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Poesie von jenseits der Mauer Von Christa Wolf bis Hermann Kant - Vorlesen im Westen Von Horst Wenderoth RIAS 1964 Vorgestellt von Isabella Kolar 1964 haben DDR-Schriftsteller im Westberliner Studentenheim Siegmundshof drei Monate lang aus eigenen Werken gelesen. Sie waren einer Einladung der Studenten-Selbstverwaltung des Heimes gefolgt, oder genauer: die DDR-Behörden hatten ihnen erlaubt, der Einladung Folge zu leisten. Für neun Autoren im Alter zwischen 33 und 42 Jahren öffnete sich - ungewöhnlich für die damalige Zeit - die Mauer in Richtung Westen. Die SED vertraute den in den Westen ausreisenden Schriftstellern, und dieses Vertrauen wurde nicht enttäuscht, denn alle neun kehrten nach Ostberlin zurück. Die Einladung an diese Künstler war dem Wunsch einiger Westberliner Studenten entsprungen, Schriftsteller und ihre Werke aus dem anderen Teil Deutschlands persönlich kennenzulernen, Klischeevorstellungen abzubauen, miteinander und nicht nur immer übereinander oder gar gegeneinander zu sprechen. Es war nicht die DDR-Führung, die die Schriftsteller aussuchte. Die Studenten-Selbstverwaltung hatte vielmehr selbst die Namen genannt, und diese konnten mithilfe des Ostberliner Schriftstellerverbands ausreisen. Wissen über die Literatur im anderen Teil Deutschlands war zu jener Zeit nur rudimentär. Und das nicht nur bei Konsumenten von Illustrierten und Boulevardzeitungen, sondern auch bei denjenigen, die es eigentlich hätten besser wissen müssen.

06.00 Uhr
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06.05 Uhr
Studio 9

Kultur und Politik am Morgen Mit Buchkritik

06.20 Uhr
Wort zum Tage

Elena Griepentrog, Ettlingen Katholische Kirche

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06.40 Uhr
Aus den Feuilletons

07.00 Uhr
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Interview

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Feature

Unsere Asche wird weiter brennen Lübeck und der tödlichste Brandanschlag der 1990er-Jahre Von Steffi Wassermann und Erika Harzer Regie: Beatrix Ackers Mit: Monika Oschek Ton und Technik: Michael Kube Dramaturgie: Katrin Moll und Julia Illmer Deutschlandfunk Kultur, 2025 Länge: ca. 54'40 (Ursendung) (Wdh. am 18.01.2025, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk) Am 18. Januar 1996 starben sieben Kinder und drei Erwachsene bei einem Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Lübeck. Für die Tat wurde nie jemand verurteilt. Was bedeutet das 30 Jahre später für die Betroffenen und für die Stadt? Marie und Ray haben überlebt. Doch sie können die schrecklichen Bilder des Brandanschlags auf ihre Unterkunft für Geflüchtete nicht vergessen. Der 18. Januar 1996 hat ihr Leben für immer verändert. Und auch das von Adam, der damals seinen Onkel verlor. Bis heute ist unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. Den Indizien, die auf einen rechten Anschlag hinweisen, wurde kaum nachgegangen. Die Stadt kümmert sich wenig um das Gedenken an die Opfer des zehnfachen Mords. Wie kann es sein, dass der tödlichste Anschlag der 1990er-Jahre in Vergessenheit zu geraten droht? Warum wäre die Aufklärung dieses Falls auch angesichts steigender Zahlen rechter Gewalt wichtig? Und gibt es überhaupt noch eine Chance auf Gerechtigkeit? Steffi Wassermann arbeitet im Menschenrechtsbereich und als freie Autorin mit einem Fokus auf Radio und Podcast. Zu ihren Themenschwerpunkten gehören Dekolonisierung, Aktivismus und Antirassismus. Erika Harzer, Ausbildung zur Diplom-Sozialpädagogin. Autorin und Regisseurin zahlreicher Radiofeatures, Dokumentarfilme und Printreportagen. Ihr Feature "Wenn Kinder nur noch weg wollen" (BR/Dlf/WDR 2015) wurde mit dem Peter Scholl-Latour Preis 2016 und dem Medienpreis 2016 der Kindernothilfe ausgezeichnet. Lübeck und der tödlichste Brandanschlag der 1990er-Jahre Unsere Asche wird weiter brennen

19.00 Uhr
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19.05 Uhr
Konzert

Ultraschall Berlin - Festival für neue Musik Live aus dem Radialsystem Berlin the last of their kin(d) A speculative songbook of endangered species (Deutsche Erstaufführung): Elnaz Seyedi "Silverback" Annesley Black "breeding episodes of golden toads" Cecile Marti "The Immortality" Eric Wubbels "biawak_raksasa.zip" Georges Aperghis "Aye-Aye Requiem" Nik Bärtsch "Bonobo Boogie" Dahae Boo "Empty wriggle" Nadir Vassena "piccole, piccolissime cose" Ezko Kikouchi "Antiguan racer" Lilian Beidler "ad mare et terram. ein Abschiedslied an eine Riesensepia und andere Spezies" Trio Accanto: Marcus Weiss, Saxofone Stefan Wirth, Keyboard-Instrumente Christian Dierstein, Schlagzeug Georg Lendorff, Video Katinka Deecke, Dramaturgie ca. 21.00 Uhr Belenish Moreno-Gil Oscar Escudero Neues Werk (Uraufführung) Jakob Diehl "Abendland" (Uraufführung) Bethan Morgan-Williams Neues Werk (Uraufführung) ensemble mosaik Leitung: Enno Poppe ca. 22.00 Uhr als Aufzeichnung vom Nachmittag Hector Parra Sonate für Klavier "Aracne", Streichquartett Nr. 3 "Cell (Arch of Hysteria)" für Klavier, aus: Cinq études d' art "Un concertino di angeli contro le pareti del mio cranio", Streichquartett Nr. 4 Michael Wendeberg, Klavier Fabrik Quartet: Federico Ceppetelli, Violine Adam Woodward, Violine Jacobo Diaz Robledillo, Viola Elena Cappelletti, Violoncello

23.00 Uhr
Nachrichten

23.05 Uhr
Fazit

Kultur vom Tage

23.50 Uhr
Kulturpresseschau

Wochenrückblick

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Neue Musik

"Klängen verdanke ich mein Dasein" Morton Feldman zum 100. Geburtstag Von Egbert Hiller (Wdh. v. 13.01.2026) "Leinwände der Zeit" nannte Morton Feldman seine Kompositionen. Jenseits von Expressivität und Rhetorik fasste er Klänge als ureigene Wesen auf - und er verknüpfte sie zu einer Musik der magischen Klangzustände. Vor 100 Jahren wurde Morton Feldman in New York geboren. Zusammen mit John Cage, Earle Brown und Christian Wolff wird er zur "New York School" gerechnet, die sich in den 1950er/60er-Jahren von der europäischen Avantgarde und deren Konzentration auf strenge Formen und vorgeprägte Strukturen abwandte. Sie begründete eine eigene "Tradition" und strahlte ihrerseits stark auf Europa aus. Inspirieren ließ sich Feldman auch von der "Bildenden Kunst", zumal von Malern des "Abstrakten Expressionismus": Philip Guston, Mark Rothko oder Franz Kline. In Anlehnung an Kline definierte Feldman den Klangraum durch das "Schwarz" der Töne und das "Weiß" der Stille, der Abwesenheit von Tönen. Statt zu "komponieren", schwebte ihm vor, "Klänge in die Zeit zu projizieren".

01.00 Uhr
Nachrichten

01.05 Uhr
Diskurs

02.00 Uhr
Nachrichten

02.05 Uhr
Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Autor Rolf Dobelli (Wdh. v. Deutschlandfunk) Mit seinen Thesen, etwa der zum "News-Verzicht", löst er regelmäßig Debatten aus. Wie klingt der Soundtrack seines Lebens? Rolf Dobelli, geboren 1966 in Luzern, ist Schriftsteller und Unternehmer. Er studierte Philosophie und Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen, an der er auch promoviert wurde. Nach seiner Zeit als Geschäftsführer bei Swissair-Töchtern war er 1999 Mitgründer von getAbstract, einem Verlag für Buchzusammenfassungen. Seit 2011 fokussiert er sich auf das Schreiben. Viele seiner späteren Bestseller, wie "Die Kunst des klaren Denkens" - ursprünglich eine wöchentliche Zeitungskolumne - und "Die Kunst des guten Lebens", wurden in über 40 Sprachen übersetzt. Bei der Gestaltung seiner Bücher arbeitet er mit dem Streetart-Künstler El Bocho zusammen. Dobelli lebt mit seiner Familie in Bern.

03.00 Uhr
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03.05 Uhr
Tonart

Urban Moderation: Martin Böttcher

04.00 Uhr
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