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HR2

Wissenswert

Geteilte Himmel: Die Schriftstellerin Christa Wolf Christa Wolf schreibt gegen "Lebensblindheit" an, macht an ihren Figuren die Macht geschichtlicher und gesellschaftlicher Verhältnisse sichtbar. Es ist der Mauerbau, der das Liebespaar - er geht nach Westen, sie bleibt im Osten - im Roman "Der geteilte Himmel" voneinander trennt. In "Kindheitsmuster" spürt Wolf den Verformungen durch das "Dritten Reich" nach. Sie zeigt, wie die ökonomisch-technischen Zwänge - ob sie vom kapitalistischen oder sozialistischen Wettbewerb ausgehen - das moderne Individuum verbiegen und vergiften können. Christa Wolf gelingt es, zugleich "Staatsdichterin" wie auch Dissidentin zu sein, die gegen die Enge der SED-Kulturpolitik kämpft, zugleich Wegbereiterin der friedlichen Revolution in der DDR wie auch Kritikerin des Vereinigungsprozesses.
Freitag 08:30 Uhr

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WDR5

Neugier genügt

Wiederholung: Sa 04.05 Darin: Reportage/Feature 10.58 WDR 5 - Ein Gedicht
Freitag 10:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Die Reue der Patriarchen Leben zwischen den Kulturen Von Rosvita Krausz Deutschlandfunk 2010 Musliminnen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen und entscheiden wollen, wen sie lieben und mit wem sie leben, werden auch in Deutschland mit dem Tode bedroht. Bekanntester Fall: Hatun Sürücü. Sie wurde zwangsverheiratet, geschlagen, eingesperrt und schließlich ermordet. Alles unter Berufung auf die Tradition und den Koran. Hatun wollte leben wie eine Deutsche. Das wurde ihr zum Verhängnis. Die Schüsse in ihren Kopf galten unserer Gesellschaft. Ihr Schicksal hat eine breite öffentliche Debatte über Zwangsverheiratungen und Unterdrückung der Frauen im Islam ausgelöst. Ist der tödliche Druck von Familien auf ihre Kinder die Ausnahme oder der Regelfall, wollte Rosvita Krausz wissen. Sie hat sich bei türkischen Migranten, denen der Aufbruch in ein modernes Leben gelang, umgehört. Serap Cileli, Fatma Bläser und Cem Gülay sind Kinder von Einwanderern, deren Eltern noch in Zwangsehen lebten.
Freitag 20:10 Uhr

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