Tagestipps im Radio  (20.01.2026)

Tagestipps

Dienstag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Katja Bigalke Kubas Wirtschaft Ein Lebenim Mangel Von Jenny Barke Strom, Wasser, Medikamente - in Kuba funktioniert kaum noch etwas verlässlich. Die Schäden nach dem Hurrikan Melissa sind vielerorts immer noch nicht beseitigt, und stehende Gewässer haben einen massiven Ausbruch von Dengue und Chikungunya ausgelöst. Apotheken bleiben leer, Kliniken überfüllt, oft fehlt selbst das Nötigste zur Erstversorgung. Viele Menschen leben im Rhythmus der Strom-Ausfälle: kein Licht, kein Herd, kein Transport. Hoffnung auf Hilfe von außen schwindet, seit Venezuela selbst in der Krise steckt. Kuba kämpft mit dem Mangel und der Frage: Wie lange noch?

Dienstag 19:10 Uhr RadioEINS

Eefje de Visser

Einem ungeschriebenen Gesetz zufolge ist Englisch die "Muttersprache" der Popmusik, und in der Tat ist internationaler Erfolg für Künstler:innen, die sich diesem nicht beugen, nach wie vor eher die Ausnahme. Dass dies allerdings erstmal wenig über die Qualität der Werke aussagt, dürfte unstrittig sein. Als Beweis hierfür sei die Diskographie unseres heutigen Gastes Eefje de Visser genannt: Nach einigen anglophonen Demo-Testballons im Teenager-Alter singt sie spätestens seit ihrem 2011 erschienen Debütalbum "De Koek" recht konsequent Niederländisch, und hat damit nicht nur im Land ihrer Geburt sowie in ihrer belgischen Wahlheimat viele Fans gewonnen, sondern auch über Sprachgrenzen hinaus. So erkor Wir Sind Helden-Sängerin Judith Holofernes im Rahmen der 2017er radioeins-Sommersonntage de Vissers Lied "Scheef" zu einem der ihrer Meinung nach zehn besten "Electro-Songs". Im Oktober 2025 erschien mit "Vlijmscherp" das neueste Album der Sängerin, Songwriterin und Multiinstrumentalistin, dessen Titel übersetzt in etwa "Messerscharf" bedeutet, und das sie als vervollständigende zweite Hälfte des Vorgängers "Heimwee" aus dem Jahr zuvor versteht.

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Im Netz der USA - Europas schwieriger Weg aus der digitalen Abhängigkeit Von Johannes Zuber Wirtschaft und Verwaltung in Europa sind komplett von wenigen großen Tech-Konzernen aus den USA abhängig. Wenn Microsoft, Google und Amazon den Stecker ziehen, geht hier nichts mehr. Diese Abhängigkeit besteht zwar schon seit vielen Jahren. Als Problem nehmen Politik und Unternehmen sie aber erst seit Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Trump wahr - und wollen gegensteuern. Auf zahlreichen Gipfeln und Konferenzen wird über digitale Souveränität diskutiert. Wirklich passiert ist aber noch nichts. Nur einige Pioniere arbeiten daran, sich von den großen US-Techfirmen zu lösen. Dabei sind sich die meisten Fachleute einig: Europa muss schnell handeln, um nicht zu einer digitalen Kolonie zu werden.

Dienstag 20:00 Uhr MDR KULTUR

Männer in Magdeburg

Stichproben zur maskulinen Lage von Tom Schimmeck (Übernahme) Das männliche Geschlecht gilt heute als übernervös und schnell gekränkt, als von Komplexität überfordert und tendenziell gewalttätig. Zunehmend wird die Welt wieder von "echten Männern" regiert, zur wilden Begeisterung ihrer Anbeter - und zum wachsenden Entsetzen des aufgeklärten Rests. Wie sehen sie die Welt? Wie geht es ihnen wirklich? Autor Tom Schimmeck nimmt eine Stichprobe, an einem beinahe beliebig gewählten Ort: in Magdeburg, wo seit Otto dem Großen Herrscher zu Hause waren und die AfD bald alleine regieren will. Eine Erkundung in der Grundschule und im Stadion, im Jugendzentrum und im Landtag. Mit der alten Frage: Wann ist ein Mann ein Mann? Tom Schimmeck, 1959 in Hamburg geboren, arbeitet seit 1979 als politischer Journalist für Presse und Hörfunk. Über Helmut Kohls ersten Wahlsieg 1983 berichtete er aus Bonn. Seit 2004 macht er Radiofeatures für den Deutschlandfunk und die ARD. Seine Arbeit wurde u.a. mit dem Otto-Brenner- Preis, dem Ernst-Schneider-Preis, dem Schweizer Featurepreis, dem RIAS- Radiopreis und dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet. Produktion: DLF 2026

Dienstag 20:03 Uhr WDR5

Unterhaltung am Dienstag: UaW (1/2)

Mit Horst Evers Horst Evers und Freunde Wiederholung: Mi. 20.03 Uhr Mit René Sydow, Ada Badey, Oliver Maria Schmitt und Mareike Barmeyer bringt Moderator Horst Evers vier Menschen auf die Bühne und ins Radio, deren Geschichten von Sehnsucht, Aufbruch, Geheimnissen, Jagdfieber und Familienchaos erzählen Zu Gast: René Sydow, Mareike Barmeyer, Oliver Maria Schmitt und Ada Badey Aufnahme vom 7. Oktober 2025 aus dem Gymnasium Canisianum, Lüdinghausen

Dienstag 21:00 Uhr SWR Kultur

JetztMusik

Bare Unfolding - Das Kaja Draksler Octet bei den Donaueschinger Musiktagen Von Julia Neupert In vielen ihrer Arbeiten bewegt sich die slowenische Musikerin Kaja Draksler bewusst in musikalischen Zwischenwelten: Komposition oder Improvisation? Klang oder Geräusch? Tradition oder Imagination? Das neueste Projekt für ihr seit vielen Jahren bestehendes, international besetztes Oktett heißt "Bare, Unfolding". Es ist von den Gedichten des Haiko-Meisters Matsuo Bashô inspiriert - japanischer Poesie aus dem 17. Jahrhundert. Kaja Draksler: Downward & inward Kaja Draksler (Klavier) Kaja Draksler: Of years past Kaja Draksler Octet: Kaja Draksler (Klavier) Laura Polenc (Gesang) Björk Nielsdóttir (Gesang) Ada Rave (Tenorsaofon, Klarinette) Ab Baars (Tenorsaxofon, Klarinette, Shakuhachi) George Dumitriu (Violine, Viola) Lennart Heyndels (Kontrabass) Onno Govaert (Schlagzeug, Perkussion) Kaja Draksler: Skylark Kaja Draksler Octet Kaja Draksler: Kyoto Kaja Draksler Octet Kaja Draksler: Autumn Eve Kaja Draksler Octet Kaja Draksler: Mai Fu Kaja Draksler Octet Kaja Draksler: Downward & inward Kaja Draksler

Dienstag 21:00 Uhr NDR kultur

Neue Musik

Ultraschall Berlin: Festival für neue Musik 2026 - Nachlese Von Andreas Göbel Ultraschall Berlin präsentierte auch in diesem Jahr vom 14. bis zum 18. Januar Uraufführungen, Deutsche Erstaufführungen und Werke der jüngsten Vergangenheit ebenso wie Klassiker der Avantgarde - das Heterogene, das irisierend Vielfarbige der Neuen Musik. Frei von Aktualitäts- und Uraufführungszwängen ließ das Festival wesentliche Entwicklungen, die die Musik der Gegenwart prägen, aufscheinen und warf einen Blick auf die jüngere Vergangenheit, um ausgewählte Werke in einem veränderten Kontext neu zu beleuchten. Eine Nachlese.

Dienstag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Jazz Live

Grenzenlose Abenteuerlust Robinson Khoury MYA Robinson Khoury, Posaune, Electronics, Stimme Anissa Nehari, Perkussion, Stimme Léo Jassef, Klavier, Synthesizer, Stimme Aufnahme vom 24.1.2025 beim Sparks Visions Festival Regensburg Am Mikrofon: Thomas Loewner Vielschichtige Klänge aus Frankreich, faszinierend changierend zwischen Jazz, der Musik des Orients und elektronischen Sounds. Robinson Khoury ist ein französischer Posaunist mit libanesischen Wurzeln. Mit der Deutschland-Live-Premiere seines Trios MYA brachte sich der 30-Jährige überzeugend als eine der interessantesten neuen Stimmen der französischen Szene in Stellung. MYA spielt Musik, die sich erfolgreich jeder Schubladisierung entzieht. Flächige, fast schon meditative Klänge wechseln sich ab mit druckvollen, clubtauglichen Rhythmen. Robinson Khoury wechselt dabei mit unbändiger Energie zwischen seiner Posaune, Electronics und Gesang, während seine beiden Triopartner für ein zuverlässiges rhythmisch-harmonisches Fundament sorgen. Zugleich haben sie aber auch immer wieder Gelegenheit, ihre solistischen Qualitäten zu zeigen. Mit einem ausgedehnten Perkussion-Solo sorgte Anissa Nehari schließlich für offene Münder bei den begeisterten Festivalbesuchern.

Dienstag 22:00 Uhr ERF Plus

Das Gespräch

Russland: "Ich lebte in Angst" Nach 20 Jahren Missionsarbeit in Moskau und Saratow ist Schwester Maren zurück in Deutschland.

Dienstag 22:03 Uhr WDR3

WDR 3 Jazz

Mit Karsten Mützelfeldt Mit Swing, Charme und Melone - Fats Waller (Extended Version) Als Pianist und Sänger wurde Thomas "Fats" Waller eine prägende Figur des frühen Jazz der 1920er Jahre hin zum Swing. Ihm zu verdanken sind Evergreens wie "Ain"t Misbehavin"" oder "Honeysuckle Rose". 1904 geboren, spielt Thomas Waller zunächst Harmonium, dann Klavier und Orgel. Heimlich swingt er in der Kirche - und prägt später das Stride-Piano: virtuose Soli, kräftige Bassfiguren, typische Oktavsprüngen. Als ständig essender und trinkender "Fats" begeistert er mit Humor und Charme, wird zur Jazz-Legende. Doch sein maßloser Lebensstil endet tragisch: 1943 stirbt er mit nur 39 Jahren.

Montag Mittwoch

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