Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

flachen HierarchieDer Mythos der flachen Hierarchie Transparenz, Teamgeist und Kommunikation - Diese Stichworte beschreiben zentrale Elemente des sozialen Führungsstils, dem sich immer mehr Unternehmen verpflichtet fühlen. Statt straffer Hierarchie setzt diese neue Unternehmenskultur nicht mehr auf autoritäre Anweisungen und bedingungslosen Gehorsam, sondern auf Wertschätzung und Einbindung der Mitarbeiter. Gesucht wird jetzt nicht mehr der Firmenpatriarch sondern der nette, empathische Chef. Aber was bedeutet das für die Mitarbeiter? Haben sie durch den beschworenen Teamgeist tatsächlich mehr Mitspracherecht? Können Chefs und Mitarbeiter überhaupt gleichberechtigt Entscheidungen fällen? Oder ist die Rede von Transparenz, Wertschätzung und Eigenverantwortung nur ein moderner Mythos, der vor allem den Erfolg des Unternehmens zum Ziel hat? Redaktion: Thomas Morawetz
Dienstag 18:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Wahrheitsmensch und tanzender Messias Die Hochkonjunktur der Inflationsheiligen Von Robert Schurz Regie: Anna Panknin DLF 2010 Wer kennt heute noch einen Louis Häusser, einen Leonhard Stark, einen Max Schulze-Sölde oder einen Friedrich Muck-Lamberty? Und doch sind vor 90 Jahren Tausende diesen Wanderpropheten nachgelaufen, haben ergriffen ihren meist recht wirren aber gewaltigen Worten gelauscht und waren bereit, ihre Existenz aufzugeben. Einer zog mit einer großen Schar durch Mitteldeutschland und brachte ganze Dörfer zum Tanzen, ein anderer kandidierte bei der Reichstagswahl und brachte es auf zigtausend Stimmen. Selbst angesehene Leute wie etwa Walter Gropius waren diesen Inflationsheiligen, zumindest eine Zeit lang, hörig. Das Feature stellt zwei dieser Gurus aus Urgroßvaters Zeiten vor und versucht, die Umstände ihrer Erfolge und ihres Niedergangs zu klären. In historischen Aufnahmen kommen Zeugen dieser Zeit und sogar ein Inflationsheiliger selbst zu Wort. Die Hochkonjunktur der Inflationsheiligen
Dienstag 19:15 Uhr

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SWR2

SWR2 Tandem

Asli ErdoganDie Stadt mit der roten Pelerine Medien und Zensur Von Asli Erdogan (Produktion: SWR 2017) Die türkische Schriftstellerin und Kolumnistin Asli Erdogan wurde am 16. August 2016 inhaftiert. An diesem Tag schlossen die Behörden die Zeitung Özgür Gündem unter dem Vorwurf, sie habe als Sprachrohr der verbotenen kurdischen Untergrundorganisation PKK gedient. Auf der Grundlage von fünf ihrer Kolumnen für die Zeitung wirft die Justiz Asli Erdogan Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, "terroristische Propaganda" und Gefährdung der staatlichen Einheit vor. Inzwischen ist Asli Erdogan aus der Untersuchungshaft entlassen worden, doch der Prozess gegen sie wird fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für sie. Zwei Romane von Asli Erdogan wurden bisher ins Deutsche übersetzt. Wir stellen einen Auszug aus ihrem Roman "Die Stadt mit der roten Pelerine" vor, in dem eine junge türkische Akademikerin versucht, in Rio de Janeiro Fuß zu fassen - einer Stadt, die sie als ebenso faszinierend wie bedrohlich erlebt.
Dienstag 19:20 Uhr

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Bayern 2

Nachtstudio

SexSex sucks Sex war einmal ein offenes Kunstwerk. Heute aber, in Zeiten, da Präsidenten öffentlich darum betteln, von Praktikantinnen in den Schritt gegriffen zu werden (oder sind das "alternative Fakten"?), in solchen Zeiten fordert Wildes Denken, jeden altersgeilen Sexismus hinter sich zu lassen und sich den schönen, den lustvollen Dingen wieder intensiv zu widmen: Streichen wir die Graustufen des Geschlechts bunt, heiraten uns selbst (in Japan und Kanada ein Megatrend), verkuppeln alles mit jedem. Das Reden über Sex ist viel zu spannend, um es Hinz und Kunz zu überlassen. Wildes Denken jedenfalls, die Speerspitze des Gender Bender und des gehobenen Sextings, sieht es in diesen dunklen Zeiten als seine Pflicht an, wieder einmal die Hosen herunterzulassen.
Dienstag 20:03 Uhr

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Deutschlandfunk

Hörspiel

anton tschechowDas Jalta-Spiel Nach einer Erzählung von Anton Tschechow Von Brian Friel Aus dem Englischen von Ingrid Rencher Regie: Hans Gerd Krogmann Mit Ulrich Matthes, Christine Schönfeld MDR 2004 Länge: 47"22 Die Saison im Kurort Jalta neigt sich dem Ende zu. Bevor Dmitry Gurow, Ende 30, zu Arbeit und Familie nach Moskau zurückkehren muss, erscheint die 22-jährige Anna Sergejewna mit ihrem Hündchen auf den Terassen. Sie ist eben angekommen, ihr Gatte ist zu Hause in der Provinz geblieben. Gurow spricht die schöne Fremde an und verschiebt die Heimreise. Man unterhält sich gut und spielt gemeinsam das Jalta-Spiel: den unbekannten Flaneurs um sie herum werden fantastische Geschichten zugedacht. Die zwei kommen einander näher. Für Gurow beginnt scheinbar nur ein neues amouröses Abenteuer, für die fast noch kindliche Anna ist es viel mehr als das. Erst nach Annas überstürzter Abreise realisiert Gurow, dass ihn die Liebe ebenfalls gepackt hat. Erinnerungen und Tagträume machen die Rückkehr zur Normalität des Alltags unerträglich. Als Gurow Anna schließlich ausfindig macht, beginnen die zwei ein Doppelleben, von dem sie bald selbst nicht mehr wissen, welche Seite ihr "wirkliches" Leben ist. Brian Friel schrieb sein Theaterstück nach Tschechows Erzählung "Die Dame mit dem Hündchen" (1899), in der die Liebe über ein "armseliges, unbeschwingtes Leben" triumphiert - wenn auch nur im Verborgenen. Friel gerät sein Stück zu einem Vexierbild vom Spiel um Wahrheit und Lüge, Traum und Wirklichkeit. Brian Friel, geboren 1929, einer der prominentesten englischsprachigen Dramatiker - Kindheit in Omag, Nordirland, Jugend in Derry, Studium in Maynooth und Belfast. Seit 1954 Tätigkeit als Lehrer; beginnt das Schreiben von Kurzgeschichten und Hörspielen; 1958 erste Hörspielproduktionen bei der BBC; seit 1960 freischaffender Schriftsteller.1980 Gründung der Field Day Theater Company. Bühnenstücke u.a.: "Molly Sweeny", "Leben ein Tanz", "Antworte mir", "Zwischen allen Sprachen", "Väter und Söhne", "Ein Monat auf dem Lande" (nach Turgenjew) und "Drei Schwestern" (nach Tschechow). Das Jalta-Spiel
Dienstag 20:10 Uhr

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Ö1

Hörspiel-Studio

Hans Platzgumer"Am Rand". Kriminalhörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Hans Platzgumer. Mit Rainer Egger, Luis Mulser, Julia Rosa Stöckl, Liz Marmsoler, Georg Kaser, Roland Silbernagl, Philipp und Leo Seppi. Musik: Hans Platzgumer. Regie: Ulrich Lampen. Prod. SWR 2016 Wozu ist man fähig in der Überzeugung, das Richtige zu tun? Ein Mensch steigt früh am Morgen auf einen Berg. Sobald es dunkel ist, will er einen letzten Schritt tun. Schon immer lagen der Tod und das Glück für Gerold Ebner nah beieinander. Als Kind hat er seinen ersten Toten gesehen. Später hat er zwei Menschen eigenhändig den Tod gebracht: Er erlöste seine Mutter vom terrorisierenden Großvater und seinen besten Freund von dessen Leiden. Doch ist er damit zum Mörder geworden? Noch einmal entscheidet sich Gerold gegen das Gesetz. Und erneut schickt er zwei geliebte Menschen in den Tod. Fesselnd bis zum Schluss erzählt Gerold Ebner von den Ereignissen, die ihn an den Rand eines Felsens geführt haben. Hans Platzgumer, geboren 1969 in Innsbruck, lebt in Bregenz. Er studierte an der Musikhochschule in Wien, absolvierte ein Filmmusik-Studium in Los Angeles und veröffentlicht in unterschiedlichen Formationen elektronische Musik. Er schreibt Romane, Hörspiele, Opern, Theater- und Hörspielmusik sowie Essays.
Dienstag 21:00 Uhr

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RBB kulturRadio

MUSIK DER KONTINENTE

Svängmit Peter Rixen Mundharmonika-Wunder aus Finnland: Sväng Mit Mundharmonikas in allen Größen und Tonlagen spielen sich sich die vier brillanten Musiker von Sväng durch ein musikalisches Universum, das von karelischer Folklore über Tango, Blues und Balkanklängen bis hin zum japanischen Walzer fast alles zu bieten hat.
Dienstag 21:04 Uhr

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SWR1 Baden- Württemberg

Radioreport - Recht

LeihmütterVon Scheinvätern und Leihmüttern - Familienleben kann manchmal ganz schön kompliziert sein. Von wegen Vater, Mutter, Kind - Familien können durchaus zwei Väter oder auch zwei Mütter haben. Zwei Väter gibt es zum Beispiel, wenn der rechtliche Vater nicht der leibliche ist. Das kann von Anfang an klar sein oder sich erst später herausstellen. Gerade wenn erst später herauskommt: Der Vater ist nur ein "Scheinvater", in Wahrheit hat ein anderer das Kind gezeugt, gibt es viele Konflikte. Muss der "wirkliche" Vater etwa den ganzen Unterhalt erstatten? Zu dieser Frage, aber auch zu einem neuen Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte informiert der SWR1 Radioreport Recht. Die Europäischen Richter haben nämlich gebilligt, dass im Fall von zwei Müttern - Leihmutter und "Scheinmutter" - das Kind der Scheinmutter weggenommen werden darf. So viel behördliche Einmischung sei erlaubt, um das Geschäft mit den Leihmüttern zu unterbinden.
Dienstag 22:15 Uhr

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Eins Live

1LIVE Soundstories

Nika BertramHörspiele und Features. Wirklichkeiten neu montiert Radio Wauland Von Nika Bertram SWR: Jens Wawrczeck Nerd 1: Oliver Brod Nerd 2: Peter Nottmeier ADV: Ruth Schiefenbusch Tyrone: Tom Zahner Lykratz (Dr. Lymphkratz): René Heinersdorff Gärtner: Denis Moschitto Martina: Mandana Mansouri Leary: Rainer Homann Regie: Thomas Leutzbach bis 24:00 Uhr Werden die neuen Technologien uns befreien oder versklaven? Wem gehören unsere Daten? Wau Holland, visionärer Hacker-Aktivist und Mitbegründer des Chaos Computer Clubs, stellte diese Fragen schon lange vor der Gründung von Facebook, Twitter und Co.
Dienstag 23:00 Uhr

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SWR2 Rheinland-Pfalz

SWR2 MusikGlobal

OvambosNeue Klänge aus Namibia Von Birgit Kannen Namibia ist ein modernes Land. Doch jede Volksgruppe: Ovambos, Damara Nama oder die San, auch Buschleute genannt, hat ihren eigenen Musikstil. Besonders die Jugend hört gerne Damara Punk oder Shambo-Pop in den Townships der Hauptstadt Windhoek. Die Khwe Buschleute haben eine außergewöhnliche Musik und Kultur im Nordosten Namibias, die hierzulande niemand kennt. Sie waren einst erfolgreiche Jäger und sind heute Gejagte, denn der Kolonialismus und die politischen Verhältnisse der Regierungen vergangener Jahrzehnte haben ihnen ihre Lebensgrundlage geraubt. Doch die Gesänge und Rhythmen der Buschsavanne leben weiter.
Dienstag 23:03 Uhr

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