Wildbienen - Wie wir sie schützen können Von Stephanie Eichler Wildbienen bestäuben Kirsch- und Apfelbäume viel effektiver als Honigbienen. Zudem sichern sie die Biodiversität, denn sie vermehren Wildpflanzen. In Deutschland gibt es noch rund 600 Arten. Sie nisten im Boden, in hohlen Pflanzenstängeln und leeren Schneckenhäusern, doch die meisten sind bedroht. Lebensraumverlust, Pestizide und Konkurrenz durch Honigbienen setzen ihnen zu. In Sachsen fördern Waldbesitzer wildbienenfreundliche Wälder, Hessen verfolgt eine Wildbienenstrategie und bundesweit wirtschaften Biobauern wildbienenfreundlich. Reicht das, um den Rückgang zu stoppen?
Erinnerungskultur Denkmäler für wen? Über Formen des Erinnerns und Vergessens Von Gina Enslin und Marty Sennewald Denkmäler sollen mitbestimmen, wie wir an unsere Geschichte erinnern. Aber was, wenn Biografien komplexer sind, als Denkmäler abbilden können - oder sollen? Ein Ofenbauer von Auschwitz und ein Wehrmachtsdeserteur aus einer thüringischen Kleinstadt: Beiden wird heute auf öffentlichen Plätzen gedacht. Ihre Namen sind für die Nachwelt festgeschrieben - der eine allerdings zu Unrecht, der andere viel zu spät und zunächst unter der falschen Prämisse. Dass Denkmäler robust, beständig und meistens auch noch aus Stein sind, passt manchmal nicht zu den Menschen, auf die sie verweisen und deren Biografien sich bei genauem Hinsehen als überaus ambivalent erweisen können. Wie wird unser Erinnern den historischen Gegebenheiten gerecht, wenn neue Quellen und Informationen auftauchen? Wie wird Erinnerungskultur herausgefordert, wenn sich politische Systeme und gesellschaftliche Bezugsrahmen verändern - und damit auch der Blick darauf, an wen es wie zu erinnern gilt? Und überhaupt: Ist ein in Stein gemeißeltes Erinnern noch zeitgemäß?