Ö1

Radiokolleg - Männergesundheit

Die zweite Hälfte der Gendermedizin (2). Gestaltung: Winfried Schneider und Nikolaus Scholz Männergesundheit ist mehr als Prostatauntersuchung oder das Messen des Testosteronspiegels. Ihr Themenfeld geht über das der Urologie und Andrologie weit hinaus. Anders als die einleuchtende Forderung nach gendergerechter Frauenmedizin ist Männergesundheit als eigener Bereich noch kaum etabliert. Dabei harren viele offene Fragen seit langem auf Antworten: Warum ist die Lebenserwartung von Männern deutlich kürzer? Wie wirken sich männlicher Habitus und Rollenbilder auf die Gesundheit aus? Welche Rolle spielen Arbeit und soziale Lage? Gehen Männer mit körperlichen und psychischen Krankheiten anders um als Frauen? Und vor allem: Lassen sich aus den Antworten auf diese und auf viele weitere Fragen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Männergesundheit ableiten? Angeblich "typisch männliche" Verhaltensweisen wirken sich auf die Gesundheit und die Lebenserwartung von Männern nachteilig aus. Viele Männer nehmen weit höhere Risiken in Kauf als Frauen, im Straßenverkehr wie auch im Sport. Für berufliche Karrieren rackern nicht wenige bis zum Kollaps. Alkoholabusus ist unter Männern deutlich weiter verbreitet als bei Frauen. Dazu kommt, dass Krankheit von Männern oft mit Schwäche gleichgesetzt wird. Nicht zuletzt deshalb suchen Männer erst deutlich später ärztliche Hilfe. Häufig erst viel zu spät. Kein Wunder, dass Männer in Bezug auf ihr Gesundheitsverhalten einen ziemlich schlechten Ruf haben. Aber haben sie diesen schlechten Ruf auch zu Recht? Expert/innen beklagen in diesem Zusammenhang, dass der Diskurs zur Männergesundheit viel zu undifferenziert sei. Schließlich handle es sich nicht um eine homogene Gruppe. Vielmehr gelte es, historische, soziale, regionale, und viele weitere Aspekte mit zu berücksichtigen. Denn mit biologistischen Ansätzen lassen sich Fakten wie beispielsweise die männliche Übersterblichkeit jedenfalls nicht ausreichend erklären. Eher schon mit sozial-körperlichen Theorien, die so wie Pierre Bourdieu geschlechtstypische Habitusmuster in den Blick nehmen. Oder mit historischen Ansätzen, mit denen sich zum Beispiel zeigen lässt, dass die Lücke in den Lebenserwartungen von Männern und Frauen besonders während der rasanten Industrialisierung im 19. Jahrhundert weit aufgegangen ist. Winfried Schneider und Nikolaus Scholz haben für ihre Radiokolleg-Reihe mit Ärzten und Ärztinnen, Soziologen, Demographen und anderen Expert/innen gesprochen und Männer und deren Frauen über ihr Gesundheitsverhalten befragt.
Dienstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

ingeborg bachmannIngeborg Bachmann und Max Frisch Ingeborg Bachmann Die traurige Dichterin Max Frisch Der Kampf ums Ich Das Kalenderblatt 16.1.1919 Prohibitionsartikel in den USA ratifiziert Von Martin Trauner Ingeborg Bachmann - Die traurige Dichterin Autorin: Gabriele Knetsch / Regie: "Immer waren es Meere, Sand und Schiffe, von denen ich träumte, aber dann kam der Krieg und schob vor die traumverhangene, phantastische Welt die wirkliche, in der man nicht zu träumen, sondern sich zu entscheiden hat." Ingeborg Bachmann war die deutsche Dichter-Prinzessin, die weibliches Schreiben in einen männlich dominierten Literaturbetrieb einführte. Die österreichische Tochter aus dem Bildungsbürgerhaushalt eines Schuldirektors verstand sich aber nicht bloß als abgehobene Dichterin, sie war auch politisch engagiert - protestierte gegen atomare Aufrüstung und die NS-Vergangenheit. Sie liebte die Musik und die Philosophie, war die Intellektuelle par excellence, verkehrte im Kreis der Gruppe 47 - kannte und liebte deutschsprachige Dichter, Philosophen und Musiker. Nur glücklich war die überaus Talentierte nicht. Die zerbrochene Liebe zu Max Frisch verwandte sie nie. Mit 47 Jahren starb Ingeborg Bachmann schwer tablettensüchtig in ihrer römischen Wohnung. Eine Zigarette hatte beim Einschlafen schwere Verbrennungen ausgelöst. Ihr Werk wirkt bis heute nach - ihr zu Ehren wird jedes Jahr einer der wichtigsten deutschen Literaturpreise, der "Ingeborg-Bachmann-Preis" verliehen. Max Frisch - Der Kampf ums Ich Autor: Thomas Morawetz / Regie: Martin Trauner Fast sein gesamtes Werk ist eine Annäherung an sich selbst, aber trotz dieser literarischen Egozentrik hat der Schweizer Autor Max Frisch ein internationales Publikum begeistert. Wie kaum ein zweiter deutschsprachiger Autor der Nachkriegszeit hat Frisch über sich geschrieben und die Welt gemeint, oder wie sein Landsmann Friedrich Dürrenmatt es wendete: Frisch nahm seinen Fall für die Welt. Max Frisch kommt 1911 in Zürich zur Welt und stirbt 1991 in derselben Stadt. In den 80 Jahren dazwischen liegen zahlreiche Reisen und ein wichtiger biographischer Bruch: 1954 gelingt Frisch mit dem Roman "Stiller" der Durchbruch als Autor. Jetzt scheint sein eigenes Leben die entscheidende Richtung genommen zu haben. Er verlässt seine Familie, löst sein Architekturbüro auf und lebt fortan als freier Schriftsteller. Doch wer er ist, und wer man ist, bleibt für ihn wie für sein Publikum eine oft nervenaufreibende Suche, als Homo faber, Gantenbein und Biedermann, in Andorra oder in Montauk. Moderation: Redatkion: Petra Herrmann
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

StaatsschuldenR wie Risikokapital, S wie Staatsschulden, T wie Transaktionssteuer und U wie Unternehmensanleihe (2). Gestaltung: Juliane Nagiller Ohne Wissen über die Finanzwelt lässt sich die Welt von heute nicht mehr verstehen. Die Radiokollegreihe "Das ABC der Finanzwelt" greift ausgewählte Börsen- und Wirtschaftsbegriffe auf und blickt hinter die Fachtermini. In der Staffel mit den Buchstaben R bis U geht es um Begriffe wie Risikokapital, Staatsschulden, Transaktionssteuer und Unternehmensanleihe. Alle bislang gesendeten Beiträge stehen von "A wie ATX bis Z wie Zinsen" als offene Bildungsressource unter http://oe1.orf.at/archiv_abcfinanzwelt zur Verfügung. Unter "S wie Staatsschulden" gehen wir der Frage nach: Wie hoch darf der Schuldenstand eines Staates sein? Derzeit beträgt die Verschuldung der Republik Österreich rund 290 Milliarden Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von rund 39.000 Euro. Doch diese Zahlen sagen nicht viel aus. Man muss sie in Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt setzen. Diese Staatsschuldenquote liegt in Österreich bei rund 80%. Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 ist die öffentliche Verschuldung gemessen an der Wirtschaftskraft deutlich gestiegen. Teuer ausgewirkt hat sich die Bankenrettung. 23 Milliarden der derzeitigen Staatsverschuldung entfallen auf Verbindlichkeiten aus den Bankenpaketen. Doch der Blick in die Zukunft stimmt optimistisch. Die Konjunktur hat angezogen und die Zinskosten sind durch das weltweit niedrige Zinsniveau und die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank gesunken. Die Schuldenquote Österreichs soll in den kommenden fünf Jahren wieder auf 64% sinken, schätzen Experten.
Dienstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Vielschichtiges Schaffen in finsteren Zeiten

entarteter MusikerWilhelm Grosz - ein "entarteter" Musiker (2). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber Die Brandmarkung als "entartet" durch die Nationalsozialisten bewirkte bei vielen Künstlern auch nach dem Ende des "Dritten Reichs" ein Verschwinden aus der öffentlichen Wahrnehmung. Dieses Schicksal teilt auch Wilhelm Grosz, ein österreichsicherer Komponist, welcher auf die 1938 gegründete Liste der "entarteten" Komponisten gesetzt wurde. Grosz Karriere begann in seiner Geburtsstadt Wien, in der er Komposition, Klavier und Dirigieren und Musikwissenschaften studierte. Bis 1927 lebte er in Wien als freischaffender Komponist und Pianist, ehe er mit seiner Frau nach Berlin zog. Dort erfolgte seine Hinwendung zu aktuellen Schlagerliedern und der Rundfunk- und Filmmusik. Sein Erfolg in der Unterhaltungsbranche wurde durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 unterbrochen. Es folgte die Flucht nach Großbritannien, ehe Grosz in der Hoffnung auf ein Unterkommen in Hollywood 1939 in die USA auswanderte, dort aber an einem Herzinfarkt starb. Grosz musikalisches Schaffen besteht aus vielen verschiedenen Gattungen: von Kunstlied, Oper, Operette, symphonische und Kammermusik, über Jazz, Bühnen- und Filmmusik zu Songs und Schlagern. Dieses umfangreiche ?uvre geriet ob seiner Ächtung durch die Nationalsozialisten und durch seinen unerwarteten Tod in Vergessenheit. Das Radiokolleg zeichnet die musikalische Entwicklung ab den 1920er Jahren nach, deren innovative Aufbruchsstimmung durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten jäh beendet wurde. An Wilhelm Grosz werden die Stationen von Erfolg über die Stigmatisierung bis hin zur Auswanderung nachgezeichnet.
Dienstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

gerechten lohnWirklich nicht mehr verdient? Geschichten vom gerechten Lohn Verdienen wir, was wir verdienen? Wertschätzung Anerkennung auf Augenhöhe Das Kalenderblatt 16.1.1919 Prohibitionsartikel in den USA ratifiziert Von Martin Trauner Geschichten vom gerechten Lohn - Verdienen wir was wir verdienen? Autorin: Daniela Remus / Regie:Susi Weichselbaumer Gut drei Viertel der Deutschen finden, dass sie nicht gerecht entlohnt werden, sagen Umfragen. Und immer dann, wenn die Höhe von Spitzengehältern, Fußballer-Ablösesummen oder Bonuszahlungen von Konzernchefs öffentlich werden, ist die Empörung groß. Warum bekommt ein Manager 50.000 Euro im Monat, während eine Friseurin von dieser Summe als Jahresgehalt nur träumen kann? Geht es bei dieser Ungleichheit um moralische Enthemmung? Um die gierige Bereicherung einiger Weniger auf Kosten der Allgemeinheit? So einfach ist es nicht. Die Höhe des Lohns richtet sich nach ökonomischen Faktoren wie der Ausbildung, der Wirtschaftskraft des Unternehmens, der Marktnachfrage usw. Schon im Mittelalter haben sogar Philosophen über einen gerechten Lohn nachgedacht. Heute beschäftigt das Thema vor allem Ökonomen, Gewerkschafter, Politiker und Unternehmer. Und zwar nicht aus ethischen Gründen, sondern deshalb, weil Untersuchungen immer wieder zeigen, dass das Gerechtigkeitsempfinden bei der Entlohnung entscheidend ist, um den sozialen Frieden zu sichern. Wertschätzung - Anerkennung auf Augenhöhe Autorin und Aufnahmeleitung: Iska Schreglmann Viele Arbeitnehmer leiden unter Stress am Arbeitsplatz, weil sie sich dort schlecht behandelt fühlen: In einer aktuellen Umfrage gab jeder vierte an, bereits "innerlich gekündigt" zu haben. Die Unzufriedenheit vieler Beschäftigter schlägt sich auch in steigenden Fehlzeiten nieder: Immer häufiger werden Beschäftigte wegen psychischer Erkrankungen wie Burnout krank geschrieben. Nach den Erkenntnissen von Arbeits- und Sozialpsychologen sind gesundheitliche Beschwerden oft auf mangelnde Wertschätzung von Person und Leistung zurückzuführen. So fanden Forscher heraus, dass Arbeitnehmer, die ihre Leistung nicht ausreichend gewürdigt sehen, häufiger unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden und eine geringere Lebenserwartung haben. Wertschätzung, so die Wissenschaftler, die sich in einer offenen Kommunikation und einem positiven Menschenbild widerspiegelt, führe nachweislich zu erhöhter Leistungsbereitschaft und einem geringeren Krankenstand. Ein schlechtes Sozialklima hingegen mündet laut Studien darin, dass von den Angestellten mehr Fehler gemacht werden. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Nicole Ruchlak
Dienstag 15:05 Uhr

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Ö1

Tonspuren

Werner SchwabDie Kohlberg-Jahre des Werner Schwab oder: Wenn das Leben zum Feind wird. Feature von Mahmoud und Adam Lamine Rund 20 Dramen hatte der Dichter, der nur 36 Jahre alt werden sollte und sich zu Tode trank, der Nachwelt hinterlassen. "Groteske Abbilder voller Dreck und Abschaum, die provozieren und demaskieren, dabei aber urkomisch sind," wie die Kritik befand - und die Schwab in den 90er Jahren zum meistgespielten Dramatiker im deutschsprachigen Raum machten. Begonnen hatte alles in der Oststeiermark, wo Schwabs erste Stücke, die er als "Fäkaliendramen" zusammenfasste, entstanden. Im Kohlberger Tal, wo er mit Frau und Kind auf einem abgelegenen Bauernhaus ein Jahrzehnt lang zurückgezogen lebte. Dort entstanden Stücke wie "Die Präsidentinnen" oder "Volksvernichtung", erschuf Schwab Figuren wie "Frau Grollfeuer", "Fotzi" oder den "Hundsmaulsepp". Tragikomische Charaktere, die sich in der eigenen Lebensgeschichte des Dichters spiegeln und die oft reale Vorbilder in der Wirklichkeit haben. Die Sendung begibt sich auf Spurensuche ins Kohlberger Tal, zu Wort kommen u.a. Bernd Höfer, Schwabs Weggefährte, die Familie Jauk, deren Fleischhauerei zu einer Anlaufstelle für den Dichter wurde, oder die 88-jährige Josefa Trink, deren Mann im Drama "Mein Hundemund" verewigt wurde. Am 4. Februar wäre Werner Schwab 60 Jahre alt geworden. Redaktion : Alfred Koch
Dienstag 16:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

WackersdorfDeutschland 1988 (2/4) Zäune überall: Wackersdorf - ein Lehrstück Von Florian Schwinn Regie: Wolfgang Bauernfeind Sprecher: Christian Brückner Produktion: SFB/DLF/WDR 1988 (Teil 3 am 30.1.2018) 1988. Bei Landshut und bei Lingen gehen die neuesten Kernkraftwerke in Betrieb. Ein Ende der Nutzung der Atomenergie in Deutschland erscheint utopisch. In der Nähe von Wackersdorf in der stillen abgelegenen Oberpfalz wird an einer Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstoffe gebaut. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist in Aufruhr. Sie fürchtet die gesundheitsschädlichen Folgen des Betriebs. Nur eine kleine Zahl von Anwohnern befürwortet aus wirtschaftlichen Gründen das Projekt. Eine echte Auseinandersetzung gibt es nicht, die Lager schweigen sich an. Zur allgemeinen Sprachlosigkeit trägt der massive Polizeieinsatz in der Region bei. Nur wenige suchen das Gespräch mit den Gegnern oder mit der Staatsmacht am Bauzaun. Niemand ahnt, dass das Projekt ein Jahr später beerdigt werden wird. Zäune überall: Wackersdorf - ein Lehrstück
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

artgerechten TierhaltungMängel in der artgerechten Tierhaltung Der Mythos vom gesunden Biotier Von Lutz Reidt Euter entzündet, Klauen kaputt - Milchkühe humpeln im Stall umher. Kein schönes Bild. Vor allem dann nicht, wenn es von einem Biohof stammt.
Dienstag 19:30 Uhr

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NDR kultur

Feature

Zhu Xiao-MeiBachmeditationen - Die chinesische Pianistin Zhu Xiao-Mei Die chinesische Pianistin Zhu Xiao-Mei Von Jean-Claude Kuner WDR/NDR 2018, Ursendung Während das Konservatorium in Beijing 1966 geschlossen und Klaviere zertrümmert werden, wird die 16-jährige Musikstudentin Xiao-Mei wie Millionen andere aufs Land verschleppt und verbringt fünf Jahre in einem Arbeitslager. Dann führt eine Irrfahrt die junge Pianistin aus Maos Arbeitslagern über Hongkong, die USA und Paris auf die Konzertbühnen Europas. Sie wird eine der herausragenden Interpretinnen vor allem der Musik von Bach. In dem kleinen französischen Ort Névache findet Zhu Xiao-Mei ihre Inspiration. Hier verbindet sie die Spiritualität von Bach mit der chinesischen Philosophie von Lao-tse. Download unter www.ndr.de/radiokunst 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature
Dienstag 20:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Lesenswert Feature

marsDer Mars ist nun im Ars 400 Jahre Dreißigjähriger Krieg Literarisch-musikalische Collage von Volker Meid (Aufzeichnung aus dem Simplicissimushaus Renchen) Die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) in einer "literarisch-musikalischen Collage" von Volker Meid. Bis heute prägen Dichtungen wie Grimmelshausens Roman "Der Abenteuerliche Simplicissimus Teutsch" unser Bild von der Katastrophe des Dreißigjährigen Kriegs. Zeitlichkeit und Ewigkeit, in dieser Spannung lebte der Mensch in einer Zeit, in der die christliche Religion die entscheidende Instanz darstellte. In der Realität ging es allerdings weniger um religiöse Bestimmung des Menschen als um Machtfragen, um Politik und Propaganda. Es ist ein Paradox: Die schreckliche Zeit des Dreißigjährigen Krieges war zugleich eine Zeit der kulturellen und literarischen Aufbruchstimmung, als wolle man die reale politische Ohnmacht durch ein patriotisches Kulturprogramm kompensieren. Deshalb konnten dieses apokalyptischen Kriegsbilder dank ihrer sprachlichen Kraft über die Zeiten hinweg wirken und immer neue Aktualität erhalten.
Dienstag 22:03 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

MännergesundheitMännergesundheit. Die zweite Hälfte der Gendermedizin (2). Gestaltung: Winfried Schneider und Nikolaus Scholz Das ABC der Finanzwelt. R wie Risikokapital, S wie Staatsschulden, T wie Transaktionssteuer und U wie Unternehmensanleihe (2). Gestaltung: Juliane Nagiller Vielschichtiges Schaffen in finsteren Zeiten. Wilhelm Grosz - ein "entarteter" Musiker (2). Gestaltung: Nadja Kayali und Michaela Schierhuber
Dienstag 22:08 Uhr

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