Autismus bei Erwachsenen - Neue Ursachenforschung und bessere Diagnostik Von Franziska Hochwald Bis Mitte der 1980er-Jahre wurde bei 5 von 10.000 Personen Autismus festgestellt, heute sind es mindestens zwanzigmal so viele. Die Diagnostik ist in den letzten Jahren besser geworden, und so wird Autismus bei vielen erst im Erwachsenenalter erkannt. Autist*innen brauchen besondere Bedingungen zu Hause und am Arbeitsplatz, um sich gut in die Gesellschaft einbringen zu können. Das Bewusstsein ist gestiegen - doch was erklärt die gestiegenen Diagnosen noch? Ein wichtiger Faktor ist der Einfluss der Genetik auf die Gehirnstruktur. Die Retina des Auges gibt Hinweise darauf, dass Autisten Reize anders verarbeiten. Und auch Schäden am Mikrobiom des Darms könnten Autismus begünstigen.
Moderation: Katja Bigalke Frankreichs RN-Labor Die Normalisierung der Rechten in Frejus Von Clara Hellner Fréjus an der Côte d"Azur gehört zu den ersten Kommunen, in denen der rechtspopulistische Rassemblement National seit 2014 dauerhaft die Stadtverwaltung kontrolliert. Bürgermeister David Rachline, damals erst 26 Jahre alt, machte die Mittelmeerstadt früh zu einem politischen Vorzeigeprojekt seiner Partei. Die Strategie dahinter: Wenn kommunale Macht ohne sichtbare Brüche funktioniert, wirkt die Bewegung weniger radikal und eher wie eine mögliche Regierungsalternative. Vor Ort berichten Kritiker jedoch von einer spürbar härteren politischen Atmosphäre, in der Opposition und zivilgesellschaftliche Initiativen stärker unter Druck geraten. Gleichzeitig sagen viele Bewohner, ihr Alltag habe sich kaum verändert - Geschäfte, Schulen und Tourismusbetrieb laufen weiter wie zuvor. Diese Gleichzeitigkeit von politischer Polarisierung und alltäglicher Normalität macht die Stadt zu einem Testfeld für eine mögliche Ausweitung rechtspopulistischer nach den kommenden Kommunalwahlen.
Darwin auf Speed Biologische Evolution wie im Zeitraffer Von Michael Lange Der Mensch beschleunigt die Evolution. Biologen beobachten, wie sich Tierarten innerhalb kurzer Zeit deutlich verändern. Charles Darwin war überzeugt: Die Evolution der Arten ist ein sehr langsamer, stetiger Prozess. Es dauert Jahrtausende und manchmal Millionen Jahre, bis kleinste Mutationen im Erbgut das Aussehen oder einzelne Merkmale einer Art sichtbar verändern. Doch in diesem Fall irrte Darwin. In den letzten Jahren finden Biologen immer mehr Beispiele für beschleunigte Evolutionsprozesse. Kröten laufen schneller, Braunbären und Füchse werden friedlicher, Schmetterlinge verändern ihre Farben und Fische werden kleiner, manchmal innerhalb weniger Jahre. Oft ist der Mensch dafür verantwortlich - oder es sind invasive Arten, die mit seiner Hilfe neue Lebensräume erobern. Im Erbmaterial der Tiere suchen Molekulargenetiker nach den Ursachen. Ist die beschleunigte Evolution ein neues, menschgemachtes Phänomen? Oder handelt es sich um ein bisher unbekanntes Rezept der biologischen Anpassung?
Mit Jagoda Marinic Angela Merkel - Wer ist das Volk? Übernahme von: Hessischer Rundfunk Angela Merkel blickt in ihrem ersten Interview in 2026 auf ein entscheidendes Wahljahr. Die ehemalige Bundeskanzlerin will, dass jetzt alle demokratischen Kräfte zusammenstehen gegen rechts. Und damit meint sie ganz entschieden alle, die zu Deutschland gehören, egal ob seit kurzem oder seit Generationen. Angela Merkel steht zu ihrem Handeln in der Flüchtlingskrise 2015 und dem Umgang mit dem russischen Präsidenten Putin. Gleichzeitig räumt sie ein, dass sie in ihrer Amtszeit für mehr militärische Stärke in Europa und für mehr Klimaschutz in der Welt hätte sorgen müssen. Aber sie bleibt dabei, dass es immer besser ist, einen Kompromiss zu finden, als auf den Tisch zu hauen. Für Freiheit Deluxe haben sich Angela Merkel und Jagoda Marinic im ARD-Hauptstadtstudio getroffen. Es geht um einsame Momente als Bundeskanzlerin und persönliche Lernprozesse. Darum, wie man Rechtspopulisten bekämpft und warum Angela Merkel definitiv nicht Bundespräsidentin wird.
Veränderung meistern (3/4) - Wo ist Heimat? Folge 3 "Wo ist Heimat" schaut entlang der Geschichten von Ludmila und Zubaida auf die Frage, wann sich Menschen an einem Ort heimisch fühlen und welche große Rolle hier diejenigen spielen, die schon dort sind. Mit Einschätzungen aus der Wissenschaft von Historiker Johannes Schütz (TU Dresden), Beate Mitzscherlich, Pädagogische Psychologie (WHZ Hochschule Zwickau) und Religionspädagoge Harry Harun Behr (Goethe Universität Frankfurt am Main). Eine Systemfragen-Serie von Eva-Maria Götz, Josephine Schulz, Annegret Faber, Paulus Müller, Dörte Hinrichs und Kathrin Kühn (Redaktion). Veränderungen fallen uns allen schwer. Doch wann können sie gelingen? Was verlangt es einem ab, wenn das eigene Umfeld auf einmal ein ganz anderes ist? Das erzählen in dieser vierteiligen Serie Ludmila aus Bautzen und Zubaida aus Berlin. Zubaida ist Anfang 30 und 2018 aus Afghanistan zum Studium nach Deutschland gekommen. Schon in Kabul hatte sie Deutsch gelernt und davon geträumt, einmal hier zu leben. Bei Ludmila kam der neue Staat zu ihr. Die heute 67-Jährige wurde in der DDR geboren. Sie lebt schon immer in Bautzen/Sachsen und hatte sich nach der Wende als Landschaftsarchitektin selbstständig gemacht. Beide erzählen: Was hat sie auf ihrem Weg angetrieben? Wie haben sie auch Zeiten der Unsicherheit und Angst bewältigt, aber auch - wie schauen sie auf ihre Lage heute. Und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die genau zu diesen Themen arbeiten, erklären, inwiefern das zum Forschungsstand passt und was sich hieraus grundsätzlich lernen lässt - auch für das, was wir alle aktuell meistern müssen - unsere eigene Integration in eine digitalisierte Gesellschaft inmitten einer neuen Weltlage. Folge 3 heute um 20.10 Uhr im Deutschlandfunk. Alle vier Folgen finden sich dann bereits in der Deutschlandfunk-App oder unter https://www.deutschlandfunk.de/systemfragen-100.html
Babas Geister (1/6) Erzähl mir eine Geschichte, Papa - Bana bir masal anlat baba. Von Ayla Güney und Jurate Braginaite Regie: Die Autorinnen Redaktion: Christian Lerch/Christiane Habermalz SWR Kultur/Deutschlandfunk 2024 Folge 2 am 19.03.2026 Das Licht flackert, ein modriger Geruch steigt auf und plötzlich hört man Stimmen, die wie aus einem Erdloch kommen. So oder so ähnlich beginnen viele Geistergeschichten. Doch was tun, wenn dein eigener Vater sie erlebt haben will? Im Nebengebäude des ehemaligen "Sternenwirtshaus Hohritt" sind dem Sicherheitsmann Gültekin Kindergeister erschienen. Seine Tochter Ayla ist skeptisch, denn ihr Baba erzählt nicht zum ersten Mal verrückte Dinge. Er ist überzeugt, dass hier einst Nazis Kinder gequält haben. Was ist an dieser Erzählung dran? Als auch seine KollegInnen von Spukgeschichten berichten, begibt sich Ayla mit ihrer Freundin Jurate auf eine Spurensuche, die sie zurück in die eigene Kindheit führt.
Kurzstrecke 164 Feature, Hörspiel, Klangkunst - Die Sendung für Hörstücke aus der freien Szene Moderation: Ingrid Wenzel und Johann Mittmann Produktion: Autor*innen/Deutschlandfunk Kultur 2025 Länge: ca. 54"40 Neue Hörkunst aus der freien Szene. Heute mit einem Hörspiel, das seine eigenen Mechanismen seziert: Was sagen die Figuren zu der Hörspiel-Geschichte, in der sie vorkommen? In der aktuellen Ausgabe der Kurzstrecke: Kein Zimmer für sich allein Von Margit Pötzsch Voice off Von Claudia Weber Heb mal den Faden an Von Oh de Vie! (Claudia Tesorino und Annegret Suaudeau) Lasst von euch hören! Euch interessieren Geschichten zum Hören? Schickt uns eure Hörstücke! Alle Informationen hier: hoerspielundfeature.de/kurzstrecken-bewerbung-100.html Call for audio works! Are you interested in storytelling with sound? Send us your audio pieces! More Information here: hoerspielundfeature.de/kurzstrecken-bewerbung-100.html