Ö1

Journal-Panorama

Autoaggressives VerhaltenNach Schätzungen fügt sich ein Prozent der Bevölkerung selbst Verletzungen zu; meist schneiden, ritzen oder kratzen sich die Betroffenen die Hautoberfläche auf. - Gestaltung: Ursula Theiretzbacher Für die meisten Menschen ist es unvorstellbar, sich selbst absichtlich mit einem Messer zu schneiden oder sich eine Zigarette auf der Haut auszudrücken. Jene, die es tun, nehmen den Schmerz oft nicht einmal richtig wahr; sie fühlen Erleichterung, psychische Spannung wird abgebaut. Es geht dabei nicht um Menschen mit Selbstmordabsichten; meist handelt es sich um kleine oder mittelgroße Verletzungen. Autoaggressives Verhalten kann alleine auftreten, oft leiden die Patient/innen aber gleichzeitig an anderen Erkrankungen, wie etwa einer Borderline-Störung, Depressionen oder einer Essstörung. Das Ritzen, Schneiden oder mit dem Kopf gegen die Wand Schlagen beginnt häufig im Teenageralter und wird meist geheim gehalten - die Hemmschwelle, sich jemandem anzuvertrauen, ist groß. Dabei ist selbstverletzendes Verhalten immer ein Hilfeschrei der Seele
Montag 18:25 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

wolfgang koeppenTauben im Gras (1/4) Von Wolfgang Koeppen Komposition: Günter Lenz Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann Erzähler: Jens Harzer, Imogen Kogge, Leslie Malton, Felix von Manteuffel, Ulrich Noethen, Timothy Peach, Walter Renneisen, Siemen Rühaak, Markus Scheumann, Renate Schroeter, Regine Vergeen, Werner Wölbern und Andrea Wolf Philipp, Schriftsteller: Martin Feifel Emilia, seine Frau: Sascha Icks Odysseus Cotton: Oscar Pearson Josef, Dienstmann: Axel Eichenberg Susanne, Prostituierte: Susanne Böwe Washington Price: Calvin Burke Carla: Christiane Roßbach Heinz, ihr Sohn: Moritz Pliquet Christopher: Wolfram Koch Henriette, Frau von Christopher: Anke Sevenich Ezra, beider Sohn: Marian Funk Frau Behrend, Mutter von Carla: Irm Hermann Richard Kirsch: Tom Zahner Mr. Edwin, amerikanischer Dichter: Berthold Toetzke Kay, amerikanische Lehrerin: Chris Pichler Mann 1: Heinrich Giskes Händlerin: Sylvia Heid Wirt: Hartmut Volle Magd / Frau / Lehrerin 1: Judith Niederkofler Ausrufer: Matthias Hohn Mädchen: Friederike Ott Zeitungsredakteur: Manfred Hess Schlepper: Matthias Scheuring Lehrerin 2: Gudrun Eggert Junge: Marios Gavrillis Aufnahme HR/WDR/SWR 2009 Anschließend: WDR 3 Foyer Präzise und zugleich poetisch beschreibt Wolfgang Koeppen in seiner Romantrilogie "Tauben im Gras" (1951) "Das Treibhaus"(1953),"Tod in Rom" (1954) die neue deutsche Wirklichkeit nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs mit den Mitteln der Moderne.
Montag 19:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

BibliothekenNeues Image gesucht Wie Bibliotheken an ihrer Zukunftssicherung arbeiten Von Heinz-Jörg Graf Einst als Ort der stillen und erbaulichen Wissensaneignung geschätzt, verändert die Bibliothek heute dramatisch ihren Charakter. Antreiber ist der digitale Wandel - immer mehr Menschen lesen und bilden sich elektronisch, die Buchausleihen sinken. Wie reagieren die Bibliotheken darauf? In welche neuen Kleider schlüpfen sie, um den eigenen Bedeutungsverlust zu stoppen? Hilft es tatsächlich, wenn die Bibliotheken eventisierte Kommunikationsorte werden, bunt und unverbindlich in ihrem Allerlei - und das Buch dabei auf der Strecke bleibt? Wie kann es der Bibliothek gelingen, selbstbewusst ihre alten Traditionen zu vertreten und das Buch mit der digitalen Moderne so zu verschmelzen, dass etwas nachhaltig Neues entsteht?
Montag 19:30 Uhr

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Ö1

On stage

Tori FreestoneOn stage mit Marlene Schnedl. Tori Freestone Trio und Yves Robert Trio beim Jazzfestival Leibnitz 2017. (Ausstrahlung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Zwei sehr unterschiedliche Dreierteams bestritten am 28. September letzten Jahres im Weinkeller von Schloss Seggau die Eröffnung des Jazzfestivals Leibnitz: Die aus London stammende, 44-jährige Tenorsaxofonistin Tori Freestone überzeugte durch kraftvollen, facettenreichen Sound und dichtes Interplay mit ihren Partnern Dave Manington (Bass) und Tim Giles (Schlagzeug). Der 59-jährige Yves Robert, aus der "Association à la Recherche d"un Folklore Imaginaire" in Lyon hervorgegangen und seit vielen Jahren eine Fixgröße des französischen Jazz, ordnete seine Linien und die mitunter elektronisch erweiterten Sounds einem kollektiven rhythmischen Konzept unter, zu dem Bruno Chevillon (Bass) und Cyril Atef (Schlagzeug, Sampler) kongenial beitrugen.
Montag 19:30 Uhr

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MDR KULTUR

MDR KULTUR im Konzert

Hank WilliamsLovesick An Lonesome Hank Williams zum 75. Todestag Moderation: Stefan Maelck
Montag 20:05 Uhr

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Bremen Zwei

Hörspiel

radio tatortARD Radio Tatort "Paradise City" Ratlosigkeit in der Task Force Hamm: Angeblich ist der Kollege Georg Latotzke in Bayern verhaftet worden. Ein Missverständnis? Eine schnell zu klärende Verwechslung? Die Vorliebe des Hammer Kollegen für PS-starke Autos ist bekannt. Ebenfalls sein Geschick, solche Autos nicht ganz legal aus abgeschlossenen Kriminalfällen privat zu ergattern. Man denke an den äußerst seltenen Opel Calibra, der am Ende leider in Flammen aufging. Nach dem letzten Einsatz der "Task Force Hamm" hat Latotzke nun ein neues, herrenloses Fahrzeug "übernommen", den BMW von Leude Hansmann. Einer muss sich schließlich kümmern, wenn solch ein Prachtschlitten den Besitzer verliert. Und der E34M braucht dringend sechs neue Zylinder. Im tiefsten Bayern, auf dem Weg zu einem fähigen Schrauber, der die Ersatzteile einbauen soll, wird er in einer Gastwirtschaft bei Bruck am Inn plötzlich verhaftet. Die Kollegen in Hamm bürgen für seine Unschuld. Aber sind es wirklich die sechs Zylinder, die Latotzke nach Bayern führten? Nur Scholz scheint zu wissen, dass Latotzkes Bruder Mike dort irgendwo im Knast sitzt. Mitwirkende: Uwe Ochsenknecht, Sönke Möhring u.a. Produktion: WDR 2018/ca. 53"
Montag 21:00 Uhr

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NDR 2

NDR 2 Soundcheck Live

Beth DittoNDR 2 Radiokonzert: Beth Ditto, Reeperbahn Festival Hamburg, September 2017
Montag 21:00 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

david zane mairowitzMarlov-Blue Von David Zane Mairowitz Regie: Jörg Schlüter Mit: Udo Schenk, Sina Tkotsch, Tatjana Clasing, Mark Zak, Martin Bross, Hüseyin Michael Cirpici, Walter Gontermann, Frank Musekamp Komposition: Verena Guido Ton: Günther Kasper Produktion: WDR 2016 Länge: 52"55 Moskau vor dem Ende der Sowjetunion: Marlov sucht in der geheimen Schwulenszene den Smirnov-Mörder. Moskau, Anfang der 1980er-Jahre: Marlov, selbsternannter Detektiv, soll den Tod von Sergej Smirnov aufklären, der angeblich an einer unheilbaren Krankheit gestorben ist. Die Spuren führen ins Moskauer Homosexuellen-Milieu, über das in der Sowjetunion nicht einmal gesprochen werden darf. Marlov gerät in die Fänge der kriminellen Viper, die die Szene kontrolliert und gut daran verdient. Der illegale Schnüffler bringt Licht in den Fall, landet aber mit einigen Blessuren im Lubjanka-Gefängnis. David Zane Mairowitz, geboren 1943 in New York, lebt seit 1966 als freier Schriftsteller in Avignon und Berlin. Schreibt Theaterstücke, Kurzgeschichten, Hörspiele und Features, für die er zahlreiche Preise erhielt. Marlov-Blue ist der zehnte Krimi der Reihe um den Moskauer Privatdetektiv Marlov. Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: "Im Trump-Sumpf - Radio Swamp Tour durch die amerikanischen Süd-Staaten" (gemeinsam mit Malgorzata Zerwe). Marlov-Blue
Montag 21:30 Uhr

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MDR KULTUR

Unsere Fahrräder wiegen nichts und kosten ein Vermögen

Dominik BuschVon Dominik Busch Hier ist die Rede von Männern und Frauen. Sie sind zwischen fünfundzwanzig und vierzig. Sie sehen jünger aus. Sie sind sympathisch und attraktiv. Sie haben dieses Strahlen, etwas Ungezwungenes und Leichtes geht von ihnen aus. Sie sind fit, sie sind durchtrainiert - und oft im Freien. Ihre Fahrräder wiegen nichts und kosten ein Vermögen. Sie sind gut ausgebildet; sie fühlen sich frei. Sie meinen es nicht böse. Sie sind Monster. Unter ihnen: Karen und Sven. Das Paar hat eine kleine Siedlung entworfen, direkt am Meer. Hier leben sie zusammen mit Gleichgesinnten. Sie sind offen - und unter sich. Eines Tages kommt Karens Schwester Gesa zu Besuch. Ein paar Tage am Meer werden ihr gut tun, denkt sie. Sie irrt sich. "In meinem Hörspiel "Unsere Fahrräder wiegen nichts und kosten ein Vermögen" geht es mir nicht um die medial allgegenwärtigen Formen von Gewalt, sondern um eine subtilere Art der Unterdrückung und Ausgrenzung. Ich wollte eine Geschichte erzählen, in der es um Menschen geht, die ein bestimmtes Ideal zu leben versuchen - dieses Ideal beinhaltet, gut ausgebildet und gut informiert zu sein. Man hat ein großes Wissen über den eigenen Körper, die eigene Gesundheit. Man legt großen Wert auf die eigene Fitness und ernährt sich aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse. Es ist eine Lebensform, bei der alles zu einem Statussymbol wird: Aussehen, Beruf, Bildung, Wohnort, Freunde und vieles mehr. Und alle diese Sachen kann man wie Waffen vor sich her tragen, Waffen in einem sozialen Kampf der Ab- und Ausgrenzung. Eine Art Dauer-Hochleistungssport auf allen Ebenen, oder: Gentrifizierung in allen Lebensbereichen. Wer nicht über diese soziale Fitness verfügt, wird von der Bugwelle dieses Lifestyles verdrängt. Kurz: Ich wollte eine Geschichte erzählen, in der eine Person, die im Leben Pech hatte, in einen Kreis von Menschen gerät, die genau dieses Ideal leben. Eine Mobbing-Geschichte, in architektonisch auffälliger Umgebung, ein Woyzeck unter modernen Leistungsträgern." (Dominik Busch) Regie: Dominik Busch Produktion: BR 2017 Sprecher: Katja Bürkle - Karen Steven Scharf - Sven Georgia Stahl - Britta Gabriel Raab - Jan Brigitte Hobmeier - Fenja (51 Min.)
Montag 22:00 Uhr

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SWR2

SWR2 Essay

Milan KunderaKummerkunde Kummerhunde Ein Versuch über Liebe, Hunde und Kundera Von Martin Becker Liebeskummer ist eine schlimme Sache. Seit Jahrtausenden richtet er Menschen zugrunde, lässt er sie hungern und leiden und immer genau das bejammern, was sie gerade nicht haben. Aber hat er nicht auch eine unerträgliche Leichtigkeit? Ist man mit dem Kummer im Herzen nicht so ganz und gar im Jetzt wie sonst nie? Auf die amouröse Gegenwart bezogen könnte man gar meinen, dass der Liebesschmerz zu einem Beziehungsmodell geworden ist: Nicht richtig allein, nicht richtig zusammen, aber im Kummer vereint. Ein Versuch über die universelle Leichtigkeit eines Milan Kundera. Zugleich ein Nachdenken über die ebenso universelle Bindungskraft von Paarhunden. Und die große Frage, ob mit dem Tier nicht selten auch die Liebe stirbt. Roland Barthes, Eva Illouz und illustre Paartherapeutenthesen helfen, das zerstörerischste und lächerlichste Gefühl der Welt zu verstehen. (Produktion 2017)
Montag 22:03 Uhr

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