Tagestipps im Radio  (17.04.2026)

Tagestipps

Freitag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Gesprächszeit: Bettina Tietjen

Heiter, ehrlich und selbstironisch - so kennt man Bettina Tietjen als Moderatorin auf dem "Roten Sofa" im NDR. Aber die 66-Jährige tauscht das Sofa auch gern gegen die Hängematte: Wenn sie mit Ehemann und Wohnmobil durch die Welt reist. In ihrem neuen Buch "Tietjen sucht das Weite" erlebt die leidenschaftliche Camperin Abenteuer mit gefräßigen Wildschweinen, zutraulichen Opossums und ballonseidenen Nachbarn.

Freitag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Literatur

Leseprojekt Hamburg "Der Lehrer ist verschwunden - eine Klasse schreibt einen Roman" Von Claas Christophersen In jedem Schulhalbjahr schreiben in Hamburg jeweils zwei Klassen einen Roman und präsentieren ihn im Literaturhaus der Hansestadt. Das Projekt heißt "Schulhausroman" - nach einem Konzept des Schweizer Autors und Journalisten Richard Reich. Durchgeführt wird es an Schulen in ärmeren Gegenden. Jugendliche, die zu Hause wahrscheinlich eher nicht mit Literatur in Berührung kommen, sollen so ihre eigene Stimme finden. Das Feature begleitet die Entstehung eines dieser Kollektivromane von Anfang bis Ende in einer 8. Klasse im Hamburger Bezirk Bergedorf. Themenvorgabe: Ein Lehrer ist verschwunden. Die bekannte Jugendbuchautorin Isabel Abedi leitet die Schülerinnen und Schüler beim Schreiben an. Und eines ist sicher: Die jungen Erzählerinnen und Erzähler haben viel zu sagen.

Freitag 19:35 Uhr RadioEINS

Judith Holofernes: "Hummelhirn"

Bevor sie mit Wir sind Helden Furore macht ist Judith Holofernes eine Träumerin, die sich wie eine betrunkene Hummel durch die Welt bewegt. So bezeichnet sie es selbst, in ihrem gerade erschienenen Buch "Hummelhirn". Es handelt sich um die Geschichte einer Anpassung - inklusive herzzerreißender und hochkomischer Fehlversuche.

Freitag 20:00 Uhr NDR kultur

Das Konzert

RPH | Bilder. Mussorgsky - klassisch und Jazz Freistil F4 Modest Mussorgsky und Maurice Ravel: "Bilder einer Ausstellung" - klassisch Modest Mussorgsky und Jörg Achim Keller: "Bilder einer Ausstellung" - Jazz Rework für Bigband von Jörg Achim Keller NDR Radiophilharmonie Ltg.: Duncan Ward NDR Bigband Ltg.: Jörg Achim Keller Live zeitversetzt aus dem Konzerthaus in Hannover

Freitag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Passage

Die letzten Venezianer. Eine Stadt kämpft ums Überleben 48 19283 Einwohner leben heute in Venedig. Vor hundert Jahren waren es rund 160 19000. Jedes Jahr verliert Venedig rund tausend Einwohner. In der vom Overtourism erstickten Stadt ist das tägliche Leben nicht mehr vorgesehen. Während die letzten Bewohner darum kämpfen, dass der Stadt der Sonderstatus als «Insel» zuerkannt und sie auf die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes gesetzt wird, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Bürgermeister Luigi Brugnaro wegen Bestechung und illegalen Bieterabsprachen. Wie kann es den Venezianern gelingen, ihre Stadt zu retten?

Freitag 20:03 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Salon

Hörspiel & Podcast Podcast Seelenfänger - Erleuchtung, Erlösung (2/6) John verschwindet während des Schweigeretreats. Als Hannah ihn wiederfindet, hat er sich verändert. Aus spiritueller Reinigung wird psychischer Ausnahmezustand. Hannah kämpft um Hilfe, doch das Meditationszentrum reagiert seltsam gelassen. Von Katja Paysen-Petersen, Christiane Hawranek, BR 2025 Verfügbar in ARD Sounds Hörspiel Alexander Kluge - ein Porträt Mit dem Ich geht er knausrig um - Alexander Kluge, geb. 1932 in Halberstadt. Jurist, Autor, Filmemacher. Träger fast aller wichtigen Film- und Literaturpreise. Zeitgenosse. Sein Ich tritt meist hinter oder neben die Kamera, wendet sich einem Thema oder einem Gast zu, stellt Fragen. Kann Antworten kaum erwarten. Drängelt ein wenig. Nimmt sich wieder zurück. Ist aber nie im Bild, ist bloß stets im Bilde. Manchmal füllt das Ich eine halbe Seite in einem von Kluges umfangreichen Büchern, muss erzählen von kaputten Tretautos oder der englischen Verwandtschaft, um ein wenig Entspannung zu generieren, etwas Vertrauen zu schaffen, Nähe. Nicht, dass dieses Ich scheu wäre, im Gegenteil, kämpferisch und offensiv und hartnäckig kannes sein, fordernd - aber es ist nicht eitel. Das hat dieses Ich nicht nötig. Von Karl Bruckmaier Mit Gabriel Raab Regie: Karl Bruckmaier BR 2012 Verfügbar in ARD Sounds Diese Sendung hören Sie auch in ARD Sounds bei Bayern 2.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Feature

Mein Männerbild kriselt - und jetzt?! (1-2/4) Von Luisa von "Geliebte auf Zeit" Deutschlandfunk 2026 (Ursendung) (Wdh. am 21.04.2026, 22.05 Uhr Deutschlandfunk Kultur) Kann man Männer zu besseren Menschen machen, indem man mit ihnen Sex hat? Episode 1 Escort, Naivität und Nähe Luisa finanziert ihr Kunststudium mit Sexarbeit. Eigentlich kein Problem. Doch seit sie sich vermehrt mit Feminismus beschäftigt, kommen ihr manchmal Zweifel, ob sie das Verhalten einiger Männer so unkommentiert hinnehmen sollte. Kann man Männer zu besseren Menschen machen, indem man mit Ihnen schläft? Wer sind "die Männer" eigentlich und warum sind sie so wie sie sind? Im Freundeskreis, in der Familie, gemeinsam mit ihren Kunden - wir begleiten die Spurensuche einer jungen Frau, die sich selbst als "hoffnungslos naiv" bezeichnet. Episode 2 Sexarbeit, Feminismus und Frauenwahl Vielleicht hast du einfach sehr viel Verständnis für Männer, vermutet eine Freundin. Velleicht sollte ich mich auch dafür bezahlen lassen, dass ich mir die Probleme von Männern anhöre, sagt die Mitbewohnerin. Aber vielleicht bringt dich dein Job persönlich weiter, glaubt ein Kunde. Und einen anderen Kunden versucht Luisa sogar dazu zu bringen, sich feministischer zu verhalten, damit es bei ihm auch endlich mal mit einer festen Beziehung klappt. Auch wenn sie dabei fast verzweifelt und bei ihrer Arbeit in den einen oder anderen Abgrund blickt - am Ende zieht Luisa ein überraschendes Resumé: Irgendwie liebt sie Männer ja auch. Escort, Naivität und Nähe weitere Beiträge

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

Devon Allman"s Blues Summit (USA) Aufnahme vom 27.7.2025 beim Burg Herzberg Festival Am Mikrofon: Tim Schauen Als Sohn des Weltstars war Devon Allman nicht ohne Star-Allüren - doch das Konzert versöhnte dann schließlich alle. Die Band stand spielbereit hinter der Bühne, das Publikum wartete ebenso ungeduldig davor auf das allerletzte Konzert des 2025er Burg Herzberg-Festivals: Doch Bandchef Devon Allman (*1972 in Corpus Christi, Texas/USA) ließ alle noch einen Moment warten, fast zu lang! Doch als auch der Sohn von Gregg Allman endlich erschien, seine Mitmusiker und die Sängerin im Kreis eingeschworen hatte, rollte die Show bald los, und Devon Allman"s Blues Summit - seine Projektband mit wechselnden Besetzungen - groovte vom ersten Takt an, als würde sie seit Jahrzehnten zusammenspielen. Neben der Rhythmusgruppe und Gitarrist Jackson Stokes konnte vor allem der 76-jährige britische Sänger Jimmy Hall seine Entertainer-Qualitäten zeigen, auch wenn er immer wieder in seine handschriftlich notierten Texte gucken musste, die der Wind ihm wegpusten wollte. Das Warten hatte sich also gelohnt - auch wenn mit diesem Konzert das Festival dann leider beendet war - und das Warten augenblicklich wieder begann: auf den nächsten Sommer auf dem "Berch".

Freitag 22:03 Uhr SWR Kultur

Vor Ort

Gespräche von der Leipziger Buchmesse 2026 Moderation: Carsten Otte und Christoph Schröder (Aufzeichnung vom März 2026 auf der ARD-Bühne Buchmesse Leipzig) Carsten Otte und Christoph Schröder sprechen auf der ARD-Bühne auf der Leipziger Buchmesse mit den Autorinnen Dana Grigorcea ("Tanzende Frau, blauer Hahn", Penguin Verlag), Birgit Birnbacher ("Sie wollen uns erzählen", Zsolnay Verlag), Ulrike Almut Sandig ("Im Orkan", Verlag Schöffling & Co) sowie dem Autor Norbert Gstrein ("Im ersten Licht", Hanser Verlag).

Freitag 22:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Musikfeuilleton

"Vereint in der balkanischen Seele" Auf der Suche nach der "echten" bulgarischen Volksmusik Von Rolf Killius Auf der Suche nach der "echten" bulgarischen Volksmusik ist unser Autor Rolf Killius von Sofia, der Hauptstadt Bulgariens, zum kleinen Dorf Koprivshtitsa im Zentrum des Landes gefahren. Weiter geht es über die behagliche Universitäts- und Kulturstadt Plovdiv durchs ganze Land bis an die Schwarzmeerküste. Er trifft sich mit Chorsängerinnen, Saiteninstrumentenvirtuosen und einem Dudelsackspieler. In Kardzhali, einer Stadt im Südosten Bulgariens, verabredet sich Killius mit Neshkov Neshev, dem vielleicht bedeutendsten Akkordeonisten des Landes. Bulgarien ist bekannt für seine vielfältigen Landschaften und Musikkulturen. Auch in den Musikstücken verbindet sich die bulgarische Tanzmusik der Dörfer mit der klassischen städtischen Kunst- und der orthodoxen Kirchenmusik.

Freitag 23:03 Uhr BR-Klassik

BR Klassik - Jazztime

Jazz auf Reisen Kris Davis Trio Die blitzende Kunst der Kommunikation: Das Trio der kanadischen Pianistin Kris Davis beim 15. Birdland Radio Jazz Festival in Neuburg an der Donau Mit Kris Davis (Klavier), Robert Hurst (Bass) und Jonathan Blake (Schlagzeug) Aufnahme vom 15. November 2025 im Birdland Neuburg Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Keine Angst vor Gedichten! Eine Lange Nacht über Tomas Tranströmer und die Poesie Von Burkhard Reinartz Regie: der Autor (Wdh. v. 06./07.05.2023) Der schwedische Dichter Tomas Tranströmer (1931 - 2015) zählt zu den renommiertesten Lyrikern Europas und hat Schriftsteller von Lars Gustafsson bis zu Joseph Brodsky beeinflusst. 2011 erhielt der Dichter den Literaturnobelpreis. Tranströmers Gedichte verbinden existenzielle Tiefe mit verblüffender Einfachheit. Sie beginnen oft in schlichten Alltagssituationen, beim Zeitunglesen oder Busfahren. Dann schlägt der lapidare Einstieg innerhalb weniger Zeilen in Erstaunliches um. "So wie bei Tomas Tranströmer Dichtung entsteht, stehen wir vor dem alten Wunder: Worte werden etwas Reales, werden Dinge, Substanz, Wirklichkeit", schreibt Lars Gustafsson. Poesie hat es heutzutage nicht leicht und gilt als eher unverständlich und abgehoben. Deshalb widmet sich die Lange Nacht zugleich mit dem Portrait Tranströmers der Frage, was es mit der konzentriertesten Form von Literatur auf sich hat. Warum die Alltagssprache verlassen und die Welt in einer ungewohnten Bildersprache erforschen und zum Klingen bringen? Wie lässt sich der Weg zur Lyrik leichter machen?

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