Christine Westermann ist neben Mona Ameziane eine der Stimmen hinter dem erfolgreichen Podcast "Zwei Seiten - Der Podcast über Bücher" in der ARD Audiothek. Ihre Fans feiern sie als "Königin der Buchempfehlungen" oder als "Buchtippgeberin der Nation". Bekannt wurde die Fernsehmoderatorin und Rundfunkjournalistin aber vor allem durch die langjährige Sendung "Zimmer frei", die sie von 1996 bis 2016 mit Götz Alsmann moderierte.
Freiheit, Abenteuer, Gartenzwerg - Deutschland geht Campen Zündschlüssel drehen, Alltag aus. Camping verspricht das große Draußen: Freiheit auf vier Rädern, Nächte im Van, Zelten am See. Für die einen ist es Abenteuer, Improvisation, Aufbruch. Für die anderen beginnt Freiheit erst mit Warmwasser, Markise und Bordtoilette. Und wieder andere fühlen sich am wohlsten zwischen Parzelle, akkurat gestutzter Hecke und dem obligatorischen Gartenzwerg vor dem Vorzelt.
Moderation: Bastian Korff Magie und Energie sind die Markenzeichen der visionären Jazzband aus Österreich. Kein Wunder, denn die Gruppe um Bandleader Lukas Kranzelbinder kommt mit gleich zwei Schlagzeugern, zwei Bassisten und drei Bläsern daher. Zum Jubiläum gibt"s frisches Futter!
Kultur unter Druck, Literatur im Aufbruch Eine Entdeckungsreise durch Trencin, die neue Kulturhauptstadt Europas Von Kilian Kirchgessner Die Kulturhauptstadt 2026 als Schauplatz der Literatur. Die slowakische Kultur steht unter gewaltigem Druck. Die nationalistische Regierung verringert systematisch die Fördermittel - und erzeugt so eine unerwartete Reaktion: eine Welle der Solidarität. Das gilt auch für die slowakische Literatur, die voller Entdeckungen steckt und sich mit anderen Literaturen Europas durchaus messen kann. Im Jahr 2026 wird Trencin zur europäischen Kulturhauptstadt. Ganz im Westen des Landes liegt die 55.000-Einwohner-Stadt, in der einer der interessantesten slowakischen Autoren lebt: Lukas Cabala. Mit seinem großen Trencin-Roman war er für den Literaturpreis der EU nominiert. Eine literarische Erkundung, die von Trencin aus bis in die Hauptstadt Bratislava führt.
Mit Theresa Szorek Musik der Zeit #THULIAN Das WDR Sinfonieorchester klingt diesmal thulianpink: Musik von Glojnaric, Cage und Hiendl zwischen Pop-Glanz, radikaler Offenheit und schwebender Zeit. Drei Stücke abseits der Norm, ganz typisch für "Musik der Zeit": Vom freudensprudelnden "Ding, Dong, Darling!", das von queeren Pop-Ikonen inspiriert wurde, über das Klavierkonzert von John Cage, bei dem wenig vorgegeben und alles möglich ist, bis hin zum geheimnisvoll wabernden "the performance of a shift that could turn into a disturbance", das bei prachtvollen Strauss-Melodien auf "repeat" drückt. "Musik der Zeit #THULIAN" Sara Glojnaric Ding, Dong, Darling! (2024/2025) für Orchester und fixed media Fassung für kleineres Orchester Uraufführung John Cage Konzert für Klavier und Orchester (1957-1958) Laure M. Hiendl the performance of a shift that could turn into a disturbance (2025) Uraufführung Hélène Fauchère Mezzosopran Paulo Álvares Klavier WDR Sinfonieorchester Leitung: Bassem Akiki Klangregie: Sebastian Schottke Aufnahme vom 11. Oktober 2025 aus dem Funkhaus am Wallrafplatz, Köln Moderation: Theresa Szorek Redaktion: Anselm Cybinski
The Quill (S) Aufnahme vom 27.7.2025 beim Burg Herzberg Festival Am Mikrofon: Tim Schauen Harter Rock mit herzwärmender Wirkung: VIer Schweden brachten mit knochentrocknemden Sound den Himmel zum Lachen. Es regnete an diesem Sommernachmittag, die Wolken öffneten ihre Schleusen und entluden sich. Den vier Schweden war"s egal, was sollten sie auch machen? Show ist Show. Und so zückten sie Mikrofon und Schlagzeug-Stöcke, stöpselten Gitarre bzw. Bass in ihre Verstärker, und in den folgenden gut 75 Minuten schob die Hardrock-Band The Quill per Schalldruck das Wasser zurück in den allmählich resignierenden Himmel. Die Wiese vor der Mainstage des Burg Herzberg-Festivals füllte sich Song für Song, Rifff um Riff, Solo für Solo. Seit 1990 ist diese Band aktiv, 1995 erschien ihr Debüt-Album, immer ist - mit mancher Umbesetzung - dem harten, psychedelischen oder auch Stoner Rock verpflichtet. Am Ende ihrer Show jedenfalls schien die Sonne, und wieder einmal hatte der Charme schnörkellosen Hardrocks seine ganze - ja, knochentrocknende - Wirkung zeigen können.
BR Clubkonzert im Bergson Kunstkraftwerk Mit Nils Wogram Muse: Nils Wogram (Posaune), Christian Weidner (Altsaxofon), Anna-Maria Wünsch (Viola), Kathrin Pechlof (Harfe) Aufnahme vom 21. Januar 2026 Moderation und Auswahl: Beate Sampson
Die Moderne aus dem Dorf Eine Lange Nacht über Paula Modersohn-Becker Von Berit Hempel Regie: Burkhard Reinartz (Wdh. v. 30./31.03.2024) "Ich bin glücklich, glücklich, glücklich!" - schreibt die vor 150 Jahren geborene Künstlerin Paula Becker 1897 über ihren ersten Aufenthalt in der Künstlerkolonie Worpswede. Hier möchte sie lernen, das Wesen der Menschen darzustellen. Sie porträtiert Mädchen vor hellen Birken, alte Frauen, die sich auf einen Stock stützen, zeichnet lebensgroße Akte. Das Dorf im Teufelsmoor bedeutet für die junge Frau Freiheit und Bildung. Hier findet sie auch ihren späteren Ehemann, den Maler Otto Modersohn. Doch bald ist ihr die Künstlerkolonie zu eng, es zieht sie nach Paris, wo Künstler wie Auguste Rodin und Pablo Picasso neue Formen und neue Inhalte für die Kunst suchen. In Paris sieht sie Ausstellungen avantgardistischer Künstler und versucht, ihre eigene Malerei auf das Wesentliche zu reduzieren. 1906 porträtiert sie sich selbst als nackte schwangere Frau - der erste weibliche Selbstakt in der Kunst -, malt eine nackte Mutter, die neben ihrem Säugling liegt. Alles neue Motive für diese Zeit. Hin- und hergerissen zwischen Paris und Worpswede entscheidet sie sich schließlich für das Leben auf dem Dorf mit ihrem Mann. 1907 bringt sie ein Kind zur Welt, doch wenige Wochen nach der Geburt bricht sie zusammen, stirbt mit den Worten "wie schade" auf den Lippen. Nach ihrem Tod wurde ihr in Bremen ein Museum gebaut, das erste allein einer Künstlerin gewidmete. Ihre Bedeutung als Künstlerin und Wegbereiterin der Moderne hatte kaum einer ihrer Zeitgenossen erkannt. Paula Modersohn-Becker Wegbereiterin der Moderne Länge: 152:58 Minuten