Tagestipps im Radio  (17.03.2026)

Tagestipps

Dienstag 18:00 Uhr Radio Matchbox

Torsten Vogel

Musik a la carte 65 Eine Reise in die 90er Jahre, das unterschätzte Musik-Jahrzehnt. Lassen wir uns von Glenn Frey, Rick Astley, Rodney Crowell, Prefab Sprout u.v.a. begleiten

Dienstag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Katrin Materna Cannabis in Thailand Kiffen auf Rezept Von Magdalena Stefely Vor gut vier Jahren hat Thailand Cannabis entkriminalsiert. Im vergangenen Sommer wurden die Regeln dann aber wieder verschärft. Die Gegner argumentierten mit zunehmenden Konsumenten-Zahlen, vor allem in der jungen Bevölkerung, und negativen Effekten auf die Gesundheit. Seither ist Cannabis nur mit ärztlichem Rezept legal und nur in lizensierten Shops. Die waren nach der Gesetzesänderung wie Pilze aus dem Boden geschossen, jetzt schließen viele. Und auch viele Farmer, die von Reis auf Cannabis-Anbau umgestellt hatten, beklagen nun rückläufige Umsätze. Der Schwarzhandel hingegen floriert. Nun könnte die nächste Änderung bevorstehen, denn bei der Parlamentswahl im Februar ist die Bhumjaithai-Partei als stärkste Kraft hervorgegangen. Die hatte 2022 die Cannabis-Liberalisierung durchgesetzt.

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Feature

Dona Dora und die Wüste - Arizonas Todeszone für Migranten Von Arndt Peltner Regie: Friederike Wigger Deutschlandfunk/SWR-Kultur 2025 Zwischen der mexikanischen Grenze und der Hoffnung auf ein gutes Leben liegt eine erbarmungslose Wüste. Viele sterben bei dem Versuch, sie zu durchqueren. Doch es gibt Menschen, denen ihr Schicksal nicht gleichgültig ist. Im Juli 1980 ging ein Foto um die Welt. 13 Menschen aus El Salvador waren bei dem Versuch, in die USA zu gelangen, in der Wüste von Arizona verdurstet. Die junge Dora Rodriguez war die einzige Überlebende. Heute setzt sie sich selber für Migranten ein. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen, die die "killing fields" im eigenen Land nicht hinnehmen wollen. Sie befüllen Wasserfässer, um andere vor dem Verdursten zu retten. Suchen nach menschlichen Überresten, um verzweifelten Familien ein Abschiednehmen zu ermöglichen. Denn trotz aller Grenzschutzmaßnahmen: die Migranten sind nicht aufzuhalten. Arndt Peltner, freier Korrespondent, lebt und arbeitet seit fast 30 Jahren in Oakland, Kalifornien. In der Vergangenheit hat er u.a. über die Ganggewalt in den USA und Nordmexiko, die Todesstrafe, das Gefängnis von San Quentin und die Geschichte der deutschen Einwanderer in die USA berichtet. Daneben produziert und moderiert er die zwei Musiksendungen "Radio Goethe" und "Klangwerk" auf zahlreichen Community Stationen in den USA, Kanada und im deutschsprachigen Raum. Don~a Dora und die Wüste

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Bunkermentalität Schutzräume in der Zeitenwende Von Christoph Spittler "Wer Bunker baut, wirft Bomben", hieß es zu friedensbewegten Zeiten. Doch seit dem russischen Angriff auf die Ukraine fragen sich viele: Wo finden wir eigentlich Schutz, sollten tatsächlich wieder Bomben fallen? Die Bundesregierung arbeitet bereits an einem Konzept zur Reaktivierung alter Schutzräume, die inzwischen musealisierte Zeitkapseln oder Kunstgalerien geworden sind. Auch die Popkultur verarbeitet die neuen Ängste und greift die "Bunkermentalität" auf: Erfolgsserien wie "Fallout" oder "Silo" ergründen, wie sich postapokalyptische Gesellschaften unter der Erde gestalten könnten.

Dienstag 20:00 Uhr MDR KULTUR

Ab in den Urlaub - Der Crash des Internet-Imperiums Unister *

von Sophia Wetzke (Wiederholung) In den Nuller- und Zehnerjahren kam man an den TV-Spots von Unister mit Testimonials wie Michael Ballack oder Reiner Calmund und dem Ohrwurmsong aus den Clips kaum vorbei. Ab-in-den-urlaub.de gehörte zu den beliebtesten Reiseportalen Deutschlands. "Das war eine junge Truppe, auch eine wilde Truppe, voller Energie und auch sehr kreativ! Da wurde nicht lange rumgequatscht oder rumgefackelt. Die wollten was reißen", erinnert sich Calmund. Doch die wenigsten kennen die Geschichte hinter der berühmten Reisewebsite. Gestartet als kleines Leipziger Studenten-Startup, entwickelte sich die Firm unter ihrem Gründer - dem Ostdeutschen Thomas Wagner - aus dem Wohnheim heraus zu einem der erfolgreichsten Internetunternehmen Deutschlands. Mit unzähligen Plattformen im Bereich Reise, Versicherungen und Kredite wurde Unister zum ostdeutschen Startup-Märchen mit Millionenumsätzen. Doch ab 2011 bröckelte das Internetimperium. Negative Presse, Vorwürfe von Abzocke, Kundentäuschung, unfairem Wettbewerb und mehrere Razzien machten Unister schwer zu schaffen. "Ich habe wegen vielen Dingen, die ich damals gemacht habe, nach wie vor ein schlechtes Gewissen", erinnert sich der ehemalige Unister-Anwalt Michael Hummel. Dann der größte Schock: Die einstige Internethoffnung aus Leipzig erlebte 2016 einen wortwörtlichen und tragischen Crash. Hauptgesellschafter Wagner und mehrere Unister-Mitarbeiter stürzten mit einem Privatflugzeug in einem slowenischen Waldstück tödlich ab, nachdem sie in Venedig einem Betrüger aufgesessen waren, der mit einer vermeintlich großzügigen Geldsumme als letzte Rettung für das angeschlagene Unternehmen galt. Nur vier Tage später meldet Unister Insolvenz an. Produktion: MDR/Studio Soma 2026

Dienstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Jazz Collection

Bill Frisell: Wenn der Gitarrenton zur Signatur wird Doch schon als er in den 80ern erstmals auf der Szene auftaucht, wollen namhafte Musiker unbedingt mit ihm spielen 13 allen voran der legendäre Schlagzeuger Paul Motian. Das liegt zum einen an Frisells charakteristischer Spielweise, aber auch an seinem unverwechselbaren Gitarrensound. Viele erkennen ihn bereits nach wenigen Tönen; die Gitarristin Anna Regina Kalk sagt sogar, ihr genüge schon einer. Sie ist bei Roman Ho1ek zu Gast in dieser Ausgabe der Jazz Collection.

Dienstag 20:03 Uhr WDR3

WDR 3 Konzert

Mit Ulrike Froleyks Klassiker der irischen Musikgeschichte Am Saint Patricks Day nimmt der Chefdirigent des WDR Funkhausorchesters, David Brophy, sein Orchester und Publikum mit auf eine musikalische Reise in seine Heimat Irland. Irland ist nicht nur weltberühmt für seine gute Butter, die Erfindung der Schokomilch und extrastarkes Dunkelbier, sondern auch für so richtig gute Musik: Gemeinsam mit seinem irischen Chefdirigenten David Brophy spielt das WDR Funkhausorchester Klassiker der irischen Musikgeschichte - ganz original mit Fiddle und Dudelsack. Von Irland aus geht es mit Shaun Daveys "Brendan Voyage Suite" Richtung Amerika und mit "Riverdance" im Stepptanz wieder zurück auf die Grüne Insel. Zoë Conway, Fiddle John McIntire, Gitarre Mark Redmond, Uilleann Pipes WDR Funkhausorchester Leitung: David Brophy Aufnahme vom 6. März 2026 im WDR Funkhaus, Köln Redaktion: Michael Breugst Moderation: Ulrike Froleyks

Dienstag 20:03 Uhr WDR5

Unterhaltung am Dienstag: UaW (1/2)

WEITERMACHEN! Soloprogramm von Christoph Sieber Wiederholung: Mi. 20.03 Uhr Aufnahme vom 06.03.2026 aus dem Kulturzentrum Heinrich Heine-Forum, Schulzentrum Köln Ostheim

Dienstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Nebeneinander Gehen Von Dunja Arnaszus Regie: Christine Nagel Komposition: Gerd Bessler Mit: Karina Plachetka, Tina Engel, Alexander Khuon, Graham Valentine, Boris Aljinovic, Irm Hermann, Astrid Meyerfeldt, Carmen-Maja Antoni u.a. Produktion: Deutschlandfunk 2006 Länge: 49"30 Martha geht mit ihr unbekannten Menschen durch die Großstadt. Für kurze Zeit wird sie die ideale Begleiterin, sie schlüpft in verschiedene Rollen, ist Schwester, Freundin, Tochter. Martha hat für diesen Zeitvertreib feste Regeln: nebeneinander Gehen - immer nur drei Minuten! Nie reden! Nicht stören! Immer nur einmal mitgehen! Irgendwann aber stürzt das gesamte Regelwerk in sich zusammen. Schuld daran ist Thomas Hafer, der seinen Schatten nach dem Namen fragt und dreiminütige Rendezvous arrangiert... Nebenbei erfährt man, weshalb Nudeln immer al dente gekocht werden, woran man erkennt, dass es Herbst wird, und dass die Frau von der Auskunft wirklich in jeder Lebenslage Bescheid weiß. Dunja Arnaszus, geboren 1970 in Göttingen, arbeitete in England als Zirkus- und Performancekünstlerin. Sie lebt heute als Schauspielerin und Autorin in Hamburg. Nebeneinander Gehen

Dienstag 21:00 Uhr SWR Kultur

JetztMusik

Das James Brandon Lewis Quartet beim Jazzfest Berlin 2025 Von Konrad Bott Wer die Vergangenheit nicht ehrt, ist der Zukunft nicht wert. Oder andersrum? Der Saxofonist James Brandon Lewis ist seit Jahren einer der innovativsten und gleichzeitig traditionsbewusstesten Jazzmusiker, die unter der Sonne wandeln. Mit seinem Virtuosen Charme und seinem druckvoll-präzisen Saxofonspiel schubst er Zuhörende immer wieder in neue Klangerfahrungen. Mit seinem Quartett ist er im November 2025 beim Jazzfest Berlin im Club Quasimodo aufgetreten. Öffnen Sie die Ohren und reiten Sie mit auf dem musikalischen Grat zwischen kühlem Flow und explosiven Ausbrüchen. James Brandon Lewis: - Ware - Per 7 - Even the sparrow - Abstraction is deliverance - Code of being - Zugabe James Brandon Lewis Quartet

Dienstag 21:00 Uhr NDR kultur

Neue Musik

"Magic Sound Stuff" - der Posaunist und Komponist Alex Paxton Von Petra Rieß In seiner Kunst unterscheidet er nicht zwischen hoch und tief, groß oder klein, elitär oder populär. Er will Musik machen, die die Seele einhüllt. Ein Abendessen für Freunde zu kochen ist für ihn genauso aufregend und eine Form von Kunst, wie völlig neue Musik für Orchester zu komponieren. Der 36-jährige britische Komponist und Posaunist Alex Paxton experimentiert mit Instrumenten und Gegenständen, Elektronik und Stimme. Seine Welt ist "Magic Sound Stuff" voller Emotionen. Ein Porträt.

Dienstag 22:03 Uhr BR-Klassik

BR Klassik - Jazztime

Die Vielfalt des Klaviertrios Neue Alben mit dem elektro-akustischen Trio der deutschen Pianistin Clara Vetter, mit dem Trio des Schweizer Schlagzeugers und Hackbrett-Spielers Gilbert Paeffgen und mit dem "Trio Ivoire" um den Kölner Pianisten Hans Lüdemann und den Balafon-Virtuosen Als Keita von der Elfenbeinküste Moderation und Auswahl: Henning Sieverts

Dienstag 23:03 Uhr WDR3

WDR 3 Open

Mit Diviam Hoffmann Strange Lullabies Nach dem Winterschlaf kommt die Frühjahrsmüdigkeit. Wir tauchen ein in noctambule Nebenwelten und traumwandlerische Schlaflosigkeit. Schräge Schlaflieder bei Ex & Pop! The Cure sangen sie, Tirzah ebenfalls, ebenso Grace Ives und die Wienerin Rahel: Schlaflieder. Englisch: Lullabies, etymologisch verwandt mit dem deutschen "einlullen". Wie klingen moderne Schlaflieder und wie wird "kleine Bruder des Todes" noch in der Musik verhandelt? Andreas Spechtl findet im Thema Schlaf eine Offenheit, die es sonst nicht gibt: "Etwas, wo potenziell alles möglich war, künstlerisch, ganz so wie im Traum ja jeden Tag oder besser: jede Nacht die Welt neu erfunden wird." Schlaf heißt auch eine Band aus Berlin. Sie haben sich dem "Slow Core" verschrieben, der sehr leisen Katharsis, und machen nach eigener Aussage ,Powerpop für Thanatologen".

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