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Im Gespräch
Gründerin der Stiftung OBMIN Malgorzata Lawrowska-von Thadden im Gespräch mit Katrin Heise
Die OpenAI Story
Moderation: Korbinian Frenzel Wie aus einem kleinen, idealistischen Forschungslabor ein milliardenschweres Tech-Imperium wurde. Ursprünglich wollten die Gründer Sam Altman und Elon Musk eine sichere Super-KI zum Wohle der Menschheit entwickeln. Doch dann brachten sie mit einem harmlosen Testlauf namens ChatGPT völlig ungeplant das erfolgreichste Produkt aller Zeiten auf den Markt. Eine Geschichte über mitreißende Visionäre, gigantische Egos, den Verrat von Idealen und den Verlust der Kontrolle.
Literatur
"Ich lasse mir keine Lyrik zu Schulden kommen" Welches Risiko ging von einer Veranstaltung mit palästinensischen Autoren aus? - Über das vorzeitige Ende vom Goethe-Institut im Exil. "Das Meer ist da, doch wir sind es nicht: Literatur aus Palästina", so war eine Veranstaltung des Goethe-Instituts im Exil für den für den 25.02.2026 angekündigt. Doch zwei Tage zuvor machte die Nachricht die Runde: Das Projekt Goethe-Instut im Exil ist mit sofortiger Wirkung beendet. "Die akute Belastungssituation und eine enge finanzielle Ausstattung lassen eine Fortführung des Formats unter den gegebenen Bedingungen nicht zu", hieß es in einer Pressemitteilung. Alle noch geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt. Auch die mit den Palästinenser*innen, obwohl Flüge, Unterkünfte und Autorenhonorare schon bezahlt waren. Und da alle drei Autoren schon da waren, fand sich ein alternativer Ort für Lesung und Gespräch. Warum wurde das Programm "Goethe-Institut im Exil" wenige Monate vor dem ohnehin geplanten Ende eingestellt? Ist es Zufall, dass diese Entscheidung kurz vor einer Veranstaltung mit palästinensischen Autor*innen getroffen wurde - unmittelbar auch nach dem umstrittenen Auftritt eines palästinensischen Regisseurs auf der Berlinale? Welche Rolle spielte das Auswärtige Amt, das das Goethe-Institut finanziert? Gab es eventuell auch Druck von der israelischen Botschaft? Diesen und anderen Fragen geht diesses Feature nach.
Konzert
Live aus der Philharmonie Berlin Franz Schubert Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200 Bernd Richard Deutsch "Intensity" Richard Strauss "Der Rosenkavalier" (Orchestersuite von Franz Welser-Möst) Berliner Philharmoniker Leitung: Franz Welser-Möst
Musikfeuilleton
Suchen nach dem inneren Leben des Werkes Zum 50. Todestag des Pianisten Géza Anda Von Wolfgang Rathert Am 13. Juni 1976 starb der ungarische Pianist Géza Anda im Alter von nur 54 Jahren in Zürich. Ausgebildet an der berühmten Franz Liszt-Musikakademie in Budapest, startete er nach dem Zweiten Weltkrieg von der Schweiz aus eine internationale Karriere als führender Vertreter einer jungen, sachlich orientierten Musikergeneration. Berühmt wurde Anda durch die Pioniertat der ersten Schallplatten-Gesamtaufnahme von Mozarts Klavierkonzerten in der Personalunion als Dirigent und Solist. Aber Anda ging es im Zentrum seiner pianistischen und pädagogischen Aktivitäten um mehr, nämlich um eine Verantwortung des Interpreten weit über die Zurschaustellung virtuosen Glanzes und sportiver Brillanz hinaus. Aus Anlass von Andas 50. Todestag soll an eine künstlerische Mission erinnert werden, die heute aktueller denn je ist.
Lange Nacht
Große Bühne für großes Theater Eine Lange Nacht über das Wiener Burgtheater Von Robert Sollich Regie: Susanne Krings Das Wiener Burgtheater gilt als einzigartiges Kulturerbe, über dessen Aufführungen - so heißt es - sogar Taxifahrer Bescheid wissen. Das "kaiserliche Theater, das Burgtheater war für den Wiener, für den Österreicher mehr als eine bloße Bühne, auf der Schauspieler Theaterstücke spielten; es war der Mikrokosmos, der den Makrokosmos spiegelte [...]. Jedes Jubiläum, jedes Begräbnis eines großen Schauspielers wurde zum Ereignis, das alle politischen Geschehnisse überschattete", formulierte es emphatisch vor einhundert Jahren Stefan Zweig, und noch in diesem Jahrhundert erklärte es ein Burgtheaterdirektor zum sakralen Ort der Kunst, ähnlich dem Louvre und den Uffizien, und verglich den Ruf dorthin mit einem Nobelpreis. Anlässlich des 250. Jahrestages seiner Erhebung zum "teutschen Nationaltheater" 1776 möchte eine Lange Nacht über das Wiener Burgtheater ergründen, was an diesen mythischen Erzählungen und Überhöhungen (noch) dran ist. Von Charlotte Wolter bis Gert Voss wird sie seine größten Mimen wieder auferstehen lassen, von Joseph Schreyvogel bis Claus Peymann seine berühmtesten Direktoren würdigen und von Franz Grillparzer bis Elfriede Jelinek auf die Stücke schauen, mit denen hier Theatergeschichte geschrieben wurde. Außerdem wird es darum gehen, was mit Ehrenmitgliedern des Burgtheaters nach ihrem Tod geschieht, woher eine Wiener Neigung zum Happy End rührt und warum Burgschauspieler bis vor gar nicht allzu langer Zeit nicht beklatscht werden durften.



