Auf einer Kostüm-Party (Motto: Superhelden) erscheint Lokalradioredakteur Stefan Gabel als MULTIMAN. Niemand erkennt ihn. Niemand scheint sich dafür zu interessieren. Bis MULTIMAN rettend in letzter Sekunde Jet-Set-Girl Cassandra Stein aus den Bahnschienen befreit, in denen sie mit ihren Pumps stecken geblieben ist. Ein ganz normaler Held
Im Netz tauchen sofort jede Menge Fotos und Handyfilme über den frischgebackenen Helden des Alltags auf. MULTIMAN ist überall: Er hilft Omas über die Straße, ermahnt Bahn-Kids mit zu lauten iPods und trägt Hausfrauen die Einkaufstaschen. Doch reichen die Kräfte von MULTIMAN auch aus, um den Boss einer brutalen Mädchenschlepper-Bande zur Strecke zu bringen? MULTIMAN muss zeigen: Ist er Medienclown oder wahrer Held?
(22.05.12 23:00 Uhr)
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Das Verschwinden der Souffleuse Marianne Zwirn führte mich in eine Welt aus Stille und Einsamkeit. Doch diese Welt erschien mir nicht bedrückend oder bedrohlich, sie war geprägt von einer Form von Ausschließlichkeit, die den Menschen, der diese Welt erschaffen hatte, als vollkommenen Einzeln-Geher beschrieb - jemand mit unbestechlichen Schritten, ohne Kompromisse im Leben und Lieben. Dessen alltägliche Entscheidungen oftmals radikal und unverständlich wirken mögen und die doch einer tiefen Herzensklarheit entspringen. Wenn jemand Einzel-Geher versteht, dann ist es Tabor Süden, und er weiß, dass solche Menschen nicht gefunden werden wollen.
(22.05.12 19:20 Uhr)
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Mit Hilfe künstlicher DNA wird der Täter eines Raubmords überführt und inhaftiert. Als er in der Gefängniszelle stirbt, müssen Claas Berding und Staatsanwalt Gröninger ohne Kommissarin Evernich die Ermittlungen aufnehmen.
(21.05.12 23:00 Uhr)
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Der junge Iraker Rasul Hamid flieht nach einem Gefängnisaufenthalt aus seiner Heimatstadt Bagdad. Auf einer jahrelangen Odyssee durch Nordafrika und Europa trifft er Flüchtlinge aus aller Welt, die wie er auf der Suche nach einem Leben ohne Hunger, Krieg und Unterdrückung sind. Eigentlich will er nach Schweden, doch die bayerische Polizei setzt seiner Flucht ein jähes Ende, und er muss in der "großen Fabrik Deutschland" bleiben.
(19.05.12 15:05 Uhr)
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Zwei Musiker (1. und 2. Geige), die wie die Band auf der Titanic weiterspielen, während das Schiff im Meer versinkt, versuchen in Elfriede Jelineks neuem Stück das Unfassbare zu fassen. Das Wasser ist an Land gekommen, eine gewaltige Flutwelle hat alles mit sich fortgerissen. Energie wurde geraubt: Eine Anlage ist ausgefallen oder hat sich automatisch abgeschaltet. Nur noch ohrenbetäubende Stille erfüllt die Luft, ein Lärm, der die Welt lautlos unter sich begräbt, jedes Gehör taub macht, einem kollektiven Tinnitus gleich. Etwas hat sich grundlegend verändert 13 aber was? Etwas, das der Mensch erschuf, hat sich unumkehrbar gegen ihn gewandt, und das Licht, das früher auf ihn schien, muss er nun selbst abstrahlen, bläulich leuchtend aus den Knochen seines Körpers. Ohne dass die Worte Fukushima oder Atomkraft fallen, ist Kein Licht. ein Geisterszenario nach dem Super-GAU, ein Beckett-haftes Endspiel, das abrechnet mit unserem bedingungslosen Glauben an die Beherrschbarkeit der Technik.
(18.05.12 21:03 Uhr)
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Der an seinen Vater, den Filmemacher Veit Harlan (Jud Süß) gerichtete Monolog, setzt sich in direkter Weise mit der Rolle seines Vaters im NS-Regime und der Frage der persönlichen Schuld auseinander. Bis zu seinem Tod am 16. Oktober 2010 in Berchtesgaden arbeitete der Schriftsteller und Filmemacher Thomas Harlan an seinem letzten Text mit dem Titel 'Veit'. "Sage, Vater, sage nicht, es könne niemand die Verantwortung für die Taten eines Dritten übernehmen, der selbst keine Verantwortung für seine Taten zu haben denkt. Es kann." Thomas Harlans Veit ist ein Vermächtnis. Nicht allein sein Leben betreffend. Unser aller. Harlan legt den Finger tief in die deutsche Wunde, es gibt längst kein Entkommen mehr. / Mit Thomas Thieme / Regie: Bernhard Jugel / BR 2011
(17.05.12 21:00 Uhr)
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Ein Mann fährt regelmäßig im immer selben Taxi mit, zweimal die Woche, Stunde um Stunde. Er lässt sich durch die Stadt kutschieren und schweigt. An den seltsamsten Orten steigt er kurz aus. Eines Tages bleibt er weg. Wie vom Erdboden verschluckt. Tabor Süden soll ihn finden. Er weiß, dass es nur gelingen kann, wenn er das System erkennt, das den scheinbar willkürlichen Taxifahrten zugrunde liegt.
(15.05.12 19:20 Uhr)
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Faust Sonnengesang ist ein Konzept für Film, Theater, Hörspiel und bildende Kunst. Auch das Hörspiel geht von Fausts Wette mit Mephisto aus: "Werd ich zum Augenblicke sagen / Verweile doch, du bist so schön / Magst du mich in Bande schlagen / Dann will ich gern zugrunde gehn. ..." Aber es kehrt die Formel um. Der Faust dieses Hörstückes sammelt Augenblicke des eigenen Lebens, die es wert sind, beschworen zu werden. Faust auf Weltreise: Er erreicht den Orient, den er als tausendundeinen Traum erlebt.
(12.05.12 20:05 Uhr)
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Kamerun wird oft als Miniaturafrika bezeichnet. Das sich wie ein unregelmäßiges Dreieck immer mehr ins Landesinnere verjüngende, langgezogene Land beheimatet mehr als 200 Stämme, die verschiedensten Klima- und Vegetationszonen. Christina Kubisch verdichtet ihr Klangtagebuch aus Kamerun zu Miniaturen. Zu viele Löwen, Wasserfälle und unberührte Natur sind schon cinemaskopisch aufgenommen und zu Klanglandschaften komponiert worden. Christina Kubisch fokussiert in ihrem Soundmosaik vielmehr die kleinen Gesten und Handlungen des Alltags, die schleichenden Veränderungen in der Musikkultur, die Koexistenz von Magiern und Internetcafés, das Zufällige und das Zugefallene.
(11.05.12 23:05 Uhr)
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