MDR KULTUR

Die Abenteuer des Huckleberry Finn (Folge 1 von 14)

huckleberry finnVon Mark Twain Zum 70. Geburtstag von Thomas Thieme am 29. Oktober (Erstsendung) Huckleberry Finn kann die hohe Belohnung, die er und Tom Sawyer bekommen hatten, wenig beeindrucken. Ihm liegen die Wälder, der Fluss und sein leeres Zuckerfass mehr als das stickige Haus der Witwe Douglas, von der er zu einem gutgekämmten, "zipfelisierten" Bürger von St. Petersburg umerzogen werden soll. Mit dem 14 jährigen Huck porträtiert Mark Twain einen Jungen aus der eigenen Kindheit - den Sohn des Stadtsäufers. "In Huckleberry Finn habe ich Tom Blankenship genauso gezeichnet wie er war, er war unwissend, ungewaschen und unzureichend genährt, er hatte aber ein so gutes Herz wie nur irgendwer. Seine Freiheit war schrankenlos. Er war der einzig wirklich unabhängige Mensch in der Gesellschaft, ob Knabe oder Mann." Auf einem Floss den Mississippi stromabwärts versucht Huck dem Zivilisationszwang und dem Zugriff seines gewalttätigen Vaters zu entfliehen. Mit dem Negersklaven Jim lernt Huckleberry einen verlässlichen Gefährten kennen und gewinnt Einblick in dessen filigrane Gedankenwelt. Ihre Flucht auf dem Floß spiegelt die großen Fragezeichen der Menschheit: Freiheit, Unterwerfung, Redlichkeit und Heuchelei. Mit seinem 1884 veröffentlichten Roman und Hucks speziellen Erzählton hat der von G. B. Shaw, E. Hemingway oder H. Miller hoch geschätzte Mark Twain eine entscheidende Tür für die moderne Literatur der ganzen Welt geöffnet. Auch für den Schauspieler Thomas Thieme war dieses Buch ein Erweckungserlebnis, und so folgte MDR KULTUR sehr gern dem Wunsch, anläßlich seines 70. Geburtstages die entscheidenden Kapitel des Romans für die Lesezeit zu produzieren. Mark Twain, am 30. November 1835 als Samuel Langhorne Clemens geboren, erlebt seine Kindheit am Mississippi in Hannibal (Missouri). Den Künstlernamen "Mark Twain" bezieht der Autor von dem Ausruf der Dampfboot-Lotsen, wenn der Fluss zwei Faden (ca. 3,60 m) Tiefe hatte und das Schiff in sicherem Wasser war. Weitere Werke Twains sind u.a. "Der Springfroschfrosch von Calaveras" (1865), "Tom Sawyers Abenteuer" (1876), "Bummel durch Europa" (1879), "Prinz und Bettelknabe" (1881) oder "Ein Yankee an Sir Artus Hof" (1889). Er starb 74 jährig am 21. April 1910 in Redding (Connecticut). Thomas Thieme, am 29. Oktober 1948 in Weimar geboren, Studium an der Schauspielschule in Ost-Berlin, zahlreiche Theaterengagements u.a. in Magdeburg und Halle. 1984 Ausreise in den Westen. Mitte der 1980er-Jahre beginnt seine Karriere, erst bei Adolf Dresen in Frankfurt am Main, später spielt er an allen großen deutschsprachigen Bühnen, von Berlin über Wien bis Hamburg und in zahlreichen Kinofilmen und Fernsehproduktionen, so unter anderem in "Das Leben der Anderen". In großen Biographie- Verfilmungen spielte Thieme Figuren wie Helmut Kohl, Gustav Krupp, Uli Hoeneß und jüngst Carl Borgward. Unter der Regie von Matthi Geschonneck agiert Thomas Thieme in der Verfilmung von Juli Zehs Roman "Unterleuten". Für MDR KULTUR stand er in Hörspielproduktionen wie "Bachs Reiche" von Torsten Enders (2009), "Das Deutschlandgerät" von Ingo Schulze (2014) oder Volker Brauns "Die Putzfrauen" (2016) vor dem Mikrophon und für Lesungen wie "Gertrud Schleef - Einar Schleef, Briefwechsel 1977 - 1990" (2011, zusammen mit Jutta Hoffmann), "Völkerschlachtdenkmal" von Erich Loest (2013), "Die Bewaffnung der Nachtigall - Tagebücher von Klaus Renft 1968-1997" (2015), "Der zweite Weltkrieg" von Winston Spencer Churchill (2015) oder "Das Provisorium" von Wolfgang Hilbig (2017). Regie: Matthias Thalheim Komponist: Arthur Thieme Produktion: MDR 2018 Sprecher: Thomas Thieme
Montag 09:05 Uhr

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SRF 1

Hörspiel

Alan Ayckbourn«S isch alles relativ» von Alan Ayckbourn Die Pantoffeln unter Ginnys Bett haben Grösse 43, Greg trägt aber Grösse 42. Das kann einen Mann ganz schön misstrauisch machen. Oder gibt es dafür eine ganz einfache Erklärung? Die Antwort lautet: Nein. In Alan Ayckbourns vergnüglicher Komödie treffen zwei Paare aufeinander, die mehr miteinander verstrickt sind, als es ihrem Liebesglück guttut: Ginny und Greg kennen sich seit drei Wochen und lieben sich. Greg will heiraten, Ginny auch, aber nicht sofort. Doris und Philip sind schon verheiratet. Schon länger. Es steht nicht zum Besten. Dass Philip Ginnys Ex-Lover ist, macht die Sache auch nicht einfacher. Und so jagt ein Missverständnis das nächste, die Situation wird immer komplizierter und lustiger. «S isch alles relativ» (Originaltitel: «Relatively Speaking») war Ayckbourns erster grosser Erfolg. Das Theaterstück hatte 1965 Premiere. Heute ist der mehrfach ausgezeichnete Autor einer der erfolgreichsten und produktivsten Dramatiker Grossbritanniens. Mit: Matthias von Spallart (Greg), Gaby Gasser (Ginny), Fritz Lichtenhahn (Philip), Trudi Roth (Doris) Mundartfassung und Regie: Hans Hausmann - Produktion: SRF 1977 - Dauer: 51" Das Hörspiel kann bis am 21.11.2018 nachgehört werden.
Montag 14:06 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

nasse fischDer nasse Fisch (1) Hörspielserie in 8 Teilen zu "Babylon Berlin" nach dem Roman von Volker Kutscher Bearbeitung: Thomas Böhm Komposition und Musik: Verena Guido mit dem WDR Funkhausorchester Gereon Rath: Ole Lagerpusch Wolter: Peter Lohmeyer Charly Ritter: Alice Dwyer Jähnike: Marlon Kittel Böhm: Ulrich Noethen Schwartz: Sebastian Blomberg Zörgiebel: Udo Schenk Gennath: Peter Sattmann Kämmerling: Josef Heynert Gräf/Journalist 2: Fabian Busch Wündisch/Journalist 1: Uli Pleßmann Marlow: Reiner Schöne Liang: Yu Fang Fellin: Pjotr Olev Boris/Wilczek/Kardakow: Fjodor Olev Johann König: Thomas Böhm Alter Fritz/Bauarbeiter Laufer: Rainer Strecker Krajewski: Lars Rudolph Röllecke: Manuel Harder Weinert: Denis Moschitto Elisabeth Behnke: Meret Becker Greta: Anna-Maria Arkona Emmi Wolter: Ulrike Krumbiegel Herr Schäffner: Andreas Hoppe Tretschkow: Andreas Helgi Schmid Wirtin: Heidrun Bartholomäus Roeder: Wilfried Hochholdinger Frau Schäffner: Steffi Kühnert Kioskbesitzer: Steffen Schortie Scheumann Gloria: Stefan Kaminski Vater (E.Rath)/Journalist Lingen: Joachim Paul Assboeck Taxifahrer/Barkeeper: Oliver Bröcker Seegers: Hansjürgen Hürrig Thies/Kellner/Hausbewohner: Timo Weisschnur Oppenberg: Uwe Ochsenknecht Vivian: Esther Hafner Sebald/Saald./Hausbewohner/Verkäufer: Thorsten Merten Helmut Behnke/Kontaktmann: Henning Nöhren Schupo/Ankündiger Europa-Palast: Matti Krause Professor/Mann: Gerd Grasse Gast/SA-Mann/Verkäufer: Florian Anderer Jezorek/Zeitungsjunge: Anton Quabeck Froese: Nico Riegel Ferner: Gerd Grasse, Njorka Strechel, Fritz Hammer, Nele Rosetz, Andrej Vanichev Regie: Benjamin Quabeck Aufnahme RB/WDR/rbb
Montag 19:04 Uhr

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SWR2

SWR2 Tandem

Kapitalismus, Kannibalismus und die freie Hörspielszene Die Shortlist des ARD PiNball (1/3) 2018 Gäste: Nick-Julian Lehmann, John Sauter und Katrin Zipse Mit den Hörspielen "Nur Berlin ist auch zuviel" von Marie-Charlotte Schube, Till Großmann und Nick-Julian Lehmann und "Das Haus" von John Sauter Moderation: Frauke Oppenberg Redaktion: Katrin Zipse Es gibt sie tatsächlich: Menschen, die so von Hörspielen begeistert sind, dass sie selbst welche produzieren, ohne zu wissen, ob sie je gesendet werden. Um wenigstens einen kleinen Teil der freien Hörspielszene kennenzulernen, veranstalten die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten jeden Herbst einen Wettbewerb für unabhängige Hörspielschaffende und zeichnen im Rahmen der ARD Hörspieltage das beste Kurzhörspiel aus, das außerhalb der Sender produziert worden ist. Aus den Wettbewerbseinreichungen in diesem Jahr hat eine vierzehnköpfige Fachjury fünf Stücke für die Shortlist ausgewählt. SWR2 Redakteurin Katrin Zipse war mit in der Jury und stellt heute und an den nächsten beiden Abenden die fünf nominierten Hörspiele vor. Zugeschaltet sind außerdem die Hörspielmacher Nick-Julian Lehmann und John Sauter, die sich in ihren Wettbewerbsstücken mit den Auswüchsen gutbürgerlicher Lebensentwürfe beschäftigen.
Montag 19:05 Uhr

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Bayern 2

Hörspiel

werner fritschMein Herz ist leer Von Werner Fritsch Mit Michael Altmann, Kaé Uchihashi und Eugenie Kleesattel Komposition: Miki Yui Regie: Werner Fritsch RB/Deutschlandradio 2016 Wiederholung vom Sonntag, 15.05 Uhr Ein guter Haikumacher ist ein "Dichter des Gehörs", er lebt in der "Welt der Klänge". Das schrieb der Wanderdichter Taneda Santoka (1882-1940) über sein Metier, die kurze japanische Versform. Seine modernen Haiku erzählen vom Brüllen der Brandung, vom harschen Klang des Brettspiels, vom Stimmengewirr in der Gaststube, der Stille der Berge. Der Autor und Hörspielmacher Werner Fritsch dichtete Santokas Haiku nach und ordnete sie zu einem Zyklus. Gemeinsam mit der Komponistin Miki Yui verzahnt er den Klang der Rezitation mit den inneren Hörbildern der Verse. Werner Fritsch, geb. 1960 in der Oberpfalz, Schriftsteller und Hörspielmacher. Mitglied des PEN-Clubs und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Weitere Hörspiele u.a. "Sense" (SWF 1992, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Nico - Sphinx aus Eis" (HR/SWR 2003), "Enigma Emmy Göring" (SWR 2006, Hörspiel des Jahres und ARD Hörspielpreis 2007), "Faust Sonnengesang" (Eigenproduktion 2012, Grand Prix Marulic 2013).
Montag 20:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Kein Orpheus für die Unterwelt Von George Baxt Bearbeitung und Regie: Robert Matejka Mit: Christian Brückner, Uta Hallant, Maria Axt, Martin Hirthe, Christa Rossenbach, Dieter Ranspach, Joachim Pukaß, Sibylle Gilles, Barbara Schöne, Helmut Krauss, Andreas Mannkopf und Micaela Pfeiffer Ton: Erika Reichenbach Produktion: RIAS Berlin 1974 Länge: 53"23 (Wdh. v. 15.04.1974) Der 17-jährige Tippy verschwindet, und Detektiv van Larsen taucht ab in die Gangster- und Drogenszene Manhattans. Detektiv Max van Larsen vom Vermisstendezernat erhält den Auftrag, den 17-jährigen Sohn eines Kunstauktionators zu finden, der seinen Vater, kurz bevor er verschwand, noch um eine stattliche Summe Geld anpumpte. Das Bild, das die Freunde des Verschwundenen von ihm zeichnen, wird immer zwiespältiger. Der Fall konfrontiert Larsen mit Mafia-Geschäften, Drogenhandel, Kunstfälschungen und Mord. George Baxt (1923-2003), amerikanischer Schriftsteller, schrieb Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher. "A Parade of Cockeyed Creatures" (deutsch: "Kein Orpheus für die Unterwelt") wurde von der Mystery Writers" Guild of America für den besten Thriller des Jahres 1967 nominiert. Baxt lebte seit 1968 in London, zuletzt in New York. Kein Orpheus für die Unterwelt
Montag 21:30 Uhr

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MDR KULTUR

Die Umsiedler (Langfassung)

Die Umsiedlernach dem gleichnamigen Kurzroman Von Arno Schmidt (Übernahme) Eine verregnete Dezembernacht des Jahres 1950: Ein Mann verlädt sein spärliches Hab und Gut auf einen Güterzug. Wie viele andere erhofft er sich mit der Übersiedlung aus dem Niedersächsischen nach Rheinhessen einen neuen Anfang. Auf der beschwerlichen Bahnfahrt nach Süden kommen sich der bücherversessene Erzähler und eine resolute junge Witwe näher. In seinem 1953 erschienenen Kurzroman "Die Umsiedler" schildert Arno Schmidt das Drama der erzwungenen Auswanderung - zwischen 1944 und 1950 waren mehr als 12 Millionen Deutsche auf der Flucht gen Westen - mit großer Eindringlichkeit. Autorin Anna Pein und Regisseur Oliver Sturm übersetzen Schmidts literarisches Fotoalbum in akustische Bilder. Regie: Oliver Sturm Bearbeitung: Anna Pein Komponist: Sabine Worthmann Produktion: NDR/WDR 2017 Sprecher: Tilo Werner Katharina Marie Schubert Udo Schenk Jürgen Uter Jochen Nix Sascha Nathan Cornelia Niemann Susanne Schäfer Felix Potyra Mirco Kreibich Julian Greis Benjamin Utzerath Christoph Luser Yorck Dippe Herbert Tennigkeit Peter Kaempfe Anne Abendroth Klaus Manchen Johann Dolny Friedrich-Wilhelm Preuß Ursula Irrgang Dorothea Vogel Helene Rudzienski Reinhardt Linder Anna Linder Friedrich Büter Ernst Friedrich Maage Vokalisten: Almut Kühne (72 Min.)
Montag 22:00 Uhr

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Alex Offener Kanal Berlin

Tinnitus

Magazin rund um Hörspiele und artverwandte Themen. Mit Hörspielen, Interviews, Infos zu Festivals und spezieller Musik. Von und mit Hörspielexpertin Natalie Gorris.
Montag 23:00 Uhr

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Eins Live

1LIVE Soundstories

Hörspiele und Features. Wirklichkeiten neu montiert Der Putsch Ein Hörspiel aus Bottrop Mit Musikern von den Kassierern Von Sebastian Büttner Jens Markowitz: Wolfgang Wendland Sowie Patrick Joswig, Dagmar Geppert, Rolf Berg, Tom Zahner, Uwe Schmieder, Friederike Linke, Stephan Schleep und Dorothea Förtsch Regie: Oliver Salkic bis 24:00 Uhr Wurstfabrikant will Bürgermeister werden - Hörspiel mit "Die Kassierer"
Montag 23:00 Uhr

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SRF 1

Schreckmümpfeli

erhard schmied«Gute Fahrt» von Erhard Schmied Mit Wut im Blut auf Probefahrt. Mit: Gero Wachholz (Moser), Peter Hottinger (Daniel) Tontechnik: Ueli Karlen Regie: Kamil Krejci Produktion: SRF 2018 Dauer: 9" Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen von diesem Hörspiel keinen Podcast anbieten.
Montag 23:04 Uhr

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