Ö1

Radiokolleg - Wenn die Seele schmerzt

Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Keiner ist davor gefeit, jeden kann es betreffen: Ein unerwartetes, schockartiges Ereignis hinterlässt seine Spuren. Ob als Zeuge eines Verkehrsunfalls oder als Opfer von Gewalttaten: Das erlebte Trauma nimmt Einfluss auf die Psyche eines Menschen. Doch nicht jeder Mensch, der ein Trauma erlebt, erkrankt daran. Die Verarbeitungsmechanismen sind individuell sehr unterschiedlich. Die Resilienz, die psychische Widerstandskraft eines Menschen hilft, sich vom traumatischen Erleben zu distanzieren. Entscheidend ist auch, ob ein Trauma einmalig erlebt wird oder wiederholt zugefügt wird. Auch der Kontext und die Ursachen beeinflussen den Umgang damit. Opfer von Naturkatastrophen verkraften in der Regel diese belastende Erfahrung. Menschen, denen willentlich Gewalt durch einen anderen Menschen zugefügt wurde, erkranken öfters an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Oft treten körperliche und psychische Folgereaktionen erst Jahre nach dem Übergriff auf. Denn die menschliche Psyche ist darauf eingerichtet, möglichst rasch die basalen Funktionen wiederherzustellen. Diese Überlebensstrategie überwindet aber nicht das traumatische Erlebnis. Gleich einem Fremdkörper wird es im Gedächtnis isoliert und abgekapselt. Ein Satz, ein Wort, ein Bild, ein Geruch, ein Ton können spontan das traumatische Erlebnis reaktivieren. Der Betroffene wird unkontrolliert von seinen Ängsten überschwemmt. Um das zu verhindern, meiden traumatisierte Menschen jede Form der Erinnerung an das Ereignis. Viele Psychotherapeut/innen unterstützen sie darin. Denn das traumatische Erlebnis lässt sich nicht wiedergutmachen. Entscheidend ist aber, wie Menschen lernen, damit umzugehen. Traumatisierte Menschen brauchen Unterstützung. Forscher/innen widmen sich weltweit diesem Thema. Und unterschiedliche therapeutische Ansätze unterstützen die Betroffenen.
Donnerstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

Trance TherapieTrance und Narkose Trance als Therapie Die medizinische Hypnose Rätsel Narkose Anästhesie und Bewusstsein Das Kalenderblatt 26.4.1924 "Kriemhilds Rache" wird uraufgeführt Autorin: Christiane Neukirch Trance als Therapie - Die medizinische Hypnose Autorin: Veronika Bräse / Regie: Martin Trauner Es geht nicht um Show- oder Bühnenhypnose und auch nicht um die angstbesetzte Vorstellung, sich Macht und Willen eines manipulativen Hypnotiseurs auszusetzen. Die medizinische Hypnose zeichnet sich durch einen gut ausgebildeten Hypnotherapeuten aus, der seinen Patienten auf Augenhöhe begegnet. Sie sind während der Hypnose nie ganz weggetreten oder gar bewusstlos, sondern in einem entspannten Wachzustand, der es ihnen erlaubt, ihre Aufmerksamkeit auf wenige Dinge zu fokussieren. Sie tauchen in eine alternative Wirklichkeit ein, in der sie Ressourcen und Möglichkeiten vor sich sehen, die sie in der realen Welt nicht haben. Beispielsweise kann jemand mit Prüfungsangst auf Situationen in seiner Biografie zugreifen, in denen etwas gelungen ist, z.B. beim Fußballspielen als Kind. Diese Vorstellung von Kraft, Stärke und Stolz kann er dann mit in die anstehende Prüfung nehmen, die er im besten Fall ohne große Aufregung meistert. Mit inneren Bildern und Fantasien lernen Patienten, mit ihren Problemen oder Symptomen fertig zu werden. Bildgebende Verfahren zeigen, dass die Suggestionen, die während der Hypnose entstehen, tatsächlich zu Veränderungen im Gehirn führen. Rätsel Narkose - Anästhesie und Bewusstsein Autorin: Yvonne Maier / Regie: Susi Weichselbaumer Im 19. Jahrhundert gab es Ärzte, die der jungen Fachrichtung "Anästhesie" sehr skeptisch gegenüber standen. Sie waren überzeugt: Schmerzen gehören zur Heilung dazu. Zum Glück haben sich die Schmerz-Ausschalter durchgesetzt, Operationen ohne Narkose oder Vollnarkose sind für uns heute undenkbar. Die Fachärzte sind Meister darin, ihre Patienten an der Schwelle des Bewusstseins zu halten - gerade so viel, dass das Bewusstsein und damit auch der Schmerz ausgeschaltet werden, und gerade so wenig, dass man die Patienten jederzeit wieder zurück ins Hier und Jetzt holen kann. Blutdruck, Atmung und Herzschlag sind nur einige der Parameter, die die Ärzte deswegen im Auge behalten. Für einen Patienten wiederum ist eine Vollnarkose eine seltsame Erfahrung. Man macht die Augen zu und wieder auf - und hat das Gefühl, es wäre keine Zeit vergangen. Doch dazwischen liegt die Operation, die manchmal Stunden gedauert hat. Eine Narkose ist also kein Schlaf. Unser Gehirn nimmt die Zeit nicht wahr, die verstrichen ist. Was passiert da? Was weiß die Wissenschaft? Eines ist klar - dass Narkose funktioniert steht fest. Doch was dabei genau im Gehirn passiert ... das kann man bisher nur ahnen. Moderation: Iska Schreglmann Redaktion: Gerda Kuhn
Donnerstag 09:05 Uhr

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Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

V wie Verbriefung, W wie Wiener Börse, Y wie Yen, Z wie Zertifikate (4). Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger Z wie Zertifikate Zertifikate gehören zur Gruppe der Strukturierten Produkte. Sie sind von Banken begebene Schuldverschreibungen. Der Käufer eines Zertifikats wird zum Gläubiger der Bank, die das Zertifikat begibt. Im Gegensatz zu |Anleihen bekommt der Anleger für das verliehene Kapital keine Zinsen, sondern wird am Erfolg oder Misserfolg des Geschäfts beteiligt. Die Wertentwicklung des Zertifikats hängt von der Wertentwicklung anderer Finanzprodukte ab, denn Zertifikate verfügen über eine derivative Komponente, bauen also auf Wertpapieren, Indices oder Währungen auf. Als erstes Zertifikat wird ein Index-Zertifikat aus dem Jahr 1990 genannt, das den DAX, das deutsche Pendant zum ATX, eins zu eins abbildete. Für Anleger war es damals zum ersten Mal möglich sich mit kleinen Beträgen an der Entwicklung des bedeutendsten deutschen Aktienindex zu beteiligen. Die Palette an Zertifikaten ist reichhaltig. So gibt es etwa Turbo-Zertifikate, Express-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Airbag-Zertifikate, Discount-Zertifikate und Zertifikate mit Hebelwirkung. Zertifikate werden in letzter Zeit wieder verstärkt nachgefragt. Ein Grund dafür ist das aktuell niedrige Zinsniveau, eine Folge der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Welche konkreten Finanzprodukte verbergen sich hinter dem Überbegriff Zertifikate? Und wie risikoreich sind diese Produkte eigentlich?
Donnerstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Tango Argentino

Streiflichter eines anhaltenden Phänomens (4). Gestaltung: Verena Gruber Mit dem Begriff Tango Argentino verbinden die meisten Menschen in Europa einen Tanzstil. Der ist allerdings oft mit einem Klischee verbunden: Dem Tango Argentino haftet das Melancholische, das Anrüchige und das Morbide an, hartnäckig kursiert der Mythos von Sinnlichkeit und Leidenschaft. Doch Tango Argentino ist viel mehr. Neben dem Tanz ist er eine komplexe Musikrichtung, die in Europa mittlerweile - abgekoppelt vom Herkunftsland Argentinien und Uruguay - eigenständige Wurzeln geschlagen hat. Entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts in den Metropolen Buenos Aires und Montevideo war der Tango Argentino in seinen Anfängen eine Subkultur, die Tanz, Dichtung, Musik und Gesang vereinte und in der sozialen Unterschicht und dem Bordellmilieu angesiedelt war. Der Tango Argentino gelangte Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa, wurde in Paris euphorisch aufgenommen und trat daraufhin seinen Siegeszug um die Welt an, bis er nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Vergessenheit geriet. Erst vor etwa 50 Jahren kam es in Europa wieder zu einer Annäherung. Maßgeblich dafür verantwortlich war der "Erneuerer des Tango", der Komponist und Bandoneonspieler Astor Piazzolla (1921 - 1992), der als Begründer des sogenannten Tango nuevo gilt. Mit ihm begann sich der argentinische Tango neuen Musikgattungen zu öffnen, unter anderem dem Jazz, der Neuen Musik und der Weltmusik. Heute bietet er ein weites Feld für Grenzüberschreitungen und Experimente. Die Einordnung von Tango-Musik fällt bis heute schwer. Bei der aktuellen Vermarktung schwankt die Etikettierung zwischen Tanzmusik, Weltmusik, Crossover oder Experimentelles. Nichtsdestotrotz: Der Tango Argentino übt ungebrochen Faszination aus. Verena Gruber geht in ihrer Radiokolleg-Reihe der Frage nach, wie die Musik des Tango Argentino nach Europa gekommen ist, wie sie in Europa rezipiert wird, in welche Musikgattungen sie Eingang gefunden hat, was zeitgenössische Musiker/innen über sie denken, wie sie sie interpretieren und was so viele Menschen bis heute am Tango Argentino begeistert. Darüber hinaus beschäftigt sich die Sendung auch mit der engen Verbindung von Tanz und Musik und stellt das das Tango-Instrument Bandoneon vor.
Donnerstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

WildbienenUnsere wilden Bestäuber Wildbienen Die einsamen Königinnen Hummeln Hofstaat für einen Sommer Das Kalenderblatt 26.4.1924 "Kriemhilds Rache" wird uraufgeführt Von Christiane Neukirch Wildbienen - Die einsamen Königinnen Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Susi Weichselbaumer Honigbienen kennt jeder, Wildbienen nicht. Dabei ist die Honigbiene nur eine von 560 Bienenarten Deutschlands. Die anderen leben unabhängig vom Menschen, bilden zumeist keine Staaten und sind als Bestäuber absolut unverzichtbar für die natürlichen Kreisläufe. Vor allem aber bezaubern sie durch die Vielfalt ihrer Lebensweisen, ihrer Nestbauten, ihrer Brutfürsorge. Es waren immer die großen Individualisten und Nonkonformisten unter den Insektenforschern, die sich für sie begeisterten und auf ihren Spuren das Geheimnis des Lebens erkundeten: zum Beispiel der Franzose Jean-Henri Fabre im 19. Jahrhundert. Hummeln - Hofstaat für einen Sommer Autor: Werner Bader / Regie: Sabine Kienhöfer Hummeln sind die pelzigen Schwestern der Honigbienen. Sie sindweltweitvorallemindengemäßigtenundkühlerenRegionenderNordhalbkugelverbreitet und werden bis in 6.000 Metern Höhe angetroffen.Denn fliegen können sie bereits bei Temperaturen ab 2 Grad über Null. Sie sind rund 18 Stunden am Tag aktiv und viel fleißiger als die Honigbienen. Hummeln werden daher auch zur Bestäubung von Erdbeeren und Tomaten in Gewächshäusern eingesetzt und dafür industriell gezüchtet. Faszinierend ist das Leben in den Hummelnestern. Die Jungköniginnen des Vorjahres erwachen mit den ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings zu neuem Leben. Dann gründen sie den Hummelstaat - dort sind sie Königinnen für einen Sommer. Moderation: Iska Schreglmann Redaktion: Bernhard Kastner
Donnerstag 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature


Donnerstag 19:30 Uhr

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NDR Info

Das Forum

koreaHoffnung auf Entspannung Vor dem Gipfeltreffen der beiden Koreas Feature von Katja Ritterbusch und Jürgen Hanefeld
Donnerstag 20:30 Uhr

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Radiokolleg

traumatischen ErlebnissenWenn die Seele schmerzt. Bewältigungsstrategien nach traumatischen Erlebnissen (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das ABC der Finanzwelt. V wie Verbriefung, W wie Wiener Börse, Y wie Yen, Z wie Zertifikate (4). Gestaltung: Juliane Nagiller, Ina Zwerger Tango Argentino. Streiflichter eines anhaltenden Phänomens (4). Gestaltung: Verena Gruber
Donnerstag 22:08 Uhr

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