Rocococorecore Von Antonia Alessia Virginia Beeskow Mit: Marie Popall, Frithjof Gawenda und Antonia Alessia Virginia Beeskow Regie und Komposition: Antonia Alessia Virginia Beeskow Ton und Technik: Daniel Senger und Sonja Röder SWR / ORF 2025 Länge: 33"56 Versatzstücke aus gespeicherten Reels, Posts, Stories dienen als Ausgangspunkt für eine Beschwörung, eine akustische Séance. Soundart auf der Suche nach den Kräften und Dämonen, die den sozialen Medien innewohnen. Im Zeitalter der kurzen Aufmerksamkeitsspanne konfrontiert sich die Klangkünstlerin Antonia Alessia Virginia Beeskow intensiv mit zahlreichen Inhalten aus den sozialen Medien. Ihre Reaktion ist durch zwei künstlerische Phänomene inspiriert: "Corecore" ist eine Praxis aus den 2020er-Jahren, die belanglosen Content mit einer Extraportion Kitsch und Schwermut auflädt. "Rocaille" bezeichnet asymmetrische Ornamente aus dem 18. Jahrhundert, die dem Rokoko seinen Namen gaben. Bei beidem geht es um Übertreibung, Unschärfe und die Wiederverzauberung des Profanen. Halten Sie den Atem an, wünschen Sie sich etwas, zählen Sie bis drei! Antonia Alessia Virginia Beeskow wurde 1992 in Düsseldorf geboren. Sie arbeitet interdisziplinär als Künstlerin, Performerin und Sounddesignerin. 2023 erhielt sie den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, 2024 den Karl-Sczuka-Förderpreis.
Drohnen und KI-Waffen - Wie deutsche Rüstungs-Start-ups am Krieg verdienen Von Paul Hildebrandt, Bartholomäus Laffert und Olivia Samnick Für zwei Milliarden Euro will die Bundesregierung sogenannte Kamikazedrohnen kaufen. Aufträge sollen unter anderem an die deutschen Rüstungsunternehmen Helsing und Stark Defence gehen. Das sind zwei von gleich mehreren Start-ups, die in den vergangenen Jahren rund um München entstanden sind - auch mit dem Geld des rechten US-Investors Peter Thiel. Die automatisierten Drohnen der Start-Ups verändern die Kriegsführung in der Ukraine und beeinflussen die neue Verteidigungspolitik Europas. Fachleute warnen vor den Gefahren der KI-gestützten Systeme.
Überreichtum - Wie Vermögensungleichheit Demokratie angreift ARD Radiofeature Von Gilda Sahebi und Kristin Langen (Produktion: SWR 2026) Vermögen ist in Deutschland extrem ungleich verteilt, mit Folgen für Politik und Demokratie. Das ARD Radiofeature fragt, wie ökonomische Macht politischen Einfluss ermöglicht und warum sich viele Menschen politisch nicht repräsentiert fühlen. Ein deutscher Milliardärserbe berichtet exklusiv, wie durch Reichtum politische Wirkung ausgeübt werden kann. Auch Lobbyagenturen und Unternehmensspenden beeinflussen Politik. Autoritäre Parteien nutzen die Folgen ungleicher Vermögensverteilung aus. Neue Ansätze wie gerechtere Besteuerung oder stärkere Bürgerbeteiligung könnten die Demokratie stärken.
Zum 300. Geburtstag von Charles Burney "Pumpernickel und Sachertorte" Dr. Charles Burneys musikalische Floßfahrt Von Andreas Pehl Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr
Hörspiel & Podcast Podcast Seelenfänger - Gefährliche Stille (1/6) Hannah und John sehnen sich am Ende ihrer Weltreise nach Ruhe. Sie melden sich in Südkorea für ein Meditationsretreat an. Die strengen Regeln bringen beide an ihre Grenzen. Von Katja Paysen-Petersen, Christiane Hawranek, BR 2025 Verfügbar in ARD Sounds Hörspiel Erreger- Hörspiel mit Christoph Waltz Wie real ist der Virus im System eines Menschen, der in der virtuellen Welt der Börsenmonitore lebt? Wie fiktional wird ihm die Welt, wenn ihm seine Realität, sein täglicher Hochleistungssport im Parkett des Börsensaals entzogen wird? Ein Trader gerät urplötzlich in Quarantäne, er findet sich in einem hermetisch abgeriegelten, aber permanent observierten Zimmer wieder. Und seine Gedanken rennen in einem Monolog um sein Leben. Aufstieg und Fall, Bullen- und Bärenjagd, Halten und Abstoßen durchlaufen die Reflektionen, die eine scharfe Trennung seiner Welten zu keinem Moment zulassen. "Versagen ist eine heilbare Krankheit" heißt es in Praxis und Psychologie des Börsenhandels. Erreger spielt mit dem alltäglichen Wahnsinn der Geldmacher. Von Albert Ostermaier Mit Christoph Waltz Komposition: Andrew Pekler Regie: Ulrich Lampen BR 2001 Verfügbar in ARD Sounds Diese Sendung hören Sie auch in ARD Sounds bei Bayern 2.
Long Covid - und jetzt?! (3-4/4) Von Sebastian Meissner Deutschlandfunk 2026 (Ursendung) (Wdh. am 14.04.2026, 22.05 Uhr Deutschlandfunk Kultur) Sebastian lebt mit ME/CFS - einer Krankheit, die viele als Long Covid kennen und gegen die bislang kaum etwas hilft. Episode 3 Abschied, Systemversagen und Schmerzmanagement Matthias berichtet davon, wie er seine an ME/CFS erkrankte Lebenspartnerin bis zu ihrem Tod begleitet hat und warum er vom bestehenden Versorgungssystem tief enttäuscht ist. Episode 4 Rollator, Jubiläum und frühe Literaturspuren Sebastian und Anja erproben eine ungewöhnliche Behandlungsmethode, während Veit literarische Klassiker nach frühen Beschreibungen der Krankheit durchforstet. Seit über fünf Jahren leben sie mit ME/CFS - wie sieht der Blick auf ihre Zukunft aus? Sebastian Meissner, geboren 1969 in Czestochowa (PL), studierte Pädagogik und Soziologie. Er schreibt Features und Hörspiele, ist Regisseur und Komponist, realisiert Bühnenproduktionen, Filmsoundtracks und Klanginstallationen. Radiostücke u.a.: "Vodou-Ikone - Die schwarze Madonna von Czestochowa zwischen Polen und Haiti" (Deutschlandfunk Kultur/WDR 2017), "Ukropolis" (WDR 2023), "Vater Unser - Otto Muehl und der Umgang mit Täterkunst" (2023).
"Die größten Musiker unseres Planeten" Den Vögeln abgelauscht Von Sabine Fringes (Wdh. v. 10.05.2024) Die ersten Gesänge, welche Menschen auf Erden zu hören bekamen, waren die der Vögel. Von ihrem Gezwitscher ließen sich Komponisten quer durch die Zeiten anregen. Olivier Messiaen, der Ornithologe unter den Komponisten, empfand die Vögel gar als "die wohl größten Musiker, die unseren Planeten bewohnen". Ihre Weisen hätten ihm "in düsteren Stunden" den Weg zu einer "wahren Musik" gewiesen. Manchmal wandern die Melodien vom Vogel zum Menschen und vom Menschen zum Vogel - und es ist nicht leicht zu entscheiden: War zuerst der Vogel da - oder der Komponist?
Der Chronist der Gefühle Eine Lange Nacht über Alexander Kluge Von Jochen Rack Regie: der Autor Aus Anlass des Todes von Alexander Kluge am 25. März nehmen wir diese Sendung neu ins Programm. Im Jahr 2003 erhielt Alexander Kluge, geb. 1932, gestorben am 25. März 2026, den Georg-Büchner-Preis für sein umfangreiches literarisches Werk. In seinen Geschichtensammlungen "Chronik der Gefühle" malt er ein weit gefächertes Panorama menschlichen Lebens und sucht die Lücken menschlicher Freiheit in einer diabolischen Geschichte: "Wohin fliehen? Was heißt Macht? Wem kann man trauen?" Ereignissen des Zeitgeschehens wie dem 11.9.2001, dem Irakkrieg oder dem kapitalistischen Boom in China sinnt er ebenso nach wie privaten Geschichten von der Liebe, der Familie oder seiner Herkunft aus Halberstadt. In den 60er- bis 80er-Jahren drehte Kluge 23 Filme, darunter so bekannte wie "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos" (1968) und "Deutschland im Herbst" (1978). Mit dem Soziologen Oskar Negt schrieb er "Geschichte und Eigensinn"; fürs Fernsehen produziert er regelmäßig Kulturmagazine. Mit Sicherheit ist Kluge nicht nur einer der produktivsten, sondern auch gelehrtesten und engagiertesten Intellektuellen Deutschlands. In der Langen Nacht gibt er Auskunft über die Rolle der Gefühle im Geschichtsprozess, die Globalisierung wie die jüngsten Kriege, gewährt aber auch Einblicke in seinen Familienroman und den privaten Hintergrund seines Schaffens. (Wdh.v. 02./03.01.2010)