzeit die größten Probleme bei der Behandlung? Warum ist die Ansteckungsquote gleichbleibend hoch? Und welche Hoffnungen können Betroffene in therapeutische Ansätze stecken, die derzeit erforscht werden?
Forschung aktuell
Diabetes: Blutzucker per Schweiß bestimmen? Prävention: Projekt in Kenia und Uganda reduziert HIV-Neuinfektionen drastisch Wissenschaftsmeldungen Sternzeit 10. März 2026: Kein Durcheinanderreden im Weltraum Am Mikrofon: Monika Seynsche
Feature
Im Dienste Putins Deutsche Söldner kämpfen im Donbass Von Markus Thöß Regie: Claudia Kattanek Redaktion: Lena Rocholl, Wolfgang Schiller Deutschlandfunk 2026 Deutsche kämpfen für Russland im Donbass - und reisen unbehelligt zurück. Über Söldner zwischen Front und Heimat, Behördenversagen und ein kaum beachtetes Sicherheitsrisiko mitten in Deutschland. Warum ziehen deutsche Staatsbürger freiwillig für Russland in den Krieg? Das Feature analysiert ein politisch brisantes Phänomen zwischen Ideologie, Desinformation und Radikalisierung. Auf Grundlage investigativer Recherchen, Auswertungen von Online-Netzwerken und Gesprächen mit Expert:innen zeichnet die Sendung nach, wie prorussische Narrative wirken, welche Rolle rechtsextreme Milieus spielen und wo staatliche Stellen an Grenzen stoßen. Wer rekrutiert, wer duldet, wer schaut weg? Das Feature fragt nach Verantwortung, Sicherheitsrisiken und den politischen Folgen eines Krieges, der längst auch Deutschland erreicht hat. Seit 2000 arbeitet Markus Thöß als Kameramann und Autor an Reportagen und Dokumentationen für ARTE, N-TV Prime Time Doku und die ZDF Redaktion Arte und Frontal. Außerdem ist er Autor für T-Online-Artikel und Radio Features.
Hörspiel
True Stories Von Sophie Calle und Ulrike Haage Bearbeitung, Komposition und Regie: Ulrike Haage Mit: Françoise Cactus, Birte Schnöink, Damian Rebgetz Ton: Martin Offik BR 2019 Länge: 46'47 Die Französin Sophie Calle gehört weltweit zu den wichtigsten zeitgenössischen Konzeptkünstlerinnen. Durch improvisierende Performances wird ihr Werk als Radiokunst akustisch adaptiert. "Die Psychologie zwischenmenschlicher Beziehungen ist der Inhalt aller meiner Arbeiten", sagt Sophie Calle. Sie beobachtet und sammelt Daten, Spuren, Lebenslagen. Es gibt kein Tabu bei ihr, das dem Spielen Einhalt gebieten würde, solange dieses nur zum Kunstwerk wird. Einige ihrer äußerst lakonischen und pointierten Erzählungen aus "True Stories" setzt die Klangkünstlerin Ulrike Haage in ihrem Hörspiel einer Art akustischen Befragung aus. Sie nimmt sich das Postkarten-Buch "Tout" mit Kurzbeschreibungen zu 54 Werken von Sophie Calle vor und nähert sich den Verfahrensweisen Calles an. Drei Performer, der Musiker Damian Rebgetz, die Sängerin Françoise Cactus und die Schauspielerin Birte Schnöink interpretieren die Texte durch Improvisation. Unmerklich werden auch die Hörerinnen zum Teil des Spiels, wenn die Grenze zwischen Wahrheit und Erfindung, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Erinnerung und Trauer, Verstecktem und Offenlegung verschwimmt. Sophie Calle, geboren 1953, lebt in Paris und New York. Die Arbeiten der Konzeptkünstlerin umfassen u.a. Fotografie, Installationen und Videokunst. Zuletzt wurde sie 2024 mit dem Praemium Imperiale ausgezeichnet. Ulrike Haage, geboren 1957, ist eine deutsche Komponistin, Klangkünstlerin und Hörspielautorin.
Jazz Live
Supergroup hoch zwei! The Bad Plus Feat. Craig Taborn Chris Potter Aufnahme vom 24.8.2025 beim Jazzfestival Saalfelden Am Mikrofon: Thomas Loewner Die beiden Bad Plus-Gründungsmitglieder Reid Anderson und David King auf kreativem Höhenflug mit zwei prominenten Jazz-Kollegen. Für ihre aktuelle Tour haben sich der Bassist und der Schlagzeuger mit dem Pianisten Craig Taborn und Saxofonist Chris Potter zusammengetan und begeben sich mit ihnen auf die Spuren des "American Quartet" von Keith Jarrett. Angefangen haben The Bad Plus im Jahr 2000 als Trio. Gemeinsam mit Pianist Ethan Iverson haben Reid Anderson und Dave King sehr erfolgreich Jazz mit Elementen aus Pop und Rock gemischt. 2017 verließ Iverson die Band, die sich seitdem personell mehrfach verändert hat. Für ihre Hommage an Keith Jarretts "American Quartet", dem außer dem Pianisten der Saxofonist Dewey Redman, Charlie Haden, Kontrabass und Paul Motian am Schlagzeug angehörten, haben sie mit Craig Taborn und Chris Potter nun zwei der aktuell herausragenden Vertreter ihrer jeweiligen Instrumente gewinnen können. Gemeinsam mit ihnen sorgtenThe Bad Plus für einen furiosen Ausklang des Jazzfestivals Saalfelden 2025.
Musikszene
Kultur im Frauen-Zimmer Wie Frauen die Leipziger Musikszene des 18. Jahrhunderts prägten Von Helga Heyder-Späth Im Leipzig des 18. Jahrhunderts gab es ein paar herausragend gebildete Frauen. Wie prägten sie das Musikleben der Stadt? Lange standen sie im Schatten einer männlich geprägten Geschichtsschreibung, dabei gaben Frauen der Leipziger Kulturszene schon im 18. Jahrhundert eine individuelle Note. Federführend war da die Poetin Christiana Mariana von Ziegler. Heute kennt man allenfalls ihre Texte zu Kantaten von Johann Sebastian Bach. Zu Lebzeiten war sie berühmt. "Bey dem eynen muß das andere nicht versäumet werden" - eindringlich empfahl die Zieglerin ihren Leserinnen, neben den häuslichen Pflichten die Bildung nicht zu vergessen. Diesen Standpunkt teilten Luise Adelgunde Victorie Gottsched, Anna Magdalena Bach und manch andere Leipzigerin, die sich als Musikerin und Poetin persönliche Freiräume schuf. Ihre männlichen Kollegen wussten das durchaus zu schätzen. Wie Frauen die Leipziger Musikszene des 18. Jahrhundert prägten


