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Aus den Archiven
Hitler und die Atombombe Über die Folgen des weltweiten Nuklearexports Von Reinard Spilker Deutschlandfunk 1984 Vorgestellt von Isabella Kolar International fürchtete man noch vor dem Zweiten Weltkrieg, dass Hitler in den Besitz der Atombombe kommen könnte. Experten gingen davon aus, dass, wenn der Diktator in den Besitz derselbigen gelangt wäre, er sie auch eingesetzt hätte. Der Autor untersucht, inwieweit der Export von Atomtechnologie die Menschheit gefährdet und wie man dies verhindern kann. Die Geschichte lehrt, dass viele Länder, die in die Atomtechnologie eingestiegen sind, vorrangig ein militärisches Interesse damit verbanden. Das heißt: Sie wollten nicht nur Strom produzieren, sondern auch die Fähigkeit erwerben, Atombomben zu bauen. In den USA und in der Sowjetunion war das Interesse am Bau von Atombomben von Beginn an das ausschlaggebende Motiv beim Einstieg in die Atomtechnologie. Alle Länder, die an die Technologie zum Bau von Atombomben gekommen sind oder dies jahrelang versucht haben, wurden dabei von Ländern mit vorhandenen Atomprogrammen unterstützt. Der Export von vermeintlich ziviler Atomtechnologie, Know-how und spaltbaren Stoffen ist der Weg für die Verbreitung der Techniken und von Know-how zum Bau von Atomwaffen. Alle Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Länder, die Atomtechnik exportieren, sorgen für eine Weiterverbreitung einer hochgefährlichen Waffentechnologie. Eine tickende Zeitbombe für die gesamte Welt.
Im Gespräch
Live mit Hörerinnen und Hörern 08 00 22 54 22 54 gespraech@deutschlandfunkkultur.de
Feature
Westsahara Heißer Sand und ein verlorenes Land Von Olivia Wimmer Regie: die Autorin Mit: Alina Fritsch, Dominic Oley, Fanny Altenburger, Raphael Muff, Philip Scheiner, Felix Kammerer, Rainer Doppler, Michael Köppel und Olivia Wimmer Ton: Fridolin Stolz Redaktion: Eva Roither ORF 2025 Länge: 52'58 (Wdh. am 14.06.2026, Deutschlandfunk, 20.05 Uhr) Seit einem halben Jahrhundert leben die Sahrawi in Flüchtlingslagern in der algerischen Wüste, abgeschnitten von ihrer Heimat, der Westsahara. Ein Feature über ein vergessenes Volk und seinen verzweifelten Kampf um Unabhängigkeit. Die Westsahara ist ein Gebiet an der Nordwestküste Afrikas, das von Marokko besetzt wurde, als sich die spanischen Kolonialtruppen daraus zurückzogen. Im Jahr 1975 bricht ein Krieg zwischen Marokko und dem dort ansässigen Volk der Sahrawi aus. Viele Sahrawi fliehen ins Landesinnere, in die Wüste, und über die Grenze nach Algerien, wo sie sich mitten in der Sahara in improvisierten Zeltstädten niederlassen. Nach einem von der UNO verhandelten Waffenstillstand von 1991 sollen die Sahrawi entscheiden, ob sie zu Marokko gehören oder einen eigenen Staat gründen wollen. Doch das Referendum findet nie statt. Die Menschen harren seit einem halben Jahrhundert in der Wüste aus. Ein Leben über das Überleben hinaus zu gestalten, ist schwierig. Und so sind viele wieder bereit, zu den Waffen zu greifen, denn die junge sahrawische Generation ist des Wartens müde. Olivia Wimmer, geboren 1983 in Grieskirchen, ist freie Radiojournalistin und Fotografin und lebt in Wien. Studium der Fotografie und Arabistik in Wien und Damaskus. Sie produziert internationale Reportagen und Langform-Features. Zu ihren Schwerpunkten gehören der Nahe Osten, Nordafrika und Menschenrechte. Am Kinodokumentarfilm "Everyday Rebellion" (2013) war sie als Kamerafrau beteiligt.
Oper
Teatro alla Scala, Mailand Aufzeichnung vom 08.06.2026 Georges Bizet "Carmen" Opéra-comique in vier Akten Libretto: Prosper Mérimée Carmen - Clémentine Margaine, Mezzosopran Micaëla - Slávka Zámecníková, Sopran Don José - Vittorio Grigolo, Tenor Escamillo - Giorgi Manoshvili, Bassbariton Le Dancaïre - Pierre Doyen, Bariton Le Remendado - Loïc Félix, Tenor Mercédès - Marine Chagnon, Mezzosopran Frasquita - Sarah Dufresne, Sopran Kinderchor des Teatro alla Scala Chor des Teatro alla Scala Orchester des Teatro alla Scala Leitung: Myung-Whun Chung
Neue Musik
Verstehen Sie mich? Lecture Performances in zeitgenössischer Musik Von Karl Ludwig (Wdh. v. 09.06.2026) Lecture Performances brechen die Grenzen zwischen Kunst, Theorie und Alltag auf, um neue Formen des Denkens und Wahrnehmens zu eröffnen und zugleich kritisch zu reflektieren. Immer öfter testen Komponist:innen die Quadratur des Kreises mit neuen Konzertformaten, die Musik und Diskurs in Lecture Performances verknüpfen. Dabei werden Elemente des klassischen Vortrags mit Mitteln der Performancekunst kombiniert. Es geht um eine selbstreferenzielle Form musikalischer Praxis, die die eigenen Produktionsprozesse explizit thematisiert. John Cages "Lecture on Nothing", die 1952 das Sprechen über Nichts musikalisch werden ließ, gilt als Prototyp neuerer Ansätze, die das Schaffen und Wahrnehmen von Kunst diskursiv hinterfragen.
Diskurs
AIDS - In Zeiten der Liebe Schwul sein in der DDR - Es geht nicht mehr um Kunst. Es geht um unser Leben. Es diskutieren: - Norbert Bisky, zeitgenössischer Maler - Henning Tümmers, Professor am Seminar für Zeitgeschichte, Universität Tübingen und Autor des Buches "AIDS - Autopsie einer Bedrohung im geteilten Deutschland" - Johannes Nichelmann, TV- und Audiojournalist, sowie Regisseur der Doku "AIDS - In Zeiten der Liebe" - Victor Schefé, Schauspieler und Autor Moderation: Christine Watty (Aufzeichnung vom 28. Mai 2026, neue Gesellschaft für bildende Kunst) In der Dokuserie "AIDS - In Zeiten der Liebe" wird die Geschichte eines schwulen Künstlerpaars in Ostberlin erzählt. Welche Rolle spielte AIDS in der DDR? Warum informierte die Regierung erst so spät? Wie reagierten queere Menschen auf die Bedrohung? DDR Aids in Zeiten der Liebe Länge: 54:29 Minuten


