Deutschlandfunk Kultur

Feature

fußballDer Fußball und ich Geschichte einer Abhängigkeit Von Martina Keller Regie: Nicole Paulsen Mit: Martina Keller, Irene Baumann und Marcus Michalski Ton: Matthias Illmer Produktion: SWR/BR/NDR 2019 Länge: 54"09 Weibliche Fußballsucht im fortgeschrittenen Stadium. Die Autorin ist fußballverrückt. Mit sechs fing es an, mit 59 ist alles schlimmer denn je. Sie verbringt Samstagnachmittage in Kneipen, die sie normalerweise nicht betreten würde, nur um ihr Team, den BVB, verlieren zu sehen. Sie lässt den 50. Geburtstag einer guten Freundin sausen für ein Championsleague-Finale. "Ich bin ein weiblicher Nick Hornby. Nur bin ich nicht 35, sondern 59. Ich verarbeite nicht meine Spätpubertät, sondern bin reif für die vorgezogene Altersteilzeit." Martina Keller, Autorin für Hörfunk und Printmedien; Rechercheurin im Projekt "Skin and Bone" des ICIJ; Teilnehmerin der Masterclass Wissenschaftsjournalismus der Robert-Bosch-Stiftung mit dem Multimedia-Projekt "Der Code des Clásico" (www.faz.net 2017). Sie bekam u.a. den Baseler Featurepreis 2010 und den Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus 2012. Zuletzt: "Krebsheiler. Das Geschäft mit der Hoffnung" (WDR/Dlf/NDR 2018). Der Fußball und ich
Mittwoch 00:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Die Geschichte der österreichischen Sozialarbeit

Ilse ArltHelfen, ohne zu bevormunden (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Helfen, ohne zu bevormunden. Das war das Credo der Protagonistinnen und Protagonisten, die neue Wege in der sogenannten Fürsorgewissenschaft beschreiten wollten. Bis dahin wurden sozial Bedürftige meist ignoriert oder unterdrückt. Eine dieser frühen Kämpferinnen war Ilse Arlt, die die Sozialarbeit ab den 1910er Jahren zu professionalisieren begann. Im "Roten Wien" wurden Kindergärten, Mütterberatungsstellen, Programme für Gesundheitserziehung oder der Ausbau der Familienfürsorge forciert. Hier konnten neue Modelle entwickelt und erprobt werden. Zugleich wollte die junge Sozialarbeit auch die Teilhabe der Frauen vorantreiben und eine gerechtere Gesellschaftsordnung erreichen. Als wegweisend ist auch die Arbeit von August Aichhorn, einem Freud-Schüler, zu sehen. Er baute die Sozialpädagogik auf und erzielte mit vernachlässigten Kindern und Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen große Erfolge, indem er sie professionell in Heimen betreute. Anstatt sie in Besserungsanstalten wegzusperren, begegnete er ihnen mit Aufmerksamkeit und Interesse. Er gilt als Gründer der psychoanalytischen Pädagogik. Auch Sozialarbeiter/innen wie Rosa Dworschak, Ernst Federn und Bertha Pappenheim gelten heute als Vorreiter/innen auf dem Gebiet - alle mit durchwegs schillernden Biographien. Sie einte ihr Engagement. Besonders in jener Zeit, als Austrofaschismus und danach Nationalsozialismus ihre sozialpolitischen Projekte bekämpften, zerstörten und sogar für eigene Zwecke missbrauchten. "Asoziale" und "lebensunwerte" Menschen wurden von den Fürsorgestellen weg "aussortiert", für medizinische Experimente missbraucht oder gleich getötet. Die heutige Sozialarbeit jedoch stützt sich nach wie vor auf die Ideale, Erfolge und wissenschaftlichen Forschungen dieser Zeit: sie will Menschen auf Bewährung genauso integrieren wie solche, die migrieren; sie motiviert Arbeitslose, gibt Menschen in Hospizen Zuwendung, findet sich in der aufsuchenden Jugendarbeit und gibt Obdachlosen oder von Delogierung Bedrohten praktische Unterstützung.
Mittwoch 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

Schopenhauers PudelSchopenhauers Pudel, Nietzsches Adler Tiere in der Philosophie Die Theologische Zoologie Kommen Tiere in den Himmel? Das Kalenderblatt 19.6.1978 Der erste Garfield Comic erscheint Von Anja Mösing Schopenhauers Pudel, Nietzsches Adler - Tiere in der Philosophie Autor: Michael Reitz / Regie: Frank Halbach Der Philosoph Arthur Schopenhauer entwickelte seine Gedanken oft in Selbstgesprächen mit seinem Pudel "Butz". Die waren ihm wichtiger als der Austausch mit Kollegen. Friedrich Nietzsche stellte in seinem Hauptwerk "Also sprach Zarathustra" dem neuen Philosophen neben dem Adler gleich eine Reihe von tierischen Helfern zur Seite. Und in der Antike nannte sich eine ganze Philosophenschule nach einem tierischen Lebewesen: Der Kynismus orientierte seine praktische Philosophie an dem Leben eines bedürfnislosen und herrenlosen Hundes - auf Griechisch kynós - der niemandem Rechenschaft schuldig ist. Tiere und ihre Eigenschaften waren schon immer Inspirationsquellen für Denker und philosophische Schriftsteller. Das diente oft der Verdeutlichung ihrer Denksysteme - bekanntestes Beispiel dürfte hier George Orwells "Farm der Tiere" sein. In diesen Vergleichen stellte sich nicht selten heraus, dass das Verhalten unsere tierischen Mitgeschöpfe unserem eigenem so unähnlich gar nicht ist. Die Theologische Zoologie - Kommen Tiere in den Himmel? Autorin: Elke Worg / regie: Martin Trauner Martin Luther glaubte, dass "auch die Hündlein in den Himmel kommen und jede Kreatur eine unsterbliche Seele hat". Doch mit dieser Sichtweise konnte sich der Reformator nie so richtig durchsetzen. Genauso wenig wie der Heilige Franziskus, der sogar den Tieren und Blumen predigte. Weder in der protestantischen noch in der katholischen Theologie werden Tiere als beseelte Mitgeschöpfe anerkannt. Die christliche Schöpfungs- und Erlösungslehre ist ausschließlich auf den Menschen bezogen. Die Folgen kennen wir: Der Mensch als "Krone der Schöpfung" betrachtet Tiere als "Ressourcenmaterial", um es zu Nahrungs-, Kleidungs-, kosmetischen und pharmazeutischen Zwecken industriell zu verarbeiten oder zu missbrauchen. Er kreiert Qualzuchten und hält selbst Tiere, die er liebt, nicht artgerecht. All das möchte die Theologische Zoologie ändern. Dieser vergleichsweise junge Forschungszweig hat es sich zum Ziel gesetzt, den Tieren zu einer wissenschaftlich fundierten, theologischen Würdigung zu verhelfen. Es geht um ein neues Verhältnis zwischen Mensch und Tier im Sinne einer "schöpfungsgemäßen Spiritualität", in der die Tiere endlich als Mitgeschöpfe respektiert und auch dementsprechend behandelt werden. Moderation: Iska Schreglmann Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das Erbe der Südtiroler Option

Südtiroler OptionZwischen Schweigen und Erinnern (3). Gestaltung: Anna Masoner Am 23. Juni 1939 kam es in Berlin zu einer ungewöhnlichen Abmachung. Gerade zwei Stunden Verhandlungen hatte der illustre Tross deutscher und italienischer Politiker und Diplomaten gebraucht um eine Lösung des sogenannten Südtirolproblems zu finden. Die deutsche und ladinische Bevölkerung der nördlichsten Provinz Italiens sollte vor die Wahl gestellt werden: entweder ins Dritte Reich umzusiedeln oder als italienische Staatsbürger ohne Minderheitenschutz im Land zu bleiben. Als "Option" sollte die daraus resultierenden Jahre der Abwanderung der Südtirolerinnen und Südtiroler in die Geschichtsbücher eingehen. Rund 200.000 stimmten für eine Umsiedlung ins Deutsche Reich, etwa 75.000 sollten schließlich gehen. Die Option hat schmerzhafte Spuren in der Lebensgeschichte vieler hinterlassen und das kollektive Bewusstsein der Südtiroler Gesellschaft nachhaltig geprägt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die erbitterten Auseinandersetzungen zwischen "Dableibern" und "Optanten" totgeschwiegen, erst sehr viel später begannen Schriftsteller, Historiker und Politiker mit der Aufarbeitung, die bis heute nicht abgeschlossen ist. Welchen Stellenwert hat die Option 80 Jahre später für das Geschichts- und Selbstbild des Landes?
Mittwoch 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Mehr als nur CanCan

cancanJacques Offenbach und sein Einfluss auf die Wiener Operette (3). Gestaltung: Alexandra Faber Jacques Offenbach wird gemeinhin mit frivolen, Beine schwingenden und Unterwäsche zeigenden Damen assoziiert. Doch Offenbach ist mehr als nur Cancan. Das Leben und Werk des vor 200 Jahren in Köln geborenen Komponisten wird stark von der Politik beeinflusst, - sei es von der Französischen Revolution oder dem Deutsch-Französischen Krieg. Immer wieder kommt Offenbach gerne nach Wien: Hier löst der Satiriker Offenbach mit seinen grotesken Stücken einen wahren Hype aus und wird so zum Wegbereiter der Wiener Operette. Einen besonderen Erfolg landet er mit der Mythenparodie "Orpheus in der Unterwelt", die zum Ursprung einer neuen Gattung, der Operette, wird. Anläßlich des Jubiläums gehen Forscher verstärkt auf die Suche nach den "radikalen" Aspekten in Offenbachs Werken. Mit sozialkritischer Schärfe durchleuchtet er nämlich die Gesellschaft des Zweiten Kaiserreiches und entlarvt zudem die hohle Autorität der Mächtigen. Obwohl er über 100 Musiktheaterstücke geschrieben hat, werden nur wenige aufgeführt. Alexandra Faber geht der Frage nach, warum sie in Vergessenheit geraten sind und welche Operetten der Wiederentdeckung harren, wie etwa "Roi carotte", ein Werk, das eine Mischung aus Opéra-bouffe (Operette) und Grand Opéra, aus Féérie und Revolutionsoper ist.
Mittwoch 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Besser streitenBesser streiten Was hilft, wenn es eng wird? Verzeihen und Vergeltung Mit Verletzungen umgehen Das Kalenderblatt 19.6.1978 Der erste Garfield Comic erscheint Von Anja Mösing Besser streiten - Was hilft, wenn es eng wird? Autor und Regie: Martin Trauner Verzeihen und Vergeltung - Mit Verletzungen umgehen Autorin: Daniela Remus / Regie: Moderation: Florian Kummert Redaktion: Susanne Poelchau
Mittwoch 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

ruandaDeutschland schaut nicht hin Die Rolle der Deutschen bei den Völkermorden 1915 in Armenien und 1994 in Ruanda Von Arndt Peltner
Mittwoch 19:30 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

Kosovo-KriegHumanitäre Intervention? Nato-Bomben im Kosovo-Krieg Von Zoran Solomun Um den Krieg im Kosovo zu stoppen bombardierte 1999 die NATO 78 Tage lang die von Slobodan Milosevic beherrschte Bundesrepublik Jugoslawien. Die Operation Allied Force (Vereinte Kraft) war die erste "humanitäre Intervention" des Nordatlantikpakts, für die es weder ein Mandat des UN-Weltsicherheitsrates gab noch einen anderen Kriegsgrund, der völkerrechtlich zu begründen gewesen wäre. Ein Angriff auf ein Mitglied der NATO z. B. hatte nicht stattgefunden. 20 Jahre später erinnern sich vier Menschenrechts- und Friedensaktivistinnen, wie sie auf diese Intervention reagierten: Natasa Kandic und Stasa Zajovic aus Belgrad, Mihane Salihu-Bala aus Pristina und Ursula Renner aus Berlin.
Mittwoch 22:03 Uhr

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rbb Kultur

FEATURE

Was geh"n uns die da drüben an? Jugendliche aus der BRD äußern sich zum anderen Deutschland Von Beate Schubert Regie: Klaus Lindemann Produktion: SFB 1979
Mittwoch 22:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

Südtiroler OptionDie Geschichte der österreichischen Sozialarbeit. Helfen, ohne zu bevormunden (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Zwischen Schweigen und Erinnern. Das Erbe der Südtiroler Option (3). Gestaltung: Anna Masoner Mehr als nur CanCan. Jacques Offenbach und sein Einfluss auf die Wiener Operette (3). Gestaltung: Alexandra Faber
Mittwoch 22:08 Uhr

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HR2

Jazzfacts

What"s going on? - Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt | "Hier und Jetzt": die Thomas Bachmann Group "Hier und Jetzt" ein "Swing Ding", ohne "Zeiträuber" zu sein - Gewitzt aus Frankfurt: das neue Album der Thomas Bachmann Group
Mittwoch 22:30 Uhr

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