Studiogast: Thomas Meyer Thomas Meyer hat sich mit Hannah Arendts Denken, ihren Texten, Büchern und Essays seit vielen Jahren auseinandergesetzt. Er ist ein Kenner ihres Werkes. 1906 in Hannover geboren, in Königsberg aufgewachsen, floh Hannah Arendt aus dem nationalsozialistischen Deutschland, ging ins Exil und emigrierte schließlich in die USA. Dort etablierte sie sich als Philosophin und anerkannte Intellektuelle mit ihrer Totalitarismusstudie "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft" und vielen Folgetexten wie "Eichmann in Jerusalem" oder "Vita activa oder Vom tätigen Leben". Was aber macht Hannah Arendt bis heute so attraktiv? Vor zwei Jahren hat Thomas Meyer eine neue Biografie über sie herausgebracht. Grundlage dafür waren Quellen, die bislang in der bisherigen Forschung unberücksichtigt geblieben sind. Thomas Meyer ist zu Gast bei NDR Kultur à la carte und spricht mit Martin Maria Schwarz über die bis heute faszinierende und widerspenstige Denkerin. 18:00 - 18:05 Uhr Nachrichten, Wetter
Moderation: Yana Adu Japans Arbeitskultur Überstunden gehören zum guten Ton Von Martin Fritz Japan diskutiert wieder über lange Arbeitszeiten und Karoshi, den Tod durch Überarbeitung. Die neue Premierministerin Sanae Takaichi löste die Debatte aus, indem sie ihrer eigenen Work-Life-Balance entsagte. Vor zehn Jahren sorgte der Karoshi-Fall einer jungen Japanerin, die für ein großes Werbeunternehmen teilweise tagelang ohne Pause arbeitete, für Aufsehen. Eine Arbeitsmarktreform sollte die hohe Zahl an unbezahlten Überstunden, die Arbeitgeber oft einfordern, regulieren. Aber die harte Arbeitskultur ist bis heute in der japanischen Gesellschaft gängig, wobei einige Jüngere sich gegen dieses Arbeitsethos stellen.
Moderation: Karmen Mikovic Der gemeinsame Weg des Irish Folk Duos Broom Bezzums - bestehend aus Mark Bloomer und Andrew Cadie - begann vor 20 Jahren in Deutschland, im Keller einer Schnapsbrennerei. Ihr Jubiläum feiert die Band mit einem neuen Best-Of: "Rouse & Raise Your Voice".
Mütter kämpfen um Teilhabe Alleingelassen mit Kindern mit Behinderung Von Natalie Kreisz Viele Menschen mit schweren Behinderungen können nicht nach den eigenen Bedürfnissen leben - trotz UN-Behindertenrechtskonvention und Bundesteilhabegesetz. Individuelle Unterstützung ist rar, stattdessen dominieren Einrichtungen mit standardisierten Angeboten abseits gesellschaftlicher Zentren. Eltern - häufig alleinerziehende Mütter - organisieren Betreuung, Förderung und Pflege. Oft zusätzlich zu institutionellen Strukturen. Das Zeitfragen-Feature begleitet den Kampf Betroffener zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Cully Jazz Festival Aufzeichnung vom 05.04.2025 John Scofield Trio: John Scofield, Gitarre Vicente Archer, Bass Bill Stewart, Schlagzeug Moderation: Matthias Wegner
George Gershwin: Rhapsody in Blue Die Idee zur «Rhapsody in Blue» soll Gershwin auf einer Zugfahrt gekommen sein 13 das rhythmische Rattern der Schienen inspirierte ihn zu den charakteristischen, energiegeladenen Motiven. Die Uraufführung 1924 wurde prompt zu einem Ereignis: Das Publikum reagierte begeistert auf diese neuartige Mischung aus orchestraler Klangpracht und jazzigem Drive. Annelis Berger bespricht mit der Dirigentin Graziella Contratto und dem Jazzpianisten Hans Feigenwinter 5 Aufnahmen dieses «Klassikers».
Show Pt 1 Das "Great American Songbook" ist eine Sammlung der größten Unterhaltungssongs Amerikas aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Diese Songs haben bis heute ihre Magie nicht verloren. Sie werden immer wieder neu interpretiert. Eine überraschende Auswahl dieser Songs heute bei Johannes.
Eric Wrede war Musikmanager, gründete aber vor Jahren ein Bestattungsinstitut, hat ein Buch und ein Kinderbuch geschrieben über einen offeneren Umgang mit dem Tod. Außerdem hören und lieben die radioeins Hörer*innen seinen Podcast "The End". Gerade ist im Kino der Dokumentarfilm "Der Tod ist ein Arschloch" angelaufen. Der Film begleitet Eric Wrede bei seinem ungewöhnlichen Leben mit dem Tod, zeigt ihn und seine Mitarbeiter*innen bei der Arbeit. "Der Tod ist ein Arschloch" lief bereits auf mehreren deutschsprachigen Festivals, sorgt dort regelmäßig für volle Säle, intensive Nachgespräche und überraschende Reaktionen: Lachen, wo man es nicht erwartet. Nachdenken, wo man es nicht vermutet.
Mit Odilo Clausnitzer Der Sound der Helix: Bassist Sebastian Gramss Ein Rhythmus, der steht und sich doch scheinbar ins Unendliche beschleunigt: Das ist für den Bandleader Sebastian Gramss der Klang einer Spirale. Odilo Clausnitzer begibt sich in den Sog seiner Musik. Die Beschäftigung mit dem sogenannten "Risset-Rhythmus" hat dem Kölner Bassisten und Komponisten Sebastian Gramss eine faszinierende neue Welt eröffnet. Dabei erzeugt die Überlagerung mehrerer Rhythmen und Tempi die Illusion einer konstanten Beschleunigung. Mit gleich drei neuen Alben in Besetzungen von der Combo bis zur Großformation erforscht Gramss die Möglichkeiten dieses Strukturprinzips.
Jähnickes Ohr Von Eva Lia Reinegger Regie: Stefanie Lazai Mit: Milan Peschel, Natalia Belitski, Jenny Schily, Martin Seifert, Nico Holonics, Katja Sieder, Matthias Walter, Marie Gruber, Wilfried Hochholdinger, Jasna Bauer, Wiebke Köplin, Ulf Schmitt, Michael Schumacher, Christoph Gawenda, Julia Brabandt, Sven Fricke Ton: Alexander Brennecke Deutschlandradio Kultur 2012 Länge: 51"52 Privatdetektiv Jähnicke findet bei HNO-Ärztin Dr. Chang nicht nur Erlösung von seinem Tinnitus, sondern, als deren Tochter tot aufgefunden wird, auch seinen ersten Fall. Krimi-Hörspiel mit Milan Peschel. Der unter einem Tinnitus leidende Privatdetektiv Jähnicke stellt sich bei der HNO-Ärztin Dr. Chang vor. Nach anfänglicher Skepsis merkt Jähnicke schon bald, dass Changs Akupunkturtechniken die lang ersehnte Ruhe im Ohr wiederherstellen. Doch als er zum zweiten Behandlungstermin erscheint, ist die Praxis geschlossen. Der ungeduldige Jähnicke macht die Ärztin trotzdem ausfindig und versteht, warum: Dr. Changs Tochter Ji-Hyun, Cellistin am Stadttheater, ist Opfer eines brutalen Verbrechens geworden. Ein Jogger hat sie tot im Stadtpark gefunden. Da die Polizei Informationen zurückhält, bittet Dr. Chang ihren Patienten Jähnicke um eigene Ermittlungen. Der willigt umgehend ein und hat mit seinen guten Kontakten ins Kommissariat beste Chancen, den Fall aufzuklären. Als Gegenleistung wünscht sich Jähnicke nur eins: dass Frau Dr. Chang ihre Akupunkturnadeln noch einmal auspackt und weiter gegen das Fiepen ankämpft. Alle weiteren Jähnicke-Krimis veröffentlichen wir in den kommenden Wochen: "Jähnicke schmeckt"s" am 8. Dezember 2025 "Jähnicke geht baden" am 15. Dezember 2025 sowie in einer Ursendung: "Jähnicke kehrt zurück" am 21. Dezember 2025 Eva Lia Reinegger arbeitet als Drehbuch- und Hörspielautorin, unter anderem für Audible, Sky und den WDR. Für Deutschlandradio entwickelte sie die Krimireihe um den Privatdetektiv Jähnicke. Bisher erschienen: "Jähnickes Ohr" (2012), "Jähnicke schmeckt"s" (2013), "Jähnicke geht baden" (2015) und "Jähnicke kehrt zurück" (2025). Ihr vom WDR produziertes Hörspiel "Immer dienstags", eine Serie über eine Selbsthilfegruppe für Alkoholiker, wurde von der Film- und Medienstiftung NRW gefördert. Eva Lia Reinegger lebt in Berlin. Krimi mit Milan Peschel: Jähnickes erster Fall Jähnickes Ohr mehr Beiträge
Mit Antje Hollunder Bye bye Ramamani Die hochgeschätzte südindische Sängerin trat mit Jazzgrößen auf wie Charlie Mariano, der WDR Big Band und Deutschlands ersten Weltmusikbands Embryo und Dissidenten. Ein Nachruf von Antje Hollunder. Kurz vor ihrem 75. Geburtstag starb am 18. Oktober 2025 die weltoffene und experimentierfreudige Vokalistin und Komponistin R.A. Ramamani. Seit Ende der 1970er Jahre hatten sie und ihr Mann, Meistertrommler und Begründer des Karnataka College of Percussion in Bangalore T.A.S. Mani, die karnatische Tonkunst auf internationaler Ebene mit Jazz, Rock sowie anderen Musikkulturen verbunden.