Features im Radio  (10.07.2026)

Features

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Kurzstrecke 168 Feature, Hörspiel, Klangkunst Die Sendung für Hörstücke aus der freien Szene Moderation: Johann Mittmann und Ingrid Wenzel Deutschlandfunk 2026 Länge: 54"50 Neue Hörkunst aus der freien Szene. Heute unter anderem mit einem Hörstück über Klang und kulturelle Erinnerung. Im Zentrum steht die Bedeutung von Beethovens neunter Sinfonie in Deutschland und Japan. Ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen freie, innovative, zeitgemäße Audioproduktionen aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst vor. In der aktuellen Ausgabe der Kurzstrecke: The R Files Von Lis Schröder M. ist tot Von Nastassja von der Weiden und Heather Karing Mi-Mi-Mi Neunte Von Manami Nagahari Lasst von Euch hören! Euch interessieren Geschichten zum Hören? Schickt uns eure Hörstücke! Alle Informationen hier: hoerspielundfeature.de/kurzstrecken-bewerbung-100.html. Call for audio works! Are you interested in storytelling with sound? Send us your audio pieces! More Information here: hoerspielundfeature.de/kurzstrecken-bewerbung-100.html

Freitag 08:30 Uhr SWR Kultur

Das Wissen

Wie krank macht Fast-Food? - Hochverarbeitete Lebensmittel in der Kritik Von Anja Schrum und Ernst-Ludwig von Aster Epidemiologen warnen: Der Konsum von "Ultra Processed Foods" macht krank. Eine Studie aus dem British Medical Journal führt ein gesteigertes Risiko für 32 Erkrankungen auf den Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln zurück, darunter Diabetes Typ 2, Adipositas, Herzinfarkt oder Krebs. Lebensmittelchemiker kontern: Eine Korrelation ist noch keine Kausalität. Während hinter den Kulissen ein heftiger Wissenschaftler-Streit tobt, greifen immer mehr Verbraucher*innen zu Tiefkühlpizza, veganen Ersatzprodukten und Chips. (SWR 2025/2026)

Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Nah dran

Moderation: Verena Fiebiger 9.10 Aktuelles Interview 9.20 Bayern 2 Radiowissen Die Klitoris - Geschichte und Anatomie eines Körperteils 9.50 Bayern 2 Kalenderblatt 10.07.2020: Lessings "Miss Sara Sampson" uraufgeführt 10.00 / 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 10.10 Interaktion 11.10 Nahaufnahme 11.56 Werbung Moderation: Verena Fiebiger

Freitag 15:05 Uhr SWR Kultur

Feature

"Das ist Marseille, Baby!" - Aufwachsen in Brennpunktvierteln Von Annika Erichsen 2023 gab es in Marseille 49 Morde im Zusammenhang mit Drogenkriminalität, so viele wie nie zuvor. Das jüngste Opfer war 14 Jahre alt. Wie in anderen französischen Großstädten ist auch in Marseille der Drogenhandel in Vierteln, die von Arbeitslosigkeit und geringen Bildungschancen geprägt sind, stark verbreitet. Die Bewohner sind den Konsequenzen ausgesetzt. Wie wachsen Kinder und Jugendliche hier auf? Annika Erichsen trifft in Marseilles Quartiers Nord Schülerinnen und Schüler, einen 25-jährigen Ex-Polizisten und Sozialarbeiter, einen 22-jährigen ehemaligen Drogendealer und viele mehr.

Freitag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Literatur

"Ich lasse mir keine Lyrik zu Schulden kommen" Wie palästinensische Gedichte zum Ende des Goethe-Instituts im Exil führten. "Das Meer ist da, doch wir sind es nicht: Literatur aus Palästina", so war eine Veranstaltung des "Goethe-Instituts im Exil" für den 25.02.2026 angekündigt. Doch zwei Tage zuvor machte die Nachricht die Runde: Das Projekt "Goethe-Institut im Exil" ist mit sofortiger Wirkung beendet. "Die akute Belastungssituation und eine enge finanzielle Ausstattung lassen eine Fortführung des Formats unter den gegebenen Bedingungen nicht zu", hieß es in einer Pressemitteilung. Alle noch geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt. Auch die mit den Palästinensern, obwohl Flüge, Unterkünfte und Autorenhonorare bezahlt waren. Und da alle drei Autoren schon da waren, fand sich ein alternativer Ort für Lesung und Gespräch. Warum wurde das Programm "Goethe-Institut im Exil" wenige Monate vor dem ohnehin geplanten Ende eingestellt? Ist es Zufall, dass diese Entscheidung kurz vor einer Veranstaltung mit palästinensischen Autoren getroffen wurde? Wenn ja, was ist so gefährlich an diesen Autoren und was erzählen ihre Gedichte? Welche Rolle spielte das Auswärtige Amt, das das Goethe-Institut finanziert? Gab es Druck von der israelischen Botschaft? Haben Auswärtiges Amt respektive Goethe-Institut sich von einer ehernen Auffassung der deutschen Staatsraison in Bezug auf Israel leiten lassen?

Freitag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Passage

Sklave der Taliban 13 Eni Yousufs langer Weg in die Freiheit Eni Yousuf verbrachte als Kind und Teenager sieben Jahre in Zwangsarbeitslagern der Taliban und erlebte Gewalt, Ohnmacht und Verzweiflung. Dann gelang ihm die Flucht über Iran, Türkei und Balkanroute nach Europa. In der Schweiz kämpfte er sich mit harter Arbeit zurück ins Leben, lernte Deutsch und absolvierte eine Ausbildung in der Gastronomie. Seit 2024 betreibt er mit seiner Partnerin das Restaurant Zamarod in Wabern. In seinem Buch schildert er seine traumatische Vergangenheit, aber auch seinen unbeirrbaren Willen, neu anzufangen 13 und zeigt, wie weit ein Mensch trotz widrigster Umstände kommen kann. Buchhinweis: Eni Yousuf: Nach oben und von dort über die Dächer. Meine Flucht. Cosmos, 2025.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Feature

Rechtsruck in der Klasse - und jetzt?! Episode 1 und 2 Von Elise Tapsoba und Julia Keller Regie: Julia Keller Deutschlandfunk 2026 (Wdh. am 14.07.2026, 22.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur) Elise kämpft gegen Rassismus, als Lehrerin und als Mutter. Aber was, wenn der Hass längst im Klassenraum sitzt? Episode 1: Rassismus, Lehrkräfte und Selbstschutz Elise steht vor ihrer Klasse, unterrichtet, hört zu, erklärt, schlichtet. Bis plötzlich Sätze fallen, die eindeutig rassistisch sind: "alle Ausländer sind kriminell." Im Klassenchat postet ein Junge Bilder seiner Glatze - keine offene Beleidigung, und doch weiß jede*r, was gemeint ist. Als Schwarze Lehrerin verletzen Elise rassistische Aussagen besonders. Elise sucht das Gespräch mit der Schulleitung und wird daraufhin aus der Klasse genommen. Episode 2: Dresscodes, Sensibilierung und rechte Symbole Elise wird im Anti-Diskriminierungs-Kreis aktiv, sensibilisiert Kolleg:innen, die Rassismus und die dazugehörigen Symbole oft nicht mal erkennen. Ihr Sohn erlebt heute den gleiche rassistische Diskriminierung, wie sie vor dreißig Jahren. Elises begibt sich auf Spurensuche: Warum radikalisieren sich junge Menschen? Welche Rolle spielen Zugehörigkeit, Kränkung, soziale Lage, familiäre Erfahrungen, Männlichkeitsbilder und soziale Medien? Und warum tritt diese Entwicklung besonders bei männlich gelesenen Jugendlichen zu Tage? Elise ist Lehrerin in einer mittelgroßen westdeutschen Stadt. Rassismus, Lehrkräfte und Selbstschutz weitere Beiträge

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Aus Heimat und Sprache vertrieben Die Lange Nacht des Schreibens im Exil Von Sieglinde Geisel Regie: Beate Ziegs Mehr als 120 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht - ein trauriger Rekord. Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller unter ihnen kämpfen mit den gleichen existenziellen und bürokratischen Schwierigkeiten wie alle anderen. Zugleich befinden sie sich in einer besonderen Lage. Der Verlust der Sprache bedeutet für sie auch den Verlust ihres bisherigen Publikums. Und wer in seinem Land ein Literaturstar war, ist im Exilland oft völlig unbekannt. Hier ist er oder sie ein Außenseiter - doch gerade der Blick von außen kann für das Schreiben eine Ressource sein. Die Autorinnen und Autoren, die in dieser Langen Nacht ihre Geschichte erzählen, kommen aus Belarus, Russland, Iran, Syrien, Eritrea, der Türkei und dem Sudan. Sie leben in Deutschland. Während des Nationalsozialismus hat Deutschland eine halbe Million Menschen ins Exil gezwungen, heute ist es zu einem Zufluchtsort geworden für vertriebene Schriftsteller:innen aus aller Welt.

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