Können Klänge heilen? - Musiktherapie wissenschaftlich betrachtet Von Daniela Remus Tango, um Parkinson-Symptome zu verbessern, Monochord-Klänge, um die Atemfrequenz bei Frühgeborenen zu beruhigen, das funktioniert. Eine aktuelle Metaanalyse hat gezeigt, dass musiktherapeutische Interventionen wirken und die Gesundheit und Lebensqualität von Patienten verbessern können. Deshalb ist Musiktherapie zum festen Bestandteil klinischer Versorgung geworden, häufig als Ergänzung zu Psychotherapie oder einer medikamentösen Behandlung. Dennoch gibt es Zweifel an der Wirksamkeit dieses Ansatzes. Eine Folge davon: Auf Rezept für zuhause gibt es sie nicht.
Künstliche Nähe - Doku über KI, Vertrauen und Abhängigkeit ARD Radiofeature Von Christian Schiffer (Produktion: BR 2025) Immer mehr Menschen vertrauen ihre Sorgen KI-Chatbots an. Künstliche Intelligenz hört zu, spendet Trost und kann in schwierigen Situationen helfen. Sie kann aber auch zu emotionaler Abhängigkeit führen - oder Zuständen, die inzwischen als "AI Psychosis" diskutiert werden. Die Technik bewegt sich damit in einem Spannungsfeld: Sie kann Menschen stabilisieren und Hoffnung geben, aber auch ihre Verletzlichkeit verstärken und psychische Probleme verschärfen. Was passiert, wenn Maschinen zu Freund*innen und Therapeut*innen werden - und welche Chancen und Gefahren liegen darin?
Zum 150. Geburtstag von Rainer Maria Rilke "was uns anrührt, dich und mich" - Rainer Maria Rilke und die Musik der Worte Von Bettina Mittelstraß Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr
Es ist aus - und jetzt?! (4/4) Bienensterben, Rentenpunkte und offene Beziehung Von Anke Stelling und Lola Randl Regie: die Autorinnen Deutschlandfunk 2025 (Wdh. am 09.12.2025, Deutschlandfunk Kultur, 22.05 Uhr) Eine Trennung reißt einem das Herz heraus, aber sie gibt einem auch die Chance für einen Neuanfang. Fragt sich nur, was genau eigentlich neu anfängt. Lola hat"s zwar nicht geschafft, für Anke einen neuen Mann zu finden, dafür hat sie die brandenburgische Heimat jetzt endlich hinter sich gelassen und ist mit der Familie nach Rom gezogen. Hier will sie Anke die Schönheit des Neuanfangs vorleben. Episode 4: Bienensterben, Rentenpunkte und offene Beziehung Italien! La Dolce Vita, Artischocken und Eiscreme! Wobei Lolas ursprüngliches Vorhaben - im Park der römischen Villa planeterhaltend zu gärtnern - schnell platzt. Erika, die Imkerin, musste mit ihren Bienen bereits in höhere Lagen weiterziehen, die Schirmkiefern sterben, und Lola ist den halben Tag mit Josefs Hausaufgaben beschäftigt. Während Philipp auf die Liebesanfrage einer Praktikantin antwortet, fliegt Anke kurzerhand zum Helfen nach Rom. Doch Care-Arbeit bleibt die Achillesferse der Menschheit. Im Bügeln bricht Ankes Bitterkeit sich Bahn. Als Anke auch noch droht, den Rückflug nach Berlin zu verpassen, geraten die Freundinnen übel aneinander. Hat Lola Anke nicht von Beginn an nur benutzt? Oder hat umgekehrt Anke Lola für ihre Zwecke missbraucht? Bienensterben, Rentenpunkte und offene Beziehung
Die "Sphinx von Delft" Eine Lange Nacht über den Maler Johannes Vermeer Autorin: Berit Hempel Regie: Jan Tengeler Für seine Geburtsstadt Delft ist Johannes Vermeer ein Touristenmagnet, nicht nur wegen des berühmten Mädchens mit dem Perlenohrring. Der Protestant Johannes Vermeer wurde 1632 in Delft geboren und verbrachte dort bis zu seinem Tod 1675 die meiste Zeit seines Lebens. Auch wenn das Haus nicht mehr steht, in dem der Künstler lebte, hat er seine Spuren hinterlassen zwischen schmalen Grachten, engen Gassen und auf dem weiten Marktplatz. Weniger als 40 seiner Gemälde sind erhalten, Skizzen existieren nicht, wer ihn ausbildete, weiß niemand. Er gilt auch als die Sphinx von Delft, weil so wenig über ihn bekannt ist. Und doch gibt es viel über ihn zu erzählen - über seine einzigartigen Gemälde, seine Zeit im niederländischen Delft, über falsche Zuschreibungen, Suchgräben im Ölgemälde, übermalte Motive. Manche Geschichten gleichen einem Krimi, in dem eine Schmutzschicht zur Lösung eines Rätsels beiträgt. Was er selbst zu erzählen hatte, erzählte er in seinen unnachahmlichen Gemälden. Musizieren wird zum Liebensbekenntnis, Prostituierte werden bei der Kupplerin bezahlt. Besondere Bedeutung maß der Künstler dem Licht bei. Der Sonnenschein spiegelt sich bei ihm in Perlen und Gläsern. Im Laufe der Jahrhunderte kann sich die Interpretation eines Bildes auch völlig ändern, indem in seinem Hintergrund ein neues Motiv auftaucht. Beim "Brieflesenden Mädchen am offenen Fenster" wurde vor wenigen Jahren ein Liebesgott freigelegt, der von einer fremden Person übermalt worden war und der den Text in den Händen des Mädchens in einen Liebesbrief verwandelte. Leben und Werk von Vermeer sind Stoff für Bücher, Filme - und für Lange Nächte.