"Das glücklichste Volk der Welt" Eine Lange Nacht über Fremdheit und Nähe zwischen Ost- und Westdeutschland (1/2) Von Sophie Müller vom Hofe und Andreas von Westphalen Regie: die Autoren (Wdh. v. 04.10.2025) Teil 2 am 25.07.2026 Episode 1: Über das, was uns eint und das, was uns trennt Unsere Zeitreise beginnen wir im Heute. Eine Generation nach 1989 fragen wir: Was trennt und was verbindet Ost- und Westdeutsche? Was bedeutet Zugehörigkeit? Wir entdecken Vorurteile, Zuschreibungen, Ausgrenzung und überraschende Gemeinsamkeiten. Episode 2: Über das, was wir besitzen und was wir verlieren Unsere Reise in die Jahre 1994 bis 2014 dreht sich um Besitz, Geld, Erbe, Schulden und Armut. Wie prägen sie Zugehörigkeit - in Familien, Generationen, Ost und West? Und warum erklären diese Bruchlinien mehr über Ost und West als alte Klischees? Episode 3: Über den Riss in der Mitte 1990 - 1994: Die Crash-Jahre nach der Einheit - Ost und West prallen ungebremst aufeinander. Euphorie weicht Frust. Missverständnisse, Brüche, Jammer-Ossis vs. Besser-Wessis. Warum verwandelte sich das Glück des Mauerfalls in das Trauma der Einheit? Ostalgie verflogen, Fronten verhärtet, Klagen von allen Seiten: 35 Jahre nach der Einheit stellen sich alte Fragen neu. Warum fühlen sich viele Ostdeutsche bis heute nicht gesehen? Und warum gibt es so wenig echtes Verstehen zwischen Ost und West? "Das glücklichste Volk der Welt" stellt sich diese Fragen in sieben Episoden - persönlich, politisch und historisch. Die ostdeutsche Radioautorin Sophie Müller vom Hofe und der westdeutsche Journalist Andreas von Westphalen graben sich durch Archive, sprechen mit Zeitzeug:innen und Expert:innen - und konfrontieren auch sich selbst mit blinden Flecken. Was sie dabei entdecken: Wie nah Geschichte rückt, wenn Menschen persönlich erzählen. Geforscht wird in Gesprächen, in Büchern, in der eigenen Erfahrung. So entsteht eine Reise durch das kollektive Gedächtnis - rückwärts von heute bis 1945. Jede Folge widmet sich einem zentralen Thema: Identität, Rechtsextremismus, Besitz, Widerstand, Heimat, Werte, Einheit. Erzählt wird in einer Mischung aus Reportage, Gesprächen, Sounddesign, wissenschaftlicher und literarischer Reflexion. Eine Sendung über Erinnerung, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und die Hoffnung, einander besser zu verstehen. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Ettersberg, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Am 18. Juli sendet die Lange Nacht die ersten drei Episoden, am 25. Juli die Folgen vier bis sieben. Zeitgleich erscheinen sie als Podcast.
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann Vorgestellt von Isabella Kolar Ingeborg Bachmann und ihr Werk Von Hans Bender Deutschlandfunk 1967 Paul Celans Herkunft Groß geht der Verbannte Von Dieter Schlesak Deutschlandfunk 1984 Ingeborg Bachmann (1926 - 1973) gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie hat mit ihrer Lyrik, ihren Erzählungen, Hörspielen und Romanen die deutschsprachige Literatur nach 1945 geprägt wie wenige andere. Ebenso fesselnd sind ihre Person und ihre großen sprachmächtigen Briefwechsel. Es ist eine Liebesgeschichte, um die sich viele Legenden ranken: Ingeborg Bachmann und Paul Celan lernten sich als junge, noch unbekannte Lyriker im Frühling 1948 kennen, und ihre Beziehung, die immer wieder von Phasen des Rückzugs gezeichnet war, dauerte bis Anfang der Sechzigerjahre, als beide schon längst zu den bedeutendsten Dichtern der deutschen Nachkriegszeit zählten. Kaum jemand wusste von der Nähe der beiden, und sie hielten es auch in der Tat nie lange miteinander aus - zu unvereinbar der biografische Hintergrund, zu groß die gegenseitig zugefügten Verletzungen, zu sehr hatten sie ihr Leben der Dichtung verschrieben.
Open Science - Forschung zwischen Transparenz und Datenklau Von Ernst-Ludwig von Aster und Anja Schrum Das Versprechen von Open Science lautet: Transparente, offene und nachnutzbare wissenschaftliche Daten sollen die Qualität der Forschung verbessern helfen. Doch Forschende fürchten zunehmend den Kontrollverlust über die Verwertung ihrer Ergebnisse oder gar die piratenmäßige Übernahme ihrer Daten durch Dritte. Zudem haben Wissenschaftsverlage ihre eigenen Geschäftsmodelle für Open Access entwickelt. Und das Daten-Tracking der Forschenden als lukrative Einnahmequelle entdeckt. (SWR 2023)
Onda? das sind Reportagen, Magazinsendungen oder Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte, Landreformen und Migration ebenso wie Ska-Musik aus Mexiko-Stadt oder Ökotourismus in Costa Rica. Dabei arbeitet Onda eng mit lateinamerikanischen KorrespondentInnen und nichtkommerziellen Radionetzwerken aus dem gesamten Subkontinent zusammen. Alle zwei Wochen produziert ein Redaktionsteam in Berlin das ondainfo. Die Mischung aus alten Radiohasen, Lateinamerika-Heimkehrern und NachwuchsjournalistInnen sorgt für ein Programm, das genau so bunt und hintergründig ist wie die AutorInnen selbst. Was vor Jahren mit viel Improvisation begann, ist heute mit Hilfe der lateinamerikanischen Partnerorganisationen eine anspruchsvolle Magazinsendung: etwa 40 Freie Radios im deutschsprachigen Raum senden das ondainfo. Auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist Onda zu hören. Manche Beiträge produziert das deutsches Team, andere werden von den lateinamerikanischen KollegInnen erarbeitet. Das Redaktionsteam macht die Reportagen, Features oder Nachrichten dann für deutsche Ohren zugänglich. onda c/o Nachrichtenpool Lateinamerika e.V. Köpenicker Str. 187/188, 10997 Berlin tel. 49 30 - 789 913 61 fax. 49 30 - 789 913 62 onda[ät]npla.de http://www.npla.de/de/onda
Über Erfolge, Misserfolge und Methoden israelischer Propaganda "Hasbara" - das heißt wörtlich "Erklärung". Und es gibt nicht wenige in Israel, die meinen, dass, angesichts des katastrophalen Ansehens Israels in der Welt, das Land und seine Lage einfach nicht gut genug erklärt werden. Schon seit Jahrzehnten setzen Israels Regierung, aber auch halbstaatliche Lobbygruppen und private Initiativen verschiedene Methoden ein, um das Ansehen des Landes international zu verbessern. Vieles davon hat lange funktioniert. Doch spätestens seit dem Krieg im Gazastreifen, der in den Augen vieler internationaler Rechtsexperten eine genozidale Ausprägung hat, stößt die Hasbaraan ihre Grenzen. Auch die derzeitige, in Teilen rechtsextreme Regierung unter Benjamin Netanjahu investiert viel in Hasbara. Zum Teil sind die Methoden gleichgeblieben, zum Teil setzt man aber auch auf neue Technologien, beispielsweise KI, Bots, Fake-Accounts oder bezahlte Influencer, um die öffentliche Meinung, gerade auch in den sozialen Medien, zu beeinflussen.
Ein Rennen gegen die Zeit Von Sebastian Friedrich und Gabriel Kuhn Regie: Eva Solloch Mit: Denise M"Baye Ton und Technik: Markus Freund und Elke Steinort NDR / SWR / Deutschlandfunk Kultur 2025 Länge: 53"54 (Wdh. am 19.07.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk) Rasende Autos, Männlichkeitsrituale, viel Geld und jede Menge Lärm. Und das in Zeiten des Klimawandels und steigender Gender-Sensibilität. Was ist so faszinierend an der Formel 1? Hunderttausende pilgern jedes Jahr zum Formel-1-Rennen im österreichischen Spielberg - trotz wachsender Kritik am Motorsport. Was fasziniert noch immer an dieser dröhnenden Inszenierung von Geschwindigkeit, Technik und Testosteron? Und was verrät diese Faszination über unsere Gegenwart? Die Autoren Sebastian Friedrich und Gabriel Kuhn begeben sich ins Herz der Formel-1-Welt. Zwischen Bierbänken, Campingplätzen und brüllenden Boliden sprechen sie mit Fans, Sim-Racern und Anwohner*innen. Sie diskutieren Geschwindigkeitsrausch, Männlichkeitsrituale, Kommerz und Nostalgie, und sie fragen nach der Zukunft der Formel 1 in Zeiten der Klimakrise. Dabei begegnen sie einem kommunistischen Gemeinderat, der gemeinsam mit dem Schlossherrn von Spielberg an der Spitze des Widerstands gegen den Red Bull Ring steht, und der natürlich kaum Freunde unter den Formel-1-Fans hat. Ein Radiofeature über eine Gesellschaft im Umbruch, die Sehnsucht nach einer neuen Petromaskulinität und nach dem alten Kapitalismus, als Erdöl, Geschwindigkeit und klassische Geschlechterrollen noch eine unhinterfragte ideologische Symbiose bildeten. Sebastian Friedrich, geboren 1985 in Halle (Saale), lebt als Journalist und freier Autor in Hamburg. Er arbeitet zu Themen wie der Entwicklung des Kapitalismus, Arbeitsverhältnissen, der "Neuen Rechten" und der AfD sowie zu Diskurs- und Klassenanalysen. Zu seinen Auszeichnungen gehören der CIVIS Medienpreis, der Deutsche Sozialpreis, der Willi-Bleicher-Preis, der Marler Medienpreis Menschenrechte und der Katholischen Medienpreis. Gabriel Kuhn, geboren 1972, ist ein österreichischer Autor, Übersetzer und politischer Aktivist, der sich auf anarchistische Theorie, linke Politik und soziale Bewegungen konzentriert. Er lebt seit 2007 in Schweden. Zuletzt veröffentlichte er "Die Linke in Schweden" (2021).
"Das glücklichste Volk der Welt" Eine Lange Nacht über Fremdheit und Nähe zwischen Ost- und Westdeutschland (1/2) Von Sophie Müller vom Hofe und Andreas von Westphalen Regie: die Autoren Teil 2 am 25.07.2026 Episode 1: Über das, was uns eint und das, was uns trennt Unsere Zeitreise beginnen wir im Heute. Eine Generation nach 1989 fragen wir: was trennt und was verbindet Ost- und Westdeutsche? Was bedeutet Zugehörigkeit? Wir entdecken Vorurteile, Zuschreibungen, Ausgrenzung und überraschende Gemeinsamkeiten. Episode 2: Über das, was wir besitzen und was wir verlieren Unsere Reise in die Jahre 1994-2014 dreht sich um Besitz, Geld, Erbe, Schulden und Armut. Wie prägen sie Zugehörigkeit - in Familien, Generationen, Ost und West? Und warum erklären diese Bruchlinien mehr über Ost und West als alte Klischees? Episode 3: Über den Riss in der Mitte 1990- 94: Die Crash-Jahre nach der Einheit - Ost West prallen ungebremst aufeinander. Euphorie weicht Frust. Missverständnisse, Brüche, Jammer-Ossis vs Besser-Wessis. Warum verwandelte sich das Glück des Mauerfalls in das Trauma der Einheit? Ostalgie verflogen, Fronten verhärtet, Klagen von allen Seiten: 35 Jahre nach der Einheit stellen sich alte Fragen neu. Warum fühlen sich viele Ostdeutsche bis heute nicht gesehen? Und warum gibt es so wenig echtes Verstehen zwischen Ost und West? Das glücklichste Volk der Welt stellt sich diese Fragen in sieben Episoden - persönlich, politisch und historisch. Die ostdeutsche Radioautorin Sophie Müller vom Hofe und der westdeutsche Journalist Andreas von Westphalen graben sich durch Archive, sprechen mit Zeitzeug:innen und Expert:innen - und konfrontieren auch sich selbst mit blinden Flecken. Was sie dabei entdecken: Wie nah Geschichte rückt, wenn Menschen persönlich erzählen. Geforscht wird in Gesprächen, in Büchern, in der eigenen Erfahrung. So entsteht eine Reise durch das kollektive Gedächtnis - rückwärts von heute bis 1945. Jede Folge widmet sich einem zentralen Thema: Identität, Rechtsextremismus, Besitz, Widerstand, Heimat, Werte, Einheit. Erzählt wird in einer Mischung aus Reportage, Gesprächen, Sounddesign, wissenschaftlicher und literarischer Reflexion. Eine Sendung über Erinnerung, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und die Hoffnung, einander besser zu verstehen. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Ettersberg, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Am 18. Juli sendet die Lange Nacht die ersten drei Episoden, am 25. Juli die Folgen vier bis sechs. Zeitgleich erscheinen sie als Podcast.