Ö1

Radiokolleg - Oh ... Superman

Die Rollen, Sorgen und Pflichten des Mannes (2). Gestaltung: Hans Groiss Die Grenzen der Geschlechter verschwimmen zunehmend. Das ist für viele Menschen ein Vorteil und für viele ein Nachteil. Einst erworbene Privilegien müssen verabschiedet werden und das verunsichert. Manche Männer haben das Gefühl sie fallen aus einem System und nehmen deshalb Opferhaltung an. Manche Männer aber finden die Emanzipation aller Menschen wichtig - unabhängig welchen Geschlechts, welcher Herkunft und welchen Glaubens. In den Frauenbewegungen der letzten Jahrhunderte konnte im Kampf um Leben und Tod vieles für "die" Frau - die es laut Simone de Beauvoir so nicht gibt - erreicht werden. Sicherlich noch lange nicht alles, aber: "den" Mann gibt es so auch nicht, dennoch bedienen wir uns im Mangel neuer Geschlechter-Definitionen tradierten Zuschreibungen. Neben suggerierten Generationenkonflikten, Migrationsbewegungen, Digitalisierung und dem Gefühl der Visionslosigkeit soll etwas nachgeholt werden, was verabsäumt wurde. In einer Welt, die undurchschaubar scheint, mangelt es aber an symbolischen Väterfiguren. Durch künstliche Befruchtung sehen sich viele Männer in die Rolle des Samenspenders gedrängt. Diese und viel andere Verunsicherungen torpedieren die alten Rollenbilder endgültig und das bedeutet Angst, wenn es sonst keinen Halt gibt. Extremsport, Bodybuilding, Körperschmuck, Nahrungsergänzung, Penisverlängerung ? und, und, und: dem Markt - selbst von Männern dominiert - gefällt"s. Ein Schuss ins eigene Knie und das ohne ausreichend entwickelte Gendermedizin. Bevor Geschlechtergrenzen unhinterfragt aufgelöst werden, sollte überlegt sein, was überhaupt aufzulösen ist. Die feministische Theorie hat diese Arbeit begonnen, aber vollendet ist sie nicht. Geht es um Supermänner? In gegenwärtigen Playboy-Ausgaben werden Appelle ausgesandt wie "Männer werdet Feministen" oder Fragen gestellt wie "Wann ist ein Mann ein Mann?". Diese Textzeile von Herbert Grönemeyer titelt eine Streitschrift von Cooper Hefner, dem Sohn des Magazin-Erfinders. Aber auch alle anderen Tageszeitungen, Magazine und TV-Dokus und Diskussionen suchen den Mann - spätestens seit #MeToo. Hans Groiss spricht mit Menschen aus Wissenschaft und der Kunst - gleichgültig welchen Geschlechts - und möchte herausfinden, welche Helden-Rollenbilder es gibt und was sie taugen. Der Wolf in der Großstadtsteppe? Der Bub, Junge und Sohn? Das Opfer aus der Arbeiterklasse und der Bonze im neoliberalen Glaspalast mit masochistischer Lust? Der Sportler und der Krieger? Der König und der Prinz? Und schlussendlich: was ist eigentlich "er"? Versuchen wir uns an einer Pipi Langstrumpf für Männer!
Dienstag 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

Arturo ToscaniniDie Dirigenten Bernstein und Toscanini Leonard Bernstein Maestro der Neuen Welt Siehe auch Samstag, 25. August 2018, BR-KLASSIK Arturo Toscanini Eine Dirigentenlegende Das Kalenderblatt 21.8.1987 "Dirty Dancing" feiert Premiere Von Julia Zöller Leonard Bernstein - Maestro der Neuen Welt Autor und Regie: Markus Vanhöfer Auf dem Dirigentenpodium lebte er Musik mit jeder Faser seines Körpers, er komponierte die "West-Side Story" und erreichte als Fernseh-Star jedes amerikanische Wohnzimmer. Vor hundert Jahren wurde ein musikalischer Tausendsassa geboren, der an Ausstrahlung, Charisma und Leidenschaft (und an kommerziellem Erfolg) bis heute seinesgleichen sucht: Leonard Bernstein, der Super-Maestro. Die Sendung erzählt vom kometenhaften Aufstieg des amerikanischen "Wonderboys der Musik" zu einer der prominentesten Persönlichkeiten seiner Zeit. Wir erleben Leonard Bernstein bei der Probe, hören sein Stimme und erfahren, dass auch die Menschheit umarmende Klassik-Genies ihre dunklen Seiten haben können. Arturo Toscanini - Eine Dirigentenlegende Autor und Regie: Markus Vanhöfer Seine Wutausbrüche waren legendär und seine Präzision am Taktstock hat Maßstäbe gesetzt. Er formte den modernen Orchesterklang, nutze als einer der ersten die neuen Massenmedien des Kommunikationszeitalters (wie Schallplatte oder Radio) und stieg damit in den USA auf zu einer der berühmtesten Persönlichkeiten seiner Zeit. Arturo Toscanini, Superstar, Kultfigur und Jahrhundert-Dirigent: Bis heute gilt der gebürtige Italiener als Inbegriff des "Maestro". Toscanini emigrierte 1937 in die USA, weil ihn der italienische Faschismus und der deutsche Nationalsozialismus abstießen. Er leitete von da an das eigens für ihn gegründete NBC Symphony Orchestra. Die Sendung erzählt wie ein Junge aus einfachen Verhältnissen zu einem der prägendsten und einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts wurde. Moderation: Christian Schuler Redaktion: Petra Herrmann
Dienstag 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Der Ökonom der Innovation

Joseph Schumpeter und die schöpferische Zerstörung (2). Gestaltung: Richard Brem An großen Ambitionen hat es Joseph Schumpeter zeitlebens nicht gemangelt: "Schon früh hatte ich drei Ziele: der größte Ökonom der Welt, der größte Reiter Österreichs und der beste Liebhaber Wiens zu werden", pflegte er Gesprächspartnern gegenüber gerne zu bemerken. Um dann die Pointe nachzureichen: "Mit den Pferden hat es allerdings nicht so gut geklappt". Ob Schumpeter sein Ziel, der größte Ökonom der Welt zu werden, auch wirklich erreicht hat, ist umstritten. In jedem Fall ist er der Ökonom mit der schillerndsten Biographie. Er war der jüngste Universitätsprofessor und auch der jüngste Finanzminister Österreichs - der von diesem Amt allerdings auch bald wieder zurücktreten musste. Im Anschluss daran gründete Schumpeter, der das Leben eines Dandys, Frauenhelden und Provokateurs führte, eine Bank, mit der er zunächst ein Vermögen verdiente und die er schließlich in den Konkurs führte. Die Stationen seines abenteuerlichen Lebens führten ihn über Graz, Wien, Czernowitz, London, Kairo und Bonn letztlich nach Harvard, wo er mit seinen Lehrveranstaltungen und Büchern die Wirtschaftswissenschaften entscheidend mitprägte. Dennoch geriet der 1950 verstorbene Schumpeter als Ökonom in den vergangenen Jahrzehnten etwas ins Hintertreffen und in den Schatten der Kontroverse zwischen der Wirtschaftsphilosophie von Keynes auf der einen und der von Hayek auf der anderen Seite. Erst mit dem Aufkommen von Internet und digitaler Ökonomie hat Schumpeters Werk eine Renaissance erfahren. Seine zentrale Erkenntnis: dass sich der Kapitalismus durch neue Produkte und Technologien und einen durch sie angetriebenen Prozess der "schöpferischen Zerstörung" ständig neu erfindet und dass dabei nicht so sehr der Kapitalist, sondern der findige Entrepreneur eine Schlüsselrolle spielt, hat seit Bill Gates, Steve Jobs und Elon Musk neue Aktualität bekommen. Richard Brem zeichnet den Lebensweg und das Lebenswerk des Ausnahme-Ökonomen nach und geht auch der Frage nach, wie lebendig Schumpeters Ideen heute in seinem Heimatland Österreich sind.
Dienstag 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Brennend vor Liebe zur Musik

Leonard Bernstein: Komponist, Dirigent und Showman (2). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Er war ein Universalgenie - charismatisch, impulsiv und voller Leidenschaft für die Musik: Der US-amerikanische Komponist, Dirigent und Pianist Leonard Bernstein. Am 25. August wäre der 1918 in Lawrence, Massachusetts als Sohn einer russisch-jüdischen Einwandererfamilie geborene Künstler einhundert Jahre alt geworden. Als Musiker war Leonard Bernstein ungeheuer vielseitig: Er komponierte Symphonien, Kammermusik und Opern, Film-, Ballett- und Broadwaymusik. Zu seinen erfolgreichsten Bühnenwerken zählen die Musicals On The Town, Candide und - vor allem - West Side Story. Als Dirigent arbeitete er mit allen bedeutenden Orchestern der Welt, darunter immer wieder auch mit den Wiener Philharmonikern. Für Bernstein - und auch das machte ihn zu einer Ausnahmeerscheinung - gab es keinen Unterschied zwischen "ernster" und "leichter", sondern nur zwischen "guter" und "schlechter" Musik. So meinte er einmal: "Es gibt guten Bach u-n-d guten Bob Dylan" - eine Haltung, die so manchen Klassikpuristen verstörte. Die Begeisterung für Musik hatte Leonard Bernstein schon als Bub erfasst. Seinen Klavierunterricht musste er sich aber selbst finanzieren, denn Vater Samuel war von den musikalischen Ambitionen seines Sohnes alles andere als begeistert. Viel lieber hätte er ihn als Nachfolger in der Drogerie gesehen, die er sich in Boston aufgebaut hatte. Doch "Lenny" war an Haar- und Schönheitspflegeprodukten nicht interessiert, verfolgte konsequent seinen eigenen Weg und studierte an der Harvard-Universität Klavier und Komposition. 1943 hatte er seinen ersten großen Auftritt als Dirigent der New Yorker Philharmoniker, als er kurzfristig für den erkrankten Bruno Walter einsprang. Sein Vater war an diesem großen Tag dabei; und als ihn ein Journalist darauf ansprach, warum er denn dereinst die Klavierstunden seines Sohnes nicht hatte zahlen wollen, antwortete er schlagfertig: "Ja woher hätte ich denn wissen sollen, dass aus ihm Leonard Bernstein wird?" Ehrgeizig, begeisterungsfähig und wissbegierig sollte dieser ein Leben lang bleiben. Und Leonard Bernstein war zudem ein ungemein begabter und leidenschaftlicher Lehrer, der es liebte, sein Wissen an die junge Generation weiterzugeben. Durch die Fernsehsendung "Young People"s Concerts" erschloss er mit viel pädagogischem Talent einem breiten Publikum die Welt der Musik. Wie viele Künstlerpersönlichkeiten war auch Leonard Bernstein ein Zerrissener: Auf Phasen exzessiver Lebensgier folgten Zeiten tiefer Depression und Angst vor künstlerischem Versagen. Das vielstrapazierte Bild einer Kerze, die an beiden Enden brennt, passte wohl auf wenige so gut wie auf diesen Menschen mit seiner völligen Hingabe an die Musik.
Dienstag 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Antonio VivaldiDie Blockflöte und Antonio Vivaldi Die Blockflöte Virtuosin und Nervensäge Antonio Vivaldi Meister des Barocks Das Kalenderblatt 21.8.1987 "Dirty Dancing" feiert Premiere Von Julia Zöller Die Blockflöte - Virtuosin und Nervensäge Autor und Regie: Markus Vanhöfer Ist sie noch ein Kinderspielzeug oder bereits ernst zu nehmen? Arme Blockflöte! Kaum ein anderes Instrument wird so belächelt, wie das "Blasrohr", das wir in der Regel mit "musikalischer Früherziehung" assoziieren. Was für ein Vorurteil! Denn die Blockflöte ist nicht nur eines den ältesten Instrumente der Menschheit, sie ist auch in der Lage Virtuoses zu leisten. Große Komponisten wie Antonio Vivaldi haben Solokonzerte für sie geschrieben. Warum gilt die Blockflöte heute als leicht und läppisch, warum hat sie Imageprobleme, obwohl unsere abendländische Kunstmusik eine völlig andere Geschichte erzählt? Antonio Vivaldi - Meister des Barock Autorin: Christiane Neukirch / Regie: Eva Demmelhuber "Wenn dir das nicht gefällt, höre ich auf, Musik zu komponieren", soll Antonio Vivaldi im Jahr 1727 auf einem Notenblatt seiner Oper "Orlando furioso" notiert haben. Drei Jahrhunderte vor den Zeiten des "social networks" müssen ihm viele direkt den "like"-Daumen gezeigt haben. Denn Vivaldi komponierte weiter; und das in einem Tempo, dass einem schwindlig werden könnte, wenn man sein Werkverzeichnis liest. Allein 500 Konzerte für Orchester mit und ohne Soloinstrument, dazu rund 45 Opern. Der "rothaarige Priester", wie sein Spitzname lautete, sprühte vor Charme, den er persönlich und musikalisch unter die Menschen brachte. Sein venezianisch-schwungvoller Stil kam an - nicht nur bei dem Mädchenorchester, das er zwölf Jahre lang leitete, sondern in ganz Europa. Selbst Johann Sebastian Bach ließ sich von ihm inspirieren. In seinen letzten Lebensjahren sank sein Stern, er starb verarmt, sein Werk geriet in Vergessenheit - 200 Jahre lang. Heute ist seine Musik wieder in den Charts. Moderation: Kristina Thiele Redaktion: Petra Herrmann
Dienstag 15:05 Uhr

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Ö1

Tonspuren

kenneth rexroth"Erfahrung und was daraus folgt. Der amerikanische Dichter Kenneth Rexroth". Feature von Martina Groß. Prod. DLR Kultur 2010 Er gilt als der "Vater der Beatgeneration", auch wenn er diese Einordnung nicht mochte. Alle kamen sie zu den legendären Freitags-Soireen in den 50er-Jahren. Als Anarchist und Bohemien schlug er eine Brücke zur Arbeiterbewegung und zum frühen Jazz Chicagos. Als Buddhist und Übersetzer japanischer und chinesischer Dichtung brachte er die asiatische Ideenwelt den Amerikanern näher. Spirituelle Erfahrung und Religion waren für ihn nichts, an das man glaubt, sondern etwas Praktiziertes. Auch wenn Kenneth Rexroth heute ein fast vergessener Dichter ist: Er stand am Anfang der vielen Formen asiatischer Spiritualität, die die Autorin noch heute auf ihrer Reise entlang der Westküste der USA gefunden hat.
Dienstag 16:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

görlitzDie Griechen von Görlitz Von Dieter Wulf Regie: Susanne Krings Produktion: Dlf 2018 7.000 griechische Soldaten, darunter 430 Offiziere, kamen im Herbst 1916 in Görlitz an. Auf diese Weise hatte Kaiser Wilhelm seinem Schwager, König Konstantin, geholfen, ein Armeecorps vor den Alliierten im Ersten Weltkrieg in Sicherheit zu bringen. Innerhalb kürzester Zeit veränderten die Griechen das Bild der Kleinstadt an der Neiße. Wirte, Ladenbesitzer und Quartiergeber stellten sich auf sie ein. Die Bevölkerung war begeistert. Auch zum Studienobjekt wurden die Ankömmlinge: Unter anderem dokumentierten Mitglieder der Preußischen Phonographischen Kommission Lieder und Geschichten der Griechen auf 140 Schellackplatten. Viele der Griechen ließen sich dauerhaft in Görlitz nieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam eine nächste Generation hinzu, als fast 14.000 Flüchtlinge aus Griechenland im jetzt polnischen Teil von Görlitz, dem heutigen Zgorzelec, Zuflucht fanden. Das Feature erzählt eine deutsch-griechisch-polnische Geschichte mittels Erinnerungen der Nachfahren - und anhand phonografischer Aufnahmen, die so gut wie unbekannt sind. Die Griechen von Görlitz
Dienstag 19:15 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Leo BaekelandMaterial der tausend Dinge Welche Zukunft hat Kunststoff? Von Manuel Waltz "Es brennt nicht, es schmilzt nicht, es ist eine festgewordene Masse, gelblich und hart, das sieht vielversprechend aus.", notierte der Chemiker Leo Baekeland 1907 in seinem Tagebuch. Sein Bakelit - war der erste vollsynthetische Kunststoff. Andere Kunststoff-Qualitäten haben dem hart-spröden Bakelit längst den Rang abgelaufen. Kunststoff ist überall - in Hightech-Produkten und Billigware. Und in unserem Abfall. Die Recyclingraten sind niedrig. Kunststoff wird verbrannt, landet im Meer, im arktischen Eis, im Trinkwasser, im Boden. Kann der Plastikboom weitergehen wie bisher? Wie vielversprechend ist ein Material noch, wenn der Produktionsgrundstoff Erdöl knapp wird? Oder deutlich teurer, weil die Chemieindustrie die Kosten für die Förderung und Verarbeitung nicht mehr mit der Kraftstoffindustrie teilen kann.
Dienstag 19:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

Joseph SchumpeterOh ... Superman. Die Rollen, Sorgen und Pflichten des Mannes (2). Gestaltung: Hans Groiss Der Ökonom der Innovation. Joseph Schumpeter und die schöpferische Zerstörung (2). Gestaltung: Richard Brem Brennend vor Liebe zur Musik. Leonard Bernstein: Komponist, Dirigent und Showman (2). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht
Dienstag 22:08 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Feature

Der einsame Tod des Herrn D. Von Johannes Nichelmann Regie: der Autor und Wolfgang Rindfleisch Mit: Marietta Schwarz, Nadine Lindner, Jenny Marrenbach, Axel Schröder, Armin Dallapiccola und dem Autor Ton: Bernd Friebel Produktion: Deutschlandfunk 2017 Länge: 46"16 Ein Mann stirbt in einem Berliner Plattenbau. Fünf Jahre lang wird er nicht entdeckt. Berlin - ein Plattenbau mit elf Etagen und über 30 Wohnungen. Wenn die Nachbarn Herrn D. vor einigen Jahren zufällig im Fahrstuhl trafen, grüßten sie einander und erkundigten sich nach dem gegenseitigen Wohlbefinden. Herr D. war früher immer adrett angezogen und stets höflich gewesen. Irgendwann gab es keine Begegnungen mehr, Herr D. war verschwunden. Fünf Jahre später findet man seine sterblichen Überreste in seiner Wohnung. Wie konnte das geschehen? Johannes Nichelmann, geboren 1989, Reporter und Feature-Autor, seit 2014 auch freier Redakteur und Moderator bei Deutschlandfunk Kultur. Zuletzt die Serie "Tod eines Stasi-Agenten" (WDR/Danmarks Radio 2017) und "No Land Called Home" (Deutschlandradio Kultur/WDR 2016). Der einsame Tod des Herrn D.
Mittwoch 00:05 Uhr

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