Tagestipps im Radio  (13.06.2026)

Tagestipps

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Westsahara Heißer Sand und ein verlorenes Land Von Olivia Wimmer Regie: die Autorin Mit: Alina Fritsch, Dominic Oley, Fanny Altenburger, Raphael Muff, Philip Scheiner, Felix Kammerer, Rainer Doppler, Michael Köppel und Olivia Wimmer Ton: Fridolin Stolz Redaktion: Eva Roither ORF 2025 Länge: 52"58 (Wdh. am 14.06.2026, Deutschlandfunk, 20.05 Uhr) Seit einem halben Jahrhundert leben die Sahrawi in Flüchtlingslagern in der algerischen Wüste, abgeschnitten von ihrer Heimat, der Westsahara. Ein Feature über ein vergessenes Volk und seinen verzweifelten Kampf um Unabhängigkeit. Die Westsahara ist ein Gebiet an der Nordwestküste Afrikas, das von Marokko besetzt wurde, als sich die spanischen Kolonialtruppen daraus zurückzogen. Im Jahr 1975 bricht ein Krieg zwischen Marokko und dem dort ansässigen Volk der Sahrawi aus. Viele Sahrawi fliehen ins Landesinnere, in die Wüste, und über die Grenze nach Algerien, wo sie sich mitten in der Sahara in improvisierten Zeltstädten niederlassen. Nach einem von der UNO verhandelten Waffenstillstand von 1991 sollen die Sahrawi entscheiden, ob sie zu Marokko gehören oder einen eigenen Staat gründen wollen. Doch das Referendum findet nie statt. Die Menschen harren seit einem halben Jahrhundert in der Wüste aus. Ein Leben über das Überleben hinaus zu gestalten, ist schwierig. Und so sind viele wieder bereit, zu den Waffen zu greifen, denn die junge sahrawische Generation ist des Wartens müde. Olivia Wimmer, geboren 1983 in Grieskirchen, ist freie Radiojournalistin und Fotografin und lebt in Wien. Studium der Fotografie und Arabistik in Wien und Damaskus. Sie produziert internationale Reportagen und Langform-Features. Zu ihren Schwerpunkten gehören der Nahe Osten, Nordafrika und Menschenrechte. Am Kinodokumentarfilm "Everyday Rebellion" (2013) war sie als Kamerafrau beteiligt.

Samstag 18:20 Uhr SWR Kultur

Jazz

Bigband-Hexerei - Monika Roscher und ihr Orchester Von Hans-Jürgen Schaal Laut dem Spiegel ist ihre Musik ein "schwirrender, nervöser [...] Hexensabbat". Monika Roscher spielt Rockgitarre, sie singt Avant-Pop-Songs, und sie leitet dazu noch ein Jazzorchester mit 13 Bläsern - das alles zusammen in einer Band. "Ich liebe die Freiheit, mit diesem großen Klangapparat experimentieren zu dürfen", sagt sie. In Roschers Musik scheinen viele verschiedene Genres zu stecken: Jazz, Pop, Rock, Elektronik, Heavy Metal, Experimentelles - eben alles das, "was gerade bei uns abgeht. Manche sagen: Ist das jetzt noch Jazz? Oder ist das Rock? Mir ist das ehrlich gesagt wurscht."

Samstag 19:00 Uhr radio3

The Voice

Moderation: Susanne Papawassiliu Joy Oladokun Die Singer Songwriterin aus den USA macht Musik, die zwischen Folk, R&B und Country zuhause ist. Inspiration waren für sie Bob Marley... aber auch Country. Mit ihrer Musik setzt sich die queere Künstlerin auch dafür ein, dass "Queer" sein nicht in eine Ecke gestellt wird.

Samstag 19:04 Uhr SWR Kultur

Krimi

Der Gefangene Kriminalhörspiel von Friedrich Ani Mit: Matthias Brandt Regie: Stefan Hilsbecher (Produktion: SWR 2010) 1988 überfiel Jakob Esterland mit einer Waffe eine Sparkassenfiliale. Er wollte niemanden erschießen, nur seiner Forderung Nachdruck verleihen. Als der Kassierer den Beutel mit dem Geld - 12.000 Mark - über die Theke reichte, knallte ein Schuss. Esterland sah, wie die einzige Kundin zu Boden ging und reglos liegen blieb. Er ringt mit sich, Jahr für Jahr, er will sich stellen. Doch auch nach mehreren Selbstmordversuchen bringt er nicht den Mut auf zu gestehen. Erst spät offenbart Jakob Esterland sich einem Priester. Der Hörspielmonolog basiert auf einer wahren Geschichte aus Baden-Württemberg.

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Vergesst mich nicht Der NSU-Mord an meinem Vater Nach einem Wochenende zu Hause wird Semiya von ihrem Vater zurück ins Internat gefahren. Alles ist wie immer - und doch ist es das letzte Mal. Keine 24 Stunden später ist der Vater tot. Brutal ermordet vom NSU. Das Hörspiel erzählt die Geschichte eines Mädchens, das ohne Vater aufwächst und zur Hauptanklägerin im NSU-Prozess wird. Ab dem 12. Juni zum Download in ARD Sounds. Von Semiya Simsek, Peter Schwarz und Laila Stieler Regie: Judith Lorentz Produktion: NDR/rbb 2017

Samstag 20:03 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Oper

Richard Wagner: "Das Rheingold" Der Auftakt zum "Ring": Wagners Rheingold in Berlin Nach ihrer Rückkehr zu den Osterfestspielen Salzburg bringen die Berliner Philharmoniker den Beginn von Wagners "Der Ring des Nibelungen" nach Berlin. Kirill Petrenko dirigiert "Das Rheingold" konzertant. Ab dieser Saison gastieren die Berliner Philharmoniker erneut bei den Osterfestspielen in Salzburg, wo sie Wagners gesamten "Der Ring des Nibelungen" aufführen. Den Auftakt dieses Zyklus präsentieren sie nun auch in Berlin mit dem Vorabend "Das Rheingold". Aus einem tiefen Es-Dur-Akkord entfaltet sich die Welt des Rheins, bevor die Handlung um Macht, Liebe und Verrat ihren Lauf nimmt: Der Nibelung Alberich raubt das Rheingold, schmiedet den Ring und setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die den Göttervater Wotan und die Welt der Götter ihrem Untergang entgegenführt. Die Berliner Philharmoniker musizieren unter der Leitung ihres Chefdirigenten Kirill Petrenko in konzertanter Aufführung. Christian Gerhaher übernimmt erstmals in seiner Karriere die Partie des Wotan. Christian Gerhaher, Bariton - Wotan Gihoon Kim, Bariton - Donner Thomas Atkins, Tenor - Froh Brenton Ryan, Tenor - Loge Leigh Melrose, Bariton - Alberich Thomas Cilluffo, Tenor - Mime Patrick Guetti, Bass - Fafner Le Bu, Bassbariton - Fasolt Catriona Morison, Mezzosopran - Fricka Mirjam Mesak, Sopran - Freia Jasmin White, Alt - Erda Louise Foor, Sopran - Woglinde Yajie Zhang, Mezzosopran - Wellgunde Jess Dandy, Alt - Floßhilde Leitung: Kirill Petrenko Berliner Philharmoniker Aufnahme vom 10.04.2026 in der Berliner Philharmonie

Samstag 20:03 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Radiokrimi

"Maigret und sein Revolver" von Georges Simenon Madame Maigret ruft ihren Gatten in seinem Büro am Quai d"Orfèvre an. Bei ihr zu Hause sitzt ein ziemlich verstört wirkender junger Mann, der den Kommissar in einer dringenden Angelegenheit persönlich sprechen will. Als Maigret heimkommt, ist der seltsame Besucher jedoch wieder verschwunden - und mit ihm sein Dienstrevolver. Kurz darauf wird am Gare du Nord eine Leiche entdeckt, die mit einem Kopfschuss getötet wurde. Maigrets Ermittlungen führen ihn bis nach London. Von Georges Simenon Mit Paul Dahlke, Traute Rose, Reinhard Glemnitz, Rolf Boysen, Heini Göbel, Bum Krüger, Robert Klupp, Fritz Wilm Wallenborn, Klaus W. Krause, Gernot Duda, Kurt Marquardt, Konrad Georg, Otto Brüggemann, Michael Lenz, Lis Verhoeven, Helen Vita, Elfe Gerhart, Anton Reimer, Rotraut Grauer, Claudia Bethge, , Addi Adametz, Hans Elwenspoek, Sid Sindelar-Brecht, Wolfgang Eichberger, Elmar Wepper, Alexander Malachovsky, Senta Bonneval, Stefanie Fricke, Marlies Compère, Robert Neumann, Helmut Haupt, Dieter Seulen, Hans Eichleiter, Heidi Fuchs, Bernd Steinseiffer Regie: Heinz-Günter Stamm BR 1961 Diese Sendung hören Sie auch in ARD Sounds bei Bayern 2.

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Unser Deutschlandmärchen Hörspiel nach dem Roman von Dinçer Güçyeter Bearbeitung: Negar Foroughanfar Mit: Siir Eloglu, Mehmet Atesçi, Jale Arikan, Yasi Cetinkaya, Ercan Durmaz, Tanya Erartsin, Robert Frank, Nico Holonics, Gülüzar Mertin, Monika Oschek, Frauke Poolman, Sema Poyraz, Varol Sahin, Harald Schrott, Hasan Tasgin, Cem Sultan Ungan, Und Aylin Uyunc-Kaplan Wir danken Yüksel Pazarkaya für seine Mitwirkung Besetzung: Kathi Bonjour Komposition: Sinem Altan Musik: Sinem Altan, Begüm Tüzemen, Özgür Ersoy und Axel Maier Ton und Technik: Alexander Brennecke, Hermann Leppich und Julian Kretschel Regieassistenz: Marie Permantier Regie: Beatrix Ackers Dramaturgie: Julia Tieke Deutschlandfunk 2026 Länge: 89"26 (Ursendung) (Wdh. am 14.06.2026, Deutschlandfunk Kultur, 18.30 Uhr) Fatma ist Gastarbeiterin. Sie verdient das Geld, sie hält die Familie zusammen. Ihr Sohn Dinçer entwickelt sich zwischen Elternhaus, Ausbildung und Theater zum Autor. Und die Gesellschaft kommentiert als Chor. Fatma hat drei Kinder: Dinçer, Özgür - und ihren Mann Yilmaz. Er ist lieb, aber unfähig, die Familie zu ernähren. Also muss sie ran. In sprachgewaltigen Monologen, Szenen und Chören würdigt der Autor die Stärke der Gastarbeiterinnen in Westdeutschland. Seine Figuren erzählen ebenso emotional mitreißend wie gesellschaftspolitisch relevant, und häufig mit drastischer Lakonie - wie Fatma, als sie ihre Lage analysiert: "Es ist, wie es ist, du bist die Maschine, wenn du kaputt bist, bist du eben kaputt. Nichts zu machen." Dinçer Güçyeter, geboren 1979 in Nettetal, wurde zum Werkzeugmechaniker ausgebildet. Er ist preisgekrönter Autor und Gründer des ELIF Verlags. Sein erster Roman "Unser Deutschlandmärchen"wurde 2023 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet und ist in viele Sprachen übersetzt.

Samstag 21:00 Uhr SRF 2 Kultur

Sternstunde Philosophie

Warum lohnt sich ein sokratisches Leben, Agnes Callard? Agnes Callard, Professorin für Philosophie in Chicago, verteidigt Sokrates als Vorbild für die Gegenwart: Ein gutes Leben, so ihre These, setzt voraus, dass wir es unablässig prüfen und uns unbequemen, «unzeitgemässen» Fragen stellen. Stattdessen organisieren die meisten ihren Alltag im Viertelstundentakt und dringen nie zum tieferen Sinn des Lebens vor. Für Callard besteht dieser in der Idee der Aspiration: dem beständigen Streben nach intellektueller Reife, die nichts mit Selbstoptimierung, aber viel mit der Einsicht in die eigene Unwissenheit und der Sehnsucht nach Wissen zu tun hat. Die gute Nachricht: Wir sind in diesem Streben nicht allein. Ganz wie Sokrates ist sie der Ansicht, dass wir nur dank des Dialogs mit anderen zu Wissen vordringen. Das menschliche Streben denkt sie bis in die intimsten Bereiche weiter: in einer «aufstrebenden Ehe» wachsen die Liebenden gemeinsam als Personen. Barbara Bleisch fragt Agnes Callard, wie ein sokratisches Leben gelingt, warum Sokrates offen war für Polyamorie und weshalb er bereit war, den Schierlingsbecher zu trinken.

Samstag 22:00 Uhr Bremen Zwei

Sounds in concert: Jazzahead 2026 (II): Kossi Mawun / Nana Rashid / Jeremy Ledbetter Trio

Vom 23. bis 25. April fand die 20. Ausgabe des Bremer Showcase-Festivals Jazzahead statt. Dieses Jahr war Schweden das Partnerland und erneut kamen auch Bands vom afrikanischen Kontinent. Die sollen in der Zukunft einen selbstverständlicheren Platz im LineUp bekommen. Dazu präsentierten sich in der Reihe German Jazz Expo wie üblich Bands aus Deutschland und die European Jazz Expo hatte ganz unterschiedliche Bands von Norwegen bis Italien zu bieten. Konzerte von: Kossi Mawun, Nana Rashid, Jeremy Ledbetter Trio

Samstag 22:00 Uhr MDR KULTUR

MDR KULTUR im Konzert

Rudolstadt Festival

Samstag 23:00 Uhr HR2

The Artist"s Corner | harald muenz: ¿cuba libre? (2024/25)

sobre los techos de habana - eine Komposition in sieben Stationen mit Klängen und Texten von der Karibikinsel und vom Autor Moderation: Stefan Fricke Das polyphone Radiostück ¿cuba libre? des Klangkünstlers Harald Muenz verdichtet 24 Stunden in Havanna auf 48 Minuten.

Samstag 23:00 Uhr NDR Blue

NDR Kultur Jazz

Benny"s from heaven: Benny Goodman und sein Erbe Eine Sendung von Henry Altmann An seinem Todestag lag Brahms" Opus 120 auf dem Notenpult, sein Klassik-Spleen bereicherte die Klarinettenliteratur: Aaron Copland, Paul Hindemith, Béla Bartók, Darius Milhaud und andere komponierten in Benny Goodmans Auftrag, auch wenn der als Interpret klassischer Literatur eher blass blieb. Als Jazz-Klarinettenvirtuose und als Überwinder der Rassentrennung im Jazz aber hinterließ Benny Goodman Spuren. Was ist, 40 Jahre nach seinem Tod, 80 Jahre nach dem Ende der Bigband-Ära und 100 Jahre nach Goodmans ersten Aufnahmen als Bandleader geblieben? Das finden wir mit Aufnahmen der NDR Bigband heute heraus.

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