Features im Radio  (16.01.2026)

Features

Freitag 08:30 Uhr SWR Kultur

Das Wissen

Obdachlosigkeit - Was Städte dagegen tun können Von Christine Werner und Sonja Ernst Immer mehr Menschen leben ohne Wohnung. Ein Problem, das hauptsächlich Städte betrifft, viele davon im Westen Deutschlands. Mit einem "Nationalen Aktionsplan" will die Bundesregierung bis 2030 Wohnungslosigkeit beenden. Entscheidend dafür sind langfristige Konzepte und Prävention. Bewährt haben sich Ansätze von Housing First, über Stadtführungen von Obdachlosen bis zu Fachstellen, damit Menschen erst gar nicht ihr Zuhause verlieren. Dass günstiger Wohnraum knapp und umkämpft ist, macht die Lösungen nicht einfacher.

Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Nah dran

Moderation: Ruslan Amirov 9.10 Aktuelles Interview 9.20 Bayern 2 Radiowissen Angriffe statt Argumente: Wird Gewalt in der Politik salonfähig? 9.50 Bayern 2 Kalenderblatt 16.1.1920: Trauerfeier am Vorabend der Prohibition 10.00 / 11.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 10.10 Interaktion 11.10 Nahaufnahme 11.56 Werbung Moderation: Ruslan Amirov

Freitag 15:05 Uhr SWR Kultur

Feature

Alle laufen weg, einer fällt hin - Was aus Drogenkids geworden ist Von Klaus Schirmer (Produktion: DLF/SWR 2026) Knast oder Bauernhof? Altaf ist 17 Jahre alt, als ihm das Jugendamt vor die Wahl stellt. Mit 11 hatte er angefangen zu kiffen, dann erste Einbrüche und Überfälle. Mit 13 gilt er als Serientäter. Auf einem Brandenburger Bauernhof muss er in einer engen Tagesstruktur Verantwortung übernehmen. Er spricht das erste Mal vor Anderen über seine Gefühle. Am Ende, nach drei Jahren, macht er Abitur. Altaf beginnt zu studieren und betreut seine schwerkranke Mutter. Doch das Leben draußen überfordert ihn. Er wird rückfällig. Über die Suche nach einem Platz im Leben und vom Glück, den richtigen Leuten zu begegnen.

Freitag 17:00 Uhr Radio CORAX

Kunst Ost Frau

Ab Juni 2025 am dritten Freitag, 17 Uhr. Ostdeutsche Künstlerinnen, die 1945 bis 1989 auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt gearbeitet haben, sollen für unsere heutige Gesellschaft sichtbar und hörbar werden. Ihre künstlerischen Arbeiten wurden und werden bisher strukturell ausgeblendet und marginalisiert. Die regelmäßige Radiosendung "Kunst Ost Frau" begleitet die Aufarbeitung und Dokumentation des Projektes SICHTBAR MACHEN 13 Ostdeutsche Künstlerinnen 1945-1989 in Sachsen-Anhalt, das von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gefördert und vom Verein Dornrosa initiiert und getragen wird. In der Auftaktsendung kommen die Projektinitiatorinnen und Kunsthistorikerinnen Jutta Jahn und Katja Reindel zu Wort, sowie Dr. Jeanette Drygalla als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Patricia Werner von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung verortet SICHTBAR MACHEN im überregionalen Kontext der ostdeutschen Kunst. Und auch die Stimmen und Positionen von noch lebenden Künstlerinnen, die vor 1989 schon gewirkt haben, werden zu hören sein.

Freitag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Literatur

Zwischen Innovation und Traumata Neue Stimmen der lateinamerikanischen Literatur Von Peter B. Schumann Traumata, Familiengeheimnisse, Autofiktion und ästhetische Vielfalt zeichnen die neuen lateinamerikanischen Romane aus. Die große Zeit des "Booms" lateinamerikanischer Literatur in den 1960er- und 1970er-Jahren ist lange vorbei. Aber es gibt inzwischen eine neue Generation starker Erzählstimmen zwischen Karibik und Pazifik. Das belegen die Autorinnen und Autoren, die unlängst bei verschiedenen Anlässen in Berlin vorgestellt wurden. Sie schreiben autofiktionale Geschichten, in denen sie Herkunft und familiäre Traumata aufarbeiten - wie Javier Zamora, Cristina Rivera Garza oder Gabriela Wiener. Oder in denen sie in Konflikt geraten zwischen ihrer literarischen Leidenschaft und gesellschaftlichem Engagement - wie Velia Vidal. Oder die, wie Gabriela Wiener, ihre österreichisch-indigene Herkunft anhand der Familienvergangenheit schmerzhaft bewusst machen. Auffällig: die Vielfalt der ästhetischen Ausdrucksformen.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Feature

Solidarisch preppen Wie man Nachbarn zu Katastrophenhelfern macht Von Fritz Tietz Regie: Philine Velhagen Produktion: Deutschlandfunk 2024 (Wdh. am 20.01.2026, Deutschlandfunk Kultur, 22.05 Uhr) Die Klimakatastrophe ist nicht mehr zu vermeiden, davon ist Fritz Tietz überzeugt. Aber er weigert sich, die Hoffnung aufzugeben. Die Idee vom solidarischen Preppen hat ihn überzeugt. Jetzt müssen nur noch seine Nachbarn mitziehen. Fritz Tietz hat beschlossen, sich gegen künftige Notlagen wie schwere Überschwemmungen, mehrtägige Stromausfälle oder kriegerische Auseinandersetzungen zu wappnen. Aber das Brot backen ohne Strom und Häuserwände abdichten und Vorräte einlagern will er nicht alleine üben, sondern er will das mit seinen Nachbarn gemeinsam tun. Solidarisch Preppen nennen Klimaaktivisten diese Strategie der gemeinschaftlichen Kollapsvorsorge. Problem nur: Tietz hat den Kontakt zu den Nachbarn in seiner ländlichen Gemeinde bisher eher gemieden. Wie bringt er sie nun dazu, mit ihm regelmäßige Notstandsübungen abzuhalten und dabei notfalls auch unter einen mit Decken abgehängten Tisch zu kriechen, um so schon mal trainiert zu haben, wie man im gemeinsamen Wärmemief einen winterlichen Heizungsausfall überlebt? Archiv Solidarisch preppen

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