Deutschlandfunk Kultur

Feature

GeburtshilfeWeinen hilft dir jetzt auch nicht Gewalt in der Geburtshilfe Von Marie von Kuck Regie: Beatrix Ackers Mit: Julia Schäfle, Carmen Heibrock, Rebecca Madita Hundt, Bruno Winzen und der Autorin Ton: Ernst Hartmann Produktion: Deutschlandfunk / WDR 2017 Länge: 52"49 Jedes Jahr am 25. November legen Mütter Rosen vor die Türen von Geburtskliniken. Als Zeichen, dass ihnen hier Gewalt angetan wurde. Die junge Frau freut sich auf die Geburt. Alles läuft nach Plan, bis ihr die Hebamme ohne Vorwarnung ein starkes Beruhigungsmittel spritzt. Gegen das, was nun folgt, kann sie sich nicht mehr wehren. Sie erlebt die Behandlung der Ärzte wie eine Vergewaltigung, an den psychischen Folgen leidet sie bis heute. Mit dieser Erfahrung ist sie nicht allein: Die WHO spricht von gravierenden Verletzungen der Menschenrechte in geburtshilflichen Einrichtungen. In Deutschland sollen 40 - 50 Prozent aller Mütter betroffen sein. Marie von Kuck, geboren 1971 in Leipzig, studierte Puppenspielkunst in Berlin und arbeitet seit 2001 als Autorin. Für den Rundfunk schrieb sie Hörspiele, Features und Reportagen. Weitere Features: "Der Mut der Mücke" (Dlf 2012) und "Puppe, Hightech, große Oper" (RBB 2013). Weinen hilft dir jetzt auch nicht
Mittwoch 00:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Weißer Fleck in Europa

weißrusslandWeißrusslands unsicherer Kurs zwischen Ost und West (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Republik Belarus nennt sich das Land zwischen Polen und Russland, wobei der Ursprung des Namens bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Im Deutschen spricht man von Weißrussland, auch hier bevorzugen Expert/innen aber immer häufiger den Begriff Belarus, um eine klare Abgrenzung zum östlichen Nachbarn zu ziehen. Zugleich dient das "Weiß" weiterhin für zahlreiche Metaphern. Denn Weißrussland gilt als der weiße Fleck auf der Landkarte Europas, bis heute ist es für die meisten Europäer eine "Terra Incognita" geblieben. Es handelt sich um eine Region, in der sich erst sehr spät ein Nationalbewusstsein im modernen Sinn entwickelte und die - von einem kurzen, bald gescheiterten Versuch Anfang des 20. Jahrhunderts abgesehen - erst mit dem Zerfall der Sowjetunion ihre staatliche Unabhängigkeit erlangte. Historiker/innen sprechen von einer Geschichte tragischer Risse und Brüche. Lange gehörte die Region zum großen polnisch-litauischen Reich, dann zum russischen Reich, später zur UdSSR. Als Hitler-Deutschland zunächst Polen und dann die Sowjetunion überfiel, kam es zur schlimmsten Tragödie. Im Holocaust wurde eine Jahrhunderte alte, überaus reiche jüdische Kultur vernichtet. Die Aufarbeitung ist erst in den vergangenen Jahren mühsam in Gang gekommen. In zahlreichen weißrussischen Städten, wo einst mehr als 50 Prozent der Bewohner/innen Juden waren, muss man heute gezielt suchen, um noch Spuren dieser brutal ausgelöschten Welt zu entdecken. Die Last der Geschichte nennen Expert/innen als einen möglichen Grund dafür, dass die Mehrheit der Weißrussen bis heute scheinbar widerspruchslos den autokratischen Präsidenten Aljaksandr Lukaschenka akzeptiert, den "letzten Diktator Europas", wie er im Westen genannt wird. Aber auch die Sorge vor den Folgen einer Revolution wie in der Ukraine spielt eine Rolle. Weißrussland unterhält zwar enge Beziehungen zu Moskau, seit der Eskalation des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland versucht Lukaschenka allerdings einen unabhängigeren Kurs zu steuern und sich als Vermittler zwischen Moskau und Kiew zu etablieren. Von einer Multivektor-Politik ist offiziell die Rede, man will mit allen Nachbarn, und mit Moskau ebenso wie mit Brüssel, einen möglichst ausgeglichenen Kurs fahren. Junge, gebildete Weißrussen blicken freilich oft nach Westeuropa und suchen dort ihr Glück. Dabei hat ihr Land durchaus Potenzial, wie die rasante Entwicklung des IT-Sektors in den vergangenen Jahren belegt. Hier, meinen erfolgreiche Vertreter der IT-Branche, könne man im positiven Sinne aus dem sowjetischen Erbe schöpfen - nämlich aus den hohen technischen und naturwissenschaftlichen Bildungsstandards, die Weißrussland bewahrt und weiterentwickelt habe.
Mittwoch 09:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

Schlechtes GewissenDie Frage nach dem Gewissen Schlechtes Gewissen - gutes Gewissen Was die Moral mit uns macht Moral Licensing Mit gutem Gewissen Schlechtes tun Das Kalenderblatt 17.10.1989 Verbot für Elfenbeinhandel beschlossen Von Thomas Grasberger Schlechtes Gewissen - gutes Gewissen - Was die Moral mit uns macht Autorin: Veronika Wawatchek / Regie: Martin Trauner Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich nach Australien fliege? Weil meine CO2-Bilanz mir Gewissensbisse macht? Für ein gutes Gewissen soll ich ethisch konsumieren, lässt mich die Werbung glauben. In unserer globalisierten Welt scheint einerseits alles erlaubt. Groß geschrieben wird die Freiheit des Einzelnen. Moralapostel gelten als die ewig Gestrigen. Und doch ist das Gewissen allgegenwärtig: gewissenlos, gewissenhaft, guten Gewissens, mit schlechtem Gewissen - unser täglicher Sprachgebrauch zeigt, dass die Moral nicht ausgedient hat. Zwar mögen sich Werte verändern. Gleichgültig aber reagiert kaum jemand, wenn er oder andere Normen verletzen. Der erhobene Zeigefinger, das schlechte Gewissen wie das gute, der Ruf nach der Moral - nach einer ordnenden Kraft - wird in unserer komplexen Gesellschaft schnell laut. Heute ist das Gewissen und das moralische Handeln nicht mehr nur Sache der Theologen und Philosophen. Auch die Hirnforschung hat das moralische Urteilen für sich entdeckt. Doch was ist das Gewissen? Wie kommt die Moral ins Kind? Und wie hat sich das Moralverständnis entwickelt? Ein Streifzug durch das Gewissen, das gute wie das schlechte. Moral Licensing - Mit gutem Gewissen Schlechtes tun Autorin: Prisca Straub / Regie: Eva Demmelhuber Führen wir so etwas wie ein "moralisches Konto"? - Zum Beispiel Religiosität: Sie fördert soziales Verhalten, könnte man meinen. Doch auch das Gegenteil kann sie bewirken: Studien haben gezeigt, dass besonders hohe moralische Maßstäbe zu einem überhöhten Selbstbild führen können. Die Konsequenz: Betroffene machen sich zunehmend weniger Sorgen über eigenes unmoralisches Verhalten. Und auch in anderen Lebensbereichen lässt sich erkennen: Menschen, die auf einem Gebiet etwas Gutes tun - im Bioladen einkaufen, Bedürftige unterstützen, sich ehrenamtlich engagieren - tendieren dazu, im Gegenzug dann in anderen Bereichen weniger strenge Maßstäbe an sich selbst zu legen. Uneigennützige Taten werden auf der "Habenseite" verbucht - kritikwürdige Taten können dann bedenkenlos vom "Kontostand" abgezogen werden, bis die Bilanz wieder gefährlich "unter null" fällt. Erst dann kehrt das Schuldgefühl zurück. Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner
Mittwoch 09:05 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Datenpunkte im Informationszeitalter

1918, 1968, 1971, 1947 (3). Gestaltung: Julia Gindl und Sarah Kriesche Die Radiokollegreihe "Datenpunkte im Informationszeitalter" rollt anhand von Ereignissen und Momenten der Technikgeschichte die Entwicklung der Informationsgesellschaft im 20. Jahrhunderts auf. Jahreszahlen dienen als Ausgangspunkt für Beiträge über neue Ideen, Thesen, Erfindungen und Arbeiten. Ihnen gemeinsam ist, dass sie in der Vergangenheit Grundsteine für die Zukunft legten, auf die unsere Gegenwart im 21. Jahrhundert aufbaut. *1971 Das erste Email* QWERTYUIOP lautete höchstwahrscheinlich der Inhalt der ersten Email. Ray Tomlinson, der Absender der elektronischen Nachricht, konnte sich nicht mehr ganz genau erinnern. Der US-Techniker arbeitete im Jahr 1971 an einem Computernetzwerk für das amerikanische Verteidigungsministerium, als es ihm gelang, eine Datei zwischen zwei nebeneinander stehenden Rechnern und an einen spezifischen Adressaten hin und her zu schicken. Tomlinson setzte das @ zwischen Benutzername und Computername und veränderte mit QWERTYUIOP die Art und Weise, wie wir heute weltweit kommunizieren.
Mittwoch 09:30 Uhr

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Ö1

Radiokolleg - Das Schlagzeug als Antriebsmaschine der Musik

MarschtrommelVon der Marschtrommel zum Drumset (3). Gestaltung: Lukas Tremetsberger Das Schlagzeug verdankt die Musikwelt einem Verbot. Mit den "No Drumming Laws" wurde es Afroamerikanern in den USA bis Mitte des 19. Jahrhunderts untersagt, ihre traditionellen Trommeln - Werkzeuge der Revolte - zu spielen. Man wich auf orientalische Trommeln, Becken und auch auf den eigenen Körper aus, spielte mit beiden Händen und Füßen. Wurden in Marching Bands die einzelnen Schlaginstrumente - Kleine Trommel, Große Trommel, diverse Becken - einzeln von mehreren Musikern gespielt, kombiniert ein Drumset diese Instrumente. Das gelang durch die Entwicklung des Pedals, einer Innovation, mit dem Musiker die am Boden liegende große Basstrommel mit dem Fuß spielen konnten. Man hatte nun die Hände frei für Snare Drum, andere kleine und große Trommeln und viele Becken. Im Jahr 1918 brachte die Firma Ludwig aus Chicago das erste Drumset auf den Markt. Damit konnte ein Musiker allein alles spielen. Das Schlagzeug kann seine Gestalt anpassen, wie kaum ein anderes Musikinstrument. Universell einsetzbar, von minimalistischer Ausführung in Jazz-Formationen bis zu pompösen Maschinen der Rock-Bands, die zusammengestellt aus unzähligen Trommeln und Becken den optischen und rhythmischen Schwerpunkt bilden. Am Schlagzeug lässt sich die Musikgeschichte der vergangenen 100 Jahre verfolgen.
Mittwoch 09:45 Uhr

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Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

viktor franklSinnstiftung in der Psychotherapie Weise Interventionen Wenn weniger mehr ist Viktor Frankl Sinn des Lebens, Sinn des Leidens Das Kalenderblatt 17.10.1989 Verbot für Elfenbeinhandel beschlossen Von Thomas Grasberger Weise Interventionen - Wenn weniger mehr ist Autorin: Prisca Straub / Regie: Martin Trauner Vermeintlich unbedeutende Beeinflussungen können beachtliche Wirkungen entfalten: Subtile Botschaften entscheiden mit darüber, wie erfolgreich wir im Studium sind, wie zufrieden mit dem Partner - und wie versöhnlich mit den Kollegen. Die psychologische Forschung zeigt: Statt langer Therapie und teurem Coaching reicht manchmal auch eine unscheinbare Mitteilung, ein kleiner Hinweis - das stärkt das Selbstwertgefühl und kurbelt das Engagement an: Ein positiver Kreislauf der Selbstvergewisserung setzt sich in Gang - spielerisch und scheinbar wie von selbst! Wie von selbst? Mit geringem Aufwand lässt sich erstaunlich viel erreichen. Doch das wissen auch Wirtschaftspsychologen und setzen dieses Wissen entsprechend ein. Deshalb lohnt sich ein Blick darauf: Wann ist weise Intervention eine sanfte Form der Therapie - und wann wird sie zur bewusst eingesetzten Manipulation. Viktor Frankl - Sinn des Lebens, Sinn des Leidens Autorin: Justina Schreiber / Regie: Irene Schuck Was ist der Sinn des Lebens? Zu dieser Frage hielt Viktor Frankl bereits mit 16 Jahren seinen ersten Vortrag. Sie blieb der rote Faden seiner Arbeit. Aus Gesprächen mit Selbstmordkandidatinnen und mit Schülern am Tag der Zeugnisvergabe zog der österreichische Psychiater den Schluss, dass der Mensch über einen "Willen zum Sinn" verfügt und seelisch erkrankt, wenn sein Sinnbedürfnis frustriert wird. Eine Theorie, die er durch die eigenen Erfahrungen in deutschen Konzentrationslagern bestätigt fand. Viktor Frankl begründete die so genannte dritte Wiener Schule der Psychotherapie - nach Sigmund Freud und Alfred Adler. Seine Methode der Logotherapie und Existenzanalyse unterstützt den Prozess der Sinnfindung, der bei jedem Patienten anders aussieht. Grundsätzlich jedoch geht es immer darum, von sich selbst und dem eigenen Leid abzusehen, um Erfüllung in einer Aufgabe finden zu können. Wie es Frankl selbst gelang, beschrieb er in seinem berühmten Buch "... trotzdem Ja zum Leben sagen": Die Vorstellung, dass er eines Tages Vorlesungen über die Auswirkungen des Konzentrationslagers auf die Psyche halten würde, hielt ihn in Auschwitz und Kaufering am Leben. Er starb als hochangesehener Wissenschaftler mit 92 Jahren in Wien. Moderation: Redaktion: Susanne Poelchau
Mittwoch 15:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

COBOLAuch Code hat eine Vergangenheit Warum wir historisches Wissen über Programmiersprachen brauchen Von Florian Felix Weyh Das historische Bewusstsein der digitalen Gesellschaft über ihre Grundlagen scheint bescheiden. Ein verkanntes Problem? COBOL war schuld: Zum Jahrtausendwechsel bangten weltweit Firmen, dass ihre Computer abstürzen würde. Denn die in den 1950er-Jahren von Grace Hopper entwickelte und weit verbreitete Programmiersprache COBOL enthielt für Jahreszahlen nur zwei statt vier Datumsfelder. Passiert ist in dieser Silvesternacht dennoch wenig, weil sich der lange zuvor erkannte Mangel leicht beheben ließ. Die Lehre daraus lautete allerdings: Trotz der schnellen Alterungsprozesse bei der Computerhardware sollte man historisches Wissen über Programmiersprachen besitzen. Denn da sich Software der Hardware-Entwicklung verblüffend gut anzupassen vermochte, sind Sprachen der ersten Generation wie FORTRAN und COBOL bis heute im Einsatz, von exotischen Softwaredialekten ganz abgesehen. Hunderte von Programmiersprachen soll es geben, von hoch komplexen bis hin zum simplen LOGO, mit dem in den 1980er-Jahren Grundschulkinder programmieren lernen sollten. Erlischt dieses Wissen mit dem Tode der Programmierer, lebt aber als unverstandener Code in Großcomputern von Banken, Versicherungen, Behörden weiter?
Mittwoch 19:30 Uhr

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SWR2

SWR2 Feature

Fake-FollowerFake-Follower Über falschen Erfolg im Internet Von Christine Werner Klicks, Likes, Follower sind der Gradmesser für Erfolg im Internet. Sie bringen Aufmerksamkeit, Spitzenplätze in Rankings, kommerziellen Erfolg. Mode- und Reise-Blogger werden erst ab einer großen Zahl von Abonnenten für Werbung und Sponsoring interessant. Dabei müssen die Follower und Likes nicht echt sein. Es gibt sie in Paketen im Netz zu kaufen: "5000 Klicks, 350 Likes, 100 Abonnenten. Erhöhen Sie ihr Ranking!" wird dort angeboten. Auch Social Bots, künstliche Nutzer, verbreiten Kommentare und Meinungen massenhaft und automatisiert. So wird im Internet auch Meinung zum Geschäft. Wer will die dann noch hören? Was bedeutet Erfolg im Internet? Und welche Folgen hat das alles für das "echte Leben"?
Mittwoch 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

FEATURE

NashörnerDie Privatarmee der Dickhäuter Ein Deutscher kämpft ums Überleben der letzten Nashörner Von Frank Odenthal Regie: Alexander Bühler Produktion: rbb 2018 - Ursendung -
Mittwoch 22:04 Uhr

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Ö1

Radiokolleg

schlagzeugWeißer Fleck in Europa. Weißrusslands unsicherer Kurs zwischen Ost und West (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Datenpunkte im Informationszeitalter. 1918, 1968, 1971, 1947 (3). Gestaltung: Julia Gindl und Sarah Kriesche Von der Marschtrommel zum Drumset. Das Schlagzeug als Antriebsmaschine der Musik (3). Gestaltung: Lukas Tremetsberger
Mittwoch 22:08 Uhr

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HR2

Jazzfacts

Yazz AhmedWhat"s going on? - Features, Interviews und was die Szene bewegt | Middle Eastern Moods im Flügelhorn: Yazz Ahmed The trumpet is female: Die Londoner Flügelhornistin Yazz Ahmed kommt aus Bahrain - und mit Middle Eastern Moods und viel Delay zum Festival in Frankfurt
Mittwoch 22:30 Uhr

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