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Aus den Archiven
Satire in der DDR Mit Honecker lachen Von Peter Boris RIAS 1986 Vorgestellt von Isabella Kolar Das gebremste Lachen - der Autor versucht eine Antwort auf die Frage: "Was darf die Satire in der DDR" anhand von Beispielen aus satirischen Zeitschriften, aus staatsoffiziellen Kabaretts, aus den zahlreichen Laienkabaretts und aus der illegalen Kabarettarbeit. Die Erzählformen der Satire umfassen beißenden Spott, mitunter schwarzen Humor, Sarkasmus oder Ironie und gelegentlich bitteren Zynismus. Anders als die Komödie hat die Satire nicht das befreiende oder versöhnende Lachen zum Ziel, sondern die Einsicht des Publikums in die Fehler oder Lächerlichkeiten des Systems. Satire und autoritäre Regimes sind daher auf den ersten Blick klare Gegensätze. Dabei liefern Diktaturen eigentlich unermesslichen Stoff für die Hauptfunktionen von Satire: das Anprangern von Missständen und Aufklärung durch Humor und Überspitzung. Nichts, was die Machthabenden in ihrem Herrschaftsbereich zulassen können. Doch es gab sie auch: die offizielle Satire in der DDR. Was konnte sie leisten? Wie komisch war sie wirklich?
Im Gespräch
Live mit Hörerinnen und Hörern 08 00 22 54 22 54 gespraech@deutschlandfunkkultur.de
Vollbild
Das Filmmagazin Moderation: Patrick Wellinski KI als Alptraum - Black Mirror bekommt ein VR-Erlebnis Von Dennis Kastrup 100 Jahre Blond: Neue Betrachtungen von Marelin Monroe Gespräch mit André Mumot
Feature
Künstliche Nähe Doku über KI, Vertrauen und Abhängigkeit Christian Schiffer Regie: Ron Schickler Ton: Robin Ault Dramaturgie: Johannes Berthoud BR 2025 Länge: 52'33 (Wdh. am 07.06.2026, Deutschlandfunk, 20.05 Uhr) Chatbots hören zu, spenden Trost und geben Ratschläge. Immer mehr Menschen berichten, dass KI-Systeme ihnen durch Krisen geholfen haben. Aber Nutzer können auch eine bedenkliche emotionale Abhängigkeit entwickeln. Antony chattet intensiv mit einer KI - bis er nicht mehr zwischen der Realität und einer Wahnwelt unterscheiden kann. Für Lina ist Künstliche Intelligenz eine Retterin, die ihr in einem lebensgefährlichen Moment geholfen hat. KI-Chatbots können Menschen stabilisieren und ihnen Hoffnung geben, aber auch ihre Verletzlichkeit verstärken und psychische Probleme verschärfen - bis hin zu Zuständen, die inzwischen als "AI Psychosis" diskutiert werden. Die Grenze zwischen technischer Simulation und echter emotionaler Beziehung verschwimmt. Und je menschlicher die Maschinen wirken, desto größer wird die Verantwortung der Entwickler. Welche Chancen und Gefahren entstehen, wenn Maschinen zu Freunden und Therapeutinnen werden? Christian Schiffer, geboren 1979, ist Journalist und Autor. Zu seinen Themenschwerpunkten gehören Politik und Popkultur sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Sein Podcast "In 5 Tagen Mord - Die Krimi-Challenge mit KI" wurde 2024 mit dem Grimme Online Award (Sonderpreis "Künstliche Intelligenz") ausgezeichnet. Er ist Co-Autor der Podcast-Serie "Die Peter Thiel Story" (Deutschlandfunk 2025).
Oper
Konzerthalle Namur Aufzeichnung vom 10.04.2026 Jean Philippe Rameau "Castor et Pollux" Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten Libretto: Pierre-Joseph-Justin Bernard Castor - Reinoud Van Mechelen, Tenor Pollux - Andreas Wolf, Bass Télaïre - Sophie Junker, Sopran Phébé - Eve-Maud Hubeaux, Sopran Namur Kammerchor Cappella Mediterranea Leitung: Leonardo Garcia-Alarcón
Neue Musik
Klangkästen und Tonkuppeln 30 Jahre Berliner "singuhr hoergalerie" Von Thomas Groetz Das Programm der "singuhr hoergalerie" ist in den Übergangsfeldern zwischen audiovisueller Kunst- und Medienproduktion angesiedelt. Seit 1996 kuratieren Carsten Seiffarth und Markus Steffensmehr mehr als 120 Ausstellungen, Konzerte, Festivals und Symposien. Sie leisten Pionierarbeit für die Wertschätzung der Klangkunst, die sich mittlerweile fest etabliert hat. Arbeiten einer Vielzahl von nationalen und internationalen KlangkünstlerInnen waren in Berlin zunächst in der Parochialkirche und in zwei historischen Wasserspeichern am Prenzlauer Berg zu erleben. Im Anschluss gab es seit 2014 die "singuhr - projekte", mit denen das Engagement für eine ortsspezifische audiovisuelle Kunst unermüdlich weitergetrieben wird.
Diskurs
Wissenschaftsfreiheit unter Druck? - Zwischen Trumpismus und "Cancel Culture" Es diskutieren: - Dr. Janika Spannagel, Politikwissenschaftlerin, Freie Universität Berlin - Tobias Dünow, Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg - Prof. Dr. Sascha Spoun, Präsident der Leuphana Universität Lüneburg Moderation: Martin Mair, Deutschlandfunk Kultur (Aufzeichnung vom 28.05.2026 - Schloss Herrenhausen, Hannover) - in Kooperation mit der VolkswagenStiftung - Seit Donald Trump seine zweite Amtszeit als US-Präsident angetreten hat, steht die Wissenschaftsfreiheit verstärkt im Fokus öffentlicher Debatten: Suspendierungen von Wissenschaftler:innen, eingefrorene Fördergelder und Forderungen nach strukturellen Veränderungen des Wissenschaftssystems bedrohen die Freiheit der Forschung und beschneiden individuelle Rechte. Die Entwicklungen betreffen längst nicht mehr nur die USA, sondern strahlen in die westliche Welt aus. Globale Verflechtungen in der Wissensproduktion, wachsende rechtspopulistische Kräfte in Europa und die anhaltende Diskussion über das Verhältnis von Wissenschaft und politischer Macht machen das Thema auch für Deutschland relevant. Wie wirken sich die Veränderungen in der US-amerikanischen Forschungsförderung auf die Wissenschaftsfreiheit aus? Wie steht es in Deutschland um Meinungsfreiheit und die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft? Und wie lässt sich die Wissenschaftsfreiheit gegen die Angriffe rechtspopulistischer Parteien verteidigen?


