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Bayern 2

Rolf Dieter Brinkmann: Longkamp - Erkundung für die Präzisierung des Gefühls für einen Aufstand: Träume / Aufstände / Gewalt / Morde / Reise / Zeit / Magazin (Tagebuch) - 26.06.2015

Bild: Christa Donner Mit Christian Brückner / Bearbeitung und Regie: Ulrich Gerhardt / BR 2008 Länge: 80´13 // Briefe, Notizen, Landkarten, aus denen ein Monolog entsteht - über die Frage, "wie jemand heute da raus kommt". Als Rolf Dieter Brinkmann Ende November 1972 für einige Wochen nach Longkamp, ein Dorf im Hunsrück, zieht, ist seine Flucht aus dem Lärm der Stadt zugleich ein Abschied vom Glauben an die Rebellion, an Pop und Untergrund. Auf der Suche nach einem ruhigen Ort für sich und nach dem Leben, das bisher immer woanders ist, zieht er in die alte Mühle. In der Küche, dem einzigen beheizbaren Raum, schläft und schreibt er: Aufstehen um 10 nach 7, Dauerlauf, Bronchialtee, dann bei Kerzenlicht Tippen auf der Schreibmaschine. Er hört auf zu rauchen und nimmt ab, aber seine Verunsicherung und der Druck, der auf dem Schreiben lastet, bleiben...
(Bild: Christa Donner)
(26.06.15 21:05 Uhr)
45 Hörer / Bewertung: Durchschnittswertung: 3
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SWR 2

The Black Hole Radio

Bild: Colourbox.com Das Wachstumsparadigma ist unsere unbestechlichste Logik, es ist unser größter Stern. Kollabiert ein großer Stern, entsteht ein schwarzes Loch als ein Raum-Zeit-Kontinuum jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Das Hörspiel gründet auf einer Versuchsanordnung: Drei Personen werden unabhängig voneinander interviewt. Sie versuchen, sich ein Leben außerhalb des Wachstumsdenkens vorzustellen. Dabei scheitern sie schnell oder sie entwickeln Bilder des Müßiggangs. Drei professionelle Performer eignen sich daraufhin das O-Ton-Material an und beziehen Sprachrhythmus, Sprechmelodie nebst Versprechern und Pausen mit ein. Es entsteht eine Partitur aus Stimme, Musik und Klang. Das Stück versucht so einem Paradoxon Ausdruck zu verschaffen: Permanentes Wachstum - ob wirtschaftlich oder biologisch - führt zum Kollaps. Negativwachstum oder permanente Dauer zum Exitus oder Nicht-Darstellbaren. Das menschliche Glück, es zeigt sich irgendwo dazwischen.
(Bild: Colourbox.com)
(25.06.15 22:03 Uhr)
19 Hörer / Bewertung: Durchschnittswertung: 0
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Deutschlandradio

Aus der Ferne: Drei Schwestern

Bild: Deutschlandradio "Drei Generationen nach meiner Urgroßmutter überquere nun ich den Ozean." Sara folgt einer bitteren Sehnsucht ihres Vaters, der einst nach Deutschland flüchten musste. Sie reist in seine chilenische Heimat, in das unbekannte Land seiner Mutter und Tanten. Es waren drei Schwestern aus einer spanischen Auswandererfamilie, die von einer Rückkehr nach Madrid träumten. Die Familienbande der drei baskischen Schwestern reichen inzwischen um die halbe Welt. Nur Saras Großtante lebt noch immer im Haus mit dem kleinen Laden von einst. Hier im Alltag sucht Sara nach der Familiengeschichte. Alles begann mit dem Urgroßvater, der ein Vermögen verspielt hat. Immer waren es die Frauen, die für das Weiterleben sorgten.
(Bild: Deutschlandradio)
(24.06.15 21:31 Uhr)
58 Hörer / Bewertung: Durchschnittswertung: 3
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Eins Live

Today your love, tomorrow the world

Bild: dpa/ United Archiv Sie haben das erreicht, wovon alle Musiker träumen: Jeder kennt sie, ihr Sound wurde von Millionen kopiert und war Geburtshelfer eines neuen Sub-Genres. Die "Ramones" haben den Punk mainstream-fähig gemacht und ihre Credibility trotzdem nie verloren. Bei über zweitausend Konzerten wurden sie geliebt und verehrt, ihr Logo wurde weltweit auf T-Shirts und Taschen verbreitet - aber richtig viele Alben verkauft haben sie eigentlich nie. Nur eine Greatest Hits wurde (in den USA) vergoldet. Sie sahen alle gleich aus, gaben sich alle den Nachnamen Ramone, und sie waren wie Brüder: Sie hassten sich innig. Eine Band wie aus dem Bilderbuch, Image wie aus einem Comic, der Sound eine Betonmauer. Nach jedem one-two-three-four klangen sie wie eine Eins, doch sie wurden nicht reich, sie wurden nicht glücklich, sie wurden nicht alt. Sie wurden Kult. Die Geschichte der Band und die Reflexion des Phänomens. Too tough to die!
(Bild: dpa/ United Archiv)
(23.06.15 23:00 Uhr)
20 Hörer / Bewertung: Durchschnittswertung: 0
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WDR 5

Coconut Hero

Bild: SWR Die Geschichte spielt in einer amerikanischen Kleinstadt. Der 16-jährige Mike gibt telefonisch seine eigene Todesanzeige auf und versucht, sich anschließend mit einem Gewehr umzubringen. Das Gewehr ist das Einzige, was sein Vater ihm hinterlassen hat, nachdem er sich nach Mikes Geburt auf und davon gemacht hat. Aber es war nur mit Platzpatronen gefüllt. Kurz darauf wird bei Mike ein Gehirntumor diagnostiziert und er beginnt, sich euphorisch seinen eigenen Sarg zu zimmern. Da lernt er im Körpertherapiekurs die junge Miranda kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Plötzlich taucht auch sein Vater wieder auf, um Mikes Mutter sein Beileid zum tot geglaubten Sohn auszusprechen. Mit einem Mal scheint Mike das Leben doch wieder lebenswerter als gedacht und die tragikomischen Ereignisse nehmen einen unerwarteten Lauf. "Coconut Hero" wird auch als internationale Kino- und Fernsehproduktion verfilmt.
(Bild: SWR)
(23.06.15 00:00 Uhr)
39 Hörer / Bewertung: Durchschnittswertung: 0
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Deutschlandradio

Diridari

Bild: imago Diridari ist ein bayerisches Wort für Geld. In der Inflationszeit vor dem Ersten Weltkrieg hat Ignaz einen Riesenkredit aufgenommen und Europas modernste Glashütte errichtet. Mit einem Haufen wertlosem Papier hat er alles zurückgezahlt und danach im Wirtshaus einen Füllfederhalter in die Luft gehalten und geprahlt: "So viel wie dieser Füller, so viel hat mich meine Hütten gekostet!" Er war schon schlau, der Ignaz. Rabiat und genial hat er es vom Wirtsbuben zum Multimillionär gebracht. Aber dann entwickelt dieser Dreizentnermann zarte Gefühle, und die Liebe verschlägt ihn auf einen Kriegsschauplatz, auf dem ihm seine ganze Schläue nichts mehr nutzt und seine Millionen auch nichts. Im Gegenteil.
(Bild: imago)
(21.06.15 18:30 Uhr)
58 Hörer / Bewertung: Durchschnittswertung: 0
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SR 2

Zum Tal abfallende Landschaften

Die Großmutter liegt im Sterben. Mimi, ihr jüngerer Bruder und ihre Tante sind gekommen, um Abschied zu nehmen und zu resümieren, was war und was von der Großmutter bleiben wird...
(21.06.15 00:00 Uhr)
31 Hörer / Bewertung: Durchschnittswertung: -3
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Bayern 2

Gisela von Wysocki: Ich nehme ein Blau. Ich nehme ein Gelb. Akustisches Szenario über Charlotte Salomon - 20.06.2015

Mit Karin Anselm, Tanja Schleiff, Lorenz Meyboden, Christiane Roßbach, Manfred Zapatka, Peter Lersch, Helga Fellerer / Gesang: Barbara Müller, Flöte: Jana Boskovi?, Cello: Johanna Varner, Baritonsaxophon: Thomas Zoller / Komposition: Helga Pogatschar / Regie: Bernhard Jugel / BR 2003 / Länge: 61´07 // Charlotte Salomon - 1917 in Berlin geboren, 1939 nach Südfrankreich emigriert, 1943 in Auschwitz ermordet - hat ein außergewöhnliches Werk hinterlassen. In nur zwei Jahren ihres Lebens entstand der Zyklus "Leben? oder Theater?". Etwa 1300 Gouachen und Textblätter konnte Charlotte Salomon vor ihrer Deportation noch an einen Freund übergeben: Scharfsichtige, unsentimentale Darstellungen einer jüdischen Frau im Exil - Bilder und Texte, in denen biographische und fiktive Elemente, Kunst und Literatur, Film und Musik spielerisch miteinander verwoben sind. "Die Entstehung der vorliegenden Blätter ist sich folgendermaßen vorzustellen: Der Mensch sitzt am Meer. Er malt...
(20.06.15 15:05 Uhr)
2 Hörer / Bewertung: Durchschnittswertung: 0
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WDR 3

Misses und Mysterien - Ein Hörtanzstück

Was entsteht aus Tanz, wenn er einzig in der Beschreibung existiert? Was macht Sprache mit unserer Vorstellung - und welche Rolle spielen Personalpronomen dabei? "Misses und Mysterien" bittet Sprache, Imagination und Drag zum Tanz. Das Stück für Musik und Stimme lässt Beschreibungen einer imaginären Aufführung in engen Dialog treten mit den Kompositionen von Andrea Neumann. Am Innenklavier, einem von Neumann entwickelten, präparierten Klavier, vertont sie das Gesprochene simultan. "Misses und Mysterien" ist eine Zusammenarbeit der Choreografin sowie bildenden Künstlerin Antonia Baehr und der Tänzerin Valérie Castan, die sich mit Audiodeskriptionen von Tanzstücken für blinde und sehbehinderte Menschen einen Namen gemacht hat. Sie erfinden Realitäten und Vergangenheiten - und nehmen die Hörerschaft mit in einen Theatersaal, der zum Hörraum wird. Worte, Handlungen, Tänze, Kindheiten, kommen ins Spiel, bei dem alles auf dem Spiel steht, alles Spiel ist...
(20.06.15 00:00 Uhr)
4 Hörer / Bewertung: Durchschnittswertung: 0
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