Die hör-mediale Erweiterung der Kulturerscheinung Zonic. Thematisch frei zwischen Musik, Literatur und Kunst changierend, gibt es von tieftauchenden popkulturellen Features über experimentelle Klangstücke oder Sound & Poetry-Mixe bis zum Hangeln durch den News-Jungle eines extrem offenen musikalischen Spektrums alles zu hören, was potentielle Relevanz im stetig sich ausbreitenden Zonic-Kosmos hat; und über dessen Rand hinaus! Wort- & Musikauswahl: Alexander Pehlemann
Der Weckruf Ugandas Kampf gegen AIDS nach dem Aus von USAID Von Bettina Rühl Regie: Matthias Kapohl Redaktion Wolfgang Schiller Deutschlandfunk 2026 Die Zerschlagung von USAID war ein Schock. Auch für viele HIV-infizierte Menschen in Uganda. Viele lokale Hilfskräfte wurden entlassen. Das einst erfolgreiche HIV-Programm steht auf der Kippe. Können die Menschen in Uganda selbst die Lücke füllen? "Werden wir jetzt alle sterben?", fragte sich Penelope Kyarikunda vor rund einem Jahr. Im Radio hatte die 23-Jährige gehört, dass US-Präsident Donald Trump alle Zahlungen der US-amerikanischen Entwicklungsagentur USAID weltweit für 90 Tage auf Eis gelegt hatte. Kyarikunda ist HIV-positiv, ebenso wie ihr damals vierjähriger Sohn Sheldon. Die antiretroviralen Medikamente, die ihr und Sheldon das Leben retten, waren bis dahin von den USA bezahlt worden. Als Kyarikunda vom Stopp der US-amerikanischen Zahlungen erfuhr, war sie gerade wieder schwanger. Monate nach dem Aus von USAID besucht die Autorin Kyarikunda und Turyasiima in Uganda noch einmal. Was ist aus ihnen geworden? Sie trifft auch Menschen wieder, die HIV-Patientinnen und Patienten bis zum Ende der US-Entwicklungsagentur unterstützt haben. Wie steht es um das bisher sehr erfolgreiche HIV-Programm Ugandas? Bettina Rühl, geboren 1965 in Bad Homburg, lebt seit 2011 in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Von dort berichtet sie für den ARD-Hörfunk, Zeitungen und Magazine. Seit 2011 ist sie Mitglied des Korrespondentennetzwerks weltreporter.net, seit 2024 dessen Vorsitzende. Der Weckruf
Keine Arbeit, keine Arbeitskräfte "Mismatch" in Deutschland Von Paul Hildebrandt Warum finden viele junge Menschen in Deutschland keinen Ausbildungsplatz, während den Unternehmen der Nachwuchs fehlt? Die Quote der sogenannten unqualifizierten jungen Arbeitslosen steigt seit Jahren um durchschnittlich 2,5 Prozent. Und auch fast 40.000 Hochschulabsolvent*innen unter 30 Jahren waren 2024 arbeitslos - mindestens 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf der anderen Seite fehlen Unternehmen geeignete Mitarbeitende, was der gesamten Wirtschaftslage zusetzt. Wie kommt dieses "Mismatch" zustande? Wie sehen die praktischen Konsequenzen für Unternehmen und Arbeitsuchende aus? Und was muss passieren, damit zusammenfindet, wer zusammengehört? In diesem Feature kommen junge Menschen zu Wort, die keinen Ausbildungsplatz finden, Unternehmen, die vergeblich um Nachwuchs werben, und Expert*innen, die einen Ausweg aus dieser Situation suchen.
Aus Sand gebaut Die Skulpturen der Künstlerin Jeewi Lee Von Thorsten Jantschek Regie: Claudia Kattanek Deutschlandfunk 2025 Am Anfang steht die künstlerische Faszination für Sand. Dann hatte Jeewi Lee die Idee, einzelne Sandkörner originalgetreu zu großen Skulpturen zu machen. Eine Erkundung zwischen Kunst und Technik beginnt. Sie endet in einer Ausstellung. Laut Definition ist Sand "unverfestigtes Sediment, das sich überwiegend aus Mineralkörnern mit einer Korngröße von 0,063 bis 2 Millimeter zusammensetzt". Zugleich ist der feine Stoff weltweit der nach Süßwasser meistverbrauchte Rohstoff und weltweit Mangelware. Die Künstlerin Jeewi Lee hat Sand aus allen Weltgegenden in ihrem Atelier in Berlin, verarbeitet ihn zu Bildern. Nun will sie sich für ein Skulpturenprojekt den Eigentümlichkeiten einzelner Sandkörner widmen. Gemeinsam mit Phillip C. Reiner, der geometrische Grundlagenforschung betreibt, hat sie sich auf eine künstlerische Entdeckungsreise begeben, die mit einem Mikroskop auf einem Ateliertisch begann, zu einem Hightech-Scanner führte, um dann für originalgetreue Abbilder einzelner Sandkörner in 650-facher Vergrößerung Station bei einem 3D-Sanddrucker zu machen und schließlich in einer großen Einzelausstellung endet.