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Aus den Archiven
Wir Alten leben zu lange ... Rentner in der DDR Von Traute Hellberg Deutschlandfunk 1977 Vorgestellt von Isabella Kolar Die Satire sieht es so: "Kennen Sie das auch? Sie sind erst 65 und müssen Tag für Tag spazieren gehen, an fremden Stränden sinnlos singen und tanzen und machen trotzdem gute Miene zum bösen Spiel?" Debatten über Renten, Rentenreformen und die Versorgung alter Menschen gab es schon immer. Doch die Meinung, dass die alten Menschen doch recht lange leben und dass das doch ein Problem darstelle, ist noch nicht so alt. Ist der alte Mensch ein Mensch oder ein Problem? Anhand von statistischen Daten zur Lage der Rentner in der BRD und DDR, den Sozialleistungen und der Rentenhöhe versucht die Autorin dieses Features, dies herauszufinden - gelegentlich auch mit einem Augenzwinkern. Rentner in Deutschland werden im statistischen Mittel immer älter, was zu einem deutlichen Anstieg der Lebenserwartung führt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Menschen "zu alt" im Sinne einer Last sind, sondern vielmehr, dass die Dauer des Rentenbezugs zunimmt, was das Rentensystem vor Herausforderungen stellt. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes von 2025: Im Jahr 2035 wird vermutlich jeder vierte Mensch in Deutschland älter als 67 Jahre alt sein. Momentan ist es jede fünfte Person.
Im Gespräch
Live mit Hörerinnen und Hörern 08 00 22 54 22 54 gespraech@deutschlandfunkkultur.de
Lesart
Das politische Buch Buchkritik: "Katechon" von Volker Weiß Rezensiert von Catherine Newmark Florence Gaub: "Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel" Gespräch mit der Autorin Buchkritik: "Als Opa Hitler die Hand schüttelte" von Dagmar Knigge / Lutz Kinkel Rezensiert von Alexander Moritz
Studio 9 - Der Tag mit ...
Prof. Dr. Hedwig Richter, Bundeswehr-Universität Moderation: Korbinian Frenzel
Rang 1
Das Theatermagazin Moderation: Janis El-Bira Ist Theater noch relevant und wenn ja, weshalb? Ein Streitgespräch Gespräch mit Dr. Simon Strauß
Vollbild
Das Filmmagazin Live von den 79. Internationalen Filmfestspielen in Cannes Moderation: Susanne Burg Cannes - das Festival vor der Preisverleihung Gespräch mit Patrick Wellinski Sehnsucht nach einem anderen Leben: "Geträumte Abenteuer" Gespräch mit Valeska Grisebach "Everytime": Trauerarbeit und brüchige Erinnerung im Alltag Gespräch mit Sandra Wollner 12 Tage Cannes - eine Bilanz Gespräch mit Anke Leweke Heilige Ikonen des Pop: "Mother Mary" Gespräch mit David Lowery
Feature
Eingraviert Christin, ihr Tattoostudio und der Krebs Von Gülseren Sengezer Regie: die Autorin Ton: Michael Kube Deutschlandfunk 2026 Länge: 54'19 (Ursendung) (Wdh. am 24.05.2026, Deutschlandfunk, 20.05 Uhr) In Christins Tattoostudio werden Lebens-, Leidens- und Verlustgeschichten auf die Haut graviert. Die Chefin bietet allen einen sicheren Ort. Doch als der Krebs kommt, braucht Christin selbst Hilfe. In Christins Tattoostudio erzählen Menschen unterschiedlichsten Alters Lebensgeschichten mit Bildern auf ihrer Haut. Porträts der eigenen Kinder handeln von Verbundenheit, ein weinendes Auge macht den Schmerz über eigene Versäumnisse sichtbar. Mit der richtigen Mischung aus Empathie, Fröhlichkeit und professioneller Distanz geben Christin und ihr Team diesen Geschichten Raum und ihren Kunden ein kleines Zuhause. Als dann der Krebs kommt und ihr eigenes Fundament ins Wanken gerät, geht auch Christin in Kontakt und erzählt ihre Geschichte. Gülseren Sengezer ist eine deutsch-kurdische Journalistin und Filmemacherin. 1974 in Dersim/Tunceli (Türkei) geboren, kam sie als 6-jährige mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie erhielt unter anderem den Bremer Fernsehpreis 2023 für ihre SWR-Dokumentation "Feuerkinder - Über Leben nach der Katastrophe" sowie 2018 den Preis für den besten nationalen Dokumentarfilm beim Västerås Filmfestival für "Kindertransports to Sweden" ("Dem Leben entgegen"). Ihr Radiodebüt hatte sie 2022 mit "Das ist meine Geschichte. Uns gibt es!" In der Reihe Voice Versa bei Deutschlandfunk Kultur. Christin, ihr Tattoostudio und der Krebs Eingraviert
Oper
Aalto Theater, Essen Aufzeichnung vom 18.03.2026 Elfrida Andrée "Die Fritjof-Saga" Oper in drei Akten (szenische Uraufführung) Libretto: Selma Lagerlöf nach dem Versepos von Esaias Tegnér Ingeborg - Ann-Kathrin Niemczyk, Sopran Fritjof - Mirko Roschkowski, Tenor König Helge - Friedemann Röhling, Bass Guatemi - Deirdre Angenent, Mezzosopran König Ring - Andreas Hermann, Tenor Hilding - Baurzhan Anderszhanov, Bass Björn - Petro Ostapenko, Bariton Eine alte Frau - Almerija Delic, Mezzosopran Erste Frau - Liliana de Sousa, Mezzosopran Zweite Frau - Elena Sverdiolaitë, Sopran Dritte Frau - Idil Kutay, Sopran Essener Philharmoniker Musikalische Leitung: Wolfram-Maria Märtig Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2026 Liebe, Kampf und Magie: Wikingerlegende erstmals auf der Opernbühne.
Die besondere Aufnahme
Joep Beving "Piano music" Michael von Krücker, Klavier Produktion: Deutschlandfunk Kultur / etcetera 2026 In der Stille liegt die Kraft - die Musik von Joep Beving ist meditativ mit einem Hang zur Melancholie. "Einfache Musik für komplexe Gefühle", so beschreibt sie der Niederländer selbst.
Fazit
Kultur vom Tage Moderation: Eckhard Roelcke Die Palmen in Cannes sind verliehen Gespräch mit Patrick Wellinski Nach Protesten:"Wunde Stadt" von Kevin Rittberger wird in Magdeburg uraufgeführt Gespräch mit Georg Kasch Biennale-Vorgeschmack: "Pfingstspiel" von Florentina Holzinger in Wien Gespräch mit Wiebke Hüster
Neue Musik
"Wir leben in anderen Zeiten" Die Baltic Music Days, ein Festival der nordeuropäischen Avantgarden Eine Reportage von Matthias Richard Entreß (Wdh. v. 19.05.2026) Wie anders sind die neuen Musiken aus dem Baltikum, postsowjetisch befreit, weitgehend abseits von westlichen Diskursen? Ein Blick über den Tellerrand: Die jährlichen Baltic Music Days, die im Coronajahr 2021 zum ersten Mal stattfanden, sind das wichtigste Forum der zeitgenössischen Musik dieser Region aus drei Nationen, drei Sprachen, aber einer gemeinsamen Unterdrückungs- und Befreiungsgeschichte. Das Programm 2026 dreht sich um den Begriff "Zeit", dessen freie Umsetzung in der Gesamtschau eine prägnante Stimmlage im kulturellen Plenum Europas darzustellen verspricht, mit anderen Maßstäben und anderen Ideen.


