Alexander Radszun (Dr. Köhler) und Martin Engler (Illing) bei den Aufnahmen zum Bremer Radio Tatort "Ein klarer Fall".
Freitag, 19:05 Uhr auf Nordwest Radio
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Elfriede Jelinek: Kein Licht. Kein Licht. Von Elfriede Jelinek Mit Wolf-Dietrich Sprenger und Bettina Hoppe Regie: Leonhard Koppelmann BR 2012 Ursendung artmix.gespräch * BerechenbareKünste Norbert Lang im Gespräch mit Wladimir Velminski, Kultur-, Literatur- und Medienwissenschaftler * Das Wasser ist an Land gekommen, eine gewaltige Flutwelle hat alles mit sich fortgerissen. Energie wurde geraubt: Eine Anlage ist ausgefallen oder hat sich automatisch abgeschaltet.Nur noch ohrenbetäubende Stille erfüllt die Luft, ein Lärm, der die Welt lautlos unter sich begräbt, jedes Gehör taub macht, einem kollektiven Tinnitus gleich. Etwas hat sichgrundlegend verändert - aber was? Etwas, das der Mensch erschuf, hat sich unumkehrbar gegen ihn gewandt, und das Licht, das früher auf ihn schien, muss er nun selbstabstrahlen, bläulich leuchtend aus den Knochen seines Körpers. Zwei Musiker (erste und zweite Geige), die wie die Band auf der Titanic weiterspielen, während das Schiff im Meer versinkt,versuchen in Elfriede Jelineks neuem Stück das Unfassbare zu fassen. Ohne dass die Worte Fukushima oder Atomkraft fallen, ist Kein Licht. ein Geisterszenario nach demSuper-GAU, ein Beckett-haftes Endspiel, das abrechnet mit unserem bedingungslosen Glauben an die Beherrschbarkeit der Technik und in dem die Schreie der totgeschwiegenenOpfer gespenstisch widerhallen. Angesiedelt in der Mikrogesellschaft eines Orchesterkorpus erleben zwei Musiker eine fundamentale Kernspaltung. Ihre ausVerzweiflung und Aberwitz gewobene Kantate gerät sukzessive aus den Fugen: Dux (lat. Führer) und Comes (lat. Gefährte) vertauschen ihre Rollen. In gegenseitigerNachahmung ihrer Orientierungslosigkeit geraten sie so in tiefstes Dunkel. Noch behaupten sie ihre Instrumente zu spielen, doch können sie ihre Töne schon lange nicht mehr hören und so erzeugensie nichts, jedenfalls keine Musik. Sie ahnen, dass etwas Furchtbares das ausgelöst haben muss. Trotzdem spielen sie weiter - wie Marionetten - zwanghaft bewegt. Diese langvollzogene Verwandlung in Automaten zersetzt am Ende jede soziale Beziehung. Empathie geht verloren, Kunst teilt sich nicht mehr mit. (Leonhard Koppelmann) Elfriede Jelinek,geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark. Aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele, lebt in München und Wien. Hörspiele u.a. wenn die sonne sinkt,ist für manche auch noch büroschluß (SDR/BR 1972), Die Jubilarin (BR 1977), Die Ausgesperrten(SDR/BR/RB 1978), Erziehung eines Vampirs (SDR/NDR/BR) Burgteatta(BR/ORF 1991), Präsident Abendwind (BR 1992), Stecken! Stab! und Stangl! Eine Leichenrede (ORF/BR/NDR 1996), Todesraten (BR 1997), er nicht als er(1998),Jackie (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), Bambiland (2005), Sportchor (2006), lrike Maria Stuart (2007), Bukolit (2009), Rechnitz (2011),Neid (2011).
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ACHT BRÜCKEN / Musik für Köln George Gershwin Cuban Overture für Orchester Samuel Barber Adagio for Strings, op. 11 Ferde Grofé The Painted Desert / Cloudburst / On the Trail, aus Grand Canyon Suite Steven Stucky American Muse für Bariton und Orchester George Gershwin/Frank Campbell-Watson An American in Paris, Tone Poem for Orchestra Thomas Hampson, Bariton; Münchner Philharmoniker, Leitung: Lorin Maazel Aufnahme aus der Kölner Philharmonie
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Wiederholung: Sa 04.05 Darin: Reportage/Feature 10.58 WDR 5 - Ein Gedicht
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Der an seinen Vater, den Filmemacher Veit Harlan (Jud Süß) gerichtete Monolog, setzt sich in direkter Weise mit der Rolle seines Vaters im NS-Regime und der Frage der persönlichen Schuld auseinander. Bis zu seinem Tod am 16. Oktober 2010 in Berchtesgaden arbeitete der Schriftsteller und Filmemacher Thomas Harlan an seinem letzten Text mit dem Titel 'Veit'. "Sage, Vater, sage nicht, es könne niemand die Verantwortung für die Taten eines Dritten übernehmen, der selbst keine Verantwortung für seine Taten zu haben denkt. Es kann." Thomas Harlans Veit ist ein Vermächtnis. Nicht allein sein Leben betreffend. Unser aller. Harlan legt den Finger tief in die deutsche Wunde, es gibt längst kein Entkommen mehr. / Mit Thomas Thieme / Regie: Bernhard Jugel / BR 2011
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