Ö1

matrix - computer neue medien

Grazer Forscher/innen arbeiten an einfach konfektionierbaren Medikamenten Gestaltung: Sylvia Andrews Von Hörgeräten, Brillen und passgenauen Prothesen bis hin zu druckfrischen Knochen und Organen: Der 3D-Druck hat auch in der Medizin längst seinen Platz gefunden, und mit dem Medikament Spritam hat die US-Arzneibehörde FDA im Jahr 2015 auch das erste Medikament zugelassen, das 3-D-Drucker im "Schicht-um-Schicht"-Verfahren produzieren. Österreichische Wissenschafter/innen gehen nun einen Schritt weiter: Sie entwickeln ein Druckverfahren, in dem medizinische Wirkstoffe mittels Tintenstrahldrucker auf papierdünne Streifen aufgetragen werden. So sollen Arzneimittel verschiedenster Art und Konsistenz künftig mittels Rezept in der Apotheke ausgedruckt werden können. Vorbei wäre dann die Zeit, als Patienten oft eine Vielzahl verschiedener Tabletten und Kapseln schlucken mussten. Ein im Mund schmelzender Streifen soll auch unterschiedliche Arzneistoffe in exakter Dosierung auf einem einzigen Streifen vereinen - individuell zusammengestellt nach den medizinischen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten. Wie der Apothekenbesuch der Zukunft aussehen könnte, darüber spricht Sylvia Andrews mit Forscherinnen und Forschern vom Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE), der Technischen Universität und der Karl Franzens Universität in Graz. Moderation und Redaktion: Franz Zeller
Freitag 19:05 Uhr

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Ö1

Kabarett direkt

jess jochimsenJess Jochimsen "Heute wegen gestern geschlossen" Live aus dem Kabarett Niedermair. Moderation: Barbara Stöckl Jess Jochimsen will nachdenken. An seiner Stammkneipe hängt ein Schild: "Heute wegen Gestern geschlossen". Das bringt es auf den Punkt. Im Kleinen wie im Großen. Weil gestern alles zu viel war, machen wir heute zu: den Laden, die Grenzen, Amerika - "Sorry, we"re closed". Aber Zusperren und Hoffen, dass alles so wird wie früher, ist kein Plan. Und langweilig ist es obendrein. Also macht sich der Freiburger daran herauszufinden, was gestern wirklich war. Wie raubt man der Dummheit den Nerv? Zurückgelehnt und entschleunigt dreht Jochimsen den Rechthabern den Ton ab und beweist, was Satire alles sein darf: anrührend, klug, musikalisch und nicht zuletzt sehr lustig. Feiern, als ob es ein MORGEN gäbe!
Freitag 20:00 Uhr

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SRF 1

Hörspiel

Dominik Busch«Unsere Fahrräder wiegen nichts und kosten ein Vermögen» von Dominik Busch Hier ist die Rede von Männern und Frauen. Sie sind zwischen fünfundzwanzig und vierzig. Sie sehen jünger aus. Sie sind sympathisch und attraktiv, fit und oft im Freien. Ihre Fahrräder wiegen nichts und kosten ein Vermögen. Sie sind gut ausgebildet. Sie meinen es nicht böse. Sie sind Monster. Unter ihnen sind auch Karen und Sven. Das Paar hat eine kleine Siedlung entworfen, direkt am Meer. Hier lebt es zusammen mit Gleichgesinnten. Sie sind offen und unter sich. Eines Tages kommt Karens Schwester Gesa zu Besuch. Ein paar Tage am Meer werden ihr guttun, denkt sie. Sie irrt sich. In diesem Hörspiel geht es «um eine subtile Art der Unterdrückung und Ausgrenzung, die von Menschen ausgeht, die ein bestimmtes Ideal zu leben versuchen», so der Autor und Regisseur Dominik Busch. «Dieses Ideal beinhaltet, gut ausgebildet und gut informiert zu sein. Man hat ein grosses Wissen über den eigenen Körper, die eigene Gesundheit. Alles wird zum Statussymbol: Aussehen, Beruf, Bildung, Wohnort, Freunde und vieles mehr. Und alle diese Sachen kann man wie Waffen vor sich hertragen, Waffen in einem sozialen Kampf der Ab- und Ausgrenzung», erläutert Busch. Und weiter: «Ich wollte eine Geschichte erzählen, in der eine Person, die im Leben Pech hatte, in einen Kreis von Menschen gerät, die genau dieses Ideal leben. Eine Mobbing-Geschichte, ein Woyzeck unter modernen Leistungsträgern.» Mit: Katja Bürkle (Karen), Steven Scharf (Sven), Georgia Stahl (Britta), Gabriel Raab (Jan), Brigitte Hobmeier (Fenja) Tontechnik: Michael Krogmann und Adele Kurdziel - Regie: Dominik Busch - Produktion: BR 2017 - Dauer: 51"
Freitag 20:03 Uhr

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Bremen Zwei

Live von der Jazzahead 2018

jazzaheadBinnen weniger Jahre hat sich die jazzahead! als wichtigster Treffpunkt von Jazzaktivisten aus ganz Europa etabliert. Auch Gäste aus Nord- und Südamerika, selbst aus Südostasien kommen mittlerweile regelmäßig nach Bremen, um bei der Jazzmesse neue Eindrücke zu gewinnen und Kontakte zu knüpfen. Besonders viel Aufmerksamkeit wird in diesem Jahr dem Partnerland Polen zuteil. Ein wichtiger Baustein des üppigen Veranstaltungsreigens ist das umfangreiche Konzertangebot. Zahllose Gruppen stellen sich auf diversen Bühnen vor. Wir berichten von der Messe, übertragen aus laufenden Konzerten, präsentieren Ausschnitte aus Veranstaltungen des Vortages.
Freitag 21:00 Uhr

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Deutschlandfunk

On Stage

Gerhard SchöneChansons von Briefen und Fotografien Der Liedermacher Gerhard Schöne Aufnahme vom 2.3.2018, Theaterkahn Dresden Am Mikrofon: Thekla Jahn Geschichten liegen manchmal auf der Straße, oft in Briefkästen, und immer stecken sie hinter einer Fotografie. Gerhard Schöne hat Lieder geschrieben, die wie Briefe klingen, und von Schwarz-Weiß-Bildern hat er sich inspirieren lassen. Aus seinen Alben ,Lieder der Fotografen" (2005) und ,Lieder der Briefkästen" (2012) hat er ein Programm für die Chanson-Konzertreihe auf dem Theaterkahn in Dresden zusammengestellt. Schlicht in der Form und anspruchsvoll im Gehalt sind die Songs von Gerhard Schöne. Musikalisch wandelbar ist dieser Musiker und in seiner kritischen Haltung sich immer treu geblieben. 1989 gehörte Schöne, der 1952 bei Dresden geboren wurde, zu den DDR-Künstlern, die die Resolution der Rockmusiker und Liedermacher für die Demokratisierung und Medienfreiheit unterzeichneten. Sein gesellschaftspolitisches Engagement ist ihm bis heute nicht abhandengekommen. Klingende Fotografien und Briefe
Freitag 21:05 Uhr

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Bayern 2

hör!spiel!art.mix

Velimir ChlebnikovDas Radio der Zukunft Von Velimir Chlebnikov Aus dem Russischen von Martin Zeyn Mit Valeri Scherstjanoi und Holger Czukay Bearbeitung: Ernst Horn/Martin Zeyn/Bernhard Jugel Komposition: Ernst Horn Realisation: Martin Zeyn/Bernhard Jugel BR 1995 Die Medienkunst der russischen Avantgarde Von Ania Mauruschat Mit Boris Belge, Andrea Hacker, Sylvia Sasse und Siegfried Zielinski Realisation: Ania Mauruschat BR 2018 in der artmix.galerie 1921 entwirft Chlebnikov - Futurist, Utopist, Schwarmgeist, Wortzertrümmerer und Wortschöpfer - einen Essay über die Zukunft des Radios. Alles konnte damals noch vom Radio gewollt, erwünscht und erträumt werden, als dieses am Tag kaum eine Stunde krächzend und rauschend sendete. Alle Naturgewalten werden von Chlebnikov herangezogen, um den Eindruck des Mediums zu schildern: Unermesslich, gewaltig, ungeheuer kostbar erscheint das Radio. Da ist die Nützlichkeit des Radios für die Volksaufklärung, die Chlebnikov zu einem Pfingstereignis verklärt. Fernheilung und unerhörte Arbeitssteigerungen. Das Radio sollte überall zur selben Zeit hörbar sein und das Ende der babylonischen Sprachverwirrung bedeuten. Wo es spricht, könnten die Menschen den winterlichen Geruch von Linden gemischt mit Schnee riechen. Das Radio der Zukunft fängt den Sound des frühen Radios ein und ist ein utopisches Fragment, das Nachricht gibt, wohin sich das Radio hätte entwickeln können. Die Musik des Komponisten Ernst Horn basiert auf einer 15-minütigen Aufnahme, die beim Drehen an der Kurzwellenskala entstand und mit Computer und Sampler digital bearbeitet wurde. Velimir Chlebnikov, eigentlich Viktor Wladimirovic Chlebnikov (1885-1922). Dichter des russischen Futurismus. Werke u.a. "Bobeobi" (1908/09), "Kolokol Uma" (1913) "Zangezi" (1922), "Das Radio der Zukunft" (1927 erstmals veröffentlicht). Die Medienkunst der russischen Avantgarde Von Ania Mauruschat Hunderte Fabriksirenen, Dampflokomotiven und Nebelhörner: Arsenij Avraamovs Symphonie der Sirenen war das lautstärkste Experiment, mit dem die russische Avantgarde die Oktoberrevolution von 1917 in die Kunst trug - aber sie war bei weitem nicht das einzige. Ob die Zaum-Sprache (1908/09) des Dichters Velimir Chlebnikov und seine Vision eines Radios der Zukunft (1921), ob die futuristische Oper Sieg über die Sonne (1913) von Michail Matiuschin, Alexei Kurtschonich und Kasimir Malewitsch oder Dsiga Wertows Forschungen zu "Radio-Ohr" und "Kamera-Auge": Experimente mit den neuesten Medien waren Programm. All diese Versuche, nicht nur die Arbeiter, sondern auch die Künste zu befreien, fanden jedoch ein jähes Ende, als die stalinistische Doktrin des sozialistischen Realismus ausgerufen wurde. Die Parteifunktionäre verdammten, was sie nicht verstanden, als "dekadente bourgeoise Kunst" und beschimpften die Avantgardisten als "Formalisten". Rund 100 Jahre später ist die Sowjetunion Geschichte. Die Medienkunst der russischen Avantgarde hingegen lebt fort - um immer wieder neu entdeckt zu werden. Ania Mauruschat, geb. 1976, Autorin und Medienwissenschaftlerin. Zahlreiche Hörfunkproduktionen u.a. "Bis in die Materie selbst hinein ist das WORT handelnd. Valère Novarina im Portrait" (BR 2011), "Von Aliens, UFOs und Erdlingen. Zur Kulturgeschichte der Außerirdischen" (SRF 2015).
Freitag 21:05 Uhr

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SRF 2 Kultur

Late Night Concert

egberto gismontiMaria João und Egberto Gismonti in Lugano Der Schöne und das Biest Egberto Gismonti ist ein brillanter Musiker. Er spielt Gitarre und Klavier auf dermassen hohem Niveau, dass nur ganz wenige nur schon mit einem der beiden Instrumente mithalten könnten. Wer also mit ihm zusammen auf die Bühne will, der oder die braucht ein gigantisches musikalisches Verständnis und vor allem: Mut. Die Sängerin Maria João hat beides: als Jazz-Sängerin aus Portugal teilt sie mit dem Brasilianer Egberto Gismonti einerseits die Sprache und damit auch die Liebe zur brasilianischen Musik und bringt ausserdem als Europäerin ein umfassendes Wissen um die europäische Tradition inklusive Experimentierlust mit. Und: Sie kann schnurren wie ein Kätzchen und in der nächsten Sekunde die Krallen zeigen. Das macht aus diesem neuen Duo ein Gespann, das man gerne länger zusammen sehen würde.
Freitag 22:06 Uhr

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SWR2

SWR2 Krimi

Castle FreemanMänner mit Erfahrung Nach dem gleichnamigen Roman von Castle Freeman Aus dem amerikanischen Englisch von Dirk van Gunsteren Hörspielbearbeitung und Regie: Irene Schuck (Produktion: SWR 2018) Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel Lillian lebt in einem kleinen verschlafenen Nest in Vermont. Aber die Ruhe ist hin, als sie sich von einem undurchsichtigen Typen namens Blackway verfolgt fühlt. Eines Morgens liegt ihre Katze tot vor der Tür. Ermordet von Blackway, davon ist sie überzeugt. Der Sheriff kann nichts für sie tun, daher sucht sie Hilfe bei einem Club kauziger alter Männer. Beeindruckt von ihrem Mut, stellen diese ihr den betagten Lester und den hünenhaften, etwas beschränkten Nate als Schutz zur Seite. Lillian traut den beiden nichts zu, aber sie lassen sich nicht abwimmeln, und so suchen sie Blackway schließlich gemeinsam. Als kurioses Trio verfolgen sie den obskuren Bösewicht durch die Wälder von Vermont. Die zweite Vermont-Story von Castle Freeman, "Auf die sanfte Tour", haben wir am 25. Mai im Programm.
Freitag 22:33 Uhr

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Cosmo

COSMO Live

Gato PretoGato Preto und BSMG - Austausch und Begegnung über Grenzen hinweg! Auch in diesem Jahr präsentiert das Over The Border Festival musikalische Grenzgänger, die die Musik ihrer Heimat in einen globalen Kontext setzen - diesmal bei uns in COSMO Live: Gato Preto und BSMG. Das afrofuturistische Duo Gato Preto ist stets auf der Suche nach sonderbaren Klängen und Einflüssen, dabei scheint es, als ob Gata Misteriosa und Lee Bass zwischen den unterschiedlichsten Galaxien hin und herreisen würden. Die beiden bringen Bass, afrikanische Grooves und Soul in einzigartiger Weise zusammen. Für manche ist es Future Kuduro, wir nennen es Global Bass Music. Mit der Black Power von Megaloh, Musa und Ghanaian Stallion ist dieser Abend beim Over The Border Festival gleichzeitig musikalisch unterhaltsam wie politisch. Auf ihrem Album "BSMG" berichten die drei Berliner von ihren Erfahrungen in der afrikanischen Diaspora. Dabei bewegen sie sich mit ihrem Afrotrap irgendwo zwischen Accra, Lagos und Atlanta. BSMG ist nicht nur ein Album, es ist ein Movement, das musikalisch wie politisch im Zeichen des afrikanischen Kontinents steht. Aufgenommen am 22.03.2018 in der Harmonie in Bonn.
Freitag 23:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Sergiu CelibidacheGlühend verehrt, schmerzlich entzaubert Eine Lange Nacht über Vorbilder in der Musik Von Sylvia Systermans Regie: Burkhard Reinartz Sie sind Meister ihres Fachs und faszinierende Persönlichkeiten. Als Vorbilder fördern und fordern sie mit kompromisslos kritischem Blick und sind ihren Schülern starke Gefährten auf dem Weg zur eigenen Profession. Doch nicht jeder, der lehrt, ist auch zum Vorbild berufen. "Jemand muss uns tief berühren, damit er für uns zum Vorbild wird. Das sind keine bewussten Entscheidungen", sagt die Bratschistin Monika Henschel. Sie war noch ein Kind, als der Dirigent Sergiu Celibidache für zwei Jahre ins Haus der Henschels zog. "Mit ihm kam ein Vorbild in unsere Familie, dem man sich gar nicht entziehen konnte." Auch die Cellistin Tanja Tetzlaff und die Geigerin Carolin Widmann, der Pianist Lars Vogt und die Trompeter Markus Stockhausen und Manfred Schoof erinnern sich an Vorbilder, die für sie prägend waren. In der Langen Nacht erzählen sie Geschichten von älteren Brüdern und berühmten Vätern, charismatischen Lehrerinnen und überragenden Künstlern, von gelungenen Beziehungen und schmerzhaften Trennungen.
Samstag 00:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Mitternachtskrimi

mary wesleyMatildas letzter Sommer Von Mary Wesley Aus dem Englischen von: Benjamin Schwarz Bearbeitung: Andrea Czesienski Komposition: Maria und Michael Hinze Regie: Steffen Moratz Mit Winfried Glatzeder, Hedi Kriegeskotte, Barnaby Metschurat und Michael Evers Produktion: Dlf Kultur 2018 Länge: ca. 54" "Das ist die Geschichte von Hugh Warner, dem Muttermörder, und Matilda Poliport, der Frau, die ihren lebendigen Körper im Meer versenken wollte." Einst war Matildas Haus voller Kinder und Tiere. Ihr Mann Tom war ihr Leben. Jetzt ist er schon seit fünf Jahren tot, in Paris auf der Straße umgekippt. Auch ihre vier Kinder sind in alle Winde verstreut und brauchen Matilda nicht mehr. Ihr Cottage am Atlantik ist aufgeräumt und geputzt, die letzten Briefe sind geschrieben, alles ist geregelt. Ein letztes Picknick an ihrem Lieblingsstrand, dann will sie ihrem Leben ein Ende setzen. Der Strand jedoch ist von einer Horde Jugendlicher belagert, und so muss Matilda bis zur nächsten Flut warten. Als sie ins nahegelegene Hafenstädtchen zurückkehrt, läuft ihr der gesuchte Muttermörder Hugh Warner über den Weg, den sie vor einer patrouillierenden Polizeistreife in Sicherheit bringt. Mit dem Entschluss, dem jungen Mann Zuflucht zu gewähren, beginnt für die lebensmüde 60-Jährige ein letztes, großes Abenteuer, schmerzhaft und schön ... Matildas letzter Sommer
Samstag 00:05 Uhr

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