... ist die hör-mediale Erweiterung der Kulturerscheinung Zonic. Thematisch frei zwischen Musik, Literatur und Kunst changierend, gibt es von tieftauchenden popkulturellen Features über experimentelle Klangstücke oder Sound & Poetry- Mixe bis zum Hangeln durch den News- Jungle eines extrem offenen musikalischen Spektrums alles zu hören, was potentielle Relevanz im stetig sich ausbreitenden Zonic- Kosmos hat. Und über dessen Rand hinaus! Wort- & Musikauswahl: Alexander Pehlemann
An Vorderster Front - Doku über die Stationierung der Bundeswehr in Litauen ARD Radiofeature Von Tom Schimmeck (Produktion: WDR 2026) Mit der "Brigade Litauen" stationiert die Bundeswehr erstmals einen großen Kampfverband im Ausland. Über 5.000 Bundeswehrangehörige sollen künftig in Litauen "dienen und leben". Der litauische Staat investiert viel Geld, baut Unterkünfte, Schulen, Kitas, Übungsplätze für die deutschen Soldat*innen. Die Furcht vor einem russischen Überfall ist seit dem Großangriff Putins auf die Ukraine massiv gewachsen, daher findet die Stationierung der deutschen Brigade in der litauischen Gesellschaft breite Zustimmung. Trotzdem sind die Militarisierung und ihre enorme Kosten politisch umstritten.
"Poetischer Störfaktor" Die Zukunft der Lyrikkritik Von Nadja Küchenmeister (Wdh. v. 15.09.2023) Gedichte gelten oft als "schwierig". Darum ist es umso wichtiger, dass das Gespräch über Lyrik nicht aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet. Die Plätze für Besprechungen im Feuilleton sind allerdings rar und werden immer knapper. Davon weiß auch Lyrikerin und diesjährige Peter-Huchel-Preisträgerin Nadja Küchenmeister zu berichten. Sie fürchtet, dass Lyrikkritik sich zunehmend unter Lyrikerinnen und Lyrikern und fern der literarischen Öffentlichkeit abspielen könnte. Weil die Frage nach der Krise der Lyrikkritik in der Zwischenzeit eher noch drängender geworden ist, wiederholen wir ein Feature von 2023. Damals war einer der wichtigsten Lyrik-Kritiker der vergangenen Jahrzehnte, Michael Braun, wenige Monate zuvor verstorben.
Zwiespalt und Zwiesprache Die komplizierte Freundschaft zwischen einer Linksdenkenden und einer Querdenkerin Von Manuel Gogos Regie: Giuseppe Maio Produktion: Deutschlandfunk 2022 (Wdh. am 10.03.2026, 22.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur) Dies ist die Geschichte von zwei besten Freundinnen, die sich in Zeiten von Corona und Ukrainekrieg von einander entfremdet haben, die aber um ihre Freundschaft kämpfen. Christine und Melanie haben sich bei ihrem Studium kennengelernt, haben zusammen gewohnt und gemeinsam ihre Kinder großgezogen. Die beiden waren unzertrennlich. Bis Christine anfing, zur Bewegung der Querdenker zu tendieren. Melanie hat grundsätzlich Vertrauen in die Impfung, in die Regierung. Seither ringen die beiden miteinander. Sie munitionieren sich mit Zeitungsartikeln, bombardieren sich mit Youtube-Links, und streiten: Leben wir in einer Diktatur, oder in einer der besten Demokratien weltweit? Ist Putin der Aggressor, oder die NATO? Gleichzeitig wollen die beiden einander nicht verlieren. Wo sie etwas gegeneinander aufgebaut haben, reissen sie auch wieder Mauern ein. Sie treffen sich, um den Geprächsfaden nicht abreissen zu lassen, und wieder neu zueinander zu finden. Ein Feature über die Verwerfungen und Konflikte von zwei Frauen und den Kampf um ihre Freundschaft. Ein Sinnbild für unsere Gesellschaft? Zwiespalt und Zwiesprache