Konflikte mit Worten zu lösen, statt zuzuschlagen, das fällt vielen Menschen schwer. Gerade Jugendliche, die zuhause schon Gewalt erfahren haben, werden selbst auch schnell gewalttätig. Und dann ist die Gefahr groß, dass da eine kriminelle Karriere droht. Das ist schlecht für jeden Einzelnen und schlecht für die gesamte Gesellschaft. Deshalb wird viel in Präventionsprojekte investiert. Aber: Wo kann man da am effektivsten ansetzten? Welche Delikte begehen die Jugendlichen am häufigsten, wie kommen sie wieder raus aus der Gewaltspirale?
Darüber wollen wir sprechen mit Prof. Britta Bannenberg, Kriminologin und Gewaltforscherin Uni Gießen, mit dem Sozialpädagogen Peik Springmann, mit Justin Kay, der als Jugendlicher selbst kriminell war und jetzt Trainings dagegen anbietet, und mit dem Konfliktforscher Prof. Andreas Zick.
Podcast-Tipp: SWR1 Leute
Maximilian Pollux: Vom Straftäter zum Anti-Gewalttrainer
Drogen- und Waffenhandel, räuberische Erpressung und Körperverletzung. ...
Der deutsche Rapper, Autor und Podcaster Michael Kurth zählt als Curse seit über zwei Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen des deutschsprachigen Hip-Hop. Nach 10 Jahren Erfolg fühlt er sich ausgebrannt und leer und entdeckt für sich die Meditation, macht eine Ausbildung in systemischer Therapie.
(Wdh. vom 18.11.2025)
Ulli Lust hat sich schon in ihren früheren Comics und Graphic Novels mit Frauenbildern und Geschlechterrollen auseinandergesetzt. In einem autobiografischen Comic hat sie auch ihre eigene Jugend als Punk, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung erzählt.
Von Mary I. (1553-1558) bis zu Elisabeth II. (1952-2022) gab es in England und Großbritannien sechs Königinnen, die als Staatsoberhaupt regiert haben. Für sie alle wurden Huldigungsmusiken und Jubelmärsche komponiert, Festmusiken und Traueroden. Lautenist John Dowland schrieb Tanzstücke für seine Königin Elisabeth I. Georg Friedrich Händel beehrte Queen Anne mit einer Geburtstags-Ode. Felix Mendelssohn schenkte seiner Gönnerin Victoria Lieder ohne Worte. Und Benjamin Britten komponierte zur Krönung von Elisabeth II. sogar eine ganze Oper.
Eine Familienfahrt im neuen E-Auto wird für Autorin Rebecca Dechant zur lebensnahen Metapher: Rote Ampeln, Staus und neu berechnete Routen erinnern sie daran, dass Geduld, Gelassenheit und Vertrauen entscheidend sind, um sicher und gut unser Ziel zu erreichen.
Wenn sich Koryphäen treffen und blind verstehen, passiert oft etwas Magisches. So wie zwischen Sänger Ken Norris und dem Jazzgitarristen Ulf Meyer. Auf ihrem gemeinsamen Album "Conversations" brillieren die beiden im lebhaften musikalischen Zwiegespräch.
Norris war vierzehn Jahre lang Professor für Jazzgesang an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Meyer ist bekannt durch Duoprojekte mit Martin Wind und Lars Hansen. Ihr musikalisches Miteinander erklärt Gitarrist Meyer als "Improvisation entweder als Solo über die Form, oder spontan beim Bälle Zuwerfen. Wir spielen, wir jonglieren.“ Dazu verleiht die warme Soulstimme von Norris den Songs eine extra Portion Gefühl. Sie spielen Stücke von James Taylor, den Beatles, Eagles, Fats Waller, Donald Fagen und mehr - und klingen dabei so leicht, als würden sie auf Noten schweben.
Weitere Höhepunkte der heutigen Hörbar sind Ana Moura, das Ensemble FisFüz zusammen mit Gianluigi Trovesi, Peter Cincotti und die Amsterdam Klezmer ...
„Das ist nicht gerecht!“ - „Da fühle ich mich einfach ungerecht behandelt!“ - „So eine Ungerechtigkeit!“ Ob wir ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl haben, das merken wir vielleicht zuallererst, wenn etwas nicht stimmt an der Art und Weise, wie Menschen im Unterschied zu anderen Menschen dastehen oder behandelt werden. Wenn wir meinen, dass die einen bevorzugt und die anderen benachteiligt werden. Wenn Vermögen oder Chancen ungleich verteilt sind. Und wenn die Entscheidung, wer vor Gericht Recht bekommt und wer nicht, wer bestraft und wer freigesprochen wird, uns nicht gerecht erscheint. Aber was ist eigentlich Gerechtigkeit? Nach welchen Kriterien, nach welchen Maßstäben kann man Menschen mit all ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden gerecht werden? Für die einen ist eine Gesellschaft dann gerecht, wenn alle die gleichen Chancen haben. Für andere, wenn Leistung sich auszahlt. Und wieder andere sagen: Gerecht ist, wenn jeder Mensch bekommt, was er braucht oder was ihm zusteht....
Im März ist Jürgen Habermas gestorben. Mehr als 70 Jahre Theorie und politisches Engagement. Er war ein Schüler Adornos, hat seit den fünfziger Jahren die Debatten in der Republik mitgeprägt und war weltweit einer der führenden Philosophen.
(Wdh. vom 18.06.2024)
Christoph Engemann, im ostwestfälisch-hessischen Grenzgebiet aufgewachsen, ist promovierter Medienwissenschaftler und heute an der Uni in Bochum tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medientheorie und Mediengeschichte der Digitalität, sowie Künstliche Intelligenz.