Deutschlandfunk Kultur

Feature

TeenagermutterMandy - ein Leben als Teenagermutter Von Irène Bluche Regie: Roman Neumann Ton: Robin Rudolph Produktion: RBB 2016 Länge: 53"45 Mit 13 wird Mandy schwanger. Die Autorin begleitet die Teenagermutter und ihren Sohn Johnny neun Jahre lang mit dem Mikro. Schwanger mit 13, Mutter mit 14. Mit 15 von zu Hause weg, mit 16 die Schule abgebrochen - Mandys Jugend ist vorbei, kaum dass sie begonnen hat. Das hat sich die junge Frau aus Berlin-Hellersdorf einmal ganz anders vorgestellt. Doch ihr Sohn Johnny ist jetzt da. Heute ist Mandy 22. Irène Bluche hat sie in ihrer Langzeitreportage seit der Schwangerschaft begleitet. So erzählt sie die private Geschichte einer Familie und dokumentiert zugleich die Entwicklung unserer Gesellschaft. Irène Bluche, geboren 1979 in Paris, Redakteurin beim Kulturradio vom RBB. Magisterstudium der Skandinavistik, Germanistik und Deutsch als Fremdsprache in Berlin und Bergen/Norwegen, Volontariat bei der electronic media school. Für ihre Langzeitreportage "Mandy - ein Leben als Teenagermutter" erhielt sie 2017 den Journalistenpreis "Der lange Atem". Mandy - ein Leben als Teenagermutter
Samstag 18:05 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

Trinity Von Friedemann Schulz Gamma: Fabian Busch Beta: Martin Bross Delta: Wolfgang Menardi Marilyn: Lavinia Wilson Pfleger: Jens Wawrczeck Junger Mann: Dustin Semmelrogge Lehrer: Wolf-Dietrich Sprenger Lehrerin/Pflegerin: Marietta Bürger Deltas Vater/Mann: Rudolf Kowalski Regie: Annette Kurth Ein Mann verschwindet beim Medikamententest
Samstag 19:04 Uhr

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Ö1

Logos - Glauben und Zweifeln

Humanae vitae"Von den Bürgerrechtsbewegungen bis zum politischen Nachtgebet". Teil 1 eines Zweiteilers über die Umbrüche 1968 und ihre Auswirkungen auf die Kirchen. - Gestaltung: Judith Fürst und Kerstin Tretina Es ist das Jahr der sogenannten 68er- Bewegungen, das Jahr der Studentenrevolten und Proteste gegen den Vietnamkrieg. Das Jahr, in dem der Anführer der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA, Martin Luther King, ermordet wird und das Jahr des Prager Frühlings, in dem der schrittweisen Liberalisierung der kommunistischen Diktatur in der Tschechoslowakei mit dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes ein jähes Ende gesetzt wird. Politische Ereignisse, denen sich auch die Kirchen nicht entziehen konnten: Viele Christinnen und Christen forderten vehement ein politisches Christentum. In der katholischen Kirche unter anderem durch die Umsetzung der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils, das die katholische Kirche "verheutigen", in der Gegenwart ankommen lassen, sollte. Die Forderungen nach Liberalisierung und "Entstaubung" - eine der antiklerikalen Parolen der 68er-Bewegung hieß "Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren" - gibt es allerdings auch innerkirchlich, sowohl in der katholischen wie in den evangelischen Kirchen. Manch einen Kirchenvertreter, so auch den späteren Papst Benedikt XVI., schreckten die teils gewaltbereiten linksgerichteten Studentenproteste allerdings ab und sie entwickelten eine sehr kritische Sicht auf die Bewegung und ihre Forderungen. 1968 ist aber auch das Jahr, in dem Papst Paul VI. mit seinem letzten Lehrschreiben "Humanae vitae" Aufsehen erregt, nicht zuletzt deshalb, weil er darin auf ein Verbot der künstlichen Empfängnisverhütung besteht. Zwar relativiert er die bis dahin gültige katholische Theorie, alleiniger Zweck der ehelichen Vereinigung sei die Fortpflanzung, doch weil er das Verbot nicht lockert, geht sein Lehrschreiben unter der Bezeichnung "Pillenenzyklika" in die Geschichte ein. Weit weniger bekannt als das "Pillenverbot" ist freilich das Engagement von Paul VI. gegen die wirtschaftlichen und sozialen Ungerechtigkeiten in der Welt. Ein Logos-Zweiteiler über die Umbrüche 1968 und ihre Auswirkungen auf die Kirchen.
Samstag 19:05 Uhr

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NDR kultur

ARD Radiofestival 2018 Oper

parsifalRichard Wagner: Parsifal / Münchner Opernfestspiele Die Oper beginnt nach den Nachrichten um 20:04 Uhr. Dass es heute keine großen Wagner-Sänger mehr gibt, liest man immer wieder - stimmt aber nicht: Der Bassist René Pape zum Beispiel ist in der Partie des Gurnemanz kaum weniger souverän als ein Hans Hotter in den 1950er Jahren. Die Bayerische Staatsoper bietet bei der "Parsifal"-Neuproduktion zur Eröffnung der Münchner Opernfestspiele neben René Pape noch Jonas Kaufmann (Parsifal), Christian Gerhaher (Amfortas) und Wolfgang Koch (Klingsor) auf, darüber hinaus für Richard Wagners rätselhafteste Frauenfigur die Schwedin Nina Stemme (Kundry). Da dürfte sich das Jammern der Fachleute über fehlende Stimmen für das Heldenfach in Grenzen halten. Neugierig ist man auch auf das erste "Parsifal"-Dirigat von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko, dem designierten Chef der Berliner Philharmoniker. Beim Bühnenbild soll der inzwischen 80-jährige Georg Baselitz seine renommierte Handschrift als bildender Künstler zeigen, während Wagner-Kenner Pierre Audi für die Regiearbeit sorgt. Richard Wagner: Parsifal Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen Parsifal: Jonas Kaufmann Amfortas: Christian Gerhaher Titurel: Bálint Szabó Gurnemanz: René Pape Klingsor: Wolfgang Koch Kundry: Nina Stemme Erster Gralsritter: Kevin Conners Zweiter Gralsritter: Callum Thorpe Stimme aus der Höhe: Rachael Wilson Erster Knappe: Paula Iancic Zweiter Knappe: Tara Erraught Dritter Knappe: Manuel Günther Vierter Knappe: Matthew Grills Klingsors Zaubermädchen: Golda Schultz, Selene Zanetti, Tara Erraught, Noluvuyiso Mpofu, Paula Iancic, Rachael Wilson Inszenierung: Pierre Audi Chor und Kinderchor der Bayerischen Staatsoper Bayerisches Staatsorchester Leitung: Kirill Petrenko Aufzeichnung vom 28. Juni 2018 im Münchner Nationaltheater 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter ARD Radiofestival 2018 Oper
Samstag 20:00 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

georg kleinBloß keine Angst. Ein Glücksspiel Von Georg Klein Regie: Jochen Langner Mit Mark Zak, Marc Fischer, Daniel Rothaug, Omar El-Saeidi, Julia Schäfle, Julius Langner, Julia Wolff, Maja Beinhorn, Anne Ratte-Polle, Bruno Winzen Produktion Dlf 2018 Länge: 50"45 (Ursendung) Hörspielmagazin Extra: Körperinszenierungen Eine Spurensuche im aktuellen Hörspiel Von Stephanie Metzger Glück haben und glücklich sein bedeuten nicht unbedingt dasselbe. Glück nennen wir einerseits jenen unverwechselbaren Schwebezustand unseres Gemüts, der den schnöden Fluss der Zeit in ein honigfarbenes Kontinuum verwandelt. Der Liebe, vor allem ihrer Vorbotin, der Verliebtheit, gelingt es, die Welt auf diese selig eigentümliche Weise zu verzaubern. Andererseits kann Glück auch ein überraschendes Geschenk des Zufalls meinen, die plötzlich aufgehende Gelegenheit, das unerwartete Zusammenkommen höchstnützlicher Umstände, den rechten Wink zur rechten Zeit. Spiele vieler Art schaffen Räume, in denen dieses Glück jählings, als grandioser Torschuss oder als Sechser im Lotto, Gestalt annehmen kann. "Glück im Spiel und Glück in der Liebe" bindet beiderlei Glück in einer Formel zusammen. Aber wenn wirklich beides zugleich Wirklichkeit wird, wenn wir Glück haben und dazu noch glücklich sind, beschleicht unser Gemüt eine eigentümliche Furcht. Dem derart gedoppelten Glück haftet etwas Frevelhaftes an, und wir beginnen den Neid eben jener Götter zu fürchten, die uns doch beides geschenkt haben! (Georg Klein über sein erstes Hörspiel) Bloß keine Angst - Ein Glücksspiel
Samstag 20:05 Uhr

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NDR Info

Das Kriminalhörspiel

Go with meMänner mit Erfahrung Nach dem Roman "Go with me" von Castle Freeman Übersetzung aus dem Amerikanischen: Dirk van Gunsteren Bearbeitung und Regie: Irene Schuck SWR 2018 Ein verschlafenes Nest in Vermont. Die junge Lillian fühlt sich von einem undurchsichtigen Typen namens Blackway verfolgt. Eines Morgens liegt ihre Katze tot vor der Tür. Ermordet von Blackway, davon ist sie überzeugt. Da Sheriff Wing nichts für sie tut, sucht sie Hilfe bei einem Club kauziger alter Männer. Die stellen ihr den betagten Lester und den hünenhaften, etwas beschränkten Nate als Schutz zur Seite. Lillian traut den beiden zwar wenig zu, aber sie verfolgen schließlich doch als kurioses Trio den obskuren Bösewicht durch die Wälder von Vermont. Mehr unter www.ndr.de/radiokunst Das Kriminalhörspiel
Samstag 21:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Lange Nacht

francesco de gregoriBello e impossibile Eine Lange Nacht der italienischen Cantautori Von Regine Igel Regie: Rita Höhne (Wdh. vom 4./5.4.2009) Wer in den 1960er- und 1970er-Jahren nach Bella Italia reiste, hat den mitreißenden Melodienreichtum der Songs der Cantautori noch in den Ohren: von Lucio Dalla, Francesco de Gregori, Fabrizio de André, Francesco Guccini, Gianna Nannini, Gino Paoli, Giorgio Gaber, Enzo Jannacci, Lucio Battisti und anderen. Viele ihrer Songs wurden zu Hits, die bis heute landauf landab vom Volk mitgesungen werden. Doch sie waren weit davon entfernt, ins Seichte eines Schlagers abzurutschen. In poetischen Mininovellen erzählen ihre Texte von Leben und Leiden sozial Ausgegrenzter, von Prostituierten und Widerstandskämpfern. Sie beklagen sozial ungerechte Zustände, provozieren das katholische Establishment, kritisieren bürgerliche Doppelmoral und drücken den Trennungsschmerz des in den Norden aufbrechenden Migranten von Braut, Mama und Heimatort aus. Heute gelten Musik und Texte der Cantautori als ein eigenständiges Genre hoher Kultur und sind zum Gegenstand des Schulunterrichts und wissenschaftlicher Tagungen geworden. Erinnern wir uns in dieser ,Langen Nacht" an ein lebendiges und aufbruchfreudiges Italien! Bello e impossibile
Samstag 23:05 Uhr

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NDR Info

Nachtclub Classics

david crosbyHippies with Attitude - 50 Jahre Crosby, Stills, Nash Young Mit Ralf Dorschel Die Schlachten sind geschlagen, die Helden haben"s halbwegs überlebt - und moralisch sind sie die Sieger. Vier Männer begegneten sich vor 50 Jahren. Sie hatten die schönsten Stimmen, die besten Songs und reichlich Prominenz - David Crosby, Stephen Stills, Graham Nash und Neil Young waren eine Supergroup, ein Haufen von Stars, als sie sich im kalifornischen Laurel Canyon über den Weg liefen. Und die Welt verändern wollten: Vier Hippies with Attitude, die schon bald Rekorde brachen, die ersten Stadion-Tourneen der Rock-Musik überhaupt antraten. Niemals nur für den schnöden Mammon - für den natürlich auch - sondern weil ihre Lieder politisch Wirkung erzielten. Die vier Barden liebten und hassten sich, gingen im Zorn auseinander, fanden in immer neuen Kombis wieder zusammen - um gegen die Kriegspläne des damaligen US-Präsidenten George W. Bush ins Feld zu ziehen oder sich jüngst im Vorwahlkampf hinter den linken Favoriten Bernie Sanders zu stellen. Weil es eben auch um die Sache geht: diese Welt ein bisschen besser machen. 50 Jahre Crosby, Stills, Nash Young - die Nachtclub Classics auf Westcoast-Spurensuche. Erstsendung Sonnabend, Wiederholung am Mittwoch auf NDR Blue Nachtclub Classics
Samstag 23:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Literatur

Cesare Beccaria"Alphabet des Augenblicks" Das literarische Mailand zwischen Tradition und Aufbruch Von Maike Albath Mailand ist die italienische Hauptstadt für Mode und Design - und für neue Ideen, die in Büchern die Öffentlichkeit erreichen. ,Von Verbrechen und Strafen" (,Dei delitti e delle pene") hieß der wichtigste italienische Beitrag zur europäischen Aufklärung, und er kam aus Mailand. Cesare Beccaria (1738 - 1794) wandte sich gegen die Todesstrafe und hielt auch von der Folter nichts. Sein Enkel Alessandro Manzoni begründete im 19. Jahrhundert mit den in Mailand erschienenen ,Brautleuten" den italienischen Roman. Nach der Jahrhundertwende sorgten der Ingenieur Carlo Emilio Gadda und der Zeitungsjournalist Dino Buzzati für den Anschluss der Stadt an die literarische Moderne, und Mailand avancierte zur italienischen Verlagshauptstadt. Giangiacomo Feltrinelli, schwerreich, exzentrisch, links, legte mit Boris Pasternak und Tomasi di Lampedusa den Grundstein für sein Verlagsimperium. Anna Maria Ortese schilderte in ihren Erzählungen ,Stazione Centrale" die neue Armut von Mailand, der Lyriker Milo De Angelis buchstabierte das ,Alphabet des Augenblicks", Umberto Eco schrieb an der Piazza Castello historische Romane und Werke zur Zeichentheorie. Heute ist die Geschäftsmetropole und Bankenstadt immer noch ein zentraler Umschlagplatz neuer Ideen: Kleine Verlage bilden mit Romanciers und Essayisten elektrisierende Netzwerke.
Sonntag 00:05 Uhr

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Ö1

Die Ö1 Jazznacht

hank jonesDie Ö1 Jazznacht mit Christian Bakonyi. Zum 100. Geburtstag von Hank Jones: Kurt Prohaska im Jazznacht Studio. Julian Argüelles Tetra im November 2017 im Wiener RadioCafe; 01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten Der in Mississippi, USA, geborene Hank Jones zählt zu den meistaufgenommenen Pianisten der Jazzgeschichte. Seine Spielweise wurzelte im Stride-Piano und Swing, dennoch arbeitete der flexible Allrounder auch mit moderneren Bebop- und Hardbop-Musikern, etwa Charlie Parker und Cannonball Adderley. Zudem begleitete Jones beinahe alle wichtigen Stars des Jazz und darüber hinaus - von Ella Fitzgerald über Marilyn Monroe bis hin zu Frank Sinatra. Aus Anlass seines 100. Geburtstags, den der 2010 verstorbene Hank Jones am 31. Juli gefeiert hätte, ist der Wiener Pianist und Hank-Jones-Kenner Kurt Prohaska zu Gast im Studio. Im Gespräch mit Christian Bakonyi erzählt Prohaska über seine Zugänge zu Musik und Person des großen Pianisten. Weiters präsentiert Bakonyi das Konzert des seit einigen Jahren an der Kunstuniversität Graz unterrichtenden britischen Saxofonisten Julian Argüelles und seines u. a. mit Pianist Ivo Neame besetzten Quartetts "Tetra" vom 8. November 2017 im Wiener RadioCafe, erinnert an den vor zehn Jahren verstorbenen Gitarristen Joe Beck und gratuliert Trompeter Jon Faddis zum 65. Geburtstag.
Sonntag 00:05 Uhr

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