Deutschlandradio Kultur

Weltzeit

BangladeschVier Jahre nach der Katastrophe - Die Würde der Textilarbeiter in Bangladesch Von Silke Diettrich Moderation: Isabella Kolar Nach dem Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes mit 1100 Toten im Jahr 2013 hat sich in vielen Textilfabriken vor Ort Einiges getan: Die Sicherheit wurde zum Teil deutlich verbessert. Allerdings beteiligen sich westliche Konzerne nicht an den Kosten. Und Bangladeschs Fabrikbesitzer versuchen immer noch, ihre Mitarbeiter auszupressen. Rosina, ein Opfer des Rana Plaza, das wir schon länger begleiten, will ihre Entschädigung zurücklegen, um ihren Kindern eines zu ersparen: Einen Job in einer Textilfabrik.
Montag 18:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

WDR3

WDR 3 Hörspiel

alina bronskyBaba Dunjas letzte Liebe Von Alina Bronsky Komposition: Jean-Boris Szymczak Bearbeitung und Regie: Anja Herrenbrück Dunja/Erzählerin: Barbara Nüsse Marja: Marianne Sägebrecht Jegor: Stephan Schad Petrow: Peter Striebeck Sidorow: Wolf-Dietrich Sprenger Irina: Kathrin Wehlisch Gavrilow: Peter Maertens Gavrilowa: Brigitte Janner Mann: Achim Buch Mutter: Anne Weber Arkadij: Anton Pleva Polizist 1: Benjamin Utzerath Polizist 2/Busfahrer: Oliver Brod Aufseherin: Kerstin Hilbig Aufnahme des NDR Tschernobyl, fast 30 Jahre nach dem atomaren Supergau: Nur eine kleine Gemeinschaft alter, sterbenskranker Sonderlinge hält sich wacker, und manchmal kommt ein Toter auf einen Plausch vorbei.
Montag 19:04 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandradio Kultur

Zeitfragen. Feature

Avanti popolo"Ewig kann" s nicht Winter sein" Wenn Lieder politisch sind Von Thomas Klug Avanti popolo im roten Wedding. Die Völker hören die Signale und Spaniens Himmel breitet seine Sterne aus, während die Verdammten dieser Erde aufwachen. Die Gedanken sind frei - trotz alledem. Ewig kann" s nicht Winter sein - die Moorsoldaten haben es schon gewusst. We shall overcome - heute hier, morgen dort. Lieder verbreiten sich schneller als Bücher. Lieder erzeugen schneller Gefühle, und Lieder lassen sich gemeinsam singen. Generationen sind mit Liedern aufgewachsen, die als politische Analyse und Handlungsanweisung zugleich verstanden werden konnten. Lieder, die vielen, die sie sangen, einfach zeigten: Diese Gedanken werden von vielen geteilt. Es gibt eine Kultur und eine Geschichte des politischen Liedes. Richtig populär werden politische Lieder oft in Verbindung mit Ereignissen, zum Beispiel wenn es darum geht, Kriege zu beenden. Demokratische Alltagsarbeit bei parlamentarischen Debatten oder im Ringen um die Novellierung eines Steuergesetzes sind wenig geeignet, um zu Hymnen einer Bewegung zu werden. Vielleicht liegt es daran, dass es um die politischen Lieder ruhiger geworden ist - und daran, dass Konstantin Wecker und Hannes Wader auch schon älter sind. Politische Lieder gibt es dennoch, nur hat sich ihre Form verändert: Die Klampfe in der Hand ist nicht mehr der Ausweis des politischen Liedermachers.
Montag 19:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

On stage

Tomeka Reidmit Marlene Schnedl. Tomeka Reid Quartet und "Human Feel" beim Jazzfestival Saalfelden 2016. (Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound) Tomeka Reid zählt zu den jüngeren Protagonistinnen der traditionsreichen Chicagoer Musikerkooperative AACM. Beim Jazzfestival Saalfelden 2016 präsentierte die 40-jährige, klassisch ausgebildete Cellistin ihr neues Quartett mit Gitarristin Mary Halvorson, Bassist Jason Roebke und Schlagzeuger Tomas Fujiwara. Neben Musik von Eric Dolphy wurden Eigenkompositionen Reids zu Gehör gebracht, in denen kammerjazzige Leichtigkeit, Melodienfreudigkeit und frei improvisierte Aufmüpfigkeit (insbesondere in den Soli Mary Halvorsons) zusammen wirkten. Einen dynamischen Kontrapunkt dazu setzten tags darauf die vier Herren des seit 1989 bestehenden und nach neunjähriger Pause wiedervereinigten New Yorker All-Star-Quartetts "Human Feel": Die Saxofonisten Chris Speed und Andrew D"Angelo, Gitarrist Kurt Rosenwinkel und Schlagzeuger Jim Black ließen nichts anbrennen und enthusiasmierten das Auditorium mit kompositorischer Raffinesse und improvisatorischer Angriffslust. Marlene Schnedl präsentiert die Höhepunkte beider Konzerte.
Montag 19:30 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Bayern 2

Hörspiel

Roter Stern Von Simone Schneider Mit Uli Matthes, Michael König, Holly Jane Rahlens, Carla Hagen, Traudl Haas und anderen Regie: Ulrich Gerhardt BR 1992 Wiederholung vom Sonntag, 15.00 Uhr Das Schiff der Utopie unter dem Sowjetemblem - der Hochseedampfer "Roter Stern" schwimmt zwischen Russland und Amerika, eine Arche, deren Reise in den zwanziger Jahren beginnt und heute endet, mit ihrem Untergang. Von nun an läuft die Geschichte rückwärts. Wladimir ist der sowjetische Schauspieler auf dem Weg nach Hollywood. In Briefen an seine Frau Lilina will er seine Reise schildern. Doch das Bordgeschehen verliert seine Konturen, je mehr er sich in den Gängen des Schiffs verirrt. So begegnen ihm vier schwermütige Berufsrevolutionäre, die den Zusammenhang von Revolution und Reise theoretisieren. Dagegen steht das Weltbild der Admiralin. Sie ist auf der Suche nach Atlantis, in dessen Nachfolge sie den Sowjetstaat sieht. Je mehr zwischen Wunschland und Wirklichkeit ein Abgrund klafft, desto phantastischer werden die Vorstellungen aller. Simone Schneider, geb. 1962, Autorin. Theatertexte und Hörspiele u.a. Lullaby (1991), Vogel Kleist (RIAS 1991), Das Gebet der Stunde (BR 1993), Alex (BR/DKultur 1996), Orwell - Parabel aus der Arbeitswelt (BR 1998), Finnische Philosophinnen (BR 2005).
Montag 20:03 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

WDR5

Dok 5 - Das Feature

radiofeaturedas ARD radiofeature Pulverfass Baltikum Ein Feature über deutsche Soldaten an der Grenze zu Russland Von Justus Wilhelm Aufnahme des RB 2017 Seit 2004 sind die drei Staaten des Baltikums Mitglieder der NATO. Im Frühjahr 2017 werden in Litauen 500 Soldaten der Bundeswehr stationiert. Als "Stolperdraht" gegen eine befürchtete russische Invasion. Käme es zum Krieg, würden diese Truppen einem übermächtigen Angreifer gegenüberstehen. Seit Wladimir Putins Truppen 2014 auf der Halbinsel Krim einmarschiert sind, geht bei Russlands Nachbarn im Baltikum die Angst um. Denn wie auf der Krim gibt es auch in Estland, Lettland und Litauen starke russische Minderheiten. Könnten diese als Vorwand einer russischen Invasion dienen? Um solche Pläne Russlands schon im Keim zu ersticken, schickt die NATO nun Soldaten in alle Baltischen Bündnisstaaten. Darunter 500 deutsche Soldaten in Litauen. Seit Februar 2017 stehen somit erstmals nach Ende des Zweiten Weltkriegs wieder deutsche Soldaten im Baltikum. Diesmal als Alliierte, nicht als Besatzer. In direkter Nähe zur russischen Armee übernehmen sie dann den Schutz des NATO-Landes vor einer möglichen feindlichen Invasion. Strategen sehen in dieser Truppenpräsenz nicht mehr als einen "Stolperdraht" für russische Expansionsbestrebungen, denn im Ernstfall könnte die Bundeswehr der östlichen Übermacht kaum etwas entgegen setzen.
Montag 20:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

MDR KULTUR

MDR KULTUR im Konzert

lisa simoneWomen in Jazz - Internationales Jazzfestival Lisa Simone im Konzert vom 22.4.2017, Georg-Friedrich-Händel-Halle, Halle Präsentiert von Julia Hemmerling ARD Radio Tatort MDR KULTUR - Hörspiel
Montag 20:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

NDR Blue

NDR Blue In Concert

wallis birdDas tägliche Radiokonzert - Heute mit Wallis Bird Die irische Musikerin macht eine Mischung aus Folk und Rockabilly - doch dazu wäre es fast nicht gekommen, als ihr im Kindesalter alle Finger der linken Hand bei einem Unfall abgetrennt wurden. Nur vier konnten wieder angenäht werden - doch Wallis Bird hat sich dennoch einen eigenen Gitarrenstil angeeignet. Bis heute hat die Wahl-Berlinerin fünf Studioalben veröffentlicht, zuletzt erschien 2016 "Home". Wir haben für Sie das Konzert von Wallis Bird beim Reeperbahn Festival 2016 in Hamburg.
Montag 20:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Ö1

Tonspuren

walter benjaminIch werde mich im Blei verstecken. Das Dritte Reich des Traums. Feature von Julia Schlager Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert des Traums. Franz Kafka, Walter Benjamin, Graham Greene, Hélène Cixous, Franz Fühmann, Paula Ludwig, Heiner Müller, Georges Perec, sie alle dokumentierten ihre Träume. Ebenso taten dies, wenn auch nicht unmittelbar literarisch motiviert, Fabriksbesitzer, Schneiderinnen, Milchlieferanten oder Gemüsehändler. 1933 begann die Berliner Journalistin und Schriftstellerin Charlotte Beradt diese Träume zu sammeln. Traumnotate, die heute wie literarische Seismographien der Errichtung einer Diktatur erscheinen; die von Menschen "während ihrer Einschaltung als Rädchen in den totalen Mechanismus" erzählen und die die Verbrechen, die erst folgen sollten, bereits vorwegzunehmen scheinen. "Ich werde mich im Blei verstecken. Zunge ist schon Blei, Blei festgeschlossen. Angst wird vergehen, wenn ich ganz aus Blei bin. Werde regungslos liegen, Blei erschossen." Die Traumbilder der 1930er-Jahre zeugen von einer Wirklichkeit, "die sich gerade anschickte, zum Alptraum zu werden"; Träume in schwarz-blond, diktiert von der Diktatur.
Montag 21:00 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

SRF 3

Pop Routes

ella fitzgeraldElla Fitzgerald - 100 Jahre «Queen Of Jazz» DJ Pesa feiert den Geburtstag der Jazz-Sängerin, die nie einen falschen Ton gesungen hat. Mit Ellas Jazz-Klassikern, Hommagen, funky Coverversionen, Samples für Rap-Songs und vorallem mit ihrer unglaublichen Stimme. Drei Oktaven Stimmumfang zum Träumen und Verlieben.
Montag 21:03 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Nordwest Radio

Hörspiel

Radio TatortARD Radio Tatort "Nichts ist für immer" Kriminalhörspiel von Sabine Stein Bettina Breuers neuer Kollege Justus Döring hat einen ziemlichen Bock geschossen. Durch seine übereifrigen Alleingänge hat er die Ermittlungen gefährdet und ist,um einen Haftbefehl für den Hauptverdächtigen zu erwirken, weit übers Ziel hinausgeschossen. Für seine Chefin eine heikle Angelegenheit, da sie bei den internen Ermittlungen als Zeugin befragt wird. Kann und will sie ihren Kollegen schützen? Auch wenn er eine Nervensäge ist, kann sie ihn verstehen. Breuer und Döring hatten alles gegeben, um das Leben einer Geisel zu retten, doch vergeblich. Als sie die Leiche der Frau fanden, begann Döring durchzudrehen. Denn für ihn steht fest, wer es war. Er kann es nur nicht beweisen. Sabine Stein, geboren 1961, Studium der Philosophie und Germanistik, arbeitet als Dozentin und Hörspiel- und Drehbuchlektorin, lebt als freie Autorin in Hamburg. Hörspiele beim NDR u.?a.: "Weekend" (2001), "Extrapost" (2009), "Watchdog" (2010). "Nichts ist für immer" ist nach "Fördewind" (NDR 2013), "Stand der Dinge" (NDR 2014), "Queenie" (2015) und "Solo für Broschek" (2016) ihr fünfter ARD-Radio Tatort. Mitwirkende: Sandra Borgmann, Matthias Bundschuh, Martin Brambach Alexander Radszun, Hans Löw u.a. Regie: Andrea Getto Produktion: NDR 2017 Länge: 52`27
Montag 21:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

SWR2

SWR2 JetztMusik

TontechnikerKabelsalat und Klangregie Die Rolle des Technikers in der Neuen Musik Von Friederike Kenneweg Elektronik gehört heute ganz selbstverständlich in den Werkzeugkasten eines Komponisten. Neben dem ausführenden Musiker ist also häufig eine weitere Person für die Aufführung eines Stückes entscheidend: der Techniker. In den elektronischen Studios wie dem ZKM in Karlsruhe oder dem Experimentalstudio in Freiburg sind es oft die Techniker, die mit ihrem Entdeckergeist die Umsetzung kompositorischer Ideen überhaupt erst möglich machen. Friederike Kenneweg untersucht das komplexe Tätigkeitsfeld der Techniker, das sich zwischen Pult und Partitur, zwischen Psychologie und Programmierung, zwischen Klangregie und Kabeltrommel aufspannt.
Montag 23:03 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren

Deutschlandradio Kultur

Neue Musik

ComputermusikMusik aus Einsen und Nullen Ansätze algorithmischen Komponierens Von Julian Kämper Im kompositorischen Umgang mit algorithmischen Systemen öffnen sich neue Perspektiven, bei denen traditionelle Denkmuster nicht mehr greifen Anstelle von analogem Würfelspiel gibt es heute mittels digitaler Computer zahlreiche algorithmische Kompositionsverfahren als offene und autonome Prozesse. Die alles beherrschenden Algorithmen sind seit den Anfängen der Computermusik im 20. Jahrhundert Gegenstand künstlerischer Visionen. Komponisten entdeckten das ästhetische Potenzial algorithmischer Simulationen für sich, ob als Hilfsmittel in der Konstruktion komplexer Strukturen und experimentellen Versuchsanordnungen oder als kreativen Gegenpart, Überraschungsmoment, Methode oder Widerstand im eigenen künstlerischen Arbeiten. Von Interesse ist dabei weniger das fixierte Werk als ästhetisches Endprodukt, das die autonomen und zufallsbedingten Vorgänge hervorbringen. Sondern vielmehr der Weg dorthin. Die einen vertrauen auf künstliche Intelligenz und die Kreativität des Computers, die anderen beanspruchen für sich eine Kontrollinstanz, um in Echtzeit subjektiv in die technischen Prozesse einzugreifen und sie formen zu können. Im kompositorischen Umgang mit algorithmischen Systemen öffnen sich neue Perspektiven, bei denen traditionelle Denkmuster über Musikproduktion und - rezeption nicht mehr greifen können. Zumal im digitalen Medienzeitalter, indem mathematische Simulationen in Höchstgeschwindigkeit - auf Knopfdruck! - realisiert werden.
Dienstag 00:05 Uhr

Zum ProgrammReinhörenTermin

Reservieren