SRF 2 Kultur

Kontext

verschwörungstheorieWas leisten Verschwörungstheorien? Verschwörungstheorien gehören zum sozialen Gefüge wie Märchen, Legenden und Mythen. Sie ordnen die Welt und festigen Weltbilder. Kontext porträtiert Verschwörungsaktivisten und eine Aussteigerin und fragt nach Dramaturgie und Dynamik der meist oppositionell und alternativ konstruierten Theorien. Wer sich vor dem Chaos fürchtet, wünscht sich eine ordnende Kraft. Und wenn sich Dinge nicht erklären lassen, ist die Vorstellung tröstlich, dass jemand einen Plan hat. Aber Verschwörungstheorien gehören auch zum politischen Instrumentarium, sie helfen dabei, Gegner greifbar zu machen. Wer sind die Menschen, die sich aktiv um «Gegeninformation» oder alternative Aufklärung bemühen? Was treibt sie an und um? Drei sehr unterschiedliche Treffen mit aktiven Protagonisten geben einen Eindruck. Verschwörungstheorien unterstellen nicht nur eine Absicht, sie sind meist auch von einer getrieben. Dazu brauchen sie eine Dramaturgie, aktive Protagonisten und ein Publikum. Wie die Elemente zusammenspielen, darüber redet Michael Senhauser mit Medienwissenschafterin Ute Holl.
Montag 18:03 Uhr

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HR2

Der Tag

BankenkriseErledigt? Deutschland und seine Bankenkrise Ein Thema - viele Perspektiven Moderation: Uwe Berndt Mit der Pleite der amerikanischen Lehman Brothers Bank begann am 15. September 2008 die Internationale Bankenkrise. Der Grundsatz "too big to fail" hatte sich zum ersten Mal als trügerisch erwiesen. Auch in Deutschland brandeten die Wellen der Finanzkrise an. Die erste Bank, die hierzulande davon erfasst wurde, war die bayerische Hypo Real Estate Holding GmbH. Als erste Bank in Deutschland erhielt sie daraufhin staatliche Garantiezusagen in dreistelliger Milliardenhöhe. Nun steht der ehemalige Vorstandschef Georg Funke in München vor Gericht. Er soll in offiziellen Firmenberichten die Lage der Bank geschönt haben. Wird nach diesem Prozess die Krise aufgearbeitet sein? Schön wär"s. Aber es besteht eher die Gefahr, dass zu viele Leute uns die Krise schönreden.
Montag 18:05 Uhr

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BR-Heimat

BR Heimat - Fränkisch vor 7

glückModeration: David Saam Weltglückstag Mit David Saam Glück kann man nicht kaufen ...aber lernen! Jedenfalls behaupten das viele Ratgeber (und die wiederum kann man schon kaufen). Also gut. Ist also tatsächlich jeder seines Glückes Schmied? Im "Ministerium für Glück und Wohlfbefinden" beschäftigt man sich intensiv mit der Materie. Aber nicht nur dieses Kunstprojekt, die ganze Welt darf am 20. März den Internationalen Weltglückstag feiern. Ins Leben gerufen wurde er von den Vereinten Nationen und wird seit 2013 begangen. Und wenn das glücklich macht, dann ist "Fränkisch vor 7" gerne mit von der Partie! *** Volksmusik und Volkskultur aus Franken. Hier begegnen sich Musikanten und Volksmusikfreunde, hier werden Musikgruppen und Kulturbühnen vorgestellt, hier erzählen wir spannende Geschichten und berichten über aktuelle Themen rund um Brauch und Tradition in Franken, und ganz nebenbei hören Sie hier auch Ihren Musikwunsch.
Montag 18:05 Uhr

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Deutschlandradio Kultur

Weltzeit

venezuelaIn der Krise - Venezuela zwischen Diktatur und Sozialismus Gespräch mit Anne-Katrin Mellmann, ARD-Studio Mexiko Moderation: Isabella Kolar Venezuela ist auf dem Weg in eine sozialistische Diktatur. Demokratische Spielregeln werden missachtet und die Presse gegängelt. Gerade erst wurde CNN Espanol abgeschaltet. Der Opposition bleibt nur noch der zivile Widerstand gegen das Regime. Die Umfragewerte der Regierung unter Präsident Nicolas Maduro sind schlecht. Ihm gelingt es nicht, aus dem Schatten des im Land immer noch hochverehrten, 2013 verstorbenen, Hugo Chavez herauszutreten. Der massive Ölpreisverfall trifft die venezolanische Regierung hart, die Wirtschafts - und Versorgungslage ist weiter katastrophal, es fehlt an Grundnahrungsmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln. Und auch die Kultur, Kino, Konzert, Theater, sind von der Krise betroffen.
Montag 18:30 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

milena kipfmüllerKunst im Verhör Von Milena Kipfmüller und Jens Dietrich Regie: die Autoren Er hat sich den Mund zugenäht. Sich mit den Hoden auf den roten Platz genagelt. Die Tür der russischen Geheimdienstzentrale angezündet. Dafür forderte er selbst eine Anklage wegen Terrorismus. All das ist Teil von Pjotr Pawlenskis Kunst.
Montag 19:04 Uhr

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Ö1

Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

50 Millionstel Gramm zu leicht. Der Wettbewerb um die Neudefinition des Kilos. Von Ruth Hutsteiner. Bisher beruht das Kilogramm als Maßeinheit auf einem Platin-Iridium-Zylinder. Er befindet sich seit 1889 in einem Pariser Vorort unter Verschluss. Doch ausgerechnet dieses Ur-Kilo hat im Laufe eines Jahrhunderts an Gewicht verloren: 50 Millionstel Gramm. Eigentlich nicht schlimm, wäre das Pariser Ur-Kilo nicht der Prototyp für alle Gewichte weltweit. Wenn ein Kilo plötzlich weniger wiegt, wird im Gegenzug alles andere auf der Welt schwerer. Was bedeutet das beispielsweise für die Bewertung von Goldbeständen? - Während die Wissenschafter/innen noch über die Ursache des Gewichtsverlusts rätseln, läuft seit Jahren ein Wettbewerb um die Neudefinition des Kilos. Gesucht wird ein Verfahren, das ohne Maßverkörperung auskommt und lediglich auf physikalischen Naturkonstanten beruht. Noch in diesem Jahr soll das Siegerprojekt, das zukünftig alle Waagen der Welt eicht, bestimmt werden.
Montag 19:05 Uhr

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Deutschlandradio Kultur

Zeitfragen. Feature

florian felix weyhDie Mauer! Eine stabile Idee im Hörbild Von Florian Felix Weyh Mauern erzeugen Schutzräume, in denen man Vorräte einlagern kann, und Privaträume, die dem Menschen die Entwicklung von Individualität erlauben. Mauern schützen vor widriger Natur und vor Störenfrieden. Mauern schaffen Geborgenheit und vermitteln ein Sicherheitsgefühl. Mauern sind gut! Hinter Mauern sperrt man Menschen lebenslang ein. Mit einer Mauer hinderte man ein ganzes Volk daran, frei seiner Wege zu gehen. Seit Jahrtausenden halten Mauern Menschen ab, eine Stadt, ein Land, ein Riesenreich zu betreten. Mauern sind böse! Ohne Mauern gäbe es keine Zivilisation. Sie sind die steingewordene Idee von Obhut und Strafe, von Schutz und Abwehr. Keine Mauer ist je neutral - aber auch keine von sich aus verwerflich. Warum bauen manche Zeitalter Mauern auf, warum reißen andere sie wieder ab? Lockt die Attraktivität der Mauer immer dann, wenn die Erinnerung an ihre Tyrannei verblasst? Die Mauer ist nicht gut. Die Mauer ist nicht böse. Die Mauer braucht Türen und Fenster, um menschenfreundlich zu sein.
Montag 19:30 Uhr

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Ö1

Tonspuren

georgi gospodinovDie Schönheit des Vergänglichen. Der bulgarische Schriftsteller Georgi Gospodinov. Feature von Grace Yoon Georgi Gospodinov ist nicht nur Bulgariens interessantester Lyriker, er ist, dank seiner zahlreichen Übersetzungen, auch die wichtigste literarische Stimme seines Landes. Als poetischer Chronist ist Gospodinov der Held der bulgarischen Jugend geworden, die ihre Geschichte nur noch aus Resten und den Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern kennt. So initiierte Gospodinov ein Internetprojekt um Geschichten von Menschen zu sammeln, als Gegengewicht zum offiziellen monolithischen Bild. Gegen nationale setzt er auf individuelle Erinnerungen, gegen Engstirnigkeit beschwört er die Macht der Empathie. In jedem Untergang steckt auch etwas Schönes, Tröstliches, man muss es nur finden. Der Schriftsteller sollte ein Ohr sein, das man wie einen alten Hut vergessen hat, so kann er lauschen und Geschichten stibitzen, um sie weiterzuerzählen. Für Gospodinov, geboren 1968 in der bulgarischen Kleinstadt Jambol, ist die Kindheit die wichtigste Lebensphase, vor allem die ersten sieben Jahre, in denen Status, Aussehen und Herkunft keine Rolle spielen. "Wir brauchen ein Europa der Empathie, wir brauchen echte Neugier auf die Anderen, wir müssen die Geschichten der Migranten sammeln und hören. In einer Hinsicht haben doch alle ihre Heimat verloren, wir sind alle Migranten aus dem Land der Kindheit ..."
Montag 21:00 Uhr

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Nordwest Radio

Hörspiel

Radio TatortARD Radio Tatort - Alles fließt Kriminalhörspiel von Erhard Schmied Urlaub im Saarland? Vielleicht auf einem der gemütlichen Hausboote auf der Saar, die Klaus Becker neuerdings vermietet. Denn das Saarland will nicht mehr mit Stahl punkten, sondern mit Natur ? Strukturwandel ist das Stichwort. Doch bei einer Probefahrt für die Presse wird Beckers Boot aus dem Hinterhalt beschossen, ein Mann stirbt. Anwesend ist auch Charlotte Paquet - die Tochter des Saarlouiser Hauptkommissars macht gerade ein Praktikum beim Rundfunk, sie hat das Attentat zufällig mitgeschnitten.Aber dass sich Charlotte als angehende Journalistin brennend für den Fall interessiert, erleichtert keineswegs die Ermittlungen von Paquet und seiner ungestümen Kollegin Amelie Gentner, zumal sich der Hauptkommissar gerade auch ganz persönlich in einem "Strukturwandel" befindet.Da fallen weitere Schüsse ? diesmal ist der frühere Besitzer der Bootswerft im Fadenkreuz? Erhard Schmied, Jahrgang 1957, studierte Psychologie, lebt als freier Autor in Saarbrücken: TV-Drehbücher (u.a. "Tatort"), Theaterstücke, Lyrik, Prosa u. Hörspiele, zuletzt "Das letzte Geschenk" (WDR 16) sowie die Kinderhörspielreihe "Selma und Max" (WDR 14-17). Für den SR diverse Hörspiele, darunter die Radio Tatorte "Gewehr bei Fuß" (08), "Hoffnungsschimmer" (10), "Gute Besserung" (11), "Grüße aus Fukushima" (13) und "In fremder Erde" (15). Musik: Stefan Scheib Regie: Stefan Dutt Prod.: SR 2017 / Ursendung Länge: ca. 54´
Montag 21:05 Uhr

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Bayern 2

Theo.Logik

christliche WirtschaftsethikWirtschaft und Ethik Korruption, Ausbeutung, Ressourcenverschwendung. Unternehmer haben derzeit nicht das beste Image. Doch haben sie überhaupt eine Chance nachhaltig zu agieren? Unterliegen sie nicht einfach den Zwängen von Globalisierung und shareholder value? Wie kann eine christliche Wirtschaftsethik funktionieren - dieser Frage ist Theo.Logik auf der Spur: mit Gesprächspartnern von christlichen Unternehmerverbänden, mit ganz klassischen Unternehmern und Kirchenvertretern. Visionen von einer gerechteren Wirtschaftswelt haben sie, doch ob diese der Realität standhalten?
Montag 21:05 Uhr

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NDR Blue

NDR Blue In Concert

damian marleyDas tägliche Radiokonzert - Heute mit Damian Marley Der Reggae-Musiker aus Jamaika ist der jüngste Sohn von Bob Marley - in Anlehnung an dessen Spitznamen Tuff Gong wird Damian auch "Jr. Gong" genannt. Viele seiner Brüder wandern auf dem musikalischen Pfad des Vaters, Damian hingegen lässt in seinen Roots-Reggae auch Dancehall und R"n"B einfließen. Wir haben für Sie den Mitschnitt seines Konzertes beim Summerjam Festival in Köln vom 4. Juli 2015.
Montag 21:05 Uhr

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Deutschlandradio Kultur

Kriminalhörspiel

Fast ein bisschen FrühlingFast ein bisschen Frühling Nach dem Roman von Alex Capus Bearbeitung: Helmut Peschina Regie: Annette Kurth Mit: Boris Aljinovic, Wanja Mues, Kathrin Angerer, Christian Redl, Felix von Manteuffel, Elke Jochmann, Angelika Bartsch, Simon Roden, Matthias Haase, Bianca Nele Rosetz, Jürg Löw, Stephane Bittoun, Livio Cecini Musik: Helena Rüegg Ton: Markus Haßler Produktion: WDR 2003 Länge: 53"57 Flucht aus Nazi-Deutschland: Kurt und Waldemar stranden in Basel und rauben eine Bank aus. Verkäuferin Dorly durchkreuzt alle Pläne. Kurt und Waldemar, arbeitslose Ingenieure, wollen Nazideutschland verlassen. Das Geld für ihr neues Leben beschaffen sie sich durch einen Banküberfall, bei dem der Filialleiter erschossen wird. Im Winter 1933/34, auf der Durchreise in Basel, verliebt sich Waldemar in die Schallplattenverkäuferin Dorly. Tag für Tag kauft er bei ihr eine Tango-Platte - bis das Geld weg und ein neuer Bankraub nötig ist. Alex Capus, geboren 1961 in Mortagne-au-Perche, Frankreich, studierte an der Universität Basel Geschichte, Philosophie und Ethnologie und arbeitete als Journalist. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Erzählband, weitere Romane, Bücher mit Kurzgeschichten und Reportagen folgten. Für seine schriftstellerische Arbeit erhielt er zahlreiche Preise. 2014 erschien "Mein Nachbar Urs. Geschichten aus der Kleinstadt". Der Autor lebt mit seiner Familie in Olten/Schweiz. Fast ein bisschen Frühling
Montag 21:30 Uhr

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SWR2

SWR2 Essay

Stewart BrandFlowerPowerDatenTerror Wie die Gegenkultur die Cyberkultur prägt Von Dietrich Brants "We owe it all to the hippies". Stewart Brand, eine zentrale Figur der kalifornischen Gegenkultur und früher Umweltaktivist, hat es auf den Punkt gebracht: Die Entwicklung des Personal Computers in den 1970er-Jahren, wie auch die Erfindung des Internets in den 80ern, basiert auf Werten der Gegenkultur. Sie richtet sich gegen die Autorität des Staates, will die Kreativität aller nutzen, hierarchiefreies Kommunizieren ermöglichen und das Bewusstsein befreien. Aber auch die Gegenrevolution der kommerzialisierten Datenkontrolle wird von Hippie-Modernists vorgedacht. Das zeigt Dave Eggers in seinem Roman The Circle. Aus Sicht der Konzerne bedeutet das Gebot der Hacker-Ethik: Jeder soll sein Wissen, damit auch alle Daten, allen anderen zugänglich machen. So konnte die Gegenkultur in der Cyberkultur zum Mythos werden.
Montag 22:03 Uhr

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