Unter dem Motto "Übersteuert" lädt das 17. Berliner Hörspielfestival vom 17. bis 20. September 2026
in die Akademie der Künste am Hanseatenweg ein. Das Programm umfasst Wettbewerbe, Live-Acts,
Installationen, Workshops und Debatten. Mit Schorsch Kamerun und Masha Qrella, Ute Wassermann
und Joke Lanz sowie Marc Matter prägen Stimmen aus Punk, experimenteller Musik, Klangkunst und
Performance das Live-Programm des Festivals.
Nacht 95/121: Lang wie eine Lanze, aufrechter als ein Schreibrohr Schahrasad erzählt: In Persien lebte ein gerechter König. Ihm fehlte ein Sohn, ein Nachfolger. Dann trifft er eine Frau. Anmutig ist sie, lang wie eine Lanze, aufrechter als ein Schreibrohr. Sie heiraten. Ein ganzes Jahr lang spricht sie kein Wort. Nach der Neuübersetzung von Claudia Ott Auswahl der Geschichten: Safiye Can Hörspielbearbeitung und Storytelling: Judith Lorentz, Roxana Samadi Mit Roxana Samadi, Jasmin Shakeri, Susana AbdulMajid Besetzung: Kathi Bonjour Regieassistenz: Vanessa Gräfingholt, Delia Lang Expertin für Arabisch: Heba Tebakhi Übersetzung und philologische Beratung: Claudia Ott Copyright der Übersetzung: Verlag C. H. Beck Nach der arabischen Edition von Muhsin Mahdi Redaktionelle Mitarbeit: Matthias Karow Komposition und Musik: Philipp Johann Thimm Weitere Musik: Roshanak Rafani an Daf und Tombak, Bendir und Nabil Arbaain an der Oud Ton: Andreas Stoffels, Alexander Brennecke, Susanne Beyer Disposition: Dagmar Goyk Regie: Judith Lorentz Dramaturgie: Sabine Küchler, Julia Tieke Deutschlandfunk 2026 Schahrasad erzählt um ihr Leben - und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers "1001 Nacht" führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben. Alle Folgen, Informationen und Gespräche unter: deutschlandfunk.de/tausendundeinenacht
Düsse Petersens: Üm de Eck (Folge 12) Hoch- und niederdeutsche Hörspielserie von Hans Helge Ott Erkki Hopf: Kai Petersen Birte Kretschmer: Ulrike Petersen Sonja Stein: Mirjam Petersen Leon Alexander Rathje: Hendrik Petersen Ursula Hinrichs: Hertha Thams Wilfried Dziallas: Hermann Petersen Siemen Rühaak: Marcel Kracht, Musiktherapeut Cornelia Schramm: Lehrerin Oskar Ketelhut: Heiner, Wirt Peter Kaempfe: Werner, Kioskbesitzer Christian Seeler: Herr Seeler, Schuldirektor Musik: Serge Weber Regie: Hans Helge Ott RB/NDR 2013 Ulrikes Horizont hat sich geweitet: Sie merkt, dass es außer der Familie und dem Krankenhaus noch Anderes auf der Welt gibt. Sie spürt, dass es ihr guttut, sich ein bisschen umzusehen. Aber auch Mirjam, Kai und Hendrik beginnen, ein bisschen mehr "um die Ecke" zu denken und sich neu zu orientieren. Opa Hermann und Oma Hertha beobachten es mit Sorge: Ist die Familie Petersen im Begriff, auseinander zu driften? Der Autor Hans Helge Ott (geboren 1951) spielte schon als Junge Kinderrollen im Hörspiel bei Radio Bremen. Nach seinem Grafikdesign Studium schrieb und inszenierte er für Funk, Fernsehen und Theater. Bis zu seinem Ruhestand 2016 betreute er 15 Jahre als Redakteur das Niederdeutsche Hörspiel, das Radio Bremen und der NDR gemeinsam senden. Heute arbeitet er als freier Autor und Regisseur. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter und Verkehr
German Diaries (2/4) Von Samuel Beckett Bearbeitung und Übersetzung: Gaby Hartel Regie: Gaby Hartel, zeitblom Mit: Sabin Tambrea Komposition: zeitblom Ton und Technik: Thomas Monnerjahn, Susanne Beyer Regieassistenz: Marie Permantier Dramaturgie: Sabine Küchler Deutschlandfunk 2026 Länge: 50"21 Teil 3 am 17.09.2026, 22.05 Uhr Dezember 1936. Von Hamburg reist Beckett über Hannover und Braunschweig weiter nach Berlin. Wie hat sich die einstige europäische Hauptstadt der Kunst seit 1933 verändert? In herrlicher Abendstimmung kommt Beckett in Berlin an, sucht sich eine Pension in der Budapester Straße, pilgert tagsüber durch die Museen der Stadt und legt riesige Strecken zu Fuß zurück. Becketts Deutsch verbessert sich rasch, er zieht abends mit seinem Wirt durch die Berliner Kneipen, folgt den Gesprächen und wird Zeuge der schleichenden Entdemokratisierung: Ein "perfekter kleiner Demagoge" überschüttet eine junge Frau mit seiner Naziideologie, als diese "völlig ruhig Positives über Juden sagt". Angewidert verfolgt Beckett die Reden der Nazigrößen im Radio und notiert kursierende Witze über sie. Dann schreibt er: "Bald fange ich wirklich an zu kotzen. Oder ich fahre nach Hause!" Samuel Beckett (1906 in Dublin geboren, 1989 in Paris gestorben) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. 1969 erhielt er den Literaturnobelpreis. Beckett ist dem breiten Publikum hauptsächlich durch seine Dramen, insbesondere "Warten auf Godot", bekannt, verfasste aber auch Prosa und Lyrik.
Realität und Wirklichkeit konstruiert sich im Kopf ebenso wie Irrsinn und Wahn. Der Kopf ist noch viel mehr: Alles was ist, was mensch aber nicht wahrnehmen kann, ist nicht. Im Kopf verknüpfen sich Geräusche mit Bildern. Es konstruieren sich anhand des Wahrgenommenen Wirklichkeiten und eigene Welten. Hörspiele sind ein Beispiel dafür. Und Hörspiele, Hörbücher, Mitschnitte von Wortlastigem gibt es in jeder IKL Sendung zu hören. Und dank Kopf eben auch um dies alles zu fühlen, zu schmecken, zu riechen, zu hören oder vielleicht auch nur um diesen nur weiter zu verwirren. "IKL kann immer dann auftreten, wenn die Schallreize so geartet sind, dass sie keiner möglichen außerhalb des Kopfes befindlichen Schallquelle zugeordnet werden können und/oder eine Adaption auf einen Raum und mögliche in diesem befindliche Schallquellen nicht stattgefunden hat; wenn also der Hörer von einer Schallquelle und ihrer Situation sozusagen überrascht wird." (wiki) IKL-Website