Abheben mit dem «Space Traktor» Zu beiden Songs 13 «In 2001» und «Space Traktor» 13 hat die Band auch ein Video herausgegeben. «Es macht Spass, etwas ganz Eigenes zu produzieren», sagt Yves Chapuis von den Unique Horns im Gespräch mit der SRF Musikwelle. Die Brasspop-Band hat bereits zwei weitere Songs in Produktion. «Diese werden noch in der ersten Hälfte dieses Jahres erscheinen», so Chapuis. Die Unique Horns sind aus der ehemaligen Musikgesellschaft MG Lyss entstanden. «Als wir nur noch zwölf Mitglieder waren, wussten wir, dass wir etwas ändern müssen», sagt Yves Chapuis. Dass aus der MG Lyss jedoch eine Brasspop-Band werden würde, war nicht von Anfang an klar. Die Idee habe sich im Verlauf eines Konzertprojekts immer mehr konkretisiert. Die Wandlung von der Musikgesellschaft zur Brasspop-Band sei mehrheitlich gut angekommen, so Chapuis. Anderen Vereinen in einer ähnlichen Situation rät er: «Wichtig ist, etwas auszuprobieren und den Mut zur Veränderung zu haben.» Die Unique Horns sind sich der über 155-jährigen Geschichte der MG Lyss nach wie vor bewusst. Ganz offiziell nennen sie sich 1EUnique Horns 13 MGL Brasspop-Band 1D. Die beiden Songs «In 2001» und «Space Traktor» sind auf allen gängigen Streaming-Plattformen zu hören. Die Videos sind unter «Mehr zum Thema» verlinkt.
Moderation: Margarete Wohlan Wahlkampf in Ungarn - Budapest am Scheideweg Von Oliver Soos Noch nie hatte Viktor Orban einen so starken Herausforderer wie bei der Parlamentswahl am 12. April: den pro-europäischen Konservativen Peter Magyar mit seiner Tisza-Partei. Er konzentriert sich auf die Probleme, unter denen die Ungarn jeden Tag leiden: kaputte Infrastruktur, miserable Gesundheitsversorgung und allgegenwärtige Vetternwirtschaft und hat damit Erfolg. Die unabhängigen Umfragen sehen seine Partei seit Monaten auf Platz eins, immer um fünf bis zehn Prozentpunkte vor der Fidesz-Partei von Viktor Orban. Doch dieser kontrolliert in weiten Teilen die Medien, die Justiz und den Behördenapparat. Er dürfte alle seine Machtmittel nutzen und er setzt alles daran, den Wahlkampf auf die existenziellen Fragen von Krieg und Frieden zu lenken - ob das die Wähler goutieren, ist ungewiss.
Moderation: Karmen Mikovic Von "Down Under", aus dem australischen Melbourne, kommt der Hammond-Organist Jake Mason, der mit seinem Trio mit Gitarre und Schlagzeug sein zweites Album vorlegt: "The modern ark".
Kevin Kühnert hat als Politiker Turbokarriere gemacht: Bundesvorsitzender der Jusos, Mitglied des Deutschen Bundestages, stellvertretender Bundesvorsitzender und schließlich Generalsekretär seiner Partei, der SPD. Im Oktober 2024 stieg er aus dem Politikbetrieb aus. Inzwischen ist Kevin Kühnert mit diversen Projekten unterwegs. So ist er Lobbyist für die Bürgerbewegung Finanzwende. Er schreibt Kolumnen für den Rolling Stone und seit Anfang Februar ist er Moderator eines Talkformats in der Distel. "Missverstehen sie mich richtig" ist der passende Titel und zu Gast bei Kühnert sind spannende Leute wie Harald Welzer, Jagoda Marinic, Sophie Passmann und demnächst auch Lars Eidinger. Heute muss er nochmal selbst aufs Gästesofa. Kevin Kühnert ist zu Gast bei Sophia Wetzke im studioeins.
Moderation: Andreas Ulrich Dieser Abend vereint Ausnahmetalente. Florence Price, die bereits im Alter von vier Jahren ihr erstes Klavierkonzert gab und mit 11 ihre erste Komposition veröffentlichte, schrieb als erste afroamerikanische Komponistin Musik, die von führenden US Orchestern aufgeführt wurde. Der jüdische Komponist Erich Wolfgang Korngold lieferte zahlreiche Soundtracks für Hollywood, u.a. für Robin Hood, wofür er 1939 einen Oscar erhielt. Das Deutsche Sinfonieorchester Berlin und der finnische Dirigent und Violinvirtuose John Storgårds interpretierten an diesem Abend zwei ausgewählte Werke dieser einstigen Wunderkinder. Zusätzlich bereichert von einem der bedeutendsten noch lebenden Musiker der Türkei: Fazil Say. Er präsentierte sein neues Klavierkonzert "Mother Earth", ein Weckruf für den Kampf gegen die Klimakrise. Florence Price Andante moderato aus dem Streichquartett Nr. 1 G Dur (arr. für Streichorchester von Peter Stanley Martin) Fazil Say "Mother Earth" Klavierkonzert Erich Wolfgang Korngold Sinfonie Fis Dur Deutsches Symphonie Orchester Berlin John Storgårds, Dirigent Fazil Say, Klavier Konzertaufnahme vom 22. Februar in der Philharmonie Berlin
Hemmersdorf Pop Festival St. Konrad Aufzeichnung vom 11.10.2025 To Athena Moderation: Matthias Wegner Melancholischer, filmischer Kammer-Pop aus der Schweiz.
von Winfried Völlger "Ich hätte es wissen müssen." Professor Creutzer, in der DDR Chef einer psychiatrischen Klinik, rekapituliert seine Kollaboration mit der Stasi. Keine Denunziantendienste, das nicht, aber doch jahrelange forensische Gutachten im sogenannten Untersuchungsgefängnis. Er hat nichts vergessen. Nicht den Wortlaut des allerersten schmuddeligen Antrags. Nicht das Zugmittel "offene statt geschlossene Station". Nicht sein Lavieren, als ginge das: Nein sagen und trotzdem gut Freund bleiben. Und nicht die Wehrlosigkeit und den Zorn, als Franziska im Sommer 89 vor dem Abflug nach Ungarn verhaftet wird. Creutzer ist Psychologe, nüchterner Beobachter und Analytiker von Berufs wegen: Nur ist diesmal er selbst das Objekt und seine seltsame Karriere, zuerst nach oben und dann nach unten. Seine Ergebenheit, seine Angst vorm Dissens, die Systeme der Selbstrechtfertigung, der Neid auf die Zivilcourage der anderen - die stehengebliebene Überlebensmaschinerie mit ihren allmählich verrostenden Rädern erweist sich als ziemlich simple Konstruktion. Leider keine Selbsttäuschung mehr möglich, kein Lamento. Nur Ironie, eine Mischung aus Belustigung und Scham. "Ich hätte es wissen müssen." Winfried Völlger, geboren 1947 in Halle (Saale), gelernter Fotograf, Abitur, Armeedienst, 1968-73 abgebrochenes Studium der Pädagogik und der Mathematik in Halle, arbeitete nach 1973 autodidaktisch vor allem als freier Schriftsteller, war aber auch Regisseur, Grafiker und Bildhauer. 1996 Stadtschreiber-Stipendium der Stadt Halle. 1997 Ehrengast der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. 2000 Stipendiat der Cranach-Höfe zu Wittenberg, im selben Jahr 1. Preis beim Internationalen Bildhauersymposium im Buchdorf Mühlbeck. 2011 Master in Musikwissenschaft mit einer Arbeit zur Physiologie der Gesänge südsibirischer Nomaden. Jürgen Hentsch (geb. 17. März 1936 in Görlitz; gest. 21. Dezember 2011 in Rüdersdorf bei Berlin) studierte nach dem Abitur an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Er spielte Theater in Berlin, Wien und München, debütierte im Film an der Seite von Jutta Hoffman im DEFA-Streifen "Karla" (1965; uraufgeführt 1990). Für die Darstellung Heinrich Manns in "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" (2002) wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Hentsch war ob seiner ungemein charismatischen Stimme und tiefgründigen Figurenzeichnung ein vielbeschäftigter Hörspieldarsteller und Hörbuchsprecher. Regie: Klaus Zippel Produktion: MDR 1993 Mitwirkende: Jürgen Hentsch - Creutzer / Reflektor Marylu Poolman - Else Voigt Frank Höhnerbach - Hoffmann Franziska Hering - Franzisk Andreas Rehschuh - Stephan (53 Min.)
Johannes Scholl Show Pt 1 - Spezial zum 10ten Todestag von George Martin Am 08. März 2016 verstarb George Martin, der Mann der als Produzent und Arrangeur einen wesentlichen Beitrag am Erfolg der Beatles hatte, aber darüber hinaus weitere wichtige musikalische Impulse setzte. 2 Stunden über ein Multitalent.
Systemsprenger - Der Multi-Instrumentalist und Komponist Tyshawn Sorey Von Sophie Emilie Beha Tyshawn Sorey gilt heute als eine der prägendsten Stimmen der zeitgenössischen Musik. Der Multi-Instrumentalist und Komponist hat sich mit seiner immensen Bandbreite einen Namen gemacht: Sorey bewegt sich mühelos zwischen freier Improvisation und präzise konzipierten Strukturen, zwischen Tradition und Experiment. Seine Musik bündelt eruptive Kraft und präzise Kontrolle, jedes Detail wirkt bewusst gesetzt - und doch bleibt der Moment offen für Überraschungen. Mit kompromissloser Haltung und radikaler Neugier formt Sorey einen Klang, der sofort elektrisiert und lange nachhallt.
Die Abkürzung Von Magda Woitzuck Regie: Alexander Schuhmacher Mit: Marleen Lohse, Golo Euler, Christoph Gawenda, Jördis Triebel, Volker Wackermann, Axel Wandtke, Wilfried Hochholdinger, Yohanna Schwertfeger und Maria Hartmann Ton und Technik: Alexander Brennecke, Susanne Beyer Regieassistenz: Lena Demke, Felix Lehmann Dramaturgie: Jakob Schumann Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: 55"55 Zum Horrortrip gerät die Abkürzung durch das Naturschutzgebiet, als ein Paar sich im Gebirge verirrt. Esther und Hennes wollten das Wochenende bei Esthers Großmutter verbringen. Doch nun wartet Esther darauf, dass Hennes aus der Nacht zurückkommt. Mitten im Funkloch weiß Esther den Weg nicht mehr, Hennes hat vergessen zu tanken. Als Esther von der Pinkelpause zurückkommt, blickt ihr Freund sie aus glasigen Augen an und verschwindet kommentarlos im Wald. Einige Tage später lädt ein Ermittlerteam der Polizei Freunde und Verwandte des Paars zu Einzelvernehmungen, um mehr über die Beziehung und das Leben von Esther und Hennes zu erfahren. Doch was an jenem Tag in den Bergen passierte, bleibt für alle Beteiligten ein Rätsel. Magda Woitzuck, 1983 in Wien geboren, schreibt seit 2010 Romane, historische Reportagen, Hörspiele und Kurzgeschichten. Ihr Hörspiel "Die Schuhe der Braut" (ORF 2017), wurde mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD ausgezeichnet und stand beim Prix Europa 2018 auf der Shortlist. "Die Abkürzung" Zwischen Wald und Wahnsinn
Eine Stimme von Europas Rand - Irina Rimes Sie ist nicht der erste Mensch, der in der Republik Moldau groß und in Rumänien Popstar geworden ist. Dan Balan hat das schon 2004 geschafft, mit seiner Boygroup "O-Zone" und "Dragostea Din Tei", ein Disco-Welthit. Aber Irina Rimes ist vielleicht die erste, die nach ein paar Jahren in den Hitparaden auf einmal innehält, Luft holt und anfängt, die Melodien ihrer Kindheit zu singen. Sie hat sie bei der Großmutter gelernt, in der Kirche und auf dem Feld, bettet sie jetzt ein in Elektro und Rock, und gibt ihrer Stimme eine Tiefe und eine Natürlichkeit, die sie vorher nicht hatte. Die Geschichte klingt fast zu märchenhaft: 1991 wird Irina Rimes in einem Dorf im Norden Moldaus geboren, 50 km vor der ukrainischen Grenze, sie fällt schon als Kind auf - das fleißige Mädchen, wird in die Kreisstadt ans Gymnasium eingeladen. Später studiert sie sogar, Musik und Theater, in der Hauptstadt Chi?inau. Schreibt hier Popsongs, die sie mehr beiläufig auf youtube veröffentlicht, singt sich mit 20 in einer Castingshow in die Herzen ihrer Landsleute, heiratet zwei Jahre später den Mitkandidaten, den es ins große Nachbarland, nach Bukarest zieht. Wo Irina bald die Lieder schreibt, die sie nach kurzer Zeit zur wichtigsten Popsängerin im Land machen. Aber irgendwas fehlt. "Die Zeit stiehlt die Träume, der Schlaf stiehlt die Nächte", textet sie vor fünf Jahren, und in der nächsten Zeile: "ich möchte singen, und weiß nicht für wen." Ein Liebeslied ist das nicht, Irina schert aus ihrer Rolle als weiblicher Popstar aus. Und umgibt sich auch noch mit Grunge-Musik, mit einer Band, die genau diese Veränderung der Sängerin reizt. Sie schafft die Fläche und die Brüche für Irinas harte und weiche, rituelle und lyrische Stimme, für ihre Emotionen, für die Technik und die Inbrunst aus der Heimat. Auf einmal ist da eine andere Folklore möglich, ein Rhythmus, der in keine Hitparade mehr passt, aber mit der die Popmusik in Rumänien (und Moldau) einen riesigen Sprung macht. "Hora Fetelor" - "Die Stunde der Mädchen" ist im Sommer 2025 zu elektronisch, zu schräg für die Radios - solange bis das Lied über Social Media seinen Weg macht, und die Radios es spielen müssen. Uli Patzwahl hat Irina Rimes im Herbst 2025 in Bukarest getroffen, am Abend ihres Konzerts in den "Römischen Arenen", am Vorabend der Parlaments- und "Schicksalswahl" in Moldau - und mit ihr über ihr Land und ihr Leben gesprochen. Und über Musik. 23:00 - 23:03 Uhr Nachrichten, Wetter
Die kubanische Musikerin Yilian Cañizares Marlene Küster mit einer Sendung über die kubanische Musikerin Yilian Cañizares, die seit 2000 in der Schweiz lebt.
Mit Babette Michel Von Drums bis Rap: Malis Musikerinnen Musikerinnen aus Mali, die sich für Frauenrechte starkmachen und in Männerdomänen vordringen: Mouneissa Tandina, Ami Yèrèwolo, Les Amazones d"Afrique, Fatoumata Diawara. Babette Michel stellt sie vor. Das ist nichts für eine Frau! Mouneissa Tandina, Malis erste Schlagzeugerin, hat das oft gehört und ist dennoch ihren Weg gegangen. Frauenpower mit Gegenwind! Die Rapperin Ami Yèrèwolo weiß, wie schwer die Situation für Künstlerinnen ist. Sie rappt für Selbstbestimmung, organisiert ein Rapperinnen-Festival. Und auch Sängerinnen wie Fatoumata Diawara erheben unermüdlich ihre Stimmen.