Barrierefreiheit schaffen - Mobilität für Menschen mit Behinderung Von Max Rauner Zehn Prozent der Bevölkerung sind in ihrer Mobilität eingeschränkt, etwa weil sie auf einen Rollstuhl angewiesen oder weil sie blind sind. Dabei gibt ihnen die Behindertenrechtskonvention das gleiche Recht auf Mobilität. Tatsächlich bauen die Bahn, Städte und Kommunen Barrieren ab, doch im Alltag stoßen die Betroffenen weiterhin auf viele Hürden. Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen stellen Deutschland miserable Noten aus. Wie es besser geht, zeigen andere Länder und kreative Verkehrsplaner. (SWR 2024/2025)
Die hör-mediale Erweiterung der Kulturerscheinung Zonic. Thematisch frei zwischen Musik, Literatur und Kunst changierend, gibt es von tieftauchenden popkulturellen Features über experimentelle Klangstücke oder Sound & Poetry-Mixe bis zum Hangeln durch den News-Jungle eines extrem offenen musikalischen Spektrums alles zu hören, was potentielle Relevanz im stetig sich ausbreitenden Zonic-Kosmos hat; und über dessen Rand hinaus! Wort- & Musikauswahl: Alexander Pehlemann
An jedem ersten Montag im Monat sendet das Experimentelle Radio der Bauhaus-Universität Weimar künstlerische Produktionen von Alumni und Studierenden. Eine Mischung aus Klangkunst, Hörspiel und Feature aus seinen Archiven und Klanglaboren. Heute zur ersten Sendung hören wir zwei verschiedene Stücke von Sandra Rücker und von Martin Müller. Ausgewählt werden die Stücke von Diana Karle. Sie arbeitet als wissenschaftliche Hilfskraft beim Experimentellen Radio und betreut das Radiokunstarchiv.
Moderation: Andre Zantow Kinder in der Türkei Die zweifelhafte Familienförderung Von Johanna Sagmeister Der türkische Präsident Erdoðan hat 2025 zum Jahr der Familie ausgerufen. Die Regierung verabschiedete einige Maßnahmen, um Eltern mit Kindern finanziell zu fördern. Die Geburtenrate in der Türkei ist in den vergangenen Jahren stark gefallen auf inzwischen 1,5 Kinder pro Frau. Viele Eltern machen dafür die wirtschaftlichen Probleme verantwortlich. Die türkische Regierung sieht die LGBTQ-Community als eine der Hauptgründe und setzt sie unter Druck.
Der Duft von Rosenholz Die Parfümindustrie und die Sateré-Mawé Von Ulrike Prinz Regie: Matthias Kapohl Deutschlandfunk 2025 Rosenholzöl war lange eine wichtige Zutat vieler raffinierter Parfüms. Doch die wachsende Nachfrage nach dem edlen Duft brachte tief im Amazonasgebiet Armut und Zerstörung. Vor hundert Jahren erlebten "exotische" Düfte einen wahren Boom, der in der Parfüm-Industrie zu einer schier unstillbaren Nachfrage nach Rosenholz führte. Autorin Ulrike Prinz folgt der unsichtbaren Duftspur von Rosenholzöl bis tief in die Wälder des Amazonas, wo indigene Völker das Holz für die Industrie unter schwierigen Bedingungen aus dem Urwald schlugen. Die Gier nach exklusiven Düften hatte einen hohen Preis: Während indigene Gemeinschaften in Abhängigkeiten gerieten, wurde der Baumbestand in manchen Gegenden nahezu ausgerottet. Umweltschützer nahmen schließlich eine weltbekannte Marke ins Visier: Chanel Nr. 5 wurde zum Ziel von Boykottdrohungen. Denn in dem weltweit meistverkauften Parfüm befand sich Rosenholzöl - wenn auch nach Angaben von Chanel nur in sehr geringen Mengen. Doch die Geschichte des Rosenholzbaums endet hier nicht. Im brasilianischen Regenwald hat sich etwas verändert. Wer heute den Spuren des Rosenholzdufts folgt, trifft auf die indigenen Sateré-Mawé, die selbstbewusst neue Wege gehen - in Richtung Unabhängigkeit und ein gutes Leben.
Jede Menge Schutt Kreislaufwirtschaft im Bausektor Von Swantje Reuter (Wdh. v. 18.03.2025) Deutschlands Bauschutt macht rund die Hälfte des gesamtdeutschen Abfallaufkommens aus. Totes Material oder Recycling-Hoffnung? Der Bausektor ist einer von Deutschlands ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren. Wenn Straßen aufgebrochen, Gebäude abgerissen oder Stromkabel verlegt werden, fällt viel Schutt an. Die sogenannte Verwertungsquote von Bauabfällen lag 2022 erstmals bei mehr als 90 Prozent. Als Verwertung gilt unter anderem auch die Verfüllung ausgedienter Tagebauten. Nur ein Bruchteil des anfallenden Materials erfährt ein echtes Recycling bei Neubauten. Das laute und staubige Feature zeigt, wie es zugeht auf einer Abrissbaustelle und was es braucht, um die Bauabfälle maximal effizient in die Kreislaufwirtschaft zu überführen.
Es ist aus - und jetzt?! (3/4) Callboys, Sextoys und vergessene Zahnspangen Von Anke Stelling und Lola Randl Regie: Lola Randl Deutschlandfunk 2025 (Teil 4 am 09.12.2025) (Wdh. v. 28.11.2025, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk) Eine Trennung reißt einem das Herz heraus, ja, aber dafür kann sie einem helfen, andere Körperteile neu zu entdecken. Oder gleich sich selbst. Nicht so leicht, einen männlichen Sex-Worker zu finden: Über den attraktiven Fotos prangt ständig der Button "Derzeit nicht aktiv". Also trifft Anke stattdessen alte Schulfreunde, um verpasste Abenteuer aus den Neunzigern nachzuholen, und Lola lernt auf der Suche nach weiblichen Role Models eine junge Geschäftsfrau kennen, die ein teures, spülmaschinenfestes Sextoy aus Glas entwickelt hat. Bevor sie sich das leiht, meldet sich dann aber doch noch ein Sex-Worker - nicht Gong, the Banger, dafür der frauenfreundliche Ben, der neben therapeutischem Wissen auch Ankes Heimatdialekt im Gepäck hat. Alles wäre gut, wenn nur Josef seine Zahnspange nicht in Berlin vergessen hätte ...