Features im Radio  (17.01.2026)

Features

Samstag 05:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Aus den Archiven

Poesie von jenseits der Mauer Von Christa Wolf bis Hermann Kant - Vorlesen im Westen Von Horst Wenderoth RIAS 1964 Vorgestellt von Isabella Kolar 1964 haben DDR-Schriftsteller im Westberliner Studentenheim Siegmundshof drei Monate lang aus eigenen Werken gelesen. Sie waren einer Einladung der Studenten-Selbstverwaltung des Heimes gefolgt, oder genauer: die DDR-Behörden hatten ihnen erlaubt, der Einladung Folge zu leisten. Für neun Autoren im Alter zwischen 33 und 42 Jahren öffnete sich - ungewöhnlich für die damalige Zeit - die Mauer in Richtung Westen. Die SED vertraute den in den Westen ausreisenden Schriftstellern, und dieses Vertrauen wurde nicht enttäuscht, denn alle neun kehrten nach Ostberlin zurück. Die Einladung an diese Künstler war dem Wunsch einiger Westberliner Studenten entsprungen, Schriftsteller und ihre Werke aus dem anderen Teil Deutschlands persönlich kennenzulernen, Klischeevorstellungen abzubauen, miteinander und nicht nur immer übereinander oder gar gegeneinander zu sprechen. Es war nicht die DDR-Führung, die die Schriftsteller aussuchte. Die Studenten-Selbstverwaltung hatte vielmehr selbst die Namen genannt, und diese konnten mithilfe des Ostberliner Schriftstellerverbands ausreisen. Wissen über die Literatur im anderen Teil Deutschlands war zu jener Zeit nur rudimentär. Und das nicht nur bei Konsumenten von Illustrierten und Boulevardzeitungen, sondern auch bei denjenigen, die es eigentlich hätten besser wissen müssen.

Samstag 08:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Bayerisches Feuilleton

Bayerns Kultur und Geschichte Wiederholung am Sonntag, 12.05 Uhr, Bayern 2

Samstag 09:00 Uhr MDR KULTUR

Wer den Wind sät

Geschichten vom Klimawandel Von Tobias Barth (Wiederholung) Wenn Du aus der Dachluke schaust, umgibt Dich ein Panorama des Windes: Du siehst vom jüngsten Sturm abgeknickte Bäume und das Haus des Nachbarn, dem letztens ein Tornado das Dach abgefetzt hat: 50 Quadratmeter Flachdach mit einem Ruck weg. Du kannst eine historische Mühle sehen und viele neue Windkraftanlagen. Du siehst wirbelnde Staubfahnen auf trockenem Acker und am Horizont die Rauchfahne des Gaskraftwerkes, sie zeigt Dir die die Windrichtung an. Bei Nordwind trägt der Wind das Rauschen der Autobahn heran und bei jedem Wind sind nachts die Frachtflugzeuge zu hören, Klimakiller, die im Anflug auf Schkeuditz ihre Landeschleife drehen. Zeit für eine lokale Recherche über den Wind, über die Kraft zwischen Hoch und Tief, zwischen Säuseln und Sturm. Und darüber wie Klimaerhitzung spürbar wird. Tobias Barth ist freier Feature-Redakteur beim MDR. Seit seinem Studium der Medien, Literatur- und Theaterwissenschaft In Leipzig, Basel und Halle arbeitet er als Autor, Produzent und Regisseur. So entstanden zahlreiche intensive Audioproduktionen. Für MDR KULTUR betreute er zuletzt die Podcast-Serie "Die geheimen Depots von Buchenwald" (MDR 2019) und war Co-Autor bei den Features "Das Massaker von Mechterstädt" (MDR 2020), "Landraub in Deutschland" (MDR/ARD 2022) und "Druck im Kessel" (MDR/ARD 2025). Regie: Ulf Köhler Produktion: MDR 2022 2026 Mitwirkende: Benjamin Kramme - Erzähler Ellen Schweda - Kapitelüberschriften, An- und Absage (28 Min.)

Samstag 09:05 Uhr SR2 Kulturradio

FeatureZeit: Der Kunstzerstörer

Die Säure-Attentate von Hans-Joachim Bohlmann Er hat die Kunstwelt über Jahrzehnte in Atem gehalten. In den 1970er und 80er Jahren zerstört Hans-Joachim Bohlmann Gemälde von Dürer, Cranach, Rembrandt und Klee - im Wert von etwa 300 Millionen DM. Das Motiv für seine Säureattentate ist bis heute rätselhaft. Die Lebensgeschichte Bohlmanns ist dramatisch, begleitet von tragischen Schicksalsschlägen und gleichzeitig voll unerwarteter Wendungen. Dieser True-Crime Podcast geht auf Spurensuche zwischen Museen, Gerichtssälen und psychiatrischen Kliniken und ergründet, wie Hans-Joachim Bohlmann zum vielleicht größten Kunstzerstörer aller Zeiten wurde. Ein True-Crime-Podcast in vier Folgen, auch in der ARD-Audiothek und überall, wo es Podcasts gibt.

Samstag 11:05 Uhr Deutschlandfunk

Gesichter Europas

Polen - Die Rückkehr der Elche Von Philipp Lemmerich und Michalina Kowol Dlf 2026 Der Elch ist das Symboltier Skandinaviens. Dass die Tiere auch in Mitteleuropa heimisch sind, ist kaum bekannt. Jagd und Siedlungsdruck führten dazu, dass sie fast überall verschwanden. Auch in Polen war das so. Doch einige Tiere konnten in den Feuchtgebieten im Osten überleben. 2001 beschloss die polnische Regierung ein Jagdverbot. Und seitdem ist die Population rasant gewachsen: Heute streifen wieder mehr als 40.000 Elche durchs Land. Längst sind sie nicht mehr nur in den östlichen Nationalparks und Moorgebieten zu finden, sie breiten sich Richtung Westen aus. Nicht alle Polinnen und Polen sehen das als Erfolgsgeschichte. Jagdvereine drängen darauf, das Jagdverbot zu lockern. Sie verweisen auf steigende Unfallzahlen im Verkehr und auf Ernteschäden. Doch ein Großteil der Bevölkerung empfindet die Rückkehr der Elche als Bereicherung und als Beleg dafür, wie gut Artenschutz funktionieren kann, wenn er konsequent umgesetzt wird.

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Julian Barnes Abschied Von Thomas David Wiederholung: So. 15.04 Uhr Produktion: WDR 2026

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Radiofeature

Eine Stunde, ein Thema Wiederholung am Sonntag, 20.03 Uhr

Samstag 13:30 Uhr WDR5

Tiefenblick

Der Bruch - Frauen zwischen Ost und jetzt (1/5) Brigitte - arbeitslos oder Risiko Von Henrike Möller Wiederholung: So. 18.30 Uhr Produktion: rbb 2025

Samstag 15:00 Uhr Radio CORAX

Onda Info

Onda? das sind Reportagen, Magazinsendungen oder Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte, Landreformen und Migration ebenso wie Ska-Musik aus Mexiko-Stadt oder Ökotourismus in Costa Rica. Dabei arbeitet Onda eng mit lateinamerikanischen KorrespondentInnen und nichtkommerziellen Radionetzwerken aus dem gesamten Subkontinent zusammen. Alle zwei Wochen produziert ein Redaktionsteam in Berlin das ondainfo. Die Mischung aus alten Radiohasen, Lateinamerika-Heimkehrern und NachwuchsjournalistInnen sorgt für ein Programm, das genau so bunt und hintergründig ist wie die AutorInnen selbst. Was vor Jahren mit viel Improvisation begann, ist heute mit Hilfe der lateinamerikanischen Partnerorganisationen eine anspruchsvolle Magazinsendung: etwa 40 Freie Radios im deutschsprachigen Raum senden das ondainfo. Auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist Onda zu hören. Manche Beiträge produziert das deutsches Team, andere werden von den lateinamerikanischen KollegInnen erarbeitet. Das Redaktionsteam macht die Reportagen, Features oder Nachrichten dann für deutsche Ohren zugänglich. onda c/o Nachrichtenpool Lateinamerika e.V. Köpenicker Str. 187/188, 10997 Berlin tel. 49 30 - 789 913 61 fax. 49 30 - 789 913 62 onda[ät]npla.de http://www.npla.de/de/onda

Samstag 16:00 Uhr radio3

Feature (Wh.)

Samstag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Feature

Geschichten und Reportagen der Bremen Zwei- und ARD-Autoren. Verlässlich recherchiert, spannend erzählt und aufwändig produziert. Ein Hörgenuss.

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Unsere Asche wird weiter brennen Lübeck und der tödlichste Brandanschlag der 1990er-Jahre Von Steffi Wassermann und Erika Harzer Regie: Beatrix Ackers Mit: Monika Oschek Ton und Technik: Michael Kube Dramaturgie: Katrin Moll und Julia Illmer Deutschlandfunk Kultur, 2025 Länge: ca. 54"40 (Ursendung) (Wdh. am 18.01.2025, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk) Am 18. Januar 1996 starben sieben Kinder und drei Erwachsene bei einem Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Lübeck. Für die Tat wurde nie jemand verurteilt. Was bedeutet das 30 Jahre später für die Betroffenen und für die Stadt? Marie und Ray haben überlebt. Doch sie können die schrecklichen Bilder des Brandanschlags auf ihre Unterkunft für Geflüchtete nicht vergessen. Der 18. Januar 1996 hat ihr Leben für immer verändert. Und auch das von Adam, der damals seinen Onkel verlor. Bis heute ist unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. Den Indizien, die auf einen rechten Anschlag hinweisen, wurde kaum nachgegangen. Die Stadt kümmert sich wenig um das Gedenken an die Opfer des zehnfachen Mords. Wie kann es sein, dass der tödlichste Anschlag der 1990er-Jahre in Vergessenheit zu geraten droht? Warum wäre die Aufklärung dieses Falls auch angesichts steigender Zahlen rechter Gewalt wichtig? Und gibt es überhaupt noch eine Chance auf Gerechtigkeit? Steffi Wassermann arbeitet im Menschenrechtsbereich und als freie Autorin mit einem Fokus auf Radio und Podcast. Zu ihren Themenschwerpunkten gehören Dekolonisierung, Aktivismus und Antirassismus. Erika Harzer, Ausbildung zur Diplom-Sozialpädagogin. Autorin und Regisseurin zahlreicher Radiofeatures, Dokumentarfilme und Printreportagen. Ihr Feature "Wenn Kinder nur noch weg wollen" (BR/Dlf/WDR 2015) wurde mit dem Peter Scholl-Latour Preis 2016 und dem Medienpreis 2016 der Kindernothilfe ausgezeichnet. Lübeck und der tödlichste Brandanschlag der 1990er-Jahre Unsere Asche wird weiter brennen

Freitag Sonntag

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