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Features

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Die Brooklyn Bridge Die unglaubliche Geschichte ihrer Entstehung Der Eiffelturm Ikone der Moderne Das Kalenderblatt 4.10.1454 Agnes Schwanfelder erfindet das Götzzitat Von Simon Demmelhuber . Die Brooklyn Bridge - die unglaubliche Geschichte ihrer Entstehung Autorin: Marlen Fercher / Regie: Eva Demmelhuber Die Brooklyn Bridge: Zwei Türme die aus dem Meer ragen, tausende von Stahlseilen, die sich daraus wie Spinnfäden nach unten spannen und die Brücke schwebend halten. Die Verbindung zwischen der Insel Manhattan und Brooklyn, heute ein Wahrzeichen von New York, war beim Bau ein überaus umstrittenes Projekt der Superlative. Der East River, mehrere hundert Meter breit, musste überwunden werden. Eine geeignete Technik gab es bis dahin noch nicht. Die Kosten waren daher in jeder Hinsicht unkalkulierbar. Die Geschichte des Projekts, das über 150 Jahre zurückliegt, ist eine Geschichte von Schmutzkampagnen, Korruption und Intrigen. Vor allem aber ist es eine Geschichte über die Menschen, die die Brücke erst ermöglichten: John Roebling zum Beispiel, ein deutscher Einwanderer, entwarf die Brückenpläne, verunglückte aber noch vor Beginn der Arbeiten tragisch. Sein junger Sohn und dessen Frau Emily führten seine Mission fort und betraten dabei technisches Neuland - nicht ohne hohe Risiken in Kauf zu nehmen. Hunderte Arbeiter trieben tagtäglich unter widrigsten Bedingungen den Bau der Brücke voran, wobei zwischen 30 und 40 sogar ihr Leben verloren haben sollen. Die Brooklyn Bridge war ein Mammutprojekt - und ist bis heute ein Spiegel einer aufstrebenden Zeit. Erstsendung: 7. Mai 2019 Der Eiffeltum - Ikone der Moderne Autorin: Sylviia Schopf / Regie: Frank Halbach Er ist heute das Wahrzeichen von Paris, Nationalsymbol der Franzosen und eines der meist besuchten Denkmäler. Der Eiffelturm! Benannt nach seinem Initiator Gustave Eiffel, wurde er 1889 zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution als Eingangsportal für die Weltausstellung in Paris gebaut. Der eiserne Turm setzte neue Maßstäbe, in der Kunst ebenso wie in Wirtschaft und Industrie. Mit seinen 300 Metern war er das damals höchste Gebäude der Welt, galt als Meisterwerk der Ingenieurskunst und als Symbol des technischen Fortschritts. Doch nicht alle waren begeistert von "der eisernen Dame". Besonders künstlerische und intellektuelle Kreise lehnten dieses "Skelett von einem Glockenturm" vehement ab. Die Bevölkerung jedoch strömte in bisher nicht gekannten Massen zum Eiffelturm und zur Weltausstellung. Eine der Sensationen waren die Aufzüge im Turm, mit denen man in illustre Höhen transportiert wurde, um dann einen völlig neuen Panoramablick auf die Stadt zu erleben, auf das neu gestaltete, moderne Paris der Belle Époque mit seinen breiten Boulevards. Spektakulär ging es auch am Fuße des Turms zu. Die Weltausstellung bot jede Menge Triumphe der Moderne: vom Automobil über den Dampfkessel bis zu Edisons Phonographen, zudem Einblicke in fremde Welten in Form von exotischen Eingeborenendörfern und fremdländlichen Spektakeln. Damals begann das, was wir heute "Massentourismus" und "Globalisierung" nennen. Erstsendung: 25. Januar 2016 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Nicole Ruchlack

Dienstag 10:04 Uhr WDR5

Neugier genügt

Mit Achim Schmitz-Forte Feature: Flut in Pakistan - droht die nächste Katastrophe?; Steffen Mau - Wie steht es um unsere Einheit?; Gedicht: Wohlgeboren von Jürgen Becker zur vollen Stunde WDR aktuell

Dienstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Josef Guggenmos Der "Poet für kleine Leute" Das Hörspiel der 50er Jahre Themen, Machart, Klang Das Kalenderblatt 4.10.1454 Agnes Schwanfelder erfindet das Götzzitat Von Simon Demmelhuber . Josef Guggenmos - Der "Poet für kleine Leute" Autorin: Katharina Hübel / Regie: Sabine Kienhöfer Er hätte eine Karriere im Verlag machen können. Ein berühmter Übersetzer werden. Oder vielleicht sogar eines Tages den Literaturnobelpreis bekommen können. Aber der Allgäuer Josef Guggenmos hat sich in den 1960ern ganz bewusst dafür entschieden, Kinderlyrik zu schreiben. Während seiner Arbeit im Verlag registrierte er, dass kaum ein Autor für die kleinen Menschen schreiben wollte. Josef Guggenmos verfasste mit Witz, Liebe zur Beobachtung, spielerischer Sprachrhythmik und großem naturkundlichen Wissen hunderte von Kindergedichten, inspiriert von seinen zahlreichen Streifzügen und Wanderungen durchs Allgäu, die er auch akkurat in Wanderbüchern dokumentierte. Weniges und weniger Bekanntes schrieb er auch für Erwachsene, besonders die Haikus hatten es ihm angetan. Josef Guggenmos, der als recht schweigsam und genügsam galt, ist ein Meister der kurzen Form. Das Hörspiel der 50er Jahre - Themen, Machart, Klang Autorin und Regie: Susi Weichselbaumer Die Fünfziger Jahre gelten als Blütezeit des Hörspiels in Deutschland. Hochliterarische Produktionen von Günter Eich, Alfred Andersch, Wolfgang Weyrauch oder Ingeborg Bachmann entstehen. Die Wissenschaft wertet sie bis heute als Paradebeispiele jener Zeit, als Exempel für das Spiel auf der Inneren Bühne, das die Hörenden in reale und irreale Welten und Zeiten führt, Emotionen und Reaktionen auslöst. Allerdings bietet das Gesamtprogramm damals weit mehr: Beliebter als hochliterarische, oft um Vergangenheitsbewältigung oder Gegenwartskritik bemühte Stoffe, sind beim Publikum Unterhaltungsstücke. Krimireihen wie "Dickie Dick Dickens", "Gestatten, mein Name ist Cox" oder "Paul Temple" werden zu Straßenfegern. Mundarthörspiele verhandeln häufig den Konflikt zwischen Alt und Jung, Einheimischen und Flüchtlingen, Bayern und Nichtbayern. Anfang der Sechziger Jahre tritt des Fernsehen seinen Siegeszug an, die Stereophonie erlaubt Klangspiele und dokumentarisches Arbeiten, das literarische Originalhörspiel gerät in den Hintergrund, das sich vor allem als Wortkunstwerke versteht. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Andrea Bräu

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Weißwasser schrumpft sich alt Vom Bleiben, vom Weggehen und vom Wiederkommen Von Henry Bernhard Regie: Dörte Fiedler Produktion: Deutschlandfunk 2022 Die jungen Frauen mussten sich entscheiden damals: Gehen oder bleiben? Viele wollten bleiben - und konnten es nicht. Manche sind zurückgekommen. Manche wieder gegangen. Was ist aus ihren Träumen geworden? "Irgendjemand muss doch hier bleiben" hieß unsere Sendung im Jahr 2006 über die Cheerleader von Weißwasser und ihre Stadt an der polnischen Grenze. Es war ein sehnsuchtsvoller, mitunter verzweifelter Satz. Vielfach geäußert - so oder so ähnlich. Trotzdem suchten sich viele Lehrstellen Hunderte Kilometer entfernt, weil es in Sachsen keine gab. Inzwischen leben nochmal 5.000 Menschen weniger hier. Wie hat sich Weißwasser verändert? Ist es eine "Rentnerstadt" geworden, wie der Vater einer der Cheerleader vor 16 Jahren prophezeit hat? Weißwasser schrumpft sich alt Hören 43:48Hören 43:48

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Viel Geld, wenig Konzept Die Aufrüstung der Bundeswehr Von Thomas Klug Die Bundesregierung will 100 Milliarden Euro in die Aufrüstung der Bundeswehr stecken. Bedarf gibt es reichlich. Aber gibt es auch ein Konzept? Zeitenwende bei der Bundeswehr. 100 Milliarden Euro will die Bundesregierung in die Aufrüstung der Streitkräfte investieren. Das klingt nach viel Geld und weckt Begehrlichkeiten: bessere Ausrüstung der Truppe, moderne Waffen, vielleicht ein Raketenschutzschirm für Deutschland, mehr Personal, mehr Munition. Bedarf gibt es an vielen Stellen. Aber gibt es auch ein Konzept, wo das Geld am dringendsten gebraucht wird? Gibt es eine Strategie, wie die Bundeswehr gestärkt werden muss, um auf neue Herausforderungen reagieren zu können? Und wie weit trägt der Konsens in Politik und Gesellschaft, dass Deutschland dauerhaft mehr für die Verteidigung ausgeben muss?

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Wahnsinn, Rausch und Rebellion 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 20:33 Uhr NDR Info

NDR Info Hintergrund

Gebrochenes Halleluja - Leonard Cohen und die Religionen Ein Feature von Gerald Beyrodt Leonard Cohen wurde in eine jüdische Familie geboren, doch ihn beschäftigten auch andere Religionen wie das Christentum oder der Buddhismus. Einige seiner Songs spiegeln das wider, aber nicht nur in ehrfürchtiger Anbetung. NDR Info Hintergrund

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Macht, Lügen und Geheimnisse Frankreichs Starautorin Leila Slimani Von Simone Hamm Regie: Günther Maurer Produktion: SWR / Deutschlandfunk 2022 Länge: 49"28 Leila Slimani interessiert sich für die düsteren Seiten der Menschen. Ihre Romane sind schockierend, ihre Frauenfiguren sperrig. Sie schreibt über ihre in Marokko lebende Großmutter und deren hartes Leben, über eine Pariser Kindsmörderin, über eine Sexsüchtige. Anschließend: Jerusalem Von Andreas Bick Autorenproduktion Länge: 6"16 Leila Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Sie wurde 1981 in Rabat/Marokko geboren, kam 1999 nach Paris. Ihre Stimme will sie den einfachen Frauen geben, denen, deren Geschichten sonst nie erzählt würden. Etwa ihrer französischen Großmutter, die als junge Frau der Liebe wegen mit einem marokkanischen Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Marokko ging. Dem mordenden Kindermädchen in der liberalen Pariser Familie oder der sexsüchtigen Arztfrau. Sie interessiert sich für die düsteren, die obskuren Seiten der Menschen, die Abgründe. Ihre Romane sind spannend und schockierend. In Paris ist ein regelrechter Hype um sie entstanden. Die 41-jährige Autorin ist nach Lissabon gezogen, um an ihrer Familientrilogie zu schreiben. Deren zweiter Band "Schaut, wie wir tanzen" ist gerade auf Deutsch erschienen. Unsere Autorin hat sie in Lissabon besucht. Simone Hamm studierte Literaturwissenschaften, Philosophie und Chinesisch in Bonn, lebte in Peking, arbeitete an der Universität Bayreuth, volontierte bei der Deutschen Welle. Sie ist Feature Autorin für die ARD - zuletzt: "Ziemlich nice - Die Gegenwart von Leif Randt ist pastellfarben" (Deutschlandfunk 2021). Für das Feature "Vor dem Gesetz - Justizskandale in New York" (Deutschlandfunk 2015) ist sie mit dem RIAS Preis ausgezeichnet worden. Nach mehrjährigen Stationen in Brüssel und New York lebt sie in Köln. Begegnung mit Frankreichs Starautorin Leila Slimani Macht, Lügen und Geheimnisse

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