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KörperhaltungenKörper-Haltungen Sitzen, Stehen, Liegen ABC der Körperhaltungen Wenn Sitzen krank macht Bewegung als Medizin Das Kalenderblatt 27.4.1521 Ferdinand Magellan stirbt Von Simon Demmelhuber Sitzen, Stehen, Liegen - ABC der Körperhaltungen Autorin: Susanne Hofmann / Regie: Axel Wostry Es ist eine bekannte, mit einem Augenzwinkern gezeichnete Darstellung der Evolution: Die Entwicklung vom noch auf allen Vieren gehenden Affen über den Menschen im aufrechten Gang hin zu einer Kreatur, die mit krummem Rücken vor dem Computer sitzt und in ihrer gebeugten Körperhaltung wieder dem Affen gleicht. In unserem üblichen Selbstbild zeichnetsich der homo sapiens zwardurch aufrechten Gang aus, aber aus einer anderen Perspektive gibt er längst ein ganz anderes Bild ab: Der moderne Mensch in der industrialisierten Welt ist ein sitzendes Wesen. Während Sportwissenschaftler im Sitzen eine Gesundheitsgefährdung sehen vergleichbar der durch das Rauchen, haben Entwicklungsneurologen herausgefunden: Babys können sich in aufrechter Position deutlich besser im Raum orientieren und mit der Umwelt in Interaktion treten. Wie beurteilen Mediziner und Kulturwissenschaftler die verschiedenen Körperhaltungen, die wir einnehmen? Wenn Sitzen krank macht - Bewegung als Medizin Autorin: Yvonne Maier/ Aufnahmeleitung: Sabine Straßer Sitzen Sie gerade auf einem Stuhl, am Schreibtisch, während sie diesen Text lesen? Das könnte tödlich sein. Denn Menschen, die täglich mehr als sechs Stunden am Stück sitzen, haben ein um rund 40 Prozent höheres Risiko, innerhalb der nächsten 15 Jahre zu sterben als Menschen, die nur drei Stunden hintereinander am Tag sitzen. Erst seit dem Jahr 2010 wird der Begriff "Inaktivitätsforschung" in der medizinischen Wissenschaft verwendet - die Forschung dazu steht noch ganz am Anfang. Doch je mehr die Mediziner, Sportwissenschaftler und Hirnforscher darüber herausfinden, desto dringlicher erscheint das Problem. Denn dauerhafte Inaktivität hat Auswirkungen auf unseren gesamten Körper: Der Fett- und Cholesterinstoffwechsel verändert sich beim langen Nichtstun. Die Folge: Herzkreislaufprobleme und Herzinfarkte. Auch Diabetes Typ 2 kann durch Inaktivität hervorgerufen werden. Dabei werden die ruhenden Muskelzellen unempfindlicher für Insulin. Doch nicht nur der Stoffwechsel verändert sich massiv durch Stillsitzen. Forscher vermuten auch Genveränderungen, die dadurch ausgelöst werden könnten. Vielleicht auch Veränderungen im Gehirn. Schon länger ist bekannt, dass Bewegung und Sport bei der Behandlung von psychischen Krankheiten helfen können. Sportwissenschaftler und Hirnforscher interessiert es darum, wie sich körperliche Inaktivität auf unsere Psyche auswirkt. Moderation: Iska Schreglmann Redaktion: Gerda Kuhn
Freitag 09:05 Uhr

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88vier

onda-info

argentinienonda-info - Das sind Reportagen, Magazinsendungen und Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte und Frauenmorde in Mexiko ebenso wie queerer Cumbia aus Argentinien oder Ökotourismus in Costa Rica. StAN88vier
Freitag 12:00 Uhr

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Ökotourismusonda-info - Das sind Reportagen, Magazinsendungen und Features über alles, was die lateinamerikanische Welt bewegt: indigene Rechte und Frauenmorde in Mexiko ebenso wie queerer Cumbia aus Argentinien oder Ökotourismus in Costa Rica. StAN88vier
Freitag 12:30 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

faustVon wegen "Der Worte sind genug gewechselt ..."! Musikalische Betrachtungen zum Faust Von Frank Halbach Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Keine andere Dichtung der Weltliteratur ist so mit unhörbarer Musik erfüllt wie Goethes "Faust". Unhörbar? Unerhört, das konnte natürlich nicht so bleiben: "Faust" wurde komponiert. Goethe hätte das eigentlich am liebsten Mozart besorgen lassen - das ging natürlich nicht mehr. Irgendwie aber hielt er die richtige Musik zum "Faust" für "ganz unmöglich". Das war Liszt, Schumann, oder Mahler freilich mehr Ansporn als Hemmnis. Aber wer hat denn nun die passende Faust-Musik geschrieben? Das hängt natürlich vom Ohr des Hörers ab. Fragen wir die, die es in allererster Linie betrifft: Dr. Heinrich Faust, Margarete, genannt Gretchen und Mephistopheles - schon die Titel der Faust-Vertonungen lassen völlig unterschiedliche Perspektiven erahnen: wie "Margarethe" von Gounod, "Mefistofele" von Boito oder "Doktor Faust" von Busoni.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Politische SchönheitGesellschaft des Spektakels Innenansichten aus dem Zentrum für Politische Schönheit Von Manuel Gogos Regie: Claudia Kattanek Produktion: Dlf 2018 Ob mit der Aktion "Die Toten kommen" (2015), bei der direkt vor dem Bundestag Gräber für Fluchtopfer aus dem Mittelmeer ausgehoben wurden oder der Großinszenierung "Flüchtlinge Fressen" im martialischen Stil eines altrömischen Gladiatorenkampfs (2016): Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) erzwingt mit aggressivem Humanismus Aufmerksamkeit. Jede Gesellschaft bekommt die Aktion, die sie verdient, meint Philipp Ruch, "Chefunterhändler" des Zentrums für Politische Schönheit. So auch jeder Politiker? Nach Björn Höckes berüchtigter Rede zum "Schandmal" setzte das ZPS dem AfD-Politiker eine Miniaturausgabe des Holocaust-Mahnmals vor die Haustür (2017). Der Autor beobachtet die ausgeklügelte Kampagnen-Arbeit- vom ersten Brainstorming über die Stoffentwicklung bis zur Logistik ihrer Großproduktionen. Und er stellt sich Fragen: Sind die Mitarbeiter und Komplizen des ZPS die Helden unsrer Tage, weil sie mit ihrer Kunst erzwingen, was die Politik nicht schafft? Heiligt der Zweck jedes Mittel? Oder ist alles nur Theater, bei dem Flüchtlinge und Parlamentarier unbewusst zum Teil einer Inszenierung werden? Und welche Rolle spielt der Autor selbst - im Chor der Journalisten, die über das Zentrum schreiben? Gesellschaft des Spektakels
Freitag 20:10 Uhr

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