WDR3

WDR 3 Hörspiel

Orson WellesOrson Welles´ Herz der Finsternis (5) Hörspiel in 5 Teilen nach dem Drehbuch eines nicht gedrehten Films Von Orson Welles nach Joseph Conrad Übersetzung aus dem Amerikanischen: Jochen Stremmel Komposition: Ulrich Espenlaub Orson Welles: Robert Dölle Charles Marlow: Sylvester Groth Elsa: Sandra Hüller Kurtz: Ulrich Matthes Eingeborener: Abidoun Odukoya Regie: Walter Adler Anschließend: WDR 3 Foyer Hörspiel nach dem Drehbuch eines nie gedrehten Films
Freitag 19:04 Uhr

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SRF 1

Hörspiel

Diggelmann«S Urächt vo dr Grächtigkeit» von Walter Matthias Diggelmann Am 29. Juni jähren sich zum 50. Mal die sogenannten «Globus-Krawalle». Damals eskalierten in der Zürcher Innenstadt die Proteste der 68er in der Schweiz. Der Gewaltausbruch war für die Schweiz ein Schock. Die Staatsmacht griff durch. Die Folgen thematisierte W.M. Diggelmann in seinem Hörspiel. In seinem ersten Original-Hörspiel für das Schweizer Radio seinem einzigen auf Dialekt schilderte Walter Matthias Diggelmann 1970 nicht nur einen brisanten Fall von Jugendgewalt, sondern griff mitten ins aktuelle gesellschaftliche Geschehen ein. Er brachte in Form eines Prozesses den Konflikt zwischen dem konservativen Establishment und der revoltierenden Jugend von 1968 auf die Hörbühne. Ein 19-jähriger KV-Stift steht vor Gericht, da er mit brutaler Gewalt einen Polizisten niedergeknüppelt hat. Der Täter handelte in einem Akt von Selbstjustiz, da er selber während der Strassenschlachten vor dem Globus-Provisorium von der Polizei drangsaliert worden war. Im Verlauf der turbulenten Verhandlung kommen der Täter und seine Eltern, ein Komplize, das Opfer und ein Anwalt zu Wort. Dabei zeigt sich der unauflösbare Widerspruch zwischen staatlicher Rechtspflege und individuellem Rechtsempfinden; vor allem aber wird der damalige Generationenkonflikt fassbar, der in einer Unerbittlichkeit ausgetragen wurde, die heute kaum mehr vorstellbar erscheint. Mit: Inigo Gallo (Gerichtspräsident), Paul Lohr (Ueli Schwertfeger), Heidi Diggelmann (Mutter Schwertfeger), Paul Bühlmann (Vater Schwertfeger), Thomas Hostettler (Willi Knecht), Ernst Stiefel (Albert Wiederkehr), Georg Weiss (Bezirksanwalt), Robert Bichler (Verteidiger), Erich Muggli (Gerichtsschreiber) Tontechnik: Ruth Hüssy, Willy Helbig - Regie: Andreas Fischer - Produktion: SRF 1970 - Dauer: 50"
Freitag 20:03 Uhr

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Bayern 2

hör!spiel!art.mix

Final Girls oder Wenn das Schweigen was zu sagen hätte, würd" mich interessieren, was es mir zu sagen hätte Von Gerhild Steinbuch Mit Naomi Achternbusch, Katja Bürkle, Caroline Ebner, Julia Riedler und Sylvana Seddig Komposition: Tojukae Regie: Henri Hüster BR 2018 Ursendung in der artmix.galerie Als "final girl" wird im Slasher-Film jene Frau bezeichnet, die dem Täter immer wieder entkommt - um ihn dann schließlich zur Strecke zu bringen. Was sie allerdings definiert, ist weniger ihre Stärke als ihr Nicht-Frau-Sein: Das final girl ist jungfräulich, unschuldig, unberührt oder zumindest asexuell; es wirkt androgyn und trägt Namen, die auch gut als Männernamen durchgehen könnten. Das final girl ist also weniger als emanzipierte Frauenfigur konzipiert, sondern als Projektionsfläche für den "male gaze", den konservativ-männlichen Zuschauer, der sich daran ausleben bzw. darin einleben darf, denn die Möglichkeit der Identifikation mit dem final girl ermöglicht ihm das Hineinversetzen in Opfer und männlichen Täter gleichermaßen. Er kann also als Täter Opfer sein, ohne sich schuldig zu fühlen. Eine Geschichte, die, obwohl sie brutal ist, nicht weh tut, weil die Körper, auf denen sie sich gründet, nicht mehr gespürt werden müssen. Weil sie nicht gehört werden müssen. Weil der Täter nicht nur anstelle der Opfer sprechen kann, sondern weil er als Opfer sprechen kann. Das war ja einfach. Denn über Opfer will hier ohnehin ja niemand sprechen, die will niemand sprechen lassen. Aus dem Raum hinter der Geschichte beobachten vier final girls ein Land im Rechtsdrall. Täter gerieren sich als Opfer: Lügenpresse, Überfremdung, großer Austausch. Sie lauern nicht mehr länger im Schatten wie die Slasher in den Filmen der 70er, 80er und 90er Jahre, sondern drängen selbstverliebt lächelnd ins Licht, machen die Welt zu ihrer Bühne und überschreiben Geschichte mit ihrer Geschichte, in der nur Platz hat, wer wie sie ist. Und die wie sie sind, werden immer mehr. Als politische Vorzeigefigur schreitet ihnen der Kleine Prinz voran, der - im Gegensatz zu seinem Namensvetter - nur mit den Augen gut sieht. Die Haare ordentlich nach hinten gekämmt und schwiegermutterfreundlich lächelnd wirkt er auf den ersten Blick so demokratieverträglich, dass nicht auffällt, was sich in seinem Schatten an ewig gestrigem Gedankengut drängt, was da heraufgezogen kommt. Menschen ertrinken oder werden angezündet, Grenzen dicht gemacht, Tradition und Heimat hochgehalten, Männerbünde gefeiert. Und wenn doch einmal eine Frau herangebeten wird, wenn sie auftreten darf, dann als hübsches Beiwerk, das sich gut macht neben der Hauptfigur im Rampenlicht. Denn der postmoderne Slasher mordet nicht mehr blutig. Er tötet jeden Widerstand durch aufgezwungene Eingemeindung in ein Wir, unter dem das Aufbegehren verloren geht. Was aber, wenn das final girl sich irgendwann als Projektionsfläche begreift? Wenn es eine andere Filmrolle einlegt, eine Geschichte, in der die finals girls endlich eine andere Rolle spielen? Was passiert, wenn die final girls zurückschlagen? Gerhild Steinbuch, geb. 1983 in Mödling, österreichische Autorin. Sie studierte Szenisches Schreiben in Graz und Dramaturgie an der HfS Ernst Busch, Berlin. Sie ist Gründungsmitglied von "Nazis & Goldmund", einer Autor*innenallianz gegen die Europäische Rechte. Werke u.a. "MS Pocahontas" (Schauspiel Frankfurt, 2015), "Marta" (Opera de Lille, 2016).
Freitag 21:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Krimi

Johanna AlbaO sole mio!(1/2) Nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Johanna Alba & Jan Chorin Hörspielbearbeitung: Sabine Grimkowski Regie: Andrea Leclerque (Produktion: SWR 2018) Audio unter SWR.de/swr2/hoerspiel Buon giorno, Eure Heiligkeit! Der Papst macht Ferien - das Verbrechen nicht ... Italien im August: Das ist Sonnenbaden, Eis essen und Dolce Vita. Doch daran ist für Papst Petrus II. nicht zu denken: Er kämpft gegen die Intrigenspiele im Vatikan. Doch als ihm sein Studienfreund Giuseppe von seinem einfachen, aber erfüllten Leben als Dorfpfarrer in einem kleinen Fischerort an der Amalfiküste erzählt, hat Petrus eine ausgezeichnete Idee: Wäre das nicht auch etwas für ihn? Kurzentschlossen übernimmt er Giuseppes Urlaubsvertretung, inkognito natürlich. Petrus genießt seine Auszeit in vollen Zügen. Dann allerdings wird sein Boccia-Partner Raffaele ermordet, und Petrus muss ermitteln. Seine Nachforschungen führen ihn mitten in die glamouröse Vergangenheit der Amalfiküste. (Teil 2, Freitag 29. Juni, 22.03 Uhr)
Freitag 22:03 Uhr

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RBB kulturRadio

HÖRSPIEL

Ich dachte, in Europa stirbt man nie Von Sarah Schreier und Alfred Behrens Regie: Alfred Behrens Produktion: rbb 2015
Freitag 22:04 Uhr

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Deutschlandfunk

Mitternachtskrimi

kai henselDie Nacht des Luchses Von Kai Hensel Regie: Martin Zylka Mit Arnd Klawitter, Daniel Wiemer, Pingting Zang, Leonie Renée Klein, Johanna Gastdorf u.v.a. Produktion: WDR 2016 Länge: 53"16 Ein Politiker ist immer im Wahlkampf. Der Bundestagsabgeordnete Johannes Warberg will den Einsatz deutscher Bundeswehrsoldaten stoppen - ein taktischer Schachzug, der sich in nur einer Nacht zur Tragödie entwickelt. "Wir sagen nein!" - Zwei Tage vor der Abstimmung im Bundestag hat MdB Warberg bei einer Veranstaltung, die auch vom Fernsehen übertragen wurde, seinen Standpunkt zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr noch einmal medienwirksam untermauert: Es gebe keine Pflicht zur Selbstzerstörung. Warberg lässt sich und seine heimliche Geliebte Tashi von seinem Referenten Steffen zurück zum Hotel fahren. Als er unterwegs gerade die Anzahl seiner Likes checkt, gibt es plötzlich einen Knall, und der Dienstwagen gerät ins Schlingern. Steffen hat einen Luchs überfahren. Das artengeschützte Tier stammt, wie sich später herausstellt, aus einem nahen Wildgehege. Als Warberg, Steffen und Tashi den Schaden begutachten wollen, blitzt ein Licht auf, und nachdem sie das schwer verletzte Tier in den Kofferraum gepackt haben, folgt ihnen ein Wagen. Kurze Zeit später hat Warberg ein kompromittierendes Foto auf seinem Handy. Ein Erpressungsversuch? Noch in der Nacht spannt sich ein Netz aus Intrigen, Halbherzigkeiten, Verrat und Lüge um den Politiker, seine Familie und seine vermeintlichen Helfer. .
Samstag 00:05 Uhr

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