Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

patricia görgKunckels Kunst Von Patricia Görg nach ihrem Roman "Glas" Regie: Hans-Gerd Krogmann Mit: Ingo Hülsmann, Christian Redl, Ulrike Krumbiegel, Therese Hämer und Krista Posch Ton: Martin Eichberg Produktion: Deutschlandradio Kultur 2017 Länge: 54"29 (Wdh. v. 10.05.2017) Der Alchemist als Glasmacher, der Fürst als Mäzen. Glas für den Hofstaat, Glas als Kunst. Wie wandeln Stoffe den, der sie verwandelt, ist eine der Fragen, die den Alchemisten Johann Kunckel, geheimer Kammerdiener des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm, umtreiben. Für sein Laboratorium übereignete ihm der herrschaftliche Gönner eine Insel in der Havel. Nicht Gold erwartet der Fürst, sondern Kristallglas. Doch auch Kurfürstin Dorothea hat Wünsche: Goldrubinglas. Bildreich, kristallin und poetisch vergegenwärtigt Patricia Görg die Welt des Alchemisten Johann Kunckel, sein Streben nach Perfektion, die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Macht. Patricia Görg, geboren 1960 in Frankfurt/Main, studierte Theaterwissenschaft, Soziologie und Psychologie. Sie lebt als Autorin von Essays, Romanen, Hörspielen in Berlin. Zahlreiche Preise, zuletzt 2013 Schubart-Literaturförderpreis der Stadt Aalen, 2014 Stipendium der Stiftung Preußische Seehandlung. Im Herbst 2013 erschien der dem Hörspiel zugrundeliegende Roman "Glas". Zuletzt für Deutschlandradio Kultur: "Die Unkontaktierten" (2013). Kunckels Kunst
Montag 00:05 Uhr

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MDR KULTUR

Der Stammgast

Georges CourtelineVon Georges Courteline Ein windiger Rechtsanwalt verteidigt zunächst den Angeklagten - als jedoch die Nachricht eintrifft, der Staatsanwalt sei abgelöst und er an seiner Stelle zum Staatsanwalt ernannt - hält er sofort das Gegenplädoyer. Der französischer Romancier und Dramatiker Georges Courteline (1858/Tours - 1929/Paris), Sohn des Schriftstellers und Librettisten Jules Moinaux, karikierte in seinen Satiren Militär und Beamtentum, indem er die alltäglichen Absurditäten dieser Lebenswelten schilderte. 1899 wurde Courteline in die französische Ehrenlegion und 1926 in die Académie Goncourt aufgenommen. Ebenfalls 1926 erhielt er einen Preis der Académie française. Sein Grab befindet sich auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise. Regie: Hans Knötzsch Bearbeitung: Wolfgang Beck Produktion: Rundfunk der DDR 1973 Sprecher: Wilhelm Gröhl - Präsident Joachim Tomaschewsky - Staatsanwalt Wolfgang Brunecker - Barbemolle, Verteidiger Hans-Joachim Hanisch - Lagoupille Gerd Biewer - Alfred Wolfram Handel - Gerichtsdiener
Sonntag 18:00 Uhr

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HR2

Der Duft der weiten Welt

GewürzhandelGewürzhandel gestern und heute Ein Feature von Michael Marek und Sven Weniger (hr2-kultur 2014) In der Antike waren sie wertvoller als Gold. Abenteurer wie Marco Polo und Christoph Kolumbus suchten nach ihnen auf Entdeckungsreisen. Handelsrouten wurden für sie errichtet, Kriege um sie geführt. Gewürze haben sich bis heute den Duft unbekannter Welten bewahrt. Hamburg ist die Gewürzmetropole Deutschlands. 80.000 Tonnen werden hier jährlich umgeschlagen. Die Hafenstadt hat das einzige Gewürzmuseum der Welt. Die Autoren haben sich auf Spurensuche begeben. Sie trafen Händler und Verkäufer, besuchten Manufakturen und Geschäfte, spürten in Büchern und Kochtöpfen den Geheimnissen exotischer Zutaten nach.
Sonntag 18:04 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel

Deutsche TurnfestBunt wie das Leben Das Internationale Deutsche Turnfest in Berlin Von Wolf-Sören Treusch "Wie bunt ist das denn!", lautet das Motto des Internationalen Deutschen Turnfestes, das Anfang Juni bereits zum fünften Mal in Berlin ausgetragen wird. Es ist ein Event der Superlative: 70000 Teilnehmer, 20000 Tagesbesucher, mehrere Tausend Helfer machen das Turnfest zur größten Wettkampf- und Breitensportveranstaltung der Welt. Manch einer mag die Nase rümpfen und spötteln: "Turnen? Wie antiquiert ist das denn?" Und sagen: "Traditionen wie diese seien nicht mehr zeitgemäß". Dabei ist das Turnfest schon lange nicht mehr das, was es 1860 bei seiner Gründung war: eine politische Veranstaltung, bei der die Turner ihren Wunsch nach nationaler Einheit ausdrückten. Heute ist das Turnfest international und eine Veranstaltung der Vielfalt: von A wie Aerobic bis W wie Wertungsmusizieren finden in über 20 Sportarten Wettkämpfe statt, darunter auch etliche deutsche Meisterschaften.
Sonntag 18:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

dreißigste JahrDas dreißigste Jahr Nach der gleichnamigen Erzählung von Ingeborg Bachmann Mit: Oswald Döpke und Gert Westphal Regie: Oswald Döpke (Produktion: RB/SDR 1961) "Wenn einer in sein dreißigstes Jahr geht, wird man nicht aufhören, ihn jung zu nennen. Er selber aber, obgleich er keine Veränderungen an sich entdecken kann, wird unsicher; ihm ist, als stünde es ihm nicht mehr zu, sich für jung auszugeben. Und eines Morgens wacht er auf, an einem Tag, den er vergessen wird, und liegt plötzlich da, ohne sich erheben zu können, getroffen von harten Lichtstrahlen und entblößt jeder Waffe und jeden Muts für den neuen Tag. Wenn er die Augen schließt, um sich zu schützen, sinkt er zurück und treibt ab in eine Ohnmacht mitsamt jedem belegten Augenblick. Er sinkt und sinkt, und der Schrei wird nicht laut (auch er ihm genommen, alles ihm genommen!), und er stürzt hinunter ins Bodenlose, bis ihm die Sinne schwinden, bis alles aufgelöst, ausgelöscht und vernichtet ist, was er zu sein glaubte." (Ingeborg Bachmann)
Sonntag 18:20 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Jocelyne SaucierEin Leben mehr Von Jocelyne Saucier Übersetzung: Sonja Finck Bearbeitung: Andreas Jungwirth Regie und Sounds: Ulrich Lampen Mit: Cristin König, Katharina Matz, Günter Lamprecht, Tilo Prückner, Oliver Stokowski, Matthias Matschke Komposition: BertWrede Ton: Alexander Brennecke Produktion: Deutschlandradio Kultur 2017 Länge: ca. 70" (Ursendung) "Man ist frei, wenn man sich aussuchen kann, wie man lebt ... und wie man stirbt." Dies ist die Geschichte von drei alten Männern, die sich in die nordkanadischen Wälder zurückgezogen haben. Von drei Männern, die die Freiheit lieben. Eines Tages aber ist es mit ihrer Einsiedelei vorbei. Zuerst stößt eine Fotografin zu ihnen, sie sucht nach einem der letzten Überlebenden der Großen Brände, einem gewissen Boychuck. Kurze Zeit später taucht Marie-Desneiges auf, eine eigensinnige, zierliche Dame von achtzig Jahren. Die Frauen bleiben. Jocelyne Saucier, geboren 1948 in Clair, Provinz New Brunswick, kanadische Schriftstellerin französischer Sprache. Arbeitete lange als Journalistin bevor sie mit dem literarischen Schreiben begann. "Ein Leben mehr", ihr vierter Roman, gewann zahlreiche Preise und wurde 2015 auf Deutsch verlegt. Ein Leben mehr
Sonntag 18:30 Uhr

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Deutschlandfunk

Freistil

marsZum Mars! Der Traum vom Roten Planeten Von Markus Metz und Georg Seeßlen Regie: Thomas Wolfertz Produktion: DLF 2017 Der Mars, der vierte Planet im Sonnensystem und äußere Nachbar der Erde, war aufgrund seiner Helligkeit schon im Altertum bekannt. Seit Ende des 18. Jahrhunderts träumen die Menschen von einer Reise zum Mars. In der Science-Fiction wurden viele Aliens als Marsmenschen imaginiert. Welche Rolle spielt der Mars in der Mythologie, den Erzählungen und Fantasien? In den 1960er-Jahren schickten die ersten Raumsonden Fotos des Roten Planeten zur Erde, seit den 1990er-Jahren erkunden Marsmobile seine Oberfläche. Der Mars ist das nächste Ziel der Menschheit, halb Utopie, halb Fluchttraum. Aus dem Spannungsfeld von Science-Fiction, Wissenschaft und Technik entfaltet sich die Möglichkeit, noch einmal einen großen Aufbruch zu wagen. Der Traum vom Roten Planeten
Sonntag 20:05 Uhr

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Bayern 2

Bayerisches Feuilleton

Die Samy-Brüder Vor 50 Jahren, am 3. Juni 1967, eröffnete, von einem Straßenfest begleitet, in der ehemaligen Schwabinger Eckwirtschaft "Hacklwirt" am Wedekindplatz das "Drugstore". Inhaber waren die iranischen Brüder Anusch und Temur Samy. Die Mischung aus Brasserie, Disco und kleinen Läden markierte den Aufbruch Schwabings in eine neue Ära: das Künstlerviertel, Quartier von Studenten und Bohemiens, wandelte sich unaufhaltsam zum Treffpunkt der Pop- und Hippie-Szene. Die Brüder eröffneten noch im selben Jahr das "Blow up" am Elisabethplatz. Deutschlands "erster Beatschuppen" (DER SPIEGEL) bot Platz für 2.000 Gäste, die auf einer Art Gangway über die verschiedenen Ebenen der Disco flanieren und im Saal, von 250 Scheinwerfern bestrahlt, tanzen konnten. Legendäre Pop-Gruppen wie "Pink Floyd", "Yes" oder die Lokalmatadore "Amon Düül" traten live auf. Die Kommunarden Rainer Langhans, Uschi Obermaier und Fritz Teufel waren hier ebenso zu Gast wie Johannes Prinz von Thurn und Taxis, Gunther Sachs, Peter Kraus, aber auch der spätere RAF-Terrorist Andreas Baader. Im Januar 1969 folgte schließlich an der Leopold-/Ecke Giselastraße die "Città 2000", Deutschlands erstes kombiniertes Vergnügungs- und Einkaufszentrum, mit Kino und Kneipen und Boutiquen. Obwohl das Samy-Imperium, bedingt durch den Unfalltod des älteren Bruders, bereits Mitte 1970 kollabierte, schien die Kommerzialisierung Schwabings nicht mehr aufzuhalten. Eine nostalgisch-kritische Hommage auf die Samy-Brüder, Erfinder der Flower-Power-Ära Schwabings. Mit prominenten Zeitzeugen von damals, darunter Michael Graeter, Rainer Langhans, der Filmemacher Klaus Lemke und Renate Knaup, die Sängerin von "Amon Düül" - und der 2015 verstorbene Johnny Saffari, lange Jahre Inhaber des "Drugstore".
Sonntag 20:05 Uhr

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WDR5

Liederlounge

Wolfgang NiedeckenWolfgang Niedecken und die Poesie im Gesang Moderation: Gert Scobel Aufnahme vom 18. März aus dem Theater am Tanzbrunnen, Köln
Sonntag 21:05 Uhr

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NDR Info

Das Hörspiel

fitzgerald kuszHöchste Eisenbahn Von Fitzgerald Kusz Bearbeitung und Regie: Rainer Clute Mit Ursula von Reibnitz und Hilde Weissner RIAS Berlin 1986 Die Schwestern Emmy und Betty fallen sich seit Jahrzehnten auf die Nerven und kommen doch nicht voneinander los. Auf einer Zugfahrt geraten sie in einen bitterbösen verbalen Schlagabtausch. All die Versäumnisse, Sehnsüchte und Enttäuschungen der Liebe - für sie wird es zu einer Lebensreise. Umrahmt von Gemeinheiten und Butterbroten kommen die Schrullen der Schwestern dabei zum Vorschein - ausgeprägt und amüsant zugleich.
Sonntag 21:05 Uhr

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WDR2

WDR 2 In Concert

kings of leonKings Of Leon - Die US-Rockband "Kings Of Leon" ist ein echter Familienbetrieb, bestehend aus drei Brüdern und ihrem Cousin. Die Musiker sind seit dem Jahr 2000 weltweit unterwegs und gelten als eine der besten Live-Bands. Im letzten Jahr erschien ihr siebtes Studio-Album "Walls". Die Geschichte der drei Brüder Caleb, Jared und Nathan Followill beginnt recht ungewöhnlich, denn sie sind die Söhne des Wanderpredigers Ivan Followill. So verbrachten sie große Teile ihrer Kindheit im Wohnwagen, lebten aus dem Koffer oder schliefen bei Verwandten und Bekannten, da ihr Vater angetreten war, das Wort Gottes zu verbreiten. Die Kirche war ihr Proberaum. Hier erlernten sie ihre ersten Instrumente und kamen mit traditionellem Gospel und Rhythm and Blues in Kontakt. Irgendwann wurde die Familie dann aber doch sesshaft, blieb in Nashville und so hatten die Jungs die Gelegenheit, neben der Kirchen- auch in die Rockmusik einzutauchen. Gemeinsam mit ihrem Cousin Matthew Followill gründeten sie im Jahr 2000 schließlich die "Kings Of Leon". Drei Jahre später erschein ihr Debütalbum "Youth & Young Manhood" mit dem sie vor allem außerhalb der USA bekannt wurden. Der ganz große Durchbruch kam dann 2008 mit den Singles "Sex on fire" und "Use somebody", die beide mit einem Grammy ausgezeichnet wurden. Mit dem fünften Album "Come Around Sundown" schafften die "Kings Of Leon" dann zwei Jahre später auch bei uns den Sprung an die Chartspitze. Am erfolgreichsten ist die Band in Großbritannien, wo fünf der sieben Alben Platz 1 erreichten. Bei ihrem Konzert in der Londoner Arena haben die "Kings Of Leon" im Jahr 2009 bewiesen, warum sie schon seit Längerem als eine der besten Live-Bands auf dem Globus gelten. Über zwei Stunden hielten sie die ausverkaufte Halle mit den restlos begeisterten Fans in Bewegung und spielten alle wichtigen Hits ihrer bis dahin vier Studio-Alben. Mit Songs wie "Notion", "Four kicks", "Sex on fire" und natürlich "Use somebody" überzeugte das Familienkollektiv das Publikum, das kaum zur Ruhe kam. Auch Sänger Caleb Followill hielt seine Stimme konsequent auf hoher Betriebstemperatur. Die "Kings Of Leon" verstehen sich als klassische Rockband mit Herzblut, die ihre Songs in den Vordergrund stellen und daher auf die große Inszenierung verzichten. Sie brauchen keine Videotechnik, keine Pyro, Kostüme oder Sonstiges, das von dem ablenken würde, was ihnen am Wichtigsten ist. Ihre Musik.
Sonntag 23:00 Uhr

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