Tagestipps im Radio  (13.04.2026)

Tagestipps

Montag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Gesprächszeit: Harald Krassnitzer

Millionen von Krimi-Zuschauern kennen Harald Krassnitzer aus dem Wiener "Tatort". Doch nach über 60 Einsätzen und 25 Jahren hat der Schauspieler seinen Abschied bekannt gegeben. Ende 2026 wird er das letzte Mal als Fernseh-Kommissar "Moritz Elsner" im Ersten zu sehen sein. Doch seine Fans können sich schon auf seinen nächsten Kino-Film freuen: Im Mai 2026 ist er im Demenz-Drama "Der verlorene Mann" im Kino zu sehen.

Montag 18:00 Uhr NDR kultur

NDR Kultur à la carte

Studiogast: Suzann Kirschner-Brouns Endlich wieder gut schlafen, das wünscht sich jeder Mensch, vor allem aber Frauen, denn gerade sie sind öfter als Männer von Schlafstörungen betroffen. Warum ist das so? Die Ärztin und Medizinjournalistin Suzann Kirschner-Brouns ist dem "Problem", dem Gender Sleep Gap, auf die Schliche gekommen, nennt Einflussfaktoren wie zum Beispiel Menstruationsschmerzen, Schwangerschaften, schließlich Wechseljahre oder strukturelle Gründe wie eine psychische Mehrfachbelastung. Kirschner-Brouns hat darüber in ihrem neuen Buch "Frauen und Schlaf" geschrieben, identifiziert sogenannte Schlafräuber und hält Ratschläge bereit, wie Frauen wieder in einen gesunden Schlafrhythmus finden können. 18:00 - 18:05 Uhr Nachrichten, Wetter

Montag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Margarete Wohlan Krieg in der Ukraine Warum Soldaten desertieren Von Niels Bula und Tobias Dammers Derzeit kämpfen rund eine Million Männer und Frauen in der ukrainischen Armee. Und etwa 200.000 Leute haben sich bis Anfang 2026 unerlaubt von der Truppe entfernt. Das geschah vor allem aus zwei Gründen: extreme Erschöpfung und schlechte Führung, also rücksichtslose Kommandeure, die ihre Soldaten und Soldatinnen in den Tod schicken. Ein Soldat bringt es so auf den Punkt: "Entweder kommt der Burnout oder man wird getötet." Doch Fahnenflucht ist in der Ukraine eine Straftat. Deshalb ist die Suche nach denen, die desertiert sind, schwierig.

Montag 19:00 Uhr HR2

Hörbar Ken Norris und Ulf Meyer im Dialog & mehr Musik grenzenlos

Moderation: Karmen Mikovic Wenn sich Koryphäen treffen und blind verstehen, passiert oft etwas Magisches. So wie zwischen Sänger Ken Norris und dem Jazzgitarristen Ulf Meyer. Auf ihrem gemeinsamen Album "Conversations" brillieren die beiden im lebhaften musikalischen Zwiegespräch.

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Ende des Feminismus oder neue Freiheit? Wie Social Media das Frauenbild verändert. Von Anna Loll Körperbetonte Bilder von Frauen prägen Social Media. Für manche ist dies ein Ausdruck von Selbstbestimmung, für andere ein Rückfall in alte Rollenmuster. Instagram, TikTok und Co. sind heute zentrale Bühnen der Selbstinszenierung - auch für Frauen. Viele präsentieren sich dort ästhetisch und körperbetont, im Bikini am Pool oder im knappen Outfit im Workout-Video, zum Teil bewusst sexualisiert. Frauen, die solche Bilder und Videos von sich posten, erleben ihr Auftreten meist als Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung. Doch wie frei ist diese Entscheidung tatsächlich - und was macht sie mit dem heutigen Frauenbild? Definiert Social Media Feminismus neu oder untergräbt es feministische Errungenschaften, wenn Weiblichkeit vor allem über Schönheit und Körper sichtbar wird?

Montag 19:35 Uhr RadioEINS

Julius Fischer: "Ich hasse Menschen. Eine Fortpflanzung"

Nach dem Erfolg von Julius Fischers Bekenntnissen in "Ich hasse Menschen. Eine Abschweifung" und "Ich hasse Menschen. Eine Art Liebesgeschichte" liegt nun die neuste Abrechnung vor: "Ich hasse Menschen. Eine Fortpflanzung". Die humoristische Erzählung bezieht sich diesmal auf Menschen, denen Julius Fischer nicht einfach nur begegnet, sondern auch auf jene, die er zwischenzeitlich selbst erstellt hat. Wie dumm kann man eigentlich sein? Und dann sind die sogar niedlich....

Montag 20:00 Uhr MDR KULTUR

Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden

von Sibylle Berg Ein spektakulärer Abgang, ein finaler Akt des Widerstands steht am Anfang vom Ende der Stück-Serie, die Sibylle Berg mit "Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden" abschließt. Wie fühlt es sich an, wenn ganz am Schluss das Leben, das man geführt hat, noch einmal an einem vorbeirauscht und sich nur Erinnerungen einstellen, die wenig beeindruckend sind. Was ist geblieben von den Sehnsüchten und Plänen, den Liebesbeziehungen, Freundschaften und Zweck-Allianzen, den Kämpfen gegen "das System" - von dem man unbemerkt doch stets ein Teil war? Und wie ernüchternd ist die Erkenntnis, dass die Welt, die man grundlegend verändern wollte, sich nach dem eigenen Verschwinden unverändert weiterdrehen wird? Und: Gibt es für all das Schuldige? Sibylle Bergs Heldin durchquert in rabiatem Zeitraffer ein halbes Leben - von den gleichermaßen hoffnungs- wie anspruchsvollen Twenties in die Sackgasse eines öden Berufslebens im Vorschein der Verrentung. Nun ist sie angekommen unter ihresgleichen, Leuten, "die es geschafft haben, aber nicht richtig." Leuten, die gemeinsam haben, "dass andere für uns entscheiden." Damit soll jetzt Schluss sein. Ein für alle mal.

Montag 20:03 Uhr SWR Kultur

ARD Konzert

Neujahrskonzert "Verlangen" Junge Deutsche Philharmonie Håkan Hardenberger (Trompete) Leitung: Michael Wendeberg Helmut Lachenmann: "Marche Fatale" für großes Orchester Josef Haydn: Trompetenkonzert Es-Dur Hob. VIIe:1 Olga Neuwirth: "... miramondo multiplo ..." für Trompete solo und Orchester Richard Strauss: "Don Juan" op. 20 Sergej Prokofjew: "Romeo und Julia", Suite Nr. 3 op. 101 (Konzert vom 11. Januar 2026 in der Alten Oper, Frankfurt) Unter der Leitung von Michael Wendeberg, der für die erkrankte Dirigentin Nodo Okisawa eingesprungen ist, erkunden die jungen Orchestermusikerinnen und -musiker in Musik gesetztes menschliches Verlangen. Selbstverständlich zählt auch das romantische Verlangen nach Liebe dazu, das mit Prokofjews 3. Romeo-und-Julia-Suite abgebildet wird. Als Solist tritt der Trompeter Håkan Hardenberger auf, der in gleich drei Stücken zum Einsatz kommt, unter anderem in Haydns Trompetenkonzert Es-Dur. Auch zeitgenössischer Musik wird in diesem Konzert mit Werken von Helmut Lachenmann und Olga Neuwirth Raum gegeben.

Montag 20:03 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Unsere Asche wird weiter brennen Lübeck und der tödlichste Brandanschlag der 1990er-Jahre Von Steffie Wassermann und Erika Harzer Am 18. Januar 1996 starben sieben Kinder und drei Erwachsene bei einem Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Lübeck. Für die Tat wurde nie jemand verurteilt. Was bedeutet das 30 Jahre später für die Betroffenen und für die Stadt? Produktion: DLF 2025

Montag 22:00 Uhr HR2

ARD Jazz. Spotlight | Jazz & Brain Der dänische Bassist und Hirnforscher Peter Vuust

Was passiert im Gehirn, wenn wir Jazz spielen, hören, spüren? Der dänische Bassist Peter Vuust weiß es, denn er ist auch Neurowissenschaftler und leitet das "Center for Music and the Brain" in Aarhus, das er 2006 ins Leben gerufen hat.

Montag 22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Das Fressverhalten der Mäuse Von Martin Ebbertz Bearbeitung: Christian Hussel Regie: Wolfgang Rindfleisch Mit: Matthias Matschke, Kathrin Angerer, Dieter Montag, Alexander Beyer, Michael Kind, Udo Kroschwald Komposition: Christian Ameis, Frank Merfort Ton: Peter Kainz Regieassistenz: Frank Merfort Dramaturgie: Torsten Enders DeutschlandRadio Berlin 2004 Länge: 47"43 Ramsel steht am Grab seines Onkels - offiziell ein Selbstmörder. Doch im Arbeitszimmer des Toten, zwischen Reagenzgläsern, Käfigen und einer einzelnen toten Maus, spürt Ramsel: Irgendetwas stimmt hier nicht. Eduard Elbling wird zu Grabe getragen. Er war Biologe und beschäftigte sich mit dem Fressverhalten der Mäuse. Warum soll er sich erhängt haben? Während Kommissar Wieland von Selbstmord ausgeht, ist Elblings Neffe Ramsel skeptisch. Er begibt sich in das Labor seines Onkels und findet auf dessen Schreibtisch neben einer toten Maus das Diagramm ihres Todeskampfes. Merkwürdig ist, dass die anderen Mäuse aus den Käfigen verschwunden sind. Bevor Ramsel den Dingen auf den Grund gehen kann, erhält er unerwarteten Besuch ... Christian Hussel, geboren 1957 in Leipzig, studierte Soziologie und Theaterwissenschaft. Er ist als freiberuflicher Autor für Theater und Rundfunk tätig. "Das Fressverhalten der Mäuse" Krimi-Komödie über einen zweifelhaften Selbstmord

Montag 23:00 Uhr NDR Blue

Nachtclub

The Message is Love - zum 80. Geburtstag von Al Green Er ist eine Soul-Legende und zugleich veritabler Reverend und Prediger. In den 70ern galt er als sexy Superstar, in den 80ern sang er ausschließlich Gospel und schließlich fand er eine Verbindung von irdischen Sehnsüchten und himmlischen Lobgesängen. Nun kann der Meister des honigweichen Klanges seinen 80. Geburtstag feiern. Gitti Gülden hat vor einigen Jahren mit dem Soul-Reverend gesprochen und blickt in den Nachtclub Classics zurück auf das abenteuerliche Leben von Al Green.

Montag 23:03 Uhr WDR3

WDR 3 Open

Mit Anne Lorenz Ultimo Adiós: Abschied von Willie Colón Als Enkel puerto-ricanischer Einwanderer vermischte Willie Colón Ende der 60er Jahre afrokaribische Rhythmen mit Jazz. Anne Lorenz blickt auf das Erbe des Königs der urbanen New York Salsa. Der Posaunist, Sänger, Komponist, Arrangeur und Produzent war einer der wichtigsten Vertreter der rebellischen und politisch aufgeladenen Salsa Dura. In seinen Songs thematisierte Willie Colón die sozialen Probleme der lateinamerikanischen Bevölkerung in den USA. Sein Album "Siembra" von 1978 gilt bis heute als die meistverkaufte Salsa-Platte der Geschichte.

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